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        <name>Volksversand Versandapotheke</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-07-24T16:01:17+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Elevit oder Femibion - welches Schwangerschaftspräparat ist besser?</title>
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                                            Sie erwarten ein Baby oder planen eine Schwangerschaft und suchen das richtige Nahrungsergänzungsmittel? Elevit und Femibion zählen zu den beliebtesten Präparaten für Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit. Doch welches ist das Richtige für Sie? Unser umfassender Ratgeber...
                                        ]]>
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                 Wenn Sie ein Baby erwarten oder planen schwanger zu werden, gibt es kaum etwas Wichtigeres, als sicherzustellen, dass Ihr  Kind gesund heranwächst.  In dieser besonderen Zeit möchten Sie Ihrem Körper daher alle nötigen Nährstoffe zuführen, um die bestmögliche Entwicklung Ihres Babys zu unterstützen. Nahrungsergänzungsmittel wie   Elevit   und   Femibion   wurden genau dafür konzipiert – doch welches ist das richtige Präparat für Sie? In diesem Ratgeber vergleichen wir beide Produktlinien miteinander, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen und Ihre Schwangerschaft bestmöglich zu begleiten. 
 
   Wieso müssen Frauen in der Schwangerschaft auf Vitamine und Nährstoffe achten?   
   Elevit-Produkte für verschiedene Schwangerschaftsstadien   
   Femibion-Produkte für verschiedene Schwangerschaftsstadien   
   Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Welches Präparat ist besser?   
   Alternative Präparate   
   Fazit   
 
   Wieso müssen Frauen in der Schwangerschaft auf Vitamine und Nährstoffe achten? 
 Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper in vielerlei Hinsicht. Der  Nährstoffbedarf steigt erheblich , da nicht nur der eigene Körper, sondern auch das  heranwachsende Baby  versorgt werden muss.  Vitamine  und  Mineralstoffe  spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie unterstützen die gesunde Entwicklung des Fötus, fördern das Wachstum und  beugen Mangelerscheinungen vor , die sowohl für die Mutter als auch für das Kind negative Folgen haben könnten. Laut der DGE, der deutschen Gesellschaft für Ernährung, sollten Schwangere vor allem auf diese 4 Nährstoffe achten:   Folsäure  ,   Eisen  ,   Jod   und   n-3-Fettsäuren  .¹ 
 Weshalb ist das so? Kurzgesagt sind gerade diese Nährstoffe wichtig, da ein Mangel zu einem Geburtsfehler führen kann.  Folsäure  ist entscheidend für die Zellteilung und die Entwicklung des Nervensystems beim heranwachsenden Kind. Ein Mangel an Folsäure kann zu Fehlbildungen wie einem Neuralrohrdefekt führen.  Eisen  ist wichtig, um die Bildung zusätzlicher roter Blutkörperchen zu unterstützen, die notwendig sind, um Mutter und Kind mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen.  Jod  unterstützt die gesunde Entwicklung der Schilddrüse des Babys, die wiederum essenziell für das Wachstum und die geistige Entwicklung ist. Ein Jodmangel kann zu Entwicklungsstörungen des Gehirns und der körperlichen Reife führen. Ebenso wichtig für die Gehirnentwicklung sind  n-3-Fettsäuren (Omega 3) . 
 Da es bei gewissen Nährstoffen,  vor allem Folsäure und Jod² , oft schwierig ist, den erhöhten Bedarf allein über die Ernährung zu decken, greifen viele Frauen zu speziellen  Nahrungsergänzungsmitteln . Diese Präparate enthalten neben den genannten allerlei weitere Vitamine und Mineralstoffe, die  wichtig für die gesunde Entwicklung des Babys  sind. Dabei sind die Inhaltsstoffe jeweils abgestimmt auf die speziellen körperlichen Bedürfnisse in der Babyplanungszeit, der Phase des 1. Trimesters, den darauf folgenden Monaten bis zur Geburt und der Stillzeit. 
   
   Elevit-Produkte für verschiedene Schwangerschaftsstadien 
 Elevit ist eine Produktlinie des Herstellers Bayer, die Frauen beim  Kinderwunsch , der  Schwangerschaft  und  Stillzeit  mit Nährstoffen und Vitaminen unterstützt. Folgende Elevit-Produkte werden angeboten: 
 
   Elevit 1   (für Frauen, die planen schwanger zu werden sowie Schwangere bis Ende der 12. SSW) 
   Elevit 2   (für Schwangere ab der 13. Woche bis zur Entbindung) 
   Elevit 3   (für stillende Mütter) 
 
   Fembion-Produkte für verschiedene Schwangerschaftsstadien 
 Auch Femibion bietet eine aufeinander aufbauende Reihe solcher Nahrungsergänzungsmittel an. Die Produkte unterteilen sich wie folgt: 
 
   Femibion 0   (für die Babyplanung) 
   Femibion 1   (für die Frühschwangerschaft, von Woche 1-12) 
   Femibion 2   (für Schwangere ab der 13. Woche bis zur Entbindung) 
   Femibion 3   (für die Stillzeit) 
 
   
 Außerdem gibt es noch zwei weitere Präparate ohne Jod. 
 
   Femibion 1 ohne Jod   (für die Babyplanung und die Frühschwangerschaft) 
   Femibion 2 ohne Jod   (ab dem 2. Trimester und für die Stillzeit) 
 
 &amp;nbsp; 
  Gut zu wissen:  Ein  Trimester  bezeichnet einen Zeitraum von  drei Monaten . In der Schwangerschaft wird die gesamte Dauer von etwa neun Monaten in drei Trimester aufgeteilt: Das  erste Trimester  umfasst die Frühphase der Schwangerschaft und reicht von der  1. bis zur 12. Woche . Das  zweite Trimester  schließt sich von der  13. bis zur 28. Woche  an, während das  dritte Trimester  die Zeit von der  29. bis zur 40. Woche  abdeckt. In diesen Phasen entwickelt sich das Baby kontinuierlich weiter, wobei jede Phase  spezifische Veränderungen und Entwicklungsstadien  mit sich bringt. 
   Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Welches Präparat ist besser? 
 Sowohl Femibion als auch Elevit bieten Nahrungsergänzungsmittel für den  Kinderwunsch , die  Schwangerschaft  sowie die  Stillzeit  an. Welches Produkt jedoch am besten geeignet ist, kommt ganz auf Ihre  individuellen Bedürfnisse  an. Um Ihnen diese Entscheidung etwas zu vereinfachen, haben wir  Vergleiche  aufgestellt, in denen wir die einzelnen Produkte für jede Phase gegenüberstellen. 
  Hinweis : Bitte beachten Sie, dass  Nahrungsergänzungsmittel   kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sind.  
   
 Exkurs: Femibion-Produkte ohne Jod 
 Für die folgenden Vergleiche haben wir die zwei Femibion-Präparate ohne Jod  nicht berücksichtigt , da wir diese Produkte gesondert darstellen möchten.  Femibion ohne Jod  empfiehlt sich vor allem für Frauen, die: 
 
 kein Jod zu sich nehmen dürfen (zum Beispiel wegen Schilddrüsenproblemen oder anderen. Erkrankungen) 
 ausreichend viel Jod konsumieren, weil sie den Bedarf entweder über die Nahrung abdecken oder bestimmte Jodpräparate einnehmen. 
 
 &amp;nbsp; 
  Jod in der Schwangerschaft  zu supplementieren ist ein  umstrittenes Thema . Der Nährstoff ist für die gesunde Entwicklung des Fötus allerdings essenziell. Eine erwachsene Frau benötigt täglich  200 µg Jod . Bei Schwangeren ist dieser Bedarf mit  230 µg  etwas höher.³ Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nehmen wir in der Regel  zu wenig Jod über Lebensmittel  auf.⁴ Es gibt aber auch Frauen, die keinen Mangel haben. Am besten klären Sie dies mit Ihrem Frauenarzt ab, da sich ein Jodüberschuss genau wie ein Mangel negativ auf die Gesundheit von Mutter und Kind auswirken können.⁵ Frauen, die ganz auf Nummer sicher gehen wollen, können ihren  Jodspiegel  auch über einen  Urintest  bestimmen lassen. Gerade wenn Sie sehr viel  Meeresfisch  und andere jodhaltige Lebensmittel konsumieren, könnten die Femibion Varianten ohne Jod eine gute Option für Sie sein. 
 Elevit 1 oder Femibion 0 – welches Produkt ist am besten für die Phase vor der Schwangerschaft geeignet? 
 Die Entscheidung ein Kind bekommen zu wollen und die anschließende Zeit der Schwangerschaftsplanung ist sehr aufregend. Doch nicht immer kommt gleich nach dem ersten Versuch eine Schwangerschaft zustande. Im Schnitt besteht  pro Versuch eine Chance von 20% schwanger  zu werden.⁶ Spätestens wenn Frauen dann schwanger sind, stellt sich schnell die Frage, wie man sein Baby optimal versorgt. Dabei sollte diese Frage bestenfalls bereits vor einer Schwangerschaft aufkommen, denn bis ein  potenzieller Mangel  ausgeglichen ist, kann es mitunter einige Wochen dauern. Wenn von vornherein darauf geachtet wird, dass die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, verschafft man dem Fötus die  besten Startbedingungen . Für die Phase des Kinderwunsches bieten sowohl Elevit als auch Femibion Präparate an, die wir nun näher betrachten. 
 Speziell für den Kinderwunsch eignen sich: 
 
 Elevit 1 (für die Babyplanung und Schwangerschaft, bis Ende der 12. Woche) 
 Femibion 0 (für die Babyplanung) 
 
 &amp;nbsp; 
 Zuerst einmal ist zu betonen, dass  weder Elevit 1 noch Femibion 0 einen direkten Einfluss darauf haben, schwanger zu werden.  Zwar kann eine gute Versorgung mit wichtigen Nährstoffen die allgemeine Gesundheit fördern, doch  diese Präparate steigern nicht die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.  Ihr Nutzen liegt vielmehr darin, dem heranwachsenden Baby ab dem Tag der Empfängnis  optimale Startbedingungen  zu bieten. Entscheidend ist es nämlich, schon vor der Schwangerschaft sicherzustellen, dass keine Mängel an wichtigen Nährstoffen bestehen. Besonders  Folsäure  ist essenziell, da ein Mangel dieses Vitamins beim Baby Fehlbildungen wie einen Neuralrohrdefekt verursachen kann und ein Mangel in Deutschland leider keine Seltenheit ist. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nehmen rund  80-90% der Frauen zu wenig Folsäure  auf.⁷ Folsäure spielt während der gesamten Schwangerschaft eine Rolle, aber vor allem während der  ersten 12. Wochen.  Das BfR empfiehlt daher die tägliche Einnahme eines Präparats mit 400 Mikrogramm Folsäure.⁸ 
 Sowohl Femibion als auch Elevit enthalten eine Folsäure-„Kombination“ aus 400 Mikrogramm Folsäure und 416 Mikrogramm L-Methylfolat (bei Femibion) und 451 Mikrogramm Metafolin (bei Elevit). Dabei stehen sowohl L-Methylfolat und als auch Metafolin im direkten Zusammenhang zur Folsäure, da beide unterschiedliche Formen von Vitamin B9 sind, nämlich die  bioaktiven Formen von Folat.  
 Des Weiteren  enthält Elevit 1 deutlich mehr Nährstoffe.  Das hat den Hintergrund, dass dieses Präparat  auch für das erste Schwangerschaftstrimester  gedacht ist, wohingegen Femibion dafür ein eigenes Präparat (Femibion 1) anbietet. 
 Für Frauen, die sich ab Beginn der Schwangerschaft kein neues Präparat anschaffen wollen, ist Elevit 1 also  bequemer einzunehmen , da dieses auch weiter bis zur 12. Schwangerschaftswoche eingenommen werden kann. Auch für Frauen, die sich vielleicht  tendenziell einseitig ernähren , kann Elevit 1 aufgrund der vielfältigeren Inhaltsstoffe die bessere Wahl sein. Femibion hingegen unterteilt in Babywunsch und erstes Trimester, sodass hier die Vitamine und Mineralstoffe  besser auf die individuellen Bedürfnisse während dieser Phasen abgestimmt wurden.  
 Femibion 1 (Frühschwangerschaft) vs. Elevit 1 (Kinderwunsch und Schwangerschaft bis Ende der 12. Woche) 
 Frauen sollten während der gesamten Zeit der Schwangerschaft darauf achten, ausreichend mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt zu sein. Explizit kann man aber sagen, dass das erste Trimester, das heißt die  ersten 12 Wochen der Schwangerschaft , am wichtigsten sind. Denn hier ist das  Risiko für Fehlbildungen  des Babys aufgrund von Nährstoffmängeln  am höchsten. ⁹ 
  Wichtig:  Schwangeren wird empfohlen, auf eine  zusätzliche Einnahme von Vitamin A im ersten Trimester zu verzichten.  Das hängt damit zusammen, dass zu viel Vitamin A dem Fötus stark schaden kann. Aus diesem Grund sollte auch auf den Verzehr von  Leber  im ersten Trimester  verzichtet  werden, da diese eine sehr hohe Konzentration an Vitamin A enthält. Dies bedeutet allerdings nicht, dass gar keine Lebensmittel, die Vitamin A enthalten, konsumiert werden dürfen. Frauen in der Schwangerschaft haben sogar einen höheren Bedarf an Vitamin A, als Frauen, die nicht schwanger sind. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass nicht übermäßig viel des Vitamins konsumiert wird. 
 Während Femibion 1 auf Vitamin A verzichtet, beinhaltet Elevit 700 RE ug Vitamin A als Beta-Carotin.  Beta-Carotin  wird auch als  Provitamin A  bezeichnet, da der Körper dieses erst zu Vitamin A umwandeln muss. Das Gute hieran ist, dass der Körper nur so viel Beta-Carotin in Vitamin A umwandelt, wie benötigt wird.¹⁰ Daher ist Beta-Carotin gerade für Schwangere eine sicherere Alternative zu Vitamin A. 
  Hinweis:  Für einige Nährstoffe hat die DGE keine explizite Empfehlung für das 1. Trimester gegeben. Dies wurde in den folgenden Tabellen gekennzeichnet. Stattdessen wurde dann der Referenzwert für Frauen, die nicht schwanger sind, angegeben. Die angegebenen Referenzwerte beziehen sich auf Frauen aus Deutschland und Österreich. In einigen Ländern, etwa der Schweiz, variiert der Bedarf an Nährstoffen. Das ist etwa bei Jod der Fall. Außerdem stellen wir Ihnen die Info zur Seite, in welchen Lebensmitteln bestimmte Vitamine und Nährstoffe vorkommen, damit Sie selbst Ihre individuellen Bedürfnisse besser verorten können. 
 Alle  Inhaltsstoffe der Frühschwangerschaftspräparate  auf einen Blick: 
 
 
   Nährstoffe und Vitamine    Elevit 1    Femibion 1    Empfehlung DGE¹¹    z.B. enthalten in   
 
  Vitamin A  
  Als Beta-Carotin 700 RE µg  
  /  
  800 µg  
  Eier, Milchprodukte, Möhre, Süßkartoffeln usw.  
 
 
  Vitamin B1 (Thiamin)  
  1,4 mg  
  1,4 mg  
  Keine Empfehlung für 1. Trimester. Mangel laut DGE i.d.R. nur durch Krankheiten oder Schwangerschaftsübelkeit  
  Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Banane usw.  
 
 
  Vitamin B2 (Riboflavin)  
  1,4 mg  
  1,4 mg  
  Keine Empfehlung für 1. Trimester. Frauen generell: 1 mg  
  Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch/Fisch usw.  
 
 
  Vitamin B6  
  1,9 mg  
  1,9 mg  
  1,5 mg  
  Vollkornprodukte, rote Paprika, Walnüsse usw.  
 
 
  Vitamin B12  
  2,6 µg  
  4,5 µg  
  4,5 µg  
  Fleisch, Fisch, Eier usw.  
 
 
  Vitamin C  
  85 mg  
  55 mg  
  Keine Empfehlung für 1. Trimester. Frauen generell: 95 mg  
  Paprika, Zitrone, Petersilie usw.  
 
 
  Vitamin D  
  5 µg  
  20 µg  
  20 µg  
  Fisch, Pilze usw.  
 
 
  Vitamin E  
  10 mg  
  4,8 mg  
  13 mg, Mangel laut DGE selten  
  Pflanzliche Öle, Nüsse usw.  
 
 
  Biotin  
  30 µg  
  40 µg  
  40 µg  
  Sojabohnen, Eier, Nüsse usw.  
 
 
  Calcium  
  125 mg  
  /  
  1.000 mg  
  Milchprodukte, Grünkohl, Nüsse usw.  
 
 
  Cholin  
  /  
  130 mg  
  /  
  Eier, Milch usw.  
 
 
  Eisen  
  14 mg  
  10 mg  
  27 mg  
  Bitterschokolade, Getreideprodukte usw.  
 
 
  Folsäure  
  800 µg, davon Metafolin 451 µg  
  800 µg, davon 416 µg L-Methylfolat  
  550 µg  
  Spinat, Salat, Tomate usw.  
 
 
  Jod  
  150 µg  
  150 µg  
  230 µg  
  Meeresfisch, Milch usw.  
 
 
  Kupfer  
  1 mg  
  0,6 mg  
  Keine Empfehlung für Schwangere. Frauen generell: 1-1,5 mg  
  Cashewkerne, Kakaopulver usw.  
 
 
  Magnesium  
  100 mg  
  60 mg  
  300 mg  
  Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte usw.  
 
 
  Mangan  
  2 mg  
  /  
  Keine Empfehlung für Schwangere. Frauen generell: 2-5 mg  
  Vollkorn, Haferflocken usw.  
 
 
  Niacin  
  18 mg  
  12 mg  
  Keine Empfehlung für 1. Trimester. Frauen generell: 12-13 mg  
  Sardellen, Geflügel, Pilze usw.  
 
 
  Niacin  
  18 mg  
  12 mg  
  Keine Empfehlung für 1. Trimester. Frauen generell: 12-13 mg  
  Sardellen, Geflügel, Pilze usw.  
 
 
  Pantothensäure  
  6 mg  
  6 mg  
  5 mg  
  Fleisch, Eier, Fisch usw.  
 
 
  Selen  
  60 µg  
  26 µg  
  60 µg  
  Kohl, Linsen, Fleisch usw.  
 
 
  Zink  
  11 mg  
  6 mg  
  7-11 mg  
  Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte usw.  
 
 
 
 &amp;nbsp; 
  Die Tabelle zeigt es:  Sowohl Elevit 1 als auch Femibion 1 beinhalten  eine Menge an Vitaminen und Nährstoffen.  Bei den Zusammensetzungen gibt es  nur minimale Abweichungen.  In Femibion ist kein Vitamin A, Calcium und Mangan enthalten, wohingegen Elevit lediglich auf Cholin verzichtet. Wer also etwas breiter aufgestellt sein möchte, kann auf Elevit zurückgreifen. Wer lieber auf Vitamin A, auch als Beta-Carotin, verzichten möchte oder muss, sollte sich für Femibion entscheiden. Wenn Sie an dieser Stelle unsicher sind, besprechen Sie das Thema vertrauensvoll mit Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Gynäkologin. 
 Elevit 2 vs. Femibion 2 - Schwangerschaftspräparate ab der 13. Woche 
 Elevit 2 und Femibion 2 sind Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für die Zeit  ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Schwangerschaft  entwickelt wurden. Beide Präparate haben eine  ähnliche Zusammensetzung , unterscheiden sich jedoch auch hier wieder in einigen Details. So enthält Femibion 2 Cholin, das in Elevit 2 fehlt, während Elevit neben Omega-3 DHA auch EPA sowie Vitamin A als Beta-Carotin bietet, das in Femibion 2 nicht enthalten ist. Sowohl Cholin als auch Omega-3 EPA sind wichtig für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes. Auf welchen Nährstoff Sie im Nahrungsergänzungsmittel eher verzichten möchten, sollten Sie vor allem von Ihrem  Ernährungsstil  abhängig machen.  Cholin  ist besonders reichlich in  Eiern  enthalten, kommt aber auch in kleineren Mengen in  Fleisch, Fisch und einigen Gemüsesorten  vor. Omega-3-EPA hingegen findet sich hauptsächlich in  fettreichem Fisch wie Hering oder Lachs.  Wie bereits oben erwähnt, ist das Supplementieren von Vitamin A in der Schwangerschaft umstritten – dies gilt aber vor allem dem ersten Trimester. Da Elevit 2 und Femibion 2 allerdings erst für das 2. und 3. Trimester eingesetzt werden sollen, können Sie daher je nach Ihren persönlichen Vorlieben und Anforderungen entscheiden. Gut zu wissen ist auch, dass Femibion 2 als  Kombipräparat  daherkommt und Anwenderinnen somit täglich je eine Tablette und eine Weichkapsel einnehmen müssen. Bei Elevit beschränkt sich die Einnahme hingegen auf nur eine Kapsel am Tag. 
 Alle  Inhaltsstoffe der Präparate vom 2. bis 3. Trimester  auf einen Blick: 
 
 
   Nährstoffe und Vitamine    Elevit 2    Femibion 2    Empfehlung DGE    z.B. enthalten in   
 
  Vitamin A  
  Als Beta-Carotin 770 RE µg  
  /  
  800 µg  
  Eier, Milchprodukte, Möhre, Süßkartoffeln usw.  
 
 
  Vitamin B1 (Thiamin)  
  1,4 mg  
  1,4 mg  
  1,2-1,3 mg  
  Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Banane usw.  
 
 
  Vitamin B2 (Riboflavin)  
  1,4 mg  
  1,4 mg  
  1,3-1,4 mg  
  Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch/Fisch usw.  
 
 
  Vitamin B6  
  1,9 mg  
  1,9 mg  
  1,8 mg  
  Vollkornprodukte, rote Paprika, Walnüsse usw.  
 
 
  Vitamin B12  
  2,6 µg  
  4,5 µg  
  4,5 µg  
  Fleisch, Fisch, Eier usw.  
 
 
  Vitamin C  
  85 mg  
  55 mg  
  105 mg  
  Paprika, Zitrone, Petersilie usw.  
 
 
  Vitamin D  
  5 µg  
  20 µg  
  20 µg  
  Fisch, Pilze usw.  
 
 
  Vitamin E  
  10 mg  
  4,8 mg  
  13 mg  
  Pflanzliche Öle, Nüsse usw.  
 
 
  Biotin  
  30 µg  
  40 µg  
  40 µg  
  Sojabohnen, Eier, Nüsse usw.  
 
 
  Cholin  
  /  
  130 mg  
  480 mg¹²  
  Eier, Milch usw.  
 
 
  Eisen  
  14 mg  
  14 mg  
  27 mg  
  Bitterschokolade, Getreideprodukte usw.  
 
 
  Folsäure  
  400 µg, davon Metafolin 225 µg  
  400 µg, davon 208 µg L-Methylfolat  
  450-500 µg  
  Spinat, Salat, Tomate usw.  
 
 
  Jod  
  150 µg  
  150 µg  
  200 µg  
  Meeresfisch, Milch usw.  
 
 
  Kupfer  
  1 mg  
  0,8 mg  
  k.A.  
  Cashewkerne, Kakaopulver usw.  
 
 
  Magnesium  
  57 mg  
  75 mg  
  300 mg  
  Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte usw.  
 
 
  Niacin  
  18 mg  
  15 mg  
  14-16 mg  
  Sardellen, Geflügel, Pilze usw.  
 
 
  Omega-3-Fettsäuren  
  DHA 200 mg, EPA 80 mg  
  DHA 200 mg, EPA /  
  k.A.  
  Lachs, Thunfisch, Algenöl usw.  
 
 
  Pantothensäure  
  6 mg  
  6 mg  
  5 mg  
  Fleisch, Eier, Fisch usw.  
 
 
  Selen  
  60 µg  
  30 µg  
  60 µg  
  Kohl, Linsen, Fleisch usw.  
 
 
  Zink  
  10 mg  
  8 mg  
  9-13 mg  
  Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte usw.  
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Elevit 3 vs. Femibion 3 - Nahrungsergänzungsmittel für die Stillzeit 
 Elevit 3 und Femibion 3 können während der  Stillzeit  eingenommen werden. Auch in dieser Phase ist es wichtig, dass die Mutter mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist, die sie ihrem Baby über die Muttermilch weitergibt. Der Bedarf an einigen Vitaminen und Mineralstoffen ist in dieser Zeit erhöht. Dennoch gilt auch hier, dass die  Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln  nur dann eine Option sein sollte, wenn der Bedarf nicht durch eine  ausgewogene Ernährung  gedeckt werden kann. Je nach Ernährungsstil, zum Beispiel  vegetarisch oder vegan , wird aber beispielsweise empfohlen,  Jod, Vitamin B12 sowie Omega-3-Fettsäuren  zu supplementieren. 
 Sowohl Elevit 3 als auch Femibion 3 enthalten weitaus mehr Inhaltsstoffe. Daher ist es wichtig, den  eigenen Ernährungsstil  zu reflektieren und gezielt zu prüfen, welche Nährstoffe individuell ergänzt werden sollten oder müssen. Bei Unsicherheiten besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. 
 
 
   Nährstoffe und Vitamine    Elevit 3    Femibion 3    Empfehlung DGE    z.B. enthalten in   
 
  Vitamin A  
  Als Beta-Carotin 1081 RE µg  
  530 µg  
  1.300 µg  
  Eier, Milchprodukte, Möhre, Süßkartoffeln usw.  
 
 
  Vitamin B1 (Thiamin)  
  1,4 mg  
  1,2 mg  
  1,3 mg  
  Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Banane usw.  
 
 
  Vitamin B2 (Riboflavin)  
  1,6 mg  
  2 mg  
  1,4 mg  
  Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch/Fisch usw.  
 
 
  Vitamin B6  
  2 mg  
  1,7 mg  
  1,6 mg  
  Vollkornprodukte, rote Paprika, Walnüsse usw.  
 
 
  Vitamin B12  
  2,8 µg  
  5 µg  
  5,5 µg  
  Fleisch, Fisch, Eier usw.  
 
 
  Vitamin C  
  60 mg  
  70 mg  
  125 mg  
  Paprika, Zitrone, Petersilie usw.  
 
 
  Vitamin D  
  15 µg  
  20 µg  
  20 µg  
  Fisch, Pilze usw.  
 
 
  Vitamin E  
  6,7 mg  
  4,8 mg  
  17 mg  
  Pflanzliche Öle, Nüsse usw.  
 
 
  Biotin  
  35 µg  
  45 µg  
  45 µg  
  Sojabohnen, Eier, Nüsse usw.  
 
 
  Calcium  
  120 mg  
  160 mg  
  1.000 mg (Frauen unter 19 Jahren 1.200 mg)  
  Milchprodukte, Grünkohl, Nüsse usw.  
 
 
  Cholin  
  /  
  130 mg  
   520 mg¹²    
  Eier, Milch usw.  
 
 
  Eisen  
  9 mg  
  14 mg  
  16 mg  
  Bitterschokolade, Getreideprodukte usw.  
 
 
  Folsäure  
  500 µg  
  400 µg, davon 200 µg Folsäure &amp;amp; 208 µg L-Methylfolat  
  450 µg  
  Spinat, Salat, Tomate usw.  
 
 
  Jod  
  225 µg  
  150 µg  
  260 µg (in der Schweiz 200 µg)  
  Meeresfisch, Milch usw.  
 
 
  Kupfer  
  /  
  0,9 mg  
  k.A.  
  Cashewkerne, Kakaopulver usw.  
 
 
  Lutein  
  250 µg  
  /  
  k.A.  
  Spinat, Grünkohl, Mais usw.  
 
 
  Niacin  
  17 mg  
  18 mg  
  16 mg  
  Sardellen, Geflügel, Pilze usw.  
 
 
  Omega-3-Fettsäuren  
  DHA 200 mg, EPA 38 mg  
  DHA 200 mg, EPA /  
  k.A.  
  Lachs, Thunfisch, Algenöl usw.  
 
 
  Pantothensäure  
  7 mg  
  7 mg  
  7 mg  
  Fleisch, Eier, Fisch usw.  
 
 
  Selen  
  55 µg  
  45 µg  
  75 µg  
  Kohl, Linsen, Fleisch usw.  
 
 
  Zink  
  10 mg  
  9 mg  
  11-14 mg (je nach Phytatzufuhr)  
  Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte usw.  
 
 
 
 &amp;nbsp; 
   Alternative Präparate 
 Neben den bekannten Nahrungsergänzungsmitteln Femibion und Elevit gibt es  weitere Präparate , die als Alternativen infrage kommen. Eine davon ist die   Marke Folio  , die zwei Produkte anbietet: eines für die Zeit des Kinderwunschs und die Frühschwangerschaft sowie ein weiteres für das 2. und 3. Trimester sowie die Stillzeit. Im Vergleich zu Femibion und Elevit ist Folio deutlich  preisgünstiger , enthält jedoch auch wesentlich  weniger Inhaltsstoffe als die beiden anderen Präparate.  
 Während Elevit 1 sowie Femibion 0 und 1  vegan  sind, sind in den Folgepräparaten für die Phasen 2 und 3  Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs wie Fischöl und Gelatine  (keine Schweinegelantine) enthalten. Eine komplett vegane Alternative bietet die Marke Doppelherz mit ihrem Produkt   Schwangere + Mütter vegan  , das von der Phase des Kinderwunschs bis zur Stillzeit eingenommen werden kann. Auch hier variieren natürlich die Inhaltsstoffe, sodass kein direkter Vergleich möglich ist. 
   Fazit 
 Elevit und Femibion bieten  umfassende Nahrungsergänzungsmittel , die speziell für die Phasen des  Kinderwunschs , der  Schwangerschaft  und der  Stillzeit  entwickelt wurden. Trotz vieler Gemeinsamkeiten in der Zusammensetzung unterscheiden sich die Produkte in einigen  Inhaltsstoffen  und  Dosierungen . Alternativ gibt es   weitere Nahrungsergänzungsmittel für die Schwangerschaft  , die meist weniger Inhaltsstoffe bieten, dafür aber etwas günstiger sind und/oder von Vegetarierinnen und Veganerinnen eingenommen werden können. Die Wahl des passenden Präparats treffen Sie am besten, indem Sie Ihren  individuellen Ernährungsstil  berücksichtigen und entscheiden, welche Nährstoffe Sie gezielt ergänzen möchten. Sicherlich spielen am Ende oft auch der Preis pro Tablette bzw. Kapsel, persönliche Vorlieben bezgl. der Einnahme von Kapseln bzw. Tabletten sowie Empfehlungen aus dem Freundeskreis eine Rolle. Wenn Sie sich nicht entscheiden können, erkundigen Sie sich in Ihrer  Apotheke  oder ziehen sie am besten Ihren Arzt oder Ihre Ärztin zu Rate. 
 Das Team der Volksversand Versandapotheke ist für Sie in der aufregenden Zeit von Kinderwunsch und Schwangerschaft sowie nach der Entbindung da.  Ob   Femibion oder Elevit:  Wir haben für Sie  preisgünstige Sparpacks  im Sortiment sowie  Angebote mit attraktiven Gratis-Beigaben . So sind Sie all die Monate optimal versorgt und sparen dabei auch noch bares Geld. 
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  Quellenangaben:  
 ¹ und ² Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.dge.de/presse/meldungen/2020/einnahme-von-nahrungsergaenzungsmitteln-in-schwangerschaft/ 
 ³ Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/ 
 ⁴ Bundesministerium für Landwirtschaft. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/jodsalz-landingpage/jodsalz-landingpage_node.html 
 ⁵ World Health Organisation. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.who.int/tools/elena/bbc/iodine-pregnancy 
 ⁶ Flo. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://flo.health/de/schwanger-werden/der-versuch-schwanger-zu-werden/wann-schwanger-nach-sex 
 ⁷ Bundesinstitut für Risikobewertung. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2005/30/folsaeureversorgung_in_deutschland_ist_unzureichend-6844.html 
 ⁸ Bundesinstitut für Risikobewertung. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.bfr.bund.de/cm/350/schwanger-werden-aber-nicht-ohne-folsaeure.pdf 
 ⁹ Hirslanden. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.hirslanden.ch/de/corporate/fuer-alle-folgen-des-lebens/hirslandenbaby/schwangerschaft/schwangerschaftswochen/erstes-trimester.html 
 ¹⁰ Mount Sinai. Zuletzt abgerufen am: 19.12.2024. URL: https://www.mountsinai.org/health-library/supplement/beta-carotene 
 ¹¹ Bei den folgenden Empfehlungen haben wir uns an den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert. Zuletzt abgerufen am 19.12.2024. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/ 
 ¹² Hier gibt es keine Empfehlungen der DGE. Die Werte stammen von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA). Zuletzt abgerufen am 19.12.2024. URL:&amp;nbsp;https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/160817 
 
  *Gutscheinbedingungen:  Nur einmal pro Kunde einlösbar. Gültig bis auf Widerruf. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. 
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                            <updated>2024-12-20T14:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft: Welche sind die Richtigen?</title>
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                  Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit  – für jede Frau eine aufregende Zeit! Jetzt möchten Sie alles richtig machen und fragen sich vielleicht, welche  Nährstoffe  für Ihren Körper nun  wichtig  und vor allem  notwendig  sind. 
 Für die Gesundheit von Mutter und Kind sind sowohl eine  gesunde  und  ausgewogene Ernährung  als auch ein gesunder Lebensstil entscheidend – sie helfen obendrein Schwangerschaftskomplikationen zu vermeiden. 
 Besonders wichtig ist nun die  Qualität der Ernährung . Denn der Energiebedarf steigt erst zum Ende der Schwangerschaft – und dann nur leicht – an. Der Bedarf an   Schwangerschaftsvitaminen   ist dagegen bereits ab der Zeit des Kinderwunsches erhöht. 
 
 
   Den Kinderwunsch erfüllen: Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen?    
   Schwanger! Welche Nährstoffe sind nun wichtig?    
   Vitamine, Mineralstoffe &amp;amp; Co: Welche sind in der Schwangerschaft wichtig?    
   Vegetarische oder vegane Ernährung: Was ist in der Schwangerschaft zu beachten?    
   Stillzeit - was ändert sich?    
   Tipps für ausreichend Nährstoffe in der Schwangerschaft    
 
 &amp;nbsp; 
 
   Den Kinderwunsch erfüllen: Welche Nahrungsergänzungsmittel helfen? 
 Gesund zu sein, ist immer wichtig. Geht es um die Erfüllung eines Herzenswunsches, umso mehr. Denn in der Zeit des  Kinderwunsches  steht nicht mehr nur die eigene Gesundheit im Mittelpunkt, sondern auch die des Kindes. Eine  ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil  sind schon vor der Empfängnis sinnvoll. 
 Zwar gibt es kein Vitamin, das hilft schwanger zu werden, dennoch  bereitet  eine  gute Versorgung mit Nährstoffen  den Körper optimal auf eine mögliche  Schwangerschaft vor . Liegt dagegen ein Nährstoffmangel vor, wirkt sich dieser mitunter negativ auf die Fruchtbarkeit aus. 
 Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung deckt normalerweise den Mehrbedarf an   Vitaminen und Mineralstoffen  . Bei  Folsäure  und  Jod  hingegen gelingt das nicht und daher sollten sie in Form von Tabletten ergänzt werden. 
   Folsäure   benötigen Schwangere für eine gesunde Entwicklung des Embryos gerade  in den ersten 12 Wochen  der Schwangerschaft. Weil  Folsäure  für die  Zellteilung  benötigt wird,  verhindert  es  Fehlbildungen des Nervensystems . Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure vermindert nämlich die Wahrscheinlichkeit für die sogenannten  Neuralrohrdefekte , eine gefürchtete Missbildung. 
 Experten empfehlen deswegen, Frauen, die eine Schwangerschaft planen,  täglich 400 Mikrogramm Folsäure  einzunehmen. Die Einnahme sollte mindestens&amp;nbsp; vier Wochen vor der Empfängnis  beginnen und  bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels  (Woche 13) fortgeführt werden. 
 Auch   Jod   ist schon  vor Beginn der Schwangerschaft  wichtig. Das Spurenelement sorgt für eine gut  funktionierende Schilddrüse  und damit für einen  ausgeglichenen Stoffwechsel . Stehen wöchentlich Meeresfisch, täglich drei Portionen Milch und Milchprodukte sowie jodiertes Salz auf dem Speiseplan, kann der Bedarf knapp gedeckt werden. 
 Daher empfehlen wir Ihnen vor der Planung des Nachwuchses mit Ihrem Arzt über Ihren individuellen Jodbedarf zu sprechen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn Sie ohnehin Schilddrüsenprobleme haben oder sich vegan ernähren. 
  Meiden  sollten Frauen mit Kinderwunsch ein  Zuviel an Vitamin A . Das fettlösliche Vitamin reichert sich nämlich im Körper an und führt im schlimmsten Fall zu  Entwicklungsstörungen  des Embryos. 
 
  Information von Ihrem Apotheker  
 In der  Apotheke  erhalten Sie   Nahrungsergänzungsmittel mit VItaminen und Mineralstoffen, die speziell auf den Bedarf von Frauen mit Kinderwunsch abgestimmt sind   und mögliche Nahrungsdefizite ausgleichen. Ebenfalls auf dem Markt sind Nahrungsergänzungsmittel, die darauf abzielen, die  Fruchtbarkeit zu verbessern  und somit die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen sollen. 
 
 Die enthaltenen Substanzen, wie beispielsweise  Mönchspfeffer  oder  Myo-Inositol  haben durchaus eine  Wirkung  auf den  weiblichen Hormonhaushalt . Nicht ganz klar ist allerdings, inwieweit sie die Aussichten auf eine Schwangerschaft erhöhen. 
 Welcher  Wirkstoff  geeignet sein kann, weiß Ihr Arzt, denn nicht bei jeder Frau ist jedes Präparat sinnvoll. Deswegen besprechen Sie am besten die Auswahl des Wirkstoffs mit Ihrem Arzt. 
   Schwanger! Welche Nährstoffe sind nun wichtig? 
 Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit und als werdende Mutter möchten Sie sich und Ihr kleines Baby optimal versorgen. Schon mit Beginn der  embryonalen Entwicklung  sind die  Nährstoffe Folsäure und Jod  wichtig. Beide können allerdings selbst mit der optimalsten Ernährung nicht ausreichend zugeführt werden. 
 Aber nicht nur Folsäure und Jod sind für die Entwicklung des Babys und den Verlauf der Schwangerschaft von Bedeutung. Auch andere Schwangerschaftsvitamine benötigen Sie nun vermehrt. 
 
 Im  ersten Schwangerschaftsdrittel  besteht ein  Mehrbedarf an Eisen, Vitamin B12, Vitamin E, Magnesium und Phosphor . 
 Im  zweiten Trimester  sind    Vitamin C  , Vitamin B1, B2, B6,   Vitamin A  ,   Zink  , Niacin und Proteine  besonders wichtig. 
 Im  letzten Schwangerschaftsdrittel  sind es  Proteine, Vitamin B1 und B2 sowie Niacin . 
 
 &amp;nbsp; 
 Welche Vitamine dürfen Schwangere nicht nehmen? 
  Aufpassen  sollten Schwangere bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die  Vitamin A  enthalten. Weil das Vitamin fettlöslich ist, reichert es sich im Körper an und führt im schlimmsten Fall zu Entwicklungsstörungen des Embryos. 
 Wie verändert sich der Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft? 
 Auch wenn Sie nun zu zweit sind – doppelt so viel essen müssen Sie nicht. Der Energiebedarf steigt nämlich nur wenig an und erst  in den letzten Monaten  der Schwangerschaft empfehlen Experten die  Energiezufuhr zu erhöhen . Und das auch nur  um 10 Prozent . Obendrein ist es nicht gut für den Schwangerschaftsverlauf und die Gesundheit von Ihrem Baby, wenn Sie zu viele Kalorien essen. 
 Die  Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)  empfiehlt lediglich eine  Mehraufnahme von 250 Kilokalorien pro Tag im 2. Trimenon und von 500 Kilokalorien im 3. Trimenon . Aber auch nur dann, wenn die  körperliche Aktivität gleichbleibt . Bewegen Sie sich weniger oder machen weniger Sport, ist der  Mehrbedarf an Kalorien geringer  oder fällt sogar ganz weg. 
 Viel wichtiger als die Menge, die Sie essen, ist  was Sie essen . Die  Qualität der Lebensmittel  ist deshalb so  wichtig , weil sich Ihr Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen während der Schwangerschaft ändert. 
   Vitamine, Mineralstoffe &amp;amp; Co: Welche sind in der Schwangerschaft wichtig? 
 Als werdende Eltern wünschen Sie sich, dass Ihr Nachwuchs gesund auf die Welt kommt und gesund bleibt. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung ermöglicht einen guten Start ins Leben und senkt das Risiko für spätere Erkrankungen. 
 Folsäure - schon vor der Empfängnis 
  Wer schwanger werden will , sollte  Folsäure Tabletten  einnehmen. Die meisten Frauen haben das zwar schon einmal gehört, aber warum das so ist und warum eine Einnahme bereits vor der Schwangerschaft essenziell ist, ist meist weniger bekannt. 
  Folsäure  ist  für die Zellteilung notwendig . Deshalb hat es eine große Bedeutung für die Entwicklung Ihres Babys. Eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin senkt das Risiko sowohl für Fehlbildungen des Nervensystems als auch für  Neuralrohrdefekte . Die bekanntesten Neuralrohrdefekte sind der offene Rücken (Spina bifida) und die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (veraltet als Hasenscharte oder Wolfsrachen bezeichnet). 
   
 Aus dem Neuralrohr entwickelt sich während der embryonalen Entwicklung das  Zentralnervensystem . Dafür muss sich das Neuralrohr schließen. Geschieht dies nicht, entstehen Neuralrohrdefekte. Die  Schließung  erfolgt  drei bis vier Wochen nach der Empfängnis . Weil Frauen zu diesem Zeitpunkt meist gar nicht wissen, dass sie schwanger sind, ist eine gute Versorgung bereits vor dem Eintritt der Schwangerschaft wichtig. 
 Die offizielle Empfehlung lautet, dass Frauen  mindestens vier Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft täglich  ein Nahrungsergänzungsmittel mit  400 Mikrogramm Folsäure  einnehmen sollten. Die Einnahme sollte bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortgeführt werden. Wird mit der Einnahme erst rund um den Zeitpunkt der Empfängnis begonnen, sollte die Einnahme auf  800 Mikrogramm erhöht  werden. 
 Nicht vergessen werden sollte dabei eine ausgewogene Ernährung. Denn Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung. Reich an Folsäure sind  grüne Gemüsesorten, Tomaten, Orangen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte . 
 Jod: Deutschland ist Jodmangelland 
 Die Versorgung mit Jod ist in Deutschland nicht optimal. Besonders  junge Frauen  nehmen oft  zu wenig Jod  zu sich. Werden sie schwanger und versorgen ihr Ungeborenes mit, erhöht sich ihr Bedarf an Jod obendrein. 
 Wichtig ist Jod für die  Funktion der Schilddrüse . Ist der  Mineralstoff für längere Zeit im Körper knapp , fühlen sich die Betroffenen  müde , haben  Schwierigkeiten sich zu konzentrieren  und sind nicht mehr so leistungsfähig. Mitunter bildet sich sogar ein  Kropf  aus. 
 Bei werdenden Müttern erhöht ein  Jodmangel die Wahrscheinlichkeit sowohl für Fehl- oder Totgeburten  als auch für  Fehlbildungen . Manchmal verschlechtert der Jodmangel das kindliche Wachstum, die Knochenbildung oder die Entwicklung des Gehirns. Kinder von Müttern mit einem Jodmangel haben mitunter sogar einen niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) als Kinder von Müttern, die ausreichend Jod zu sich nehmen. 
 Für eine gute Jodversorgung empfehlen Experten  einmal wöchentlich Meeresfisch  und zusätzlich  täglich drei Portionen Milch und Milchprodukte  zu essen sowie  jodiertes Speisesalz  zu verwenden. Doch selbst wenn Schwangere diese Empfehlung befolgen, der Mehrbedarf an Jod durch die Schwangerschaft kann damit nicht ausreichend gedeckt werden. 
 Deshalb sollten  zusätzlich  zu einer jodreichen Ernährung  täglich 100 bis 150 Mikrogramm Jod  eingenommen werden. Nicht leichtfertig zur Jodtablette greifen sollten Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen oder Schilddrüsenproblem, denn bei ihnen kann eine andere Dosierung geeignet sein. Sie sollten immer vor der Einnahme von Jod mit dem Arzt sprechen. 
 
  Gut zu wissen  
 Frauen, die sich vegan ernähren sind häufig noch schlechter mit Jod versorgt als Frauen, die auch tierische Produkte essen. Veganerinnen sollten daher auf jeden Fall mit ihrem Arzt besprechen,  welches Jodpräparat  das für sie Geeignete ist. Im Gespräch erwähnen sollten  Veganerinnen , wenn Meeresalgen auf ihrem Speisezettel stehen. Denn diese enthalten manchmal so viel Jod, dass die zusätzliche Einnahme von Jodtabletten zu einer  Überdosierung  führen würde. 
 
 Eisen: Wann eine Einnahme sinnvoll ist 
  In der Schwangerschaft  benötigt der Körper mehr   Eisen  . Grund ist, dass das ungeborene Kind einen Eisenspeicher anlegt und zudem das Blutvolumen der Mutter steigt. Wichtig ist Eisen für den  Sauerstofftransport  im menschlichen Körper. Ein Eisenmangel verursacht  Blutarmut  und führt zu  Müdigkeit  und  verminderter Leistungsfähigkeit . 
 Ein Eisenmangel während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für eine Frühgeburt, aber auch für ein geringes  Geburtsgewicht . Vorsicht ist jedoch bei der unkontrollierten Einnahme von Eisen geboten. Denn eine  Überdosierung  ist mit den gleichen Risiken verbunden wie ein Eisenmangel. 
 Der Mehrbedarf an Eisen während der Schwangerschaft lässt sich mit der richtigen Ernährung decken. Gute Eisenlieferanten sind  Fleisch und Fleischprodukte , aber auch  Vollkornprodukte  und  Hülsenfrüchte . Für eine optimale Aufnahme des enthaltenen Eisens, isst man sie am besten zusammen mit  Vitamin C-reichem Obst und Gemüse . 
 Nur wenn der Arzt einen Eisenmangel feststellt, ist es notwendig ein Präparat mit Eisen einzunehmen. In solch einem Fall verordnet der behandelnde Arzt ein Eisenmedikament auf Rezept. 
 
  Wie nimmt man Eisenpräparate am besten ein?  Idealerweise nehmen Sie Ihre Eisentablette  morgens auf nüchternen Magen  ein. Aber viele Frauen vertragen das nicht – ihnen wird übel oder sie müssen sich sogar übergeben. Helfen kann, den Einnahmezeitpunkt auf den  Abend  zu verschieben. 
 
 Beachtet werden sollte in jedem Fall ein ausreichender  Abstand  zu der letzten bzw. der nächsten Mahlzeit. Dieser sollte etwa  zwei Stunden  betragen. Denn die Aufnahme von Eisen wird durch bestimmte Nahrungsmittel vermindert. Besonders Kaffee, Tee und Milch und dessen Produkte reagieren mit Eisen. 
 Magnesium: Nicht unbedingt notwendig 
 Viel   Magnesium   enthalten pflanzliche Lebensmittel, Vollkornprodukte und Mineralwasser. Daher sind die Meisten ausreichend mit Magnesium versorgt. 
 Der Bedarf während der Schwangerschaft steigt kaum , weshalb eine zusätzliche Einnahme von Magnesiumpräparaten normalerweise nicht notwendig ist. Im Gegenteil,  zu hohe Dosierungen  verursachen  Magen-Darm-Beschwerden . 
 Vitamin D: Im Winter manchmal sinnvoll 
  Starke Knochen  benötigen   Calcium   und   Vitamin D  . Weil das Baby im Laufe der Schwangerschaft wächst, benötigt der mütterliche Körper nun mehr Vitamin D als zuvor. 
  Vitamin D  ist das einzige Vitamin, das unser Körper  selbst produziert . Voraussetzung dafür ist  ausreichend Sonnenlicht . Im Sommer stellen wir normalerweise genug von dem Sonnenvitamin her und speichern es für die Wintermonate, in denen die Sonneneinstrahlung geringer ist. 
 Ein Zuwenig an Vitamin D kommt bei Frauen vor, die Sonnencreme verwenden, ihren Körper bedecken oder kaum aus dem Haus gehen. Auch Frauen mit dunkler Haut stellen weniger Vitamin D her. Mit der Ernährung kann der Vitamin D-Speicher nur schlecht aufgefüllt werden. Lediglich  fettreicher Seefisch  ist eine gute Vitamin D-Quelle. 
 Gewissheit über den individuellen Vitamin-D-Status erhalten Sie bei Ihrem Arzt. Stellt er einen Mangel fest, ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Meist genügt eine  Supplementierung im Winter . 
 In der  Apotheke  ist Vitamin D in  unterschiedlichen Dosierungen  erhältlich. Welche für Sie passend ist, weiß Ihr Arzt oder Ihre Apotheke. In Ihrer Apotheke finden Sie außerdem die  Darreichungsform , die Ihnen am besten zusagt, beispielsweise  Kautabletten ,  Tropfen  oder  Brausetabletten . 
 Omega-3-Fettsäuren: Für Gehirn und Augen vom Baby 
 Damit sich das Gehirn und die Augen des Babys während der Schwangerschaft normal entwickeln, ist eine  ausreichende Versorgung  mit   Omega-3-Fettsäuren   notwendig. Manchmal werden Omega-3-Fettsäuren auch  DHA (Docosahexaensäure)  genannt. 
 Eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren ist übrigens auch noch  während der Stillzeit  wichtig. Denn für die Entwicklung in den ersten Lebensjahren benötigt der kindliche Körper ausreichend von der Fettsäure. 
 Empfehlenswert ist,  ein bis zwei Mal pro Woche fettreiche Meeresfische  zu essen. Das sind beispielsweise Makrele, Hering, Thunfisch, Sardine oder Lachs. Zwar enthalten auch Süßwasserfische wie Forellen Omega-3-Fettsäuren, allerdings viel weniger. Das gleiche gilt übrigens für fettärmere Meeresfische wie dem in Fischstäbchen enthaltenen Seelachs. 
 Eine Alternative zu Fisch sind für Vegetarierinnen und Veganerinnen Produkte, die aus  marinen Mikroalgen  gewonnen werden.  Pflanzenöle, Nüsse und Samen  sind ebenfalls Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren, jedoch wird der Bedarf einer Schwangeren damit alleine nicht gedeckt. 
 Zudem sind Nahrungsergänzungsmitteln geeignet, die  200 Mikrogramm DHA pro Tag  liefern. Generell gilt: Bei einer Einnahme von DHA-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln ist eine  Rücksprache mit dem Arzt  empfehlenswert. 
 
  Warum überhaupt Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft?  Wenn Sie sich gesund ernähren und geeignete Lebensmittel auswählen, decken Sie üblicherweise den Mehrbedarf an Nährstoffen während der Schwangerschaft. Lebensmittel mit einer  hohen Nährstoffdichte  sind beispielsweise  Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Milchprodukte . Manchmal ist es im Alltag jedoch schwer, eine gesunde Ernährung in die Tat umzusetzen. 
 
 Dann unterstützen Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke. Diese enthalten  sinnvolle Kombinationen von Schwangerschaftsvitaminen  und sind auf den Bedarf des jeweiligen Schwangerschaftsabschnitts abgestimmt. Zudem enthalten sie die wichtige Folsäure und Jod, die Sie während der Schwangerschaft ohnehin zuführen sollten. 
 Trotzdem ist es wichtig, dass Sie auf Ihre Ernährung achten - denn auch das Beste Nahrungsergänzungsmittel ersetzt keine ausgewogene Ernährung. 
   Vegetarische oder vegane Ernährung: Was ist in der Schwangerschaft zu beachten? 
 Auch wer auf Fleisch und Fisch verzichtet, deckt in der Schwangerschaft den Bedarf an den meisten Nährstoffen. Der Speiseplan sollte allerdings neben  Gemüse, Obst und Vollkornprodukten auch Milch, Milchprodukte sowie Eier  umfassen. Wertvoller  Ersatz für Fleisch und Fisch sind Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte . 
 Zusätzlich ist die Einnahme von Tabletten mit  Folsäure, Jod und Omega-3-Fettsäuren  sinnvoll. Ob Ihr Bedarf an Schwangerschaftsvitaminen gedeckt ist oder weitere Nahrungsergänzungsmittel notwendig sind,  klären  Sie am besten  mit Ihrem Arzt . Gerade die Versorgung mit  Eisen und Vitamin B12  ist bei vielen Vegetarierinnen unzureichend. 
 Bei einer  veganen Ernährung  hingegen besteht während der Schwangerschaft die  Gefahr eines Nährstoffmangels . Für eine gesunde Entwicklung des Babys ist es daher notwendig, bestimmte Nährstoffe zu ergänzen. 
 Schon ab der Phase des Kinderwunsches empfiehlt es sich für Veganerinnen mit einer  qualifizierten Ernährungsberatung  Kontakt aufzunehmen und  regelmäßig die Blutwerte kontrollieren  zu lassen. Anhand der Blutwerte entscheidet der Arzt, welche Nahrungsergänzungsmittel notwendig sind. Neben Jod, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren, ist das meist Vitamin B12. 
 
  Gut zu wissen   Ein  Vitamin B12-Mangel  während der Schwangerschaft führt mitunter zu  Blutarmut und neurologischen Problemen  der Mutter. Beim Kind können schwere  Entwicklungsverzögerungen  oder  Wachstumsstörungen  auftreten. Im schlimmsten Fall sind die Auswirkungen des Vitamin B12-Mangels sogar unumkehrbar. 
 
 Ein  Vitamin B12-Mangel  tritt erst nach einigen Jahren veganer oder einseitiger Ernährung auf, denn der Körper speichert das Vitamin. Neugeborene kommen mit einem wenig gefüllten Vitamin B12-Speicher zur Welt. Erhalten sie über die Muttermilch nicht ausreichend Vitamin B12, entwickeln sie noch vor dem ersten Geburtstag einen Vitamin B12-Mangel. 
 Wichtig für Veganerinnen ist obendrein eine  vollwertige Ernährung , die ausreichend Eiweiß beispielsweise aus  Hülsenfrüchten, Getreide und Kartoffeln  enthalten sollte. Das ebenfalls oft knappe Kalzium kann gut mit  kalziumreichem Mineralwasser  und  drei Portionen Sojaprodukten  am Tag ergänzt werden. 
   Stillzeit - was ändert sich? 
 Die  Muttermilch  ist ein Wunder der Natur – sie ist für das Baby genau richtig zusammengesetzt und auf seine Bedürfnisse abgestimmt. Für die Mutter bedeutet das Stillen, dass sie nun einen  höheren Energiebedarf  hat. Etwa  500 Kilokalorien  zusätzlich werden jetzt pro Tag verbraucht. Obendrein benötigt der Körper der Mutter  mehr Vitamine und Mineralstoffe . 
 Ideal ist ein frischer, bunter, abwechslungsreicher und vollwertiger Speiseplan. Denn der liefert das meiste, was Mutter und Kind benötigen.  Ernähren sich stillende Mütter vegan , sollte in jedem Fall eine  qualifizierte Beratung  erfolgen, damit kein Mangel an kritischen Nährstoffen droht. 
 Denn gerade Vitamin B12 ist bei Veganerinnen oft knapp und kann in der Folge schwere,  irreversible Schäden beim Kind  zur Folge haben. Ansprechpartner für eine gute Beratung sind neben  Hebammen  und  Stillberatern  auch der  Arzt . Bei einer vegetarischen Ernährungsweise, die Eier und Milch(-produkte) einschließt, kann bei geeigneter Auswahl der Lebensmittel der Nährstoffbedarf gedeckt werden. 
 Welche Nahrungsergänzungsmittel in der Stillzeit? 
 Weil sich die  Gehirnentwicklung  und die  Entwicklung des Nervensystems  des Kindes bis in die ersten Lebensjahre fortsetzt, ist eine ausreichende Versorgung mit  Omega-3-Fettsäuren (DHA)  wichtig. Die erfolgt  in den ersten Lebensmonaten  am besten über die  Muttermilch  und  beugt  dabei gleichzeitig dem  Entstehen von Allergien   vor . 
  Stillende Frauen  nehmen idealerweise  200 mg DHA pro Tag  auf. Dafür werden entweder zwei Portionen fettreicher Meeresfisch pro Woche verzehrt oder durch ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel ergänzt. 
 Für eine  gut funktionierende Schilddrüse  von Mutter und Säugling ist eine  ausreichende Jodversorgung  wichtig. Experten empfehlen daher stillenden Müttern die  Einnahme von Tabletten mit 100 bis 150 Mikrogramm Jod pro Tag . Damit erhält das Kind über die Muttermilch genügend Jod für die Entwicklung. 
 Zwar ist Jod in Meeresfisch, Milch und seinen Produkten sowie in Jodsalz enthalten, aber häufig ist die  aufgenommene Jodmenge dennoch zu gering . In solch einem Fall empfiehlt sich eine  Einnahme von Jod  in Tablettenform. 
  Vorsicht  ist geboten, wenn  mehrere jodhaltige Präparate  eingenommen werden. Zusammengenommen enthalten die Präparate möglicherweise eine zu hohe Menge an Jod. Hier empfiehlt es sich den Rat eines Apothekers oder Arztes einzuholen. 
 Ebenfalls wird Jod  leicht überdosiert , wenn  getrockneten Algen oder Tangprodukte  verzehrt werden. Denn diese enthalten manchmal sehr hohe Mengen an Jod. 
 In jedem Fall sollten sich Frauen mit  Schilddrüsenerkrankungen oder Schilddrüsenproblemen  von Ihrem Arzt beraten lassen, bevor sie Jodtabletten einnehmen. Für sie kann eine andere Dosierung geeignet sein. 
   Tipps für ausreichend Nährstoffe in der Schwangerschaft 
 Eine Schwangerschaft ist guter Anlass, die  eigenen Ernährungsgewohnheiten genauer anzuschauen . Denn jetzt wird nicht mehr nur der eigene Körper versorgt, sondern auch der des kleinen Babys. 
 Ausgewogen und abwechslungsreich zu essen, ist gut für Mutter und Kind. So wird der Bedarf an den meisten Schwangerschaftsvitaminen gedeckt. Zusätzlich braucht der Körper  Vitamine und Mineralstoffe . Das sind Folsäure (schon ab Kinderwunsch), Jod und manchmal Omega-3-Fettsäuren. Ein Mehr an Kalorien allerdings benötigt eine werdende Mutter erst in den letzten Monaten der Schwangerschaft. 
 
  Gut zu wissen   Erst  in den letzten Monaten  der Schwangerschaft  steigt der Energiebedarf  der Mutter  um etwa 10 Prozent . Das sind  pro Tag  höchstens  250 Kilokalorien . Auf dem Teller entsprechen 250 Kilokalorien beispielsweise einem Teller Gemüsesuppe mit Nudeln oder einer Scheibe Vollkornbrot mit Käse und Tomate. 
 
  Vegetarierinnen  und besonders  Veganerinnen  empfehlen wir allerdings den  Rat des Arztes  und einer qualifizierten Ernährungsberatung einzuholen. Diese können beurteilen, welche Nahrungsergänzungsmittel möglicherweise außerdem für eine gesunde Entwicklung des Kindes notwendig sind. 
 Den Bedarf mit gesunder Ernährung decken 
 Ob schwanger oder nicht-schwanger – eine  gesunde Ernährung  ist  abwechslungsreich ,  ausgewogen  und  bunt . Sie besteht idealerweise aus  fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag, Vollkornprodukten sowie Milch und Milchprodukten . 
  Zucker, gesättigte Fettsäuren und industriell verarbeitete Produkte  sollten Sie möglichst wenig zu sich nehmen. Auch wenn es schwer fällt – Süßigkeiten und Knabbereien sollten nicht an der Tagesordnung sein. 
 Sinnvoll ist darüber hinaus  selten Fleisch und Wurstwaren  zu essen, dafür  ein- bis zweimal pro Woche Fisch . Geeignet sind fettreiche Meeresfische wie Makrele, Hering, Thunfisch, Sardine oder Lachs, weil sie reich an den wertvollen Omega-3-Fettsäuren (DHA) sind. 
 Eine  schonende Zubereitung  der Mahlzeiten  erhält zudem wertvolle Nährstoffe :  Dünsten  Sie das Gemüse lieber, als dass Sie es kochen. Bei der Verwendung von Fetten sind pflanzliche Fette vorzuziehen. Gut geeignet ist beispielsweise Rapsöl. 
 So gelingt eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft: 
 
  Trinken  Sie etwas mehr. Geeignet sind Wasser und ungesüßten Früchte- und Kräutertees. Im Sommer kalt getrunken erfrischen sie, im Herbst und Winter wärmen heiße   Tees   von Innen. 
 Greifen Sie fünfmal am Tag zu Obst und Gemüse. Das ist Ihnen zu ambitioniert? Dann versuchen Sie, eine Portion mehr als vor der Schwangerschaft zu essen. Es können auch mal Hülsenfrüchte oder gelegentlich ein Smoothie sein. Nüsse und Trockenfrüchte zählen übrigens auch - allerdings sollten dann die Portionen auf Grund des hohen Kaloriengehalts kleiner ausfallen. 
 Ergänzen Sie jede Hauptmahlzeitmit einem Vollkorngetreide. Geeignet sind Brot, Flocken, Reis, Nudeln, Bulgur oder Couscous. Vollkorngetreide versorgt Sie mit Eisen und Magnesium und ist außerdem reich an Ballaststoffen, die Ihren Darm in Schwung halten! 
 Essen Sie dreimal am Tag  Milch oder Milchprodukte . Eine Portion entspricht zum Beispiel einer Scheibe Käse, einem Glas Milch oder einem Becher Joghurt bzw. Quark. 
 
 &amp;nbsp; 
 
  Information von Ihrer Apotheke   Essen Sie in der Schwangerschaft  keine rohen tierischen Lebensmittel , also kein rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, keinen rohen Fisch, keine Rohmilch oder Rohmilchprodukte (bestimmte Käsesorten) und keine Eier, die nicht vollständig durchgegart sind. Denn bei nicht durchgegarten tierischen Lebensmittel besteht die Gefahr, dass Sie sich mit  Krankheitserregern  infizieren, die Ihrem Baby schaden. 
 
  Unser Tipp : Bringen Sie einen  Merkzettel  an Ihrem Kühlschrank an. Er hilft Ihnen bei der Auswahl der Lebensmittel den Überblick zu behalten. 
  Bei allen guten Vorsätzen : Denken Sie auch daran, dass die Empfehlungen zur Ernährung während der Schwangerschaft einem Ideal entsprechen und damit der Orientierung dienen. Niemand muss perfekt sein! 
 Der Alltag: Was tun, wenn es mit der gesunden Ernährung nicht immer klappt? 
 Der Alltag ist manchmal ganz schön stressig und man ist einfach zu müde, um noch ein gesundes Essen zuzubereiten. Ideal ist, wenn dann schon etwas  Vorbereitetes im Tiefkühlschrank oder Kühlschrank  steht. Dennoch schaffen wir es nicht immer uns gesund und vollwertig zu ernähren. 
 Gerade in der Schwangerschaft ist es jedoch wichtig, dass  keine Defizite bei der Nährstoffversorgung  entstehen und der Bedarf an einem Mehr an Vitalstoffen gedeckt wird. Zu Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie jedoch nicht leichtfertig greifen, sondern zunächst mit Ihrem Arzt sprechen. 
 Er kann mit einer  Blutuntersuchung  feststellen, wie gut Ihr Körper mit Nährstoffen versorgt ist. Stellt Ihr Arzt einen Mangel fest, berät Sie Ihre Apotheke, welches das geeignete Präparat für Sie ist. Dabei achten wir auf die richtige Dosierung und berücksichtigen Wechselwirkungen mit Arzneimitteln. 
   
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Bildquelle: adobestock.com - ©gpointstudio   DAZ.online. Können NEM und Ernährung bei unerfülltem Kinderwunsch helfen? Stand 24.10.22. Zuletzt abgerufen am 13.03.23.  PTAheute. Welche Nahrungsergänzungsmittel brauchen Schwangere wirklich? Stand 22.08.22. Zuletzt abgerufen am 13.03.23.  DGE. Handlungsempfehlungen - Ernährung in der Schwangerschaft. Stand 17.10.2023. Zuletzt abgerufen am 17.10.2023. 
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                            <updated>2023-10-12T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Schwangerschaftsschnupfen erkennen und behandeln: Die besten Tipps </title>
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                 Zu den weniger bekannten, aber doch weit verbreiteten Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft zählt der  Schwangerschaftsschnupfen , der auch Schwangerschaftsrhinitis genannt wird. Tatsächlich ist diese besondere Art von Schnupfen sogar eine der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden, da sie mit den weiblichen Hormonen in Verbindung steht. Dieser Ratgeber unserer Online-Apotheke verrät Ihnen,  woran Schwangere einen Schwangerschaftsschnupfen erkennen, wie sie ihn von einer Erkältung abgrenzen und auf welche Weise sie die Beschwerden erfolgreich behandeln.  
 
 
   Was ist ein Schwangerschaftsschnupfen?    
   Wie lässt sich ein Schwangerschaftsschnupfen behandeln    
   Allergischer Schnupfen während der Schwangerschaft    
 
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   Was ist ein Schwangerschaftsschnupfen? 
 Der Schwangerschaftsschnupfen gehört zu den chronischen Schnupfenarten. Es handelt sich dabei um eine endokrine nasale Hyperreaktivität, die bei etwa einem Viertel aller Schwangeren auftritt. 1  Der Schwangerschaftsschnupfen kann während der gesamten Schwangerschaft zu Beschwerden führen und klingt in der Regel spätestens zwei Wochen nach der Geburt wieder ab. Zwar ist die Schwangerschaftsrhinitis unangenehm für die Schwangere, stellt aber in praktisch allen Fällen keine Gefahr für das ungeborene Baby dar. Außerdem ist er anders als eine Erkältung nicht ansteckend, sodass sich werdende Mütter keine Sorge darum machen müssen, Viren oder Bakterien auf andere Mitglieder der Familie zu übertragen. 
  Hinweis:  Obwohl beim Niesen Druck aufgebaut und entladen wird, können dadurch keine vorzeitigen Wehen ausgelöst werden. Auch unmittelbar vor der Geburt hat ein Schwangerschaftsschnupfen deshalb in der Regel keine negativen Auswirkungen für Mutter und Baby. 
 Symptome: Von verstopfter Nase bis Nasenbluten 
 Der  Schwangerschaftsschnupfen äußert sich durch eine chronische Verstopfung der Nase , er ist in der Regel kein Fließschnupfen. Die Nasenschleimhaut schwillt bei einem Schwangerschaftsschnupfen stark an und ist äußerst empfindlich. Selbst kleinste Verletzungen können bereits zu Rissen in der Schleimhaut führen und in der Folge auch mitunter starkes Nasenbluten auslösen. Eine verstopfte Nase sowie eine Anfälligkeit für Nasenbluten kann aber auch bei einem normalen Erkältungsschnupfen während der Schwangerschaft der Fall sein. Auch die weiteren Symptome des Schwangerschaftsschnupfens ähneln denen eines normalen Erkältungsschnupfens: 
 
 Müdigkeit 
 Kopf- und Gliederschmerzen 
 Schlafprobleme 
 leichte Atembeschwerden und Schnarchen 
 
 &amp;nbsp; 
 
  Hinweis:  Im Gegensatz zu den Symptomen unterscheiden sich die Ursachen eines Schwangerschaftsschnupfens erheblich von den Auslösern eines Erkältungsschnupfens. Viren und Bakterien spielen hier normalerweise keine Rolle. 
 
 Ursachen von Schnupfen in der Schwangerschaft 
 Der Schwangerschaftsschnupfen wird anders als ein normaler Schnupfen nicht durch eine Erkältung, allergische Reaktionen oder sonstige Reizstoffe ausgelöst. Er hat hormonelle Ursachen, die bei Schwangeren auch weitere Beschwerden, wie die bekannte Übelkeit, bewirken können. Die genauen Auslöser eines Schwangerschaftsschnupfens sind wissenschaftlich noch nicht geklärt. Besondere Bedeutung kommt nach derzeitigem Forschungsstand dem stark erhöhten Östrogenspiegel zu. Eine werdende Mutter hat ungefähr 90-mal mehr Östrogen im Blut als eine nicht-schwangere Frau. 2  
 Zu den erkannten Auslösern eines Schwangerschaftsschnupfens zählen demnach: 
 
  Östrogen:  Östrogen kurbelt Herz und Kreislauf an und sorgt so für eine gute Durchblutung von Gebärmutterschleimhaut und Plazenta, um das Baby jederzeit optimal zu versorgen. Genau diese Eigenschaften sind aber auch dafür verantwortlich, dass die stark durchbluteten Gefäße der Nasenschleimhaut anschwellen, was zu einem Schwangerschaftsschnupfen mit verstopfter Nase und Nasenbluten führen kann. 
  Progesteron:  Progesteron dient dem Erhalt der Schwangerschaft; es soll die Sauerstoffversorgung des Fötus sicherstellen und den Blutfluss fördern. Ist es in einem Übermaß vorhanden, kann es ähnliche Auswirkungen haben wie Östrogen und zu einem Schwangerschaftsschnupfen führen. 
 
 &amp;nbsp; 
 Da Östrogen und Progesteron grundsätzlich bei jeder schwangeren Frau in deutlich erhöhter Menge zu finden sind, bei Weitem aber nicht jede werdende Mutter an einem Schwangerschaftsschnupfen leidet, vermutet die Wissenschaft noch weitere Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, kann diese derzeit jedoch noch nicht benennen. Angenommen wird außerdem ein Zusammenhang mit den folgenden Ursachen: 
 
  Stress:  Stress ist in unserer modernen Zeit allgegenwärtig und trifft besonders Schwangere, die sich nicht nur körperlich in einer besonderen Situation befinden. Stress gilt als eine Emotion, die den Körper belastet und auch ohne die Einwirkung von Bakterien oder Viren einen Schnupfen auslösen kann. 
  Allergien:  Allergien werden zwar nicht durch eine Schwangerschaft ausgelöst, können während dieser Zeit aber sowohl deutlich verstärkt zum Ausbruch kommen und Schwangerschaftsschnupfen verursachen als auch teils drastisch abnehmen, da der Körper in der Schwangerschaft mehr natürliche Antihistaminika produziert. 
 
 &amp;nbsp; 
 Diagnose von Schwangerschaftsschnupfen 
 Die Diagnose eines Schwangerschaftsschnupfens ist für den Laien nicht immer leicht. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome eines Schwangerschaftsschnupfens mit einem herkömmlichen Erkältungsschnupfen sowie einem allergischen Schnupfen sollte für die Diagnose am besten ärztlicher Rat eingeholt werden. Allerdings gibt es Indizien, die bei der Einschätzung helfen: 
 
  Erkältungsschnupfen  tritt fast immer als Fließschnupfen auf. Die Nase läuft, es bildet sich wässriges Sekret. Der Schnupfen, der durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird, ist auch häufig mit Halsschmerzen verbunden. 
  Allergischer Schnupfen , auf den wir weiter unten im Text noch eingehen, ist besonders schwer von einem hormonell bedingten Schnupfen in der Schwangerschaft abzugrenzen, jedoch wird er häufig von einem Juckreiz begleitet. 
  Vasomotorischer Schnupfen  ist ein Schnupfen, der aufgrund einer überempfindlichen Schleimhaut der Nase entsteht. Auch hier können Stress oder Müdigkeit Auslöser sein. Die Verwechselungsgefahr mit einem Schwangerschaftsschnupfen ist entsprechend hoch. 
 
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    Wie lässt sich ein Schwangerschaftsschnupfen behandeln? 
 Schwangerschaftsschnupfen ist weit verbreitet, weshalb es auch verschiedene Möglichkeiten einer Behandlung gibt. Dabei ist vor allem im Blick zu behalten, dass die zur Anwendung gebrachten Mittel weder Mutter noch Baby schaden – deshalb kommen nicht alle Methoden infrage, die im Normalfall Anwendung finden würden. Somit erschwert die besondere Situation die Behandlung für Schwangere. Da die korrekte Diagnose eines Schwangerschaftsschnupfens, wie bereits beschrieben, ohne ärztlichen Rat allerdings ohnehin kaum möglich ist, kann und sollten Schwangere bei dieser Gelegenheit auch über eine adäquate Behandlung mit ihrem Frauenarzt oder ihrer Frauenärztin sprechen. 
 Medikamente gegen die verstopfte Nase 
 Ein beliebtes Mittel bei Schnupfen ist seit vielen Jahren das Nasenspray. Bei der Auswahl von Nasenspray sollten Sie während der Schwangerschaft genau darauf achten, welcher Wirkstoff enthalten ist. 
 Weitgehend unbedenkliche Mittel in der Schwangerschaft sind: 
 
  Nasenspülungen  sind in den meisten Fällen unbedenklich und können die verstopfte Nase zumindest zeitweise befreien. 
  Hypertone Meerwasser-Nasensprays  können in der Schwangerschaft meist ohne Nebenwirkungen eine abschwellende Wirkung ausüben. 
  Nasensalben  können die durch das häufige Putzen und Schnäuzen vielfach gereizte Haut am Naseneingang beruhigen. 
  Pflegesprays  mit Hyaluronsäure halten die Nasenschleimhaut feucht und wirken daher dem Anschwellen entgegen. 
  Nasenpflaster  helfen dabei, die Nase zu weiten und das Atmen zu verbessern. 
 
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 Unbedingt abzuraten ist von herkömmlichen und weit verbreiteten Nasensprays mit den Wirkstoffen Xylometazolin und Oxymetazolin, da diese bei anhaltendem Gebrauch die Trockenheit der Nasenschleimhaut nur verstärken, zudem zu einer Abhängigkeit führen und gegebenenfalls der Gesundheit Ihres Babys schaden können. 
 Ob   Nasenspray  ,   Nasensalbe   oder Nasenspülung: Im Sortiment unserer Online-Apotheke sind alle Inhaltsstoffe transparent aufgelistet und können bei Bedarf über die Filterfunktion eingegrenzt bzw. ausgeschlossen werden. 
  Wichtig:  Die meisten erhältlichen Arzneimittel wirken auf die Plazenta ein und sollten in der Schwangerschaft deshalb nicht ohne eine Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt eingenommen werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Gesundheit von Mutter und Kind nicht durch unliebsame Nebenwirkungen gefährdet wird. Auf Embryotox.de können Sie zudem die Inhaltsstoffe der Medikamente, die Sie einnehmen, und ihre Wirkung auf das Baby in Schwangerschaft und Stillzeit selbst prüfen. Sprechen Sie auch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an. Grundsätzlich gilt während der Schwangerschaft in Bezug auf Medikamente ohnehin die Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. 
 Welche Hausmittel helfen bei Schwangerschaftsschnupfen? 
 Wie bei vielen Krankheiten und Beschwerden gibt es auch in diesem Fall verschiedene Hausmittel und Verhaltensweisen, die bei einer Schwangerschaftsrhinitis Abhilfe und Linderung schaffen können. Ein einziges Mittel lässt sich zwar nicht empfehlen, doch eine Kombination verschiedener Maßnahmen kann mitunter eine große Hilfe sein. In den meisten Fällen sind die aufgeführten Hausmittel während einer Schwangerschaft dem Einsatz von Medikamenten und der Nutzung von Nasenspray vorzuziehen. 
 
   
 
   Inhalationen   mit heißem Wasserdampf zur Entspannung der angeschwollenen Nasenhäute. Zur besseren Befeuchtung der Nasenschleimhäute eignet sich der Zusatz von Emser Salz. 
  Scharfe Speisen  sind ein alternatives Mittel zu Nasenspray, um die Atemwege auf natürlichem Wege zu befreien. Allerdings sollten Sie von diesem Hausmittel in der Schwangerschaft nur in Maßen Gebrauch machen – wenn Sie zu viel Rettich, Ingwer oder Chili essen, kann das mitunter auch nachteilige Effekte haben. Teils wird scharfen Speisen sogar nachgesagt, dass sie vorzeitige Wehen auslösen könnten. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt! 
  Genügend trinken  versorgt den Körper mit der gerade während der Schwangerschaft so wichtigen Flüssigkeit.  Etwa 2,5 Liter Wasser pro Tag gilt als Mindestmenge für eine schwangere Frau . 
  Kopfhochlagerung  während des Schlafens hilft dabei, die Schleimhäute zu entlasten, weil der venöse Abfluss verbessert wird. Versuchen Sie Ihre Schlafposition dahingehend zu ändern,  dass Ihr Oberkörper etwas erhöht wird, um Nasenatmung zu erleichtern . 
  Bewegung  kann zu einer Linderung der Symptome beitragen und das Atmen vereinfachen. Sport sollte nur in leichtem Maß ausgeübt werden, ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft ist aber in jedem Fall zu empfehlen, wenn aus gesundheitlicher Sicht nichts dagegen spricht. 
 Die  Raumtemperatur  auf 20 bis 22 Grad zu halten, kann die Symptome des Schwangerschaftsschnupfens ebenfalls lindern. 
 Die  Luftfeuchtigkeit  hat einen ähnlichen Einfluss auf unsere Umgebung wie die Raumtemperatur. Eine optimale Umgebung verfügt über 50 bis höchstens 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das  Aufstellen eines Luftbefeuchters  kann in diesem Zusammenhang mitunter sehr sinnvoll sein. 
  Kompressen  mit frischen Zitronenscheiben können einen abschwellenden Effekt erzielen. 
  Entspannung  ist äußerst wichtig, um Stress vorzubeugen. Stress, ausgelöst durch starke tägliche Belastung oder übergroße Sorgen um die bevorstehende Geburt, kann einen Schwangerschaftsschnupfen erheblich begünstigen. 
 
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   Allergischer Schnupfen während der Schwangerschaft 
 Obwohl Allergien das Auftreten eines Schwangerschaftsschnupfens verstärken können, ist ein allergischer Schnupfen etwas anderes als ein Schwangerschaftsschnupfen. Wenn Sie bereits vor oder auch erst während der Schwangerschaft mit allergischen Symptomen zu tun haben, sollten Sie unbedingt den Rat eines Allergologen einholen.  Es ist wichtig zu wissen, dass eine Schwangerschaft keine Allergie auslösen kann  – allerdings können die besonderen Belastungen während einer Schwangerschaft dazu führen, dass eine Allergie erstmals zum Ausbruch kommt. Auch die Symptome einer bereits bestehenden Allergie können durch die Schwangerschaft verstärkt werden. Wenn Sie ohnehin anfällig für Heuschnupfen sind, kann sich dieses Leiden während der Schwangerschaft deutlicher zeigen. Auch hier sind die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt. 
 Weiterführende Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema   Heuschnupfen während der Schwangerschaft  . 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Fußnoten:   1  https://m.thieme.de/de/gynaekologie-und-geburtshilfe/update-schwangerschaftsrhinitis-139477.htm   2  https://www.nasen-ratgeber.de/schnupfen/arten/schwangerschaftsschnupfen/    Bildquelle: adobestock.com - Ermolaev Alexandr, Dan Race 
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            <title type="text">Sport in der Schwangerschaft und nach der Geburt: Tipps und Informationen </title>
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                 Schwanger und Fitness-Training – ein viel diskutiertes Thema 
 Die Schwangerschaft ist eine aufregende und einzigartige Zeit im Leben einer Frau. Es ist auch eine Zeit, in der die werdende Mutter Fehler und jedes unnötige Risiko möglichst vermeiden möchte – der Gesundheit ihres ungeborenen Kindes zuliebe. Viele alte Gewohnheiten und liebgewonnene Verhaltensweisen stehen dann auf dem Prüfstand. Auch  Sport in der Schwangerschaft ist bei vielen Schwangeren mit einem Fragezeichen versehen . Ob und wie viel Sport in der Schwangerschaft gut und gesund ist und welche Vor- und Nachteile das Trainieren mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Ratgeber unserer Online-Apotheke. 
 
 
   Sport während der Schwangerschaft ist sinnvoll!    
   Ab wann ist Sport nach der Geburt wieder möglich    
   Fazit    
 
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   Sport während der Schwangerschaft ist sinnvoll! 
 Eine Schwangerschaft wird heute immer noch vielfach als Zeichen zum Ausklinken gedeutet. Vielfach heißt es: Lehnen Sie sich zurück, ziehen Sie sich aus allen Verpflichtungen heraus und entspannen Sie sich vor der Geburt, so gut es geht. Vor allem, so heißt es, brauchen schwangere Frauen viel Schonung und Ruhe. Das ist aber so keineswegs richtig – im Gegenteil: Die Schwangerschaft ist keine Krankheit, die man auskurieren müsste, und keine Phase, in der der Körper über mehrere Wochen nahezu unbewegt bleiben sollte! 
 Vielmehr gilt eine Schwangerschaft als besonders herausfordernde Phase im Leben einer Frau, in der sich Gefühle wie Vorfreude, Sorge und wachsende Liebe mischen und die zahlreiche körperliche Veränderungen mit sich bringt. Alles, was diese Herausforderung einfacher machen und abmildern kann, ist sehr willkommen – und dazu gehört auch Sport. Sei es, um negative Gefühle zu vertreiben, den Beckenboden zu stärken oder Schmerzen im Rücken vorzubeugen:  Für eine gesunde Frau ist Sport während der Schwangerschaft bis kurz vor der Geburt aus heutiger medizinischer Sicht absolut empfehlenswert  und in der Regel sowohl für die Schwangeren als auch für ihr Baby völlig unbedenklich (Ausnahmen siehe unten!). 
  Gut zu wissen:  Da es sich bei den ersten 12 Wochen jedoch um eine sehr sensible Zeit handelt, in der sich das Baby rasant entwickelt und das Risiko für eine Fehlgeburt deutlich höher als im weiteren Verlauf der Schwangerschaft ist, ist von Woche 1 bis 12 ein wenig Zurückhaltung beim Training angesagt. Viele Kurse für Schwangerschaftsgymnastik und Pre-Mama-Workouts, die teils sogar von der Krankenkasse übernommen werden, starten daher erst ab Woche 13. 
 Das Trainieren in der Schwangerschaft unterstützt die Gesundheit 
 Sie sind schwanger und möchten am liebsten sofort los trainieren, um überflüssigen Pfunden entgegenzuwirken und ihre Fitness zu verbessern? Das ist sehr löblich! Allerdings sollte ein sportliches Training während einer Schwangerschaft nicht dazu dienen, das Körpergewicht zu verringern oder die persönliche Fitness auf ein neues Level zu bringen. Ob Kurse im Fitness-Studio oder Workouts zu Hause, ob Schwangerschaftsgymnastik, Krafttraining, Radfahren, Joggen oder Walking:  Für Schwangere steht ganz klar die Gesundheit im Fokus . Ihr erklärtes Ziel sollte sein, sich und ihrem ungeborenen Kind durch das Training etwas Gutes zu tun, ihre Muskeln sanft zu stärken und so etwaigen Schmerzen oder Beschwerden vorzubeugen. Damit soll Sport während der Schwangerschaft das Wohlergehen fördern und die Schwangeren bei der Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt unterstützen. 
 
  Hinweis:  Wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft Übergewicht hatten oder bemerken, dass Ihre Ernährung durch die Schwangerschaft auf negative Weise beeinflusst wird, kann Sport während der Schwangerschaft selbstverständlich auch dabei helfen, die Gewichtszunahme in einem gesunden Rahmen zu halten und den Körper mit passenden Übungen zu entlasten. 
 
 Die noch vor 30 Jahren auch von Ärzten vielfach geäußerte Empfehlung, schwangere Frauen sollten möglichst auf Sport verzichten, ist folglich aus heutiger moderner Sicht nicht mehr haltbar. Gerade wer schwanger ist, sollte noch mehr Wert auf einen gesunden Lebensstil legen, zu dem eine gesunde Ernährung ebenso gehört wie sanfte Bewegung, ein positives Mindset und sanfter Sport. 
 Sport kann vor Komplikationen und Depressionen schützen 
 Die positive Wirkung von Sport während der Schwangerschaft ist wissenschaftlich belegt:  Sport während der Schwangerschaft kann verschiedenen Krankheiten wie Schwangerschaftsdiabetes, Stoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen . Gerade Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind während einer Schwangerschaft keine Seltenheit, da die Belastung von Herz und Kreislauf bei Schwangeren unter anderem durch das erhöhte Blutvorkommen besonders hoch ist. Zudem können gezielte Übungen dabei helfen, zum Beispiel Beine, Knie und Rücken auf die bevorstehende Belastung durch das steigende Gewicht vorzubereiten, weit verbreiteten Rückenschmerzen vorzubeugen, den Beckenboden zu stärken und möglicherweise sogar die Entbindung zu verkürzen. Die Technische Universität Madrid hat in einer Studie festgestellt, dass Frauen, die sich während der Schwangerschaft sportlich betätigten, eine kürzere Geburtsphase durchliefen 1 . Auch musste bei sportlich aktiven Frauen weniger oft ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Eine weitere Studie aus Spanien zeigt außerdem, dass Schwangere, die während der Schwangerschaft trainieren, weniger anfällig für eine perinatale Depression sind 2.  
  Wichtig:  Die weit verbreitete Behauptung, Sport während der Schwangerschaft könnte bei schwangeren Frauen vorzeitige Wehen auslösen, ist bei einer völlig gesunden Frau nicht korrekt! Entsprechende Studien legen eher das Gegenteil nahe: Das Risiko einer Frühgeburt fällt deutlich niedriger aus, wenn die Frau sportlich aktiv ist 3 . 
 Wann ist Sport während der Schwangerschaft riskant? 
 Die Empfehlung, in der Schwangerschaft zu trainieren, betrifft selbstverständlich in erster Linie gesunde Frauen, die zu keiner Risikogruppe gehören und demnach weder körperliche Beeinträchtigungen aufweisen noch ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen zeigen. Es gibt jedoch auch hier bestimmte Faktoren, die einen Verzicht auf Sport während der Schwangerschaft nahelegen: 
 
 Sie haben bereits Fehlgeburten erlitten. 
 Sie leiden an Herzerkrankungen. 
 Sie leiden an Infektionskrankheiten. 
 Sie erwarten eine Mehrlingsgeburt. 
 Sie haben vorzeitige Wehen. 
 
 &amp;nbsp; 
 Trifft einer der Punkte auf Sie zu, sollten Sie vorab mit Ihrem betreuenden Frauenarzt oder Ihrer Hebamme sprechen, bevor Sie mit dem Training beginnen. Je nachdem, wie hoch Ihr persönliches Risiko einzuschätzen ist, kann es für Sie und Ihr Baby sinnvoll sein, auf bestimmte Sportarten zu verzichten. 
 Auf diese Alarmzeichen sollten Schwangere beim Training achten 
 Wenn von den aufgeführten Risikofaktoren keiner auf Sie zutrifft, können Sie auch im Normalfall mit gutem Gewissen Sport treiben – und sollten das auch tun! Falls Sie allerdings eines der folgenden Symptome bemerken, sich unwohl fühlen oder unspezifische Schmerzen wahrnehmen, sollten Sie Ihr Training sofort abbrechen und gegebenenfalls einen Arzt konsultieren: 
 
 Atembeschwerden 
 Schwindel 
 Magenschmerzen 
 Blutungen 
 vorzeitige Wehen 
 
 &amp;nbsp; 
  Wichtiger Hinweis:  Unabhängig davon, in welcher Woche Ihrer Schwangerschaft Sie sich befinden, sollten Sie derartige Anzeichen nicht auf die leichte Schulter nehmen – wenn Sie trotz solcher Symptome mit Ihren Übungen fortfahren, kann das im schlimmsten Fall ein Risiko für Sie und Ihr ungeborenes Baby bedeuten. Hören Sie sofort mit der entsprechenden Übung auf, ruhen Sie sich einige Minuten lang aus und beobachten Sie, ob sich die Beschwerden von allein wieder bessern. Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Arzt oder Ihre Hebamme um Rat, wenn Sie unsicher sind, ob die Bewegung gut für Sie und Ihr Kind ist. Denn darum geht es doch letztendlich: Dass Sie sich fit und wohl in Ihrem Körper fühlen und Ihr Baby gesund und munter auf die Welt kommt. 
 Welche Sportarten eignen sich für schwangere Frauen? 
 Als besonders förderlich für Schwangere gelten Sportarten, bei deren Ausübung große Muskelgruppen angesprochen werden und die Muskeln auf sanfte Weise stärken. In diesem Zusammenhang wird  für Schwangere häufig  Pilates  und Yoga empfohlen , daneben sind auch Schwimmen, Gymnastik, Skilanglauf oder Low-Impact-Workouts gut geeignet. Vor allem sanfte und  gelenkschonende Sportarten  wie Pilates, Gymnastik, Schwimmen, Walken und Radfahren sind nach Angaben der Deutschen Sporthochschule für schwangere Frauen eine gute Wahl. Dabei empfinden viele Schwangere insbesondere  Schwimmen und Aqua-Schwangerschaftsgymnastik  als sehr angenehm, da ihr ungewohntes Gewicht im Wasser getragen wird und ihre Bänder und Gelenke entlastet werden. Laufen und joggen sollten eher nur geübte Läuferinnen, die dieses Training bereits gewöhnt sind. Wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft laufen möchten, sollten Sie das am besten mit einem Pulsmesser tun, um sich nicht zu überfordern und Ihr Baby unnötig zu gefährden. 
   
 Achten Sie bei aller sportlichen Betätigung auf die folgenden Punkte: 
 
 Die Herzfrequenz darf höchstens 60 bis 70 Prozent des Maximums betragen. 
 Der Puls sollte einen Wert von 140 bis 150 nicht überschreiten. 
 Atmung im Auge behalten: Solange noch ein Gespräch möglich ist, ist das Tempo angemessen. 
 Möglichst nicht allein draußen Sport treiben – wenigstens eine Begleitperson sollte als Absicherung dienen. 
 Je nach persönlichem Fitness-Level sollten es ca. zwei bis drei Einheiten Sport in der Woche sein, jeweils zwischen ca. 20 Minuten und ca. 60 Minuten. 
 
 &amp;nbsp; 
 Einige Übungen für die Schwangerschaft 
 Welche Übungen konkret für die Schwangerschaft empfehlenswert sind, weicht von Frau zu Frau ab. Grundsätzlich ist vor allem im zweiten Trimester meist jedoch nichts gegen folgende Übungen einzuwenden: 
 
 seitliche Plank, am besten auf den Knien abgestützt 
 leichte Kniebeugen (nicht zu tief) 
 sanfte Liegestützen auf einem Stuhl 
 Schulterbrücke und Beckenheben 
 Wandsitzen 
 seitliches Beinheben und -kreisen im Vierfüßlerstand 
 Ruder-Simulation im Stehen 
 Balance-Übungen im Stehen 
 
 &amp;nbsp; 
 Welche Sportarten sollten schwangere Frauen meiden? 
 Auch wenn eine gesunde Fitness in der Schwangerschaft sehr empfehlenswert ist, sind  nicht alle Sportarten gleichermaßen für Schwangere geeignet . In den meisten Fällen können aber sportlich bereits aktive Frauen auch während der Schwangerschaft ihr gewohntes Training fortsetzen. Eine Ausnahme von dieser Regel stellen Leistungssportlerinnen dar: Schwangere mit einem derart intensiven Trainingspensum sollten bei Bestätigung der Schwangerschaft zeitnah mit ihrem Arzt über die Fortführung ihrer sportlichen Aktivitäten sprechen. 
 Wenig geeignet für schwangere Frauen sind Kontakt-, Mannschafts- und Kampf-Sportarten. Auch alle anderen Sportarten, bei denen viele Sprünge integriert sind, ein erhöhtes Risiko für Stöße, Stürze und Schläge besteht, oder bei denen der Beckenboden stark belastet wird, sollten während der Schwangerschaft nicht oder nur in geringem Umfang ausgeübt werden. Beim Gewichtheben und Kraft-Training scheiden sich die Geister: Während die einen behaupten, ein gezieltes Kraft-Training mit Gewichten bis zu 10 Kilo sei kein Problem, meinen andere, dass während der wichtigen neun Monate eine Belastung bzw. das Heben von maximal 5 Kilo erlaubt sei, ohne die Gesundheit der werdenden Mama und ihrem Kind zu gefährden. Dazu gibt es sogar einen Passus im Mutterschutz-Leitfaden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Demzufolge dürfen Schwangere maximal fünf Kilo regelmäßig und gelegentlich Gewichte bis zu 10 Kilo von Hand heben 4 . Grundsätzlich gilt jedoch: Hat die Frau, bevor sie schwanger war, bereits regelmäßig ein Kraft-Training oder Workout mit schwereren Gewichten durchgeführt, kann sie dies normalerweise auch während ihrer Schwangerschaft fortführen und auf diese Weise gezielt bestimmte Bereiche wie Rücken, Knie und Beine stärken. Alle anderen sollten, insbesondere in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft, entweder ohne zusätzliche Gewichte trainieren oder für ihre Workouts zu leichten Gewichten greifen, um ihre Muskeln zu kräftigen. 
 
  Wichtig:  Die Schwangerschaft ist nicht der richtige Zeitpunkt, um neue Sportarten mit möglicherweise komplexen Übungen zu erlernen. Setzen Sie stattdessen lieber auf Vertrautes, um sich fit zu halten, ohne Ihren Körper zu überfordern. Da sich außerdem durch die Hormon-Einwirkung während der Schwangerschaft die Bänder lockern und das Bindegewebe weicher wird, sollten Sie auf ungewohnte Belastungen und ruckartige Bewegungen verzichten. 
 
 Ab der 20. Schwangerschaftswoche: Fokus auf die seitlichen Bauchmuskeln 
 Eine Frau, die schwanger ist, kann etwa bis zur 20. Woche auch die gerade Bauchmuskulatur mittrainieren. Spätestens ab dieser Woche sollte das Ansprechen der geraden Bauchmuskeln zugunsten der seitlichen Bauchmuskeln vermieden werden, um dem wachsenden Babybauch Platz zu machen und einer  Rektusdiastase vorzubeugen . Auch aufstehen sollten Sie nun über die Seite. Die seitlichen Bauchmuskeln hingegen stützen den Babybauch, weshalb es sehr empfehlenswert ist, diese gezielt zu kräftigen. 
   Ab wann ist Sport nach der Geburt wieder möglich 
 Wohl keiner Frau steht unmittelbar nach der Geburt der Sinn nach viel Bewegung oder gar Sport. Allerdings kann Sport bzw. eine sanfte Form von Bewegung eine wertvolle Hilfe sein, um die Veränderungen im Körper wieder auszugleichen. Hier kommt auch das Stichwort Rektusdiastase ins Spiel, zu der Sie weiter unten mehr erfahren. Doch auch bereits im Wochenbett können gezielte Übungen hilfreich sein, um eine schonende Regenerationsphase einzuleiten. 
 Sport im Wochenbett: Was ist sinnvoll und möglich? 
 Die mindestens sechs bis acht Wochen umfassende Regenerationsphase im Wochenbett ist die Zeit, in der Mutter und Kind sich einerseits von der oft anstrengenden Geburt erholen und sich andererseits zum ersten Mal intensiv kennenlernen. Der Körper der frisch gebackenen Mama, der in den letzten Wochen vor und während der Geburt stark gefordert wurde, muss sich nun besonders regenerieren. Sport ist zunächst einmal nicht angeraten, aber  leichte Basisübungen zur Vorbereitung auf das  Beckenbodentraining &amp;nbsp;können durchaus einen sinnvollen Beitrag leisten . Die Betonung liegt hier aber wirklich auf leicht: Auf keinen Fall sollte eine junge Mutter im Wochenbett ihren Körper schon wieder über Gebühr belasten. Außerdem muss ein Arzt oder eine Hebamme feststellen, ob in irgendeiner Form Geburtsverletzungen vorliegen, die eine körperliche Betätigung einschränken könnten. Geburtsverletzungen brauchen ihre Zeit, um zu heilen – und diese Zeit sollte ihnen auf jeden Fall eingeräumt werden, ganz ohne Sport. 
  Mögliche Übungen im Wochenbett:  Wenn Sie sich nach der Geburt gut und fit fühlen, können Sie bereits im Wochenbett mit sanften Übungen beginnen. Dabei geht es primär um die Körperwahrnehmung und das Ansprechen einzelner Muskeln bzw. Muskelgruppen. 
   Hier finden Sie einfache Übungen für Zuhause   
 Beginn der Rückbildungsgymnastik nach sechs bis acht Wochen 
 Nach dem Wochenbett steht vom Frauenarzt oder der betreuenden Hebamme eine Abschlussuntersuchung an, bei der die erste Phase der Rückbildung kontrolliert und bestätigt wird. Spricht nichts dagegen, können die Mütter nun mit der eigentlichen  Rückbildungsgymnastik  beginnen. Dazu bieten Hebammen und Gesundheitsstudios zahlreiche Kurse an, die entweder vor Ort oder auch online zu Hause durchgeführt werden können. Normalerweise werden die Kosten für die Rückbildungsgymnastik von der Krankenkasse übernommen – fragen Sie einfach einmal nach! 
   
 Sport kann bei einer Rektusdiastase hilfreich sein 
 Unter einer Rektusdiastase versteht man das Auseinanderdriften der Bauchmuskeln, das dem ungeborenen Kind Raum zum Wachsen verschaffen soll. Vor und nach der Geburt kann die Rektusdiastase bei 37 Prozent der Erstgebärenden und 67 Prozent der mehrfachen Mütter zu Beschwerden führen 5 . In der Regel heilt eine bestehende Rektusdiastase nicht einfach von selbst aus – es bedarf dazu eines unterstützenden Trainings. Bei einer Rektusdiastase sollten Sie auf intensives Bauchmuskeltraining verzichten – also keine Sit-ups in Rückenlage, keine Crunches und keine dynamischen Bauchpressen. Außerdem sollten Sie sich vor dem Aufstehen immer in die Seitenlage drehen und vor dem Aufrichten abstützen. Erst nach der Rückbildung der Rektusdiastase können Sie Ihre sportlichen Bemühungen wieder intensivieren. Eine Rektusdiastase können Sie übrigens ganz einfach selbst ertasten: Wenn Sie in Rückenlage mit Ihren Fingern oberhalb des Bauchnabels einen Spalt fühlen, der mehr als zwei Finger breit ist, dann liegt der Verdacht einer Rektusdiastase nahe. Auch ein deutlich hervorstehender Bauch ist ein entsprechender Hinweis. 
 Optimalerweise wird eine Rektusdiastase unter Anleitung fachkundiger Personen, wie etwa Physiotherapeuten, behandelt. Vor allem bei einer größeren Bauchwandschwäche sollte dies die erste Anlaufstelle sein. Aber auch bei einer leichteren Rektusdiastase helfen gezielte physiotherapeutische Übungen, diese auf sanfte Weise zu schließen und weitere Beschwerden zu vermeiden. Angepasste Fitnessübungen sind darauf ausgerichtet, gezielt Muskelbereiche anzuspannen und zu stabilisieren. Dabei steht die Qualität der Übungen vor der Quantiät. Merken Sie, dass Sie während der Übung abweichen oder Schmerzen verspüren, sprechen Sie Ihren Trainer darauf an und brechen Sie die Übung ab. 
 
  Wichtig:&amp;nbsp; Vermeiden Sie bei einer vorherrschenden Rektusdiastase einen zu großen Druck auf den Bauchraum. Übungen, wie etwa Crunches, Klappmesser und Sit-ups sollten daher unterlassen werden. 
 
 Ist Sport nach einem Kaiserschnitt erlaubt? 
 Eine Art der Geburt ist der Kaiserschnitt. Hierbei handelt es sich um einen größeren operativen Eingriff, der mit einer längeren Regenerationsphase von Babys und Müttern einhergeht. Zwar muss auch nach einem Kaiserschnitt der Beckenboden wieder gestärkt werden, aber hier sollte ähnliche Zurückhaltung geübt werden wie bei Geburtsverletzungen. Herausforderung stellt nach einem Kaiserschnitt oft weniger die sichtbare Narbe selbst dar, vielmehr kann es zu Microfissuren und Rissen im Inneren kommen. Je nach körperlicher Verfassung sollten Sie zwischen sechs Wochen und sechs Monaten nichts Schweres heben und keine plötzlichen Drehungen vollführen. Auch Springen, Hüpfen und alles was mit ruckartigen Bewegungen einhergeht, sollte vermieden werden. Auch selbst Auto zu fahren kann, je nach Zustand, für eine Weile tabu sein. Die erste sportliche Betätigung, die Sie nach einer operativen Entbindung angehen sollten, ist aber wie bei einer Spontangeburt immer die  Rückbildung . Neben der Rückbildung kann mit leichtem Ausdauersport begonnen werden.  Schonende Sportarten, die auch nach einem Kaiserschnitt behutsam ausgeübt werden können, sind z.B. Yoga und Pilates, aber auch Schwimmen, Nordic Walking oder Gymnastik . Es ist vor Beginn der (Wieder-)Aufnahme sportlicher Aktivitäten nach einem Kaiserschnitt auf jeden Fall empfehlenswert, mögliche Sportpläne mit der Hebamme oder dem Frauenarzt zu besprechen, da diese den Grad der Heilung am besten einschätzen können. 
  Wichtig:  Schmerzen sind immer ein Indiz, dass Sie mit dem Sport innehalten und ärztlichen Rat suchen sollten. Besonders sensibel sollten Sie nach einem Kaiserschnitt auf Schmerzen beim Sport und bei anderen Bewegungsabläufen reagieren. Erzwingen Sie nichts, sondern lassen Sie sich Zeit! 
    Fazit 
 Sport und Schwangerschaft schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Sport ist für Schwangere sogar sinnvoll und bei einer unkomplizierten Schwangerschaft sogar unbedingt zu empfehlen. Allerdings ist dabei das richtige Maß geboten, und nicht alle Sportarten sind gleichermaßen gut geeignet. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Sport für schwangere Frauen prinzipiell bis kurz vor der Geburt möglich ist und möglicherweise sogar Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt vorbeugen kann. Geeignete Sportarten während der Schwangerschaft sind unter anderem sanfte Sportarten wie Yoga und Pilates, Schwimmen und Walken, aber auch Workouts mit leichten Kräftigungsübungen sind durchaus möglich. Beim Vorliegen einer Rektusdiastase, bei Geburtsverletzungen und auch nach einem Kaiserschnitt sollte mit dem Sport weitgehend ausgesetzt werden. Höchstens ganz sanfte Übungen nach Rücksprache mit Hebamme oder Arzt sind denkbar. 
 Sie sind noch auf der Suche nach dem passenden Zubehör für den Sport während und nach der Schwangerschaft? In unserem Online-Shop finden Sie eine   Auswahl an geeignetem Sport- und Fitnesszubehör wie etwa Fitnessbänder, Trekkingstöcke und Pulsmesser  . Stöbern Sie durch unser Angebot und bestellen Sie Ihre Wunschprodukte ganz einfach direkt zu sich nach Hause. Schon ab 15€ Bestellwert liefern wir versandkostenfrei! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Trainieren und eine schöne Schwangerschaft! 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise  Fußnoten:  1  https://www.ejog.org/article/S0301-2115(18)30096-4/abstract  2  https://bjsm.bmj.com/content/53/6/348  3  https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/gesundheit-und-ernaehrung/sport/  4  https://www.bmfsfj.de/resource/blob/94398/48fc0f204ab8fbdf11e75804a85262d4/mutterschutzgesetz-data.pdf, 5  https://www.laufmamalauf.de/rektusdiastase/   Bildquellen: adobestock.com - lev dolgachov, ©Dirima  Infografik: adobestock.com - sakurra 
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            <title type="text">Mastitis – Schmerzen in der Stillzeit</title>
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                 Was tun bei Mastitis? Alle Informationen und Tipps 
 Schmerzen beim Stillen sind für die betroffenen Frauen nicht nur eine physische Belastung, auch die Psyche kann mitunter stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Verantwortlich für die Beschwerden ist häufig eine Mastitis, eine  schmerzhafte Entzündung der Brustdrüse . Obwohl sie  teilweise auch bei Männern  auftreten kann, sind in der Hauptsache Frauen, die ihr Baby stillen, die Leidtragenden. Bei richtiger Behandlung lässt sich eine Mastitis glücklicherweise schnell in den Griff bekommen. Das ist auch wichtig, um schlimmere Folgeerkrankungen zu vermeiden. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie zum Thema wissen müssen. 
 
 
   Was genau ist eine Brustentzündung (Mastitis)?   
   Die möglichen Ursachen einer Mastitis   
   Die richtige Behandlung   
   Fazit   
 
 &amp;nbsp; 
 
   Was genau ist eine Brustentzündung (Mastitis)? 
 Die weibliche Brust ist eine empfindliche Körperzone, das gilt besonders während der Stillzeit. Es ist für jede Mutter eine intensive Erfahrung, ihr Baby zum Stillen an die Brust zu legen. Treten dabei Komplikationen auf, kann das für Mutter und Kind leicht zu traumatischen Erfahrungen führen und die Beziehung beeinträchtigen. Zwar ist eine Brustentzündung auch außerhalb der Stillzeit und sogar bei Männern möglich, diese Fälle sind jedoch äußerst selten. Hauptsächlich betroffen ist die besonders sensible und gefährdete Gruppe junger Mütter, die ihr Baby vor nicht allzu langer Zeit entbunden haben. 
 Die üblichen Symptome einer Mastitis 
 Das erste und auffälligste Anzeichen einer Brustentzündung ist ein  Anschwellen der Brust . Dazu gesellen sich  Rötungen und Hauterwärmungen . Das Abtasten der entzündeten Stelle in der Brust kann zudem sehr schmerzhaft sein; dazu gilt auch eine  schmerzende Brustwarze  als typisches Symptom. Ist die Erkrankung akut, tritt meist zeitnah  Fieber mit Temperaturen von über 38,5 °C  auf, oftmals begleitet von Schüttelfrost und Müdigkeit. Nicht zuletzt deshalb wird die Mastitis in vielen Fällen zunächst mit einer Grippe verwechselt. Manchmal kommt es auch zu einem  eitrigen Ausfluss aus der Brustwarze , den viele Frauen zuerst im BH bemerken.      Wichtig zu wissen:  Die Symptome einer Mastitis können sich innerhalb weniger Stunden deutlich verschlechtern. Es ist deshalb wichtig, so schnell wie möglich Kontakt zur Hebamme oder zum Frauenarzt aufzunehmen, um rasch eine Behandlung einzuleiten. 
 Besonders häufig tritt die Brustentzündung nach der Geburt auf 
 Die ersten sechs Wochen nach der Geburt, wenn die Mütter anfangen zu stillen, gelten als der gängigste Zeitraum für eine Brustentzündung. Grundsätzlich kann die Erkrankung aber während der gesamten Stillzeit vorkommen. Treten die Symptome außerhalb dieser klar eingegrenzten Phase auf, sollte auf jeden Fall umgehend ein Facharzt aufgesucht werden: In diesem Fall können schwerwiegende Anlässe bestehen, zum Beispiel ein Malignom. Um dieses auszuschließen, ist eine fachgerechte Untersuchung notwendig. 
 Auch Neugeborene können Mastitis-Symptome zeigen 
 Obwohl fortpflanzungsfähige Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren die Hauptrisikogruppe für eine Brustentzündung darstellen, können  sehr selten auch Männer  die Symptome zeigen –  und wenige Tage alte Neugeborene . In diesem Fall ist der Brustbereich des Kindes berührungsempfindlich und schwillt auch an, manchmal tritt zudem eine trübe, weißlich-graue Flüssigkeit aus. Diese sollten Sie keinesfalls ausdrücken, denn damit könnten Sie eine Verschlimmerung riskieren. Das Geschlecht spielt übrigens keine Rolle: Sowohl Jungen als auch Mädchen können von einer Neugeborenen-Mastitis gleichermaßen betroffen sein. Suchen Sie im Zweifelsfall lieber gleich einen Arzt auf, wenn Sie den Verdacht hegen, dass Ihr Kleines von dieser Entzündung geplagt werden könnte. Das gilt besonders dann, wenn sich Fieber und Eiter zu den genannten Symptomen gesellen. 
 Die Muttermilch schmeckt anders, ist aber ungefährlich 
 Durch die Entzündung in der Brust kann sich der Geschmack der Muttermilch ändern. Nicht jedes Baby akzeptiert diesen Umstand beim Stillen ohne Weiteres, was dazu führen kann, dass manche Babys beharrlich das Trinken verweigern. Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung: An sich ist das Stillen vollkommen ungefährlich und sollte grundsätzlich auch während der Erkrankung fortgesetzt werden. Eine alternative und bewährte Lösung ist es, dem Kind während der Behandlung einfach die andere Brust zu geben, während die Milch aus der entzündeten Brust abgepumpt wird. 
   Die möglichen Ursachen einer Mastitis 
 Eine Mastitis kann  verschiedene Ursachen  haben, wobei auch die Veranlagung der Mutter eine Rolle spielt. Bestimmte Faktoren können das Risiko erhöhen. Dazu gehören  beispielsweise trockene, raue Brustwarzen , ein aus anderen Gründen  geschwächtes Immunsystem ,  anhaltende Müdigkeit oder Stress  sowie eine bereits erlittene Infektion der Brustdrüsen. Enge Kleidung, insbesondere ein einschneidender BH, eine unausgewogene Ernährung und einseitiges Stillen können sich ebenfalls ungünstig auswirken und die Gefahr vergrößern. Am häufigsten ist jedoch eine  bakterielle Infektion  der Auslöser einer solchen Entzündung. 
 Bakterien sind die üblichen Auslöser 
 Mit Abstand am häufigsten zeichnen Bakterien für eine Infektion der Brust verantwortlich. Sie gelangen durch kleine Risse in der Brustwarze in den Körper und lösen die beschriebenen Symptome aus. Ganz präzise benannt handelt es sich bei den Bakterien um das Bakterium  Staphylococcus aureus , das sich für knapp 95 Prozent der infrage kommenden Fälle während der Stillzeit nachweisen lässt. Die Bakterien wandern über äußere Quellen, Angehörige, Pflegepersonal oder sogar die Mutter selbst zunächst in Nase und Mund des Babys. Während des Stillens werden diese dann vom Kind auf die mütterliche Brust übertragen. Deshalb sind gerade beständig wunde Brustwarzen besonders gefährdete Einfallstore für Erreger. 
 Große Brüste, Hohlwarzen, Pille und Rauchen sind Risikofaktoren 
 Frauen mit einer großen Brust und/oder Hohl- bzw. Schlupfwarzen, also nach innen gestülpten Brustwarzen, sind für eine Mastitis-Erkrankung besonders anfällig. Auch Rauchen erhöht das Risiko, wie inzwischen mehrere Studien herausgearbeitet und belegt haben. Darüber hinaus kann ebenso eine bestehende Wunde im Bereich der Brustwarzen die Infektionsgefahr erhöhen wie zu eng geschnittene Kleidung oder anhaltender Stress. Die Einnahme bestimmter Medikamente, darunter der zu Verhütungszwecken von vielen Frauen genutzten Pille, kann einer Entzündung ebenfalls Vorschub leisten. 
 Ein Milchstau kann die Beschwerden verursachen 
 Gerade zu Anfang der Stillzeit ist ein sogenannter  Milchstau  nicht unüblich. Ein Milchstau entsteht dann, wenn die Brust mehr Milch produziert, als das Kind trinken kann. Die Brust wird dann nicht vollständig entleert,  die Milch staut sich und verursacht die Beschwerden . Ein solcher Stau in der Brust kann auch eintreten, wenn das Baby nicht richtig angelegt wurde oder nicht kräftig genug saugen kann. Weitere Faktoren, die eine Mastitis-Erkrankung befördern können, sind eine sporadische, unregelmäßige Milchabgabe und plötzliches Abstillen. Zur Vermeidung eines weiteren Milchstaus sollten Sie der Versuchung, Ihre Beschwerden durch vorzeitiges Abstillen zu lindern, möglichst widerstehen und dies zuerst mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt besprechen. 
 Brustkrebs weist ähnliche Symptome auf 
 Tritt eine Mastitis außerhalb des Wochenbetts auf, besteht der  Verdacht auf ein Malignom , also ein bösartiges Krebsgeschwür. Damit sich dieses nicht unaufhaltsam im Körper ausbreiten kann, ist eine schnellstmögliche medizinische Untersuchung und Behandlung geboten. Die Begleiterscheinungen einer Mastitis-Erkrankung und Brustkrebs ähneln sich stark, da Entzündungen einen Tumor auslösen können. Auch vor diesem Hintergrund ist eine rechtzeitige und kompetente Untersuchung sehr wichtig.      Wichtiger Hinweis:  Da sich die Symptome einer Mastitis und von Brustkrebs ähneln können, sollten Sie bei Beschwerden frühzeitig Kontakt zu Ihrem Frauenarzt aufnehmen. Lassen Sie sich gründlich untersuchen und Ihr Beschwerdebild abklären, um kein unnötiges Risiko einzugehen. 
   Die richtige Behandlung 
 Die richtige Behandlung der Mastitis-Erkrankung hängt nicht zuletzt von den zugrunde liegenden Ursachen ab. Im Falle eines Milchstaus ist es besonders wichtig, dass Sie mit dem Stillen nicht aufhören. Lässt sich das Kind aufgrund der Schmerzen nicht richtig anlegen, können Sie zu einer Pumpe greifen. Abstillen ist in der Regel nicht notwendig. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass das Stillen selbst für das Kind auch bei ausgeprägten Symptomen der Mutter nicht gefährlich ist, weil die Antikörper in der Muttermilch normalerweise einen ausreichenden Schutz bieten. Nur bei besonders empfindlichen Neugeborenen sollte auf das Stillen verzichtet werden. Sollten Sie ein mögliches Abstillen in Erwägung ziehen, besprechen Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass die Milch manuell abgepumpt wird. 
 Positionswechsel und Hausmittel können weiterhelfen 
 Neben den genannten Behandlungsmöglichkeiten können  viel Ruhe und vorsichtiges Experimentieren mit Liegepositionen für das Baby  eine Hilfe sein. Stillen ist eine hervorragende und natürliche Form der Behandlung einer Mastitis-Erkrankung und kann dabei helfen, die Entzündung möglichst bald wieder zum Abklingen zu bringen. Außerdem ist es wichtig,  die betroffene Brust zu kühlen und zu entlasten . Dabei helfen zum Beispiel kalte Umschläge sowie ein Hochbinden und regelmäßiges Entleeren, um den Druck auf das Drüsengewebe zu verringern. Vor dem Stillvorgang und Anlegen des Babys sollten Mütter ihre Brustwarzen immer gründlich mit Wasser reinigen. Das mehrmals tägliche  Reinigen der Brüste mit Wasser  kann einer Mastitis-Erkrankung unter Umständen sogar vorbeugen. Bei trockenen und rissigen Brustwarzen empfiehlt sich zudem die tägliche Pflege mit reinem Lanolin. Auch sollte ein   passender Still-BH   getragen werden, um nicht unnötig Druck auf die Brust auszuüben.     Wichtig ist ferner, dass Sie  möglichst viel trinken  und sich  immer wieder Ruhephasen  gönnen, um Stress zu vermeiden. Auf das Abpumpen der Muttermilch sollten Sie nach Möglichkeit verzichten, weil es die Milchproduktion ankurbelt. Nur wenn konkrete Gründe vorliegen – beispielsweise bei einem Milchstau oder wenn das Kind die Annahme verweigert – ist das mechanische Hilfsmittel angebracht. 
 
  Wichtig zu wissen:  Auch wenn eine Mastitis selbst leicht behandelt werden kann, besteht das ernstzunehmende Risiko auf schwerwiegende Folgeerkrankungen. Deshalb sollte die Therapie nicht in Eigenregie, sondern von Anfang an und möglichst früh durch einen Arzt erfolgen. 
 
 Nach Absprache mit dem Arzt: Analgetika und Antibiotika 
 Medikamente werden in der Regel nur bei einer fortgeschrittenen Entwicklung der Mastitis-Erkrankung verordnet.  Analgetika  können dabei helfen, die Schmerzen zu lindern und die Entnahme der Milch zu erleichtern. Sie sollten aber nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Überhaupt sollten Sie in dieser Situation davon absehen, Arznei in Eigenregie einzunehmen. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie selbst stillen – denn nicht jedes Medikament ist während der Stillzeit geeignet, da sich die Inhaltsstoffe ungünstig auf die Entwicklung des Babys auswirken können.      Antibiotika  kommen in den meisten Fällen dann zum Einsatz, wenn sich binnen 24 oder 48 Stunden keine Besserung eingestellt hat. Neben Antibiotika können teils Medikamente gegen Fieber sinnvoll sein, um die Temperatur zu senken. Falls Bakterien als Auslöser der Symptome ausgemacht wurden, hängt die Art der Medikation von der genauen Bestimmung des entsprechenden Bakteriums ab. Eine solche kann allerdings nur durch eine ärztliche Untersuchung zuverlässig gelingen. 
 Eine Operation ist nur selten nötig 
 Viele Frauen dürfte es erfreuen, dass ein operativer Eingriff bei Mastitis äußerst selten notwendig ist. Nur in dem extremen Fall, dass es zu einem eitrigen Abszess in der Brust kommt, kann eine Operation von Ihrem behandelnden Arzt als sinnvoll und notwendig erachtet werden. Machen Sie sich jedoch keine unnötigen Sorgen: In den meisten Fällen reicht eine einfache Behandlung aus, um die Beschwerden zu lindern. 
   Fazit 
 Bei einer Mastitis handelt es sich um eine Brustentzündung, die für die Betroffenen allerdings äußerst schmerzhaft sein kann. Eine wirksame Therapie ist möglich und sollte schnell erfolgen, um mögliche Folgeerkrankungen zu verhindern. Je eher und gezielter eine Mastitis-Erkrankung behandelt wird, desto geringer sind die zu erwartenden Folgen und desto schneller klingen die Symptome ab. Sprechen Sie daher möglichst zeitnah mit Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Hebamme über Ihre Beschwerden und erarbeiten Sie gemeinsam einen geeigneten Behandlungsplan, um sich schon bald wieder fit und gesund zu fühlen. 
  
 Bildquelle: ©familytv, adobe.com 
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                            <updated>2020-09-29T03:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Schwangerschaftsdepression: Ursachen, Behandlung und Tipps zur Hilfe</title>
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                 Depression als weit verbreitetes Phänomen während der Schwangerschaft 
 Eigentlich sollte die Schwangerschaft eine wunderschöne Zeit und eine unvergessliche Erfahrung sein – mitunter wird sie aber zu einer großen psychischen Belastung. Unerwartete Traurigkeit stellt sich ein und unerklärliche Depressionen überschatten den Alltag.  Eine Schwangerschaftsdepression ist keine Seltenheit  und benötigt eine konsequente, individuell auf die Frau abgestimmte Behandlung. Dieser Ratgeber enthält wichtige Informationen, die Ihnen dabei helfen sollen, Symptome einer Depression rechtzeitig zu deuten und zu behandeln, damit Sie die Vorfreude auf Ihr Baby in vollen Zügen genießen können. 
 Was versteht man unter einer Schwangerschaftsdepression? 
 Stimmungsschwankungen sind während einer Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches. Das hängt mit dem Hormonwechsel zusammen, der vielen Schwangeren zu schaffen macht. Eine Schwangerschaftsdepression ist jedoch mehr als das: Sie ist gewissermaßen ein Sammelsurium verschiedener Symptome, zu denen vor allem tiefe Traurigkeit, plötzliche Angst, anhaltende Schlaflosigkeit und spontane Reizbarkeit gehören. Die Ursachen für diese Beschwerden sind vielfältiger Natur und können nicht auf einen einzigen Faktor zurückgeführt werden. 
 Die Wochenbettdepression ist eine Form der Schwangerschaftsdepression 
 Nach der Geburt kann es in den ersten Wochen zu einem sogenannten  Baby Blues  kommen: Frauen sind in dieser Zeit besonders empfindlich, von Ängsten geplagt und fangen oft grundlos an zu weinen. Diese Phase vergeht in der Regel wieder von selbst. Wenn die Symptome aber noch lange Zeit nach der Geburt anhalten und nicht verschwinden, dann spricht man nicht mehr von einem Baby Blues, sondern von einer  Wochenbettdepression . Dabei handelt es sich um eine Sonderform der Schwangerschaftsdepression, die wie diese behandelt werden muss, um ernst zu nehmende Folgeerkrankungen zu vermeiden. 
 
  Gut zu wissen:  Der Baby Blues nach der Geburt ist an sich kein Grund zur Beunruhigung. 50 bis 80 Prozent aller jungen Mütter zeigen diese Anzeichen und niemand muss sich deshalb Sorgen machen. Nur bei lang anhaltenden depressiven Erscheinungen sollte der Frauenarzt, die Hebamme oder der Hausarzt ins Vertrauen gezogen werden. 
 
 Mögliche Ursachen der Schwangerschaftsdepression 
 Als  häufige Ursache für die Schwangerschafts- und Wochenbettdepression  gelten  die weiblichen Hormone . Die Schwangerschaftshormone werden in unterschiedlicher Intensität ausgeschüttet und bewirken enorme Stimmungsausschläge nach oben und nach unten. Aus diesem Grund wirken Schwangere auf Außenstehende oft launisch – und das obwohl sie für die wilde Achterbahnfahrt der Hormone in ihrem Körper nicht das Geringste können! Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Frauen gleichermaßen stark von den Hormonschwankungen betroffen sind und auch nach der Geburt nicht in jedem Fall mit Stimmungstiefs rechnen müssen. 
 Auch psychische Probleme und sozialer Stress spielen eine Rolle 
 Hormone sind nicht die einzigen Ursachen von Schwangerschaftsdepressionen.  Auch die privaten Verhältnisse , in der eine werdende Mutter lebt,  üben einen beträchtlichen Einfluss aus . So können zum Beispiel Stress im Beruf oder eine Krise mit dem Partner eine Depression befördern. Andere körperliche Beschwerden während der Schwangerschaft oder auch ein in zurückliegenden Jahren erlebter Missbrauch können sich hier negativ auswirken. Mitunter ist es auch schwierig, sich in die neue Rolle der werdenden Mutter einzufinden. Manche Schwangere fürchten den Kontrollverlust über ihren Körper während der Schwangerschaft ebenso wie die fehlende Selbstbestimmung über ihre Zeit nach der Entbindung. Deshalb ist es wichtig, alle diese Informationen miteinzubeziehen und dem behandelnden Arzt an die Hand zu geben. 
 Depressionen müssen ernst genommen werden 
 Um eine Depression wirksam zu behandeln, muss sie einerseits als solche erkannt und andererseits auch anerkannt werden – viele Betroffene tun sich allerdings gerade damit sehr schwer. Sie wollen der Erwartung ihres Umfelds entsprechen und eine glückstrahlende werdende Mutter sein. Dazu passt das Gefühl der Traurigkeit nicht, weshalb es häufig überspielt wird. Das ist aber gerade der völlig falsche Weg, und ein schlechtes Gewissen ist vollkommen unangebracht! Selbst wenn Sie nur den leisesten Verdacht haben, unter einer Schwangerschaftsdepression zu leiden, sollten Sie diese ernst nehmen und  die Chance auf eine angemessene Behandlung wahrnehmen  – für sich selbst und Ihr Baby! 
 Wie lange hält eine Schwangerschaftsdepression an? 
 Normalerweise sollten die Symptome einer Schwangerschaftsdepression nach ein bis zwei Wochen wieder abklingen. Ist dies bei Ihnen nicht der Fall, sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. Wird einer Depression nicht rechtzeitig eine wirksame Behandlung entgegengesetzt, können die Beschwerden die gesamte Schwangerschaft überdauern und sich im Anschluss zu einer  Postpartalen Depression  auswachsen, die Sie und Ihr Kind betrifft und ernste Folgen nach sich ziehen kann. 
 
  Wichtiger Hinweis:  Nicht verwechselt werden sollte die Postpartale Depression mit der seltenen Postpartalen Psychose, die während der ersten vier Wochen nach der Geburt auftreten kann. Sie bringt Wahnvorstellungen und Halluzinationen mit sich und muss im Sinne von Mutter und Kind umgehend professionell behandelt werden – in der Regel sogar stationär. 
 
 Dauer und Einseitigkeit der Symptome sind entscheidend 
 Erschwert wird die Diagnose einer Schwangerschaftsdepression durch den Umstand, dass die entsprechenden Erscheinungen während einer Schwangerschaft grundsätzlich nicht ungewöhnlich sind. Erst die  Dauer von mehreren Wochen  und mehr noch die einseitige Neigung zu Angst und Sorge weisen auf eine Depression hin. Wenn Phasen der Hochstimmung seltener werden und schließlich ganz fehlen und die  Traurigkeit dominiert , liegt der Verdacht auf eine entsprechende Erkrankung nahe. Wenden Sie sich dann unbedingt an Ihre Hebamme oder einen Facharzt! 
 Wie können Sie einer Schwangerschaftsdepression begegnen? 
 Bitte denken Sie immer daran, dass Sie einer Schwangerschaftsdepression nicht hilflos ausgeliefert sind. Unterstützung durch Ihren Partner, Ihre Familie, Ihren Arzt und Ihre Hebamme sind wichtig, aber auch Sie selbst können das eine oder andere tun, um sich besser zu fühlen. Stellen Sie Ihren Lebensstil auf den Prüfstand und nehmen Sie notwendige Veränderungen vor, um gut durch Ihre Schwangerschaft zu kommen. Dazu gehören mehrere Details, die Sie möglichst genau im Auge behalten sollten. Einige davon stellen wir Ihnen im Folgenden ein wenig genauer vor. 
 Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für Mutter und Baby 
 Mitunter sind Depressionen während der Schwangerschaft auch auf eine unvorteilhafte Ernährung zurückzuführen. Es spielt eine entscheidende Rolle, was Sie während dieser besonderen Zeit an Essen zu sich nehmen. Zum einen brauchen Sie Kraft für zwei, denn Ihr ungeborenes Kind zehrt von den Nährstoffen der Mutter. Zum anderen stellt eine Schwangerschaft immense Anforderungen an Ihren Körper und an Ihr Nervensystem, sodass eine  vitamin- und nährstoffreiche Ernährung von großer Bedeutung  ist und möglicherweise auch in positiver Weise auf Ihre Depression einwirken kann. 
  Guter Rat:  Mit einer ausgewogenen Ernährung sollten Sie nicht erst in der Schwangerschaft anfangen. Ob Kinderwunsch oder nicht, ist es sinnvoll, sich bewusst, abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Setzen Sie dabei auf viele Vitamine, frisches Obst und Gemüse, hochwertige Fette und komplexe Kohlenhydrate, um Ihrem Körper langfristig etwas Gutes zu tun! Defizite können Sie ebenfalls mit   Nahrungsergänzungsmitteln   ausgleichen. 
 Dem Heißhunger nicht zu oft nachgeben 
 Die spontane Lust auf ausgefallene Lebensmittel gehören zu den berühmtesten und meistzitierten Schwangerschaftsklischees. Tatsächlich ist schwangeren Frauen mitunter wirklich ganz gezielt nach einem bestimmten herzhaften Snack oder einer süßen Leckerei. Diesen Heißhungerattacken dürfen Sie ruhig hin und wieder nachgeben – aber nicht allzu oft und nicht zu lange, wenn sie auf eher ungesunde Nahrungsmittel zielen. Behalten Sie als Richtschnur im Hinterkopf, dass die Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Körpers auch bei Schwangeren nicht aufgehoben sind. Wer sich zu einseitig und ungesund ernährt, kann dadurch möglicherweise auch eine Schwangerschaftsdepression begünstigen. 
 Werdende Mütter brauchen Bewegung an der frischen Luft und Sonnenlicht 
 Unwohlsein, Müdigkeit und Gewichtszunahme können zu einem gewissen Trägheitsgefühl bei Schwangeren führen. Nach Bewegung sehnen sich in diesem Zustand die wenigsten Betroffenen. Trotzdem ist gerade diese schwangeren Frauen zu empfehlen! Natürlich müssen Sie nicht jeden Tag joggen gehen, aber  ein gemütlicher Spaziergang an der frischen Luft und bei viel Sonnenlicht tut Ihrer Gesundheit gut . Auch Yoga ist für seine angstreduzierende Wirkung bekannt. Immer häufiger werden auch professionelle Kurse im Yoga- oder Fitnessstudio für Schwangere angeboten, die auf einen gesundheitsfördernden, entspannenden Effekt zielen. Sie sehen: Regelmäßige, kontrollierte Bewegung kann eine große Hilfe sein! 
 
  Tipp:  Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, ob sie spezielle Bewegungs- oder Sportkurse für Schwangere unterstützt! So sparen Sie sich einen Teil der Kursgebühren und kommen außerdem gleich mit anderen werdenden Müttern in Kontakt. 
 
 Prüfen Sie, ob Sie ausreichend Ruhe und Schlaf bekommen 
 Auch  Schlafmangel kann Depressionen begünstigen . Selbst wenn Sie genauso viel schlafen wie vor der Schwangerschaft, kann diese Dauer während der besonderen Zeit zu wenig sein. Manche Schwangere neigen außerdem dazu, sich während der Schwangerschaft zu viel zuzumuten. Vieles soll noch erledigt sein, bis das Kind zur Welt kommt. Lassen Sie sich von Ihrer Familie ruhig einmal mehr helfen und schrumpfen Sie Ihre Vorhaben auf ein erträgliches Maß! 
 Unterstützung ist während der Schwangerschaft entscheidend 
 Ob verheiratet, alleinstehend oder in einer festen Partnerschaft: Holen Sie sich während der Schwangerschaft unbedingt alle Unterstützung, die Sie bekommen können. Das betrifft sowohl Ihren Partner, falls Sie liiert sind, als auch Ihre Familie, Freunde und eine Hebamme, der Sie vertrauen können. Lassen Sie sich helfen und entlasten, ganz unmittelbar durch tatkräftige Unterstützung sowie durch moralischen Beistand. Fressen Sie nichts in sich hinein, sondern teilen Sie sich mit und sprechen Sie sich aus. Im Zweifel sollten Sie auch auf ärztlichen Beistand nicht verzichten, wenn Sie das Bedürfnis haben, Ihre Gefühle und Gedanken mit einem unabhängigen, objektiven Beobachter besprechen zu wollen. 
 Professionelle Hilfe ist eine Selbstverständlichkeit 
 Viele Frauen scheuen davor zurück, sich ihre Schwierigkeiten einzugestehen oder gar professionelle Hilfe zu suchen. Das ist aber völlig falsch und wirkt gegebenenfalls kontraproduktiv! Familienberatungsstellen, Psychologen, Hebammen und medizinisches Fachpersonal sind für solche Situationen ausgebildet und wissen meist am besten, was zu tun ist. Scheuen Sie deshalb auf gar keinen Fall davor zurück, Ihre Probleme an der geeigneten Stelle anzusprechen. Sie tun sich selbst, Ihrem ungeborenen Baby und auch Ihrem Umfeld damit nur etwas Gutes und beweisen sich als verantwortungsvolle Mutter. 
 Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen 
 Die Behandlung einer Schwangerschaftsdepression mit Medikamenten ist zwar grundsätzlich möglich, sollte aber mit sehr viel Vorsicht angegangen werden. Medikamente wie Antidepressiva, die Sie einnehmen, können über die Plazenta auch in den Kreislauf Ihres Kindes geraten. Das kann unter Umständen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, die Sie vor der Einnahme auf jeden Fall mit Ihrem behandelnden Facharzt besprechen sollten. Wägen Sie  in enger Absprache mit Ihrem Therapeuten  ab, ob die Einnahme von Medikamenten sinnvoll und angebracht ist und sich das Risiko für Ihr Kind vertreten lässt. Gemeinsam werden Sie eine geeignete Lösung finden, damit Sie sich schnell wieder wohlfühlen und die Zeit bis zur Geburt genießen können! 
 Fazit 
 Schwangerschaftsdepressionen sind keine Seltenheit und nichts, wofür sich eine werdende Mutter schämen müsste. Wichtig ist, die Symptome rechtzeitig zu erkennen und zu deuten. Dann kann mit der Unterstützung von Partner und Arzt eine wirksame Therapie gelingen – und der Vorfreude auf die bevorstehende Geburt und die ersten Wochen mit dem Baby steht nichts mehr entgegen. Ganz wichtig: Seien Sie ehrlich zu sich selbst und Ihrer Familie und spielen Sie Ihre Depressionen nicht herunter. Nehmen Sie, wenn nötig, unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch und holen Sie sich auf diese Weise die Vorfreude auf Ihr Kind zurück! 
 
 Bildquelle: Unsplash 
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                            <updated>2020-08-27T03:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Medikamente in der Schwangerschaft – Ratgeber zur Linderung von Beschwerden</title>
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                 Sie sind schwanger? Wie wundervoll, herzlichen Glückwunsch! Sicherlich sind Sie sehr aufgeregt und haben zahlreiche Fragen, schließlich wächst neues Leben in Ihnen heran und es liegen einige spannende Monate bis zur Geburt vor Ihnen. Wir wissen, dass viele schwangere Frauen unsicher sind, ob bzw. welche Medikamente sie während der Schwangerschaft einnehmen dürfen, ohne die Gesundheit des Ungeborenen zu gefährden. Deshalb haben wir nachfolgend wertvolle Informationen und praktische Tipps zum Thema „Medikamente in der Schwangerschaft“ für Sie zusammengefasst, damit Sie auch bei leichten Erkrankungen und Beschwerden sicher durch die Schwangerschaft kommen und die Vorfreude auf Ihr Kind in vollen Zügen genießen können. 
 Warum sind Medikamente in der Schwangerschaft ein Risiko? 
 Während der Schwangerschaft sind die Kreisläufe der werdenden Mutter und des Embryos über die Nabelschnur miteinander verbunden. Alles, was eine schwangere Frau zu sich nimmt, kann daher auch Auswirkungen auf das Kind haben – so auch die Einnahme von Medikamenten wie Schmerzmitteln, Antibiotika und Nasenspray, einschließlich deren Nebenwirkungen. Je nach Art, Darreichungsform und Dosierung kann ein Arzneimittel zu einem plötzlichen Schwangerschaftsabbruch führen oder die Entwicklung des Kindes stark beeinträchtigen. 
 Hintergrund der Verunsicherung: der Contergan-Skandal 
 In den 1960er-Jahren wurde der Medikamentenskandal Deutschlands publik: der Contergan-Skandal. In der Annahme, es handele sich um ein sehr sicheres Medikament in der Schwangerschaft, war schwangeren Frauen zuvor millionenfach das Beruhigungs- und Schlafmittel Contergan mit dem Wirkstoff Thalidomid empfohlen worden, um typische Begleitsymptome wie beispielsweise Morgenübelkeit zu lindern. Als Nebenwirkung kam es allerdings bei mehreren Tausend Embryos zu schweren Fehlbildungen und Amelien sowie zu unzähligen Totgeburten. 
 Sind Medikamente generell gefährlich? 
 Obwohl nicht alle Medikamente bezüglich ihrer Wirkung in Schwangerschaft und Stillzeit erforscht wurden, können Sie darauf vertrauen, dass nicht jedes Arznei- bzw. Schmerzmittel Fehlbildungen begünstigt. 
 
   Hinweis:&amp;nbsp; Auch in der Stillzeit kann eine medikamentöse Behandlung Folgen für das Kind haben, da die Wirkstoffe in der Muttermilch enthalten sein können. 
 
 Die Behandlung von einigen chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen erfordert zudem die Gabe von Medikamenten. Wer etwa unter Asthma, Depressionen oder Diabetes leidet, sollte die Einnahme von notwendigen Präparaten in der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Rücksprache beenden – dies kann die Gesundheit von Mutter und Kind gleichermaßen gefährden wie die unbedachte Medikamenteneinnahme. Hier gilt deshalb: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“ 
 Pflanzliche und homöopathische Medikamente als harmlose Alternative? 
 Die Aussage, dass pflanzliche und homöopathische Schmerzmittel keine Nebenwirkungen hätten und in der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden könnten, hält sich auch heute noch hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen. Doch dies entspricht nicht immer der Wahrheit! Auch viele pflanzliche und homöopathische Medikamente können die Schwangerschaft gefährden. So enthalten beispielsweise einige Präparate Alkohol, der dem Ungeborenen mit jeder Einnahme zugeführt wird, oder fiebersenkende Extrakte aus der Weidenrinde, welche vorzeitige Wehen auslösen kann. 
 
   Merke:&amp;nbsp; Wenn Sie eine chronische Krankheit haben und schwanger sind, sollten Sie sich so schnell wie möglich mit Ihrem Arzt beraten, um unnötigen Risiken in der Schwangerschaft vorzubeugen. 
 
  Wichtig: Greifen Sie während der Schwangerschaft nicht unbedacht zu pflanzlichen oder homöopathischen Medikamenten. Informieren Sie sich über sichere Arzneimittel, wählen Sie gegebenenfalls verträgliche Alternativen und setzen Sie auf bewährte Hausmittel (s.u.). 
 Im Notfall: Das können Sie jetzt tun 
 Lassen sich Ihre Beschwerden nicht ohne Medikamente lindern, müssen Sie selbstverständlich nicht leiden, nur weil Sie schwanger sind. Im Folgenden finden Sie einige praktische Tipps, um Ihr Wohlbefinden zu steigern. 
 Die besten Hausmittel in der Schwangerschaft 
 Schon unsere Großmutter wusste, wie sie Fieber senken, Hustenreiz lindern und Kopfschmerzen abschwächen kann – und zwar ohne Medikamente! Auch heute noch können praktische Hausmittel in der Schwangerschaft wahre Wunder bewirken. 
 Die besten Tipps gegen … 
  Übelkeit  
 Frauen haben während der ersten 12 Schwangerschaftswochen oft mit Morgenübelkeit zu kämpfen. Das Trinken von Pfefferminz- oder Ingwertee kann hier Abhilfe verschaffen! Manche Frauen berichten zudem, dass ihnen mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und das Kauen von rohem Gemüse wie Karotten und Gurken oder Zwieback helfe. 
  Erkältungssymptome  
 Gerade im Winter macht die Erkältungswelle auch vor werdenden Müttern nicht halt. Hat es Sie erwischt, können Sie Erkältungssymptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen auf sanfte Weise mildern. Bei einer verstopften Nase hat sich Meerwasser Nasenspray bewährt, die Nebenhöhlen werden durch ein Dampfbad wieder frei. Für Husten empfehlen sich Tees, Lutschpastillen und Tropfen mit Eibisch und Thymian. Bei Halsschmerzen sollten Sie Bonbons lutschen und Salbeitee trinken, um den Hals feucht zu halten. 
  Fieber  
 Wenn als Begleiterscheinung einer Erkältung Fieber auftritt, ist dies in der Regel kein Grund zur Beunruhigung. Versuchen Sie, das Fieber mit Wadenwickeln zu senken, und ruhen Sie sich gut aus. Steigt das Fieber über 38 Grad, sollten Sie die Ursache unbedingt von einem Arzt abklären und sich behandeln lassen. 
  Kopfschmerzen  
 In der Schwangerschaft klagen viele Frauen über Kopfschmerzen. Je nach Ursprung der Schmerzen kann eine Schulter-Nacken-Massage helfen: Durch sanften Druck werden Verspannungen gelöst und die gesamte Schulter-Nacken-Partie gelockert. Verdünntes Pfefferminzöl oder Tigerbalsam auf Schläfen und Stirn aufgetragen hat einen kühlenden Effekt. In Kombination mit frischer Luft und Ruhe sind die Kopfschmerzen bald vergessen! 
  Extra-Tipp:  Treten in der Schwangerschaft vermehrt Kopfschmerzen oder Migräne auf, informieren Sie sich bei Ihrem Arzt über Akupunktur oder geeignete Medikamente für Schwangere. 
  Bauchschmerzen  
 Wärme kann bei Bauchschmerzen sehr wohltuend sein. In der Schwangerschaft sollten Sie Wärmflaschen oder Körnerkissen jedoch niemals direkt auf den Bauch legen, da dies frühzeitig Wehen auslösen kann. Ein kurzer Spaziergang, Dehnübungen, Yoga oder sanfter Sport können Bauchschmerzen ebenfalls abschwächen. Je nach Verträglichkeit und Geschmack bietet sich eine Tasse Kräutertee als perfekte Ergänzung an. 
  Rückenschmerzen  
 Durch die veränderte Haltung in der Schwangerschaft haben Frauen oft Rückenschmerzen. Achten Sie deshalb auf eine möglichst normale Körperhaltung, ohne ins Hohlkreuz zu fallen, und gönnen Sie Ihrem Rücken Wärme. Eine Wärmflasche oder ein Körperkissen auf dem Rücken spendet wohlige Wärme, ein warmes Bad lockert Verspannungen auf sanfte Weise. 
  Sodbrennen  
 Fast die Hälfte aller schwangeren Frauen hat durch den verstärkten Druck auf den Magen Sodbrennen. Manchmal reicht es schon, sich auf die linke Seite zu legen, da die Speiseröhre so besser verschlossen bleibt. Schwer verdauliche, üppige oder zuckerreiche Mahlzeiten sollten in der Schwangerschaft eher vermieden werden, insbesondere vor dem Schlafengehen. Milchprodukten wie Milch oder Joghurt wird hingegen eine lindernde Wirkung zugeschrieben. Achten Sie außerdem darauf, genug zu trinken! 
 Fragen Sie Ihren Arzt um Rat 
 Wenn die besten Hausmittel (s.o.) keine Linderung bringen und Sie sich weiterhin schlecht fühlen, ist es empfehlenswert, Ihren betreuenden Arzt zu konsultieren. Niemand kennt Sie so gut wie er, weshalb er Ihnen gewiss eine zuverlässige Auskunft geben kann, was Sie nun tun und welche Medikamente Sie einnehmen können. Vertrauen Sie auf seine Erfahrung! 
 Beipackzettel studieren 
 Bevor Sie ein Medikament einnehmen, sollten Sie aufmerksam den Beipackzettel lesen, um sich über mögliche Kontraindikationen zu informieren und eine korrekte Einnahme sicherzustellen. Neben der Zusammensetzung des Medikaments, der Darreichungsform, Behandlungsdauer etc. finden Sie in jedem Beipackzettel spezielle Hinweise zur Schwangerschaft und Stillzeit. Beachten Sie jedoch, dass viele Medikamente noch nicht vollumfänglich bezüglich ihrer Wirkung in der Schwangerschaft und Stillzeit erforscht sind, und die Beipackzettel somit nicht immer eine verlässliche Aussage geben können. 
 Online-Recherche bei Embryotox: Zuverlässige Informationen für schwangere Frauen 
 Das  Berliner Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie  (kurz: Embryotox) ist ein öffentlich gefördertes Institut der Charité, das bereits die Wirkstoffe zahlreicher Medikamente analysiert hat und die Ergebnisse auf dem zugehörigen Internetportal www.embryotox.de bereitstellt, das fortlaufend aktualisiert wird. 
 Auf Embryotox können sich behandelnde Ärzte und schwangere Frauen mithilfe einer praktischen Suchfunktion über die Risiken von Medikamenten während der Schwangerschaft und Stillzeit informieren und etwaige Zweifel bequem per Online-Recherche ausräumen. Sollten Sie bereits ein Arzneimittel eingenommen haben und Bedenken wegen möglicher Folgen haben, finden Sie hier die nötigen Informationen. 
 
   Wichtig:&amp;nbsp; Bedenken Sie, dass eine Online-Recherche niemals einen Arztbesuch ersetzen kann und Sie selbst das Risiko für die Einnahme von Arzneimitteln tragen. Außerdem sollten Sie stets Ihre individuelle Verträglichkeit beachten – ein Medikament, das andere Schwangere gut vertragen, eignet sich nicht automatisch für alle schwangeren Frauen. 
 
 Die wichtigsten Schmerzmittel im Überblick 
 Paracetamol 
 Paracetamol ist oft das Schmerzmittel erster Wahl. Auch in der Schwangerschaft gilt der Wirkstoff Paracetamol als unbedenklich, um Schmerzen zu lindern und Fieber zu senken. Jedoch sollte auch hier stets der Leitsatz „So viel wie nötig, so wenig wie möglich.“ berücksichtigt werden. 
 Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin) 
 Sofern nicht vom Arzt in geringer Dosierung verordnet, sollten schwangere Frauen den Wirkstoff Acetylsalicylsäure meiden. Anders als Paracetamol kann Acetylsalicylsäure das Risiko von Komplikationen drastisch erhöhen, insbesondere ab der 28. Schwangerschaftswoche. 
 Ibuprofen 
 Bis zur 28. Schwangerschaftswoche kann Ibuprofen zur Schmerz- und Entzündungsbekämpfung in der Regel bedenkenlos eingenommen werden. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sollte auf die Einnahme von Ibuprofen ebenso wie auf die Einnahme anderer nicht-steroidaler Antirheumatika verzichtet werden, weil sie Herz und Niere des Kindes schädigen können. 
 Unser Tipp für Ihre Schwangerschaft: Femibion und Elevit 
 Um eine bedarfsgerechte Versorgung während der Schwangerschaft sicherzustellen, möchten wir Ihnen bewährte Präparate wie  Femibion und Elevit  ans Herz legen. Diese Produkte gehören nicht zu den risikoreichen Medikamenten, sondern begleiten Sie als sichere Supplemente zuverlässig durch die Schwangerschaft – vom Kinderwunsch über die ersten Schwangerschaftswochen bis hin zu Geburt und Stillzeit. Die ausgewählten Präparate enthalten selbstverständlich nur das Beste für Sie und Ihr Kind und versorgen Sie mit allen wichtigen Nährstoffen wie Folsäure, Folat, Zink und Calcium, die Sie und Ihr Kind in dieser Zeit brauchen. 
 Alles Gute für Sie und Ihr Kind 
 Wir hoffen, dass wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft und Stillzeit beantworten konnten. Für die verbleibenden Schwangerschaftswochen und die Geburt wünschen wir Ihnen alles Gute. Genießen Sie die wunderbare Zeit bis zum Geburtstermin, freuen Sie sich auf das bevorstehende Leben mit Ihrem Kind und all die Abenteuer, die Sie gemeinsam erleben werden – dann verblassen kleinere Beschwerden möglicherweise wie von selbst … 
  Tipp:  Wer sich bewusst auf die schönen Dinge im Leben konzentriert, schult die Wahrnehmung des Positiven, wodurch negative Erfahrungen und sogar Krankheitssymptome wie leichte Schmerzen an Gewicht verlieren können. Probieren Sie es aus! 
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 Bildquelle: Pixabay 
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            <title type="text">Alkoholkonsum in der Schwangerschaft: Das sollten werdende Mütter wissen</title>
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                 So schwer kann Alkohol den Fötus schädigen 
 Während der Schwangerschaft gilt für Schwangere ein ungeschriebenes Gesetz: Finger weg vom Alkohol. Denn der Fötus kann schon durch minimale Mengen Alkohol im Mutterleib schwer geschädigt werden. Jedes Glas Alkohol, das die Mutter trinkt, kann beim Nachwuchs bleibende Schäden verursachen. Es ist eine gesicherte Erkenntnis: Alkoholkonsum in der Schwangerschaft darf nicht sein. Denn schon beim Ungeborenen kann es durch geringfügigen Alkoholgenuss zum gefürchteten Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD), auch bekannt als Fetales Alkoholsyndrom (FAS), kommen. 
 In Deutschland kommen jedes Jahr etwa 10.000 Babys auf die Welt, die unter Alkoholschäden leiden. Hinzu kommt jedoch eine hohe Dunkelziffer, da Auffälligkeiten oft nicht dem Missbrauch von Alkohol zugeschrieben werden. Dies hat seine Ursache unter anderem darin, dass betroffene Frauen zu ihrem Alkoholkonsum schweigen – entweder aus Scham oder aufgrund eines fehlenden Bewusstseins. Diese Kinder haben es häufig deutlich schwerer im Leben, wodurch sich letztlich auch die Eltern mit mehr Problemen bei der Erziehung konfrontiert sehen. 
 Wenn Sie Ihr Kind lieben, wenn Sie wollen, dass es gesund zur Welt kommt – dann verzichten Sie in der Schwangerschaft zu 100 Prozent auf den Genuss von Alkohol: Kein Glas Bier, Wein oder Schnaps, und auch keine mit Alkohol gefüllte Pralinen. Hier lesen Sie, welche Auswirkungen FAS für die ganze Familie haben kann und wie Sie sich helfen können, wenn Sie Schwierigkeiten haben, den Konsum zurückzufahren. 
 Alkohol während der Schwangerschaft kann Missbildungen begünstigen 
  Alkohol in der Schwangerschaft kann beim Kind alkoholbedingte Fehlbildungen verursachen, die das Aussehen des Kindes mitunter stark beeinträchtigen können. So kann Alkoholkonsum in der Schwangerschaft die Gesichtszüge des Kindes deformieren, die sich während des dritten und vierten Schwangerschaftsmonats beim Fötus ausbilden.  
 Das Ungeborene kann somit unter anderem diese Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild erleiden: 
 
 eine schmale Oberlippe 
 sehr kleine Augen 
 Fehlen der typischen Rinne zwischen Nase und Oberlippe 
 kleine, in großem Abstand zueinander stehende Zähne 
 speziell geformte und tief sitzende Ohren 
 
 &amp;nbsp; 
 Deshalb empfehlen die Ärzte: Verzichten Sie auf den Konsum von Alkohol, um das FAS im körperlichen Bereich zu vermeiden. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die neun Monate der Schwangerschaft, sondern auch für die Zeit, in der Sie Ihr Kind stillen. Einigen Müttern mag dies wie eine „lange Durststrecke“ vorkommen; stellen Sie sich aber unbedingt die Frage, ob diese Zeitspanne im Vergleich zur gesamten Lebenszeit des Kindes nicht doch rasend schnell vorüber sein wird. Denken Sie immer daran, dass die Gesundheit Ihres Kindes diesen Verzicht definitiv wert ist. 
 Geschädigte Kinder können sich nichts merken 
 Andere Schädigungen sind aber oft nicht sofort erkennbar, sodass es noch etliche Jahre nach der Geburt dauern kann, bis das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) festgestellt wird. Beispiele für Symptome möglicher Alkoholschäden im neurologisch-kognitiven Bereich: 
 Die betroffenen Kinder sind zappelig, können sich schlecht konzentrieren und lassen sich leicht ablenken. Dieses Verhaltensbild wird zum Teil irrtümlich als ADHS diagnostiziert und dann falsch behandelt. 
 Wenn der Fötus durch Alkohol geschädigt wurde, dann hat dies möglicherweise überdies eine erweiterte Zutraulichkeit zur Folge, jedoch leider auch eine erhöhte Naivität und Verführbarkeit. Eine Abgrenzung gegenüber Fremden geschieht nicht, das gesunde Misstrauen ist nur gering entwickelt. 
 Sehr schlecht ist es meist um die Lernfähigkeit schwer alkoholgeschädigter Kinder bestellt: Sie können sich auch die einfachsten Dinge nicht merken. Sie lernen so gut wie gar nicht aus gemachten Fehlern und können deshalb keine Erfahrungen sammeln. In ganz schlimmen Fällen äußern sich Lernschwierigkeiten bei durch den Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft geschädigten Kindern darin, dass sie für das Erlernen einfachster alltäglicher Dinge viel länger brauchen als gesunde Altersgenossen. 
 Jedes Glas Alkohol schädigt die Zellen des Embryos 
 Erleidet der Fötus im Mutterleib Schäden durch den Alkoholgenuss der Mutter, dann können diese nach der Geburt nur selten behoben werden. So kommt es zur Schädigung: Der Blutalkohol der Mutter verhindert beim Embryo die Teilung von Zellen, unterbricht die Vernetzungen der Zellen und zerstört bereits fertig ausgebildete Zellen. Dadurch wird vor allem das Gehirn geschädigt. Ein ungeborenes Kind kann mit Alkohol nicht fertig werden, ihn nicht verarbeiten, sein Körper und der gesamte Organismus werden regelrecht vergiftet.&amp;nbsp; Die im Mutterleib entstehenden Schädigungen sind irreparabel und bleiben ein Leben lang.  
  Die Folgen: &amp;nbsp; Im schlimmsten Fall kann eine ständige Betreuung notwendig werden, da es sich im modernen Leben nicht zurechtfindet. Deshalb darf es für eine Schwangere nach heutigem Wissen nur eine Maxime geben: Kein Glas Alkohol in der Schwangerschaft  – &amp;nbsp;dem Kind zuliebe.  
 Frauen mit Kinderwunsch sollten dem Alkohol daher schon direkt zu Beginn ihrer Bemühungen, schwanger zu werden, den Rücken kehren. Doch was, wenn Sie getrunken haben und erst anschließend von der Schwangerschaft erfahren? Im Normalfall müssen Sie sich keine Sorgen um die Entwicklung des Kindes machen, wenn der Alkoholgenuss in die ersten 14 Tagen nach der Befruchtung gefallen ist.  Denn:  Eizellen, die im frühen Stadium geschädigt werden, stößt der Köper im Regelfall ab. Wenn Sie Alkoholikerin sind oder wenn Sie aus anderen Gründen mehr als zwei Wochen lang viel und regelmäßig Alkohol konsumiert haben, suchen Sie sich bitte fachkundige Hilfe. Bei Ihrem Gynäkologen können Sie Informationen darüber einholen, ob Untersuchungen rund um eventuelle Schädigungen möglich sind und inwiefern die Diagnostik Störungen überhaupt aufdecken kann. 
 Den Konsum in der Schwangerschaft kontrollieren: Gar nicht so leicht? 
 Gehören Sie zu den Frauen, für die ein Glas Rotwein zur abendlichen Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag gehört? Oder ist für Sie ein gutes Essen erst dann perfekt, wenn ein edler Tropfen dazu serviert wird? Dann ist es gar nicht so einfach, ab Bekanntwerden der Schwangerschaft den Alkoholkonsum komplett einzustellen. Vielleicht haben Sie sich bereits nach Alternativen umgesehen, um ohne große Umstellungen in Ihre mehrmonatige Abstinenz einsteigen zu können? Das sollten Sie über die typischen Ausweichgetränke wissen: 
 Die alkoholfreien Varianten 
 Dass es Bier, Sekt und Wein ohne Alkohol im Supermarkt zu kaufen gibt, ist vielen bekannt. Ist Ihnen aber bekannt, dass auch diese Getränke Restalkohol enthalten? Das hat seinen Grund darin, dass nach deutschem Lebensmittelrecht ein Produkt als alkoholfrei verkauft werden darf, wenn es weniger als 0,5 % Alkohol enthält. Solche Getränke sollten Sie also während der Schwangerschaft nur in Maßen zu sich nehmen, etwa wenn Sie zu einer besonderen Gelegenheit mit einem kleinen Schuck anstoßen wollen. Fällt es Ihnen schwer, Ihre täglichen Rituale aufzugeben? Dann fragen Sie im Spezialitätenhandel nach Produkten, die komplett entalkoholisiert worden sind. Diese sind tatsächlich mit einem 0 % Alkohol Label gekennzeichnet und erlauben im Produktbeschreibungstext auch Schwangeren explizit den Genuss. 
 Klassische Fruchtsäfte 
 Ein hochwertiger, nicht ganz so süßer Fruchtsaft oder eine prickelnde Bio-Limonade kommen ebenfalls als Ersatz für das Glas Sekt oder Wein in Betracht. Doch auch hier sollten Sie wissen, dass solche Getränke geringe Mengen von (natürlichem) Alkohol enthalten. Meist handelt es sich jedoch um weniger als 0,3 Volumenprozent, die bei maßvollem Genuss als unbedenklich eingestuft werden. Traubensaft allerdings muss hier gesondert genannt werden, da Trauben stärker gären als anderes Obst und so – wenn auch selten – ein Alkoholgehalt von bis zu 1 % erreicht werden kann. Wenn Sie also als Schwangere zu Säften greifen, so sehen Sie von übermäßigem Konsum ab und trinken Sie nicht mehr als ein Glas pro Tag. Dies gilt aber schon wegen des hohen Zuckergehalts ohnehin als Konsens für eine gesunde Ernährung. 
 „Versteckte Prozente“ in Arznei und Lebensmitteln 
 Abgesehen von Getränken ist Alkohol auch in vielen Speisen enthalten, in denen man ihn zunächst gar nicht vermuten würde. Handelt es sich bei der Rot- oder Weißweinsauce oder dem Weinsauerkraut noch um ziemlich offensichtliche Beispiele, ist gerade bei Süßspeisen wie Törtchen, Eiscreme oder sogar Schokoriegeln Vorsicht geboten. Haben Sie während Ihrer Schwangerschaft also ein Auge auf die Inhaltsstoffe von Fertigprodukten und fragen Sie als Gast im Restaurant oder bei Freunden im Zweifelsfall nach. Denn: Je nach Garzeit hat sich der Alkohol noch nicht komplett verflüchtigt. Sagen Sie lieber einmal mehr „nein“, auch wenn die Menschen in Ihrem Umfeld sich verständnislos zeigen. 
 
  Tipp:  Versteckter Alkohol kann auch in Medikamenten wie Hustensaft etc. vorkommen. Deswegen und weil viele Arznei-Wirkstoffe sich negativ auf die Entwicklung des Ungeborenen auswirken können, sollten Sie nicht leichtfertig zu Schmerzmitteln, Hustenstillern &amp;amp; Co. greifen, wenn Sie schwanger sind. 
 Sprechen Sie vorher immer mit Ihrem Arzt oder probieren Sie, mit alten Hausmitteln Linderung zu erreichen. 
 
 Klarkommen ohne Alkohol – Tipps für die Schwangerschaft 
 Am besten ist es also, wenn Sie sich baldmöglichst Strategien überlegen, die den Wunsch nach Alkoholkonsum ausbremsen können. Experimentieren Sie als Ersatz zu den Mahlzeiten beispielsweise mit bisher unbekannten Getränken, etwa verschiedenen Teesorten, die man gut gekühlt oder auch warm trinken kann. Es gibt so viele Tees, dass Sie locker in jeder Schwangerschaftswoche einen neuen testen können. Oder probieren Sie trendige Rezepte rund um „Fruit Infused Water“, zum Beispiel: 
  Variante 1:  Zwei Tassen mit gewürfelter Wassermelone (ohne Rinde) und 1 Bund Basilikum in ein Glas mit etwa 3,75 Liter Wasser geben. 
  Variante 2:  15 klein geschnittene, frische Erdbeeren und Scheiben einer Bio-Zitrone (mit Rinde) in ein Glas mit etwa 2 Liter Wasser geben. 
 Um alkoholfrei entspannen zu können, könnten Sie ein Anti-Stress-Bad nehmen, spazieren gehen, eine unterhaltsame Serie gucken oder einen Plauderabend mit der besten Freundin einschieben. Auch ein positives Mindset ist unbedingt empfehlenswert: Denken Sie täglich daran, warum Sie aufgehört haben zu trinken und welche Vorteile dies für das Ungeborene mit sich bringt. Informieren Sie sich in diesem Zusammenhang genau über die Folgen des Fetalen Alkoholsyndroms für Ihr Kind und letztlich auch für Sie; zum Beispiel, indem Sie Erfahrungsberichte lesen. 
 Bleiben Sie auch beim Ausgehen während der Schwangerschaft auf der sicheren Seite, indem Sie vorher schon Fallstricke durchspielen, die auf einer Party oder in der Disco lauern können. Auf diese Weise ist es möglich, vorbereitet und gestärkt in die Situation zu gehen und nötigenfalls Ihren Standpunkt contra Alkoholkonsum in der Schwangerschaft deutlich auszusprechen. Denken Sie daran: Das Bagatellisieren von Alkohol ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet, aber Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig, wenn Sie sich bewusst dagegen entscheiden – außer sich selbst und Ihrem Nachwuchs. 
 Übrigens können der Vater und die erweiterte Familie der Frau während der Schwangerschaft durch gutes Beispiel beistehen: Während dieser Zeit könnten enge Bezugspersonen ebenfalls auf den Konsum von alkoholischen Getränken verzichten. Wenn Sie ein werdender Vater sind, dann zeigen Sie Ihrer Frau, dass Sie sich freuen, dass Sie stolz auf die werdende Mutter sind, und vermeiden Sie Situationen, die zum Alkoholgenuss verleiten könnten. Fordern Sie niemals zum Trinken auf, sondern steigen Sie bestenfalls auch um auf Fruchtsäfte, auf Schorle, auf einen Früchtepunsch etc. 
  Achtung:  Wenn Sie merken, dass Ihnen der konsequente Verzicht auf Alkohol sehr schwer fällt oder gar nicht gelingt, suchen Sie bitte schnellstmöglich Hilfe bei Ihrem Vertrauensarzt. Sie sind damit nicht allein und es gibt überhaupt keinen Grund, sich dafür zu schämen, das Thema Alkoholkonsum offen anzusprechen! Seien Sie unbedingt ehrlich zu sich selbst und horchen Sie in sich hinein. Sätze wie  „Ach, das eine Gläschen ...“  sind ein Warnsignal, das Sie sehr ernst nehmen sollten. Denn: Ihr Baby trinkt   immer   mit und nur 0 Promille garantieren Risikofreiheit bezüglich alkoholbedingter Fehlbildungen. 
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 Bildquelle: Pixabay 
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