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    <updated>2026-08-12T06:34:35+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Tropennächte: Nächtlicher Hitzestress &amp; Schlafqualität</title>
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                                            Sogenannte Tropennächte mit Lufttemperaturen von mehr als 20 °C werden in Deutschland immer häufiger. Die fehlende nächtliche Abkühlung sorgt dafür, dass Innenräume konstant warm bleiben. Das stört den natürlichen Schlafrhythmus und belastet das Herz-Kreislauf-System. Hitzewel...
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                 Tropennächte sind Nächte, in denen die Außentemperatur zwischen 18 und 6 Uhr nicht unter 20 °C fällt. Die fehlende Abkühlung sorgt dafür, dass es in Gebäuden und Wohnräumen sehr warm bleibt. Das erhöht den Hitzestress und verschlechtert die Schlafqualität spürbar. Vielen Menschen fällt es bei hohen Temperaturen deutlich schwerer, einzuschlafen. Wer die Schlafumgebung anpasst, den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt an Hitzetagen im Blick behält und die Warnsignale des Körpers ernst nimmt, kann trotz Hitzebelastung nachts ein wenig besser zur Ruhe kommen. 
 
   Was sind Tropennächte und wie häufig treten sie in Deutschland auf?   
   Was macht Tropennächte so problematisch?   
   Welche Auswirkungen haben Tropennächte auf die Schlafqualität?   
   Nächtliche Hitzebelastung und mentales Wohlbefinden   
   Hitze-Checkliste für eine bessere Schlafqualität in Tropennächten   
   FAQ zu Tropennächten, Hitze und Schlafqualität   
 
   Was sind Tropennächte und wie häufig treten sie in Deutschland auf? 
 Der Deutsche Wetterdienst [1]  und das Umweltbundesamt [2]  definieren Nächte, in denen die Lufttemperatur  zwischen 18 und 6 Uhr  selbst in den kühlsten Stunden  nicht unter 20 °C  fällt, als Tropennächte. Bis in die 1990er-Jahre waren Nächte mit Temperaturen von mehr als 20 °C äußerst selten. Das hat sich im Zeitverlauf geändert. So stellt das Umweltbundesamt fest, dass Tropennächte in den Hitzesommern der Jahre 2003, 2015, 2018 und 2022 verstärkt auftraten [3] . Im Juni 2026 wird das Thema wieder brandaktuell. Laut DWD [4]  war es einer der  wärmsten Junimonate  aufgrund der intensiven und langanhaltenden Hitzewelle Ende des Monats. Meteorologische Daten zeigen, dass Tropennächte in Deutschland immer häufiger auftreten, insbesondere in dicht besiedelten Ballungsgebieten. Diese warmen Nächte setzen das  Herz-Kreislauf-System  unter Stress [5] , denn bei fehlender Nachtabkühlung werden Ruhe und Erholung zu einer absoluten Herausforderung. 
    Was macht Tropennächte so problematisch? 
 Die Temperatur ist ein wichtiger Taktgeber für den  Schlaf-Wach-Rhythmus . Heiße Tropennächte stören diesen temperaturgesteuerten Rhythmus massiv: 
 
  Starke Wärmebelastung:  Wenn sich die Temperatur nachts nicht absenkt, bleibt es in Gebäuden und Wohnräumen warm. Lüften hat keinen spürbaren Effekt. 
  Schlafstörungen:  Bei anhaltender, starker Wärme kann der Tiefschlaf ausbleiben. Erschöpfung, Konzentrationsmangel und ein geschwächtes Immunsystem können die Folge sein. 
  Belastung des Herz-Kreislauf-Systems:  Um seine Kerntemperatur zu senken und Wärme abzugeben, bleibt der Körper nachts aktiver. Das Herz schlägt schneller und die Blutgefäße erweitern sich, weshalb Tropennächte den Kreislauf unter Dauerstress setzen. Eine nächtliche Regeneration ist nicht möglich. 
 
 &amp;nbsp; 
 Unter Hitzestress und fehlenden Ruhephasen leidet vor allem das Herz-Kreislauf-System.  Risikogruppen  wie ältere Menschen, Säuglinge, Kleinkinder und Personen mit chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder Diabetes sollten sich schonen und in  Hitzeperioden mit Tropennächten  besonders auf körperliche Warnsignale achten. 
   Welche Auswirkungen haben Tropennächte auf die Schlafqualität? 
   
 Der Temperaturabfall am Abend ist Voraussetzung dafür, dass der Körper zur Ruhe kommt und das Schlafhormon   Melatonin   produziert. Nachts kühlt sich der Körper um etwa 0,5 bis 1 °C ab, was eine wichtige Grundlage für den Übergang in die Tiefschlafphase ist. Bleibt die Umgebungstemperatur zu hoch, fällt nicht nur das Einschlafen schwer. Die  Tiefschlafphase  verkürzt sich oder bleibt komplett aus. Die Folge: Der Schlaf ist weniger erholsam, da das Herz-Kreislauf-System ohne Pause auf Hochtouren daran arbeitet, die Körperkerntemperatur zu regulieren. Das ist auch ein Grund, weshalb wir bei  Hitzebelastung in der Nacht  am nächsten Morgen mit Müdigkeit und Kopfschmerzen aufwachen. Tagsüber kann sich der fehlende Tiefschlaf mit  Müdigkeit, Konzentrations- und Kreislaufproblemen  bemerkbar machen. Hinzu kommt weiterer Stress, falls die Hitzebelastung tagsüber konstant auf den Körper einwirkt. Hitzewellen mit Tropennächten sind somit eine ernst zu nehmende Belastungsprobe für den Körper! 
    Nächtliche Hitzebelastung und mentales Wohlbefinden 
 Länger andauernde Hitzewellen mit Tropennächten können sich auf die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken. Aufgrund der fehlenden nächtlichen Abkühlung bleibt der  Cortisolspiegel  erhöht. Das  Schlafhormon Melatonin  kann bei einem hohen Cortisolspiegel am Abend nicht optimal wirken. Die Folge ist ein unruhiger oder ausbleibender Schlaf. Am nächsten Morgen setzt sich der Teufelskreis fort. Da das Schlafdefizit den Körper ebenfalls unter Stress setzt, bleibt der  Cortisolspiegel  weiterhin hoch. Da jeder Körper anders auf Hitzestress reagiert, können sich Erschöpfung und Tagesmüdigkeit, aber auch Anspannung,   innere Unruhe  , Gereiztheit und Heißhungerattacken tagsüber bemerkbar machen. Aufmerksamkeit, Leistungsfähigkeit und Gedächtnisleistung leiden ebenfalls. Akut-Maßnahmen wie  Entspannungstechniken und spezielle Atemtechniken  wie die tiefe Bauchatmung können dazu beitragen, Stressreaktionen des Körpers zu mildern. Allgemeine   Tipps zum Durch- und Einschlafen   sind auch während einer Hitzewelle hilfreich. Vermeiden Sie zum Abend hin koffeinhaltige Produkte und verzichten Sie mindestens eine Stunde vor dem Schlafen auf Smartphone und Laptop, da das Blaulicht der Geräte die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt. 
   Hitze-Checkliste für eine bessere Schlafqualität in Tropennächten 
 Kleine Anpassungen in der  Schlaf- und Gesundheitsroutine  können dabei unterstützen, in warmen Nächten besser ein- und durchzuschlafen: 
 
  Schlafumgebung anpassen:  Leichte Bettwäsche aus atmungsaktiven und kühlenden Materialien verwenden oder nur mit einem Bettlaken zudecken. Empfehlenswert sind Naturfasern wie Bambus, Lyocell (Tencel), Leinen, Seide und Baumwolle mit lockerer und luftdurchlässiger Webart. Diese sind atmungsaktiv und erlauben eine optimale Luftzirkulation. 
  Raumtemperatur regulieren:  Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben. Lüften in den kühleren kühlen Morgen- und Abendstunden allein reicht in Tropennächten nicht aus. Deshalb sollte zusätzlich ein Ventilator oder ein Klimagerät zum Einsatz kommen. Elektrogeräte geben Wärme ab. Schalten Sie ungenutzte Geräte daher aus und ziehen Sie den Stecker. 
  Lauwarm Duschen:  Kaltes Duschen sorgt nur anfänglich für einen Frischekick. Aufgrund der Kälte ziehen sich die Blutgefäße schlagartig stark zusammen, sodass angestaute Hitze nicht entweichen kann. Die Folge: wir schwitzen stärker! Eine lauwarme Dusche mit einer Wassertemperatur von ca. 30 °C bis 33 °C ist deutlich kreislaufschonender und verhindert einen unerwünschten „Nachtschwitzeffekt“. 
  Kühlende Gele und Sprays:  Bei langanhaltender Sommerhitze ohne nächtliche Abkühlung weiten sich Blutgefäße. Cremes mit Menthol, Eukalyptus oder Minze kühlen die Haut leicht ab – für schwere Beine ist kühlendes   Venengel   erhältlich. Für einen Frischkick ist es sinnvoll, leicht gekühltes Thermalwasserspray griffbereit auf dem Nachttisch zu platzieren. 
  Ernährung und Flüssigkeitszufuhr optimieren:  Tagsüber stündlich ein Glas Wasser trinken, auch ohne Durstgefühl. Schwere Abendmahlzeiten sind tabu! Leichte Abendmahlzeiten erleichtern das Einschlafen. Verzichten Sie möglichst auf Koffein und Alkohol. 
  Mineralstoffverlust ausgleichen:  Wer viel schwitzt, sollte das Mineral- und Nährstoff-Depot tagsüber oder am frühen Abend wieder auffüllen.   Elektrolyt-Trinkpulver   füllt den Mineralhaushalt auf, während eine Magnesium-Tablette vor dem Schlafengehen nächtlichen Wadenkrämpfen vorbeugt. 
  Sanfte   Schlafhilfen   nutzen:  Pflanzliche Präparate mit Hopfen, Melisse, Baldrian und Lavendel können dabei helfen, das Nervensystem zur Ruhe zu bringen. Produkte mit Melatonin sind ebenfalls hilfreich, wenn das Nervensystem durch Hitze überreizt ist. 
  Raumkühlung mit feuchten Tüchern:  Hängen Sie ein feuchtes, gut ausgewrungenes Bettlaken oder ein dünnes Stofftuch über einen Wäscheständer, um das Prinzip der Verdunstungskälte zur Raumkühlung zu nutzen. Platzieren Sie einen Ventilator so, dass der Luftstrom das feuchte Tuch streift. Da sich dadurch die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöht, kann die Raumtemperatur als wärmer und drückender empfunden werden. Nutzen Sie Methode abends und lüften Sie parallel, damit die Luftfeuchtigkeit niedrig bleibt. 
  Soundscapes zur Entspannung:  Geräusche können dabei helfen, unser Gehirn zu überlisten. Gewitter, Regengeprassel, klirrendes Eis und Meeresrauschen triggern erlernte Assoziationen wie Entspannung, Frische und Abkühlung. Dieser Effekt kann sich auf das Temperaturempfinden auswirken. 
  Autogenes Training zur Stressreduktion:  Hitzestress versetzt das Nervensystem in Alarmbereitschaft. Autogenes Training soll die bewusste Steuerung des vegetativen Nervensystems durch Autosuggestion ermöglichen. Imaginationsübungen und gezielte Atemtechniken helfen, Hitzestress zu reduzieren und vom Stress-Modus in den Ruhe-Modus zu schalten. Das kann die Gefäßregulation, Schweißproduktion und wahrgenommener Hitze positiv beeinflussen. 
 
 &amp;nbsp; 
 
  Hitzenotfall erkennen:   Symptome wie starker Schwindel, Verwirrtheit, ein heißer, roter Kopf oder plötzliches Erbrechen sind medizinische Notfälle. Rufen Sie in dem Fall sofort den Notruf (112)! 
 
 Zusätzlich können kühle Fußbäder oder das Tragen atmungsaktiver Kleidung den Komfort erhöhen und das Einschlafen erleichtern. Auch das gezielte Lüften (wenn möglich  Querlüften! ) in den kühleren Morgenstunden hilft, die Raumluft frisch zu halten und die Wärmeentwicklung in der Nacht zu reduzieren. 
 Einschlaf-Tipp für Hitze-Nächte: Die „Kühlflasche“ fürs Bett 
 Sie können bei der Hitze trotz guter Vorbereitung nicht einschlafen? Zweckentfremden Sie Ihre   Wärmeflasche  ! Befüllen Sie diese mit  kaltem Leitungswasser  und legen Sie sie für ein bis zwei Stunden in den Kühlschrank. Wichtig:  Nicht ins Eisfach , da bei zu starker Kühlung ein gegenteiliger Effekt eintritt. Nehmen Sie die kühlschrankkalte „Kühlflasche“ mit ins Bett und legen Sie sie an Ihre Füße oder auf die Oberschenkel. Da hier große Blutgefäße verlaufen, kühlt das vorbeifließende Blut sanft Ihren gesamten Körper herunter. Der Kreislauf entspannt sich, was den Schlaf fördert. Einen ähnlichen Effekt haben  Wadenwickel  mit feuchten, gut ausgewrungenen Tüchern. 
   FAQ zu Tropennächten, Hitze und Schlafqualität 
 Was sind Tropennächte? 
 Es handelt sich um Nächte mit Temperaturen über 20 °C, die immer häufiger in Deutschland auftreten, besonders in Ballungsgebieten. 
 Warum kann man bei Hitze schlechter einschlafen und durchschlafen? 
 Der Zusammenhang zwischen Körperkerntemperatur und Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin ist entscheidend. Die Körperkerntemperatur muss um ein Grad sinken, damit der Körper in den Schlafmodus wechseln kann. 
 Welche Auswirkungen haben Tropennächte auf Körper und Psyche? 
 Die fehlende nächtliche Abkühlung stört den Schlaf-Wach-Rhythmus. In Tropennächten ist die Tiefschlafphase verkürzt oder bleibt aus. Der nächtliche Hitzestress belastet Herz-Kreislauf-System, erhöht den Puls und verhindert die Regeneration. Tropennächte erhöhen den Cortisolspiegel und beeinträchtigen das mentale Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. 
 Welche Symptome deuten auf eine Überlastung durch Hitzestress hin? 
 Unruhiger Schlaf, starkes Schwitzen, Herzrasen und dumpfe Kopfschmerzen am Morgen sind Überlastungsanzeichen. Kreislaufschwäche und Muskelkrämpfe können mit einem hitzebedingten Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel zusammenhängen. Die Einnahme von Elektrolyt-Präparaten hilft, den Mineralstoffhaushalt wieder aufzufüllen. 
 Welche Menschen sind bei nächtlicher Hitze besonders gefährdet? 
 Risikogruppen wie ältere Menschen, Säuglinge, Kinder, chronisch Kranke, untergewichtige oder übergewichtige Menschen und Schwangere sollten bei andauernden Hitzewellen besondere Schutzmaßnahmen ergreifen. 
 Was kann ich tun, um bei Hitze nachts besser zu schlafen? 
 Leichte, atmungsaktive Bettwäsche aus dünnen Naturmaterialien, der Einsatz von Ventilator oder Klimagerät und lauwarmes Duschen (30 °C - 33 °C) können die Schlafqualität verbessern. Leichte Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und der Verzicht auf Koffein und Alkohol erleichtern das Einschlafen. Melatonin-Produkte und pflanzliche Helfer sind eine sinnvolle Ergänzung. Venengele und Kälte-Kompressen helfen dabei, schwere Beine zu entlasten. 
 &amp;nbsp; 
 
  Weiterführende Informationen   Kartendienst Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD):   https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html   Kartendienst Thermischer Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD):   https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesthermisch/gefahrenindizesthermisch.html  
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise   Fußnoten:   1&amp;nbsp; Vgl. Deutscher Wetterdienst (DWD): „Tropennacht“, in: Wetter- und Klimalexikon, o. J., verfügbar unter: https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&amp;amp;lv2=102672&amp;amp;lv3=102802 (abgerufen am 14.07.2026).   2&amp;nbsp; Vgl. Umweltbundesamt (UBA): „Tropennächte“, in: Glossar, o. J., verfügbar unter: www.uba.de/t120730de (abgerufen am 14.07.2026).   3&amp;nbsp; Vgl. Umweltbundesamt (UBA): „Gesundheitsrisiken durch Hitze“, Aktualisierungsstand: 24.11.2025, online abrufbar unter: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/umwelt-gesundheit/gesundheitsrisiken-durch-hitze (abgerufen am 03.07.2026).   4&amp;nbsp; Vgl. Deutscher Wetterdienst (DWD): „Deutschlandwetter im Juni 2026“, Pressemitteilung vom 29.06.2026, online abrufbar unter: https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2026/20260629_deutschlandwetter_juni_news.html (abgerufen am 03.07.2026).    5&amp;nbsp; Vgl. Robert Koch-Institut (RKI): „Hitze in Deutschland: Gesundheitliche Risiken und Maßnahmen zur Prävention“, in: Journal of Health Monitoring, Jg. 8 (2023), S. 3–34, DOI: 10.25646/11645, online abrufbar unter: https://edoc.rki.de/handle/176904/11262 (abgerufen am 03.07.2026). 
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            <title type="text">Was tun bei Nackenschmerzen? Übungen und Tipps zur Linderung</title>
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                                            Der Nacken schmerzt, Sie können den Kopf kaum noch drehen, beim Autofahren wird es eng, wenn Sie nach hinten schauen wollen - und nachts wälzen Sie sich, weil Ihr Nacken Schmerzen ausstrahlt: Nackenschmerzen sind eine üble Sache. Glücklicherweise gibt es viele Tipps, die zur s...
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                 Rund  jede zweite Frau  und etwa  jeder dritte Mann  in Deutschland hat hin und wieder mit  Nackenschmerzen  zu kämpfen¹ – eine erstaunlich hohe Zahl. Die Gründe dafür sind vielfältig, häufig stecken jedoch  Muskelverspannungen  dahinter. Diese entstehen oft durch eine  ungünstige Schlafposition  oder zu  wenig Bewegung . Die gute Nachricht: Nackenschmerzen lassen sich in vielen Fällen gut behandeln. Mit einfachen Übungen, bewährten Hausmitteln und geeigneten Arzneimitteln können Verspannungen im Nacken meist schnell und effektiv gelindert werden. 
 
   Tipps bei Nackenschmerzen nach dem Schlafen   
   Tipps bei Nackenschmerzen am Arbeitsplatz   
   Einfache Nackenübungen zum Nachmachen   
   Alltagshilfen zur Linderung von Nackenschmerzen   
   Schmerzmittel und medizinische Anwendungen für den Nacken   
   Wann sollte man mit Nackenschmerzen zum Arzt?   
   Warum Nackenschmerzen so oft vorkommen und wodurch sie verursacht werden   
 
   Tipps bei Nackenschmerzen nach dem Schlafen 
 Nach dem Schlafen treten bei vielen Menschen Nackenschmerzen auf. Zum Glück sind die Ursachen dafür meist harmlos und lassen sich mit einfachen Tipps vermeiden. 
   
 
  Ihr Bett spielt eine wesentliche Rolle:  Achten Sie auf ein Kopfkissen mit  ergonomischer Form , damit Ihr Kopf weder zu hoch noch zu tief lagert. Optimal ist es, wenn Kopf und Halswirbelsäule dabei möglichst gerade ausgerichtet sind. Auch die  Matratze  spielt eine wichtige Rolle. Je nach  Körpergewicht ,  bevorzugter Schlafposition  und je nachdem, ob beispielsweise eine  Disposition für Nacken- oder Rückenschmerzen  vorliegt, eignen sich unterschiedliche Modelle. Lassen Sie sich zu  Härtegraden  und  Materialzusammensetzungen  am besten im Fachhandel beraten und achten Sie darauf, dass man Ihnen einen ausreichenden Testzeitraum gewährt. Unabhängig davon sollte eine Matratze regelmäßig ausgetauscht werden. Als Faustregel gilt: Legen Sie sich  nach spätestens 10 Jahren eine neue Matratze  zu. 
  Ihre Schlafposition:  Wie oben erwähnt, sollten Kopf und Halswirbelsäule gerade ausgerichtet werden. Das ist aber etwa für Bauchschläfer nicht möglich – hier sollte die Position ab und an geändert werden, damit der Nacken nicht über längere Zeit verdreht wird und so die Muskulatur nicht einseitig belastet wird. Daher empfiehlt sich für Menschen, die häufig an Nackenschmerzen leiden, öfter eine  Rücken- oder Seitenlage  einzunehmen. Ebenso kann ein  dauerhaft unter dem Kopf angewinkelter Unterarm beim Schlafen  Schulter- und letztendlich auch Nackenschmerzen verursachen. 
  Zugluft kann zu Verspannungen führen:  Undichte oder offene Fenster und Türen können in Ihrem Zuhause  Durchzug  verursachen – wenn der Nacken dann nicht bedeckt ist, wacht man am nächsten Morgen häufig mit einem schmerzenden Nacken auf. Leiden Sie also häufig an Nackenschmerzen, empfiehlt es sich,  Türen und Fenster nachts geschlossen  zu halten, um Zugluft zu vermeiden und beim Einschlafen darauf achten, dass Sie Ihren Nacken zudecken. Wenn Ihre  Decke  nachts häufig  wegrutscht , können  spezielle Clips  helfen, mit denen Sie die Decke am Bettlaken befestigen. Alternativ lohnt sich auch eine  größere Decke  – die Ränder lassen sich dann leichter zwischen Matratze und Bett schieben, sodass sie besser an Ort und Stelle bleibt. Denkbar ist auch das  Tragen eines Oberteils mit weichem Rollkragen . 
 
  Tipp:   Vor dem Schlafengehen  noch einmal  kräftig das Zimmer lüften  und die Heizung auf die Nachtabsenkung einstellen. So bleibt es schön kühl über Nacht, auch wenn Sie das Fenster geschlossen halten, um Durchzug zu vermeiden. 
   Tipps bei Nackenschmerzen am Arbeitsplatz 
   
 Viele Menschen verbringen unter der Woche einen Großteil des Tages  im Sitzen  – im Durchschnitt sind es  rund 10 Stunden . Damit wird heute deutlich mehr gesessen als noch etwa vor 10 Jahren (damals waren es nur ca. 8 Stunden)². Neben  Freizeitbeschäftigungen am Bildschirm  tragen besonders  Bürojobs  dazu bei. Doch nicht nur die lange Sitzdauer ist ein Problem: Eine  ungünstige Sitzhaltung  und  ungeeignete Büromöbel  belasten den Körper zusätzlich. In Kombination mit  zu wenig Bewegung  entstehen so häufig Nackenschmerzen. Um einen steifen Nacken am Arbeitsplatz zu minimieren, haben wir einige Tipps für Sie aufgelistet: 
 
 Um ein ständiges Neigen des Kopfes nach unten zu vermeiden, sollte der  Bildschirm auf Augenhöhe  positioniert werden. Mit einem modernen  höhenverstellbaren Monitor  gelingt dies leicht. Installieren Sie sich alternativ  flexible Monitorarme  oder sorgen Sie für eine  passende Unterlage . Die Maus und die Tastatur sollten so positioniert sein, dass die  Arme entspannt  bleiben und die  Schultern nicht nach vorne gezogen  werden. 
 Außerdem ist es wichtig, ein  Bewusstsein für eine aufrechte Sitzhaltung  zu entwickeln. Der Rücken sollte möglichst gerade bleiben und  nicht ständig in sich zusammensacken . 
 Nutzen Sie einen  ergonomischen Bürostuhl  mit verstellbarer  Nackenstütze , die sich optimal an Ihre Halswirbelsäule anpasst. Experimentieren Sie wenn möglich auch mit Alternativen wie einem  Stehtisch  oder einem  Sitzball , um die Rücken- und Rumpfmuskulatur zu fördern und die Haltung zu verbessern. 
 
   Einfache Übungen zum Nachmachen 
 Verspannungen im Nacken können sich ungünstigen Falls  auf die Schultern ausbreiten  und  bis in den Hinterkopf oder die Arme ziehen . Während einige einen  Druck im Kopf  verspüren, erleben andere ein  Ziehen bis zum Schulterblatt . Darum ist es so wichtig, gegenzusteuern! Mit zwei gezielten einfachen Übungen lassen sich die Beschwerden oft spürbar reduzieren. Das Gute daran: Beide Übungen lassen sich ohne Vorbereitung auch im stressigen Job-Alltag “zwischenschieben” und beliebig oft wiederholen. 
 Übung 1 – Dehnung der kurzen Nackenmuskeln 
   
 
 Nehmen Sie eine aufrechte Sitzposition ein. 
 Falten Sie Ihre Hände und legen Sie diese in Nacken oder am Hinterkopf. 
 Neigen Sie Ihren Kopf nach unten, dabei zeigen die Ellenbogen nach vorne. 
 Üben Sie nun leichten Druck mit Ihren Händen aus. 
 
 Halten Sie die Übung für  60 Sekunden . Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Nacken  nicht überspannen . Bei der Übung sollte ein  leichtes Dehnungsgefühl  entstehen. 
 &amp;nbsp; 
 Übung 2 – Dehnung der seitlichen Nackenmuskeln 
   
 
 Nehme Sie eine aufrechte Sitzposition ein oder stellen Sie sich gerade hin. 
 Greifen Sie nun mit der rechten Hand an Ihren Kopf, sodass Ihre Fingerspitzen Ihr linkes Ohr berühren. Mit Ihrer Hand ziehen Sie nun leicht Ihren Kopf zur rechten Seite. 
 Der linke Arm hängt dabei locker nach unten. 
 
 Halten Sie die Übung für  20 Sekunden  und  wechseln Sie im Anschluss die Seite . Sie sollten Ihren Nacken  nicht überspannen . Bei der Übung sollten Sie eine  Dehnung der seitlichen Nackenmuskeln  spüren. 
  Übrigens:  Wer seinen Nacken regelmäßig dehnt, gezielt kräftigt und insgesamt in Bewegung bleibt, kann Verspannungen oft gut vorbeugen. Schon einfache  Aktivitäten wie Spaziergänge  wirken entspannend und können Beschwerden lindern. Besonders empfehlenswert ist jedoch  Nordic Walking : Durch die Verwendung der Stöcke werden  Schultern und Nacken stärker aktiviert  als beim normalen Gehen. 
 Eine Studie zeigte zudem, dass sich die  Intensität von Nackenschmerzen durch regelmäßiges Nordic Walking senken lässt. ³ Zwar erzielte Krafttraining im Vergleich kurzfristig eine minimal effektivere Schmerzlinderung, langfristig erwies sich Nordic Walking jedoch als nachhaltiger – die Teilnehmenden profitierten nämlich über einen längeren Zeitraum von einer besseren Schmerzreduktion. 
   Alltagshilfen zur Linderung von Nackenschmerzen 
 Neben gezielten Übungen können auch  bewährte Alltagshilfen  helfen, Genickschmerzen und Nackenverspannungen zu lindern. Sie unterstützen die Entspannung der Muskulatur und  fördern die Durchblutung und damit die Beweglichkeit im Nacken . Bei Verspannung und Schmerzen im Nacken empfinden viele Menschen Wärme als besonders angenehm.  Wärmeanwendungen  wie   Nackenwärmflaschen   sowie   Wärmekissen  , sei es elektrisch oder mit Körnern befüllt, können zur Entspannung der Muskulatur und zur Förderung der Durchblutung führen. Auch die Bestrahlung mit einer   Infrarotlampe   kann wohltuend sein. Die tiefenwirksame Wärme kann verspannte Muskeln lockern. Besonders diskret und somit  ideal für den Arbeitsplatz  sind   Wärmepflaster   für Nacken und Schultern. Zuhause kann dann eine  heiße Dusche  oder ein  warmes Bad  sanft Schmerzen lindern. Es gibt viele   Badekristalle   oder   Schaumbäder   speziell für  Muskelverspannungen . 
 Allerdings ist Wärme nicht immer die beste Lösung: Bei  Entzündungen  oder  Schwellungen  kann  Kälte  helfen, Schmerzen zu reduzieren. Am besten greifen Sie in diesem Fall zu einem   Kühlpack   oder  Eisbeutel . Damit die Haut geschützt bleibt, sollte die Kälteanwendung immer in ein  Küchen- oder Handtuch  eingewickelt werden. Auch ein   kühlendes Sport-Gel   kann in einem solchen Fall als wohltuend empfunden werden. 
 Neben Kälte- und Wärmeanwendungen gibt es weitere  Alltagshilfen , die sich im Einsatz gegen Nackenschmerzen bewährt haben: Sehr gut geeignet für den Heimgebrauch sind   Massagebälle   oder auch Massagegeräte wie eine   Massagepistole  , die die Muskulatur angenehm lockern. Empfehlenswert ist, Massageräte zunächst  vorsichtig und mit wenig Druck zu nutzen , bis eine angenehme Intensität gefunden ist. Zu starker Druck kann die Nackenmuskulatur reizen und die Beschwerden verstärken. Leiden Sie unter akuten Nackenschmerzen und haben gerade kein Hilfsmittel zur Hand, kann auch eine Massage mit den Händen wohltuend sein. Vielleicht kann Ihr Partner oder eine vertraute Person die Verspannung vorsichtig lockern – oder Sie versuchen es mit einer sanften  Selbstmassage . 
 Außerdem kann es helfen,  Stressfaktoren  so gut wie möglich zu reduzieren, da Stress häufig zu Muskelanspannungen beiträgt und Verspannungen im Nacken verstärken kann. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich zunächst, die eigenen Stressoren bewusst wahrzunehmen. Zusätzlich können einfache  Übungen zur Stressbewältigung  den Alltag erleichtern und dabei helfen, Nackenverspannungen vorzubeugen. Wenn Sie mehr zum Thema Stressabbau erfahren möchten, lohnt sich ein Blick in unseren   Anti-Stress-Ratgeber  . 
 Wenn Sie häufiger an einem steifen Nacken leiden, kann auch die Anschaffung eines   TENS-Gerätes   sinnvoll sein. Diese Geräte arbeiten mit  elektrischen Impulsen , die die  Weiterleitung von Schmerzsignalen  aus dem Nacken an das Gehirn  hemmen . Dadurch können sie zur Schmerzlinderung beitragen und gleichzeitig Verspannungen lösen, indem sich die Muskulatur im betroffenen Bereich entspannt. Für die Anwendung werden kleine Elektroden im Nackenbereich auf die Haut geklebt und anschließend mit dem TENS-Gerät verbunden. Danach gibt das Gerät die elektrischen Impulse ab. TENS steht für  Transkutane Elektrische Nervenstimulation . 
  Übrigens:    Halskrausen   werden heutzutage nicht mehr bei Nackenschmerzen empfohlen. Das hat den Grund, dass diese die  Muskulatur eher schwächen , statt sie zu stärken. Lediglich bei sehr starken Schmerzen können Halskrausen kurzfristig eingesetzt werden, etwa um eine bestimmte Aufgabe im Alltag oder das Schlafen zu erleichtern. Die Verwendung sollte aber nur nach  Absprache mit einem Arzt oder Physiotherapeuten  erfolgen. 
   Schmerzlindernde Mittel und medizinische Anwendungen 
 Neben praktischen Alltagshilfen gibt es auch verschiedene  Medikamente und Salben  – teils  auf pflanzlicher Basis  –, die sich zur Linderung von Nackenschmerzen bewährt haben. 
 Klassische Schmerztabletten wie   Ibuprofen  ,   Paracetamol  ,   Diclofenac   oder   Acetylsalicylsäure   sind  rezeptfrei erhältlich  und sorgen häufig nach kurzer Zeit für spürbare Erleichterung. 
 Wer  ungern Tabletten  einnimmt, kann alternativ auf   Salben oder Gele   zurückgreifen&amp;nbsp;– etwa   Voltaren  &amp;nbsp;oder   Doc Ibuprofen Schmerzgel  . Viele Betroffene empfinden außerdem Einreibungen mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie  Teufelskralle, Arnika, Brennnessel  oder  Kampfer  als angenehm. Beispiele dafür sind   Tiger Balm   oder   Kytta Schmerzsalbe  . 
  Generell gilt:  Schmerzmittel können dabei helfen, eine  akute Schmerzphase zu überbrücken , idealerweise so, dass Sie wieder in Bewegung kommen und die Ursachen behandeln können. Bei wiederkehrenden oder länger anhaltenden Schmerzen sollte man jedoch einen Arzt aufsuchen. Denn je nach Ursache können auch  verschreibungspflichtige Behandlungen  infrage kommen – zum Beispiel  entzündungshemmende Medikamente  oder  Injektionen , wenn eine entsprechende medizinische Indikation vorliegt. 
 Es gibt noch eine Reihe weiterer Therapiemaßnahmen, die in  spezialisierten Arztpraxen und Einrichtungen  eingesetzt werden können.  Dazu gehören zum Beispiel:  
 
 Akupunktur 
 Physiotherapeutische Übungen 
 Medizinische Massagen 
 Lasertherapie 
 Infrarottherapie 
 Spineliner-Therapie 
 
   Wann sollte man mit Nackenschmerzen zum Arzt? 
 Bei  starken Nackenschmerzen , die  länger als 2 Wochen  anhalten, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Schmerzen sind grundsätzlich ein  Warnsignal des Körpers . Um mögliche Folgeschäden zu vermeiden, ist es daher empfehlenswert, nicht zu lange mit dem Arztbesuch zu warten. 
  In folgenden Situationen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen:  
 
 nach einem Sturz oder Unfall, besonders wenn Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel die Schmerzen begleiten 
 wenn Sie motorische Ausfälle bemerken 
 wenn die Nackenschmerzen mit Begleitsymptomen wie unerklärlichem Fieber, Nachtschweiß und erheblichem Gewichtsverlust auftreten 
 
 Sollten Sie nicht in der Lage sein, selbstständig einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen, dann  rufen Sie umgehend einen Rettungswagen . 
   Warum Nackenschmerzen so oft vorkommen und wodurch sie verursacht werden 
 Viele Menschen leiden heutzutage unter Nackenschmerzen. Die  Ursachen  können dabei sehr  unterschiedlich  sein, doch oft spielt unser  moderner Lebensstil  eine zentrale Rolle. Vor allem  Bewegungsmangel , eine  ungünstige Körperhaltung  mit sich wiederholenden Schulter- und Armbewegungen im Arbeitsalltag sowie  psychische Belastungen  wirken häufig zusammen und verstärken sich gegenseitig. 
 Das RKI untersuchte im Jahr 2020 Rücken- und Nackenschmerzen genauer. Das Ergebnis: Etwa  jede zweite Person  hatte in diesem Jahr  Nackenschmerzen .  Frauen  waren dabei  häufiger  betroffen als Männer.¹ 
 Während körperliche Arbeit früher deutlich anstrengender und bewegungsintensiver war, verbringen heute viele Menschen ihren  Arbeitsalltag überwiegend im Sitzen . Es kommt hinzu, dass der  Kopf immer wieder über längere Zeit nach unten geneigt  wird – vor allem beim Blick aufs Smartphone. Im Schnitt schauen wir  rund vier Stunden täglich  auf unser  Handy .⁴ Dazu kommen  Stress  und  mentale Belastungen , etwa durch hohen Druck im Job, den ständigen Vergleich auf Social Media oder andere Herausforderungen im Alltag. All das kann einen steifen Nacken begünstigen. 
 
  Quellenangaben:  
 ¹ Robert-Koch-Institut. Zuletzt abgerufen am: 02.02.2026. URL: https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/JoHM_S3_2021_Rueckenschmerz_Nackenschmerz.html 
 ² DEVK. Zuletzt abgerufen am: 02.02.2026. URL: https://www.dkv.com/downloads/DKV-Report-2025-Bericht.pdf 
 ³ ÄrzteZeitung. Zuletzt abgerufen am: 02.02.2026. URL: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Nordic-Walking-gegen-Nackenschmerzen-299450.html 
 ⁴ Landesanstalt für Kommunikation. Zuletzt abgerufen am: 02.02.2026. URL: https://www.lfk.de/forschung/mediennutzungsstudien/jim-studie-2025 
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            <title type="text">Was ist besser - Rosskastanie oder Rotes Weinlaub?</title>
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                                            Viele Menschen mit Venenleiden wie schweren Beinen, Schwellungen oder Schmerzen setzen auf pflanzliche Hilfe – besonders Rosskastanie und Rotes Weinlaub gelten als bewährte Mittel. Doch welche Heilpflanze ist die bessere Wahl bei venösen Beschwerden? In unserem Ratgeber erfahr...
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                 Viele Menschen, die unter  Venenleiden  wie  schweren Beinen ,  Schwellungen  oder  Schmerzen  leiden, fragen sich, ob  Rosskastanie  oder  Rotes Weinlaub  besser gegen ihre Symptome hilft. Denn gerade bei leichten bis mittelschweren Symptomen greifen Betroffene gerne auf pflanzliche Präparate mit diesen beiden natürlichen Wirkstoffen zurück. Beide Heilpflanzen kommen in der Pflanzenheilkunde seit Langem zum Einsatz und gelten als bewährte Mittel zur Linderung venöser Beschwerden. Doch worin unterscheiden sich diese Pflanzen, wie wirksam sind sie tatsächlich und welche ist die bessere Wahl? 
 
   Pflanzliche Präparate zur Behandlung von Beschwerden durch Venenleiden   
   Rosskastanie   
 
   Inhaltsstoffe und Nutzen   
   Darreichungsformen   
   Wirksamkeit   
   Hinweise zur Anwendung   
   Mögliche Nebenwirkungen und Risiken   
 
   Rotes Weinlaub   
 
   Inhaltsstoffe und Nutzen   
   Darreichungsformen   
   Wirksamkeit   
   Hinweise zur Anwendung   
   Mögliche Nebenwirkungen und Risiken   
 
   Was ist besser: Rosskastanie oder Rotes Weinlaub   
 
   Pflanzliche Präparate zur Behandlung von Beschwerden durch Venenleiden 
 Venenleiden sind keine Seltenheit: Etwa  20% der Deutschen leiden unter Krampfadern , wobei meist Venen an den Beinen bei Frauen betroffen sind.¹ Während die sogenannten Varizen in schwach ausgeprägter Form noch keine Probleme machen, können sie mit der Zeit immer größer werden und dann eine Vielzahl an Beschwerden verursachen. 
 Dazu gehören zum Beispiel  Krämpfe , ein  Kribbeln  und  Jucken  der Haut,  Spannungsgefühle  und  Schwellungen . Da das Blut aufgrund der angeschwollenen Venen nicht mehr richtig abfließen kann, steigt zudem das  Risiko von Blutgerinnseln , die unter Umständen wiederum lebensgefährliche Folgen haben können. 
 Krampfadern sind eine Zuspitzung der meist erblich bedingten  Venenschwäche  (Veneninsuffizienz), die demnach weit mehr als jede fünfte Person betrifft. Nicht mehr richtig schließende Venenklappen sorgen bei diesem Krankheitsbild dafür, dass der Transport des Blutes in Richtung des Herzens nicht mehr optimal ist. Vielmehr kommt es zu einem  Blutstau  und erhöhtem Druck in den Venen und in der Folge zu einer Ausweitung. Die vor allem abends auftretenden und sich bei Hitze verstärkenden Symptome reichen hier von  geschwollenen  und sich  schwer anfühlenden Beinen  bis hin zu  Schmerzen . Optisch macht sich die Erkrankung oft durch  feine blaurote Linien unter der Haut  (sogenannte Besenreiser) bemerkbar. Für die Behandlung von Venenschwäche gibt es verschiedene Ansätze. Dazu gehören mehr Bewegung, das Hochlagern der Beine und das Tragen von Kompressionsstrümpfen. 
 Neben diesen Maßnahmen greifen viele Betroffene zu  medikamentösen Präparaten , um die Gefäßfunktion zu unterstützen. Medikamente zur Behandlung von chronischer venöser Insuffizienz heißen auch  Phlebotonika . Oft handelt es sich hierbei um  Pflanzenextrakte , die unter anderem die  Venenwände stabilisieren  sollen. Bei der Behandlung chronischer Venenleiden im Rahmen der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) kommen häufig die Wirkstoffe aus Rosskastanie und Rotem Weinlaub zum Einsatz. Zwar können sie Besenreiser oder gar Krampfadern nicht auflösen, aber sie lindern bei vielen Betroffenen die damit einhergehenden Beschwerden auf schonende Weise. 
   Rosskastanie 
 Die  Rosskastanie  (lat. Aesculus) ist ein bis zu 30 Meter hoher sommergrüner Baum, der seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa beheimatet und heute weit verbreitet ist. Er hat zwischen fünf und sieben fingerförmige Fiederblätter mit gesägten Blatträndern. Je zwei bis drei Samen sind von einer grünen, stacheligen Frucht umgeben. Diese öffnet sich gewöhnlich, wenn sie im Herbst vom Baum herunterfällt, und gibt die Samen frei. Für die Herstellung von Venenmitteln nutzt die Medizin meist Samen aus Osteuropa.² 
   Inhaltsstoffe und Nutzen 
 Die  Samen  der Rosskastanie enthalten unter anderem  Saponine , vor allem  Aescine . 
  Aescin  ist der  Hauptwirkstoff  der Rosskastaniensamen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus vielen verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen (Saponinen). Die Medizin setzt Aescin überwiegend zur  Rückbildung  von  Schwellungen  durch  Wassereinlagerungen  ein. Der Wirkstoff soll weiterhin eine leicht  entzündungshemmende Wirkung  haben.³ Die Rosskastanienrinde enthält ebenfalls Aescine.² 
 Bei Venenschwäche finden sowohl die Rosskastaniensamen als auch die Rosskastanienrinde Anwendung. Anerkannt ist der  medizinische Nutzen  aktuell nur bei den Trockenextrakten der  Rosskastaniensamen . Studien wiesen hier eine Verbesserung bei Ödemen, Schmerzen und Juckreiz nach.⁴ 
 Die genaue Wirkungsweise von Rosskastaniensamen ist nicht vollständig bekannt. Studien deuten jedoch darauf hin, dass die Wirkstoffe den  Druck   in  den  Venen , der bei Venenschwäche für die typischen Symptome sorgt,  verringern . Außerdem beeinflussen sie die  Kapillarfiltration , also den  Flüssigkeitsaustritt  aus den Kapillaren  in umliegendes Gewebe .⁵ Daher werden sie von Patienten geschätzt, die unter schweren Beinen, begleitet von Wasseransammlungen, leiden. 
   Darreichungsformen 
 Den in den Rosskastaniensamen enthaltenen  Wirkstoff Aescin  gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen. Dazu zählen: 
 
 Tabletten und Kapseln 
 Salben, Gele, Balsam, Sprays und Schaum 
 Tropfen zum Einnehmen 
 
 &amp;nbsp; 
 In unserer Online-Apotheke finden Sie unter anderem folgende  Präparate mit Rosskastanie  als Wirkstoff: 
 
   Venostasin (als Creme, Gel oder Retardkapseln)   
   Abtei Rosskastanie (Dragees)   
   Röwo Bein und Venen (Balsam)   
 
   Wirksamkeit 
 Für die Bewertung der Wirksamkeit von Rosskastanienextrakt berücksichtigte der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) mehrere klinische Studien, inklusive zweier Meta-Analysen mit Arzneimitteln aus Rosskastaniensamen-Trockenextrakt bei Patienten mit chronischer Venenschwäche. Einige dieser Studien konnten eine Verbesserung der Symptome zeigen. Bei vielen Probanden  verringerten sich die Schwellungen  und auch Symptome wie  Schmerzen  und  Juckreiz  nahmen gegenüber der Placebogruppe ab.⁴ 
 Eine Studie verglich ein aus Rosskastaniensamen gewonnenes Arzneimittel sowohl mit einem Placebo als auch mit Kompressionsstrümpfen. Nach einer zwölfwöchigen Behandlung zeigte sich eine signifikante Reduktion des Beinvolumens um etwa 25 Prozent. Der Effekt entsprach in etwa der  Wirkung der Kompressionsstrümpfe .⁴ 
 Als medizinisch anerkannte Arzneimittel gelten nur Präparate aus den Trockenextrakten der Rosskastaniensamen mit einem standardisierten  Gehalt  von  6,5–10 % Triterpenglykosiden . Als Extraktionsmittel dient Ethanol mit einem Anteil von 40–80 % V/V.⁵ 
 Bei Trockenextrakten mit einem abweichenden Gehalt an Triterpenglykosiden oder Präparaten aus einem anderen Herstellungsverfahren reichen die Studiendaten nicht für eine Klassifizierung als medizinisch anerkannter Wirkstoff aus. Das gilt auch für  Mittel aus der Rosskastanienrinde . Einige Präparate, die aus der Rosskastanie hergestellt werden, gelten aber dennoch als  traditionelle pflanzliche Arzneimittel  und sind gemäß § 39a AMG (Arzneimittelgesetz) als solche eingestuft. Basierend auf langjähriger Erfahrung liegen ihre Anwendungsgebiete beispielsweise bei der Linderung von Symptomen wie  schweren Beinen  und  venösen Beschwerden  im Zusammenhang mit  leichten Durchblutungsstörungen  in den Venen.² 
   Hinweise zur Anwendung 
 Die empfohlene Einnahme eines Trockenextrakt-Präparats mit Rosskastaniensamen als Wirkstoff erfolgt  oral  und bei standardisierten Arzneimitteln  zweimal täglich . Laut HMPC (Committee on Herbal Medicinal Products) kann es  mindestens vier Wochen  dauern, bis die erwünschte  Wirkung  eintritt.⁵ Eine dauerhafte Einnahme ist unter Absprache mit einem Arzt möglich. 
  Salben, Gele  oder  Sprays  dürfen in der Regel  mehrmals täglich  auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden. Achten Sie dabei aber unbedingt auf die  Anwendungshinweise  in der Packungsbeilage oder Produktbeschreibung. 
   Mögliche Nebenwirkungen und Risiken 
 Präparate mit Rosskastanie dürfen nicht angewendet werden, wenn eine  Überempfindlichkeit  gegenüber einem der enthaltenen Wirk- oder Hilfsstoffe besteht. Folgende mögliche  Nebenwirkungen  können bei der Einnahme von Venenmitteln mit Trockenextrakten aus den Samen der Rosskastanie: 
 
 Magen-Darm-Beschwerden 
 Kopfschmerzen 
 Schwindel 
 Juckreiz 
 Allergische Reaktionen 
 
 &amp;nbsp; 
 Informationen zur Häufigkeit dieser Nebenwirkungen liegen nicht vor. Aufgrund der unzureichenden Studienlage ist die Anwendung nur für Personen ab 18 Jahren als sicher deklariert.  Schwangere und stillende Mütter   sollten  ebenfalls auf die Verwendung von Rosskastanienextrakt  verzichten , da hier zu wenige Daten hinsichtlich der Sicherheit zur Verfügung stehen. 
 Laut HMPC ist Vorsicht geboten, wenn bereits vor Behandlungsbeginn Symptome wie  Hautentzündungen, akute Thrombosen, starke Schmerzen  oder eine  plötzliche Schwellung  eines oder beider Beinen vorliegen.⁵ Sollte dies zutreffen, sollten Sie vor der Anwendung einen Arzt aufsuchen. Auch wenn sich die ursprünglichen Beschwerden während der Behandlung verschlimmern oder sich Anzeichen für eine Hautinfektion zeigen, ist ebenfalls ein Arzt oder ein Pharmazeut zur Abklärung zu kontaktieren. 
 Risiken durch Überdosierungen oder Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen sind nicht bekannt. 
   Rotes Weinlaub 
 Rotes Weinlaub bezeichnet die  Blätter der Weinrebe  (lat. Vitis vinifera). Hierbei handelt es sich um eine kletternde Holzpflanze, die ursprünglich im Kaukasus beheimatet war. Für die Weinproduktion wird die Pflanze mittlerweile fast weltweit kultiviert. Die Blätter sind rund bis herzförmig mit unregelmäßig gezähntem Rand und je nach Sorte fünf- bis siebenlappig. Für  medizinische Zwecke  kommt die Kulturvarietät  „Vitis vinifera var. Tinctoria“  zum Einsatz, die sich anhand ihrer roten Blätter und der roten Beeren mit rotem Fruchtfleisch identifizieren lässt. Zur Herstellung von Präparaten mit Trockenextrakt aus rotem Weinlaub erntet man die Laubblätter der Weinrebe während oder kurz nach der Weinlese. Anschließend erfolgt eine sorgfältige Trocknung und Weiterverarbeitung. In Apotheken stammt Rotes Weinlaub in der Regel aus südeuropäischen Anbaugebieten.⁷ 
   Inhaltsstoffe und Nutzen 
 In den  Blättern  des  Roten Weinlaubs  befinden sich folgende  Inhaltsstoffe : 
 
 Flavonoide, z.B. Quercitin, Rutin und Kaempferol 
 Gerbstoffe 
 Anthocyane (Pflanzenfarbstoffe) 
 Phenolcarbonsäuren⁷ 
 
 &amp;nbsp; 
 Für die positive Auswirkung auf die Venenfunktion scheinen vor allem die  Flavonoide  verantwortlich zu sein, die etwa vier bis fünf Prozent der Weinlaubblätter ausmachen. 
  Die   Inhaltsstoffe   der Blätter des Roten Weinlaubs haben folgende   Wirkungen  , die zu einer   Verbesserung der Beschwerden   durch Venenleiden beitragen können:  
  Entzündungshemmung:  Reduzierung der entzündlichen Prozesse in den Venen 
  Gefäßschutz:  Stärkung und Abdichtung der Venenwände 
  Reduktion von Ödemen:  Linderung von Schwellungen durch die Verringerung der Durchlässigkeit der Kapillaren 
  Antioxidative Wirkung:  Stabilisierung der Venen durch das Abfangen freier Radikale 
  Thrombozytenaggregation:  Hemmung der Verklumpung von Blutplättchen, wodurch sich Blutgerinnsel (Thrombosen) nicht mehr so leicht bilden können. 
   Darreichungsformen 
 Rotes Weinlaub gibt es in Form von standardisierten Fertigarzneimitteln als  Kapseln, Dragees  oder  Tabletten  zu kaufen. Tabletten bestehen oft aus pulverisierten roten Weinrebenblättern. Für andere Präparate verwendet man die Trockenextrakte der Pflanzenteile. Als Auszugsmittel für das Trockenextrakt dient Wasser. 
 Für die  äußerliche Anwendung  bietet der Handel  Salben  und  Cremes  aus verdickten Extrakten des Roten Weinlaubs an. 
 Ebenso lässt sich  Tee aus den Blättern  der roten Weinrebe zubereiten. Hier empfiehlt sich, 3 bis 6 g fein geschnittener Blätter mit etwa 150 ml kochendem Wasser zu übergießen. Die  maximale Tagesdosierung  liegt bei  10 bis 20 g .⁷ 
 In der Apotheke sind beispielsweise folgende Präparate mit Rotem Weinlaub als Wirkstoff erhältlich: 
 
   Antistax bzw. Antistax extra (als Venencreme oder Filmtabletten)   
   Antiveno (Filmtabletten)   
   Rotes Weinlaub Gel vom Pullach Hof   
 
 &amp;nbsp; 
   Wirksamkeit 
  Medizinisch anerkannt  ist die Wirkung von Roten Weinlaub in Form von  Trockenextrakten .⁸ Die  Wirksamkeit  und Sicherheit der Anwendung von Rotem Weinlaub bei  chronischen Venenleiden  ist durch Studien innerhalb der EU wissenschaftlich belegt. Einige Studien wiesen auf eine Verbesserung der Symptome hin, einschließlich einer  Verringerung von Beinschwellungen .⁹ 
 In anderen Herstellungs- und Darreichungsformen ist die Wirkung von Rotem Weinlaub nicht medizinisch anerkannt.  Pulverisiertes  oder  geschnittenes Weinlaub  sowie Präparate zur äußeren Anwendung gelten jedoch immerhin als  traditionelles pflanzliches Arzneimittel  gemäß § 39a AMG. Die Empfehlungen zur Einnahme basieren auf der sicheren Anwendung über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren bei Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden und brüchigen Kapillaren.⁷ 
   Hinweise zur Anwendung 
 Betroffene von chronischen Venenleiden können Trockenextrakt-Präparate mit Rotem Weinlaub  über einen Zeitraum von zwölf Wochen  einnehmen, sofern keine Komplikationen auftreten. Eine längere oder dauerhafte Behandlung ist nach Absprache mit einem Arzt möglich. Das HMPC weist darauf hin, dass es  zwei bis drei Wochen  dauern kann,  bis die Wirkung  von Präparaten mit Rotem Weinlaub eintritt.⁸ 
   Mögliche Nebenwirkungen und Risiken 
 Präparate, die Rotes Weinlaub enthalten, bergen das Risiko einer  allergischen Überempfindlichkeit  gegenüber einem ihrer Wirkstoffe. Zu den möglichen  Hautreaktionen  gehören Rötungen und Juckreiz. Ebenfalls können Beschwerden wie  Übelkeit, Kopfschmerzen  und  Magen-Darm-Probleme  auftreten. Die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen ist bislang nicht dokumentiert. 
 Da bisher zu wenig Daten für die Sicherheit vorliegen, empfiehlt das HMPC entsprechende Präparate  nur bei erwachsenen Personen über 18 Jahren  anzuwenden. Aus demselben Grund  rät  das HMPC  davon ab , Rotes Weinlaub während der  Schwangerschaft  oder der  Stillzeit  einzunehmen. 
 Falls Betroffene einer Venenschwäche unter einem der  folgenden Symptome  leiden, sollten sie vor der Anwendung von Rotem Weinlaub einen Arzt aufsuchen: 
 
 Entzündungen der Haut 
 Thrombophlebitis (akute Thrombose) oder Verhärtungen der Unterhaut 
 starke Schmerzen 
 Geschwüre 
 plötzliche Schwellungen der Beine 
 Herz- oder Niereninsuffizienz 
 
 &amp;nbsp; 
 Derzeit sind  keine Wechselwirkungen  mit anderen medizinischen Präparaten bekannt. Fälle von Überdosierungen und damit einhergehenden Komplikationen sind ebenfalls nicht registriert.⁸ 
   Was ist besser: Rosskastanie oder Rotes Weinlaub? 
 Präparate mit den Trockenextrakten aus Rotem Weinlaub und den Samen der Rosskastanie haben  beide wissenschaftliche belegbare positive Auswirkungen  auf Beschwerden im Zusammenhang mit  Venenleiden . 
 Nach aktueller Studienlage eignen sich daher entsprechende Mittel zur Behandlung von  Venenschwäche  bis hin zu  chronischer Veneninsuffizienz . 
 Die Wirksamkeit beider Arzneimittel ist laut den Experten der medizinischen Gesellschaft „European Society for Vascular Surgery“ (ESVS) als gleichwertig zu betrachten.¹⁰ Auch hinsichtlich der möglichen Nebenwirkungen und Risiken bestehen zwischen den Präparaten kaum nennenswerte Unterschiede. Dennoch kann es bei der Einnahme je nach  individueller Verträglichkeit  zu Nebenwirkungen kommen. Während manche Personen auf Rosskastanie empfindlich reagieren, vertragen andere Rotes Weinlaub weniger gut. Daher kann je nach  persönlicher Situation  und  Reaktion   des Körpers  das eine oder andere Präparat besser geeignet sein. Ein Arzt oder unsere pharmazeutische Beratung hilft Ihnen gerne dabei, das für Sie passende Präparat zu finden. Bei beiden Wirkstoffen können Anwender erst nach einer kontinuierlichen  Einnahme über mehrere Wochen  mit einem  lindernden Effekt  rechnen. Die ESVS empfiehlt die Nutzung von Rosskastanie und Rotes Weinlaub sogar ausdrücklich, da deren Wirksamkeit in Studien nachgewiesen wurde. Die pflanzlichen Venenmittel würden sich insbesondere für Patienten eignen, die sich  gegen eine operative Entfernung der Krampfadern entscheiden  oder die trotz Behandlung noch Beschwerden haben. ⁶  
  Wichtig:  Bei Beschwerden mit müden Beinen oder angeschwollenen Knöcheln können Rotes Weinlaub und Rosskastanie nachweislich Linderung verschaffen. Holen Sie sich  sicherheitshalber zunächst ärztlichen Rat  ein. Das gilt besonders  bei stark ausgeprägten Venenleiden . 
 Die Frage, ob Rosskastanie oder Rotes Weinlaub besser wirkt, lässt sich somit nicht pauschal beantworten. Einige im Handel erhältliche Mittel – insbesondere solche, die äußerlich angewendet, d.h. auf die Haut aufgetragen werden – verwenden  Extrakte beider Pflanzen , manchmal sogar noch mit weiteren Phlebotonika oder anderen Wirkstoffen. 
  Präparate  aus der Apotheke  mit Rosskastanie und Rotem Weinlaub  sind zum Beispiel: 
 
   Herbamedicus Hautbalsam Rotes Weinlaub &amp;amp; Rosskastanien Gel   
   Alpencosmed Rotes Weinlaub Aktiv Balsam   
   Alpenkräuter Balsam   
 
 &amp;nbsp; 
 Weitere   Präparate gegen Venenleiden   finden Sie in unserem Online-Shop. 
 
 ¹ Gesund.bund. Krampfadern. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://gesund.bund.de/krampfadern 
 ² Kooperation Phytopharmaka. Rosskastanie. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://arzneipflanzenlexikon.info/rosskastanie.php 
 ³ Spandidos Publications. Anti-inflammatory effects of escin are correlated with the glucocorticoid receptor. Aufgerufen am: 03.06.2025. URL: https://www.spandidos-publications.com/10.3892/etm.2013.1128 
 ⁴ European medicines agency. Horse-chestnut seed. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-summary/horse-chestnut-seed-summary-public_en.pdf 
 ⁵ European medicines agency. European Union herbal monograph on Aesculus hippocastanum L., semen. Aufgerufen am: 03.06.2025. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-monograph/european-union-herbal-monograph-aesculus-hippocastanum-l-semen-final-revision-1_en.pdf 
  ⁶&amp;nbsp;  Natürlich Medizin. Phytotherapie bei chronischen Venenleiden. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://natuerlich.thieme.de/therapieverfahren/phytotherapie/detail/phytotherapie-bei-chronischen-venenleiden-1678  
 ⁷ Kooperation Phytopharmaka. Weinrebe. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://arzneipflanzenlexikon.info/index.php?de_pflanzen=117 
 ⁸ European medicines agency. European Union herbal monograph on Vitis vinifera L., folium. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-monograph/final-european-union-herbal-monograph-vitis-vinifera-l-folium-revision-1_en.pdf 
 ⁹ European medicines agency. Grapevine leaf. Aufgerufen am 03.06.2025. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-summary/grapevine-leaf-summary-public_en.pdf 
 
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                            <updated>2025-06-04T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Baldrian oder Melatonin: Welcher Wirkstoff hilft besser bei Einschlafproblemen?</title>
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                                            Viele Menschen suchen bei Schlafproblemen nach einer natürlichen Hilfe – besonders Baldrian und Melatonin stehen dabei im Fokus. Doch worin unterscheiden sich die beiden Wirkstoffe, und welches Mittel passt besser zu Ihren Bedürfnissen? Unser Ratgeber beleuchtet die Unterschie...
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                 Viele Menschen leiden unter  Schlafproblemen  und wünschen sich eine erholsame Nacht mit  kurzer Einschlafzeit . Besonders rezeptfreie Mittel wie  Baldrian  oder  Melatonin  stehen oft im Fokus, wenn es darum geht, schneller in den Schlaf zu finden und die Schlafqualität zu verbessern. Doch worin unterscheiden sich diese beiden Wirkstoffe und welcher hilft Ihnen möglicherweise besser? Während Baldrian seit Jahrhunderten als pflanzliche Option genutzt wird, sind Produkte mit Melatonin, welches als körpereigenes Hormon eine direkte Rolle bei der Herstellung des biologischen Tag-Nacht-Rhythmus spielt, vergleichsweise neu auf dem Markt. Wie genau Baldrian und Melatonin jeweils wirken und worauf Sie bei der Einnahme achten sollten, beleuchtet dieser Artikel. 
 
   Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel bei Schlafproblemen   
   Baldrian: Anwendung und Wirkung   
 
   Die Wirkung von Baldrian   
   Anwendungsgebiete   
   Darreichungsformen und Einnahme   
   Neben- und Wechselwirkungen, Gegenanzeigen sowie Warnhinweise   
   Für wen eignet sich Baldrian?   
 
   Melatonin: Anwendung und Wirkung   
 
   Die Wirkung von Melatonin   
   Darreichungsformen und Einnahme   
   Darreichungsformen und Hinweise zur Einnahme   
   Nebenwirkungen und wichtige Hinweise   
   Für wen eignet sich Melatonin?   
 
   Was ist besser: Baldrian oder Melatonin?   
 
   Medikamente und Nahrungsergänzung bei Schlafproblemen 
 Zur Behandlung von Schlafstörungen und der Verkürzung der Einschlafzeit kommen verschiedene Arten von Beruhigungs- und Schlafmitteln infrage.  Rezeptfreie Arzneimittel  bei Ein- und Durchschlafbeschwerden erhalten Sie in Ihrer Apotheke, zum Beispiel Schlafmittel aus der Gruppe der  Antihistaminika  (z.B. Doxylaminsuccinat oder Diphenhydraminhydrochlorid). Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung eines natürlichen Schlafs finden Sie natürlich ebenfalls in der Apotheke, darüber hinaus auch manchmal in der Drogerie. So unter anderem: 
 
   Pflanzliche Schlafmittel   mit Wirkstoffen aus Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen, Lavendel, Goldmohn, Passionsblume oder Melisse 
   Melatonin   (rezeptfrei als Nahrungsergänzungsmittel) 
 
 Viele Menschen, die nach einer Möglichkeit suchen, ihre Schlafroutine zu unterstützen, möchten einen möglichst  „natürlichen“ Weg  gehen und greifen so zunächst einmal auf Präparate mit Heilpflanzen wie Baldrian oder Melatonin zurück. Obwohl die wissenschaftlichen Daten zur Wirksamkeit bisher nicht eindeutig sind, finden die Wirkstoffe in diesem Zusammenhang häufig Anwendung. Im Vergleich zu Schlafmitteln mit synthetischen Wirkstoffen gelten sie in der empfohlenen Dosierung nämlich als  gut verträglich . 
 Stellt sich keine Besserung ein, kann kurzfristig zu den stärkeren Präparaten mit  Doxylamin  und  Diphenhydramin  gegriffen werden. Sie behandeln aber  nur die Symptome  und nicht die Ursache für die Schlafprobleme. Wer über einen längeren Zeitraum unter Ein- oder Durchschlafstörungen leidet, sollte deshalb einen Arzt aufsuchen. 
 Je nach Schweregrad wird der Arzt auch erwägen, verschreibungspflichtige Medikamente wie  Benzodiazepine  oder  Z-Drugs  zu verschreiben. Diese Arzneimittel sind zwar hochwirksam, weisen aber auch Nachteile wie ein  starkes Abhängigkeitspotenzial  und viele  Nebenwirkungen  auf. Weitere verschreibungspflichtige Medikamente gegen Schlafstörungen gehören zu den Gruppen der Antipsychotika und der Antidepressiva. Auch hier spielen die Themen Abhängigkeit und Nebenwirkungen eine nicht geringe Rolle. 
 Vor der Einnahme schlaffördernder Mittel steht allerdings immer die Empfehlung, die eigene  Schlafhygiene zu optimieren . Das bedeutet, dass Sie potenzielle  Störfaktoren ausschalten  und eine  schlaffördernde Abendroutine  etablieren sollten. Essen Sie nicht zu spät, gehen Sie abends keinen aufregenden Tätigkeiten mehr nach und gehen Sie stets zur selben Zeit ins Bett. Sorgen Sie darüber hinaus im Schlafzimmer für eine angenehm kühle Temperatur sowie für ausreichend Verdunklung. Sehen Sie im Bett nicht fern und verbannen Sie Ihr mobiles Endgerät möglichst sogar vom Nachttisch, um der Versuchung zu widerstehen, draufzuschauen. 
   Baldrian: Anwendung und Wirkung 
  Baldrian  (lat.: Valeriana officinalis) gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Die Pflanze wächst vor allem in Europa, Asien und Nordamerika. Pharmazeutische Verwendung finden die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile. Dazu gehören die Baldrianwurzeln, die Wurzelstöcke und die Ausläufer der Pflanze. In der Antike galten Baldrianarten als Mittel gegen Beschwerden wie Harnwegsinfekte und Frauenleiden. Im Mittelalter verwendete man Baldrian unter anderem gegen Magen-Darm-Leiden und Gicht. Ab dem späten 18. Jahrhundert wurde die Valeriana officinalis traditionell dafür verwendet, in Zeiten von Anspannung und Unruhe zu einem Ausgleich beizutragen. 
 Präparate mit Extrakten aus der Baldrianwurzel sind  nicht rezeptpflichtig . Sie lassen sich in Deutschland ärztlich verordnen, aber nicht zulasten der gesetzlichen Krankenkassen. 
   Die Wirkung von Baldrian 
 Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) beurteilt nach aktueller Studienlage, dass  Baldrian den Schlaf leicht zu verbessern  scheint. Extrakte, die mit Ethanol-Wasser (maximal 70 % Ethanol (V/V)) hergestellt wurden, zeigten in kontrollierten klinischen Studien  verkürzte Einschlafzeiten  und eine  verbesserte Schlafqualität. ¹ 
 Kleinere Studien deuten darauf hin, dass Baldrian möglicherweise bei Beschwerden im Rahmen der Wechseljahre unterstützen könnte, doch die derzeitige Evidenz reicht nicht aus, um dies sicher zu bestätigen. Für die Wirkung bei Depressionen, Ängsten, prämenstruellen Beschwerden und Stress gibt es derzeit ebenfalls noch zu wenig gesicherte Daten.² 
   Anwendungsgebiete 
 Die Anwendung von Baldrian Valeriana officinalis basiert auf ihrer traditionell beschriebenen krampflösenden und beruhigenden Wirkung. Viele Menschen nutzen Präparate mit Baldrianextrakt bei  nervös bedingten Schlafproblemen . Ihr Ziel ist es, die Einschlafzeit zu verkürzen und die Qualität des Schlafs auf Dauer zu verbessern. Doch auch unabhängig von der Nachtruhe, kann die Einnahme von Baldrian eine Option sein, etwa wenn tagsüber  innere Unruhe  und  motorische Anspannung  überhandnehmen. 
 Baldrian wird zudem häufig als pflanzliches Mittel in verschiedenen weiteren Bereichen genutzt, so zum Beispiel bei Stimmungsschwankungen, zur Förderung des Wohlbefindens während des Menstruationszyklus oder in den Wechseljahren sowie bei Depressionen und Angststörungen. Die tatsächliche Wirkung für diese Anwendungsbereiche ist nicht wissenschaftlich belegt.² 
   Darreichungsformen und Einnahme 
 Das aus der getrockneten Baldrianwurzel gewonnene Pulver ist vor allem als  Tee  und in Form von  Kapseln ,  Tabletten  und  Tropfen  erhältlich. Einige Spezialshops bieten auch getrocknete Wurzelstücke in geschnittener Form an. Volksversand bietet Baldrian zusätzlich auch als  Dragees ,  Saft  und  Öl  an. Ob pflanzlich basiertes Arzneimittel oder Nahrungsergänzung: Baldrian-Produkte gibt es als  Monopräparat  und als  Kombinationspräparat  mit weiteren Heilpflanzen oder Vitaminen. 
 Beliebte rein auf Baldrian basierende Präparate sind: 
 
   Kneipp Baldrian Nervenkraft Filmtabletten   
   Ratiopharm Baldrian-ratiopharm Tabletten   
   Baldriparan Stark für die Nacht Dragees   
   Schoenenberger Naturreiner Heilpflanzensaft Baldrian   
   Salus Baldrian Tropfen   
 
 Zusammengesetzt mit weiteren Wirkstoffen sind beispielsweise: 
 
   Sedariston-Tropfen  , kombiniert mit Johanniskraut und Melissenblättern 
   Calmalaif überzogene Tabletten  , kombiniert mit Passionsblumenkraut, Weißdornblättern und Schwrznesselkraut 
   Aquilea Schlaf Compact Tabletten  , kombiniert mit Passionsblume und kalifornischem Mohn 
 
 &amp;nbsp; 
 Geschäfte außerhalb der Apotheke verkaufen ebenfalls Präparate mit Extrakten aus der Baldrianwurzel. Wenn Sie Fragen zum Produkt haben oder möglicherweise eine höhere Dosierung wünschen, sind Sie in der Apotheke jedoch besser beraten. Näheres zu Anwendung und Dosierung des von Ihnen ausgewählten Baldrian-Produkts hält der Beipackzettel bereit. Oft sind die Präparate so konzipiert, dass  täglich vor dem Schlagehen  eine Kapsel oder Tablette mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden sollte. Viele Mittel sind schon von Personen  ab 12 Jahren  anwendbar, bis wenige hochdosierte Ausnahmen. 
  Tipp:  Die optimale  Wirkung  von Baldrian tritt erst  nach einer gewissen Zeit der regelmäßigen Einnahme  ein. Hier gibt die europäische Arzneimittel-Agentur beispielsweise einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen an.¹ Ein Gewöhnungseffekt ist nicht zu befürchten. Die Wirkstoffe aus der Baldrianwurzel machen nach derzeitigem Kenntnisstand also  nicht abhängig . Sollten sich Ihre Schlafprobleme darüber hinaus nicht verbessert haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.¹ 
   Neben- und Wechselwirkungen, Gegenanzeigen sowie Warnhinweise 
 Auch pflanzliche Präparate können zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Laut EMA kann es zu Nebenwirkungen wie  Übelkeit, Bauchkrämpfe und anderen Magen-Darm-Beschwerden  im Zusammenhang mit der Einnahme von Baldrianwurzelpräparaten kommen.¹ 
 Patienten sollten auf die Einnahme von Baldrian verzichten, wenn sie sensibel oder allergisch auf den Wirkstoff reagieren oder wenn Leberfunktionsstörungen vorliegen. 
 Kinder unter 12 Jahren sollten Baldrian-Präparate wegen mangelnder Anwendungs- und Sicherheitsdaten nicht einnehmen. Die Verabreichung sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Bei Schwangerschaft oder in der Stillzeit ist der Wirkstoff ebenfalls nicht empfohlen, da keine gesicherten Daten zur Unbedenklichkeit vorliegen. 
 Patienten unter Einfluss von Baldrian-Präparaten sollten weder Kraftfahrzeuge noch Maschinen bedienen, da der Wirkstoff  Schläfrigkeit  und  Benommenheit  auslösen könnte. 
 Von einer Kombination von Baldrian und Alkohol oder anderen Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist abzusehen, da es zu Wechselwirkungen wie Blutdruckabfall und Schwindel führen kann. 
   Für wen eignet sich Baldrian? 
 Baldrian eignet sich traditionell für Menschen, die in herausfordernden oder hektischen Zeiten Schwierigkeiten haben, vor dem Zubettgehen zur Ruhe zu kommen und in der Folge mit  Ein- und Durchschlafschwierigkeiten  zu kämpfen haben. Zudem schätzen Personen Präparate mit Extrakten der Baldrianwurzel, die besonderen Wert auf pflanzenbasierte Arzneimittel und Nahrungsergänzung legen und diese langfristig in ihre alltäglichen Routinen einbinden können. 
 Nach aktueller Einschätzung der EMA vertragen gesunde Menschen die Einnahme von Baldrian gut.¹ Bei Einhaltung der maximalen Tagesdosierung ist das Risiko für Nebenwirkungen oder Komplikationen als gering zu bewerten. Kinder sowie Erwachsene mit Erkrankungen oder einer erhöhten Sensibilität sollten die Einnahme allerdings mit ihrem Arzt absprechen. 
   Melatonin: Anwendung und Wirkung 
  Melatonin  ist ein  körpereigenes Hormon , das der Organismus hauptsächlich in der Zirbeldrüse bildet. Die Aufgabe des Hormons besteht in der Regulation des  Schlaf-Wach-Rhythmus . Eine umgangssprachliche Bezeichnung von Melatonin ist aus diesem Grund „Schlafhormon“. 
   
 Die Ausschüttung von Melatonin steigt bei  zunehmender Dunkelheit  an und signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen. Wird es wieder hell, sinkt der Melatoninspiegel ab und die Serotonin-Produktion nimmt zu, woraufhin der Körper die Aufwachphase einleitet. Tagsüber ist der Melatoninspiegel geringer als in der Nacht. 
 Durch verschiedene Einwirkungen kann sich die natürliche Melatonin-Produktion kurzfristig oder dauerhaft so verändern, dass  Schlafstörungen  entstehen. Typische Betroffene eines zu geringen Melatoninspiegels sind  Schichtarbeiter ,  Reisende  (die mehrere Zeitzonen überqueren) sowie  erblindete und alte Menschen . Zudem hemmen bestimmte Medikamente, Genussmittel und Verhaltensweisen die Melatonin-Ausschüttung. 
   Die Wirkung von Melatonin 
 Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht folgende gesundheitsbezogene Aussagen von Melatonin als zulässig an:³ 
 
 trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei 
 trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen 
 
   Anwendungsgebiete 
 Rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin sind für die Abendroutine beliebt und werden häufig mit dem Ziel verwendet, eine  erholsame Nacht zu fördern  bzw. das  Einschlafen  zu erleichtern. 
 Der Arzt verschreibt höher dosierte Melatonin-Präparate nur an Betroffene bestimmter Schlafstörungen. Dazu zählen: 
 
 Menschen ab 55 Jahren (kurzzeitige Behandlung) 
 Erwachsene mit Jetlag (kurzzeitige Behandlung) 
 
   Darreichungsformen und Hinweise zur Einnahme 
 Während verschreibungspflichtige Melatonin-Präparate in Deutschland lediglich in Tablettenform zugelassen sind, gibt es melatoninhaltige Nahrungsergänzungsmittel unter anderem in Form von  Kapseln ,  Spray ,  Tropfen ,  Pulver  und  Gummidrops . 
 In der Apotheke sind unter anderem folgende rezeptfreie Mono-Präparate erhältlich, die den Wirkstoff Melatonin beinhalten: 
 
   Dr. Theiss Melatonin Einschlaf-Spray   
   Avitale Melatonin Depot Tabletten   
   Microbionic Melatonin Schmelztabletten   
 
 &amp;nbsp; 
 Die meisten rezeptfreien Melatonin-Präparate enthalten eine  Tagesdosis von 1 mg . Es sind aber auch Produkte mit einer leicht höheren Dosis erhältlich und solche mit  zeitlich versetzter Wirkstoffabgabe  (Depot-Effekt). Das Medikament ist je nach Anwendungsfall zwischen zwei Stunden und einer halben Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen, näheres entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage. 
 Wie schon beim Baldrian sind auch Melatonin-Kombi-Präparate erhältlich, die noch weitere schlaffördernde Substanzen enthalten, etwa: 
 
   Hoggar Melatonin Duo Kapseln  , kombiniert mit Lavendelöl, Passionsblumenextrakt und Vitamin B6 
   Medibond Melatoflexx 360 ° Kapseln  , kombiniert mit Melisse, Ashwagandha und Vitamin B6 
   dormiLoges 1 mg Melatonin plus Tryptophan  , kombiniert mit L-Tryptophan und Vitamin B6 
 
 Es gibt derzeit keinen Grund zur Annahme, das Melatonin einen Gewöhnungseffekt hat oder abhängig macht. 
   Nebenwirkungen und wichtige Hinweise 
 Unter anderem folgende  Nebenwirkungen  können laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schon bei einer geringen Melatonin-Dosierung von 1 mg pro Tag oder weniger auftreten:⁴ 
 
 Schwindel 
 Kopfschmerzen 
 Schläfrigkeit 
 Albträume 
 Blutdruckabfall 
 verringerte Aufmerksamkeit 
 Kraftlosigkeit 
 Desorientiertheit und Benommenheit am Morgen 
 verlängerte Reaktionszeit 
 
 &amp;nbsp; 
 Um das Risiko zu minimieren, darf die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge bei Nahrungsergänzung mit Melatonin keinesfalls überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel dienen darüber hinaus nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil. 
 Von einer unkontrollierten Einnahme melatoninhaltiger Nahrungsergänzungsmittel rät das BfR bei Kindern und Jugendlichen sowie Schwangeren, Stillenden und Frauen mit Kinderwunsch ab. Es ist derzeit unklar, ob Melatonin die Fruchtbarkeit herabsetzt.⁴ 
 Generell wird  Schwangeren und Stillenden  zunächst eine  Rücksprache mit dem Arzt  empfohlen. Gleiches gilt bei der Langzeiteinnahme und für Personen, die Medikamente einnehmen. Personen mit einer Leber- und Nierenerkrankung oder einer Autoimmunerkrankung sollten kein Melatonin verzehren. 
 Unter Umständen kann die beruhigende Wirkung von Melatonin-Präparaten bis zum nächsten Tag anhalten. Daher ist es möglich, dass die Fähigkeit  zum Führen eines Kraftfahrzeugs oder anderer Maschinen  durch den Wirkstoff  beeinträchtigt  wird. 
 Nehmen Sie Melatonin also tatsächlich nur vor dem Schlafengehen ein und sehen Sie von der Kombination mit Alkohol ab. 
   Für wen eignet sich Melatonin? 
 Bei gesunden Menschen sorgt die natürliche Melatonin-Produktion des Körpers für einen erholsamen Schlaf dank  kurzer Einschlafzeit.  Daher greifen vor allem Personen auf Melatonin-Präparate zurück, deren natürlicher Schlaf-Wach-Rhythmus (beispielsweise durch Jetlag) aus dem Takt geraten ist. Auch ältere Menschen, deren Melatonin-Produktion im Laufe des Alterns abgenommen hat, verwenden Melatonin mit dem Wunsch, die Einschlafzeit zu verkürzen und die Schlafqualität zu erhöhen. 
 Möchten Sie mehr über   Melatonin   erfahren, können Sie sich vertiefend auch unseren Ratgeber zu diesem Thema durchlesen. 
   Was ist besser: Baldrian oder Melatonin? 
 Ob sich Baldrian oder Melatonin besser bei Schlafproblemen eignet, hängt vom individuellen Anwendungsfall ab. 
 Der Extrakt aus der  Baldrianwurzel  ist eine pflanzliche Substanz, die seit Jahrhunderten traditionell genutzt wird, insbesondere in  stressigen Lebensphasen , die ein Zur-Ruhe-Kommen am Abend erschweren. Die wissenschaftliche Evidenz zur Wirkung ist nicht eindeutig, dennoch wird Baldrian von vielen Menschen als  natürliche Schlafhilfe  geschätzt. Präparate mit Baldrian gelten im Allgemeinen als  gut verträglich . 
  Melatonin  ist ein körpereigenes Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Es kann für Personen sinnvoll sein, die unter  Jetlag  leiden oder ihren Einschlafprozess bewusst unterstützen möchten. Besonders Menschen, die  unregelmäßige Schlafzeiten  haben, wie  Schichtarbeiter  oder  Vielreisende , nutzen es häufig. Auch Melatonin-Präparate gelten im Allgemeinen als recht gut verträglich. 
 Suchen Sie nach einem Mittel, das Ihren  Tag-Nacht-Rhythmus gezielt unterstützt  und Ihnen dabei hilft,  schneller einzuschlafen , könnten Sie die Einnahme von  Melatonin  in Betracht ziehen. Sind Ihre Einschlafprobleme verursacht von  nervöser Unruhe  oder  Anspannung  und ist darüber hinaus das  Durchschlafen  ein Thema bei Ihnen, eignen sich Präparate mit  Baldrian  möglicherweise besser. 
 Wichtig ist auf jedem Fall, dass Sie  keine Überempfindlichkeit  gegen den Wirkstoff haben, sich an die vorgegebenen Dosierungen halten und darüber Kenntnis haben, dass trotzdem Nebenwirkungen auftreten können. Besprechen Sie Ihr Einnahmevorhaben daher besser mit Ihrem Arzt, insbesondere, wenn Erkrankungen vorliegen und regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen. 
  Übrigens:  Betroffene von Schlafstörungen müssen sich nicht unbedingt entscheiden, ob sie Baldrian oder Melatonin einnehmen möchten. Der Handel hält auch Mittel vor, die  beide Wirkstoffe  beinhalten. Diese Präparate enthalten eine Kombination aus Baldrian und Melatonin und ggf. weiteren schlaffördernden Inhaltsstoffen: 
 
   Wick ZzzQuil Gute Nacht Weichgummis   (plus zusätzlich Vitamin B6, Kamille und Lavendel) 
   Lunalaif Guter Schlaf Kombi DEPOT Tabletten   (plus zusätzlich Goldmohn) 
   Oyono Nacht Intens Tabletten   (plus zusätzlich Ashwagandha und Lavendel) 
 
 &amp;nbsp; 
 Weder für Baldrian noch für Melatonin gibt es ausreichende Studien, die eine sichere Einnahme über einen längeren Zeitraum belegen. Bei  chronischen Schlafstörungen  sollte von einer dauerhaften Einnahme dieser Wirkstoffe abgesehen werden. Hier wird eine  ärztliche Abklärung  und Beratung empfohlen. 
 
 ¹ European Medicines Agency. Zuletzt abgerufen am: 01.04.2025. URL: https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-monograph/final-european-union-herbal-monograph-valeriana-officinalis-l-radix_en.pdf 
 ² National Center for Complementary and Integrative Health. Zuletzt abgerufen am: 01.04.2025. URL: https://www.nccih.nih.gov/health/valerian 
 ³ EU Register on nutrition and health claims. Zuletzt abgerufen am: 01.04.2025. URL: https://sinut.it/Download/EasyCms/EFSAeuRegister_72676_74903.pdf 
 ⁴ Bundesinstitut für Risikobewertung. Zuletzt abgerufen am: 01.04.2025. URL: https://www.bfr.bund.de/cm/343/melatoninhaltige-nahrungsergaenzungsmittel-bfr-weist-auf-moegliche-gesundheitsrisiken-hin-2024.pdf 
 
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                            <updated>2025-04-02T15:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Refluthin oder Pantoprazol - welches Mittel bei Sodbrennen?</title>
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                                            Refluthin und Pantoprazol sind beliebte Arzneimittel die gegen Sodbrennen eingesetzt werden. Doch welches Präparat eignet sich am besten für Sie? In diesem Ratgeber erfahren Sie interessante Fakten rund um die Medikamente gegen das saure Aufstoßen.
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                 Sodbrennen beschreibt das  Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre , wo sie die Schleimhaut reizt und schmerzhaftes Aufstoßen und Brennen im Hals verursacht. Während diese Problematik bei vielen Personen nur nach dem Essen fettiger Speisen oder bei starkem Stress auftritt, leiden andere im Rahmen der Refluxkrankheit dauerhaft darunter. Nicht selten sind Medikamente notwendig, um die Beschwerden zu lindern. Zu den  freiverkäuflichen Arzneimitteln , die bei Sodbrennen Abhilfe schaffen, gehören unter anderem   Pantoprazol   und   Refluthin  . Doch welches Medikament hilft besser? Ob Sie in Ihrem Fall eher auf Refluthin oder Pantoprazol zurückgreifen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel. 
 
   Was ist Sodbrennen?   
   Sodbrennen behandeln: Hausmittel, Refluthin, Pantoprazol   
 
   Refluthin: Wirkungsweise und Einsatzbereich   
   Pantoprazol: Wirkungsweise und Einsatzbereich   
   Was ist besser – Refluthin oder Pantoprazol?   
 
   Ursachen von Sodbrennen   
   Folgen von Sodbrennen   
   Sodbrennen vorbeugen   
 
   Was ist Sodbrennen? 
 Sodbrennen wird von Betroffenen als ein brennender, zur Kehle aufsteigender Schmerz wahrgenommen und entsteht, wenn die stark ätzende&amp;nbsp; Magensäure am Speiseröhrenschließmuskel vorbei in die Speiseröhre gelangt  und dort die empfindlichen  Schleimhäute reizt . 
 Typische Symptome von Sodbrennen sind  saures Aufstoßen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein und Druck im Oberbauch . Wenn der saure Magensaft nachts die Speiseröhre hochsteigt, reizt er die Stimmbänder und die Rachenschleimhaut. Daher leiden viele Betroffene morgens unter  Husten und Heiserkeit . Gelangt die Magensäure bis in den Mundraum, greift sie zudem den  Zahnschmelz  an und verursacht einen  unangenehmen Geschmack im Mund . 
   
   Sodbrennen behandeln: Hausmittel, Refluthin, Pantoprazol 
 Gelegentliches Sodbrennen tritt bei vielen Menschen auf und ist meist auf spezifische Auslöser im Rahmen von ungesunden „Entgleisungen“ bei der Ernährung zurückzuführen. Ärzte sprechen von  chronischem Sodbrennen  oder einer  Refluxkrankheit  (Gastroösophagealer Reflux – GERD), wenn die Symptome  mehrmals die Woche  über einen Zeitraum von  mindestens zwei Wochen  auftreten. 
 Wenn Hausmittel wie magenfreundlicher  Fenchel-, Kümmel-  oder  Kamillentee  sowie  säurebindende Snacks  wie Zwieback, Bananen, Haferflocken oder naturbelassene Mandeln keine Abhilfe bringen, sind freiverkäufliche Medikamente das Mittel der Wahl. Diese setzen die Produktion der Magensäure gezielt herab oder neutralisieren den Überschuss an Magensäure. Zu den am meisten eingesetzten   rezeptfreien Mitteln gegen Sodbrennen   gehören  Refluthin und Pantoprazol . 
 Wenn selbst Arzneimittel keine Besserung mehr bringen, ist in selten ein chirurgischer Eingriff notwendig. Bei der  Anti-Reflux-Operation  fixiert der Chirurg den oberen Teil des Magens um das Ende der Speiseröhre, was den Schließmuskel stärken und das Hochsteigen der Magensäure verhindern soll. 
   Refluthin: Wirkungsweise und Einsatzbereich 
  Refluthin  (hergestellt von Dr. Willmar Schwabe) ist der Name eines  Arzneimittels , das Wirkstoffe der sogenannten  Antazida  beinhaltet. Hierbei handelt es sich um eine Wirkstoffgruppe, zu denen unter anderem Aluminium- und Magnesiumhydroxid sowie Mischungen aus Calcium- und Magnesiumcarbonat oder Aluminium-Magnesium-Silicathydrat zählen. Wirkstoffe wie Magaldrat und Hydrotalcid gehören zur 2. Generation der Antazida. Diese basischen Wirkstoffe  neutralisieren die Salzsäure im Magensaft  und binden die Gallensäure, die bei starkem Sodbrennen aus dem Dünndarm in den Magen oder sogar in die Speiseröhre fließt. Antazida haben aus diesem Grund den Beinahmen  Säurepuffer . Refluthin unterstützt die Bildung eines  Schutzfilms , der eine Magenreizung verhindert. Bei der Wirkung verändert sich die Produktion der Salzsäure nicht, sodass die Verdauung weiterhin funktioniert. 
 Durch die  Neutralisierung der Magensäure  vermindert Refluthin auch die Umwandlung von Pepsinogen in Pepsin, das für die Spaltung von Proteinen in der Nahrung verantwortlich ist. In der inaktiven Vorstufe Pepsinogen verursacht das Verdauungsenzym keine säurebedingten Beschwerden wie Sodbrennen. 
 Die aktiven Wirkstoffe von Refluthin werden bereits beim Kauen der Tablette freigesetzt und der lindernde Effekt tritt in der Regel bereits  innerhalb von 30 Minuten bis zu einer Stunde  ein. Deshalb eignen sich Antazida besonders  gut für den Akutfall . Die Wirksamkeit ist höher, wenn die vorangegangene Mahlzeit bereits eine Stunde zurückliegt und der Magen den Großteil der Nahrung schon in den Darm weitergeleitet hat. Bis zu vier  Kautabletten  dürfen Personen ab 12 Jahren als tägliche Einzeldosis zu sich nehmen. Ist aber Ihr Sodbrennen auch nach 30 Tagen nicht abgeklungen, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen, bevor Sie weitere Refluthin-Tabletten einnehmen. 
 Refluthin ist in Form von Kautabletten wahlweise mit  Minzgeschmack  oder  Fruchtgeschmack  erhältlich. Die Packungsgröße beträgt 16 oder wahlweise 48 Sück. Das Medikament enthält eine  Kombination von drei Wirkstoffen: Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat und Feigenkaktusextrakt.  Diese erfüllen folgende Funktionen: 
 
  Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat:  Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat erhöhen den pH-Wert im Zwölffingerdarm und Magen, wodurch sich Magensäure und Gallensäure neutralisieren. 
  Feigenkaktusextrakt:  Dabei handelt es sich um kein Antazidum, sondern um ein pflanzliches Extrakt, das eine verdauungsfördernde Wirkung zeigt. Die hochkonzentrierten Schleimstoffe aus dem Inneren des Feigenkaktus legen sich wie ein schützender Film auf die Schleimhaut und beruhigen sie. 
 
 &amp;nbsp; 
 Antazida wie Refluthin bekämpfen nicht die Ursache von Sodbrennen, sondern nur die Symptome für ein paar Stunden.  Refluthin  ist in der Regel  gut verträglich  – sogar in der  Schwangerschaft , sofern Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt zuvor abgesprochen haben. Ab und an kommt es zu  Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel . Betroffene, die an einer Niereninsuffizienz leiden, sollten von der Selbstmedikation mit einem Antazidum absehen. Außerdem setzt Refluthin die Aufnahme und Wirksamkeit einiger Medikamente herab. Dazu gehören unter anderem Antibiotika und Eisenpräparate. Nehmen Sie diese Medikamente also nicht gleichzeitig ein. 
   Pantoprazol: Wirkungsweise und Einsatzbereich 
  Pantoprazol  ist der Name eines Wirkstoffs aus der Gruppe der sogenannten  Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) . Als solcher hemmt er die Protonenpumpen, die dafür verantwortlich sind, in der Magenschleimhaut Magensäure auszuschütten. Dazu muss das Pantoprazol zunächst in den Blutkreislauf kommen. Die Verabreichung erfolgt deshalb in Form von  magensaftresistenten Tabletten . Diese setzen den  Wirkstoff erst im Darm  frei, von wo aus er in die Blutbahn und darüber in den Magen gelangt. Weitere Wirkstoffe dieser Klasse sind Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol, Dexlansoprazol sowie Rabeprazol. 
 Die Wirkungsweise von Pantoprazol macht es erforderlich, das Medikament  unzerteilt  und  etwa eine Stunde vor einer Mahlzeit , am besten dem Frühstück, einzunehmen. Aufgrund des längeren Wirkungsmechanismus tritt die Linderung der Beschwerden nicht unmittelbar ein. Schon nach einem Tag können sich die Symptome aber bessern, wobei der volle Behandlungseffekt sich meist erst nach etwa  zwei bis drei Tagen  entfaltet. Voraussetzung ist, dass die Tablette täglich zur gleichen Zeit eingenommen wird. Bitte beachten Sie, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Pantoprazol nicht einnehmen sollten. Auch  für Schwangere und Stillende ist dieser Wirkstoff nicht geeignet . 
 Gelegentlich leiden Patienten bei der Einnahme von Pantoprazol unter  Nebenwirkungen wie Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall . Schwindel und Kopfschmerzen sind ebenfalls mögliche Begleiterscheinungen. Die Langzeiteinnahme eines  Protonenpumpenhemmers  wie Pantoprazol kann  Magnesium- und Vitamin-B12-Mangel  sowie einen  Anstieg der Leberenzymwerte  zur Folge haben. Pantoprazol eignet sich daher vor allem in der Selbstmedikation  nur für die Kurzzeittherapie . Zeigt sich nach 2-wöchiger Anwendung keine Besserung, stellen Sie sich bitte Ihrem Arzt vor. Nehmen Sie Pantoprazol nicht auf eigene Faust länger als 4 Wochen ein. 
 Pantoprazol wird unter genau diesem Namen als  Magenschutz  bei Sodbrennen in Packungsgrößen von  7 bis maximal 14 Tabletten  von allen großen Pharma-Herstellern angeboten. Hier können Sie also bei der Bestellung auf die Ihnen vertrauten Marken zurückgreifen. Pantoprazol kann – verordnet vom Arzt – auch zum Einsatz kommen bei stärkeren Formen der Refluxkrankheit, bei chronischer Gastritis, bei der Entzündung der Speiseröhre oder bei Magen- und Darmgeschwüren. 
   Was ist besser – Refluthin oder Pantoprazol? 
 Ob Sie bei Sodbrennen Refluthin oder Pantoprazol einnehmen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie zuvor erläutert, verfolgen beide Wirkstoffe einen anderen Ansatz in ihrer Wirkungsweise. Während Refluthin lediglich überschüssige Säure aus Magen- und Gallensaft neutralisiert, hemmt Pantoprazol die Produktion der Magensäure. Daraus ergeben sich  unterschiedliche Wirkungsgeschwindigkeiten und Wirkungsdauern . Der Effekt von Refluthin kann als sofortige Linderung beschrieben werden, die jedoch nach einigen Stunden bereits wieder abgeklungen sein kann.  Pantoprazol  benötigt im Gegensatz dazu  bis zu 3 Tage , bis sich die Wirkung voll entfaltet. Der Säureblocker hemmt die Säureproduktion im Magen für circa 36 Stunden, sodass eine Tablette am Tag ausreicht. „Es kommt zu einem lang anhaltenden Anstieg des pH-Werts im Magen – und somit zu einer lang anhaltenden Reduktion von Sodbrennen und saurem Aufstoßen.“¹ 
 Die individuelle Situation ist also entscheidend: Wenn Sie hin und wieder in die  besondere Lage  geraten, dass eine  sofortige Linderung  akut auftretender Sodbrennen-Beschwerden angezeigt ist, so setzen Sie auf  Refluthin . Die Kautabletten sind unmittelbar bei Bedarf ohne Wasser einzunehmen und eignen sich damit auch für unterwegs. Die nächsten feucht-fröhliche Party-Nacht oder dem anstehenden Kaffeeklatsch mit Sahnetorte können Sie gelassen entgegensehen. 
 Bei  hartnäckigeren Beschwerden  als gelegentlichem sauren Aufstoßen dürfte  Pantoprazol  das bessere Mittel der Wahl sein, denn die Wirkung hält bei sachgemäßer Einnahme mehrere Tage an. 
 Zudem spielt es bei der Entscheidung für oder gegen Refluthin oder Pantoprazol wie oben ausgeführt eine Rolle,  wie alt Sie sind  und ob eine  Schwangerschaft  vorliegt. Lesen Sie unbedingt alles zu den jeweiligen Neben- und Wechselwirkungen, bevor sich für das eine oder andere Medikament entscheiden. Es kann beispielsweise sein, dass Sie eine Erkrankung (mit oder ohne Medikamenteneinnahme) oder Allergie haben, die eines der Mittel für Sie ausschließt. Bei Unsicherheiten können Sie mit Ihrem Arzt sprechen oder unsere freundliche  pharmazeutische Hotline  kostenlos unter  0800 - 4 55 65 52  anrufen. 
  Wichtig:  Sowohl Refluthin als auch Pantoprazol eignen sich aber  nicht für die dauerhafte Einnahme . Die Ursache für die säurebedingten Beschwerden bekämpfen weder Refluthin noch Pantoprazol. Treten die Beschwerden länger als zwei Wochen auf, sollten Sie daher nicht zögern, sich ärztlich untersuchen zu lassen. 
   
   Ursachen von Sodbrennen 
 Dass die Magensäure aufsteigt, kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann eine  Übersäuerung des Magens  dahinterstecken. Durch zu  üppiges, schnelles, fettes oder säurehaltiges Essen bzw. Getränke  kommt es zu einer Überproduktion von Magensäure. Über die Säuretaschen, die sich bei jedem Menschen auf dem Nahrungsbrei am Übergang von Magen zur Speiseröhre bilden, tritt der überschüssige salzsäurehaltige Magensaft bei jeder kleinen Öffnung des Schließmuskels nach oben in die Speiseröhre aus. Zum anderen ist es möglich, dass der  Schließmuskel  selbst aus hormonellen, genetischen und krankheitsbedingten Gründen zu  schwach  ist, um den Rückfluss des Mageninhalts zu verhindern. Auch ein  ungesunder Lifestyle  kann sich hier ungünstig auswirken, denn  Nikotin  beispielsweise reduziert die Muskelspannung.  Übergewicht  begünstigt Sodbrennen auch, da das Bauchfett Druck auf den Magen ausübt. Daneben können einige Medikamente, zum Beispiel  Ibuprofen , Sodrebennen auslösen. Nicht zuletzt kann  Stress  den Schließmuskel negativ beeinflussen. Gut zu wissen: Auch bei  Schwangeren  sind Sodbrennen-Beschwerden nicht unüblich, da bei ihnen sämtliche Muskeln weicher werden, um Platz für das heranwachsende Kind zu schaffen. Auch drücken die Bewegungen des Kindes. 
   Folgen von Sodbrennen 
 Unbehandelt kann chronisches Sodbrennen eine  Speiseröhrenentzündung  verursachen. Der Entzündungsprozess führt zu Verengungen der Speiseröhre, die den Transport des Speisebreis in den Magen behindern, was mit  Schluckbeschwerden  einhergehen kann. 
 Bei 3-12%² der Betroffenen kann sogar das  Barrett-Syndrom  auftreten. Dabei handelt es sich um eine Veränderung der Zellen im unteren Drittel der Speiseröhre als Folge jahrelangen Kontakts mit Magensäure. Das Barrett-Syndrom ist eine Vorstufe eines bösartigen Speiseröhrentumors. 
   Sodbrennen vorbeugen 
 Die häufigste Ursache von Sodbrennen ist ein  ungesunder Lebensstil . Ist das bei Ihnen der Fall, müssen Sie nur herausfinden, welches Verhalten die säurebedingten Beschwerden auslöst. Im Folgenden finden Sie einige  Tipps , die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Symptomatik zu lindern: 
 
 Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol. 
 Vermeiden Sie fettige, scharfe oder säurehaltige Lebensmittel wie frittierte Speisen, Kaffee und Schokolade. 
 Halten Sie ein gesundes Gewicht und bewegen Sie sich regelmäßig. 
 Lernen Sie Entspannungstechniken wie Mediation und Atemübungen, um Stress zu lindern. 
 Essen Sie mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr. 
 Verzehren Sie nicht zu viel auf einmal und setzen Sie lieber auf bis zu 5 kleinere Mahlzeiten am Tag. 
 Lagern Sie Ihren Oberkörper zum Schlafen hoch, damit die Magensäure nicht so leicht aufsteigen kann. 
 
 
 ¹: Sodbrennen - Therapieoptionen für die Selbstmedikation. Zuletzt aufgerufen am: 19.11.2024. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2023/03/01/sodbrennen-therapieoptionen-fuer-die-selbstmedikation 
 ² : Barrett-Ösophagus. Zuletzt abgerufen am: 19.11.2024. URL: https://deximed.de/home/klinische-themen/magen-darm-trakt/patienteninformationen/speiseroehre/barrett-oesophagus 
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            <title type="text">Zahnfleischentzündung: Sofort-Tipps und wissenswerte Infos</title>
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                                            Während Karies und Zahnschmerzen vielen Menschen ein Begriff sind, macht sich fast niemand Gedanken über sein Zahnfleisch – bis es zu schmerzen beginnt. Eine Zahnfleischentzündung, von Ihrem Zahnarzt Gingivitis benannt, ist zwar nicht mit Schmerzen verbunden, kann aber ohne ei...
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                 Während Karies und Zahnschmerzen vielen Menschen ein Begriff sind, macht sich fast niemand Gedanken über sein Zahnfleisch – bis zu dem Zeitpunkt, an dem Probleme auftreten. Denn auch am Zahnfleisch können  krankhafte Veränderungen  auftreten. Eine davon ist die  Zahnfleischentzündung , auch als  Gingivitis  bekannt. Das Tückische daran: Sie ist zwar nicht zwingend mit Schmerzen verbunden, kann aber ohne eine rechtzeitige Behandlung teils zu schwerwiegenderen Erkrankungen und in letzter Konsequenz sogar zum Verlust der Zähne führen. Eine  unzureichende Mundhygiene  zählt dabei zu den häufigsten Ursachen für eine Zahnfleischentzündung. In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen, was sich hinter einer Zahnfleischentzündung verbirgt, wie Sie richtig damit umgehen und wie Sie ihr bestenfalls vorbeugen können. 
 
   Wissenswerte Kurzfakten   
   Sofort-Tipps: Hausmittel, Mundspülung und Co.   
   Symptome einer Zahnfleischentzündung   
   Wie entsteht eine Zahnfleischentzündung?   
   Was passiert, wenn die Zahnfleischentzündung unbehandelt bleibt?   
   Wie Sie einer Zahnfleischentzündung vorbeugen können   
 
 
   Überblick: Was hilft bei einer Zahnfleischentzündung?   
 Bei einer Zahnfleischentzündung hilft es, das Zahnfleisch zu beruhigen und die Entzündungen zu hemmen. Empfehlenswert sind sanfte  Hausmittel  wie  Spülungen  mit  Salzwasser  oder  Kamillen- und Salbeitee , kühlende und reizlindernde  Gele  oder  Salben , etwa mit  Aloe Vera , sowie  antiseptische Mundspülungen mit Chlorhexidin . Auch Öle aus  Nelke  oder  Teebaum  können Abhilfe schaffen. Die Zähne sollten weiterhin vorsichtig mit einer  weichen Bürste  geputzt und die Zwischenräume gründlich gereinigt werden.  Scharfe, heiße  oder sehr  saure Speisen  sollten  gemieden  werden, um das gereizte Zahnfleisch zu schonen. Durch konsequente  Mundhygiene  und regelmäßige  Zahnarztbesuche  lässt sich eine Verschlimmerung der Entzündung verhindern. 
 
   Wissenswerte Kurzfakten 
 
 Rund  80% der Erwachsenen  in Deutschland leiden unter Zahnfleischentzündungen.¹ 
 Laut einer Studie kann Parodontitis, eine Folge von Zahnfleischentzündungen,  Demenz und Herzkreislauferkrankungen  begünstigen.² 
 Der Mangel an bestimmten Vitaminen, wie etwa   Vitamin A  , kann Zahnfleischentzündungen begünstigen.³ 
 Frauen im gebärfähigen Alter haben häufiger Zahnfleischprobleme während ihrer  Menstruation . 
 Eine Parodontitis kann auch  vererbt  werden – wenn Ihre Eltern an regelmäßigem Zahnfleischbluten und Schmerzen leiden, sollten Sie häufiger zum Zahnarzt gehen, um einer Zahnfleischentzündung frühzeitig entgegenzuwirken! 
 
   Sofort-Tipps: Hausmittel, Mundspülung und Co. 
 Wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Zahnfleisch entzündet hat, ist schnelle Hilfe gefragt, denn eine Zahnfleischentzündung kann sehr unangenehm sein. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von  Hausmitteln  und einfachen  Sofort-Tipps , die helfen können, die Entzündung zu beruhigen und den Heilungsprozess zu unterstützen. 
   
 
  Salzwasser- oder Kräuterteespülung:  Eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um die akuten Symptome einer Zahnfleischentzündung zu lindern, ist das Spülen mit einer Salzwasserlösung. Verrühren Sie einen Teelöffel Salz in einem Glas lauwarmem Wasser und spülen Sie Ihren Mund mehrmals täglich damit aus. Das Salzwasser wirkt entzündungshemmend und hilft, Bakterien im Mund zu reduzieren. Auch eine... 
  Kamillentee-Spülung  kann Linderung bewirken: Kamille ist bekannt für ihre  beruhigenden  und  entzündungshemmenden  Eigenschaften. Bereiten Sie einen starken Kamillentee zu, lassen Sie ihn abkühlen und verwenden Sie ihn als Mundspülung. Dies kann helfen, die Schwellung zu reduzieren und das Zahnfleisch zu beruhigen. Haben Sie keinen Kamillentee zu Hause, können Sie Ihren Mund alternativ mit Salbei-, Ingwer- oder Lavendeltee spülen, da diese Heilpflanzen ähnliche Eigenschaften wie die Kamille besitzen. 
  Mund- und Zahngel bzw. Mundsalbe:  In der Apotheke oder Drogerie erhalten Sie speziell für den Mundraum konzipierte Gele oder Salben mit reizlindernden bzw. antientzündlichen, wundheilungsfördernden und antibakteriellen Inhaltsstoffen auf Naturbasis wie beispielsweise Aloe Vera. Der   Saft der Aloe-Vera-Pflanze   gilt als natürliches Heilmittel, das bei Zahnfleischentzündungen verwendet werden kann. Tragen Sie ein mit Aloe Vera versetztes Mund- oder Zahngel direkt auf das betroffene Zahnfleisch auf, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern. Aloe Vera unterstützt auch die Regeneration des Gewebes. Alternativ gibt es   Salbei-Gel   bzw. -balsam, welches ebenfalls bei Zahnfleischentzündungen helfen kann. Weitere Inhaltsstoffe von Produkten auf Naturbasis sind  Propolis, Echinazea  und  Kamille . Sie eigen sich am besten bei nur leichten Beschwerden bzw. im Erststadium der ersten Reizung bei einer sich anbahnenden Entzündung. Des Weiteren sind Salben und Gele in Form eines  schmerzstillenden Oberflächenanästhetikums  erhältlich, die zusätzlich mit dem Wirkstoff  Lidocain  versetzt sind erhältlich. 
  Nelken- oder    Teebaumöl   :  Die Anwendung bestimmter Öle aus der Apotheke kann ebenfalls einen positiven Effekt erzielen. Bewährt haben sich in diesem Zusammenhang Teebaum- und   Nelkenöl  . Nelken haben eine  betäubende Wirkung  und können bei akuten Schmerzen im Zahnfleisch daher hilfreich sein. Sie können entweder ein wenig Nelkenöl auf das entzündete Zahnfleisch auftragen, eine Spülung zubereiten oder aber ein paar Bio-Nelken kauen, sofern das Kauen harter Dinge die entzündete Stelle nicht allzu sehr reizt. Wenn Sie es lieber mit einer... 
  Teebaumöl-Mundspülung versuchen möchten:  Teebaumöl besitzt starke  antibakterielle Eigenschaften . Fügen Sie ein paar Tropfen Teebaumöl in ein Glas warmes Wasser und spülen Sie Ihren Mund damit aus. Diese Methode hilft, die Bakterien im Mund zu reduzieren und die Entzündung zu bekämpfen. Alternativ können Sie etwas des Teebaumöls auf ein Wattebausch geben und die entzündete Stelle damit behandeln. Ist ein hinterer Zahn betroffen, den Sie nur schlecht erreichen, können Sie zu einem Wattestäbchen greifen. Achten Sie darauf, sowohl Teebaumöl als auch Nelkenöl beim direkten Auftragen  sparsam  zu verwenden, da sie pur  sehr intensiv bis reizend  sein können. 
  Arzneimittel auf Basis von Chlorhexamed:  Zur Behandlung insbesondere von ausgeprägten Zahnfleischentzündungen werden häufig Arzneimittel auf Basis von Chlorhexamed empfohlen. Die Anwendung von Chlorhexamed kann einerseits der Mundhygiene dienen, andererseits aber auch einen möglichen chirurgischen Eingriff am Zahnfleisch begleiten. Erhältlich sind hier ebenfalls   Gele  , aber auch   Lösungen   und   Mundspülungen  . 
  Gute Mundhygiene, am besten mit  Zahnpasta , Mundwasser und  Mundspülung  aus der Apotheke:  Auch wenn das Zahnfleisch empfindlich ist, sollten Sie unbedingt weiterhin Ihre Zähne putzen. Achten Sie in dieser Zeit jedoch besonders darauf,  nicht zu viel Druck auszuüben!  Eine weiche   Zahnbürste   ist dabei besonders wichtig, um das empfindliche Zahnfleisch nicht weiter zu reizen. Die Verwendung einer  antibakteriellen Zahnpasta  kann ebenfalls helfen, die Bakterienbelastung im Mund zu reduzieren. Da Zahnbürsten nicht alle Zahnzwischenräume erreichen, sollten Sie diese mit   Zahnseide   oder  Interdentalbürsten  reinigen. Letzteres eignet sich sogar noch besser, da diese in verschiedenen Größen erhältlich sowie Bürsten biegbar sind und sich so der Form des Zahnzwischenraums anpassen können. In unserem Online-Shop finden Sie einige antibakterielle und entzündungshemmende Zahnpflege-Mittel, die sich speziell auch bei Zahnfleischentzündungen einsetzen lassen. Eine Behandlung mit diesen Mundspül-Lösungen und Salben in Kombination mit einer passenden Zahncreme kann das  Wachstum der Bakterien eindämmen  und damit die Zahnfleischentzündung und ihre Symptome lindern. Wenn Sie häufiger mit Zahnfleischentzündungen zu kämpfen haben, sollten Sie auf passende Produkte zur Prophylaxe zurückgreifen. Kaufen Sie etwa Zahncreme, die besonders effektiv Plaque entfernen und Zahnfleischbluten verbeugen kann – gern beraten wir Sie! 
  Ernährung anpassen:  Vermeiden Sie während einer Zahnfleischentzündung scharfe, saure und sehr heiße Lebensmittel, die das Zahnfleisch zusätzlich reizen könnten. Stattdessen sollten Sie auf eine nicht reizende Ernährung setzen und viel Wasser trinken, um die Mundflora zu unterstützen. 
 
   Symptome einer Zahnfleischentzündung 
 Zu den ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung gehört eine  Rötung und Schwellung des Zahnfleischs , insbesondere um die Zahnansätze herum. Das betroffene Zahnfleisch kann  empfindlich auf Berührungen reagieren  und fühlt sich oft  geschwollen  oder  gespannt  an. Ein weiteres häufiges Symptom ist  Zahnfleischbluten , das vor allem beim Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide auftritt. Der  Geschmack im Mund kann metallisch  sein, und in einigen Fällen kann es zu  Mundgeruch  kommen, der durch die Ansammlung von Bakterien verursacht wird. Einige Betroffene verspüren an der entzündeten Stelle auch ein  Jucken  und neigen dazu, mit ihren Nägeln in das entzündete Zahnfleisch zu stechen oder zu kratzen, um den Juckreiz zu unterbinden. Nach Möglichkeit sollten Sie darauf verzichten, damit nicht noch mehr Bakterien in das Zahnfleisch gelangen. 
   
 Unbehandelt kann sich die Entzündung verschlimmern, was zu einer  Rückbildung des Zahnfleisches  und schließlich zu  Parodontitis  führen kann, einer schwerwiegenderen Form der Zahnfleischerkrankung. Es ist daher wichtig, diese Symptome frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. 
   Wie entsteht eine Zahnfleischentzündung? 
 Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, bildet sich ein sogenannter  Biofilm  auf den Zähnen und dem Übergang zum Zahnfleisch. In diesem Biofilm finden Bakterien, die durch die Nahrung oder etwa durch das Küssen in unseren Mundraum gelangen, ideale Bedingungen vor: Sie können sich ungestört vermehren und ausbreiten. Die Folge ist ein Zahnbelag, der auch  Plaque  genannt wird. Dieser  entsteht innerhalb von nur 24 Stunden , wenn zuvor die Zähne nicht gründlich gereinigt wurden. Deshalb ist tägliches Zähneputzen auch so wichtig. 
 Zahnstein 
 Die Folge von Plaque ist nicht selten  Zahnstein . Zahnstein ist nicht nur ein kosmetisches Ärgernis, sondern stellt eine konkrete Gefahr für die Gesundheit der Zähne dar: Zahnstein kann die Entstehung einer Entzündung begünstigen und bietet außerdem einen idealen Nährboden für Karies. Zahnfleisch und Zähne sind also gleichermaßen von Zahnstein bedroht. Gelingt es durch eine regelmäßige Pflege der Zähne nicht, der Bildung von Zahnstein vorzubeugen, dann sollten der Zahnstein beziehungsweise Plaque am Zahn vom Zahnarzt im Rahmen der regelmäßigen Kontrolluntersuchung oder im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden, bevor sich eine Parodontitis entwickeln kann. 
   
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 Rauchen 
 Rauchen gilt nicht nur als eine der häufigsten Ursachen zahlreicher schwerwiegender Erkrankungen, sondern Rauchen gehört auch zu den bekannten  Risikofaktoren  und gängigen Ursachen für eine Zahnfleischentzündung. Eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung ist daher, neben der täglichen Mundhygiene, der Verzicht auf Nikotin, denn Nikotin kann die Bildung von Zahnbelag befördern. Durch das Rauchen kann sich Plaque auf den Zahn legen, die letztlich auch auf das Zahnfleisch abstrahlt. Selbst eine gründliche Pflege oder Arzneimittel können Ihren Zahn nicht vor den Folgen des Rauchens bewahren. Deshalb unser Tipp: Tun Sie Ihren Zähnen bzw. Ihrem Zahnfleisch und Ihrer Gesundheit allgemein etwas Gutes und hören Sie so früh wie möglich mit dem Rauchen auf! 
 Schwaches Immunsystem und Erkrankungen 
 Das Immunsystem ist ein wichtiger Faktor bei der Abwehr von Entzündungen. Ist das Immunsystem geschwächt, kann das den Ausbruch einer Gingivitis befördern. Krankheiten, die das Immunsystem betreffen, zum Beispiel  AIDS , erhöhen deshalb auch das Risiko einer Zahnfleischentzündung. Erkrankungen wie etwa  Diabetes mellitus  können ebenfalls eine Zahnfleischentzündung begünstigen. 
 Schlechtsitzender Zahnersatz 
 Manchmal hängt eine entzündete Stelle am Zahnfleisch mit schlechtsitzendem Zahnersatz zusammen - ein Grund, weshalb vor allem Senioren von Zahnfleischentzündungen geplagt werden.  Zahnersatz besitzt nicht dieselben wirksamen Abwehrstoffe wie echte Zähne  und bedarf deshalb der besonderen Pflege, die es nicht zu vernachlässigen gilt. Für Zahnersatz gibt es spezielle Mittel, wie etwa  Reinigungstabs  oder -schaum sowie  Prothesenbürsten . Füllungen, Kronen oder Brücken können Gingivitis ebenfalls begünstigen, weil sie einerseits das Zahnfleisch wundreiben, andererseits aber auch keimfreundliche Zwischenräume schaffen können. 
 Medikamente 
 Medikamente sollen heilen, haben aber mitunter an anderer Stelle den gegenteiligen Effekt, sodass bestimmte Nebenwirkungen einsetzen. Mitunter können Zahnfleischentzündungen zu diesen Nebenwirkungen zählen. Wenn Sie vermuten, dass die Anwendung bestimmter Arzneimittel zu einer Zahnfleischentzündung oder einem Zahnfleischrückgang führt, sollten Sie umgehend Ihren Arzt darauf ansprechen. Möglicherweise können die infrage kommenden Medikamente durch alternative Arzneimittel ersetzt und die Nebenwirkungen auf diese Weise aufgefangen oder abgemildert werden. 
 Schwangerschaft 
 Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten sind Symptome, unter denen vor allem schwangere Frauen besonders häufig zu leiden haben. Das liegt daran, dass während der Schwangerschaft das Zahnfleisch besonders intensiv durchblutet wird. Daraus resultiert eine hohe Sensibilität des Zahnfleischs gerade in der Zeit der Schwangerschaft, was sich auch in Zahnfleischbluten oder in Form von Entzündungen äußern kann. Während der Schwangerschaft sollten Sie Ihre Zahnpflege deshalb möglichst schonend, aber dennoch gründlich durchführen und mit pflegenden Spülungen unterstützen. 
  Exkurs:  Während einer Schwangerschaft können sich sogar Zähne lockern und im Extremfall sogar ausfallen. Der beobachtete Verlust der Zähne bei schwangeren Frauen hat zu der Redensart geführt: „Jedes Kind ein Zahn“. Durch bestimmte Arzneimittel lässt sich dieser Effekt lindern. 
 Reizung des Zahnfleisches 
 Wird das Zahnfleisch gereizt, etwa durch zu kräftiges Zähneputzen mit einer harten Zahnbürste oder die falsche Verwendung von Zahnseide, kann es ebenfalls zu einer Entzündung kommen. Dabei entstehen nämlich  kleine Verletzungen , wodurch Bakterien leichter eindringen können und eine Entzündung hervorrufen. 
   Was passiert, wenn die Zahnfleischentzündung unbehandelt bleibt? 
 Aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung kann langfristig eine Parodontitis entstehen. Dabei stellt diese Entzündung keine Seltenheit dar –  rund 11,5 Millionen Deutsche ⁴ leiden an einer  Parodontitis , was sie zu einer Volkskrankheit werden lässt. Im Gegensatz zu einer Zahnfleischentzündung, die sich bei richtiger Behandlung vollständig kurieren lässt, handelt es sich bei der Parodontitis um einen irreversiblen Prozess, der den Zahnhalteapparat nachhaltig schädigt und durch einen Zahnfleischrückgang das Ausfallen der Zähne bewirkt. Wenn Ihr Zahnarzt von einer Parodontitis spricht, dann meint er damit also eine fortgeschrittene Entzündung Ihres Zahnfleisches, die Ihren Zahnhalteapparat beeinträchtigen kann. Bei einer Parodontitis löst sich die Verbindung von Zahn und Zahnfleisch und es entstehen Zwischenräume, die sogenannten Zahnfleischtaschen. In diesen Zahnfleischtaschen sammeln und mehren sich die ungünstigen Bakterien. Was viele nicht wissen, ist, dass die einmal entstandenen Zahnfleischtaschen bestehen bleiben. 
  Achtung:  Ein Zahnfleischrückgang ist immer ein irreversibler Substanzverlust, der zwar abgemildert, aber nicht durch eine Behandlung rückgängig gemacht werden kann. Regelmäßige und sorgfältige Pflege der Zähne ist deshalb die beste Vorbeugung! 
 Bei einer Parodontitis liegen wie bei milderen Entzündungen oftmals eine unzureichende Zahnpflege, Stoffwechselerkrankungen, hormonelle Veränderungen (zum Beispiel während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre), Rauchen und Zahnstein als Ursachen zugrunde. Außerdem spielt eine entsprechende Veranlagung eine Rolle, die von Generation zu Generation vererbt werden kann. 
   Wie Sie einer Zahnfleischentzündung vorbeugen 
 Eine gute Mundhygiene, zu der vor allem das regelmäßige und gründliche Zähneputzen gehört, ist ein wichtiger Schlüssel zur Vorbeugung von Zahnfleischentzündungen. Putzen Sie Ihre Zähne  zweimal am Tag gründlich  und lassen Sie dabei keine Stelle aus. Als Norm gelten  2-3 Minuten . Auch Ihre Zahnbürste oder der Bürstenkopf Ihrer elektrischen Zahnbürste sollte regelmäßig ausgetauscht werden, da alte Zahnbürsten bei langfristiger Nutzung Ihre Wirkung verlieren und einen Infektionsherd darstellen. Zahnärzte empfehlen, die Zahnbürste  alle 3 Monate auszutauschen . Die Zahnzwischenräume sollten Sie dabei nicht vergessen, hier eignen sich  Zahnseide  sowie  Interdentalbürsten . Auch auf unserer Zunge tummeln sich Bakterien und Essensreste – diese können Sie prima mit  Zungenschaber oder -bürste  reinigen. 
   
 Der regelmäßige Zahnarztbesuch ist wichtig 
 Auch wenn Sie Ihre Zahnpflege ernst nehmen, sollten Sie regelmäßig Zahnarzttermine wahrnehmen, um Ihre Zähne von einem Zahnarzt kontrollieren zu lassen. Nur er kann zuverlässig feststellen, ob sich eine Plaque oder Karies gebildet hat und diese auch vollständig entfernen. Darüber hinaus ist er auch imstande, Symptome einer schwerwiegenden Krankheit (zum Beispiel eine Parodontitis) frühzeitig zu erkennen, eine entsprechende Behandlung in die Wege zu leiten und Ihnen passende Arzneimittel zu verschreiben. Außerdem kann er Ihnen helfen, mögliche Ursachen zu identifizieren und Ihre Ernährung oder Ihren Lebensstil adäquat anzupassen. 
 
 ¹: Gingivitis (Zahnfleischentzündung). Zuletzt aufgerufen am: 24.09.2024. URL: https://agz-rnk.de/mundzaehne/behandlungen-mundzaehne/gingivitisbehandlung/gingivitis-zahnfleischentzuendung 
 ² und ⁴: Greifswalder Studie bestätigt: Zahnfleischschwund fördert Demenzrisiko - Vorsorge und rechtzeitige Behandlung von Paradontitis wichtig. Zuletzt abgerufen am: 24.09.2024. URL: https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-studie-bestaetigt-zahnfleischschwund-foerdert-demenzrisiko-vorsorge-und-rechtzeitige-behandlung-von-parodontitis-wichtig/ 
 ³: Gesundes Zahnfleisch - unsere 7 goldenen Regel. Zuletzt aufgerufen am: 24.09.2024. URL: https://www.zapam.de/neues/tipps-gesundes-zahnfleisch/ 
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                            <updated>2024-09-24T13:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Innerliches Zittern – Symptome, Ursachen und Bewältigungsstrategien</title>
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                                            Leiden Sie häufiger unter einem unangenehmen Kribbeln oder Summen im Körper, das schwer zu erklären ist? Dieses Phänomen kann verschiedene Ursachen haben, die von Stress bis zu gesundheitlichen Problemen reichen. Was genau dahinter steckt, und wie können Sie ein innerliches Zi...
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                 Innerliches Zittern bezeichnet ein Phänomen, bei dem im  Körperinneren ein Zittern wahrgenommen wird , ohne dass ein äußerliches Muskelzittern zu sehen ist. Es handelt sich um eine Form der inneren Unruhe, die sowohl körperliche als auch seelische Ursachen haben kann. Oftmals ist das innerliche Zittern eine körperliche Reaktion auf  Angst und Stress . Welche Ursachen noch eine Rolle spielen und wie Sie Ihr innerliches Zittern in den Griff bekommen können, erfahren Sie in diesem Artikel. 
 
   Was ist innerliches Zittern?   
   Welche Symptome gehen mit innerlichem Zittern einher?   
   Was sind die Ursachen für innerliches Zittern?   
   Bewältigung von innerlichem Zittern   
   Fazit   
 
   Was ist innerliches Zittern? 
 Betroffene beschreiben ein innerliches Zittern auch als Kribbeln, Summen, Vibrieren, Brummen, Beben oder Flattern und sie verspüren es – selbst im absoluten Ruhezustand – entweder in bestimmten Körperteilen oder am ganzen Körper. Häufig kommt das innerliche Zittern in den Beinen, in den Armen und im Rumpf vor. Die Vibrationen treten kurzzeitig auf oder halten über einen längeren Zeitraum an. Für Außenstehende sind keine Zitterbewegungen, wie man sie beispielsweise vom Frieren kennt, sichtbar. 
 Die Unruheempfindung ist an sich nicht gefährlich, sie kann aber auf eine vorliegende Grunderkrankung (z.B. der Schilddrüse oder der Psyche) hinweisen, insbesondere dann, wenn sie mit weiteren körperlichen oder seelischen Beschwerden einhergeht. Innerliches Zittern quält die Betroffenen; für sie ist der Zustand meist  unangenehm oder beunruhigend . Bleibt das Problem über einen längeren Zeitraum bestehen, kann sich der Leidensdruck stark steigern und das die Lebensqualität einer Person stark beeinträchtigen. Zum Glück ist inneres durch Unruhe bedingtes Zittern durch eine Änderung des Lebensstils, etwa durch die Minimierung der individuellen Stressfaktoren, die gezielte Anwendung von Entspannungstechniken, aber auch durch mehr Bewegung im Alltag und eine gesündere Ernährung, in den meisten Fällen gut in den Griff zu bekommen. 
   Welche Symptome gehen mit innerlichem Zittern einher? 
 Die Beschwerden beschränken sich häufig nicht nur auf das innerliche Zittern im Körper, sondern stellen die Betroffenen vor  viele weitere alltägliche Herausforderungen . Einige Patienten etwa erfahren die innere Unruhe weniger als Zittern, sondern eher als lautes Dröhnen oder Rauschen in ihrem Kopf. Und das direkt morgens nach dem Aufwachen. Bei anderen vibriert der Körper, mal mit mal ohne erkennbaren Auslöser, tagsüber eine Zeit lang und abends legen sich die Beschwerden wieder. Die Problematik variiert je nach Person und Ursache für das innerliche Zittern. 
 Folgende Symptome und Begleiterscheinungen kommen jedoch besonders oft vor: 
 
  Innere Vibration:  Erkrankte verspüren ein Zittern im Inneren ihres Körpers, ohne dass von außen eine Muskelkontraktion sichtbar ist. Das Kribbeln betrifft je nach Ausprägung einzelne Teile des Körpers oder den gesamten Körper. Hinzu kommt in manchen Fällen, dass der Kopf summt oder brummt. 
  Nervosität:  Das innerliche Zittern tritt zusammen mit einer allgemeinen Anspannung und Unruhe auf. Die Nervosität geht manchmal auch in ein Angstgefühl über und kann Panikattacken auslösen. 
  Konzentrationsschwierigkeiten:  Betroffenen fällt es schwer, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu sein, da das Zittern ihre Wahrnehmung beeinträchtigt. 
  Schlafprobleme:  Es kommt zu Ein- und Durchschlafstörungen, die die Schlafqualität auf Dauer mindern und weitere Beschwerden wie Müdigkeit, Leistungsabfall etc. mit sich bringen können. 
 
 Wenn Sie ein innerliches Zittern bemerken, das Sie in Ihrem Wohlbefinden einschränkt und bei Ihren alltäglichen Verrichtungen einschränkt, dann zögern Sie nicht,  einen Arzt aufzusuchen . 
   Was sind die Ursachen für innerliches Zittern? 
 Innerliches Zittern hat mehrere mögliche Ursachen. Zum einen ist es ein  Begleitsymptom   verschiedener Erkrankungen oder Zustände . Zum anderen tritt das Problem auch bei seelischer Unruhe aufgrund einer  psychischen Belastung  auf. 
   
 Psychische Ursachen 
 Psychische Belastung ist die häufigste Ursache für innerliches Zittern. Stehen Sie ständig unter Strom und finden keine ausreichende Entspannung, ist  Ihr Körper permanent hohem Stress ausgesetzt  und das dauernd gereizte Nervensystem kann in der Folge mit Überaktivierung und überschießenden Impulsen antworten. Intensiver Stress kann sich gefährlich auf Ihre Lebensqualität auswirken. Wenn Sie unter chronischem Stress leiden, sind Sie weniger leistungsfähig, reizbarer, werden schneller krank und haben ein erhöhtes Risiko für diverse psychische Erkrankungen. Es ist daher ratsam, innerliches Zittern, Schlafprobleme und Nervosität als  Warnsignal  zu deuten, mit dem Ihr Körper Sie darauf aufmerksam machen will, dass es an der Zeit ist, einen sprichwörtlichen Gang zurückzuschalten. 
 Innerliches Zittern im Körper kann außerdem ein Symptom psychischer Erkrankungen sein. Dazu gehören vor allem Angststörungen und Depressionen, aber auch Schizophrenie, Demenz und bipolare Störungen. Die Symptomatik ist weiterhin oft Teil einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als eine typische Folge eines Traumas. 
 Körperliche Ursachen 
 Rührt das Zittern im Inneren nicht von einer seelischen Dysbalance her, stecken körperliche Unzulänglichkeiten bzw. eine Erkrankung dahinter. 
 Restless-Legs-Syndrom 
 Eine weit verbreitete neurologische Störung ist das Restless-Legs-Syndrom (RLS). Hier spüren Betroffene Missempfindungen in den Beinen (vereinzelnd auch in anderen Körperregionen). Die Missempfindungen werden als ein Kribbeln, ein Ziehen oder ein Brennen beschrieben und lösen einen starken Bewegungsdrang aus. RLS zählt zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen, da das Syndrom hauptsächlich in Ruhe auftritt und zu gravierenden Schlafproblemen führen kann. 
 Magnesium-Mangel 
   Magnesium   ist ein wichtiger Mineralstoff, der unter anderem eine große Rolle bei der Nerven- und Muskeltätigkeit spielt. Ein Mangel äußert sich durch Müdigkeit, erhöhte Reizbarkeit sowie psychische und körperliche Unruhe. Typisch sind insbesondere neuromuskuläre Symptome: Betroffene leiden an Muskelkrämpfen und -verspannungen, Zuckungen, innerlichem Zittern und Taubheit. Ein Kribbeln macht sich zuallererst in den Fingern und Füßen bemerkbar. Ein Magnesium-Mangel entsteht zum Beispiel durch eine unausgewogene Ernährung, einen erhöhten Magnesiumbedarf aufgrund von sportlicher Betätigung, Stress oder Schwangerschaft oder durch verschiedene Erkrankungen. 
 Schilddrüsenüberfunktion 
 Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert die Schilddrüse zu viele Hormone. Dadurch geraten viele Körperfunktionen in ein Ungleichgewicht und insbesondere das Herz arbeitet unnötig viel. Das führt zu Herzrasen, übermäßigem Schwitzen, Nervosität, Gewichtsverlust, Bluthochdruck und innerlichem Zittern. 
 Bewegungsmangel und schlechte Haltung 
 Längeres Sitzen fördert muskuläre Verspannungen. Diese beeinträchtigen wiederum die Nerven, die mit den Armen und Beinen verbunden sind. Zu den Folgen gehören Taubheitsgefühle und Kribbeln. Bei muskulären Verspannungen leiden Betroffene häufig zusätzlich unter Kopfschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Übelkeit und Schwindel. Die Verspannungen treten meist im Nacken oder im Rücken auf. Ein schlechte Haltung und ungünstige ergonomische Faktoren verstärken die Problematik. Bewegungsmangel hat auch einen negativen Einfluss auf die Psyche. Faktoren wie Ängste und innere Unruhezustände können sich durch übermäßiges „Herum“-Sitzen in der Freizeit verstärken. 
 Unterzuckerung 
 Bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) enthält das Blut zu wenig Glukose. Unter anderem das Gehirn ist auf Zucker als Energiequelle angewiesen. Es reagiert schon auf leichte Unterzuckerung mit der Ausschüttung von Adrenalin, was neben vielen weiteren Nervosität, innerliches und äußeres Zittern, Schwitzen und Hunger auslöst. Unterzuckerungen erleben vor allem Diabetiker als Nebenwirkung ihrer Medikamente gegen einen zu hohen Blutzuckerspiegel. 
 Wechseljahre 
 Nicht alle Frauen haben Beschwerden, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Ein Drittel aller Frauen erleben in dieser Phase ihres Lebens allerdings verschiedene, teils stark belastende Symptome. Dazu gehören auch innerliches Frieren und Zittern, Nervosität und eine allgemeine Unruhe. Die Probleme hängen mit hormonellen Veränderungen zusammen, da die Eierstöcke nach und nach immer weniger Östrogen produzieren und der Körper eine Zeit lang braucht, um sich darauf einzustellen. 
 Schlafmangel 
 Chronischer Schlafmangel wirkt sich auf vielen Ebenen negativ auf die Lebensqualität und die körperliche sowie geistige Gesundheit aus. Studien haben festgestellt, dass Schlafmangel auch die Nervenfunktion beeinträchtigen kann, wodurch sich koordinative Fähigkeiten und Feinmotorik verschlechtern. Darüber hinaus können die Nerven nicht mehr ausreichend regenerieren, weil dieser Prozess im Schlaf stattfindet. Das führt zu einer Überempfindlichkeit der Nerven, wodurch die betroffenen Personen Reize schneller als unangenehm und schmerzhaft wahrnehmen. Das erschöpfte Nervensystem und die damit verbundene intensiver spürbare Nervenaktivität macht sich auch durch innerliches Zittern, Kribbeln und Schwindelgefühl bemerkbar. 
 Infektionen und Virus-Erkrankungen 
 Innerliches Zittern kann eine Langzeitfolge verschiedener Infektions- und Viruserkrankungen sein, bei denen das Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen wird. Zu nennen ist hier beispielsweise Lyme-Borreliose, wenn sie eine Entzündung der Nervenknoten auslöst. Auch Long COVID-Patienten berichten über innerliches Zittern, wobei die Zusammenhänge noch nicht hinreichend erforscht sind. 
 Medikamente und Entzug 
 Bei manchen Medikamenten gehören innerliches Zittern und Unruhe zu den Nebenwirkungen. Werfen Sie einen Blick in den Beipackzettel, wenn Sie Medikamente einnehmen und unter Zitterzuständen leiden. Möglicherweise ist es unter Absprache mit einem Arzt nötig, die Dosierung zu verringern. Weiterhin tritt innerliches Zittern als Entzugssymptom bei verschiedenen Substanzen auf, darunter zum Beispiel Alkohol. 
 Koffein und andere Stimulanzien 
 Genau wie Medikamente stimuliert auch Koffein das Nervensystem. Ein übermäßiger Konsum führt zu körperlichem Stress und verursacht so unter anderem innerliches Zittern, Unruhe, Nervosität und Angstgefühle. Andere Stimulanzien mit ähnlicher Wirkung sind Nikotin, Amphetamine und Kokain. 
 Lassen Sie sich ärztlich untersuchen, um behandlungsbedürftige körperliche Ursachen auszuschließen und  individuelle Beratung  zu erhalten. 
   
   Bewältigung von innerlichem Zittern 
 In vielen Fällen hängt die innerliche Unruhe mit Stress oder einer  ungesunden Lebensweise  zusammen. Um das innerliche Zittern im Körper zu reduzieren oder verschwinden zu lassen, müssen Sie diese Faktoren unbedingt als mögliche Auslöser für Ihr Leiden in Betracht ziehen und aktiv dagegen vorgehen. So kann es beispielsweise schon helfen, wenn Sie lernen, bewusst zu entspannen, gesünder essen und mehr Bewegung in Ihren Alltag integrieren. Nicht zuletzt gibt es auch pflanzliche Wirkstoffe, die die  Nerven beruhigen und Entspannung fördern können . Erfahren Sie hier, was Sie im Detail tun können. 
 Ernährung und Reduzierung ungünstiger Lebensgewohnheiten 
 Eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung bildet die Grundlage für den reibungslosen Ablauf aller körperlichen Prozesse. Dazu gehört, dass Sie  hochwertige Eiweiße,   Vitamine  , komplexe Kohlenhydrate und Mineralstoffe  zu sich nehmen. Für das Nervensystem besonders wichtig sind: 
 
 Die Vitamine B1, B2, B6, B12 und Niacin (z.B. in Nüssen) 
   Vitamin C   (z.B. in Paprika und Obst) 
 Magnesium und   Kalium   (z.B. in hohen Mengen in Bananen und Avocados) 
   Jod   (in Jodsalz und Meeresfrüchten) und Kupfer (z.B. in Kakao und Cashewkernen) 
 Eiweiß (z.B. in Eiern, Sojaprodukten und Fisch) 
 
 Vermeiden Sie Lebensmittel, die innere Unruhe begünstigen. Dazu gehören Produkte mit Einfachzucker (viele Süßigkeiten) und Speisen mit schnellen Kohlenhydraten wie Weißbrot und Weißmehl-Pasta. Diese Speisen lassen den Blutzuckergehalt  schnell ansteigen  und ihn kurze Zeit später  ebenso schnell wieder abfallen . Die Folge ist ein  plötzlicher Energieabfall , der mit Unruhe, Nervosität und innerlichem Zittern im Körper einhergeht. Genussmittel wie Kaffee, Energy-Drinks, Zigaretten und Alkohol bedeuten für den Körper großen Stress. Reduzieren Sie daher den Konsum oder verzichten Sie ganz darauf, wenn Sie an nervösen Unruhezuständen und innerlichem Zittern leiden. 
 Bewegung 
 Gerade gegen die Bewältigung von Stress ist körperliche Aktivität eine sehr hilfreiche Methode. Dabei setzt Ihr Gehirn nämlich  Endorphine  frei, die zu den sogenannten „Glückshormonen“ gehören und Stress effektiv abbauen. Außerdem bekommen Sie durch die Endorphin-Ausschüttung eine bessere Stimmung, sind ausgeglichener und glücklicher. Das Durchführen von sehr anstrengenden Sportarten ist dafür weder nötig noch nützlich. Wählen Sie stattdessen die Ausdauer fördernde  Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen oder Radfahren  aus. Selbst ein kurzer Spaziergang – am besten im Grünen – kann Wunder bewirken und innere Unruhe merklich lindern. 
 Gut zu wissen: Haben Sie gewusst, dass sich der Aufenthalt im Wald positiv auf die Gesundheit auswirkt? Vor allem die bewusste Wahrnehmung der besonderen Wald-Aromen wirkt Stress entgegen. Regelmäßiges „Waldbaden“ kommt so einer therapeutischen Maßnahme nahe. 
 Gerade wenn Sie beruflich viel sitzen, sollten Sie hin und wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen. Das reduziert nicht nur Ihren Stresspegel, sondern verbessert auch Ihre Konzentration und wirkt Muskelverspannungen entgegen. 
 Aktive Entspannung 
 Ständige Anstrengung und Anspannung sind Gift für Ihren Körper. Daher sollten Sie sich Strategien überlegen, um  Stress im Alltag zu reduzieren . Das gelingt Ihnen zu Beispiel durch gezielte Entspannungsmethoden wie etwa: 
 
 Yoga 
 Autogenes Training 
 Atemübungen (wie etwa die 4-7-8-Atemübung) 
 Meditation 
 Achtsamkeitsübungen 
 
 Durch diese oder andere Übungen lernen Sie, Ihren Körper bewusst wahrzunehmen, Ihre Muskulatur zu entspannen und Nervosität abzulegen. Probieren Sie verschiedene Methoden aus, um herauszufinden, mit welcher Sie am besten zurechtkommen. Vielleicht hilft es Ihnen auch, zunächst an professionellen Entspannungskursen teilzunehmen. So lernen Sie zum einen, wie es geht und sind zum anderen gezwungen, sich bewusst wöchentlich Zeit für sich selbst freizuschaufeln. 
  Bonustipp:  Geben Sie nicht gleich auf, wenn Ihre Entspannungsübung nicht sofort Wirkung zeigt. Auch Entspannung muss man lernen. Es kann etwa zwei bis drei Wochen dauern, bis sich die ersten Erfolge zeigen und die innere Unruhe nachlässt. 
 Eine häufige Quelle für Stress und innere Unruhe ist das Gefühl der Überforderung.  Effektives Zeitmanagement  und die  Priorisierung von Aufgaben  helfen Ihnen dabei, dieses Gefühl zu reduzieren. Setzen Sie sich realistische Ziele und treten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe auch mal einen Schritt zurück. Genehmigen Sie sich  regelmäßig Pausen  von der Arbeit oder dem stressigen Familienalltag. 
 Nahrungsergänzung und Arznei aus der Apotheke 
 Bestimmte Wirkstoffe dienen der  Nervenberuhigung  und der  Entspannung . Setzen Sie sie bei nervöser Unruhe und innerlichem Zittern ein, um besser entspannen zu können und leichter in den Schlaf zu finden.   Pflanzliche Beruhigungsmittel   kommen häufig ohne Nebenwirkungen aus. Trotzdem sollten Sie sie nicht dauerhaft einnehmen, sondern mit der Zeit lernen, auch ohne medizinische Hilfsmittel Wege zu finden, Ihre Unruhe zu reduzieren. Prüfen Sie stets eventuell vorhandene Warnhinweise der Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel und sprechen die Einnahme sicherheitshalber mit Ihrem Arzt ab. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie  Allergiesymptome oder Anzeichen von Unverträglichkeiten  bemerken und stellen Sie Einnahme in diesem Fall sofort ein. 
 Folgende  Inhaltsstoffe  können zur  Minimierung von innerlichem Zittern  und ständiger Unruhe beitragen: 
 
 Baldrian 
 Lavendel 
 Johanniskraut 
 Melisse 
 Kamille 
 Passionsblume 
 Schwarznessel 
 Weißdorn 
 Hopfen 
 Scheinmyrte 
 Traubensilberkerze 
 Brechnuss 
 Zincum isovalerianicum 
 
 Mittel mit diesen und weiteren Wirkstoffen gibt es als Tabletten, Kapseln, Öl oder Teemischungen. Einige Präparate enthalten zudem eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen. 
 Wichtig: Hält Ihr innerliches Zittern länger an und zeigen die in diesem Ratgeber vorgeschlagenen Maßnahmen zur Selbsthilfe keine zufriedenstellende Wirkung, konsultieren Sie bitte einen Arzt. Erzeugt das schiere Vorhandensein des Zitterns nämlich wiederrum ungute Gefühle der Beunruhigung bei Ihnen, kann ein Teufelskreis entstehen, der das Symptom verstärkt! 
   Fazit 
 Innerliches Zittern ist von außen nicht wahrnehmbar, fühlt sich aber für den Betroffenen selbst sehr real an. Während viele verschiedene Erkrankungen und andere Einflüsse innerliches Zittern verursachen können, bleibt die häufigste Erklärung psychischer Stress. Anpassungen im Lebensstil und Methoden zur gezielten Entspannung helfen vielen Patienten dabei, ihre innere Unruhe und somit auch das innerliche Zittern zu reduzieren. Nahrungsergänzung oder Arznei mit bestimmten Wirkstoffen begünstigen durch einen beruhigenden Effekt die Genesung. 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise   Medicalnewstoday. Causes and treatment for internal vibrations. Zuletzt abgerufen am 20.08.24. https://www.medicalnewstoday.com/articles/322217  Pastushenko. Innerliches Zittern: Ursachen, Symptome und Bewältigung. Zuletzt abgerufen am 20.08.24. https://pastushenko.de/innerliches-zittern/  Deutsche Familienversicherung. Innere Unruhe: Ursachen, Symptome, Behandlung. Zuletzt abgerufen am 20.08.24. https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/innere-unruhe-ursachen-symptome-therapie/   
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                            <updated>2024-09-02T14:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Eingewachsene Nägel schnell und effektiv behandeln</title>
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                                            Eingewachsene Nägel gehören für viele Menschen zu einer Erfahrung, die mit starken Schmerzen und Beschwerden verbunden sein kann. Eine schnelle Behandlung ist notwendig, um eine Operation nach Möglichkeit zu vermeiden. Doch keine Sorge: Eingewachsene Nägel sind ein weit verbre...
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                 Wussten Sie, dass vor allem  Jugendliche im Alter von 15 Jahren  sowie  Menschen um die 50 Jahre  von eingewachsenen Fußnägeln betroffen sind? ¹ Das zeigt jedenfalls eine Studie aus Großbritannien. Häufig ist ein eingewachsener Nagel, gerade in einem späteren Stadium, mit Scham verbunden, der einen Arztbesuch verhindert. Dabei liegt die  Prävalenz , also wie viele Menschen ungefähr an einem eingewachsenen Nagel leiden, in etwa  zwischen 2,5 und 5%&amp;nbsp; ² - die Rate ist somit relativ hoch. Daher braucht sich niemand dafür schämen und für die meisten Ärzte und Podologen stellen eingewachsene Nägel eine Routineangelegenheit dar. Wichtig ist nur, dass Sie handeln, um im schlimmsten Fall eine Operation zu verhindern. 
 Alle wichtigen Themen rund um die  Behandlung, Ursache, Symptome und Vorbeugung  von eingewachsenen Nägeln lesen Sie hier. 
 
   Was genau sind eingewachsene Nägel?   
   Wie lassen sich eingewachsene Fußnägel am besten behandeln?   
   Symptome für eingewachsene Nägel   
   Risikofaktoren und Ursachen für eingewachsene Nägel   
   Kann ich mit einem eingewachsenen Nagel Sport treiben?   
   Wie kann man eingewachsenen Nägeln vorbeugen?   
 
   Was genau sind eingewachsene Nägel? 
 Eingewachsene Nägel, vor allem an den Zehen, sind häufige medizinische Probleme und machen rund  ein Drittel aller gesundheitlichen Beschwerden bei Füßen  aus. Die Bezeichnung eingewachsener Nagel verrät dabei eigentlich schon alles: Der Nagel wächst an Zeh oder Finger nicht in der vorgesehenen Bahn, sondern dringt in die ihn begrenzende und einbettende Haut, in den Nagelfalz, ein. Das führt in den meisten Fällen zu einer Entzündung, die mit starken Schmerzen verbunden ist und eine  schnelle Behandlung erforderlich  macht. Ihr Arzt verwendet für einen eingewachsenen Finger- beziehungsweise Zehennagel auch den medizinischen Fachausdruck  Unguis incarnatus . Die üblichen Symptome für eingewachsene Finger- und Zehennägel stehen auch samt und sonders mit einer solchen Entzündung in Verbindung. 
   
  Gut zu wissen:  Oft kehren die Beschwerden wieder – und in der Regel ist es dann immer  derselbe Zeh , bei dem ein eingewachsener Nagel auftritt. 
 Die Schwere von eingewachsenen Nägeln lassen sich in drei Stadien einteilen: 
  Stadium 1:  Der Nagelrand ist etwas in die Haut eingewachsen oder drückt sehr in den Nagelfalz, was Schmerzen auslöst. Außerdem ist diese Stelle ggf. leicht gerötet. 
  Stadium 2:  An der Stelle, wo der Nagel in die Haut einwächst, ist Granulationsgewebe entstanden, das eventuell eitert oder nässt. Damit ist Gewebe gemeint, das den Nagel überwuchert. Es wird als Granulationsgewebe bezeichnet, weil es so aussieht, als bestünde seine Oberfläche aus vielen kleinen Körnchen (lateinisch granulum = Körnchen). Im Volksmund ist es auch als sogenanntes „wildes Fleisch“ bekannt. Dieses Gewebe muss in jedem Fall von einem Fachmann entfernt werden. 
  Stadium 3:  Das Granulationsgewebe wächst über den Nagel und die Stelle eitert regelmäßig. Das gesamte Nagelbett kann entzündet sein. 
   Eingewachsenen Zehennagel selbst behandeln 
 Für die  richtige Behandlung von eingewachsenen Zehennägeln  gibt es Hausmittel und Tipps, die bei rechtzeitiger und sachgemäßer Anwendung oft wirksam helfen und eine Operation vermeiden können. Wichtig ist eine rechtzeitige Diagnose, die leicht zu stellen ist, sodass nicht zwingend ein medizinisch geschulter Blick benötigt wird. 
 Entscheidend für die Behandlung ist die Stärke der Beschwerden. Ist der Nagel noch nicht zu stark eingewachsen, lässt er sich gut in Eigenregie behandeln. Wir empfehlen Ihnen für eine erste Behandlung Ihres eingewachsenen Nagels folgendes Vorgehen: 
 Legen Sie sich zunächst entsprechendes &quot;Werkzeug&quot; zurecht. Desinfizieren Sie dieses vorher mit einem herkömmlichen Desinfektionsmittel. Sie brauchen:   Fußnagelschere  , Nageleckenheber (ersatzweise Nagelfeile mit nicht aufgerauter Spitze) und Nagelfalztamponade. Waschen Sie sich gründlich die Hände, auch unter den Fingernägeln und beginnen Sie mit Schritt 1, um Nagel und Haut für die Behandlung vorzubereiten. 
 
  Zeh leicht aufweichen : Ein ausgiebiges   Fußbad   mit warmem Wasser und milder Seife macht Nagel und Haut geschmeidiger und reduziert das Risiko von Schmerzempfindung. Baden Sie Ihren Fuß so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass der Nagelwall etwas weicher wird. In der Regel dauert dies ca.  10 bis 20 Minuten . Alternativ können Sie auch zu einem   Nagelweicher   greifen, welcher die Nägel und die Nagelhaut elastisch macht. Trocknen Sie Ihren Fuß nach dem Bad unbedingt gründlich mit einem frischen Handtuch ab. 
  Ziehen  Sie nun die  aufgeweichte Haut  auf Höhe der Einwachsung  sanft weg  vom Nagel und prüfen Sie, ob Eiter austritt. Wenn ja, reinigen Sie die Wunde zunächst und desinfizieren Sie diese. Entscheiden Sie nun, welche Maßnahme Ihre Situation erfordert. Drückt der Nagel in die Haut, weil er falsch geschnitten wurde und ggf. eine überstehende Ecke ins Fleisch schneidet und Schmerzen verursacht? Erwägen Sie dann eine  Korrektur mit der Schere . Dafür muss der Nagel jedoch natürlich noch eine gewisse &quot;schneidbare&quot; Länge haben. Ist der Nagel jedoch eingewachsen, weil er immer sehr kurz geschnitten wurde, kann es schwierig bis unmöglich sein, mit der Schere anzusetzen. In diesem Fall können Sie versuchen, eine  Tamponade  zwischen Nagel und Haut zu schieben und so den Druckscherz zu minimieren.
 
  Zehennagel zurückschneiden:  Nach dem Fußbad ist Ihre Haut aufgeweicht und lässt sich somit leichter zurückschieben. Im Anschluss kann der Nagel vorsichtig beschnitten werden. Auch wenn es verlockend erscheint: Schneiden Sie den Nageln nach Möglichkeit nicht rund an den Ecken, da ein Einwachsen somit begünstigt wird. Vielleicht hat sich auf Höhe der Einwachsung auch  Hornhaut  gebildet - diese können Sie im aufgeweichten Zustand ebenfalls vorsichtig abschneiden. Hierbei gilt: Weniger ist mehr, damit Sie sich nicht verletzen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre  Nagelschere sauber  ist, am besten  desinfizieren  Sie diese zuvor. So verhindern Sie, dass in die entzündete Stelle Keime gelangen. 
  Tamponade in den Nagelfalz einbringen:  Schieben Sie mit einem  Nagelheber  oder mithilfe einer  Nagelfeile  (das Modell sollte eine dünne und glatte Spitze haben) langsam und vorsichtig eine dünne Schicht  sterile Tamponade  in den sogenannten Nagelfalz, d.h. den Bereich zwischen Nagel und Haut. Im aufgeweichten Zustand ist dies oft gut möglich, auch wenn ein Ziepen nicht ausbleiben wird. Vielleicht gelingt es nicht sofort - bleiben Sie einfach dran, aber gehen Sie immer sachte vor. Ist die Tamponade platziert, so verhindert sie, dass der Nagel bei Belastung ins Fleisch drückt, weil sie sich wie ein Polster dazwischen legt. Etwaige Schmerzen beim Gehen sollten nun nicht mehr vorhanden sein. Wenn Sie keine Tamponade zur Hand haben, können Sie notfalls beispielsweise auch ein kleines Stückchen eines  Teefilterbeutels aus Papier  ausschneiden und dieses nach  gründlicher   Desinfektion    für diesen Schritt anwenden. 
 
  
  Stelle mit Salben und Tinkturen behandeln:  Es ist sehr wichtig, die entzündete Stelle anschließend mit einer geeigneten Salbe einzucremen. Diese sollte die Wunde desinfizieren und gegen die Entzündung wirken. Als  antiseptische Salbe  eignet sich zum Beispiel Betaisodona. Wichtig ist, dass Salben und Gele nicht allzu dick aufgetragen werden sollten, damit das Gewebe nicht aufweicht. Haben Sie Tamponade in den Nagelfalz eingebracht, so können Sie die Salbe (oder   flüssiges Betaisodona  ) darauf geben, sodass sie sich damit vollsaugt und die wunde Haut somit nachhaltig damit versorgt. 
  Entzündete Stelle schonen:  Auf die betroffene Stelle sollte nach Möglichkeit erst einmal  kein Druck  ausgeübt werden. Tragen Sie daher lieber  lockerere Schuhe  oder verwenden Sie etwa einen  Abstandshalter aus Silikon , damit Ihre Zehen nicht aufeinanderdrücken. Außerdem sollten Sie darauf  verzichten barfuß zu gehen , damit keine Keime in die Wunde gelangen können und sich die Stelle noch mehr entzündet. 
  Zusätzliche Tipps  für den Fall, dass Sie Ihren eingewachsenen Nagel selbst behandeln möchten: 
 
 Testen Sie, ob es Ihnen gelingt, mit einem besonders gut klebenden  Pflaster  oder mit   Kinesiotape    einen Zug zu erwirken , der die umgebende Haut wegzieht von der Stelle, in die der Nagel drückt. 
 Wenn wildes Fleisch im Spiel ist, kann dies die Selbstbehandlung erschweren, weil man schlechter an die zu behandelnde Stelle herankommt. Diesem Phänomen können Sie mit  Ätzstäbchen  begegnen. Gehen Sie auch hier sehr achtsam vor und halten Sie sich an die Vorgaben zur Nutzung dieses Produkts. 
 Kleine  Kunststoffschienen  oder   Zehennagelkorrektoraufkleber   sowie  -klammern  sind ebenfalls erhältlich und können  ohne Vorkenntnisse  einfach selbst angewendet werden. 
 
 
 Wann ist ein eingewachsener Nagel ein Fall für den Arzt? 
 Nicht immer lässt sich ein eingewachsener Zehennagel mit einem Hausmittel oder einer Salbe kurieren. Bei  starken Schmerzen  und einer  deutlich ausgeprägten Entzündung mit Granulationsgewebe  empfiehlt sich ein rechtzeitiger Besuch beim Arzt, damit dieser die möglichen Ursachen für die Symptome erkennen und eine angemessene Behandlung empfehlen kann. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie bei starken Schmerzen so früh wie möglich ärztlichen Rat und fachkundige Informationen einholen! 
  Podologie statt Arztpraxis:  Als Zwischenschritt vor dem Besuch beim Arzt kann auch eine Praxis für  medizinische Fußpflege  (fachsprachlich Podologie) dienen. Dort kennt man sich mit eingewachsenen Nägeln bestens aus, kann Ihnen wertvolle Tipps geben und bei Bedarf auch mit einer professionellen Behandlung helfen, indem zum Beispiel eine  Nagelspange  angelegt wird. Nagelspangen kommen dann zum Einsatz, wenn Fußbäder und Salben keinen Einfluss mehr auf den Heilungsprozess haben und sind eine Alternative zur Operation. 
 Operation bei eingewachsenen Nägeln 
 Vor einer operativen Entfernung eines eingewachsenen Zehennagels muss niemand Angst haben. Es ist oft die einzige Möglichkeit, um einen eingewachsenen Zehennagel im späten Stadium zu behandeln. Für Ärzte ist das ein Routineeingriff, der praktisch immer schnell und unkompliziert vonstattengeht. Es gibt  zwei Varianten  einer Operation: Entweder wird das entzündete Gewebe durch einen kleineren Eingriff bei örtlicher Betäubung entfernt oder es kommt zu einer umfassenden chirurgischen Operation, in deren Verlauf der komplette Nagel entfernt wird. 
 Lasermethode bei eingewachsenen Nägeln 
 Als minimalinvasive Alternative zur Operation haben Betroffene die Möglichkeit, den eingewachsenen Nagel mit der Lasermethode behandeln zu lassen. Dabei wird die Nagelmatrix (die Nagelwurzelzellen) mithilfe eines  Laserstrahls  seitlich gezielt verödet, sodass der Nagel an der Stelle nicht mehr nachwächst und nicht erneut Probleme verursacht. Entsprechend verschont der feine Laser das umliegende Gewebe sowie die Haut, wodurch die Heilung fast schmerzfrei vonstattengeht. 
   
   Das sind die üblichen Symptome für eingewachsene Nägel 
 Ist das Bett des Nagels entzündet, weisen die betroffenen Hände oder Füße entsprechende Symptome auf: Um den eingewachsenen Nagel herum rötet sich die Haut, sie schwillt an und schmerzt. Da der Finger- oder Zehennagel nicht aufhört zu wachsen und tiefer in die schon angespannte und entzündete Haut vordringt, kommt es zu einer schmerzhaften Reaktion. Das kann so weit gehen, dass Betroffene in ihrem Alltag und ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Untätigkeit ist dabei allerdings keine Lösung und kann die Symptome sogar noch verschlechtern: Trotz der Entzündung kommt es dann zur Bildung von neuem Gewebe, das den Nagel einfach überwächst. 
 Ein eingewachsener Nagel ist ein ideales Umfeld für Bakterien, die sich über die Wunde ausbreiten. Die entzündete Stelle selbst nässt oftmals, sondert Eiter ab oder blutet sogar. Damit einher geht häufig auch ein unangenehmer Geruch. Alle diese Symptome sind unangenehm und sollten auf keinen Fall ignoriert werden.  Eingewachsene Nägel heilen sich leider nicht von selbst , sondern müssen richtig behandelt werden. 
   Risikofaktoren und Ursachen für eingewachsene Nägel 
   
 
  Falsche Fußpflege:  Eingewachsene Zehennägel sind häufig auf eine falsche Fußpflege bzw. ein falsches Kürzen der Nägel zurückzuführen. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Nagelrand regelmäßig kurz und gerade schneiden! Kürzen Sie aber nie bis unter den Nagelwall. 
  Enge Schuhe:  Zu enge Schuhe können Druck auf die Füße ausüben und das Wachstum des Zehennagels begrenzen. Enge Schuhe tun Ihrem Zehennagel nicht gut!/li&amp;gt; 
  Erbliche Veranlagung:  In manchen Fällen begünstigt die erblich bedingte Wachstumsform der Zehennägel ein Einwachsen in die Haut – zum Beispiel bei sogenannten Rollnägeln, also bei Nägeln, die besonders stark gewölbt sind und beinahe an Röhren erinnern oder bei schmalen Nagelbetten. 
  Übergewicht:  Eine unterschätzte Ursache für eingewachsene Zehennägel ist Übergewicht. Durch den großen Druck, der auf den Füßen lastet, kann das Wachstum des Nagels beeinträchtigt werden. 
  Erkrankungen:  Bestimmte Krankheiten können einen eingewachsenen Nagel fördern. Dazu zählen Diabetes und grundsätzlich alle Erkrankungen, zu deren Symptomen Wassereinlagerungen in den Füßen gehören. 
  Medikamente:  Auch die regelmäßige Einnahme von bestimmten Medikamenten kann zu einem eingewachsenen Nagel führen. In erster Linie sind hier Krebsmedikamente zu nennen. 
  Schwitzen:  Leiden Sie häufiger unter „Schweißfüßen“, kann dies ebenfalls einen eingewachsenen Fußnagel begünstigen, da der Schweiß die Haut aufweicht. 
 
  Wichtig:  Auch wenn Sie möglicherweise selbst für das Einwachsen eines Nagels verantwortlich sind, sollten Sie sich nicht dafür schämen und eine Behandlung hinauszögern. Je eher Sie mit dem Problem zum Arzt gehen oder Sie den Nagel in Eigenregie zu Hause behandeln, desto besser und schneller kann Ihr Zeh wieder abheilen. 
 Eingewachsene Zehennägel und Nagelpilz 
 Ein eingewachsener Nagel kann unter Umständen auch zu einem Nagelpilz führen. Grundsätzlich bietet eine offene Wunde immer einen guten Nährboden für weitere Erkrankungen. Nagelpilz befällt gerade bereits vorgeschädigte Zehennägel gern. Weil Nagelpilz langfristig die Gesundheit schädigen kann, ist es unverzichtbar, ihn möglichst schnell und effektiv zu behandeln. Greifen Sie daher bei einem Pilzbefall auf ein geeignetes   Mittel gegen Nagelpilz   zurück. Symptome eingewachsener Zehennägel sollten Sie immer ernst nehmen und so rasch wie möglich darauf reagieren! 
   Kann ich mit einem eingewachsenen Nagel Sport treiben? 
 In den meisten Fällen macht die Entzündung eine sportliche Betätigung unmöglich, da die damit verbundenen Schmerzen für viele Betroffene nicht auszuhalten sind. Auch aus ärztlicher Perspektive ist Sport bei einem eingewachsenen Nagel nicht empfehlenswert – wer möchte, kann aber trotzdem aktiv werden, sofern er dabei ein paar wichtige Informationen berücksichtigt. So sollte der entzündete Nagel mit einem Verband vor möglichen Keimen geschützt werden, außerdem sollten die Sportschuhe nicht zu eng sein und keinen Druck auf den betroffenen Nagel ausüben. Zur Not kann die entsprechende Stelle mit Watte abgepolstert werden. Waschen Sie sich nach dem Sport gründlich die Füße, um den Schweiß zu entfernen. Werden diese Tipps nicht richtig befolgt, kann sich die Entzündung verschlimmern. 
  Interessant:  Sportler sind besonders gefährdet, weshalb ein eingewachsener Nagel für aktive Menschen keine Seltenheit ist. Die ständigen Erschütterungen und Reibungen begünstigen das Entstehen kleiner Verletzungen. Oftmals ist eine entstandene Wunde so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum wahrgenommen wird – zu einem Einwachsen des Zehennagels oder gar Nagelpilz kann es aber trotzdem kommen. Deshalb ist es wichtig, vor und nach dem Sport die Füße richtig zu pflegen, beispielsweise mit einer   hochwertigen Creme oder Salbe aus unserer Online-Apotheke!   
   Wie kann man eingewachsenen Nägeln vorbeugen? 
 
 Nägel regelmäßig kurz schneiden 
 Regelmäßige Fußhygiene, danach immer gründlich abtrocknen 
 Weite und luftige Schuhe tragen 
 
 Auch wenn es immer wieder vorkommt, dass Zehennägel einwachsen: Unvermeidlich ist dieses Malheur keineswegs. Die  wichtigste vorbeugende Maßnahme ist eine angemessene Fußpflege , bei der es wiederum vor allem auf das richtige und regelmäßige Schneiden des Nagels ankommt. Ein sinnvoller Artikel ist hierfür eine Nagelzange oder eine gute Nagelschere , mit der die Zehennägel nicht nur kurz, sondern auch gerade geschnitten werden können. Im Unterschied zu den Nägeln an den Händen ist es wichtig, dass es keine runden Ränder gibt – diese begünstigen nämlich ein Einwachsen des Zehennagels. Waschen Sie Ihre Füße außerdem gründlich und trocknen Sie sie sorgfältig ab, um Infektionen und Pilzerkrankungen vorzubeugen. 
  Tipp:  Schneiden Sie Ihre Zehennägel fachgerecht! Nicht jede Schere ist dafür geeignet, einen Zehennagel zu schneiden. Schaffen Sie sich geeignete Artikel zum Schneiden an und halten Sie diese in einem möglichst sauberen und keimfreien Zustand! 
 Wichtig ist auch, dass Ihre Füße nicht nur festen Halt, sondern auch Bewegungsfreiheit und viel Luft zum Atmen haben. Enge Schuhe begünstigen Schweißfüße und fördern ein Einwachsen des Zehennagels. Auch ein Fuß braucht ausreichend Platz! Im Zweifel sind etwas zu große Schuhe, die bei Bedarf ausgepolstert werden, sinnvoller als Schuhe, die ständig an Fuß und Zehen reiben und bereits beim bloßen Laufen eine Wunde aufscheuern, die sich erst später durch Schmerzen bemerkbar macht. 
  Gut zu wissen:  Auf den Zeh kommt es an! Viele moderne Schuhe werden so produziert, dass sie nach vorne hin enger werden. Das sieht zwar hübsch aus, schadet aber nicht nur dem Fuß, sondern vor allem auch den Zehen. Zu den wichtigsten Tipps bei der Wahl der Schuhe gehört deshalb folgender Rat: Jeder Zeh muss genügend Platz haben, damit kein eingewachsener Zehennagel das empfindliche Gewebe schädigen und unnötige Schmerzen verursachen kann. 
 &amp;nbsp; 
 
 ¹ und ²: A systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials of surgical treatments for ingrown toenails part II: healing time, post-operative complications, pain, and participant satisfaction.Zuletzt abgerufen am: 15.08.2024. URL: https://jfootankleres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13047-023-00655-7 
 Bildquelle: Copyright (C) Andrey Popov 
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            <title type="text">Bluthochdruck: Volksleiden Nummer 1</title>
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                                            Bluthochdruck gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Häufig bleibt er zu Beginn unentdeckt und macht sich erst bemerkbar, wenn bereits Begleiterkrankungen aufgetreten sind. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles Wissenswerte rund um die Volkskrankheit Bluthochdruck.
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                 Bestimmt kennen Sie jemanden, der an  Bluthochdruck  erkrankt ist. Das ist zu mindestens sehr wahrscheinlich, denn immerhin je der Dritte in Deutschland leidet unter Bluthochdruck  und mit dem Alter steigt die Zahl der Betroffenen. 
 Aber nicht alle, die einen Bluthochdruck haben, wissen davon und viele Bluthochdruckpatienten sind nicht gut behandelt. Denn ob der Blutdruck im grünen Bereich ist, spürt man meist gar nicht. Ungefährlich ist der Bluthochdruck dennoch nicht. Die  Folgen mit Schlaganfall &amp;amp; Co  sind oft mitunter drastisch. Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren  Blutdruck regelmäßig zu überprüfen . Sind die Werte dauerhaft zu hoch, sollten Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt aufsuchen. 
 Lesen Sie bei uns, wie Sie Ihren Blutdruck im Blick behalten, welche Werte anzustreben sind und was Sie tun können, wenn der Blutdruck erhöht ist. 
 
   Bluthochdruck – was tun?   
   Was ist Bluthochdruck?   
   Bluthochdruck als Notfall   
   Blutdruck: Was ist das?   
   Bluthochdruck: Was sind die Ursachen?   
   Die Diagnose Bluthochdruck   
   Bluthochdruck: Was ist jetzt wichtig?   
    Welche Bluthochdruck-Medikamente gibt es?   
   Was passiert ohne Behandlung?   
   Tipps für den Alltag mit Bluthochdruck   
 
   Bluthochdruck - was tun? 
 Hat der Arztbesuch ergeben, dass Sie unter Bluthochdruck leiden?  Nun heißt es handeln!  Denn nur so lassen sich Folgeschäden vermeiden. Wenn der Arzt Ihnen  Medikamente zur Behandlung des Bluthochdrucks  verschrieben hat, dann sollten Sie diese  regelmäßig und dauerhaft einnehmen . Eine Wirkung auf den Blutdruck haben die Medikamente zwar schnell, der  Schutz vor Folgeerkrankungen  stellt sich allerdings erst  durch eine langfristige Einnahme ein . 
 Manche Patienten bemerken zu Beginn der Einnahme  Nebenwirkungen , diese verschwinden jedoch üblicherweise rasch. Falls nicht, empfehlen wir, mit der Arztpraxis Kontakt aufzunehmen. Setzen Sie keinesfalls die Medikamente eigenmächtig ab! Gut ist es, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren und die gemessenen Werte zu dokumentieren. Dazu eignen sich   Blutdruckmessgeräte   aus der Apotheke. Die meisten Geräte speichern die gemessenen Werte. Überprüfen Sie obendrein Ihren  Lebensstil . Mittlerweile sind viele Faktoren bekannt, die den Bluthochdruck beeinflussen. Einige lassen sich durch den Lebensstil auf natürliche Weise ändern, auf andere haben Sie keinen Einfluss. 
 Wir raten Ihnen mit Ihrem Arzt zu besprechen, welche  Risikofaktoren  bei Ihnen vorliegen, und ob Sie diese beeinflussen können. Eine große Rolle spielen dabei die  Gewichtsreduktion , eine  gesunde und salzarme Ernährung  sowie ausreichend  Bewegung . 
 Die Zeit der Ärzte ist oft knapp und manchmal bleiben Fragen offen oder sie fallen einem erst nach dem Arzttermin ein. In solch einem Fall ist es gut, einen weiteren Termin in der Arztpraxis zu vereinbaren. Eine andere Möglichkeit bieten einige gesetzliche Krankenkassen an, bei denen  ein Team aus Ärzten zu medizinischen Fragen berät . In der Regel ist dieser Service für Mitglieder kostenfrei. 
   Was ist Bluthochdruck? 
  Bluthochdruck ist die Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland . Immerhin einer von drei Menschen in Deutschland leidet unter Bluthochdruck. Bei den Senioren steigt der Anteil der Erkrankten nochmals an:  zwischen 70 und 80 Jahren sind drei von vier Personen betroffen  und bei den über 80-jährigen sind es 80 Prozent. Auch Kinder bleiben nicht verschont, wenngleich ihr Anteil unter den Erkrankten sehr gering ist. 
 Den Bluthochdruck bemerken die Meisten nicht. Das heißt aber nicht, dass Bluthochdruck keine gefährliche Krankheit ist. Unbehandelt zieht er schwere Erkrankungen mit sich, die mitunter  lebensbedrohlich  sind oder zu lebenslanger Behinderung führen. Typische Folgen von unbehandelter  Hypertonie  - so nennen Ärzte den Bluthochdruck in der Fachsprache - sind  Schlaganfall, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen der Beine oder des Herzens sowie Nierenversagen . Die Weltgesundheitsorganisation WHO nennt den Bluthochdruck deswegen  „silent killer“  (auf Deutsch stummer Killer). 
  Die gute Nachricht:  Mit einer Behandlung, die den Blutdruck senkt, kann das Risiko für solch ein schweres Ereignis deutlich reduziert werden. 
 Woher weiß ich, ob ich Bluthochdruck habe? 
 Bluthochdruck spürt man nicht, denn es gibt  keine typischen Symptome , die auf einen Bluthochdruck hindeuten. Gefährlich wird er mitunter dennoch. Professor Dr. Markus van der Giet, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga, erklärt dies so: „Die Erkrankung ist oft lange symptomlos, schlägt dann aber lebensbedrohlich zu“.¹ 
 Weil ein Bluthochdruck oft nicht bemerkt wird, erhalten viele Betroffene die Diagnose „Bluthochdruck“ erst, wenn dieser bereits  Schäden  im Körper angerichtet hat. Denn der Körper gewöhnt sich an einen dauerhaft erhöhten Blutdruck. Nur Einige klagen über Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen oder Nasenbluten. Der dauerhaft hohe Blutdruck belastet jedoch unbemerkt die Gefäße. Je höher der Blutdruck ist, desto belastender ist dieser für Körper. In der Folge entstehen über die Jahre Schäden. Gut ist daher seinen Blutdruck zu kennen. Dafür messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig selbst oder lassen ihn in der Hausarztpraxis oder der Apotheke bestimmen. 
 Wie wird der Blutdruck bestimmt? 
 Der Blutdruck kann ganz einfach gemessen werden. Ihr Hausarzt oder die Apotheke sind gute Ansprechpartner, um den Blutdruck bestimmen zu lassen. Alternativ ermitteln Sie den Blutdruck selbst. Das hat den Vorteil, dass Sie regelmäßig morgens und abends eine Messung durchführen können. 
 Dazu benötigen Sie ein  Blutdruckmessgerät . Es gibt zwei Arten von Geräten: 
 
  Blutdruckmessgeräte für den Oberarm : Dies sind kompakte elektronische Geräte, die den Blutdruck vollautomatisch über den Oberarm ermitteln. Hierfür legen Sie die Manschette des Geräts um den Oberarm. Im Anschluss pumpt sich diese selbst auf, bis ausreichend Druck vorhanden ist. Das Gerät misst danach selbstständig Ihren Blutdruck, während es nach und nach Luft aus der Manschette ablässt. Wichtig ist, dass Sie die Manschette am Oberarm etwa auf Herzhöhe anbringen. Während des gesamten Vorgangs ist anzuraten, den Unterarm ruhig auf einem Tisch abzulegen. 
  Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk:  Für diese Messmethode ist es ebenso von Vorteil, an einem Tisch zu sitzen. Das Blutdruckgerät misst auch hier Blutdruck und Puls mithilfe einer Manschette. Erfühlen Sie vor dem Messen Ihren Puls am Handgelenk und legen Sie genau dort die Manschette an. 
 
 Beide Arten von Geräten erhalten Sie bei Ihrer Volksversand Versandapotheke. Gerne beraten Sie die pharmazeutischen Fachkräfte in einem kostenlosen Gespräch. 
 Blutdruck selbst messen – so klappt es! 
 Bei Bluthochdruck seine Werte zu kennen ist wichtig. Denn nur so wissen Sie, ob Ihre Werte im grünen Bereich sind. Empfehlenswert ist, jeden Monat eine  „Mess-Woche“  durchzuführen. Das jedenfalls rät die Deutsche Hochdruckliga. Während der Messwoche messen Sie an sieben Tagen hintereinander jeden Tag morgens und abends Ihren Blutdruck und notieren die Werte. Liegt der Durchschnittswert unter 135 / 85 mmHg ist alles in Ordnung, liegt einer der Werte darüber, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt konsultieren. Das gleiche Prozedere ist übrigens empfehlenswert, bevor Sie Ihren regelmäßigen Kontrolltermin beim behandelnden Arzt wahrnehmen. Dafür starten Sie mit der Messwoche eine Woche vor dem Termin. 
   
  So messen Sie Ihren Blutdruck:  
 
 2-mal täglich messen:  Morgens  bevor Sie in den Tag starten und  abends  bevor Sie schlafen gehen. 
 Messen Sie in  Ruhe , das heißt: eine halbe Stunde  vor der Messung  keinen Kaffee trinken, nicht essen, keinen Sport treiben und 5 Minuten lang zur Ruhe kommen. Sprechen Sie nicht während der Messung. 
 Die Messung entspannt auf einem Stuhl sitzend, in einer ruhigen, angenehmen Umgebung, immer am gleichen Arm durchführen. Legen Sie die Manschette Ihres Blutdruckmessgerätes bei Oberarmgeräten auf Herzhöhe an, bei Handgelenksgeräten legen Sie Ihr Handgelenk auf der Brust ab. 
 Führen Sie  zwei Messungen  im Abstand von mindestens einer Minute durch und notieren bzw. speichern Sie beide Messwerte. 
 
 Welcher Blutdruck ist normal? 
 Ein normaler Blutdruck sollte  höchstens bei 135 / 85 mmHg  liegen. Weicht Ihr Wert gelegentlich davon ab, haben Sie noch keinen Bluthochdruck. Liegen Ihre Werte jedoch  regelmäßig über 135 / 85 mmHg , sollten Sie in jedem Fall einen Termin bei Ihrem Hausarzt vereinbaren. Dabei bedeutet  mmHg „Millimeter Quecksilber“  und ist die Einheit, in der der Blutdruck gemessen wird. 
  Gut zu wissen:  Beim Arzt sind die meisten Patienten ein bisschen aufgeregt. Deswegen ist der Blutdruck dort höher, als wenn Sie selbst zu Hause messen. Ihr Arzt setzt daher den  Grenzwert , ab dem von Bluthochdruck gesprochen wird, bei Messungen in der Praxis höher an. 
 Mein Blutdruck schwankt - ist das normal? 
 Wenn Sie sich mehrmals am Tag den Blutdruck messen, werden Sie feststellen, dass er mal niedriger und mal höher ist. Das ist ganz normal und liegt daran, dass der  Blutdruck im Tagesverlauf schwankt . Fachleute sprechen vom  zirkadianen Rhythmus , der von unserem Nervensystem gesteuert wird. 
  Vor dem Aufwachen  steigt der Blutdruck zwischen 8 Uhr und 9 Uhr und erreicht sein erstes  Tageshoch . Mittags ist der Blutdruck üblicherweise niedriger und steigt am späten Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr nochmals auf einen hohen Wert.  In der Nacht ist der Blutdruck am niedrigsten . 
 Diese Schwankungen über den Tagesverlauf lassen sich bei gesunden Menschen messen, aber auch bei Patienten mit Bluthochdruck. Bei ihnen verlaufen die Blutdruckschwankungen jedoch in einem höheren Bereich und erreichen so kritisch erhöhte Werte. Neben den Blutdruckschwankungen, die durch den zirkadianen Rhythmus hervorgerufen werden, haben unsere  körperliche Aktivität  oder beispielsweise  Stress  einen  Einfluss  auf die  Blutdruckwerte . Bei körperlicher Belastung oder Stress steigt der Blutdruck vorrübergehend an. 
   Bluthochdruck als Notfall 
 Tritt  plötzlich  eine starke Erhöhung des Blutdrucks auf  über 180 mmHg  systolisch ein, sollten Sie umgehend Ihren  Hausarzt kontaktieren bzw. den Notarzt unter der Telefonnummer 112 anrufen!&amp;nbsp; Solch ein überschießender Blutdruckanstieg wird mitunter von Symptomen begleitet und ist dann ein  hypertensiver Notfall . Als  Alarmsignale bei einem sehr hohen Blutdruck  gelten diese Krankheitszeichen: 
 
 Schmerzen, Brennen oder ein starkes Druckgefühl im Brustkorb 
 Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen 
 Schwindel und Krampfanfälle 
  plötzliche  sehr starke Kopfschmerzen 
 Benommenheit oder Bewusstlosigkeit 
 starke Übelkeit 
 Flüssigkeitseinlagerungen 
 Nasenbluten, das länger als 5 Minuten dauert 
 
 Gerade morgens erreicht der Blutdruck bei Bluthochdruckpatienten bedrohliche Werte. Zwar ist der morgendliche Blutdruckanstieg ganz normal, bei Hypertonikern geschieht dieser jedoch auf einem höheren Level. Ärzte kennen den Zusammenhang von einer  Morgenhypertonie  mit einem gehäuften Auftreten von Schlaganfällen, Herzinfarkten und Fällen von plötzlichem Herztod in den Morgenstunden. 
   Blutdruck: Was ist das? 
   
 Unser Herz zieht sich rhythmisch zusammen und dehnt sich wieder aus. Das ist der  Herzschlag , den wir spüren. Dabei pumpt das Herz unser Blut durch die Arterien, die unseren ganzen Körper durchziehen. Der Druck, der durch das Pumpen in den Arterien entsteht, ist der Blutdruck. 
 Beim Blutdruckmessen wird der Druck in den Arterien ermittelt. Es werden zwei Werte bestimmt, der systolische und der diastolische. Als  Systole  wird das  Zusammenziehen des Herzens  bezeichnet, durch das das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer heraus in die Arterien gepumpt wird. 
 Zu Beginn der Systole ist der Druck in den Arterien am höchsten. Das ist der  systolische Wert  bei der Blutdruckmessung. Zwischen zwei Systolen liegt die Diastole. In dieser Zeit füllt sich die linke Herzkammer erneut mit sauerstoffreichem Blut. Jetzt ist der Blutdruck am niedrigsten. Bei der Blutdruckmessung ist dies der niedrigere Wert, der  diastolische Wert . 
  Beeinflusst wird der Blutdruck  durch verschiedene Faktoren. Sind die Gefäße nicht mehr so dehnbar, steigt der Blutdruck stärker an. Ebenso, wenn der Widerstand in den Gefäßen größer ist und das Blut nicht so gut fließen kann. Das ist beispielsweise bei  Verkalkungen  und  Fettablagerungen  der Arterien der Fall. Aber auch die  Leistungsfähigkeit des Herzens  spielt beim Blutdruck eine Rolle. 
 Daneben wirkt sich unser  Lebensstil  auf die Gefäße aus. Haben wir Stress, verengen sich beispielsweise unsere Gefäße. Ablagerungen in den Gefäßen entstehen langfristig durch die Art unserer  Ernährung , das  Körpergewicht  und abhängig davon, wieviel wir uns  bewegen . Denn all dies beeinflusst unsere  Blutfettwerte  (Cholesterinwerte), die Ablagerungen an den Gefäßen verursachen. 
   Bluthochdruck: Was sind die Ursachen? 
 Dass der Blutdruck manchmal auf höhere Werte ansteigt, ist völlig normal. Denn der menschliche Körper passt den Blutdruck an die jeweilige Situation an. Schlafen wir, sinkt der Blutdruck, treiben wir Sport oder strengen uns an, steigt er. Ebenso wenn wir Stress haben oder Angst empfinden. Ist der Blutdruck allerdings dauerhaft erhöht, ist dies oft mit Schäden an den Gefäßen sowie Folgeerkrankungen verbunden. Bei vielen Patienten lässt sich die Ursache für den Bluthochdruck nicht herausfinden. Typisch ist, dass der Blutdruck ansteigt, wenn wir älter werden. Auftreten kann Bluthochdruck aber in jedem Alter. 
 Mittlerweile sind viele Faktoren bekannt, die das Risiko einen Bluthochdruck zu entwickeln, steigen lassen. Einige diese Faktoren lassen sich durch eine Änderung des eigenen Lebensstils beeinflussen, andere sind unabänderbar. 
 Die  häufigsten Risikofaktoren , die den hohen Blutdruck begünstigen, sind: 
 
 Übergewicht, Adipositas und zu wenig Bewegung 
 eine salzreiche Ernährung 
 zu viel Alkohol 
 eine familiäre Veranlagung 
 
 Daneben gibt es  weitere Faktoren , die die Wahrscheinlichkeit einen Bluthochdruck zu entwickeln, erhöhen. Dies sind unter anderem: 
 
 erhöhte Blutfettwerte 
 Diabetes mellitus 
 Metabolisches Syndrom (gleichzeitiges Vorliegen von Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Übergewicht und Diabetes mellitus) 
 nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NASH) 
 Schlafstörungen und Schnarchen 
 Rauchen 
 Alkohol 
 fortgeschrittenes Alter 
 Stress 
 dauerhafte Lärmbelastung und Luftverschmutzung, wie zum Beispiel Feinstaub 
 
 Nur bei wenigen Betroffenen ist eine andere  Erkrankung der Auslöser  für den hohen Blutdruck. Solche Krankheiten sind beispielsweise eine  Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)  oder eine  Nierenerkrankung . 
 Medikamente: Manchmal Auslöser von Bluthochdruck 
 Neben Krankheiten lösen bestimmte  Medikamente  einen Bluthochdruck aus. Das sind beispielsweise: 
 
 pflanzliche Medikamente mit Johanniskraut, die zur Aufhellung der Stimmung eingenommen werden 
 abschwellende Nasensprays, die bei einer Erkältung angewendet werden 
 die Antibabypille 
 verschreibungspflichtige Präparate, die bei psychischen Erkrankungen verordnet werden 
 
 Haben Frauen ein besonderes Bluthochdruck-Risiko? 
 Frauen gelten als gesundheitsbewusster als Männer. Da verwundert es nicht, dass manche Frauen spüren, wenn sich ihr Blutdruck verändert. Aber Frauen nehmen nicht nur eher eine Erhöhung ihres Blutdrucks wahr, tatsächlich ist der Bluthochdruck eine  geschlechtsspezifische   Erkrankung . Das zeigt sich, wenn man schaut in welchem Alter der Bluthochdruck auftritt: Unter 50 Jahren leiden mehr Männer als Frauen an Bluthochdruck, über 65 kehrt sich das Verhältnis um. Dabei lässt eine  Schwangerschaft  das Risiko für Frauen später einen Bluthochdruck zu entwickeln, steigen. Dies gilt insbesondere für Frauen, die während der neun Monate unter Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Fehl- oder Frühgeburten litten. Zudem erhöht ein  frühes Einsetzen der Wechseljahre  bei einigen Frauen den Blutdruck. 
 Eine  Hormonersatztherapie  während oder nach den Wechseljahren ist zwar kein Auslöser von Bluthochdruck, aber Frauen unter solch einer Therapie sollten dennoch ihren Blutdruck im Blick behalten. Gleiches gilt für Menschen mit  Transidentität , die Hormone einnehmen. Diese beeinflussen unter Umständen den Blutdruck. 
   Die Diagnose Bluthochdruck 
 Bevor die Diagnose  Bluthochdruck  oder  Hypertonie  vom Arzt gestellt wird, wird der Blutdruck an mehreren Tagen gemessen. Auch sollte der Blutdruck an beiden Armen gemessen werden, denn mitunter wird auf einer Seite ein höherer Blutdruck gemessen. 
  Gut zu wissen:  Sind Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert und älter als 35 Jahre, haben Sie alle drei Jahre Anspruch auf den  „Gesundheits-Check-up“  beim Hausarzt. Dieser soll helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird unter anderem Ihr Blutdruck gemessen. 
 Gerade  bei Älteren über 70 Jahren  ist häufig nur der systolische, der obere Wert erhöht, wohingegen der diastolische Messwert normal ist. Verursacht wird dies durch eine Verkalkung der Hauptschlagader und der großen Gefäße. Ärzte sprechen dann von einer  Arteriosklerose . In der Folge sind die Gefäße weniger elastisch. Diese Form des Bluthochdrucks wird  isolierte systolische Hypertonie  genannt. 
 
 
  Kategorie  Systolisch (mmHg)  und/oder  Diastolisch (mmHg)  
 
 Optimal 
 &amp;lt;120 
 und 
 &amp;lt;80 
 
 
 Normal 
 120-129 
 und/oder 
 80-84 
 
 
 Hochnormal 
 130-139 
 und/oder 
 85-89 
 
 
 Bluthochdruck 
 ab 140 
 und/oder 
 ab 90 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Sind die gemessenen Werte nicht eindeutig, ordnet der Arzt unter Umständen eine  Langzeitmessung  an. Gründe dafür sind beispielsweise eine  Weißkittelhypertonie , bei der der Blutdruck ansteigt, sobald der Betroffene einen Arzt sieht, wenngleich er im Alltag einen normalen Blutdruck hat. 
 Genau das Gegenteil ist der Fall bei einer  maskierten Hypertonie . Diese Menschen haben beim Arztbesuch einen  niedrigeren Blutdruck  als üblicherweise. In solchen Fällen wird der Blutdruck  über 24 Stunden  gemessen. Dafür trägt der Patient ein  mobiles Gerät , das in regelmäßigen Abständen eine Messung durchführt. 
 Ergänzend wird von Fachleuten empfohlen bei einer Hypertonie zu untersuchen, ob bereits  mögliche Schädigungen an den Organen  vorliegen. Denn manche Patienten haben bei der Diagnose schon  erste Schäden an Herz, Nieren oder Gefäßen . Der Arzt untersucht daher bei Ihnen ggf. die Nierenfunktion, die Blutfett- sowie Blutzuckerwerte und führt ein Ruhe-EKG durch. 
   
 Schweregrade beim Bluthochdruck 
 Bluthochdruck lässt sich in  drei Stadien  einteilen. Im  ersten Stadium  ist mit  keinen Organveränderungen  zu rechnen, im  zweiten Stadium  liegen dann  leichte Schädigungen der Organe  vor, wie etwa eine wenig  fortgeschrittene chronische Nierenerkrankung  oder  Diabetes . Im  dritten Stadium  sind Betroffene bereits an  Herz- oder Gefäßerkrankungen , die mit dem Bluthochdruck zusammenhängen, erkrankt oder leiden unter einer fortgeschrittenen  chronischen Nierenerkrankung . 
 Bluthochdruck: Welche Arten gibt es? 
 Bei fast allen Bluthochdruck-Patienten ist die organische Ursache für Ihre Hypertonie keine Erkrankung. Diese Form des Bluthochdrucks wird von Medizinern als  primäre Hypotonie  bezeichnet. Wesentlich seltener wird der Bluthochdruck durch eine Grunderkrankung verursacht. In solchen Fällen sprechen Ärzte von einer  sekundären Hypotonie . Davon betroffenen sind meist  Jüngere . Lässt sich die  Grunderkrankung  behandeln, verschwindet in der Regel der  hohe Blutdruck . 
 Unabhängig von dieser Einteilung treten  unterschiedliche Arten des Bluthochdrucks  auf: 
 
 Beim  Volumenhochdruck  steigt der Blutdruck, weil das Blutvolumen erhöht ist. Dies geschieht beispielsweise, wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten. 
 Sind die Arterien nicht in der Lage sich genügend auszudehnen, steigt der systolische Blutdruck an, während der diastolische Wert eher niedrig bleibt. Verursacht wird der  Elastizitätshochdruck  beispielsweise durch eine Arteriosklerose (Verkalkung der Gefäße). 
 Die Ursache für den  Widerstandshochdruck  sind eine  Engstellung der Gefäße , die beispielsweise von einer Nierenerkrankung verursacht wird. 
 Beim  Herzzeitvolumenhochdruck  ist die vom Herzen ausgepumpte Blutmenge erhöht, wodurch der Blutdruck steigt. Eine  Schilddrüsenüberfunktion  ist ein typischer Auslöser dafür. 
 
   Bluthochdruck: Was ist jetzt wichtig? 
 Hat der Arzt bei Ihnen einen erhöhten Blutdruck festgestellt, hat er eventuell Medikamente verordnet. Es ist wichtig diese  dauerhaft und regelmäßig einzunehmen . Denn nur dann wirkt die Therapie und senkt die damit verbundenen  langfristigen Risiken . 
 Genauso wichtig ist es,  den Blutdruck im Blick zu behalten  und ihn regelmäßig zu kontrollieren. Beispielsweise empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga, jeden Monat eine  „Mess-Woche“  durchzuführen. Sie messen dann an sieben aufeinander folgenden Tagen morgens und abends Ihren Blutdruck und notieren die Werte. Liegen die gemessenen Werte im Durchschnitt im angestrebten Bereich ist alles in Ordnung, andernfalls konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt. 
 Obendrein gilt es den  Lebensstil  zu überprüfen. Denn die  Art der Ernährung , das  Bewegungspensum  aber auch die  Stressbelastung  wirken sich auf den Blutdruck aus. 
 Bluthochdruck: Den Lebensstil ändern 
  Ist Ihr Blutdruck nur ein wenig erhöht?  Dann lohnt es sich, auf einen  gesunden Lebensstil  zu achten und auf natürliche Weise den Blutdruck zu senken. Denn das Gewicht um einige Kilos zu reduzieren, weniger Salz zu essen, nicht zu rauchen und möglichst keinen Alkohol zu trinken, sowie sich mehr zu bewegen senken den systolischen Blutdruck nachweislich. Allerdings reicht eine gesunde Lebensweise nicht immer aus, um den Blutdruck ausreichend abzusenken. Auch ist es nicht einfach, die gewohnten Verhaltensweisen abzulegen und konsequent gesünder zu leben. In solchen Fällen ist es mitunter sinnvoll  blutdrucksenkende Medikamente  einzunehmen, um die eigenen Zielwerte zu erreichen. 
  Übrigens:  In den Medien werden oftmals Ratschläge zur Behandlung des Bluthochdrucks gegeben, wie etwa bestimmte Diäten, Akupunktur oder Tees. Für viele solcher Tipps ist nicht nachgewiesen, dass sie tatsächlich wirksam sind. Eine  Wirksamkeit  ist bisher nur für die genannten  Lebensstilmaßnahmen  und die ärztliche Therapie nachgewiesen. 
   Welche Blutdruck-Medikamente gibt es? 
 Blutdrucksenkende Medikamente sind dann sinnvoll, wenn ein gesunder Lebensstil alleine den Blutdruck nicht ausreichend senkt. Es sind verschiedene  Blutdrucksenker  mit unterschiedliche Wirkmechanismen erhältlich. Zusammen mit dem Arzt entscheiden Sie, welches Medikament am besten zu Ihnen passt. In jedem Fall ist die Entscheidung für eine Therapie eine langfristige. Denn Blutdruckmedikamente senken zwar schnell den Blutdruck, einen Schutz vor den schlimmen Folgeerkrankungen bieten sie nur dann, wenn sie  dauerhaft und regelmäßig eingenommen  werden. 
 Bei jedem der Blutdrucksenker können zu Beginn der Behandlung  Nebenwirkungen  auftreten. So fühlen sich manche Patienten am Anfang der Therapie schlapp. Das passiert, weil der Blutdruck, der lange Zeit hoch war, auf einmal niedriger ist. Daran müssen sich Viele erst gewöhnen. Damit die Gewöhnung leichter fällt, wird oftmals mit einer niedrigen Dosis begonnen und diese nach einer Weile erhöht. 
 Inzwischen weiß man, dass die meisten Patienten mit den Blutdrucksenkern gut zurechtkommen. Sollte das nicht der Fall sein, besteht die Möglichkeit auf ein anderes Präparat zu wechseln.  Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt bevor Sie aufhören Ihre Medikamente zu nehmen.&amp;nbsp; Wenn der Blutdruck mit einem Medikament nicht ausreichend gesenkt wird, besteht die Möglichkeit  zwei Wirkstoffe  zu kombinieren. Manche Wirkstoffe sind sogar in einer Tablette kombiniert. 
   Bluthochdruck: Was passiert ohne Behandlung? 
   
 Liegt der Blutdruck dauerhaft im erhöhten Bereich, schädigt dieser unsere Gefäße. Und weil die Gefäße unsere Organe durchziehen und versorgen, entstehen in der Folge von Bluthochdruck  Erkrankungen an Organen . 
 Bestimmte Organe werden besonders vom Bluthochdruck in Mitleidenschaft gezogen. Dazu gehören:  Gefäße, Herz, Gehirn, Nieren sowie die Augen . 
 Bluthochdruck: Folgen für die Gefäße 
 Unsere Blutgefäße transportieren das Blut durch den Körper. Man kann sie sich wie ein  Röhrensystem  vorstellen, das den Körper durchzieht. In den „Röhren“ fließt das Blut, das den Körper mit  Sauerstoff  sowie  Nährstoffen  versorgt und  Kohlendioxid  sowie  Abfallstoffe  abtransportiert. Zu den Blutgefäßen zählen  Arterien und Venen . 
 Das Blut übt einen  gewissen Druck auf die Gefäßwände  aus. Wenn dieser Druck dauerhaft hoch ist, verändern sich die Gefäßwände - ihre  Elastizität  nimmt ab, sie versteifen. 
 Zusätzlich lagern sich  Fett und Kalk an den inneren Gefäßwänden  ab. Das führt zu Engstellen in den Arterien und erhöht den Druck zusätzlich. Außerdem werden  Organe schlechter mit Sauerstoff versorgt . Als Folge treten typische Erkrankungen auf: 
 
 Beinarterienverengung 
 Halsschlagaderverengung 
 Nierenarterienverengung 
 Erektionsstörungen 
 Gefäßwanderweiterungen (Aneurysmen) 
 
 Bluthochdruck: Folgen für das Herz 
 Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, zieht dies das Herz in Mitleidenschaft. Typisch ist eine  Verdickung des Herzmuskels , die sogenannte  Herzhypertrophie , die unbehandelt zu einer  Herzschwäche  führt. Weil ein Bluthochdruck dem Herzen erschwert, die Aortenklappe aufzudrücken, um das Blut durch den Körper zu pumpen, wächst der Herzmuskel krankhaft. 
 Die Folgen sind eine  geringere körperliche Leistungsfähigkeit  sowie  Kurzatmigkeit , weil das Herz schlechter das Blut - und damit den Sauerstoff - durch den Körper pumpt. Ist die Herzmuskelverdickung weiter fortgeschritten, treten die Beschwerden bereits im Ruhezustand auf. 
 Charakteristisch sind dann auch  Brustschmerzen . Jetzt besteht für den Betroffenen ein  erhöhtes Herzinfarkt-  und  Schlaganfallrisiko  sowie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine  Herzschwäche  (Herzinsuffizienz). Eine rechtzeitige Behandlung des Bluthochdrucks, stoppt das Fortschreiten der Erkrankung oder kehrt sie manchmal sogar um. 
 Ein anderes Krankheitsbild in Folge des Bluthochdrucks ist die  Koronare Herzkrankheit . Sie entsteht durch eine  Verengung der Gefäße  rund ums Herz (Herzkranzgefäße) durch Ablagerungen an den Innenwänden der Gefäße. Das Herz wird nun nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die Patienten leiden unter  Luftnot  und einem  Engegefühl  in der Brust. Auf Dauer wird das Herz geschädigt. 
 Bluthochdruck: Folgen für das Gehirn 
 Treten Schäden an den Gefäßen im Gehirn auf, ist ein  Schlaganfall  häufig die Folge. Dabei kommt es schlagartig zu einer  Durchblutungsstörung  des Gehirns. Die Folgen sind mitunter drastisch. Betroffene bleiben oft ein Leben lang auf Hilfe angewiesen, zugleich ist die Lebenserwartung verkürzt. Eine weitere schlimme Folge der durch Bluthochdruck geschädigten Gefäße, ist das  erhöhte Risiko für eine Demenz . 
 Bluthochdruck: Folgen für die Nieren 
 Die Nieren sind das  Entgiftungssystem  unseres Körpers. Sie sind von einer Vielzahl allerkleinster Gefäße durchzogen, die als Filter fungieren. Unbrauchbare und schädliche Substanzen werden mit dem Urin ausgeschieden. Obendrein erfüllen die Nieren eine wichtige Aufgabe bei der Regulation des Blutdrucks. 
 Denn sie steuern wieviel Flüssigkeit mit dem Urin ausgeschieden wird beziehungsweise im Körper verbleibt. Wird mehr Wasser zurückgehalten, nimmt die Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen zu, der Blutdruck steigt. Scheiden die Nieren mehr Wasser aus, passiert genau das Gegenteil, der Blutdruck sinkt. Zudem produzieren die Nieren Renin, ein Eiweiß, das den Blutdruck erhöht. 
 Ist die Funktion der Nieren eingeschränkt, leiden die betreffende Person unter einem  Nierenversagen  (Niereninsuffizienz). Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand unter einer Herzinsuffizienz leidet oder schon viele Jahre an Bluthochdruck oder Diabetes. Oft zieht dies eine Schädigung der Blutgefäße mit sich, die für das reibungslose Arbeiten der Nieren notwendig sind. 
 Heilen kann man solch eine Niereninsuffizienz nicht. Wird aber die zugrunde liegende Erkrankung behandelt, beispielsweise der Blutdruck gesenkt, kann die verbleibende Nierenfunktion erhalten und eine Dialyse vermieden werden. 
 Bluthochdruck: Folgen für die Augen 
 Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, besteht die Gefahr, dass die Blutgefäße in der Netzhaut und auch der Aderhaut der Augen Schaden nehmen und sich verengen. Die Folge ist eine  nachlassende Sehkraft , im schlimmsten Fall sogar eine  Erblindung . 
 Für einige Augenerkrankungen, wie der  altersbedingte Makuladegeneration  oder dem grünen Star, besteht für Bluthochdruckpatienten ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Wird der Bluthochdruck rechtzeitig behandelt, besteht die Chance die Schäden an den Augen gering zu halten oder sogar ganz zu vermeiden. 
   Tipps für den Alltag mit Bluthochdruck 
 Als Bluthochdruck-Patient können Sie mit Ihrem Lebensstil selbst Einfluss auf die Erkrankung nehmen. Der Lebensstil ist nämlich die Grundlage der Therapie. Gesund zu leben ist jedoch nicht so einfach. Schnell sind Vorsätze gefasst - diese jedoch langfristig umzusetzen ist ganz schön schwer. 
 Für eine Änderung langjähriger Lebensgewohnheiten ist es zunächst wichtig zu verstehen, warum dies überhaupt notwendig ist. Dafür hilft es manchen Betroffenen an einem  Gesundheitskurs  teilzunehmen. Solche Kurse werden unter anderem von Krankenkassen angeboten, auch online. Zudem finden Sie bei Selbsthilfegruppen Unterstützung. 
 Bluthochdruck: Was nützt die Änderung des Lebensstils? 
 Dass ein  mehr an Bewegung, eine Gewichtsreduktion und weniger Salz  den systolischen Blutdruck senken, ist nachgewiesen. Obendrein wirken sich diese Maßnahmen positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus und senken das Risiko für weitere Erkrankungen, wie beispielsweise  Krebs . 
 Gelingt es Ihnen Ihren Bluthochdruck durch Lebensstilmaßnahmen natürlich zu senken, verhindern Sie möglicherweise eine  medikamentöse Therapie . Sollte diese dennoch notwendig sein, wird der Blutdruck meist besser kontrolliert als ohne eine gesunde Lebensweise. 
 Inwieweit sich eine Änderung Ihres Lebensstils auf Ihren Blutdruck auswirkt, können Sie selbst kontrollieren. Mit einer regelmäßigen  Blutdruckmessung  sehen Sie direkt Ihren Erfolg! 
 Wie das Gewicht dauerhaft reduzieren? 
 Wer den Blutdruck dauerhaft senken möchte, kommt um eine  Ernährungsumstellung  meist nicht herum. Bei Blitzdiäten sind die Kilos nämlich in der Regel genauso schnell wieder zugenommen, wie sie verloren wurden. Deswegen hilft nur eine  Umstellung des Essensplans  und eventuell lieb gewonnene Gewohnheiten abzulegen. 
  Hilfe  dabei bieten zum Beispiel die Krankenkassen. Sie bieten  Präventionskurse  an, die  Ernährungsberatung  und auch  Sportangebote  umfassen. Idealerweise kombinieren Sie nämlich eine gesunde Ernährung mit mehr Bewegung. 
 Inwieweit sich eine Gewichtsabnahme auf den Blutdruck auswirkt, weiß man aus Erfahrungswerten. Eine G ewichtsabnahme von einem Kilogramm senkt den Blutdruck um 1 bis 2 mmHg. Bei fünf Kilogramm können dies also bis zu 10 mmHg sein! ² Das ist ein großer Erfolg und spart mitunter ein Medikament ein. 
 Mehr Bewegen für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem 
 Bewegen ist gut für Ihr Herz-Kreislaufsystem. Denn  regelmäßige Bewegung trainiert die Blutgefäße . Sie werden elastischer und das wirkt sich günstig auf den Blutdruck aus. Am besten Sie bauen die Bewegung in Ihren Alltag ein: Nehmen Sie die Treppe anstelle des Liftes oder steigen Sie eine Bushaltestelle früher aus und laufen das letzte Stück nach Hause. Jedes bisschen Bewegung tut Ihrem Körper Gutes! 
 Idealerweise absolvieren Sie mehrere  kleine Ausdauereinheiten pro Woche . Gut wären drei- bis fünfmal pro Woche 30 Minuten Sport. Wichtig ist, dass Sie sich  regelmäßig bewegen . Das machen Sie auf Dauer nur, wenn Ihnen die Bewegung  Spaß  macht. 
 Überlegen Sie deshalb, was Ihnen Freude macht und was Sie motiviert. Vielleicht hilft es Ihnen dran zu bleiben, wenn Sie den Sport zusammen mit einer Freundin oder einem Freund treiben oder in einer Gruppe zu festen Uhrzeiten? Auch eine Smartwatch kann ein guter Motivator sein. 
 Suchen Sie sich eine Sportart aus, die Sie mögen. Geeignet sind  Ausdauersportarten , wie schnelles Gehen, Wandern, Schwimmen und Radfahren  in Kombination mit einem mäßigen Krafttraining . 
 Achten Sie darauf, dass der Sport Sie nicht zu stark belastet und  sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt . Da Sport den Blutdruck erhöht, sollte vorab festgelegt werden, wie stark Ihr Blutdruck ansteigen darf. 
 Den Salzkonsum reduzieren 
 Die meisten von uns essen zu viel Salz. Besonders Fertiggerichte und Fertigprodukte enthalten viel Salz.  Die empfohlene Menge pro Tag entspricht etwa einem Teelöffel oder 6 Gramm . Wieviel Salz in Lebensmitteln enthalten ist, steht auf der Verpackung. 
 Kochen Sie selbst mit frischen Produkten, haben Sie es in Hand mit welcher Menge Salz Sie würzen. Wollen Sie Ihren Salzkonsum reduzieren, hilft es nach und nach weniger zu salzen. Es ist nämlich reine Gewohnheit, mit wieviel Salz uns das Essen schmeckt. 
 Übrigens ist  Kaliumsalz  eine gesündere Alternative. Dieses Salz enthält  weniger des schädlichen Natriums . Allerdings sollten Sie in jedem Fall vor der Umstellung mit Ihrem  Arzt  sprechen, denn  Kalium hat mit manchen Medikamenten Wechselwirkungen . 
 Was können Sie sonst noch tun? 
 Ein normales Körpergewicht, eine gesunde und salzarme Ernährungsweise sowie ausreichend Bewegung wirken sich blutdrucksenkend aus. Obendrein fördern ein Verzicht auf  Nikotin und Alkohol  Ihre Gesundheit. 
 Besonders Raucher weisen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie viele andere Krankheiten auf. Beim Abgewöhnen unterstützen   Nikotinersatztherapien   in Form von Pflaster, Lutschtabletten oder Kaugummi. Weitere Tipps, wie Sie   schnell zum Nichtraucher werden  , finden Sie in unserem Ratgeberbeitrag. 
 Weniger oder keinen Alkohol zu trinken tut Ihrem Blutdruck gut. Denn  Alkohol  lässt nicht nur den  Blutdruck steigen , sondern erhöht zudem das  Risiko für Vorhofflimmern . Entscheiden Sie sich dafür, weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken, finden Sie  Unterstützung bei Ihrer Krankenkasse . Diese hat auch Angebote für Menschen, die auf das Rauchen verzichten möchten. 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Fußnoten:  ¹Patientenleitfaden Bluthochdruck. Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. März 2024  ²Pharmazeutische Zeitung: Bluthochdruck-Therapie. Weniger Kilos, weniger Pillen. 28.05.2024. https://pharmazeutische-zeitung.de/weniger-kilos-weniger-pillen-147657/   Weitere Quellenangaben:  PTAheute.de. Sport bei Bluthochdruck – worauf es ankommt. Zuletzt abgerufen am 25.06.24. Stand 17. Mai 2024. https://ptaheute.de/aktuelles/2018/05/16/sport-bei-bluthochdruck-worauf-es-ankommt  Gesundheitsinformation.de. Bluthochdruck (Hypertonie). Zuletzt abgerufen am 25.06.24. Stand 22. Mai 2024. https://www.gesundheitsinformation.de/den-blutdruck-durch-einen-veraenderten-lebensstil-senken.html#Wie-viel-Bewegung-wird-empfohlen  Hochdruckliga. Patientenleitfaden Bluthochdruck. Zuletzt abgerufen am 25.06.24. Stand März 2024. https://www.hochdruckliga.de/fileadmin/downloads/patienten/leitfaden/dhl-patientenleitfaden-2024.pdf   
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                                            Wespen und Bienen geben bei einem Stich ihr Gift an unsere Haut ab. Hierbei kommt es dann zu Schwellungen und Rötungen um die Einstichstelle herum. Auch ein Juckreiz kann entstehen. Oftmals klingen diese Symptome schnell wieder ab. Allergiker reagieren auf das Gift der Wespen,...
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                 Kommt Ihnen das bekannt vor? Draußen wird es wärmer und Sie genießen die Sonnenstrahlen, die sanft auf Ihre Haut treffen. Sie spazieren barfuß durch den Garten, spüren das Gras unter Ihren Füßen und sind umgeben von blühenden Blumen und summenden Bienen. Ehe Sie sich versehen, verspüren Sie einen  Schmerz in Ihrem Fuß . Beim näheren Betrachten erkennen Sie einen Stachel, der in Ihrem Fuß steckt – Sie sind auf eine Biene getreten. 
 Ein  Bienenstich  ist in der Regel  schmerzhaft  und kann  leicht anschwellen , bereitet aber keine weiteren Probleme. In seltenen Fällen zeigen Gestochene jedoch  starke Symptome , wie etwa  Schwindel ,  Atemnot  oder gar  Ohnmacht  – Zeichen einer Bienenallergie. Das Immunsystem der Betroffenen reagiert abwehrend auf die im Bienen-, Wespen- und Hornissengift enthaltenen Eiweißbestandteile. In  Deutschland  sind rund  2,5%  ¹  der Bürger  gegen Insektengift allergisch . Was Sie dann am besten tun, erfahren Sie in diesem Artikel. 
 
   Was passiert bei einem Bienenstich?   
   Bienenstich erkennen – Unterschied zu Wespenstich   
   Bienenallergie: Welche Schweregrade gibt es?   
   5 Erste-Hilfe-Tipps: Was ist zu tun, wenn man von einer Biene gestochen wird?   
   Leide ich an einer Bienenallergie? – Diagnose   
   Langfristige Behandlung einer Bienenallergie   
   Kann man Bienenstiche vermeiden? 5 Tipps zur Prävention   
 
   Was passiert bei einem Bienenstich? 
 Eigentlich sind Bienen nicht aggressiv, es kann aber trotzdem vorkommen, dass sie zustechen, etwa wenn sie sich bedroht fühlen. Eine häufige Konstellation ist, dass man aus Versehen auf das kleine Flügeltier tritt oder sich daraufsetzt. Einen Stich bezahlt die Biene mit ihrem Leben, daran stirbt sie nämlich. Durch ihren Stachel gibt die Biene ein Gift in unsere Haut ab, das aus mehreren Substanzen besteht. Der  Stachel verbleibt  bei einem Stich in der  Einstichstelle  und muss vom Gestochenen sorgfältig entfernt werden. Unser Körper reagiert unmittelbar nach dem Stich mit der  Bildung von Antikörpern  sowie einer  Histaminausschüttung , wodurch der Bereich rund um die Einstichstelle anschwellen und jucken kann. Menschen mit einer Bienenallergie reagieren auf einen erneuten Stich mit einer  erhöhten Ausschüttung von Histamin , was allergische Symptome hervorruft. 
   Bienenstich erkennen – Unterschied zu Wespenstichen 
 Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, welches Insekt zugestochen hat. Gerade bei einer Wespe sind die Symptome ähnlich, denn die Einstichstelle schmerzt stark und schwillt an. Allerdings gibt es einige Indizien, die für einen Bienenstich sprechen: 
 
 Der  Stachel mit Giftsack bleibt in der Regel in der Haut stecken . Wespen ziehen Ihren Stachel nach dem Stechen wieder aus der Haut heraus. 
 Bienen und Wespen sehen nicht gleich aus: Eine Biene hat einen  Saugrüssel , ihr Körper ist eher  bräunlich  und  behaart . Für Wespen ist die gelbe Streifenzeichnung charakteristisch. 
 In der Nähe des Ortes, wo Sie gestochen wurden, liegt eine  tote Biene . Wespen überleben im Gegensatz zu Bienen das Stechen. 
 
  Übrigens:  Das Bienen- und Wespengift ist  nicht das gleiche , wenn bei Ihnen also eine Bienenallergie besteht, heißt das nicht automatisch, dass Sie auch gegen Wespen allergisch sind. 
   Bienenallergie: Welche Schweregrade gibt es? 
 Bei Allergikern unterscheidet man verschiedene  Schweregrade  der akuten Reaktionen des Körpers bei Kontakt mit den Allergenen. Die sog. anaphylaktischen Reaktionen werden bei einer Insektengiftallergie in folgenden Stufen klassifiziert. 
 
  Schweregrad 1  –  Symptome an der Haut : Es entsteht eine juckende Hautreaktion, die länger als 24 Stunden anhält. Außerdem schwillt die Stichstelle auffällig an. Zusätzlich kann eine Nesselsucht entstehen (d.h. es bilden sich kleine, juckende Quaddeln). 
  Schweregrad 2 : Der Körper reagiert auf den Einstich mit Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfen, Schwindel, einem Engegefühl in der Brust und im Hals. Im Gesicht kommt es zu Schwellungen, auch wenn die Einstichstelle z.B. am Arm zu finden ist. Ebenfalls kann niedriger Blutdruck vermessen werden. 
  Schweregrad 3 : Der Allergiker hat Schluckbeschwerden, Atemnot, leidet unter Schwäche und hat Todesangst. 
  Schweregrad 4 : Hier spricht man von einem  anaphylaktischen Schock . Oftmals ist dieser lebensbedrohlich, denn der Körper reagiert mit einem Blutdruckabfall, einem Kreislaufkollaps, schweren Asthma-Anfällen, Bewusstlosigkeit sowie mit unkontrolliertem Urin- und Stuhlabgang. 
 
   
   5 Erste-Hilfe-Tipps: Was ist zu tun, wenn man von einer Biene gestochen wird? 
 
  Ruhe bewahren!  Versuchen Sie ruhig zu atmen, denn ihr Körper ist durch den Stich bereits in Alarmbereitschaft und braucht nicht noch mehr Stress. 
  Stachel behutsam aus der Einstichstelle entfernen . Verwenden Sie hierfür  keine Pinzette . Diese könnte den Giftbeutel am Ende des Bienenstachels zerquetschen und dafür sorgen, dass noch mehr Gift in Ihren Körper gelangt. Besser ist es, wenn Sie den Stachel wegschnipsen oder mit einem stumpfen Gegenstand über den Stachel schaben und ihn so aus der Haut schieben. Dafür eignet sich besonders gut eine Karte aus Hartplastik, wie etwa der Führerschein oder Personalausweis. 
  Stich beobachten:  Wenn Sie nicht wissen, ob Sie allergisch sind, beobachten Sie den Stich. Dass die Haut sich rötet und leicht anschwillt, ist ganz normal und noch kein Indiz für eine allergische Reaktion. Von einer Bienenallergie spricht man erst, wenn Schweregrad 1 erreicht wird und der Stich großflächig anschwillt, verbunden mit Juckreiz. Aber Achtung: Menschen, die einen anaphylaktischen Schock erleiden, müssen nicht zwingend alle Schweregrade durchlaufen haben. Wird Ihnen plötzlich schwindelig, fällt das Atmen schwer oder entwickeln Sie am gesamten Körper Ausschlag, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt für den Fall, dass Sie im Bereich des Kopfes oder Halses gestochen werden oder eine Biene verschlucken. 
  Die Stelle kühlen:  Damit die Schwellung zurückgeht, sollten Sie den Stich am besten kühlen. Umwickeln Sie eine   Kühlkompressen   mit einem Tuch und legen Sie diese auf die schmerzende Stelle. 
  Die Einstichstelle behandeln:  Ob Sie einen Bienenstich behandeln, ist ganz Ihnen überlassen und hängt davon ab, wie schlimm Ihre Reaktion auf den Stich war. Gegen den Juckreiz hilft ein   kühlendes Gel   oder   Roll-on  , etwa von Fenistil, oder ein   Insektenstichheiler  . Bei Schwellungen können Sie auf   FeniHydrocort Creme   zurückgreifen, bei starker Schwellung auch Antihistaminka wie   Cetirizin   oder   Lorano   einnehmen. Ein   Bee Patch   kann darüber hinaus helfen, der Haut das Gift zu entziehen. 
 
   Leide ich an einer Bienenallergie? – Diagnose 
 Um auf Nummer sicher zu gehen und im Ernstfall korrekt agieren zu können, lohnt es sich bei Verdacht auf eine Bienenallergie einen  Allergietest für Insektengifte  durchzuführen. Sprechen Sie über die für Sie am besten geeignete Testmethode am besten mit Ihrem Haut- oder Hausarzt . Die Insektengiftallergie kann auf folgende Arten festgestellt werden: 
 
  Hauttests:  Es gibt zwei Möglichkeiten eine Bienenallergie über die Haut festzustellen. Auf die Haut wird ein Tropfen verdünntes Insektengift geträufelt und darunter in die Haut gestochen (Pricktest). Wird eine Reaktion sichtbar, zum Beispiel eine Quaddel oder Juckreiz, kann man von einer Allergie sprechen. Alternativ kann das verdünnte Bienengift auch direkt in die Haut gestochen werden (Intrakutantest). 
  Bluttest:  Hier wird Blut abgenommen und im Labor untersucht, ob Antikörper gegen Bienengift gefunden werden. Dieser Bluttest kann allerdings erst  frühestens 8 Wochen nach einem Bienenstich  erfolgen. 
 
   Langfristige Behandlung einer Bienenallergie 
 Wird eine Bienenallergie nicht behandelt, besteht sie ein Leben lang. Allerdings kann eine Überempfindlichkeit auf die Insektenstiche verschwinden, wenn man einige Jahre nicht mehr gestochen wurde. 
 Es besteht die Möglichkeit, bei einer Bienenallergie eine  Hyposensibilisierung  durch einen Arzt durchführen zu lassen, nachdem sich der Verdacht auf Bienenallergie im Diagnoseverfahren erwiesen hat. Bei einer Hyposensibilisierung wird der Körper langsam an das Gift gewöhnt, dieses wird über einen längeren Zeitraum in geringen Mengen unter die Haut gespritzt. Hierbei ist gerade in der ersten Woche der  Immuntherapie  die Gefahr einer allergischen Reaktion am größten. Nach der  Eingewöhnungsphase  wird Ihnen dann nur noch monatlich vom Arzt eine  Sensibilisierungsspritze  gegeben, sodass die Wespen- und Bienenallergie nach ca. 3 bis 5 Jahren ganz verschwindet. 
 Bei einer schweren Bienenallergie sollte immer das sogenannte  Notfallset  mitgenommen werden. Dieses wird Risikopatienten  vom  behandelnden  Arzt verordnet  und beinhaltet eine Spritze mit  Adrenalin , eine Flasche mit  Antihistaminikum , eine Flasche mit  Kortison  sowie ein  Spray . Das Wichtigste ist allerdings, Bienenstiche ganz zu vermeiden. 
   
   Kann man Bienenstiche vermeiden? 5 Tipps zur Prävention 
 Es gibt keine Garantie dafür, nie wieder im Leben von einer Biene oder Wespe gestochen zu werden. Allerdings kann man einigen Tipps nachgehen, um die Wahrscheinlichkeit für einen Bienenstich signifikant zu minimieren. 
 
  Von Bienen und Wespen fernhalten  – wenn Sie eine Biene sehen, versuchen Sie Abstand zu halten. Fliegt ein Insekt auf Sie zu, bleiben Sie einfach stehen, aber schlagen Sie nicht danach. 
 Draußen stets  Schuhe tragen  und nicht barfuß laufen. 
  Verzichten  Sie  auf knallige Farben  im Garten, wie etwa Rot- oder Gelbtöne, denn diese Farben locken Bienen eher an.  Weiße oder helle Farben hingegen wirken auf die Insekten gar nicht attraktiv  und eignen sich daher gut als Farbe der Kleidung, wenn man den Kontakt mit Bienen möglichst umgehen möchte. Arbeiten Sie im Garten in der Nähe von Blumenbeeten, sollten Sie möglichst zu  langer, enger Kleidung  greifen. 
  Süße Speisen und Getränke abdecken.  Vor allem Wespen werden von Gerüchen angezogen und leisten Ihnen im Sommer Gesellschaft, wenn sie süße Lebensmittel riechen. 
  Sie sollten nicht nach Blumen duften!  Einige Parfüms, Duschgele und Deodorants setzen auf blumige Duftnoten. Da Bienen Blumen lieben, können solche Düfte anlockend auf die Insekten wirken. 
 
 &amp;nbsp; 
 
 1: Statista. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/227049/umfrage/allergikeranteil-in-deutschland-nach-allergieform/#:~:text=Rund%202%2C5%20Prozent%20der,diesem%20Jahr%20unter%20einer%20Insektengiftallergie. Abgerufen am 05.04.2024 
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                            <updated>2024-04-05T07:15:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ich kann nicht schlafen: Tipps zum Durch- und Einschlafen</title>
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                                            Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen und haben regelmäßig Probleme mit dem Einschlafen bzw. Durchschlafen. Solche Ein- und Durchschlafstörungen können für die Betroffenen sehr belastend sein. Der Schlafmangel und die Unterbrechungen beeinträchtigen die Erholung von Körp...
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   Zusammenfassung: Was hilft bei Einschlafproblemen und Schlafstörungen?   
 Pflanzliche Mittel wie  Baldrian ,  Lavendel  oder  Passionsblume  wirken beruhigend und erleichtern das Einschlafen; bei Bedarf kann auch der körpereigene Stoff  Melatonin  den Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen. Beruhigende Düfte wie  Lavendel  oder  Zirbe  sowie  Kräutertees  aus  Kamille ,  Pfefferminze  oder  Baldrian  schaffen zusätzlich eine entspannte Atmosphäre. 
 Hilfreich sind außerdem  Entspannungstechniken  wie die  Progressive Muskelentspannung  oder die  4-7-8-Atemtechnik , die Körper und Geist beruhigen. Auch  Atemmeditationen ,  beruhigende Podcasts  oder  sanfte Musik  erleichtern das Abschalten. Für einen erholsamen Schlaf sorgen ein  kühles, gut gelüftetes Schlafzimmer ,  feste Schlafzeiten , der  Verzicht auf Bildschirme  vor dem Zubettgehen sowie ein  bequemes Bett mit passender Matratze . 
 Bei  starken und regelmäßigen Schlafstörungen  ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Gegebenenfalls werden dann stärkere Schlafmittel verschrieben. 
 
 Nächtliches Wälzen im Bett und der ständige Blick auf die Uhr – für viele Menschen ist  Schlaflosigkeit  quälende Realität. Doch der ständige Kampf gegen  schlaflose Nächte  kann nicht nur die physische Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch unsere  mentale   und emotionale Stabilität  herausfordern. 
 Damit Sie ab sofort aktiv etwas gegen Schlafprobleme tun können und Schlafmangel schon bald der Vergangenheit angehört, bieten wir Ihnen nicht nur  sofort umsetzbare Tipps , um die nächtliche Ruhe zu verbessern, sondern auch  lang- und mittelfristige Maßnahmen , um das Problem an der Wurzel zu packen. Zusätzlich werfen wir einen Blick auf mögliche Ursachen für Schlafstörungen. 
 Schnell einschlafen: Diese Tipps helfen sofort 
 Schlaflosigkeit kann quälend sein und so sind bei den Betroffenen schnelle und effektive Lösungen gefragt. Neben  beruhigenden Tees, pflanzlichen Mitteln und leichter Arznei  gibt es bewährte Methoden, die Sie sofort anwenden können, um schneller einzuschlafen. 
 Pflanzliche Mittel und sanfte Arznei 
 In unserem Shop finden Sie ein  vielfältiges Angebot von freiverkäuflichen Medikamenten , die Ihnen bei Schlafproblemen helfen können. Insbesondere wenn die Schlafprobleme unregelmäßig auftreten, kann die Einnahme von rezeptfreien Tabletten eine Option sein. Nachfolgend stellen wir Ihnen  die wichtigsten Wirkstoffe  vor, die sich in den bei uns erhältlichen Schlafmitteln befinden: 
 
   Melatonin  : Melatonin ist ein  körpereigenes Hormon , das eine entscheidende Rolle im  Schlaf-Wach-Rhythmus  spielt. Die Einnahme von Melatonin als  Nahrungsergänzung  kann helfen, den Schlafzyklus zu regulieren und die Einschlafzeit zu verkürzen. 
  Doxylamin  (zum Beispiel   Hoggar Night  ): Doxylamin wirkt  beruhigend  und hat die Fähigkeit, die Aktivität des Neurotransmitters Histamin zu blockieren. Histamin ist im Gehirn an der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt. Durch die Blockade von Histamin kann Doxylamin Schläfrigkeit fördern und die Einschlafzeit verkürzen. 
  Baldrian  (zum Beispiel   Baldriparan  ): Baldrian ist eine natürliche Substanz, die oft zur Förderung des Schlafs verwendet wird. Die Wurzel des Baldrianstrauchs enthält Verbindungen, die  beruhigende und entspannende Eigenschaften  haben. Dies kann dazu beitragen, Angstzustände zu reduzieren und eine allgemeine Entspannung des Nervensystems zu fördern. 
  Lavendel  (zum Beispiel   Lasea  ): Produkte mit Lavendelöl werden aufgrund ihrer  beruhigenden Wirkung  oft als pflanzliche Alternative zur Bewältigung von Stress, Unruhe und nervösen Schlafstörungen genutzt. 
  Passionsblume  (zum Beispiel   Lioran  ): Das Extrakt der Passionsblume wird traditionell für seine  beruhigenden Eigenschaften  geschätzt und kann helfen,  Nervosität und Unruhe  abzubauen, was sich positiv auf den Schlaf auswirken kann. 
 
 Es ist wichtig zu beachten, dass  individuelle Reaktionen  auf diese Substanzen variieren können. Vor der Einnahme ist es daher ratsam, mit einem Arzt oder Apotheker zu sprechen, insbesondere wenn bereits Medikamente eingenommen werden oder bestehende Erkrankungen vorliegen. Auch wenn Sie über längere Zeit nicht richtig schlafen können, ist die Rücksprache mit einem Experten dringend geboten. Er wird prüfen, ob Sie ggf. an Insomnie leiden und ob für Sie ein stärkeres, verschreibungspflichtiges Schlafmittel infrage kommt. 
 Düfte und Tees bei Schlafproblemen 
 Düfte und Tees spielen eine entscheidende Rolle beim Schaffen einer beruhigenden Umgebung, die den Weg zu einem entspannten Schlaf ebnen kann. 
  Aromatherapie , d.h. die Verwendung von  Düften zur Förderung von Wohlbefinden , hat gezeigt, dass bestimmte Aromen, wie Lavendel oder Kamille, eine beruhigende Wirkung haben können.   Lavendelduft   beispielsweise ist bekannt für seine stressreduzierenden Eigenschaften und kann eine entspannende Atmosphäre im Schlafzimmer schaffen. Auch der   holzige Duft der Zirbe   kann Unruhezustände ausgleichen und so für innere Harmonie sorgen. Für das Schlafzimmer gibt es unzählige Zirbenholz- und auch Lavendel-Produkte, vom Kissen über Duftöl bis hin zum Spray, die sich auch bei Menschen ohne Schlafproblemen großer Beliebtheit erfreuen. 
   Tees  , insbesondere Kräutertees wie  Kamille, Pfefferminze oder Baldrian , enthalten oft natürliche Inhaltsstoffe, die beruhigend und schlaffördernd wirken. Die Wärme des Tees allein kann schon entspannend sein, während die spezifischen Kräuter zusätzlich beruhigende Effekte entfalten können. Im Handel sind oft spezielle Mischungen erhältlich, die extra dafür kreiert worden sind, um beim Einschlafen zu helfen. 
 Die bewusste Integration dieser Düfte und Tees in die  abendliche Routine  kann eine positive Wirkung auf den Schlaf haben. Durch das Schaffen einer entspannten und angenehmen Atmosphäre wird nicht nur der Körper auf den Schlaf vorbereitet, sondern auch der Geist beruhigt, was den Einschlafprozess erleichtern kann. Es ist ratsam, individuelle Präferenzen zu berücksichtigen und verschiedene Düfte sowie Teesorten auszuprobieren, um diejenigen zu finden, die am besten zur persönlichen Entspannung beitragen. 
 Progressive Muskelentspannung (PME): Eine sanfte Übung zum Einschlafen 
  Die Progressive Muskelentspannung (PME)  ist eine wirksame Methode, um die Anspannung des Tages abzuschütteln und einen ruhigen und erholsamen Schlaf zu fördern. Die Technik wurde von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobson entwickelt, der sich auf die bewusste An- und Entspannung unterschiedlicher Muskelgruppen im Körper konzentrierte. 
 Hier sind Schritte, die Sie befolgen können, um Progressive Muskelentspannung als Unterstützung beim Einschlafen zu integrieren: 
 
  Vorbereitung:  Setzen oder legen Sie sich in eine bequeme Position. Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief ein und aus, um sich zu entspannen. 
  Muskelgruppen anspannen:  Beginnen Sie mit den Zehen und spannen Sie die Muskeln für etwa 5-10 Sekunden kräftig an. Konzentrieren Sie sich dabei vollständig auf die Anspannung. 
  Muskelgruppen entspannen:  Lösen Sie die Anspannung abrupt und spüren Sie bewusst die darauffolgende Entspannung. Atmen Sie dabei tief aus. 
  Systematisch fortfahren:  Arbeiten Sie sich durch verschiedene Muskelgruppen des Körpers - Füße, Beine, Bauch, Rücken, Arme, Nacken und Gesicht - und wiederholen Sie den Zyklus. 
  Atmung und Achtsamkeit:  Kombinieren Sie die Muskelentspannung mit einer tiefen, ruhigen Atmung. Achten Sie darauf, sich auf die Empfindungen in Ihrem Körper zu konzentrieren. 
  Wiederholen Sie nach Bedarf:  Bei Bedarf können Sie den Zyklus wiederholen, um eine tiefere Entspannung zu erreichen. 
 
 Durch regelmäßige Anwendung kann diese Methode zu einer  verbesserten Schlafqualität  beitragen und  Stress abbauen . Probieren Sie es selbst und lassen Sie sich von diesem behutsamen Weg in die wohltuende Entspannung einer ruhigen Nacht führen. 
   
 Erholsamer Schlaf mit der 4-7-8 Atemtechnik 
 Die  4-7-8 Atemtechnik , auch bekannt als die „Entspannte Atemübung“, ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, um Stress abzubauen und den Schlaf zu fördern. Entwickelt von Dr. Andrew Weil, kombiniert diese Technik bewusstes Atmen mit einer spezifischen Atemfolge. 
 
  Vorbereitung:  Setzen Sie sich in eine bequeme Position und entspannen Sie Ihre Schultern. 
  Mundposition:  Platzieren Sie die Zungenspitze sanft hinter Ihren oberen Schneidezähnen und halten Sie sie dort während der gesamten Übung. 
  Einatmen (4 Sekunden):  Atmen Sie durch die Nase ein und zählen Sie dabei bis vier. Füllen Sie Ihre Lunge ruhig und gleichmäßig mit Luft. 
  Atem anhalten (7 Sekunden):  Halten Sie den Atem an und zählen Sie bis sieben. Konzentrieren Sie sich darauf, die Luft in Ihrem Körper zu halten. 
  Ausatmen (8 Sekunden):  Atmen Sie durch den Mund aus und zählen Sie dabei bis acht. Lassen Sie die Luft langsam und vollständig entweichen. 
  Wiederholen:  Wiederholen Sie diesen Zyklus für insgesamt vier Atemzüge. Nach einer Weile können Sie die Anzahl der Zyklen erhöhen, wenn Sie sich damit wohlfühlen. 
 
 Entspannt einschlafen mit beruhigenden Geschichten und Klängen 
 Eine beliebte Methode ist das  Hören von Podcast  zum Einschlafen. Wichtig ist hierbei jedoch die richtige Auswahl von Inhalten. Setzen Sie auf beruhigende Stimmen, entspannende Geschichten oder meditative Klänge, die nicht nur den Geist beruhigen, sondern auch dabei helfen können, den Stress des Tages abzubauen. Das Hören von Podcasts schafft eine ruhige Atmosphäre, die Ihnen hilft, sanft in einen erholsamen Schlaf überzugehen. 
 Laut einer  aktuellen Studie , veröffentlicht in PLOS One (The audio features of sleep music: Universal and subgroup characteristics | PLOS ONE) können bestimmte  Lieder oder Klänge den Weg zum Schlaf erleichtern  und für eine tiefere Entspannung sorgen.¹ Die Forschung zeigt, dass die Auswahl der richtigen Songs einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität haben kann. Hier sind einige der empfohlenen Songs, basierend auf den Erkenntnissen dieser Studie: 
 
  &quot;Weightless&quot; by Marconi Union:  Die Studie bestätigte die entspannende Wirkung dieses Songs, der nachweislich Stress reduziert und eine beruhigende Atmosphäre schafft. 
  &quot;Clair de Lune&quot; by Claude Debussy:  Klassische Musik, insbesondere Debussys &quot;Clair de Lune&quot;, wurde als wirksam bei der Förderung von Entspannung und Schlafqualität identifiziert. 
  &quot;Teardrop&quot; by Massive Attack:  Die Kombination aus melodischen Klängen und einer entspannten Rhythmusstruktur erwies sich als besonders förderlich für einen stressfreien Übergang in den Schlaf. 
  &quot;The Sea&quot; by Max Richter:  Die minimalistische Klanglandschaft von Max Richters &quot;The Sea&quot; wurde positiv bewertet, um den Geist zu beruhigen und einen tiefen Schlaf zu unterstützen. 
  &quot;Spiegel im Spiegel&quot; by Arvo Pärt:  Die repetitiven, beruhigenden Klänge dieses Stücks zeigten eine positive Auswirkung auf die Schlafeffizienz. 
 
 Die Erkenntnisse dieser Studie unterstreichen die Bedeutung von gezielten,  beruhigenden Klängen   für einen entspannten Schlaf . Durch die Integration einer Playlist mit diesen oder ähnlichen Songs in Ihre Schlafroutine könnten Sie möglicherweise die Qualität Ihrer Nachtruhe verbessern. Experimentieren Sie und finden Sie heraus, welche Musik am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt. 
 Optimale Schlafumgebung: Tipps für Temperatur und Frischluft im Schlafzimmer 
 Darüber hinaus wirkt es sich positiv auf die Schlafqualität aus, wenn die  Temperatur  im Schlafzimmer  nicht über 18 Grad Celsius  beträgt und möglichst  nicht unter 15 Grad Celsius  fällt. Sorgen Sie regelmäßig für  frische Luft , indem Sie morgens und abends gut lüften (Ausnahme: Dieser Tipp gilt  nicht für Pollenallergiker ). Wer schnell friert, kann sich vor dem Schlafengehen eine wohltemperierte   Wärmflasche   ins Bett legen. Achten Sie jedoch darauf, dass diese nicht zu warm ist und Sie Ihren Körper nicht unnötig durch zu viel Hitze belasten. 
 Gedanken loslassen und Entspannung üben 
 Ob finanzielle Sorgen, Stress auf der Arbeit oder Erinnerungen an den vergangenen Tag: Wenn das  Gedankenkarussell  permanent kreist, kann es helfen zu meditieren oder gezielte Entspannungsübungen durchzuführen, um negative Gedanken zu stoppen. Eine effektive Entspannungsübung, um den Gedankenfluss zu beruhigen, ist die Atemachtsamkeit (auch Atemmeditation genannt). Hier sind die Schritte: 
 
  Bequeme Position:  Setzen Sie sich in eine bequeme Position oder legen Sie sich hin. 
  Fokussierte Atmung:  Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie Sie ein- und ausatmen. 
  Zählen der Atemzüge:  Zählen Sie bei jedem Atemzug bis vier und atmen Sie dann langsam und gleichmäßig aus. Konzentrieren Sie sich nur auf den Atem und versuchen Sie, alle anderen Gedanken auszublenden. 
  Gedanken beobachten:  Falls Gedanken auftauchen, versuchen Sie sie ziehen zu lassen und bringen Sie sanft Ihre Aufmerksamkeit zurück zu Ihrem Atem. 
  Wiederholung:  Wiederholen Sie diesen Prozess so lange wie nötig, um Ihren Geist zu beruhigen. 
 
 Diese Atemachtsamkeitsübung hilft dabei, den Geist zu zentrieren und störende Gedanken zu minimieren. Auch das allseits bekannte  „Schäfchenzählen“  dient dem Zweck, den Fokus auf etwas Anderes zu richten und Unwichtiges loszulassen. 
 Langfristige Maßnahmen für besseren Schlaf 
 Eine erholsame Nachtruhe sollte kein Luxus sein, denn gesunder Schlaf ist eine essenzielle Grundlage für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im täglichen Leben. Im Folgenden haben wir praktische Tipps aufgelistet, die langfristig Ihre Schlafqualität verbessern können. 
 Das Bett ist nur zum Schlafen da 
 Auch wenn es noch so verlockend ist, sollten Sie der Versuchung widerstehen, Ihr Bett auch zum Arbeiten, Lesen, Essen oder Fernsehen zu nutzen. Gewöhnen Sie sich an, in Ihrem Bett ausschließlich zu schlafen – nur so kann sich auch Ihr Gehirn daran gewöhnen und das Objekt „Bett“ mit dem Vorgang „Schlafen“ verknüpfen. Indem Sie sich derart  selbst konditionieren , können Sie sich das Einschlafen mitunter deutlich erleichtern. 
 Individuelle Schlafenszeiten und Rituale 
 Ebenso wichtig ist es, möglichst feste Schlafenszeiten einzuführen und sich einen eigenen  Rhythmus  anzugewöhnen. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig um 22:00 Uhr schlafen gehen und um 6:30 Uhr aufstehen, wird sich auch Ihr Körper daran gewöhnen. Das Resultat: Sie werden voraussichtlich jeden Abend um die gleiche Zeit müde und wachen morgens von alleine auf. So sparen Sie sich unnötigen Stress durch etwaiges Weckerklingeln und kommen ganz von selbst in den Genuss eines ausreichend langen Schlafs. Damit Sie abends müde sind und gut einschlafen können, sollten Sie außerdem möglichst darauf verzichten, tagsüber zu schlafen. Außerdem sollten Sie  mindestens eine halbe Stunde  vor dem Schlafen gehen  auf elektronische Geräte , wie etwa Ihr Handy,  verzichten . Denn das blaue Licht der Bildschirme wirkt sich negativ auf den Melatoninspiegel im Körper aus.² Können Sie durch Licht- oder Lärmbelästigung nur sehr schlecht ein- und durchschlafen, können eine verdunkelnde   Schlafmaske   sowie   Ohrstöpsel   Abhilfe schaffen. 
 Hochwertiges Bett mit bequemer Matratze und gutem Lattenrost 
 Nicht nur für den Rücken, sondern auch für einen erholsamen Schlaf ist ein bequemes Bett mit einer  hochwertigen Matratze  und einem guten Lattenrost unverzichtbar. Wer dauerhaft auf einem unbequemen Bett oder einer Schlafcouch schläft, die weder zum eigenen Körper noch zum Schlafverhalten passen, begünstigt neben starken Rückenschmerzen auch Schlaflosigkeit und dauerhafte Schlafprobleme. Eine   Gewichtsdecke   kann eine zusätzliche Bereicherung für einen erholsamen Schlaf sein. Diese speziellen Decken, auch als Schwerdecken bekannt, bieten eine  gleichmäßige Gewichtsverteilung  und können dazu beitragen, Stress abzubauen sowie eine tiefe Entspannung während des Schlafs zu fördern. Betten Sie sich in Qualität und Komfort ein, indem Sie nicht nur in eine hochwertige Matratze und einen guten Lattenrost investieren, sondern auch die entspannenden Vorteile einer passenden Gewichtsdecke in Betracht ziehen! 
 Ursachen für Schlafstörungen sind vielfältig 
   
 Ursachen für Schlafstörungen können unterschiedliche Umwelteinflüsse oder Störungen sein, die im Zusammenhang mit psychiatrischen oder organischen Erkrankungen stehen. Privater Stress, Sorgen, falsche Bettgewohnheiten sowie Lärm in der Umgebung bzw. durch einen schnarchenden Bettnachbarn können ebenfalls zu einem nicht erholsamen Schlaf beitragen. Zudem kann der Konsum von Genuss- und Suchtmitteln wie  Koffein, Alkohol und Nikotin  ebenso wie die Behandlung mit bestimmten Medikamenten den Schlaf negativ beeinflussen. Als typische Ursachen für Schlafstörungen gelten auch verschiedene Verhaltensweisen, die mit einem guten Schlaf in der Nacht und einer vollen Einsatzfähigkeit am Tag nicht zu vereinbaren sind. 
 Zur Behandlung leichter und vorübergehender Schlafstörungen können Sie wie oben beschrieben   pflanzliche Beruhigungsmittel und leichte Schlafmittel   einnehmen. Die größte Wirkung ist bei regelmäßiger Einnahme  nach ein bis zwei Wochen  erreicht. Das Schlafmittel sollte etwa 1 Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Der Abstand zum Aufstehen bzw. die Schlafenzeit sollte stets 8 Stunden betragen, sonst besteht die Gefahr einer Aufmerksamkeitseinschränkungen am Tage. 
 Helfen Ihnen all die genannten Tipps jedoch nicht, ist ein  Arztbesuch  unumgänglich. Beraten Sie sich am besten zunächst mit Ihrem Hausarzt. Er wird folgende Aspekte bewerten: Wie Ihre Schlafbeschwerden konkret aussehen (liegt ein Einschlaf- und/oder Durchschlafproblem vor?), wie lange Sie schon damit zu kämpfen haben und wie sehr sich der fehlende Schlaf auf Ihren Alltag auswirkt. Anschließend wird darüber beraten, wie eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene medikamentöse Behandlung aussehen könnte oder ob eine Weiteruntersuchung in einem  Schlaflabor  eine Option sein könnte. 
 &amp;nbsp; 
 
 ¹ PLOS One. URL: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0278813 Aufgerufen am 24.01.2024 
 ² Uniklinik Aachen. URL: https://www.ukaachen.de/kliniken-institute/mfa-zfa/tipps-und-service/das-handy-als-einschlafhilfe/#:~:text=Blaues%20Licht%20senkt%20den%20Melatoninspiegel&amp;amp;text=Sie%20nutzen%20ihr%20Smartphone%2C%20um,der%20k%C3%B6rperlichen%20und%20geistigen%20Entspannung Aufgerufen am 24.01.2024 
   Prozentuale Angaben im Bild zur nächtlichen Schlafdauer in Deutschland aus: https://de.statista.com/infografik/25655/umfrage-zu-schlafdauer-und-schlafproblemen-in-deutschland/ (Abgerufen am 13.03.2024)  
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2024-01-24T13:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Was hilft gegen Bauchschmerzen?</title>
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                  Es grummelt, es zwickt, es beißt und manchmal überfällt uns ein äußerst schmerzhafter Krampf: Wir haben  Bauchschmerzen . Es gibt keinen Menschen, der nicht schon einmal unter diesen Symptomen gelitten hat. Bauchschmerzen haben sowohl Babys als auch alte Menschen. Die  Ursachen  dafür sind  mannigfaltig , die Möglichkeiten der Behandlung auch. Die reichen von  simplen Hausmitteln  der  Erfahrungs- und Naturmedizin  bis hin zu  Medikamenten , welche die Beschwerden lindern.  
 
    Sofort-Tipps bei Bauchschmerzen    
    Bauchschmerzen bei Kindern - was ist zu tun?    
    Ursachen und Auslöser für Bauchbeschwerden    
 
  Meist sind Bauchschmerzen harmloser Natur und nur vorübergehend. Treten sie beispielsweise als Begleiterscheinung der Monatsblutung auf oder bei Verdauungsstörungen, etwa nach einem zu üppigem Festmahl, lassen sie sich oft gut mit altbewährten Hausmitteln in den Griff bekommen. Diese  Tipps  können Sie beliebig kombinieren – probieren Sie einfach aus, was Ihnen gut tut.  
   Sofort-Tipps bei Bauchschmerzen 
  Im Folgenden haben wir einige  Sofort-Tipps  für Sie aufgelistet, damit Sie  schnelle Linderung  erfahren. Um mögliche Krankheiten oder Entzündungen auszuschließen, sollten Sie bei anhaltenden Bauchschmerzen oder sehr starken Bauchkrämpfen allerdings immer einen Arzt konsultieren.  
     
  Tee trinken  
  Eine schöne, heiße Tasse Tee mit Fenchel, Salbei, Kamille oder Pfefferminze kann wahre Wunder bewirken, wenn es darum geht, Bauchschmerzen einzudämmen.  Fenchel  beispielsweise ist ein Gemüse, das leicht verdaulich und  magenschonend  ist. Seine ätherischen Öle helfen der Verdauung. Als Tee wird es vor allem gegen    Blähungen    eingesetzt.  Kamille  wirkt  krampflösend  und  antibakteriell .  Salbei- und Pfefferminztee  hilft bei Bauchschmerzen sowie Blähungen. In Ihrer Apotheke oder Drogerie erhalten Sie übrigens speziellen  Arzneitee  für den Magen-Darm-Trakt, der verschiedene der hier genannten Heilkräuter wirksam kombiniert und oft noch das Gewürz  Kümmel  zusetzt, das sich ebenfalls positiv auf den Verdauungstrakt auswirken kann. Auch  Kardamom  hilft mit seinen ätherischen Ölen die Beschwerden zu lindern. Geben Sie eine Prise der zerstoßenen Kardamom-Kapsel in Ihren Tee.  
  Für Wärme sorgen  
  Der Tee wärmt von innen, eine angenehm  kuschelige Decke  oder eine  Wärmflasche  spendet Wärme von außen. Auch ein  Körnerkissen , ein  Wärmepflaster  oder ein  warmes Bad  sorgen für Entspannung und Entkrampfung. Erlaubt ist, was gut tut – achten Sie nur darauf, dass Ihr wärmendes Hilfsmittel nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden. Am besten bleibt die Temperatur unter 40 Grad hat.  
   Zusammengefasst heißt das:  Wärme (als Wärmflasche oder Tee) ist immer hilfreich, wenn der Magen schmerzt. Kamille löst Krämpfe, hemmt das Wachstum von Bakterien und wirkt antibakteriell. Salbei entkrampft den Bauch und lindert Schmerzen. Die ätherischen Öle im Pfefferminztee helfen Ihrem schmerzenden Unterleib.  
  Stress vermeiden  
  Unser Leben ist  hektisch  geworden: Der Weg zur Arbeit – ein einziger Stau und ewiger Ärger mit unvernünftigen Verkehrsteilnehmern. Stress im Job, Termine, die eingehalten werden müssen, Kollegen, die mobben, Krach in der Beziehung, bei den Kindern läuft alles schief und die Eltern mischen sich immer noch in alles ein – das sind oft Ursachen für Bauchschmerzen. Der Magen rebelliert, der Darm arbeitet nicht regelmäßig – das ist auf Dauer nicht gesund. Dieser  Stress bringt Unordnung in Ihr Verdauungssystem  und ist oft die Ursache von Bauchschmerzen.  
  Wenn Ihnen Stress Bauchschmerzen macht, dann hilft Ihnen natürlich ganz schnell eine Verringerung der Stress auslösenden Probleme. Aber was hat Stress mit Ihrem Bauch zu tun? Das ist einfach erklärt:  Stresshormone  bringen den Kreislauf auf Hochtouren und sorgen für  Spannung in den Muskeln . Da sich viele Menschen aber körperlich kaum noch betätigen, können sie die Anspannung nicht mehr abbauen.  
   Daher gilt:  Bei Bauchschmerzen sollten Sie versuchen sich zu entspannen. Legen Sie sich gemütlich ins  Bett  oder auf die  Couch ,  wärmen  Sie Ihren Bauch und  trinken Sie einen Tee . Mit verschiedenen Achtsamkeits- und Entspannungsübungen verringern Sie den Stress und fördern die Entkrampfung Ihres Magen-Darm-Traktes. Auch ein  Buch  oder  entspannte Klänge  können helfen, dass Sie entspannen.  
     
  Auf die Ernährung achten  
  Bei Bauchbeschwerden sollten Sie stets auf  schonende Kost  achten.  Verzichten  Sie auf zu  fettige, süße und salzige Speisen . Auch Alkohol ist ein Tabu, wenn Sie gerade mit Bauchschmerzen zu kämpfen haben. Denn dieser ist schlecht für den Magen, da er die  Magenschleimhaut  angreift, was zu einer  Gastritis  führen kann. Besonders  folgende Obst- und Gemüsesorten  können wir Ihnen ans Herz legen:  
 
   Kartoffeln : Kartoffeln sind ein stark basisches Lebensmittel und binden die Säuren im Verdauungstrakt. Fettarm zubereitet, als Pell- oder Salzkartoffeln oder als Kartoffelbrei, sind sie besonders zu empfehlen.  
   Äpfel : Äpfel enthalten viele  Ballaststoffe  und  Enzyme . Diese fördern die Verdauung und stoppen das Bauchgrimmen. Einer der besten Tipps von der Oma: Den Apfel reiben, den Brei an der Luft braun oxidieren lassen und dann löffelweise essen. Das Pektin der Äpfel sorgt für eine gesunde Darmflora und wirkt schmerzlindernd. Vorsicht aber bei einer möglichen Unverträglichkeit: Äpfel sind sehr säurehaltig und können bei einer Fruktoseintoleranz selbst Auslöser von Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen sein.  
   Tomaten : Tomaten sind beste Helfer, wenn es im Ober- oder Unterbauch schmerzt. Ihr Farbstoff Lycopin wirkt  antioxidativ , das Gemüse ist leicht verdaulich und sehr bekömmlich.  
   Zucchini : Gut gegen Bauchschmerzen sind auch Zucchini. Sie sind sehr magenfreundlich und reich an Kalium und Magnesium.  
 
  Medikamente gegen Bauchschmerzen einnehmen  
  Viele pflanzliche Mittel und leichte Medikamente aus unserer Apotheke verschaffen Linderung. Diese beinhalten häufig eine Kombination aus verschiedenen  Kräutern , die eine sehr positive Wirkung auf den Magen haben und neben Bauchschmerzen auch bei Übelkeit, Sodbrennen, Reizdarmsymptomen und Regelschmerzen helfen.  
 
    Buscopan (bei Bauchschmerzen)    
    Iberogast (bei Übelkeit)    
    Pantoprazol (bei Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung)    
    Kijimea (bei Reizdarm)    
    Dolormin für Frauen (bei Regelschmerzen)    
 
   Bauchschmerzen bei Kindern - was ist zu tun? 
  Ihr Kind klagt über Bauchschmerzen. Das kommt häufiger vor, als man zunächst annehmen mag. Die Bandbreite der Gründe reicht von  Verstopfung  oder  Durchfall  bis hin zu einer    Magen-Darm-Infektion    oder zur bedrohlichen  Blinddarmentzündung . Auch  Blasenentzündungen  oder andere Infektionen können die Ursache sein. Dazu kommen noch:  
 
  eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die Sie mit dem Arzt abklären müssen  
  Blähungen (häufig bei Kleinkindern oder Babys, oft 3-Monats-Koliken)  
  eine Lebensmittelvergiftung (auch da hilft nur der Arzt)  
  Nieren- oder Gallensteine (kommen auch bei Kindern vor, wenn auch selten)  
  eine Blinddarmentzündung  
  ein Leistenbruch  
  ein Darmverschluss (sehr gefährlich)  
 
  Bitte denken Sie daran, dass bei Durchfall sehr viel Flüssigkeit ausgeschieden wird! Daher soll immer darauf geachtet werden, dass das Kind den  Flüssigkeitsverlust  durch viel Trinken von Wasser oder ungesüßten Tee  ausgleicht .  
  Wenn Sie die Gründe für die Bauchbeschwerden bei Ihrem Kind nicht schnell selbst erkennen können, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser kann der Ursache für die Bauchschmerzen bei Ihrem Kind auf den Grund gehen und gibt Ihnen dann auch Tipps, wie Sie die Gesundheit Ihres Kindes verbessern können und die Bauchschmerzen lindern.  
  Bewährte Hausmittel, wenn Ihr Kind über Bauchschmerzen klagt  
  Wenn Ihr Kind Schmerzen im Bauch hat, dann ist das kein Grund, in Panik auszubrechen:  Nur etwa zehn Prozent der Bauchprobleme bei Kindern bedürfen einer Behandlung.  Meistens sind es ganz simple Ursachen, wenn Ihr Kind über Bauchschmerzen klagt. Zu  fettiges Essen , zu  viele Süßigkeiten  oder der Verzehr von verschiedenen Speisen durcheinander kann dazu führen, dass der Bauch weh tut.  
  Es kann aber auch schon beim Kind  Stress  die Ursache sein: Ärger in der Schule, Angst vor einer Prüfung, eine Kinderfreundschaft ist zerbrochen, in der Familie gibt es Spannungen. Wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt, ängstlich, krank und blass wirkt und Sie dann obendrein auch noch einen „harten“ Bauch feststellen, dann ist eine ärztliche Behandlung angesagt.  
  Hier nun einige der  besten Hausmittel , die Ihrem Kind bei solchen Beschwerden helfen:  
 
   Fenchel-Kümmel-Anis-Tee:  Werden die Schmerzen durch eine Blähung verursacht, dann bereiten Sie für das Kind diesen Tee zu. Mischen Sie Anis, Kümmel und Fenchel zu gleichen Teilen. Geben Sie einen EL der Teemischung in eine Tasse und übergießen sie mit kochendem Wasser. Acht bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen.  
   Sauerkraut:  Ist eine Verstopfung der Grund, dann muss Ihr Kind viel trinken und sich stark bewegen. Sie können auch leichte Abführmittel einsetzen. Als Hausmittel hat sich Sauerkraut sehr bewährt: Fünf Gabeln rohes Sauerkraut können die Verstopfung lösen.  
  Geben Sie bei dem Kind eine  leichte Bauchmassage  mit  kreisenden Bewegungen  und nur geringem Druck. Dann legen Sie Ihrem Kind für eine halbe Stunde eine nicht zu heiße Wärmflasche auf den Bauch.  
  Diese  Gymnastikübung  hilft auch: Das Kind legt sich auf den Rücken und muss drei bis fünf Minuten die Beine wie beim Radfahren bewegen.  
 
   Die häufigsten Ursachen für Bauchschmerzen 
  Wenn Ihr Magen Probleme macht, wenn der Bauch Ihnen Ärger bereitet, wenn der Darm mit   Verstopfung   oder   Durchfall   anzeigt, dass mit Ihrer Gesundheit etwas nicht in Ordnung ist – dann fragen Sie sich gewiss, wie es zu den Bauchschmerzen kommt und wie sehr sie Ihrer Gesundheit schaden können.  
  Die meisten  Auslöser  entdecken wir schnell. Oft sind sie harmlos oder auf eine etwas „aus dem Ruder gelaufene“ Lebensführung zurückzuführen:  
 
  haben  zu schnell, zu fett und zu viel gegessen . Das gefällt weder Ihrem Magen noch Ihrer Leber, von der Galle ganz zu schweigen. Sie protestieren gegen diese Art der Ernährung mit Schmerzen. Auch unregelmäßige Mahlzeiten können Ihren Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht geraten lassen.  
  leiner Verdauungsschnaps nach dem Essen? Um das schwere Essen aufzulockern und es besser verdauen zu können, haben Sie  Alkohol  getrunken. Doch zu viel tut dem Bauch nicht gut.  
  haben  Ärger im Job  oder in der Beziehung oder Sie werden von Ängsten geplagt? Das hat Ihnen auf den Magen geschlagen – prompt haben Sie Bauchschmerzen bekommen.  
  Bei sehr vielen Frauen führt die  Menstruation  häufig zu krampfartigen Schmerzen im unteren Bauchraum.  
  War Ihr  Essen  nicht in Ordnung, vielleicht sogar  verdorben , mit Keimen behaftet oder hat Ihnen nicht gutgetan, kann dies zu starken Bauchschmerzen führen.  
  Sie leiden unter  Nahrungsmittelunverträglichkeiten  wie Laktose-, Fruktose- oder Histaminintoleranz. Gerade eine  Laktoseintoleranz  ist in unseren Kreisen keine Seltenheit. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht auf Milchprodukte verzichten. Die Einnahme von   Laktase-Tabletten   vor milchzuckerhaltigen Speisen vermeidet lästige Bauchschmerzen.  
  Wenn zu den Bauchschmerzen noch  Fieber, Erbrechen oder Durchfall  dazu kommen, dann hat Sie ein grassierender Virus erwischt, volkstümlich als  „Magen-Darm-Grippe“  bezeichnet.  
 
 Bauchschmerzen: Die Auslöser im Ober- und im Unterbauch 
  Bauchweh ist nicht gleich Bauchweh, denn es können natürlich auch ernstzunehmende Krankheiten in den Schmerzen im Bauch stecken. Generell unterscheidet die Medizin bei Bauchbeschwerden zwei Typen. Die Probleme im  Oberbauch  und die Probleme im  Unterbauch .  
  Beschwerden im Oberbauch  
  Treten die Bauchschmerzen vor allem  im oberen Bereich des Bauchs  auf, können die Probleme von einem der im Bauchbereich liegenden Organe ausgehen. Die häufigsten Schmerzauslöser sind:  
 
   Reizmagen : Beim Reizmagen treten krampfartige   Verdauungsbeschwerden   auf, egal ob Sie gegessen haben oder nicht. Zu diesen Beschwerden kommen sehr oft Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit dazu.  
   Gastritis : Die Anzeichen für eine schmerzende Gastritis (Magenschleimhautentzündung) sind Übelkeit, Erbrechen, Mundgeruch,   Sodbrennen  , Völlegefühl und Schmerzen im Oberbauch.  
   Magengeschwür : Wenn sich bei Ihnen ein Magengeschwür entwickelt hat, dann haben Sie sehr starke Schmerzen mittig oder links im Oberbauch, meist sofort nach dem Essen.  
   Herzinfarkt : Schmerzen im Oberbauch können auch Warnsignale für einen bevorstehenden Herzinfarkt sein. Dann haben Sie neben den Brustschmerzen auch starke Bauchschmerzen. Häufig ist diese Symptomatik bei Männern zu finden.  
   Tumoren wie Leber- oder Magenkrebs  verursachen ein Druck- oder Schmerzgefühl im Oberbauch. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Abgeschlagenheit und starker Gewichtsverlust.  
 
  Beschwerden im Unterbauch  
  Die meisten  Bauchbeschwerden unterhalb des Nabels  gehen vom  Darm  aus. Aber auch bei Erkrankungen im  Harntrakt  oder bei gynäkologischen Beschwerden können sie eintreten:  
 
   Blinddarmentzündung : Die Blinddarmentzündung beginnt meist mit sehr starken Bauchschmerzen im Nabelbereich, die in den rechten Unterbauch ziehen. Dazu kommen Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.  
   Harnwegsinfektion : Wenn Ihr Unterbauch schmerzt, kann das ein Anzeichen für eine Infektion Ihrer Harnwege sein. Sie können diese mithilfe einer Wärmflasche lindern. Sie sollten jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen.  
   Divertikulitis : Wenn es bei Ihnen zu einer Divertikulitis (eine entzündete Ausstülpung der Darmwand) kommt, dann durchziehen dumpfe Schmerzwellen Ihren linken Unterbauch. Dazu kommen Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.  
   Gynäkologische Ursachen : Neben der bereits genannten Menstruationsblutung können bei Frauen Bauchschmerzen im Unterbauch auch durch eine Eileiterentzündung, Endometriose oder eine Eileiterschwangerschaft ausgelöst werden.  
 
  Neben den genannten Erkrankungen können Bauchschmerzen auch im gesamten Bauchbereich auftreten. Ursache hierfür können sein:  
 
   Stress   
   Bauchfellentzündung   
   Darmverschluss   
   Magen-Darm-Infektion   
 
  Die hier genannten Erkrankungen bilden nur einen Teil dessen ab, was bei uns Bauchschmerzen auslösen kann. Sind Sie unsicher, ob Sie sich lediglich eine Magenverstimmung zugezogen haben oder eventuell eine ernsthafte Erkrankung hinter anhaltenden Bauchschmerzen steckt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Treten weitere Symptome wie  starkes Erbrechen, Erbrechen von Blut, Blut im Stuhl, hohes Fieber oder Blut im Urin  auf, sollten Sie umgehend den  Notarzt  rufen.  
  Bauchschmerzen in der Schwangerschaft  
  Gerade zu Beginn der  Schwangerschaft  klagen viele Frauen über häufig auftretende Bauchschmerzen. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Gebärmutter und umliegendes Gewebe dehnen, um so ausreichend Platz für den Fötus zu schaffen. Ist der Fötus größer, können auch Kindsbewegungen Schmerzen im Bauch verursachen. Nicht selten leiden schwangere Frauen an  Verstopfung , welche ebenfalls mit Schmerzen im Bauch einhergeht.  
  Bauchschmerzen sind demnach als diffuses Krankheitsbild zu bezeichnen. Hören Sie am besten auf Ihren Bauch und konsultieren Sie im Zweifelsfall und vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden immer einen Arzt.  
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                            <updated>2024-01-03T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Schwaches Immunsystem: Ursachen, Symptome und Tipps zur Stärkung</title>
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                                            Wer ein geschwächtes Immunsystem hat, leidet unter einer Abwehrschwäche und demzufolge oftmals unter einer höheren Infektanfälligkeit. Erkrankungen wie Grippe, eine starke Erkältung mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen oder ein Magen-Darm-Infekt treten bei Menschen mit Immu...
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                 Ständig zu erkranken und jede Erkältungswelle mitzunehmen, bringt ein ungutes Gefühl mit sich, welches Sie vielleicht kennen. Bei anderen Menschen scheint es hingegen fast so, als würden diese nie krank werden. Grund dafür ist die  individuelle starke oder schwache Immunabwehr . Unser Immunsystem ist  tagtäglich im Einsatz , da wir immer von Viren und Bakterien umgeben sind – sei es auf der Arbeit, in der Bahn oder im Supermarkt. 
  Die gute Nachricht:  Ein geschwächtes Immunsystem kann man durch diverse Maßnahmen stärken. Im Folgenden haben wir die  wichtigsten Tipps  für eine&amp;nbsp;  stärkere Immunabwehr   aufgeführt. Erfahren Sie außerdem, wie es zu einem schwachen Immunsystem kommt und an welchen  Symptomen  Sie dieses erkennen können. 
 Symptome: Woran erkennen Sie ein geschwächtes Immunsystem? 
 Ein geschwächtes Immunsystem ist  keine eigenständige Krankheit , die einer Behandlung bedarf, sondern es wird lediglich die Entstehung anderer Erkrankungen begünstigt. Es gilt daher, das Immunsystem  präventiv zu stärken , um Krankheiten aufgrund einer Immunschwäche bzw. Abwehrschwäche vorzubeugen. 
 Die  häufigsten Symptome und Anzeichen  für ein geschwächtes Immunsystem sind folgende: 
 
 Müdigkeit und Abgeschlagenheit 
 Konzentrationsstörungen 
 höhere Anfälligkeit für Infektionen (grippaler Infekt, Schnupfen, Magen-Darm-Infekte etc.) 
 länger benötigte Erholungsphasen nach Erkrankungen 
 Zahnentzündungen 
 Entzündliche Prozesse im Körper 
 Herpes, Pilzerkrankungen, Warzen 
 
 Gründe für ein schwaches Immunsystem: Welche Ursachen gibt es? 
 Für ein geschwächtes Immunsystem gibt es zahlreiche Ursachen. Während mehrheitlich Kinder, ältere und (chronisch) kranke Menschen ein schwaches Immunsystem haben, ist bei ansonsten gesunden Menschen meist die  Lebensweise  eine der primären  Ursachen für eine Immunschwäche . Nicht zuletzt gehen einige schwere, teils chronische Erkrankungen wie Stoffwechselstörungen, Krebs und Atemwegserkrankungen mit einer Abwehrschwäche einher, wodurch die Patienten noch anfälliger für Krankheitserreger sind. 
 Vorbeugen: Tipps, um Ihr Immunsystem zu stärken 
 Insbesondere zur Herbst- oder Winterzeit ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken, um einer Infektion aufgrund von Immunschwäche vorzubeugen. Aber auch ganzjährig können und sollten Sie etwas für Ihr Wohlbefinden und Ihr Immunsystem tun, damit Sie Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern ganz einfach trotzen, potenzielle Risikofaktoren minimieren und ohne Infekte durch jede Jahreszeit kommen. 
   
  Die wichtigsten Tipps auf einem Blick  
 
 ausreichender, guter Schlaf 
 wenig Stress, viel Entspannung 
 gesunde, abwechslungsreiche Ernährung inkl. genügend Vitaminen und Mineralien 
 ausreichend trinken (mindestens 1,5 Liter pro Tag) 
 auf Alkohol und Nikotin verzichten 
 viel Bewegung und Sport 
 Wechselduschen und Sauna für die Abhärtung 
 gute Laune fördern und glücklich sein 
 regelmäßiges Händewaschen 
 den Darm gesund halten 
 trockenes Raumklima vermeiden 
 
 Genug Schlaf wirkt sich positiv auf Ihr Immunsystem aus 
 Ob als Schönheitsschlaf oder zur Regeneration nach einem von Stress geprägten Tag: Schlaf gilt in vielerlei Hinsicht als  wahres Wundermittel . Wer genug schläft, tut sowohl Körper als auch Geist etwas Gutes und beugt ganz nebenbei der Entstehung von Krankheiten vor. Gönnen Sie sich deshalb  mindestens 6-8 Stunden Schlaf , damit Ihr Körper ausreichend  Zeit zur Regeneration  hat und Sie erholt in den nächsten Tag starten können. Kraftvolle Pflanzenstoffe können Sie beim Ein- und Durchschlafen unterstützen.  Baldrian, Lavendel und Passionsblume  beispielsweise haben eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung auf den Körper. Auch das sogenannte Schlafhormon   Melatonin   kann bei Einschlafstörungen zum Einsatz kommen, da es die Fähigkeit hat, den Tag-Nacht-Rhythmus zu regulieren. Unsere Kategorie mit   Arznei- und Nahrungsergänzungsmitteln für einen erholsamen Schlaf   hält Produkte mit den genannten Wirkstoffen für Sie bereit. Mehr   Tipps rund um das Thema Schlafen   erfahren Sie in unserem Ratgeber. 
 Stress und wenig Entspannung schwächt Ihr Immunsystem 
 Es heißt nicht umsonst,  dass Stress krank macht . Wer sich unnötig viel Stress aussetzt oder lange Zeit in einem stressigen Job arbeitet, leidet nicht selten unter einer Immunschwäche.  Woran das liegt?  Stress wirkt sich nicht nur ungünstig auf unser seelisches Wohlbefinden aus, sondern führt auch innerhalb des Körpers zu einem erhöhten Stresslevel.  Die Folge:  Antikörper werden reduziert, Krankheitserreger können nicht mehr wie gewohnt bekämpft werden und das Risiko für Krankheiten steigt. Wann immer möglich, sollten Sie Stress daher gänzlich vermeiden oder sich in stressigen Phasen zumindest  genügend Erholungsphasen  gönnen – Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken! 
  Tipp:    Achtsamkeitsübungen  , Meditation und Yoga (z.B. Yin Yoga) wirken dem stressigen Alltag sehr gut entgegen und lassen sich mit etwas Disziplin und ein bisschen Übung in die tägliche Abendroutine integrieren. Holen Sie sich gern Inspiration bei einschlägigen  Video-Kanälen oder Podcasts und Apps . Wer achtsam lebt und sich genügend entspannt, unterstützt folglich sein Immunsystem. Kleine Achtsamkeitsübungen lassen sich ganz einfach in Ihren Alltag integrieren: nehmen Sie Ihren Atem, Geschmäcker und Gerüche ganz bewusst wahr oder konzentrieren Sie sich solange Sie können auf einen bestimmten Gegenstand, ohne dass Sie sich von anderen Umwelteinflüssen ablenken lassen. Weitere   Tipps zum Thema Entspannungstraining und Atemübungen   finden Sie in unserem Ratgeber. 
 Gesunde Ernährung beugt einem geschwächtem Immunsystem vor 
 Es mag abgedroschen klingen, aber eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist das A und O, wenn es um das Thema Immunsystem geht. Indem Sie auf eine  abwechslungsreiche Ernährung  mit viel frischem Obst und Gemüse achten, führen Sie Ihrem Körper einige wertvolle Mineralstoffe (z.B.   Zink  , Selen,   Eisen  ),   Vitamine   (z.B. die Vitamine A, C, D und E) und sekundäre Pflanzenstoffe (z.B. Carotinoide, Bioflavonoide) zu. Insbesondere dann, wenn Sie  Obst und Gemüse  roh oder gedünstet verzehren, profitieren Sie von der  positiven Wirkung vieler zellschützender Antioxidantien , die darin enthalten sind. Nüsse und Hülsenfrüchte komplettieren mit ihren wertvollen Nährstoffen und B-Vitaminen eine gesunde Ernährung. 
 
 Als einfach zu merkende Faustregel hat die  Weltgesundheitsorganisation  folgende Empfehlung veröffentlicht: Wenn Sie täglich  3 Handvoll Gemüse  und  2 Handvoll Obst  verzehren, sind Sie auf einem sehr guten Weg. Wichtig ist, sich beim Vorhaben der Ernährungsumstellung nicht zu überfordern. Gehen Sie kleine Schritte und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie zwischenzeitlich in alte Muster zurückfallen. 
 Bleiben Sie dran und setzen Sie sich immer wieder neue Ziele.  Beispielsweise:  Ein neues vegetarisches Rezept ausprobieren, die Chips für den Fernsehabend mal durch Gemüsestreifen ersetzen, zum Frühstück ein richtig luxuriöses Müsli mit einer großen Portion Lieblingsfrüchte, pflanzlicher Milch und Nussmus kreieren etc. Das Kredo lautet: Bleiben Sie neugierig! 
 
 Gerade Menschen mit einem  Vitamin D-Mangel  leiden häufig an einem schwachen Immunsystem.¹ Deshalb kann es vor allem im Winter, wenn der Körper nur selten mit Sonnenlicht in Kontakt kommt und kaum im Stande ist, seine Vitamin-D-Reserven aufzufüllen, sinnvoll sein auf   Vitamin-D-Präparate   zu setzen und so Ihr Immunsystem zu stärken. Sprechen Sie am besten Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an. 
 Sie haben  Kinder ? Versuchen Sie schon im jungen Alter, ihr Interesse für eine  gesunde Ernährung  zu wecken, und zeigen Sie ihnen, dass gesundes Essen Spaß machen kann. Lassen Sie Ihre Kinder am besten in der Küche mithelfen, formen Sie gelegentlich gemeinsam lustige Gesichter aus Obst- oder Gemüsestückchen und integrieren Sie bestimmte Lebensmittel immer wieder in den Speiseplan, um auch den Gaumen an das gesunde Essen zu gewöhnen. 
 Sie planen abzunehmen und möchten Gewicht mit einer Diät verlieren?  Hier gilt Vorsicht  – bei einer radikalen Diät  („Crash Diät“)  werden weniger Kalorien aufgenommen und nicht selten fehlt es dann ebenfalls an wichtigen Nährstoffen. Dies führt wiederum zur Immunschwächung. Versuchen Sie daher stets auf gesundem und nachhaltigem Wege abzunehmen und auf Ihre Nähr- und Mineralstoffzufuhr zu achten. 
 Viel trinken: Wasser als Lebenselixier 
 Wasser gilt seit jeher als  Lebenselixier  und ist auch für ein gesundes Immunsystem sehr wichtig. Unser Körper besteht je nach Alter zu  70-95% aus Wasser  – kein Wunder, dass er täglich eine große Menge Flüssigkeit benötigt! Trinken Sie daher – sofern vom Arzt nicht ausdrücklich anders verordnet – jeden Tag  mindestens 1,5 Liter reines Wasser  oder ungesüßten Tee (keinen schwarzen Tee), um Giftstoffe auszuspülen und Ihren Körper mit der benötigten Flüssigkeit zu versorgen. 
   
  Wie wäre es mit einer neuen Morgenroutine? Probieren Sie mal Zitronen-Ingwer-Wasser!  
 Einen besonderen  Energiekick am Morgen  verspricht ein Glas lauwarmes Wasser mit fein geraspeltem   Ingwer   und Zitronensaft. Die im Zitronen-Ingwer-Wasser enthaltenen Enzyme und der hohe   Vitamin-C  -Gehalt unterstützen Ihr Immunsystem und wirken sich somit förderlich auf Ihre Gesundheit aus. 
 Alkohol und Nikotin schwächt das Immunsystem 
 Eine gesunde Ernährung bzw. Lebensweise geht auch mit dem  Verzicht auf Alkohol und Nikotin  einher. Wer das   Rauchen aufgibt   und sich nur noch hin und wieder ein Glas Rotwein oder Ähnliches gönnt, beugt dem Risiko von   Herz-Kreislauf-Erkrankungen   vor und leistet insgesamt einen großen Beitrag zum Erhalt seiner Gesundheit. 
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 Viel Bewegung und Sport an der frischen Luft stärken die Abwehrkräfte 
  Frische Luft und Aktivität  sind essenziell für unsere Gesundheit und stärken erst recht im kühleren Herbst und Winter unsere Abwehrkräfte. Gehen Sie, wann immer möglich, zu Fuß, fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit oder nutzen Sie die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang. Wenn es Ihnen schwerfällt, sich zum Sport zu motivieren, verabreden Sie sich doch einfach mit Ihren Freunden zum Sport oder planen Sie einen  aktiven Ausflug  mit der ganzen Familie ein. So verbringen Sie Zeit mit Ihren Lieben und tun gleichzeitig noch etwas für Ihr Wohlbefinden – besser geht es kaum! Ein  moderater Ausdauersport ² stärkt Ihr Immunsystem am besten – zum Beispiel  langsames Joggen  und  Nordic Walking  über eine längere Strecke. 
 Körperliche Abhärtung durch Wechselduschen und Sauna 
 Zur Stärkung des Immunsystems und zur körperlichen Abhärtung haben sich neben der Aktivität bei Wind und Wetter auch  Wechselduschen  bewährt. Durch die wechselnden Temperaturen bzw. Kältereize wird der Körper darauf trainiert, sich schneller an seine Umgebung anzupassen und  verstärkt Antikörper zu bilden  – ein Plus für das Immunsystem! 
 Auch durch regelmäßige  Sauna-Besuche  können Sie Ihr Immunsystem trainieren. In Saunen kann es bis zu 100 Grad Celsius heiß sein, wodurch sich der Körper erwärmt und einen  fieberähnlichen Zustand  erzeugt wird. Dadurch wird die Aktivierung von Abwehrzellen beschleunigt. Verlässt man im Anschluss die heiße Sauna und bewegt sich in die Kälte, wird ein ähnlicher Effekt wie beim Wechselduschen erzeugt. Doch Achtung!  Krank sollten Sie die Sauna nicht besuchen , weil dies das Herz-Kreislaufsystem Ihres Körpers zu sehr belasten würde. 
 Eine gesunde Hygiene schützt Sie vor Krankheiten 
 Um sich vor vielen Krankheitserregern zu schützen, gilt auch eine  gesunde Hygiene . Dazu gehört das  regelmäßige Händewaschen . Während Grippewellen und der Erkältungszeit kann man sich ebenfalls häufiger die Hände  desinfizieren . Aber auch hier gilt ein gesundes Maß! Übermäßige (Hand-)Hygiene strapaziert die Haut stark. Achten Sie eher darauf, sich richtig die Hände zu waschen und ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, wann es Zeit ist, sich die Hände zu waschen. 
  So waschen Sie sich die Hände richtig:  
 
 Spülen Sie Ihre Hände mit Wasser ab und seifen Sie diese 20-30 Sekunden ein. 
 Vergessen Sie dabei nichts. „Bearbeiten“ Sie die Haut zwischen den Fingern, am Hand- und Fingerrücken, die Daumen, die Handgelenken und vor allem die Stellen unter den Fingernägeln. 
  Tipp:  eine Nagelbürste eignet sich ideal für die Reinigung unter den Fingernägeln! 
 
 Lachen, fröhlich sein und das Leben genießen 
 
  Kennen Sie schon die folgenden fünf Happiness Hacks ? 
 
 laut zur Lieblingsmusik mitsingen 
 achtsam spazieren gehen und Tiere (z.B. Vögel) beobachten 
 jemanden zum Lächeln/Lachen bringen und selbst lachen 
 eine kulinarische „Sünde“ 
 sich nach einem Bad mit einer duftenden   Lotion   eincremen und dann einkuscheln 
  
 Verspürt man Freude, schüttet das Gehirn  Dopamin  aus, auch bekannt als  Glückshormon . Man nimmt an, dass sich dies positiv auf die Immunabwehr auswirken kann. Auch wenn die Wirkung von Dopamin auf Immunzellen und Krankheitsprozesse an sich noch nicht zu 100% erforscht ist, legen erste Studien nahe, dass ein Zusammenhang besteht. Da viele Immunzellen Dopamin entweder aufnehmen oder produzieren, es speichern und/oder freisetzen, gehen Wissenschaftler davon aus, dass die sogenannte  dopaminerge Immunmodulation  wichtig ist für die Funktion des Immunsystems³. 
 Übertragen auf den Alltag könnte man sagen:  Wer also mehr den Dingen nachgeht, die einen glücklich machen, lebt gesünder und stärkt sein Immunsystem . Schauen Sie dabei nicht nach rechts oder links, sondern horchen Sie tief in sich hinein. Das Glücksempfinden ist eine sehr individuelle Angelegenheit und kann nicht pauschal bemessen werden. Es geht dabei auch nicht zwingend um große Lebensziele – auch durch das Einbauen kleiner Glücksmomente im Alltag kann Dopamin ausgeschüttet werden. 
 Ein kranker Darm schwächt Ihr Immunsystem - Darmflora gesund halten 
 Wussten Sie, dass die meisten  Abwehrreaktionen  des Immunsystems  im Darm  stattfinden? In der Darmwand sitzen Zellen, die Krankheitserreger abwehren. Legen Sie einen ungesunden Lebensstil mit wenig abwechslungsreicher und vitaminarmer Kost an den Tag, wirkt sich dies unter Umständen auch auf Ihren Darm und somit auch auf Ihre Immunabwehr aus. Achten Sie daher stets darauf, Ihren Darm in Takt zu halten. Gerade wenn Sie häufig krank sind und Sie das Gefühl haben, Ihr Immunsystem sei geschwächt, ist es eine Überlegung wert, Ihren Darm wieder auf Vordermann zu bringen. 
  So stärken Sie Ihre    Darmflora  : 
 
 Trinken Sie ausreichend Wasser und ernähren Sie sich gesund, nehmen Sie auch  ausreichend Ballaststoffe  (z.B. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Flohsamenschalen) zu sich. 
 Suchen Sie sich  sportliche Betätigung  und bewegen Sie sich auch im Alltag möglichst viel. 
 Auch die Einnahme von  Probiotika , in Form einer  Kur , für eine gesunde Darmflora ist empfehlenswert. In Probiotika stecken für den Darm  wichtige Bakterienstämme , die das Organ unterstützen. 
 Gönnen Sie Ihrem Darm  Ruhephasen , indem Sie beispielsweise  Intervallfasten  ausprobieren oder jährlich eine  Fasten-Kur  in Erwägung ziehen. 
 Gehen Sie zurück auf Start und gönnen Sie sich eine  komplette Darmsanierung  (Darmreinigung, Entgiftung, Wiederaufbau der Darmflora) begleitet von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker. Auch Kur-Zentren bieten eine begleitete Therapie an. 
 
 Geschwächtes Immunsystem durch trockene Heizungsluft in geschlossenen Räumen 
 Wer sich im Winter zu lange in  stark beheizten Räumen  aufhält, schwächt ebenfalls das Immunsystem. Die Heizungsluft  trocknet unsere Schleimhäute aus , was es für Bakterien und Viren einfacher macht, uns erkranken zu lassen. Wasserschalen auf oder bei Heizkörpern erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum. Ebenso sind Zimmerpflanzen, die häufig gegossen werden, ideal für das Raumklima. In geschlossenen Räumen können sich Viren außerdem gut aufhalten. Daher ist auch im Winter ein regelmäßiges Stoßlüften empfehlenswert, um den Raum mit frischem Sauerstoff zu versorgen. 
 Was tun im Fall der Fälle? Tipps für akute Infekte 
 Sie hat es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erwischt? Wenn Sie unter einem   grippalen Infekt   oder einem Schnupfen leiden, empfehlen wir Ihnen neben Ruhe und Schlaf die  Einnahme von Vitamin C  (Ascorbinsäure). Vitamin C reduziert die Infektionsdauer und Schwere der Erkrankung nachweislich. Zudem sind Vitamin C und Tocopherol, bekannt als Antioxidantien, in der Lage, Sauerstoffradikale einzufangen und auf diese Weise Zellen und andere Vitamine zu schützen. Zusätzlich können Sie auf sanfte Heilmittel, wie etwa ätherische Öle, zurückgreifen. Diese haben nur selten Nebenwirkungen und unterstützen Sie bei der Genesung. 
  Wir wünschen Ihnen gute Besserung!  
  Wichtig:  Nicht zu verwechseln ist ein schwaches Immunsystem mit  schwerwiegenden Erkrankungen  wie Krebs, HIV bzw. Aids, Autoimmunerkrankungen und dergleichen. Bei Patienten, die beispielsweise unter Krebs oder HIV leiden, tritt eine Immunschwäche häufig als eins der begleitenden Symptome auf. 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Fußnoten:  ¹ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8423507/  ² https://institut-schmelz.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/z_sportwissenschaft/news/2016/Sport_und_Gesundheit_Folder_02.pdf  ³ https://pharmrev.aspetjournals.org/content/75/1/62     Bildquelle: ©&amp;nbsp;©chulja - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Gürtelrose behandeln: Schneller Therapiebeginn ist wichtig!</title>
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                 Ein einseitiger, juckender Hautausschlag mit starken Schmerzen – das könnte eine Gürtelrose sein. Manchmal zieht sich der Hautausschlag in einem Streifen von der Wirbelsäule bis zum Bauch. Daher stammt die Bezeichnung „Gürtelrose“. Auftreten kann die Gürtelrose aber auch an jeder anderen Stelle des Körpers, beispielsweise im Gesicht. 
 Die Infektion sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da chronische Schmerzen drohen, die bei einigen Patienten für den Rest des Lebens verbleiben. Zum Glück ist sowohl eine erfolgreiche Behandlung möglich als auch eine Vermeidung von Langzeitfolgen. Dafür ist es wichtig, bei den ersten Krankheitszeichen rasch einen Arzt aufzusuchen und mit der Therapie zu beginnen. Auch gibt es eine Impfung gegen Gürtelrose, die die Ständige Impfkommission (STIKO) für Personen ab 60 Jahren und bei Immungeschwächten oder Personen mit Grunderkrankungen auch bereits ab 50 Jahren empfiehlt. 
 
 
    Was ist eine Gürtelrose?    
    Was sind die Ursachen einer Gürtelrose?    
    Welche Symptome hat man bei Gürtelrose?    
   Ist Gürtelrose ansteckend?    
   Wann zum Arzt bei einer Gürtelrose?    
    Gürtelrose behandeln: So wird man sie schnell wieder    
   Wie verläuft eine Gürtelrose?   
    Gürtelrose: Wie beuge ich vor?    
 
 &amp;nbsp; 
 
   Was ist eine Gürtelrose? 
 Bemerkbar macht sich eine Gürtelrose durch einen einseitigen, unangenehmen Hautausschlag und Nervenschmerzen, einer Neuralgie. Wenngleich der Name der Erkrankung harmlos klingt, kann die Gürtelrose mitunter chronische Schmerzen verursachen, weswegen eine frühzeitige Therapie wichtig ist. Mediziner bezeichnen die Gürtelrose auch als  Herpes Zoster  oder kurz als  Zoster . 
 Erkranken kann jeder, der schon einmal die Windpocken durchgemacht hat – und das haben die allermeisten Erwachsenen. Sowohl Windpocken als auch Gürtelrose werden durch dieselben Viren verursacht. Der Erreger der Windpocken verbleibt nämlich nach überstandener Infektion inaktiv im Körper. Werden die Viren reaktiviert, bricht die Gürtelrose aus. Das passiert meist bei über 50-jährigen oder Immungeschwächten, denn bei ihnen arbeitet das Immunsystem nicht mehr so stark. 
   Was sind die Ursachen einer Gürtelrose? 
 Ursache für die Gürtelrose sind Varizella-Zoster-Viren. Bei einer ersten Infektion mit den Varizella-Zoster-Viren erkrankt man an Windpocken. Meistens stecken sich Kinder mit dem sehr ansteckenden Erreger an, wobei mittlerweile eine Schutzimpfung bei Kindern im Alter von 1 bis 2 Jahren empfohlen wird. 
 
  Information von Ihrem Apotheker:    Gürtelrose wird von Ärzten Herpes Zoster genannt, die Erkrankung wird von Varizella-Zoster-Viren hervorgerufen. Die Bezeichnung Herpes Zoster führt mitunter zu Verwechslung mit anderen Viren, den Herpes-Viren. Diese sind jedoch die Erreger des Lippenherpes und haben mit der Gürtelrose nichts zu tun. 
 
 Sind die Windpocken überstanden, ist zwar der Ausschlag verschwunden, das Virus allerdings verbleibt lebenslang im Körper und überdauert in den Nerven des Gehirns oder in den Nervenwurzeln des Rückenmarks. Ein gesundes und starkes Immunsystem hält das Virus in Schach und man bemerkt es gar nicht. 
 Ist die Abwehrkraft des Immunsystems allerdings schwächer, beispielsweise wenn man älter wird, durch eine chronische Erkrankung oder starken Stress, vermehren sich die Varizella-Zoster-Viren erneut. Sie wandern dann entlang der Nervenbahnen, in denen sie überdauert haben, bis in die Haut. 
 So bilden sich die typischen Hautausschläge im Bereich des Rückens oder Gesichtes aus, mitunter sind Organe wie Augen, Ohren oder Gehirn befallen. Es kommt zu Schmerzen in den befallenen Nerven und Hautbereichen (Dermatomen). 
 Leidet ein Patient länger als ein halbes Jahr an den Nervenschmerzen, sprechen Ärzte von einer  Post-Zoster-Neuralgie . Diese Komplikation ist sehr gefürchtet, denn im schlimmsten Fall bleiben die Schmerzen ein Leben lang bestehen. Glücklicherweise verringert eine rechtzeitige Behandlung das Risiko für diese sehr belastenden Schmerzen. 
 
   
   Welche Symptome hat man bei Gürtelrose? 
 Die  ersten Anzeichen  einer Gürtelrose sind die eines Infektes: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und manchmal leichtes Fieber. Bei einigen Betroffenen kribbelt die Haut, manchmal treten bereits Schmerzen in dem Bereich auf, an dem sich später der Ausschlag entwickelt. Die ersten typischen Symptome einer Gürtelrose bilden sich meist nach 2 bis 3 Tagen aus: 
 
 Im betroffenen Bereich tritt ein mittelstarker bis starker Schmerz auf, der sich brennend oder stechend anfühlt. 
 Manchmal juckt oder kribbelt es in der befallenen Region. 
 Es entwickeln sich Rötungen oder Schwellungen der Haut, aus denen sich ein Hautausschlag mit Bläschen bildet. Die Bläschen stehen in Gruppen oder rosettenförmig zusammen. 
 
 &amp;nbsp; 
 Ärzte erkennen eine Gürtelrose anhand des charakteristischen Hautausschlags. Häufig ist der Rumpf oder Brustkorb betroffen und der Hautausschlag zieht sich streifenförmig ausgehend von der Wirbelsäule über eine Körperseite. Allerdings kann die Gürtelrose auch an jeder anderen Körperregion auftreten. Besondere Aufmerksamkeit ist bei der Behandlung einer Gürtelrose geboten, wenn das Gesicht, der Kopf oder Hals befallen ist. 
 Was sind Risikofaktoren für eine Gürtelrose? 
 Bei jedem, der einmal an den Windpocken erkrankt war, kann eine Gürtelrose ausbrechen. Zwar tritt der Zoster in jedem Lebensalter auf, allerdings erkranken am häufigsten über 50-jährige oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Ärzte vermuten, dass künftig mehr Menschen an einer Gürtelrose erkranken werden, da wir immer älter werden und die Zahl der Patienten mit Behandlungen, die das Immunsystem schwächen, steigt. 
 Daher zählt das  Alter  zu den  Hauptrisikofaktoren für einen Zoster , denn mit den Jahren altern wir nicht nur äußerlich, sondern auch unser Immunsystem verliert an Leistungskraft. Fachleute bezeichnen dies als  Immunoseneszenz . 
 Aber nicht nur eine altersbedingte Schwächung des Immunsystems begünstigt das Ausbrechen einer Gürtelrose. Medikamente oder chronische Krankheiten haben mitunter die gleiche Wirkung. Das sind beispielsweise Rheumabehandlungen und Therapien bei HIV- oder Krebserkrankungen , rheumatoide Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen, COPD und Asthma. Zudem sind Stress oder starke Belastungen manchmal Auslöser einer Gürtelrose. 
   Ist Gürtelrose ansteckend? 
 Die Bläschenflüssigkeit des Hautausschlags bei einer Gürtelrose ist ansteckend. Werden die betroffenen Hautstellen abgedeckt oder sind sie ausgetrocknet, ist die Gefahr für eine Ansteckung gering. 
 Menschen, die noch keine Windpocken hatten oder nicht gegen Windpocken geimpft sind, erkranken nach einem Erstkontakt mit dem Varizella-Zoster-Virus nicht an Gürtelrose, sondern an Windpocken. Für diejenigen, die bereits eine Windpockeninfektion durchgemacht haben, ist eine Gürtelrose nicht ansteckend. Auch eine erneute Ansteckung mit Windpocken ist auszuschließen. Menschen, die gegen Windpocken geimpft wurden, erkranken schätzungsweise seltener an einer Gürtelrose als diejenigen, bei denen Windpocken ausgebrochen sind. 
 Wesentlich ansteckender ist hingegen eine Infektion mit Windpocken. Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung – sofern man die Windpocken noch nicht durchgemacht hat oder nicht gegen Windpocken geimpft ist. Deswegen trägt nahezu jeder Erwachsene das Varizella-Zoster-Virus in sich und kann an der Gürtelrose erkranken. 
   Wann zum Arzt bei einer Gürtelrose? 
 Bricht eine Gürtelrose aus, leiden Patienten zunächst an einem unspezifischem Krankheitsgefühl und Schmerzen, erst 2 bis 3 Tage später bildet sich der typische Hautausschlag aus. Spätestens wenn Sie den Hautausschlag bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die erste Anlaufstelle ist der  Hausarzt.   
 Deutet der Hautausschlag auf einen komplizierteren Krankheitsverlauf hin oder sind die Schmerzen schwer zu behandeln, überweist der Hausarzt unter Umständen an einen Arzt einer anderen Fachrichtung. Je nachdem welche Symptome besondere Beschwerden bereiten, behandelt ein Schmerzspezialist, ein Neurologe, ein Hautarzt, ein Augenarzt oder ein HNO-Arzt weiter. Manchmal ist sogar eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich. 
 Oft ist es für den behandelnden Arzt schwer, im Anfangsstadium einer Gürtelrose diese zu diagnostizieren, da die Diagnose anhand des typischen Hautausschlages gestellt wird. Solange dieser noch nicht aufgetreten ist, kommen auch andere Auslöser für den Schmerz in Frage. 
 Nicht selten wird zunächst an einen Bandscheibenvorfall, Herzinfarkt, eine Blinddarm- oder Gallenblasenentzündung gedacht. Allerdings kann eine Gürtelrose auch ohne den typischen Hautausschlag auftreten und nennt sich dann  Herpes Zoster sine herpete . 
 Je älter die Patienten sind, desto häufiger findet man die Gürtelrose im Kopfbereich. Gerade dann sollte ein Augen- oder HNO-Arzt hinzugezogen werden. 
 Ist sich der Arzt sich nicht ganz sicher, ob es sich um eine Gürtelrose handelt, kann er die Bläschenflüssigkeit oder das Blut auf das Varizella-Zoster-Virus untersuchen lassen. Gerade letzteres geschieht, wenn kein Hautausschlag auftritt. 
   Gürtelrose behandeln: So wird man sie schnell wieder 
 Damit Sie bei einer Gürtelrose schnell wieder gesund werden, ist es wichtig bei den  ersten Anzeichen den Hausarzt aufzusuchen . Ein Behandlungsbeginn in den ersten Tagen nach Krankheitsausbruch lindert nicht nur die akuten Schmerzen, sondern verhindert auch eine Ausweitung des Ausschlags und lässt den Ausschlag schneller abklingen. Obendrein verringert eine frühzeitige Therapie das Risiko für Komplikationen und die Wahrscheinlichkeit für die gefürchtete Post-Zoster-Neuralgie. 
 Die Therapie umfasst Medikamente zur 
 
 Bekämpfung des Gürtelrose-Erregers (Tabletten oder Infusion), 
 Linderung des Hautausschlages (Lotionen, Salben oder Cremes) und 
 Behandlung des Schmerzes (Tabletten oder Pflaster). 
 
 &amp;nbsp; 
 Wie wird der Erreger bekämpft? 
 Zur Bekämpfung des Varizella-Zoster-Virus verordnet der Arzt ein sogenanntes antivirales Medikament. Dabei entscheidet sich der Arzt für einen von vier verschiedenen Wirkstoffen: Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir oder Brivudin. 
 Jedes dieser Virostatika gibt es in Form von Tabletten. Unterschiede bestehen hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und wie oft sie am Tag eingenommen werden müssen. Aciclovir kann als einziges dieser Medikamente auch als Infusion verabreicht werden. Dies ist nur nötig, wenn ein Risiko für Komplikationen besteht oder wenn schon Komplikationen aufgetreten sind. Normalerweise dauert die antivirale Behandlung 7 Tage. Auch Kortison kann zusätzlich zum Einsatz kommen, wenn das Ohr von der Gürtelrose betroffen ist. 
 Welche Patienten erhalten Infusionen? 
 Treten bestimmte Symptome bei einem an Gürtelrose Erkrankten auf, befürchten Ärzte einen komplizierten Verlauf und entscheiden sich dann für eine Behandlung mit Aciclovir als Infusion. Dies ist der Fall, wenn 
 
 der Zoster bei älteren Patienten im Bereich des Gesichtes, Kopfes oder Halses auftritt, 
 Patienten Arzneimittel einnehmen, die das Immunsystem schwächen, beispielsweise Krebsmedikamente oder Medikamente gegen Rheuma, 
 der Hautausschlag sich über einen größeren Bereich ausbreitet, 
 der Hautausschlag das Gewebe schädigt, 
 die Schleimhäute, Organe oder das Gehirn bzw. Rückenmark befallen sind. 
 
 &amp;nbsp; 
 Patienten, die eine Infusion mit Aciclovir benötigen, werden vom Arzt zur Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen und dort stationär aufgenommen. Im Krankenhaus wird Aciclovir alle 8 Stunden intravenös verabreicht. 
 Warum erhalten manche Patienten keine antivirale Therapie? 
 Bei Patienten unter 50 Jahren heilt eine Gürtelrose meist ohne antivirale Therapie von alleine aus – besonders dann, wenn nur leichte oder gar keine Schmerzen bestehen und wenn kein Risiko für Komplikationen vorliegt. Daher entscheiden Ärzte manchmal bei jungen Patienten, auch bei Kindern, dass eine antivirale Therapie nicht notwendig ist. 
 Tritt der Zoster allerdings im Bereich des Gesichtes, des Kopfes oder Halses auf, besteht das Risiko für schwere Komplikationen. Dann sollte in jedem Alter die Gürtelrose antiviral behandelt werden. 
 Gürtelrose: Wie den Hautausschlag behandeln? 
 Der Hautausschlag bei einer Gürtelrose sieht nicht nur unschön aus, oft juckt er oder die Bläschen entzünden sich. Zur Linderung eignen sich Salben, Cremes, Lotionen, Gele oder Puder, die desinfizieren, den Juckreiz abmildern und die Bläschen austrocknen. Als angenehm empfinden viele Patienten kühlende und feuchte Umschläge. 
 Gürtelrose: Wie den Schmerz stoppen? 
 Die Schmerzen einer Gürtelrose treten typischerweise in dem Körperbereich auf, der von dem mit Varizella-Zoster-Viren befallenen Nerv versorgt wird. Viele Patienten empfinden die Schmerzen einer Gürtelrose als sehr stark und belastend. Obendrein droht mitunter die gefürchtete Post-Zoster-Neuralgie. Zum Glück gibt es geeignete Medikamente, mit denen sich die Schmerzen lindern lassen und die Wahrscheinlichkeit für die Post-Zoster-Neuralgie verringert werden. 
 Den Schmerz, der durch eine Gürtelrose ausgelöst wird, beschreiben Erkrankte unterschiedlich. Manche Patienten berichten über brennende, bohrende Dauerschmerzen, andere über kurze, einschießende Schmerzattacken und wiederum andere leiden eher unter einem Berührungsschmerz, einer Berührungsempfindlichkeit oder einer Überempfindlichkeit. 
 Abhängig von der Stärke des empfundenen Schmerzes verordnet der Arzt unterschiedliche Schmerzmittel. Bei leichten Schmerzen wird der Arzt gängige Schmerzmittel wie  Paracetamol ,  Ibuprofen ,  Diclofenac  oder  Naproxen  empfehlen. Bis zu einer jeweils festgelegten Wirkstärke und Packungsgröße erhalten Sie diese rezeptfrei in der Apotheke. Unter Umständen verordnet der Arzt sie jedoch in einer stärkeren Dosierung oder empfiehlt eine Therapie mit dem verschreibungspflichtigen Schmerzmittel Metamizol. 
 Bei stärkeren Schmerzen wird der Arzt zu einer Kombinationsbehandlung raten, bei der zusätzlich zu dem Schmerzmittel sogenannte Opioide, wie zum Beispiel Oxycodon, eingenommen werden. Sind die Nervenschmerzen besonders stark, verschreibt der behandelnde Arzt spezielle Arzneimittel, die auf die Nerven wirken. 
 Ist der Hautausschlag abgeheilt, aber die Nervenschmerzen bestehen weiterhin, wird manchmal eine Behandlung mit speziellen Pflastern versucht. Sie werden direkt auf den schmerzenden Bereich aufgebracht. 
 
 
  Apotheker-Tipp   Nehmen Sie die verordneten Schmerzmittel genau nach Anweisung des Arztes oder Apothekers ein. Mit der richtigen Dosierung und einer regelmäßigen Einnahme lassen sich die Schmerzen meist effektiv lindern. Zudem sollten Sie den Hinweisen des Arztes zur Einnahme von Opioiden folgen. So wird die Wahrscheinlichkeit für unangenehme Nebenwirkungen oder eine Gewöhnung an den Wirkstoff verringert. 
 
 Gürtelrose: Was ist in der Schwangerschaft zu beachten? 
 Tritt eine Gürtelrose während der Schwangerschaft auf, ist die Sorge der werdenden Mutter verständlicherweise groß. Schwangere sollten genauso wie andere Erkrankte, sofort den Hausarzt aufsuchen und außerdem ihren Gynäkologen zu Rate ziehen. 
 Ob eine antivirale Therapie notwendig ist, wird anhand des Risikoprofils bei jeder Schwangeren individuell entschieden. Denn solch eine antivirale Therapie sollte laut Experten bei Schwangeren nur dann durchgeführt werden, wenn Risikofaktoren bestehen. In diesem Fall ist das Medikament der Wahl Aciclovir. 
 Für Schwangere gibt es obendrein besondere Empfehlungen für die Einnahme von Schmerzmitteln, denn nicht alle Schmerzmittel sollen während einer Schwangerschaft eingenommen werden. Außerdem kann bei längerer Schmerzmitteleinnahme eine Überwachung der Schwangerschaft notwendig sein. Daher raten wir Ihnen, eine Schmerzmitteleinnahme während der Schwangerschaft immer vorab mit Ihrem Arzt zu besprechen. 
 Kann man eine Gürtelrose selber behandeln? 
 Wir empfehlen Ihnen bei einem Verdacht auf eine Gürtelrose sofort den Hausarzt aufzusuchen, denn eine frühzeitige Behandlung beugt Komplikationen vor. Außerdem sollten bei einer diagnostizierten Gürtelrose die Therapieanweisungen des Arztes genau befolgt werden. Nur so sind eine wirksame Therapie und eine effektive Schmerzbehandlung möglich. 
 Dennoch haben viele Patienten den Wunsch mit  Hausmitteln  ihre Beschwerden zu lindern. Unterstützend eignen sich kühle und feuchte Umschläge, um das unangenehme Gefühl des Hautausschlages zu lindern, besonders dann, wenn sich bereits Bläschen gebildet haben. 
 Alternative Therapien mit Mitteln der Homöopathie oder mit Schüssler Salzen sind immer wieder im Gespräch zur Behandlung der Gürtelrose. Allerdings ist es gut zu wissen, dass die Wirkung dieser Therapien im Gegensatz zu den herkömmlichen medizinischen Behandlungen nicht belegt sind und es daher nicht klar ist, ob und wie gut sie wirken. Um mögliche Langzeitfolgen der Gürtelrose zu vermeiden, ist es daher in jedem Fall empfehlenswert, seinen Hausarzt um Rat zu fragen. 
   Wie verläuft eine Gürtelrose? 
 Erkrankt man an einer Gürtelrose, wird man sie leider nicht so schnell wieder los. Normalerweise dauert es etwa 4 Wochen bis man wieder gesund ist. Typischerweise verläuft eine Gürtelrose in mehreren Phasen: 
 
 Zunächst treten unspezifische Krankheitssymptome, Hautrötungen, Kribbeln und Jucken der Haut auf. 
 Nach 3 bis 5 Tagen zeigt sich der Hautausschlag. 
 Es dauert etwa 7 Tage bis die Bläschen des Hautausschlages austrocknen. 
 Ob und wann Nervenschmerzen auftreten, ist sehr unterschiedlich, genauso verschieden ist die Dauer der Schmerzen. Immerhin einer von zehn Erkrankten leidet noch Monate nach dem Abklingen der sichtbaren Symptome unter starken Schmerzen. 
 
 &amp;nbsp; 
 Ist das Immunsystem des Erkrankten nicht leistungsfähig oder wird die Gürtelrose nicht rechtzeitig behandelt, verläuft die Heilung mitunter nicht reibungslos und es treten Komplikationen auf. Daher verläuft gerade im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so schlagkräftig ist, die Gürtelrose häufig schwerer. 
 Was, wenn die Beschwerden der Gürtelrose länger andauern? 
 Manchmal bleiben die Schmerzen einer Gürtelrose auch nach Abheilen des Hautausschlages bestehen – die gefürchtete  Post-Zoster-Neuralgie . Sie beeinträchtigt das Leben der Betroffenen sehr stark, denn Alltägliches fällt dann oft schwer, der Schlaf wird durch die Schmerzen gestört und das soziale Leben eingeschränkt. In der Folge gerät nicht selten das seelische Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht und die Berufsausübung fällt schwer. 
 Ärzte vermuten, dass bei einer Post-Zoster-Neuralgie die Nerven geschädigt sind, weshalb die Schmerzbehandlung in solch einem Fall von einem Schmerzspezialisten oder Neurologen fortgeführt wird. Allerdings erweist sich die Behandlung des Post-Zoster-Schmerzes oft als schwierig und den Patienten kann nicht ausreichend geholfen werden. 
 Neben den starken Nervenschmerzen verheilt der Hautausschlag bei einigen Patienten langsam, besonders dann, wenn sich dieser entzündet. Ein Zoster am Auge geht manchmal mit Entzündungen des Auges oder einem erhöhten Augeninnendruck einher. Grundsätzlich besteht zudem in den ersten Wochen der Gürtelrose ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. 
   Gürtelrose: Wie beuge ich vor? 
 Ein gesundes Immunsystem schützt vor Krankheiten. Das ist richtig und es ist auf jeden Fall sinnvoll, seine Immunabwehr zu stärken: mit gesunder, vitalstoffreicher Ernährung, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und einer achtsamen Lebensführung. Besteht ein Nährstoffmangel ist es unter Umständen auch sinnvoll, diesen mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten aus der Apotheke auszugleichen. 
 Leider lässt sich eine Gürtelrose trotzdem nicht immer vermeiden, denn unsere Immunabwehr lässt mit steigendem Alter nach und diese Immunoseneszenz gilt als Hauptrisikofaktor an einer Gürtelrose zu erkranken. Und sie ist auch der Grund, warum Ältere ein besonderes Risiko für einen schweren Verlauf, Komplikationen oder Langzeitfolgen haben. 
 
  Information von Ihrem Apotheker   Seit etwa 10 Jahren empfehlen Ärzte, Kinder in den ersten beiden Lebensjahren gegen Windpocken impfen zu lassen. Denn die Windpocken sind hochansteckend, so dass die meisten Ungeimpften an den Windpocken erkranken und damit den Erreger für die Gürtelrose in sich tragen.   Ist eine Person gegen Windpocken geimpft, ist die Wahrscheinlichkeit an einer Gürtelrose zu erkranken geringer und der Krankheitsverlauf in der Regel milder. Somit bietet der Windpockenimpfstoff nicht nur Schutz gegen die Windpocken, sondern senkt gleichzeitig das Risiko, dass in späteren Jahren eine Gürtelrose ausbricht. 
 
 Impfung gegen Herpes Zoster 
 Weil ein höheres Alter einer der Hauptrisikofaktoren ist, an einer Gürtelrose zu erkranken und obendrein die Langzeitfolgen bei Älteren und Immungeschwächten schwerwiegender sind, empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO bei Personen ab 60 Jahren sich gegen Gürtelrose impfen zu lassen. Leidet jemand an einer Grunderkrankung, zum Beispiel Krebs, einem Nierenleiden, rheumatoider Arthritis, chronischer Darmerkrankung, COPD, Asthma oder Diabetes, sollte er sich bereits ab einem Alter von 50 Jahren impfen lassen. Ebenfalls sinnvoll ist eine Impfung auch nach einer bereits überstandenen Gürtelrose, da diese anders als die Windpocken wiederholt auftreten kann. 
 Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Impfstoffen: 
 
 Herpes-zoster-Lebendimpfstoff 
 Herpes-zoster-Totimpfstoff 
 
 &amp;nbsp; 
 Den  Herpes-zoster-Lebendimpfstoff , welcher seit 2013 zugelassen ist, empfiehlt die STIKO nur eingeschränkt. Zum einen deshalb, da die Wirkdauer begrenzt ist und zum anderen, weil dieser für immungeschwächte Personen ungeeignet ist und das Risiko besteht, dass die Erkrankung ausbricht. 
 Der  Herpes-zoster-Totimpfstoff  hingegen ist die Standardimpfung, die seit 2018 verabreicht wird. Zu dieser Impfung gehören zwei Impfdosen, die in einem zeitlichen Abstand verabreicht werden. Der vollständige Impfschutz ist erst nach beiden Dosen gewährleistet. Die Kosten für die Herpes-zoster-Impfung übernehmen die Krankenkassen. 
 &amp;nbsp; 
   
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise   Bildquelle: adobestock.com - photohasan 
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                            <updated>2023-02-22T14:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Analthrombose behandeln: Großer Schmerz mit kleiner Ursache </title>
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                                            Ein Schmerz am After wie aus dem Nichts und ein plötzlich entstandener Knoten – Sie könnten an einer Analthrombose leiden. Nicht immer ist es leicht, sie von Hämorrhoiden zu unterscheiden. Die Analthrombose erkennen Sie an dem schmerzhaften, prallen, bläulichen Knoten am After...
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                 Ein Schmerz am After wie aus dem Nichts und ein plötzlich entstandener Knoten – Sie könnten an einer Analthrombose leiden. Nicht immer ist es leicht, sie von Hämorrhoiden zu unterscheiden. Die Analthrombose erkennen Sie an dem schmerzhaften, prallen, bläulichen Knoten am After, der spontan auftritt. Das Gute – meist verschwindet die Erkrankung von alleine wieder, aber in der Zwischenzeit zeigen wir Ihnen, wie Sie daheim eine Analthrombose behandeln. 
 Lesen Sie in unserem Beitrag, wie Sie zunächst eine Analthrombose erkennen, welche Behandlung Ihre Schmerzen lindert und wie sie vorbeugen können. 
 
 
   Was ist eine Analthrombose?    
   Wie entsteht eine Analthrombose?    
   Was sind die Symptome von Analthrombosen?    
   Wie behandelt man Analthrombosen? Was hilft?    
   Wie schnell bilden sich Analthrombosen zurück?    
   Wann werden Analthrombosen operiert?    
   Hämorrhoiden und Analthrombosen: Was ist der Unterschied?    
   Wie kann ich eine Analthrombose vorbeugen?    
 
 &amp;nbsp; 
 
    Was ist eine Analthrombose? 
 Typisch für die Analthrombose ist ein  schmerzhafter Knoten am After, der plötzlich auftritt  und eine bläuliche Farbe hat. Manchmal ist die Analthrombose leicht mit   Hämorrhoiden   zu verwechseln oder wird fälschlicherweise „äußere Hämorrhoide“ genannt. Die Analthrombose hat allerdings eine ganz andere Ursache als die Hämorrhoide. Fachleute sprechen bei der Analthrombose auch von einer Analvenenthrombose oder Perianalthrombose, bei der es sich um ein venöses Blutgerinnsel handelt. 
 Auch wenn die Analthrombose als „Thrombose“ bezeichnet wird, ist sie  keine gefährliche Erkrankung  so wie die Thrombose in den Beinvenen. Es kann nicht zu einer Embolie kommen, bei der der Pfropfen in ein anderes Gefäß eingeschwemmt wird. Deswegen muss bei einer Analthrombose oft gar nicht groß behandelt werden. Als beste Therapie gilt zumeist „abwarten“, denn  in aller Regel verschwindet die Analthrombose von alleine . 
  Ursache  der Analthrombose ist ein sich  spontan bildendes Blutgerinnsel  in den feinen Venen rund um den After, ganz selten im Analkanal. Das Blutgerinnsel verstopft dann ein solches Blutgefäß und es bildet sich eine schmerzhafte Schwellung aus – ein oder mehrere bläulich verfärbte Knoten. Wie groß die Knoten sind, ist ganz unterschiedlich: Manchmal sind sie klein wie Stecknadelköpfe, bei anderen Patienten werden sie groß wie Pflaumen. Zum Glück sind die Knoten meist harmlos. 
 
  Apotheker-Tipp   Daran erkennen Sie, dass Sie an einer Analvenenthrombose leiden: 
 
 plötzlich aufgetretener Schmerz am After 
 Schmerzen besonders während und nach dem Stuhlgang 
 ein tastbarer bläulicher, praller, druckempfindlicher Knoten am After oder im unteren Teil des Enddarms 
 Juckreiz im Afterbereich 
 
 
   Wie entsteht eine Analthrombose? 
 Steigt der Druck im Bauchraum, kommt der Blutfluss in den feinen Venen rund um den After und im Analkanal zum Stillstand. Dann gerinnt das Blut in dem Venengeflecht und die Analthrombose bildet sich.  Auslöser  für die Erkrankung ist deswegen alles,  was den Druck im Bauchraum erhöht  und den Blutfluss in den Venen des Afters verringert. Die Ursachen von Analthrombosen sind jedoch nicht abschließend geklärt und nicht immer wird ein Auslöser für das Entstehen gefunden. 
 Zu den bekannten Risikofaktoren zählen: 
 
  Durchfall oder Verstopfung  Die erhöhte Spannung des Schließmuskels durch das Pressen kann sich negativ auswirken. 
  Starker Druck auf den Bauchraum  Dieser kann beim schweren Heben, Husten oder Kraftsport entstehen. 
  Langes Sitzen   Dadurch wird von außen erhöhter Druck auf das Gesäß ausgeübt. 
  Sitzen auf kalten Flächen  
  Analverkehr   Entstehen Verletzungen im Bereich des Afters durch Analsex oder proktologische Untersuchungen und Operationen können diese Analthrombosen hervorrufen. 
  Schwangerschaft und Geburt  
  Alkoholkonsum   Dieser erweitert die Blutgefäße. 
  Blutgerinnungsstörungen  
 
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 Analthrombosen in der Schwangerschaft und nach der Geburt 
 Eine Schwangerschaft führt zu vielen Veränderungen im Körper der werdenden Mutter. Einige davon erhöhen das Risiko für eine Analvenenthrombose, zum Beispiel das häufigere Auftreten von Verstopfungen, ein erhöhter Druck im Bauchraum durch das größer werdende Baby und Fruchtwasser, das dehnbarere Bindegewebe und eine erhöhte Thromboseneigung. Der Vorgang einer vaginalen Geburt erhöht obendrein den Druck auf die Analvenen. Daher leiden Frauen im Wochenbett nicht selten an Analthrombosen oder Schwellungen im Analbereich. 
   Was sind die Symptome von Analthrombosen? 
 Betroffene, die an eine Analthrombose leiden, berichten von folgenden Symptomen: 
 
 Juckreiz 
 Brennen und Stechen 
 akut auftretender Schmerz 
 Spannungsgefühl 
 Druckempfindlichkeit 
 Schwellung: bläulicher bis rötlicher Knoten 
 Blutungen 
 
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 Weil die Oberfläche einer Analthrombose von gespannter Haut umgeben ist, kann der Arzt sie leicht von einer Hämorrhoide unterscheiden, die von Darmschleimhaut umgeben ist. Die Größe der Analthrombosen beginnt bei der Größe eines Stecknadelkopfes und reicht bis Pflaumengröße. Manchmal gruppieren sich mehrere Knoten. 
 Ärzte diagnostizieren eine Analthrombose anhand ihres Äußeren. Meist ist es gar nicht nötig, eine Tastuntersuchung des Enddarms durchzuführen, denn diese empfinden Patienten ohnehin als schmerzhaft. 
 Schmerzen im Bereich des Afters treten auch bei anderen Erkrankungen auf, beispielsweise bei einer Analfissur oder einem perianalen Abszess. Außerdem ähneln neben Hämorrhoiden auch Marisken und Analkarzinome einer Analvenenthrombose. Daher ist es ratsam bei starken Schmerzen oder gar Blutungen einen Arzt aufzusuchen, der eine Diagnose stellt. 
   Wie behandelt man Analthrombosen? Was hilft? 
 Analthrombosen können Sie in der Regel mithilfe von Schmerzmitteln und Salben aus der Apotheke ganz einfach zuhause behandeln. Hier gilt es meistens nur Geduld mitzubringen und die Beschwerden „auszusitzen“, sofern keine Komplikationen wie Blutungen auftreten. 
 
  Apotheker-Tipp  Sind Ihre Beschwerden unangenehm oder belastend oder haben Sie sogar Blut auf dem Toilettenpapier entdeckt? In diesen Fällen raten wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen. Geeigneter Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt oder Proktologe, ein Facharzt für Erkrankungen des Enddarms. 
 
 Schmerztherapie 
 Schmerzmittel wie   Ibuprofen   und   Diclofenac   helfen gegen die quälenden Schmerzen. Beide Präparate sind in der Apotheke erhältlich, ohne dass ein Rezept vorgelegt werden muss. Generell gilt bei Schmerzmitteln, dass die  Einnahmedauer  nur wenige Tage betragen sollte: So kurz wie möglich und so wenig wie nötig. Tritt bis dahin keine Besserung ein, ist der Gang zum Arzt auf jeden Fall ratsam, der Ihnen auch stärkere Schmerzmittel verschreiben kann. 
  Hinweis Ihrer Apotheker für Schwangere und Stillende:  Schmerzmittel in der Schwangerschaft sollten nur nach Rücksprache mit dem betreuenden Arzt eingenommen werden! Auch während der Stillzeit empfehlen, wir den Rat des Arztes einzuholen. 
 Behandlung mit Salben 
 Direkt am Ort des Geschehens helfen betäubende Cremes und Salben wie  Haenal akut Creme  oder  Posterisan akut Rektalsalbe . Auch diese sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Manchmal verschreibt der Arzt Salben mit Kortison oder Heparin zur Linderung der Beschwerden. 
 Sitzbäder 
 Als erleichternd empfinden manche Patienten Kühlung gegen den Juckreiz oder Sitzbäder mit rezeptfreien Kamillenextrakten, wie  Kamillosan Konzentrat . Ebenfalls ist es ratsam, anstrengenden Sport zu vermeiden, tagsüber Pausen einzuschieben und sich hinzulegen. 
 Richtige Ernährung 
 Generell sollten Sie für eine gute Verdauung auf die richtige Ernährung setzen. Gerade während Sie unter Analvenenthrombosen leiden, sorgen Sie dafür, dass Ihr Stuhl weich ist. Dadurch wird der Afterbereich nicht zusätzlich gereizt. Hilfreich sind dabei zum Beispiel  Flohsamen  und ballaststoffreiche Ernährung im Allgemeinen. Ebenso empfehlen wir Ihnen, ausreichend zu trinken, da eine gute Flüssigkeitszufuhr für einen weicheren Stuhl sorgen kann. 
 Abführmittel 
 Wenn es Ihnen mit der Ernährung nicht gelingt, helfen milde Abführmittel wie  Macrogol  den Stuhl weich zu machen Es ist in der Apotheke als Trinklösung in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Für eine gute Verdauung ist es außerdem empfehlenswert, ausreichend zu trinken. Wird der After nach dem Toilettengang abgeduscht, vermeidet man zudem eine mechanische Reizung. 
   Wie schnell bilden sich Analthrombosen zurück? 
 Bei den meisten Betroffenen verheilt die Analthrombose innerhalb  weniger Tage bis zwei Wochen von alleine.  
 Manchmal öffnet sich die Thrombose umgebende Haut von alleine oder durch die Reibung des Toilettenpapiers und die Analthrombose entleert sich. Dies verschafft sofortige Erleichterung und mildert die Schmerzen. Die Blutung dauert meist nur wenige Tage, wobei eine Slipeinlage oder  Posterisan akut Analvorlagen  gut geeignet sind, das aus der Analthrombose austretende Blut aufzufangen. Halten Sie die Wunde sauber, insbesondere nach der Stuhlentleerung. 
   Wann werden Analthrombosen operiert? 
 Da Analthrombosen in der Regel von selbst abheilen, wird der behandelnde Arzt eine Operation nur dann erwägen, wenn die Schmerzen anders nicht in den Griff zu bekommen sind oder die Analthrombose sehr groß ist. 
 Proktologen, Ärzte für Erkrankungen des Enddarms, raten dann zu einer von zwei Operationsmethoden: 
 
 Aufschneiden der Analthrombose unter örtlicher Betäubung und ausräumen (entfernen) des geronnenen Blutes oder 
 chirurgische Entfernung der ganzen Analthrombose unter örtlicher Betäubung. 
 
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   Hämorrhoiden und Analthrombosen: Was ist der Unterschied? 
 Nicht immer ist klar, ob die Ursache für die Beschwerden am Po eine Analthrombose ist oder, ob sie durch Hämorrhoiden ausgelöst wurden. Anhand einiger Merkmale lassen sich Analthrombosen und Hämorrhoiden unterscheiden: 
 
 Die Schmerzen einer Analthrombose treten plötzlich auf, die Beschwerden von Hämorrhoiden entwickeln sich über einige Zeit. 
 Analthrombosen verursachen von Anfang an starke Schmerzen. Hämorrhoiden sind erst im fortgeschrittenen Stadium schmerzhaft. 
 Analthrombosen bluten nicht. Bei Hämorrhoidenleiden treten öfter Blutungen auf. 
 Analthrombosen öffnen sich manchmal von alleine oder durch Reibung von Toilettenpapier und entleeren sich dann. Bei Hämorrhoiden kommt das nicht vor. 
 
 &amp;nbsp; 
 
 
  &amp;nbsp;  Analthrombose  Hämorrhoiden  
  Auftreten 
 plötzlich 
 über längere Zeit 
 
  Symptome/Schmerzen 
 stark 
 erst im fortgeschrittenen Stadium 
 
  weitere Symptome 
 können sich öffenen, bluten aber nicht 
 öffnen sich nicht, bluten aber 
 
 
 
   Wie kann ich eine Analthrombose vorbeugen? 
 Ursachen für eine Analthrombose sind meist das Pressen bei häufiger Verstopfung, langes Sitzen oder Heben schwerer Lasten bzw. Krafttraining. Schon  kleine Tipps können helfen, dass eine Analthrombose gar nicht erst auftritt:   
 Ist der Stuhl zu hart, führt das beim Stuhlgang zu starkem Pressen. Stuhl ist idealweiser weich und geformt. Für eine gute Verdauung ist es hilfreich, dass Sie sich so viel wie möglich bewegen, ausreichend trinken und Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffe essen. Wenn all das nichts nützt, regen Indische Flohsamen oder geschroteter Leinsamen den Darm an. Auch hier gilt: Ausreichend trinken! 
 Beim Krafttraining oder dem Heben von schweren Gegenständen mindert eine ausgleichende Atemtechnik den Druck im Bauchraum. Sind Sie länger unterwegs, egal ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug: Machen Sie regelmäßig Pausen, stehen auf und bewegen sich. Ein weiterer Tipp ist, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden, denn der weitet die Gefäße. 
   
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Bildquellen: adobestock.com - Pixel-Shot 
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                            <updated>2023-01-09T07:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Was tun bei Hämorrhoiden? Symptome und Behandlung</title>
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                 Treten Juckreiz, Nässen oder Brennen am After auf, fühlt sich das nicht nur unangenehm an, sondern ist vielen Betroffenen auch peinlich. Manchmal kommt es obendrein zu Blutungen beim oder nach dem Stuhlgang. Diese Symptome deuten auf ein Hämorrhoidalleiden hin. Ursache dafür sind meist vergrößerte Hämorrhoiden. 
 Bei uns finden Sie alle wichtigen Informationen über Hämorrhoiden: Wie sie entstehen, was Sie selbst dagegen tun können, welche Mittel bei leichten Symptomen Linderung verschaffen und wann Sie doch lieber ärztlichen Rat einholen sollten. 
 
 
   Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie?    
   Welche Symptome hat man bei Hämorrhoiden?    
   Schwangerschaft und Geburt: Was tun bei Hämorrhoiden?    
   Wie werden Hämorrhoiden behandelt?    
   Wann muss man zum Arzt bei Hämorrhoiden?    
   Hämorrhoiden: Wie beuge ich vor?    
 
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   Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie? 
 Hämorrhoiden hat Jeder. Sie sind ein Gefäßpolster, das den Enddarm kurz vor dem After ringförmig umgibt. Seine Aufgabe ist es, zusammen mit dem Schließmuskel den Darm zu verschließen. Das ist wichtig, damit nicht unbeabsichtigt Stuhl aus dem Darm austritt. 
 Treten Beschwerden an den Hämorrhoiden auf, sind sie zumeist vergrößert und der Betroffene hat ein  Hämorrhoidalleiden . Umgangssprachlich ist dann von Hämorrhoiden die Rede. Hämorrhoiden sind immerhin bei mehr als der Hälfte der über 30-jährigen vergrößert. Ursachen sind neben einer  familiären Veranlagung  verschiedene Risikofaktoren. Nicht selten, gerade bei Älteren, hat das Bindegewebe an Festigkeit verloren und das Gefäßpolster leiert aus. 
 Starkes Pressen beim Stuhlgang, z.B. bei  Verstopfung , weitet zudem die Hämorrhoidalgefäße. Denn durch das Pressen werden die Gefäße stärker gefüllt als normalerweise und sie dehnen sich. Wird wegen der Verstopfung dauerhaft ein Abführmittel angewendet, beeinträchtigt das obendrein auf lange Sicht die Funktion des Darmverschlusssystems. Besteht  Übergewicht , wirkt sich das ebenfalls negativ auf das Gefäßpolster aus, denn das hohe Körpergewicht drückt auf den Enddarm. Die Folge: ein beeinträchtigter Blutfluss und eine Erweiterung der Hämorrhoidalgefäße. Das Gleiche passiert während einer  Schwangerschaft , wenn das ungeborene Baby auf den Darm drückt. 
   Welche Symptome hat man bei Hämorrhoiden? 
 Wenn Sie  Juckreiz, Nässen oder Brennen  in Ihrem Gesäßbereich bemerken, kann das auf ein Hämorrhoidalleiden hinweisen. Oft treten außerdem  schmerzlose Blutungen  während oder kurz nach dem Stuhlgang auf. Ausgelöst werden sie durch festen Stuhl, der das geschwollene Gefäßpolster verletzt. Haben Sie Blut auf dem Toilettenpapier oder am Stuhl festgestellt, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Außerdem ist für Hämorrhoiden typisch, dass sie aus dem After hervortreten. Mediziner sprechen in solch einem Fall von einem  Hämorrhoidal-Prolaps . Sie selbst fühlen die hervorgetretenen Hämorrhoiden als weiche Knoten. 
 Mit der Zeit verschlechtern sich bei vielen Betroffenen die Hämorrhoiden, wenn sie unbehandelt bleiben und die Symptome nehmen zu. Sie empfinden beispielsweise ein  Fremdkörper- oder Druckgefühl  im Analbereich, wenn sich die Hämorrhoiden in Richtung Darmausgang geschoben haben oder gar durch den After ausgetreten sind. Andere Betroffene haben das Gefühl, dass ihr Darm trotz Stuhlgang  nicht vollständig entleert  ist. 
 Wenn beim Stuhlgang Druck auf das Gefäßpolster ausgeübt wird oder der Schließmuskel die Hämorrhoiden einklemmt, treten mitunter  Schmerzen  auf. Als sehr belastend empfinden es die Erkrankten, wenn unbeabsichtigt Stuhl, Schleim oder Flüssigkeit austritt, weil die Abdichtung des Darms nicht mehr richtig funktioniert. 
   
 Welche Schweregrade gibt es bei Hämorrhoiden? 
 Wie weit fortgeschritten die Hämorrhoiden sind, erkennen Sie nicht an den Beschwerden. Ärzte diagnostizieren den Schweregrad der Hämorrhoiden daran, wie stark das Gefäßpolster vergrößert und wie weit es aus dem After herausgetreten ist. Sie unterscheiden vier Schweregrade, von leicht bis sehr stark ausgeprägt. Diese Einteilung hilft zu entscheiden, welche Behandlung geeignet ist. 
 
  Grad 1 : Von außen sind die Hämorrhoiden nicht sichtbar. Sie sind nur leicht vergrößert und machen oft gar keine Beschwerden. Bei einigen Patienten kommt es aber auch in diesem Stadium schon zu Blutungen und Hautreizungen. 
  Grad 2 : Die Hämorrhoiden sind stärker vergrößert. Beim Stuhlgang und Pressen treten sie aus dem After aus, ziehen sich aber von selbst wieder zurück. Manche Betroffenen haben das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung. 
  Grad 3:  Beim Stuhlgang oder auch bei körperlichen Aktivitäten gleitet das Gefäßpolster aus dem After und zieht sich nicht mehr von alleine zurück. Es muss mit dem Finger zurückgeschoben werden. 
  Grad 4 : Die Hämorrhoiden sind in diesem Stadium dauerhaft aus dem After hervorgetreten und lassen sich nicht mehr zurückdrücken. Die Patienten leiden unter einem dauernden Druck- oder Fremdkörpergefühl und haben häufig Schmerzen. Der Darmverschluss ist nicht mehr dicht und Flüssigkeit und Schleim gehen ab. 
 
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   Schwangerschaft und Geburt: Was tun bei Hämorrhoiden? 
  Zuerst die gute Nachricht:  Hämorrhoiden bilden sich nach der Schwangerschaft und Geburt meist von alleine wieder zurück. Eine Operation ist normalerweise nicht nötig. Aber warum bilden sich Hämorrhoiden in Schwangerschaft aus? Frauen haben grundsätzlich ein sehr dehnbares Bindegewebe. Das ist wichtig, denn es erleichtert den Geburtsvorgang. Zudem werden die Haut und das Bindegewebe während der Schwangerschaft nochmals dehnbarer. Frauen, die schon mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, bilden oft eine  Bindegewebsschwäche  aus. 
 Ist das Bindegewebe elastisch, werden unter anderem auch die Hämorrhoiden dehnbarer. Begünstigt wird die Entstehung eines Hämorrhoidalleidens darüber hinaus durch den gesteigerten Blutfluss während der Schwangerschaft. Weil das Ungeborene auf den Bauchraum drückt, fließt außerdem das Blut schlechter ab und staut sich im Gefäßpolster 
 Wenn der Fetus auf den Darm drückt, bekommen viele Schwangere obendrein Probleme mit der Verdauung. Auch das höhere Körpergewicht und ein träger Darm begünstigen  Verstopfungen . Die Presswehen einer vaginalen Geburt verstärken bei vielen jungen Müttern das Hämorrhoidalleiden und sie leiden dann im Wochenbett unter akuten Symptomen. 
 
  Apotheker-Tipp:  Stuhl ist idealweiser weich und geformt. Ist der Stuhl zu hart, begünstigt das die Entstehung der Hämorrhoiden. Für eine gute Verdauung ist es hilfreich, dass Sie sich so viel wie möglich bewegen, ausreichend trinken und Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffe essen. Wenn all das nichts nützt, regen indische Flohsamen oder geschrotete Leinsamen den Darm an. Auch hier gilt: ausreichend trinken! 
 
 Schwangerschaft und Geburt: Wann zum Arzt bei Hämorrhoiden? 
 Blutungen – egal wie schwach oder stark – sind immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen. Wenn es juckt, brennt, nässt oder schmerzt hilft der Arzt bei der Auswahl des geeigneten Mittels. In der Apotheke sind Salben, Cremes oder Analtampons erhältlich. 
 Bei den meisten Frauen bilden sich die Hämorrhoiden zwei bis drei Monate nach der Geburt wieder zurück. Wenn die Beschwerden weiter anhalten, berät der Arzt, welche Behandlung die richtige ist. 
   Wie werden Hämorrhoiden behandelt? 
 Welche Behandlung die passende ist, hängt von dem Ausmaß der Beschwerden ab und davon, wie stark die Hämorrhoiden vergrößert sind. Anfangs helfen mitunter Salben, Zäpfchen oder Sitzbäder. Diese sind in der Apotheke erhältlich, ohne dass ein Rezept vom Arzt vorgelegt werden muss. Sie lindern kurzfristig die Beschwerden, allerdings beseitigen sie nicht die Ursache der Hämorrhoiden. Sind die Hämorrhoiden stärker vergrößert, kommen andere Behandlungen in Frage oder möglicherweise ist sogar eine Operation sinnvoll. Die erste Anlaufstelle ist hier der Hausarzt oder der Proktologe, ein Arzt für Erkrankungen des Enddarms. 
 Salben und Zäpfchen 
 Sind Ihre Beschwerden leicht bis mittelschwer helfen Salben oder Zäpfchen (Suppositorien). Sie verschaffen Linderung, allerdings bessern sie nicht die Hämorrhoiden selbst. Deswegen sollten Sie die Behandlung ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 Wochen durchführen. 
 Eine gute Wirkung gegen schmerzende Hämorrhoiden erzielen  Wundsalben , beispielsweise mit Panthenol oder Zink. Pflanzliche Salben und Zäpfchen mit  Hamamelis , zum Beispiel   Hametum Salbe   oder   Zäpfchen  , hemmen die Entzündung, weshalb sie die Hautreizung und den Juckreiz lindern. Ebenfalls entzündungshemmend wirkt Bismutgallat als Salbe oder Zäpfchen. 
 
  Apotheker-Tipp:  Tagsüber eignen sich Salben besonders gut. Beispielsweise beim Gang auf die Toilette oder nach dem Duschen können Sie Salben einfach mit einem Applikator anwenden. Abends lassen sich Zäpfchen oder Analtampons im Liegen einführen und wirken über Nacht direkt im Analkanal. Analtampons können Sie auch leicht selbst herstellen, indem Sie auf eine Kompresse Salbe auftragen und anschließend einlegen. 
 
 Eine andere Möglichkeit bei Juckreiz und Schmerzen sind Salben mit  betäubenden Wirkstoffen  wie Lidocain, zum Beispiel Posterisan akut oder   Quinisocain  , Haenal akut Creme. In unserem Online-Shop erhalten Sie auch Salben mit einer Kombination aus Lidocain und Bismutgallat. Salben mit betäubenden Wirkstoffen sollten Sie nicht länger als 3 Tage anwenden. 
 Manchmal verschreibt der Arzt Salben mit Kortison, wie zum Beispiel Prednisolon oder Hydrocortison, die entzündungshemmend wirken. Da sie bei längerer Anwendung mitunter unerwünschte Wirkungen haben, ist die Anwendungsdauer zeitlich begrenzt. 
 Eingriffe bei Hämorrhoiden 
 Bei  geringer ausgeprägten Hämorrhoiden  Grad 1 und 2 behandeln Ärzte normalerweise mit kleineren ambulanten Eingriffen. Dabei werden die Hämorrhoiden entweder verödet oder abgebunden (Gummibandligatur). So wird versucht, eine Operation zu vermeiden oder zu mindestens für einige Jahre aufzuschieben. 
 Weil beide Verfahren meist schmerzfrei sind und ohne Narkose durchgeführt werden, muss man meist gar nicht ins Krankenhaus. Der Arzt kann sie ambulant in seiner Praxis durchführen. 
 
 Die  Verödung  ist eine Möglichkeit der Behandlung bei Hämorrhoiden Grad 1 oder 2. Ärzte bezeichnen das Verfahren auch als Sklerosierungstherapie. Dabei spritzt der behandelnde Arzt einen Wirkstoff in das Gefäßpolster. Weil die Durchblutung durch den Wirkstoff verringert wird, stirbt das Gewebe ab und wird kleiner. 
 Mehr und mehr wird das Verfahren der  Gummibandligatur  von Ärzten angewendet. Dabei werden die Hämorrhoiden mit Gummibändern abgebunden. Nach ein paar Tagen stößt der Körper das Gewebe ab und die Hämorrhoiden fallen einfach ab. Diese Methode ist bei Hämorrhoiden Grad 2 und manchmal noch bei Grad 3 möglich. 
 
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 Nachteil dieser beiden Methoden ist, dass sich die Hämorrhoiden manchmal erneut ausbilden. Zu einer  Operation  der Hämorrhoiden raten Ärzte dann, wenn die Symptome für den Betroffenen sehr belastend sind und eine Behandlung der Beschwerden nicht mehr ausreicht. Nur bei etwa einem von zehn Patienten, die zu einem Arzt gehen, ist eine Operation notwendig. 
 Mit einer OP versuchen Ärzte bei dem betroffenen Patienten wieder einen normalen Analkanal herzustellen. Wohingegen in der Regel nicht, wie früher, das vergrößerte Gefäßpolster vollständig entfernt wird. Denn dies birgt die Gefahr einer Stuhlinkontinenz. Heutzutage werden moderne  minimal-invasive Verfahren  der Hämorrhoidektomie – also der operativen Entfernung stark vergrößerter Hämorrhoiden – bevorzugt. Ärzte wenden dabei verschiedene Methoden an: 
 
 OP nach Longo Diese OP-Methode ist ein modernes Verfahren, das dann zum Einsatz kommt, wenn sich die aus dem After hervorgetretenen Hämorrhoiden noch gut zurückschieben lassen.   Oberhalb des Bereichs der Hämorrhoiden entfernt der Arzt mit einem speziellen Gerät, dem Stapler, einen Streifen der Anal-Schleimhaut. Wenn die nun entstandenen Wundränder mit dem Stapler aneinander geklammert werden, werden die hervorgetretenen Hämorrhoiden zurück in den Analkanal gezogen und gelangen so wieder an ihren ursprünglichen Platz. Deswegen wird die OP-Methode auch als „anales Lifting“ bezeichnet.   Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Hämorrhoiden weitgehend erhalten bleiben und damit weiterhin ihre Funktion ausüben. Unbeabsichtigtes Ausscheiden von Schleim und Luft sind daher in der Regel keine Folgen der Operation. Ebenso treten bei dieser Operationsmethode seltener und weniger lange Schmerzen auf, so dass die Operierten schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden und ihrem Alltag nachgehen können.   Dennoch können wie bei jeder Operation auch Komplikationen auftreten. Dazu zählen unter anderem Stuhlentleerungsstörungen und Inkontinenz. Manchmal treten schwerwiegende Komplikationen auf oder es bilden sich erneut Hämorrhoiden.    
 HAL-Methode  HAL steht für  H ämorrhoiden  A rterien  L igatur. Dabei wird die Blutzufuhr zu den Hämorrhoidalknoten verringert, indem der Arzt eine Naht setzt und die versorgenden Arterien abschnürt. Dabei werden die Arterien mittels eines speziellen Ultraschallgerätes aufgefunden. Die Hämorrhoiden verkümmern nach einigen Wochen. Das Verfahren ist nur dann geeignet, wenn sich die hervorgetretenen Hämorrhoiden noch zurückdrücken lassen.  Vorteil der HAL-Methode ist, dass die Patienten keine Narkose benötigen und meist schon am nächsten Tag wieder arbeitsfähig sind. Das Verfahren verursacht in der Regel wenig Schmerzen. Allerdings bilden sich häufig erneut vergrößerte Hämorrhoiden aus. Eine Wiederholung der Behandlung ist jedoch möglich.   
 RAR  RAR ist die Abkürzung für den englischen Begriff  R ecto- A nal- R epair. Auf Deutsch wird das Verfahren als Rekto-Anale-Pexie oder als Dopplersonographisch gezielte Mukopexie bezeichnet.  Bei diesem Verfahren wird die Schleimhaut innerhalb des Darms mit einer Naht gestrafft und die hervorgetretenen Hämorrhoiden nach innen gezogen. Für die Operation erhält der Patient eine Rückenmarks- oder Vollnarkose. Die RAR gilt als besonders schonend und als komplikationsärmer als die OP nach Longo, bei der geklammert wird. Die meisten Operierten kehren nach 2 bis 4 Tagen zu ihren Alltagsaktivitäten zurück. 
 
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 Nur bei  höhergradigen Hämorrhoiden  (Grad 4) empfiehlt der Arzt eine Operation. Die Eingriffe werden im Krankenhaus unter Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Nach der Operation kann es nötig sein, dass Sie einige Tage im Krankenhaus verbringen müssen. In den ersten Tagen nach der Operation haben einige Patienten Schmerzen und Probleme beim Sitzen und werden dann mit Schmerzmitteln behandelt. 
 Die  Stapler-Methode  ist ein neues chirurgisches Verfahren bei höhergradigen Hämorrhoiden. Der Arzt verwendet dabei eine Art Klammergerät, mit dem die vergrößerten Hämorrhoiden entfernt und die Wunde geklammert wird. Die Operationszeit ist bei dieser Methode kürzer und der Patient muss nicht so lange im Krankenhaus bleiben, wie bei den herkömmlichen OP-Methoden. Zudem treten weniger oft Schmerzen auf. 
 Seltener werden herkömmliche Techniken zur Entfernung der Hämorrhoiden angewendet. Sie sind meist mit einer langen Phase der Heilung verbunden und oft schmerzhaft. Außerdem muss manchmal mit einem plastischen Eingriff die normale Anatomie des Analkanals wiederhergestellt werden. 
 Hausmittel 
 Sind Ihre Beschwerden durch die Hämorrhoiden noch gering, verschaffen Ihnen zum Glück oft Hausmittel Linderung. 
 Weil die Verdauung und das  Verhalten auf der Toilette  eine wichtige Rolle bei Hämorrhoiden spielen, können Sie hier ansetzen, um Beschwerden zu lindern. Denn das Pressen beim Toilettengang belastet die Hämorrhoiden und bereitet Schmerzen. Wir haben  3 Tipps  für Sie, wie Sie das Pressen auf der Toilette vermeiden: 
 
 Gehen Sie ohne Zeitdruck auf die Toilette. 
 Gehen Sie bei Stuhldrang auf die Toilette und schieben Sie den Gang nicht auf. 
 Beugen Sie Verstopfung vor. 
 
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 Die Anwendung von Analdehnern kann zudem Beschwerden lindern, denn sie lockern die Muskulatur und sorgen für eine gute Durchblutung. 
 
  Unser Tipp für eine gute Verdauung:  Für eine gute Verdauung ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Sind Sie ansonsten gesund, sollten Sie etwa 2 Liter am Tag trinken. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel regen außerdem Ihren Darm an und sorgen zusammen mit der Flüssigkeit für eine ausreichende Füllung des Darms. 
 
 Als ballaststoffreiche Lebensmittel sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte empfehlenswert. Am besten gewöhnen Sie Ihren Darm langsam an die Ballaststoffe – denn gerade, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen, braucht es dafür einige Zeit. Probieren Sie außerdem aus, welche ballaststoffreichen Nahrungsmittel Sie gut vertragen. Nicht jeder verträgt eine ballaststoffreiche Ernährung gleich gut. Ausreichend Bewegung sorgt außerdem dafür, dass der Darm nicht träge wird. Denn nur ein Darm der sich ausreichend bewegt, befördert den Stuhl nach draußen. 
 Verwenden Sie nach Möglichkeit keine Abführmittel – auch keine pflanzlichen. Oft helfen Hausmittel, die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Dörrpflaumen,   Floh- oder Leinsamen   im morgendlichen Müsli regen zum Beispiel die Verdauung an. Und vergessen Sie nicht, ausreichend dazu zu trinken. Manchen hilft es, ein Glas stilles, lauwarmes Wasser gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen zu trinken, um den Darm in Schwung zu bringen. 
 Einige Patienten mit Hämorrhoiden empfinden  Sitzbäder  als sehr wohltuend, denn sie verbessern die Durchblutung und lindern Entzündungen. Für ein Sitzbad wird kaltes oder warmes Wasser in eine Sitzbadeschüssel oder in die Dusch- oder Badewanne gefüllt. Dusch- oder Badewannen werden nur zum Teil befüllt. Das Wasser sollte Ihren Unterleib und den oberen Bereich Ihrer Oberschenkel bedecken. 
 Ganz nach Ihren Vorlieben, wird das Sitzbad 10 oder 15 Minuten in klarem Wasser durchgeführt oder Sie setzten Heilkräuter wie Kamille, Arnika, Hamamelis oder Eichenrinde zu. Diese Zusätze sind rezeptfrei in unserem Online-Shop erhältlich. Unser Tipp: Gönnen Sie sich nach dem Sitzbad Ruhe – so beugen Sie Kreislaufproblemen vor. 
 Nicht selten ist der Bereich des Gesäßes gereizt, weil nach dem Toilettengang feuchte Stuhlreste am After zurückbleiben. Deshalb empfiehlt es sich, den Bereich  gut  mit Wasser oder angefeuchtetem Toilettenpapier  zu reinigen . Anschließend wird die Haut sorgfältig getrocknet. Auf feuchtes Toilettenpapier oder Waschlotionen reagiert die Haut nicht selten empfindlich, wenn reizende Stoffe enthalten sind. 
   Wann muss man zum Arzt bei Hämorrhoiden? 
 Haben Sie den Verdacht, Hämorrhoiden zu haben? Sind Ihre Beschwerden unangenehm, belastend oder haben Sie sogar Blut auf dem Toilettenpapier entdeckt? In diesen Fällen raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen. 
 Vielleicht sind Ihnen Ihre Hämorrhoiden peinlich und Sie möchten nicht gerne über Ihre Beschwerden sprechen? In dem Fall können Sie ganz beruhigt sein – weil Hämorrhoiden weit verbreitet sind, gehören sie zum Praxisalltag der Ärzte. Sie müssen sich deshalb nicht schämen und können offen über Ihre Beschwerden sprechen. 
 Und es lohnt sich, frühzeitig zum Arzt zu gehen. Denn anfangs genügen oft einfache Maßnahmen zur Behandlung und ein weiteres Anschwellen der Hämorrhoiden kann verhindert werden. Wird die Behandlung zu lange hinausgezögert, verschlimmern sich die Beschwerden. Denn das vergrößerte Gefäßpolster bildet sich nicht von alleine zurück. 
 Ansprechpartner für Ihre Beschwerden sind der Hausarzt oder ein Facharzt für Proktologie. Ein Proktologe ist spezialisiert auf Erkrankungen im Bereich des Enddarms. 
 Beim Arztbesuch wird festgestellt, ob Sie tatsächlich unter vergrößerten Hämorrhoiden leiden, wie weit diese fortgeschritten sind oder ob eventuell eine andere Erkrankung die Ursache für Ihre Beschwerden ist. Denn ähnliche Symptome wie Hämorrhoiden verursachen Analfissuren, Analekzeme, Analvenenthrombosen oder auch Analfisteln. Mit dem Arzt können Sie außerdem besprechen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen. 
 Beim Arztbesuch: Wie läuft die Untersuchung ab? 
 Bei Ihrem ersten Besuch wird der Arzt Sie nach Ihren Beschwerden und nach Ihrem Stuhlgang fragen. Vielleicht wird er mit Ihnen auch darüber sprechen, wie Sie sich ernähren und wieviel Sie sich körperlich bewegen. Im Anschluss wird er Sie untersuchen. 
 Da die Untersuchung normalerweise schmerzfrei ist, brauchen Sie keine Angst zu haben. Sie dauert nur wenige Minuten und findet auf einem speziellen Behandlungsstuhl statt. Mit seinem Finger untersucht der Arzt den betroffenen Bereich. Außerdem schaut der Arzt, ob die Hämorrhoiden bereits aus dem After hervorgetreten sind. Bei einem Verdacht auf vergrößerte Hämorrhoiden wird er eine Spiegelung des Enddarms durchführen. Mit Abführmittel, Zäpfchen oder einem Einlauf wird vorab der Enddarm entleert. Manchmal ist ergänzend eine Darmspiegelung notwendig. 
   Hämorrhoiden: Wie beuge ich vor? 
 Verantwortlich für die Hämorrhoiden sind zumeist häufige Verstopfung, Bewegungsmangel und falsche Ernährung – damit verbunden auch Übergewicht. Also gilt es hier anzusetzen und das eigene Verhalten zu ändern. 
 Was essen bei Hämorrhoiden? 
 Ist Ihre Ernährung reich an  Ballaststoffen , wirkt sich das positiv auf die Verdauung aus. Pflanzliche Lebensmittel sind gute Lieferanten für Ballaststoffe, tierische Nahrungsmittel dagegen weniger. Wenn Sie bisher wenig Ballaststoffe zu sich genommen haben, gewöhnen Sie sich am besten langsam an die Faserstoffe. Wählen Sie solche  Obst- und Gemüsesorten , die Sie vertragen. 
  Vermeiden  Sie Lebensmittel, die stark blähen. Gerade ein nur wenig an Ballaststoffe gewöhnter Darm tut sich schwer damit Hülsenfrüchte, Kohlsorten und Zwiebeln zu verdauen. Bei Brot, Reis und Nudeln sind  Vollkornprodukte  eine gute Wahl. Denn die meisten Ballaststoffe stecken in den Randschichten der Getreidekörner. Bei Weißmehlprodukten sind diese Schichten entfernt worden. 
  Trinken  Sie außerdem über den Tag verteilt etwa 2 Liter zuckerfreie Getränke – beispielsweise Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertees. 
 
  Apotheker-Tipp:  Eine ausreichende Trinkmenge ist nötig, um die Ballaststoffe im Darm aufquellen zu lassen. Dadurch füllt sich der Darm und die Verdauung wird angeregt.  Um das Trinken nicht zu vergessen ist, stellen Sie sich beispielsweise an den Arbeitsplatz und in die Küche jeweils eine große Kanne mit Wasser oder Tee. So werden Sie immer wieder daran erinnert, etwas zu trinken und sie können nachvollziehen, wieviel Sie am Tag getrunken haben. 
 
 Hämorrhoiden: Bewegung tut gut 
 Im Vergleich zu unseren Ur-Ur-Ahnen haben wir einen sehr bewegungsarmen Lebensstil – gerade, wenn wir einer sitzenden Tätigkeit nachgehen. Für einen gut funktionieren Darm ist ausreichend Bewegung aber wichtig, denn das bringt den Darm in Schwung. Positiv wirkt sich Bewegung zudem auf das Körpergewicht aus. 
 Ob Spazierengehen, Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Gymnastik – gut geeignet sind Sportarten, die den Beckenboden nicht belasten. Ein Training des Beckenbodens ist zudem empfehlenswert. 
 Versuchen Sie, sich täglich zu bewegen und tagsüber öfter mal aufzustehen. Bewegung lässt sich ganz leicht in den Alltag einbauen. Wie wäre es mit einem flotten Spaziergang nach Feierabend? Oder statt des Liftes mal die Treppe zu benutzen? Sie können auch einfach mal zwischendurch aufstehen und zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen! Sportarten wie Tennis, Joggen, Aerobic oder Krafttraining belasten den Beckenboden und sind deswegen bei vergrößerten Hämorrhoiden nicht zu empfehlen. Das Gleiche gilt für das Heben und Tragen schwerer Gegenstände. Denn durch die Belastung des Beckenbodens verstärken sich nämlich oftmals die Beschwerden. 
  Unser Tipp:  Was Sie selbst bei Hämorrhoiden tun können 
 
  Ausreichend trinken:  Etwa 2 Liter ungesüßte Getränke pro Tag. 
 Versuchen Sie, ein  gesundes Körpergewicht  zu erreichen und dieses zu halten. So entlasten Sie Ihre Hämorrhoiden. 
  Verstopfung vermeiden:  Mit einer ballaststoffreichen Ernährung und genügend Bewegung unterstützen Sie Ihre Verdauung. 
 Nehmen Sie sich  Zeit für den Gang auf die Toilette  und gehen Sie auf Toilette, wenn Sie Stuhldrang verspüren. 
  Hygiene am Po:  Mit Wasser angefeuchtetes Toilettenpapier hilft den empfindlichen Bereich zu reinigen, ohne ihn zusätzlich zu reizen. 
  Suchen Sie Rat:  Belasten Sie Ihre Beschwerden, helfen Arzt oder Apotheker weiter. 
 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Bildquellen: adobe.stock.de - Dragana Gordic, bilderzwerg 
 Quellen: gesund.bund.de. Hämorrhoiden. Stand 07.01.2022. gesundheitsinformation.de. Vergrößerte Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden). Stand 03.11.2021.   
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                            <updated>2022-11-30T06:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Paracetamol oder Ibuprofen – welches Schmerzmittel wirkt wann am besten? </title>
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                 Fast jeder hat es schon einmal erlebt – der Kopf brummt, ein Zahn schmerzt, die Menstruationsbeschwerden quälen oder das Kind hat Fieber. In der Apotheke sind gegen solche Beschwerden zum Glück rezeptfreie Medikamente erhältlich. Die bekanntesten sind Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol. Erfahren Sie hier, welches Schmerzmittel bei welchen Schmerzen am schnellsten hilft, welche Medikamente Kinder einnehmen dürfen und was in der Schwangerschaft erlaubt ist. 
 
 
   Welche Schmerzmittel erhalte ich ohne Rezept?    
   Wie wirken Ibuprofen und ASS?    
   Wie wirkt Paracetamol?    
   Was ist besser: Paracetamol oder Ibuprofen?    
   Was wirkt schneller bei Schmerzen, Paracetamol oder Ibuprofen   
   Behandlung mit Schmerzmitteln: Gefahren und Nebenwirkungen    
   Schmerzen in der Schwangerschaft: Was nun?    
 
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   Welche Schmerzmittel erhalte ich ohne Rezept? 
   Acetylsalicylsäure  ,   Ibuprofen   und   Paracetamol   sind die bekanntesten Schmerzmittel. Fachleute sprechen bei Schmerzmitteln auch von Analgetika. 
 Ibuprofen und Acetylsalicylsäure oder ASS (in Aspirin enthalten) sind sogenannte nicht steroidale Antirheumatika – die NSAR. Sie wirken gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber. Den Namen NSAR tragen sie, weil sie, als sie neu auf dem Markt waren, besonders zur Behandlung von Rheuma verschrieben wurden und, weil sie keine Steroide (Kortison) enthalten. 
 Paracetamol zählt nicht zur Gruppe der NSAR. Es wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend, hat aber keine entzündungshemmende Wirkung. 
 Bis zu einer jeweils festgelegten Wirkstärke und Packungsgröße sind diese  Schmerzmittel in der Apotheke  erhältlich, ohne dass ein Rezept vom Arzt vorgelegt werden muss. 
 Weitere gängige Schmerzmittel 
 Neben Ibuprofen und Acetylsalicylsäure gehören auch   Naproxen   und   Diclofenac   (Voltaren) zu den NSAR und sind ebenfalls wirksam gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber. 
 Manche Schmerzmittelpräparate bestehen aus einer  Kombination verschiedener Wirkstoffe . Gängig sind die Kombinationen von Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein oder Ibuprofen plus Koffein. Einigen Schmerzpatienten helfen solche Kombinationspräparate besonders gut, beispielsweise gegen Kopfschmerzen und Migräne. Wir empfehlen Ihnen, sich den Rat Ihres Hausarztes einzuholen, wenn Sie unsicher sind, ob Sie Kombipräparate einnehmen sollen. 
 
  Triptane  sind besondere  Schmerzmittel zur Behandlung der  Migräne  . Sie sind gut wirksam bei Migräne, lindern aber nicht „normale“ Kopfschmerzen, wie beispielsweise Spannungskopfschmerzen. In der Apotheke sind  Naratriptan , Sumatriptan und Almotriptan in kleinen Packungsgrößen von 2 Stück ohne Rezept erhältlich. Für eine gute Wirkung ist es wichtig, die Tablette schon bei den ersten Anzeichen der Migräne einzunehmen. Nehmen Sie Triptane nicht leichtfertig ein, sondern nur in Absprache mit Ihrem Arzt und bei einer diagnostizierten Migräne, da viele Anwendungsbeschränkungen vorliegen. 
 
   Wie wirken Ibuprofen und ASS? 
 Die beiden NSAR  Ibuprofen und Acetylsalicylsäure  hemmen bestimmte Enzyme im Körper – die sogenannten Cyclooxygenasen oder COX-Enzyme. COX-Enzyme sind dafür verantwortlich, dass wir Schmerzen empfinden, dass Schwellungen entstehen oder dass Fieber auftritt. Nehmen wir Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure ein, werden die COX-Enzyme gehemmt und die Beschwerden gelindert. 
 Im menschlichen Körper finden sich zwei COX-Enzyme. COX-1 findet sich im Magen, den Blutplättchen und der Niere, wähend COX-2 bei Entzündungsreaktionen und Schmerzen gebildet wird. 
 Ibuprofen und Acetylsalicylsäure hemmen beide COX-Enzyme, weshalb sie gut gegen Schmerzen, Schwellungen und Fieber wirken. Sie beeinflussen aber auch andere Vorgänge im Körper, die über diese Enzyme reguliert werden. Aus diesem Grund treten mitunter Nebenwirkungen bei der Anwendung auf. 
  Acetylsalicylsäure  hat eine weitere Wirkung: Sie verhindert, dass Blutplättchen verklumpen. Acetylsalicylsäure hemmt also die Blutgerinnung und wird typischerweise als Blutverdünner zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen eingenommen. Allerdings ist in diesem Fall die Wirkstoffstärke geringer: Kommt Acetylsalicylsäure als Blutverdünner zum Einsatz, werden 100 mg verabreicht, während eine Schmerzmitteldosis 500 mg beträgt. 
   Wie wirkt Paracetamol? 
 Paracetamol wirkt gut gegen Fieber, wohingegen die Schmerzlinderung geringer ist als bei Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. Gegen Entzündungen wirkt Paracetamol allerdings nicht. 
 Wie genau die Wirkweise von Paracetamol ist, haben Experten noch nicht herausgefunden. Sie vermuten, dass Paracetamol die COX-Enzyme nur wenig hemmt. Schmerzen lindert Paracetamol möglicherweise, indem es ins Gehirn gelangt und dort Botenstoffe blockiert. Ebenfalls im Gehirn hemmt der Wirkstoff vermutlich die Botenstoffe, die Fieber verursachen. 
   Was ist besser: Paracetamol oder Ibuprofen? 
  Welches Schmerzmittel eingenommen wird, hängt von der Art und Stärke der Schmerzen, dem persönlichen Risikoprofil und persönlichen Vorlieben ab.  Eine Pauschalempfehlung für das richtige Analgetikum gibt es daher nicht. Zudem wirkt nicht jedes Schmerzmittel bei jedem Patienten gleich gut. 
 Für Schwangere und Kinder gibt es obendrein besondere Empfehlungen. Generell gilt, die  Einnahmedauer  sollte nur wenige Tage betragen: so kurz wie möglich und so wenig wie nötig. Tritt bis dahin keine Besserung ein, ist der Gang zum Arzt auf jeden Fall ratsam. Das Gleiche trifft bei sehr starken oder häufigen Schmerzen zu. In diesem Fall sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen. 
 Wenn Sie sich  nicht zwischen Paracetamol und Ibuprofen entscheiden können , ist   Synofen  , ein neues und wirksames Medikament von Ratiopharm, vielleicht die richtige Wahl für Sie. Das Arzneimittel beinhaltet sowohl Paracetamol (500mg) als auch Ibuprofen (200mg). Durch die Kombination wirkt es vergleichsweise schneller, als die einzelnen Dosen dieser Wirkstoffe. Schmerzen können so bereits ca. 15 Minuten nach der Einnahme gelindert werden. 
   Was wirkt schneller bei Schmerzen, Paracetamol oder Ibuprofen? 
 Ibuprofen und Paracetamol wirken ungefähr gleich schnell – große Unterschiede gibt es nicht. Bei den meisten setzt die Wirkung bereits nach einer halben Stunde ein. Wird Ibuprofen zum Essen eingenommen, dauert es etwas länger, bis eine Wirkung zu spüren ist. Allerdings verbessert sich dann die Verträglichkeit. 
 Noch schneller setzt der Effekt von Ibuprofen-Tabletten ein, die mit dem Wirkstoff Lysin kombiniert sind (  Ibuprofen-Lysin  ) oder  flüssiges Ibuprofen  enthalten (  Nurofen Weichkapseln  ). Auch die Kombination von NSAR mit Koffein wirkt rasch, denn Koffein agiert hier als Wirkbeschleuniger (  Thomapyrin Tension Duo  ). 
 Welches Schmerzmittel hilft bei Fieber? 
 Geeignete Medikamente zur Fiebersenkung sind  Ibuprofen ,  Paracetamol  und  Acetylsalicylsäure . Die richtige Dosierung des jeweiligen Wirkstoffs sowie die Höchstmenge für einen Tag finden Sie im Beipackzettel. Ist nach drei Tagen keine Besserung der Krankheitssymptome eingetreten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. 
 Zur Fiebersenkung bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern kommen Paracetamol und Ibuprofen in Frage. Je nachdem wie alt und schwer die Kinder sind, eignen sich Fiebersäfte oder -zäpfchen. Die Dosierung richtet sich nach dem Alter und Gewicht. Ibuprofen dürfen Kinder ab 5 kg einnehmen, Paracetamol schon ab 3 kg. Von der Behandlung mit Acetylsalicylsäure raten Experten bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren ab. Zu groß ist die Gefahr einer seltenen, aber gefährlichen Nebenwirkung, denn ASS steht im Verdacht bei Kindern das Reye-Syndrom auszulösen. Diese schwere Krankheit führt zu Gehirn- und Leberschäden, die tödlich enden können. 
 Kann man Ibuprofen und Paracetamol gleichzeitig einnehmen? 
 Nicht selten empfehlen Kinderärzte bei fiebernden Kindern Ibuprofen und Paracetamol im Wechsel oder gleichzeitig zu geben. So soll das Fieber schneller und effektiver gesenkt werden. Eine berechtigte Frage vieler Eltern: Ist das überhaupt sicher? Genügt nicht ein Arzneimittel? 
 Tatsächlich kann die gleichzeitige oder abwechselnde Gabe von Ibuprofen und Paracetamol häufig das Fieber effektiver senken – und die Kinder vertragen die Therapie in der Regel gut.  Unser Rat:  Achten Sie darauf, dass Sie die Abstände zwischen den Medikamentengaben und die jeweiligen Dosierungen korrekt einhalten. 
 Welches Schmerzmittel hilft bei Entzündungen und Gelenkschmerzen? 
 Gute Wirkung bei Gelenkschmerzen, wie Arthrose erzielen Diclofenac, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure. Diese Analgetika sind geeignet bei leichten bis mäßigen Schmerzen. Ohne ärztlichen Rat sollte die Behandlung nur über eine kurze Zeit erfolgen. Paracetamol eignet sich nicht bei der Bekämpfung von Entzündungen und wird bei dieser Art von Beschwerden nicht eingesetzt. 
 Paracetamol oder Ibuprofen bei Regelschmerzen? 
 Viele Frauen leiden jeden Monat wieder aufs Neue unter  Regelschmerzen . Häufig hilft dann die Einnahme von Ibuprofen. Manche Frauen bevorzugen allerdings das Schmerzmittel Naproxen. Welcher Wirkstoff die Schmerzen besser lindert, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Auch das Kombinationspräparat aus Butylscopolamin und Paracetamol (Buscopan plus) ist mitunter eine gute Wahl. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) rät jedoch davon ab, Acetylsalicylsäure (ASS) während der Periode einzunehmen. Gerade Frauen, die unter starken Blutungen leiden, sollten auf die Einnahme von Aspirin verzichten und lieber auf eine Alternative zurückgreifen. 
 Welches Mittel hilft bei Zahnschmerzen? 
 Bei  Zahnschmerzen  ist Ibuprofen ein gängiges Schmerzmittel. Es lindert leichte bis mäßige Schmerzen. Wichtig ist, dass bei längeren Schmerzen ein Zahnarzt aufgesucht wird, um die Ursache der Zahnschmerzen abzuklären. 
 Welches Mittel hilft bei Kopfschmerzen und Migräne? 
 Gegen quälende Kopfschmerzen und Migräne wirken Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Manchen Betroffenen helfen diese Schmerzmittel allerdings nicht ausreichend. Dann sind Naproxen oder Kombinationen aus Ibuprofen plus Koffein oder Acetylsalicylsäure, Paracetamol plus Koffein einen Versuch wert. Speziell gegen Migräne wirken die Triptane Almotriptan, Sumatriptan und Naratriptan. 
 
  Achtung : Analgetika helfen vielen Menschen mit Kopfschmerzen und Migräne. Eine zu häufige Einnahme von Schmerzmitteln verschlimmert allerdings häufig Kopfschmerzen und Migräne. Schmerzmittel sollten Sie daher nicht an mehr als 15 Tagen im Monat einnehmen. Für Kombinationspräparate und Triptane liegt die Schwelle sogar bei 10 Tagen pro Monat. 
 
 Unser  Tipp  damit Sie den Überblick behalten: Wenn Sie unter häufigen Kopfschmerzen leiden, führen Sie ein Kopfschmerztagebuch. In dieses tragen Sie Ihre Schmerz- und Tablettentage ein. Empfehlenswert ist auch einen auf Kopfschmerzen spezialisierten Arzt aufzusuchen. 
   Behandlung mit Schmerzmitteln: Gefahren und Nebenwirkungen 
 Auch wenn im Beipackzettel eine lange Reihe von möglichen Nebenwirkungen aufgelistet wird – viele vertragen Schmerzmittel gut. Besonders dann, wenn diese streng nach Anweisung und nur für eine kurze Zeit eingenommen werden. Dennoch beklagen manche Patienten nach der Einnahme von Schmerzmitteln Magen-Darm-Beschwerden. Wenn Sie die Tablette zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, können Sie oft die Verträglichkeit verbessern. 
 Besondere Aufmerksamkeit ist bei  Asthma  oder  Herzerkrankungen  geboten. In solchen Fällen ist Paracetamol im Vergleich zu Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure die bessere Wahl. Ebenfalls nicht empfehlenswert ist die gleichzeitige Einnahme von mehreren NSAR, wie Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac und Acetylsalicylsäure. Eine mögliche Gefahr sind mitunter Blutungen. 
 Nicht ratsam ist es,  Alkohol  zu trinken, solange Schmerzmittel eingenommen werden. Dadurch können Sie Nebenwirkungen verstärken. Bei einer Behandlung mit Paracetamol belastet Alkohol zusätzlich die Leber. 
    Schmerzen in der Schwangerschaft: Was nun? 
 Während der Schwangerschaft ist der Wunsch groß, auf die Einnahme von Medikamenten zu verzichten. Ist der Leidensdruck durch Schmerzen jedoch immens, sind Analgetika manchmal nicht zu vermeiden. Bei Ihrer Entscheidung, welcher Wirkstoff während der Schwangerschaft geeignet ist, hilft Ihnen Ihr behandelnder Gynäkologe. 
 Nach den aktuellen Empfehlungen des BfArM sollten NSAR wie Ibuprofen in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist und die Einnahme vom Arzt empfohlen wurde. Ab der 20. Schwangerschaftswoche besteht bei einer mehrtätigen Einnahme von NSAR die Gefahr, dass Nierenprobleme beim ungeborenen Kind entstehen. Diese wiederum können zu einer verringerten Fruchtwassermenge oder zur Verengung eines Blutgefäßes im Herzen führen. Nehmen Sie länger als ein paar Tage NSAR ein, kann der Gynäkologe eine zusätzliche Überwachung anordnen. 
 Acetylsalicylsäure ist in der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen geeignet. Eine Alternative zu NSAR wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen ist Paracetamol. Aber auch hier gilt: Eine leichtfertige Einnahme sollten Sie vermeiden und mit dem Arzt besprechen. 
 
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  Schmerzmittel bei Kopfschmerzen: Wichtige Tipps und Informationen  
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise:  Bildquelle: adobestock.com - fizkes 
 Quellen: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/Risikoinformationen/textanpassung/recommendations/TA_nsaids.html https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/acetylsalicylsaeure/ https://dgn.org/leitlinien/ll-030-057-2018-therapie-der-migraeneattacke-und-prophylaxe-der-migraene/ 
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            <title type="text">Blähungen: Von den Ursachen zur gezielten Behandlung</title>
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                 Blähungen unterschiedlicher Ursachen sind für viele Menschen ein unerwünschter Begleiter in verschiedenen Lebensphasen: Vom Baby bis zum Senior sind alle Altersgruppen betroffen. Meist wird nicht über das als peinlich empfundene Phänomen gesprochen, sondern darauf gewartet, dass die Beschwerden im Darm von selbst wieder abklingen. Bei gewöhnlichen Auslösern wie Stress oder schwerverdaulichem Essen ist das in der Regel auch der Fall, doch  mitunter verbergen sich hinter den Blähungen andere Ursachen und gegebenenfalls ernste Krankheiten  – vor allem wenn sich Symptome wie starke Bauchschmerzen oder Übelkeit hinzugesellen. Dann sind weitere Schritte nötig, um die Beschwerden im Körper wieder in den Griff zu bekommen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Ursachen von Blähungen sowie die optimale Behandlung wissen sollten. 
 Im weiteren Verlauf unseres Ratgebers erfahren Sie mehr über: 
 
 
   Was sind Blähungen?    
   Welche Ursachen haben Blähungen?    
   Exkurs: Bei Babys sind Blähungen keine Seltenheit    
   Was kann man gegen Blähungen tun?   
   Wann sind Blähungen ein Fall für den Arzt?    
 
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   Was sind Blähungen? 
 Bevor wir näher auf die Ursachen von Blähungen eingehen, möchten wir Ihnen kurz erklären, was sich hinter den Beschwerden eigentlich verbirgt. Blähungen, auch Flatulenz genannt, sind an sich nichts Außergewöhnliches. Praktisch jeder Mensch, vom Kind bis zum Erwachsenen, hat zuweilen  etwas Luft im Darm, die dann auf natürlichem Weg als Darmwind über den After abgegeben wird . Diese Luft entsteht zwangsläufig während der Verdauung von Essen; sie wird von Bakterien gebildet und ist ein Mix aus CO2, Methan, Ammoniak, Stickstoff, Wasserstoff und weiteren Komponenten. Der solcher Art aufgetriebene Bauch bzw. Darm, der im Volksmund meist einfach Blähbauch genannt wird, wird in der Medizin auch als Meteorismus bezeichnet. 
 
   
  Genau genommen:  Die Begriffe Blähungen und Flatulenz werden meist synonym gebraucht. Während aber Blähungen einen Überschuss an Luft im Darm bezeichnen, bezieht sich Flatulenz nur auf die konkrete Form der Abgabe dieser Luft als Darmwinde. Neben dem Ablassen von Winden gibt es noch andere Möglichkeiten, die überschüssige Luft zu abzugeben: durch Aufstoßen, einfaches Ausatmen oder durch die Bakterien selbst. Auch ein unangenehmer Geruch der abgehenden Winde muss nicht zwangsläufig auf ein Problem hinweisen, sondern ist in den meisten Fällen dem Verdauungsprozess geschuldet, bei dem Darmgase entstehen, die zum Beispiel Schwefel und andere geruchsintensive Gärungsprodukte enthalten. 
   Welche Ursachen haben Blähungen? 
 Obwohl Blähungen in gewissem Ausmaß ganz natürlich sind, gibt es eine Anzahl besonderer Auslöser bzw. Ursachen, die das Auftreten von Blähungen begünstigen können. Viele davon lassen sich vermeiden oder zumindest einschränken. Im Folgenden finden Sie eine beispielhafte Übersicht mit typischen Ursachen: 
 
  blähendes Essen,  wie z.B. Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kohl und unreifes Obst 
  schwer verdauliche Kombinationen bestimmter Lebensmittel , wie beispielsweise frisches Obst mit Milchprodukten und Getreide 
  kohlesäurehaltige Getränke , z.B. Mineralwasser, Cola, Limonaden 
  Kaffee und Alkohol  
  ballaststoffreiche Ernährung , zum Beispiel bei einer Umstellung auf Vollkornprodukte 
  fettige und süße Speisen  
 eine langwierige  Verstopfung  
 eine  Verengung im Darm , etwa durch Narben, eine Geschwulst oder Entzündungen 
  Nahrungsmittelallergien  (vor allem Kinder mit Neurodermitis reagieren beispielsweise oft auf Weizen, Milch oder Hühnerei) 
  Nahrungsmittelunverträglichkeiten , wie etwa Milchzucker- bzw. Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit, Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz 
  Verschlucken von Luft  (Aerophagie) durch eine zu hastige Zufuhr von Essen oder Trinken aus der Flasche 
  zu wenig Bewegung  im Alltag begünstigt Darmträgheit und Blähungen 
  Psychische Belastungen , wie Stress und Angstgefühle 
  Schwangerschaft , durch das Hormon Progesteron, das vermehrt in der Schwangerschaft produziert wird, entspannt sich das Muskelgewebe der Organe und die Verdauung wird träge 
  Reizdarmsyndrom  
  Nebenwirkungen  nach der Einnahme von Medikamenten 
 
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 Erkrankungen mit Blähungen als Symptom 
 
 chronische Darmentzündung (Morbus Crohn) 
 Darmkrebs 
 Leberzirrhose 
 Magenschleimhautentzündung 
 Darmverschluss 
 Herzschwäche 
 Bauchspeicheldrüsenerkrankung 
 
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 Psychische Beschwerden als Ursache für Blähungen 
 Der enge Zusammenhang von körperlichen Beschwerden mit der Psyche wird noch immer von vielen Menschen unterschätzt. Dabei hat eine aktuelle Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ergeben, dass gerade ein  hoher Leistungsdruck und seelischer Stress im Alltag das Reizdarmsyndrom und damit auch Blähungen begünstigen können . Darüber hinaus spielt auch das Geschlecht eine Rolle: Frauen sind weit häufiger betroffen als Männer. 1  
 Nahrungsunverträglichkeiten als Ursache für Blähungen 
 Zu den häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die im Zusammenhang mit Blähungen stehen, gehören: 
 
  Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit):  Bei dieser Unverträglichkeit zersetzen statt Laktase-Enzyme, die zu wenig vorhanden sind, Darmbakterien den Milchzucker, wodurch es zu einer vermehrten Bildung von Gasen kommt. Zusätzlich kann es zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Krämpfen kommen. 
  Fructoseintoleranz:  Diese Nahrungsmittelunverträglichkeit kennzeichnet sich dadurch aus, dass der Dünndarm Fruchtzucker nur in kleinen Mengen aufnehmen und verwerten kann. Der Rest gelangt in den Dickdarm und wird von Darmbakterien zersetzt, wodurch Gase entstehen, die Blähungen verursachen. 
  Zöliakie (Glutenunverträglichkeit):  Der in verschiedenen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß Gluten führt zu Entzündungen im Dünndarm und kann Blähungen als Symptom aufweisen. 
  Nahrungsmittelallergien:  Allergische Reaktionen bei der Aufnahme von bestimmten Nahrungsmitteln können neben weiteren Beschwerden Blähungen verursachen. 
 
 Ernährung als Ursache für Blähungen 
 Einige Lebensmittel, die fast täglich auf der Speisekarte stehen, sind dafür bekannt, Blähungen zu verursachen. Dazu zählen vor allem Kohlsorten, Hülsenfrüchte und Zuckerersatzmittel. Auch größere Mengen von Proteinen und Kohlenhydraten, sowie fettige, üppige oder süße Speisen können eine höhere Aktivität von Darmbakterien auslösen, die zu Blähungen führt. 
 Auch kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee sowie Alkohol begünstigen Blähungen. Häufig entweicht die Luft über Aufstoßen durch den Mund. Nicht selten gehen daher Blähungen und Aufstoßen miteinander einher. 
 Aber nicht nur ungesunde Speisen fördern Darmwinde: Auch Ballaststoffe liegen schwer im Magen. Obwohl Ballaststoffen ein positiver Einfluss auf die Gesundheit nachgesagt wird, Obwohl Ballaststoffen ein positiver Einfluss auf die Gesundheit nachgesagt wird, könnte der ein oder andere Probleme mit der Umstellung auf ballaststoffreiche Kost haben und mit Völlegefühl oder Blähungen reagieren. 
 Blähungen durch ballaststoffreiche Ernährung 
 Blähungen werden zumeist mit einem unangenehmen Geruch in Verbindung gebracht und per se als negativ abgetan, müssen aber nicht immer ein schlechtes Zeichen sein. Tatsächlich wurde bei einer aktuellen Untersuchung an der  Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health  erst im Januar 2020 bestätigt,  dass eine ballaststoffreiche Ernährung im Verbund mit pflanzlichen Proteinquellen zu vermehrten Blähungen führen kann . In diesem Fall könnten die Blähungen ein Zeichen für die gesteigerte Bildung nützlicher Darmbakterien sein und sind deshalb kein Grund zur Beunruhigung. 2  
 Grundsätzlich gilt eine ballaststoffreiche Ernährung als gesund und empfehlenswert. Experten raten ausdrücklich dazu, etwa 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Eine solche Ernährung soll der gängigen Meinung auch vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten vorbeugen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. 3  
 Auf keinen Fall sollten deshalb kurzfristig auftretende Blähungen zum Anlass genommen werden, die vermehrt aufgenommenen Ballaststoffe wieder zu reduzieren. Stattdessen empfiehlt sich eine vorsichtige Umstellung der Ernährung, um den Darm nicht durch einen allzu plötzlichen Wechsel zu überfordern. Die gute Nachricht lautet: Durch Ballaststoffe ausgelöste Blähungen riechen meist weniger stark. Hat sich Ihre Verdauung erst einmal an diese neue Art der Ernährung gewöhnt, nehmen auch die Blähungen in der Regel wieder ab. 
 Weit verbreitet: Blähungen während der Schwangerschaft 
 Schwangere Frauen sind besonders häufig von Blähungen betroffen. Das liegt vor allem an dem Hormon Progesteron, auch Gelbkörperhormon oder Corpus-Iuteum-Hormon genannt, das während der Schwangerschaft verstärkt im Körper gebildet wird.  Progesteron wirkt an sich entspannend auf den Darm , allerdings wird dadurch auch die Verdauung verlangsamt und die Bildung von Gasen im Dickdarm gefördert, was bei vielen Schwangeren einen Blähbauch verursachen kann. Die Blähungen treten meist bereits in der Frühschwangerschaft auf und nehmen im Laufe der Schwangerschaft oft noch weiter zu, da durch den wachsenden Körper des ungeborenen Kindes im Bauch immer weniger Raum für die entstehenden Gase bleibt. 
  Übrigens:  Durch die Hormonumstellung und verlangsamte Verdauung leiden viele Schwangere vielfach auch unter Verstopfungen. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet und je größer das Baby wird, belasten die werdende Mutter dann häufig Schwangerschaftsbeschwerden wie ein unangenehmes Völlegefühl und Sodbrennen.  Tipps zu Hausmitteln bei   Verstopfung   und   Sodbrennen  , die auch für Schwangere geeignet sind, finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber. 
    Exkurs: Bei Babys sind Blähungen keine Seltenheit 
 Nach der Geburt leiden viele Neugeborene unter Blähungen; diese werden durch die Umstellung und Anpassung des Darms an den neuen Lebensraum und die Ernährung nach der Geburt verursacht. Außerdem kann es beim Stillen der Kinder dazu kommen, dass  beim Trinken der Muttermilch viel Luft verschluckt wird, was ebenfalls zu Blähungen führen kann . In der Regel treten derart harmlose Blähungen bei Babys bereits kurz nach der Mahlzeit auf und sind in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung. 
 
  Gut zu wissen:  Wenn die Babys andauernd schreien und sich weder durch Stillen bzw. das Geben der Flasche, durch Windelwechseln noch durch beruhigende Worte oder eine sanfte Bauchmassage mit der Hand beruhigen lassen, kann dies ein Anzeichen für die sogenannten Baby- oder  Drei-Monats-Koliken  sein. Halten die Beschwerden an, sollten die Eltern unbedingt mit ihrem Kinderarzt und/oder ihrer Hebamme darüber sprechen, um etwaige ernstere Ursachen und Krankheiten ausschließen zu lassen. 
 
 Wenn das Baby die aufgestaute Luft nicht schnell genug abbauen kann und auch kein Bäuerchen oder ein Darmwind möglich sind, dann kann die gestaute Luft zu einer Verschiebung des Zwerchfells führen und krampfartige Schmerzen auslösen. Da die Atmung bei Babys vor allem über das Zwerchfell funktioniert, beeinträchtigt ein Blähbauch die Bauchatmung eines Säuglings erheblich. Wenn Ihr Baby viel schreit, kann also ein Blähbauch die Ursache sein. Achten Sie auf einen verhärteten Bauch, auf eine gekrümmte Körperhaltung und angezogene Beine. Auch Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen sind Anzeichen für Blähungen, ebenso natürlich auffällig laute und häufige Darmwinde. 
 Viele Eltern dürfte beruhigen, dass ein Baby, das unter Blähungen leidet und dabei schreit, nicht unbedingt Schmerzen hat. Die Forschung geht heute davon aus, dass das Baby einfach mit der Situation überfordert ist und Schwierigkeiten hat, sich angesichts der ungewohnten Prozesse im Bauch selbst zu beruhigen. 
  Apotheker-Tipp für Eltern mit kleinen Babys:   Gut geeignet für die Behandlung von Blähungen bei Babys sind Arzneimittel mit dem Wirkstoff Simeticon . Diese finden Sie in unserer Online-Apotheke beispielsweise rezeptfrei in Form entschäumender Medikamente wie Lefax Pump-Liquid oder Velgastin Blähungen Tropfen für die ganze Familie. Details zum Wirkstoff finden Sie weiter unten im Ratgeber. 
   Was kann man gegen Blähungen tun? 
 Im überwiegenden Teil der Fälle lassen sich Blähungen auf eine ungünstige Ernährung zurückführen. Oft genügen deshalb ein paar einfache Anpassungen auf dem Speiseplan, um das häufige Auftreten der Blähungen zu reduzieren. Außerdem gibt es auch diverse Hausmittel, mit denen Sie Blähungen wirksam begegnen können. Hilft all das nicht, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zur Behandlung auch auf bewährte Arzneimittel aus unserer Online-Apotheke zurückgreifen. 
 Eine angepasste Ernährung gegen Blähungen 
 Gerade Blähungen, die durch einen besonders intensiven und unangenehmen Geruch auffallen, haben häufig mit einer unausgewogenen bzw. einseitigen Ernährung zu tun. Es ist weithin bekannt, dass bestimmte Lebensmittel eine bestimmte Wirkung auf den Körper bzw. den Darm haben.  Manche Lebensmittel verursachen beispielsweise ein starkes Völlegefühl, andere gelten als Auslöser von Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall . Mit diesem Wissen lassen sich meist schon durch kleine Umstellungen der Ernährung große Erfolge erzielen. 
 Leiden Sie vermehrt unter Blähungen, gilt für Sie insbesondere: 
 
 Meiden Sie blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Zwiebeln und Knoblauch. 
 Verzichten Sie möglichst auf kohlensäurehaltige Getränke wie Sprudelwasser und Softdrinks. 
 Reduzieren oder meiden Sie Diät- und Lightprodukte mit Zuckerersatzstoffen wie Fruktose-Zusatz oder Sorbit. 
 Essen und trinken Sie langsam, denn durch eine hastige Nahrungsaufnahme kann viel Luft in den Darm gelangen. 
 Setzen Sie bevorzugt auf mehrere kleine Mahlzeiten anstelle von wenigen großen Portionen am Tag. 
 Verwenden Sie beim Kochen Gewürze, die Ihre Verdauung anregen, zum Beispiel Majoran, Fenchel, Koriander, Kümmel oder Anis. 
 Essen Sie möglichst salzarm, da auch Salz Blähungen fördern kann. 
 
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 Mittel aus der Apotheke gegen Blähungen 
 Während viele Strategien gegen Blähungen (zum Beispiel eine Umstellung der Ernährung) eher auf einen mittel- bis langfristigen Erfolg ausgelegt sind, gibt es auch  Arzneimittel bzw. Wirkstoffe, die schnell und im akuten Fall gegen Blähungen helfen können . Im Folgenden stellen wir Ihnen beispielhaft zwei davon vor: 
 Simeticon 
 Ein bewährter Wirkstoff zur Behandlung von Blähungen ist Simeticon. Simeticon verhindert die Ansammlung von Gasen im Darm und sorgt gleichzeitig für eine natürliche und rechtzeitige Abfuhr der Gase über Abatmen, Aufstoßen und milde Darmwinde.  Produkte mit Simeticon finden Sie beispielsweise als leicht einzunehmende Kapseln, Suspension oder Kautabletten rezeptfrei in unserer Online-Apotheke.  Medikamente mit Simeticon gibt es auch in Verbindung mit Verdauungsenzymen, die den Organismus bei der Verdauung unterstützen können. Besonders praktisch:  Produkte mit dem Wirkstoff Simeticon sind für alle Altersgruppen und damit für die ganze Familie geeignet , sodass es sich anderem auch für die Behandlung von Säuglingskoliken einsetzen lässt. Bitte beachten Sie dennoch die Packungsbeilage und Herstellerangaben, ab welchem Alter das jeweilige Medikament verabreicht werden darf. 
 Carmenthin 
 Carmenthin enthält eine bewährte Wirkstoffkombination, die auf zwei natürliche Inhaltsstoffe gegen Blähungen setzt:  Kümmelöl und Pfefferminzöl . Kümmelöl beruhigt und entbläht den Darm, während Pfefferminzöl für seine schmerzlindernden Eigenschaften bekannt ist. Carmenthin finden Sie in unserer Online-Apotheke in Form von rezeptfreien, magensaftresistenten Kapseln. Nach der Einnahme setzt die Wirkung nicht im Magen, sondern erst im Darm ein und ist damit auch für eine langfristige Anwendung gut geeignet. 
 Hausmittel gegen Blähungen 
 Darüber hinaus haben sich zahlreiche Hausmittel im Kampf gegen einen unerwünschten Blähbauch bewährt. Probieren Sie einige der nachstehenden Tipps aus und beobachten Sie, ob Ihre Blähungen gelindert werden! 
 
  Profitieren Sie von der Kräuterapotheke:  Fenchel, Kamille, Pfefferminze, Kümmel, Wermut, Salbei, Melisse, Ingwer und Anis können den Darm in Form von Tee oder als Gewürz beruhigen und Blähungen lindern. Auch Kombinationen der einzelnen Kräuter sind möglich und schmecken gut. Für einen positiven Effekt können Sie mehrere Tassen am Tag trinken. 
  Regen Sie Ihre Verdauung durch eine Bauchmassage an:  In flacher Rückenlage können Sie Ihren Bauch ganz einfach mit der Hand massieren – führen Sie dazu im Uhrzeigersinn sanft kreisende Bewegungen aus. 
 Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Alltag und treiben Sie regelmäßig Sport: Bewegungsmangel macht den Darm träge und fördert die Flatulenz zusätzlich; mit Sport und Aktivität regen Sie Ihre Verdauung sanft dagegen an. 
  Wohltuende Wärme für den Bauch:  Wärmen Sie Ihren Bauch mit einer Wärmflasche, einem Körnerkissen, einem selbst gemachten Kartoffelwickel oder mit einer feucht-heißen Bauchauflage mit Kamille. Wichtig ist, dass Sie den Umschlag oder die Auflage sofort entfernen, sobald Sie die Wärme als unangenehm empfinden. 
 
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  Hinweis:  Manchmal sind Blähungen auch schlichtweg ein Zeichen für einen anstehenden Stuhlgang und lassen sich leicht durch einen Toilettenbesuch beheben. 
   Wann sind Blähungen ein Fall für den Arzt? 
 Blähungen sind in den meisten Fällen völlig normal und harmlos. Nur selten sind die Blähungen Symptome von ernstzunehmenden Krankheiten. So gibt es verschiedene Erkrankungen im Darm, bei denen Blähungen als Begleiterscheinung auftreten können, und auch bestimmte  Nahrungsunverträglichkeiten – zum Beispiel gegenüber Gluten, Laktose oder Fructose – können Blähungen auslösen . Treten die Blähungen im Verbund mit Erbrechen, starken Bauchschmerzen, häufigem Durchfall bzw. verändertem Stuhlgang auf, ist in jedem Fall ein Besuch beim Arzt ratsam. Möglicherweise leiden Sie unter einem Reizdarmsyndrom oder einer anderen Krankheit, die behandelt werden sollte. Manche Medikamente, die langfristig gegen die Ursachen von Blähungen helfen können, sind teilweise auch nur auf Rezept von einem Arzt erhältlich. Beeinträchtigen Blähungen Ihre Lebensqualität stark und möchten Sie die Ursachen dafür abklären lassen, sollten Sie sich in jedem Fall vertrauensvoll an Ihren Arzt wenden, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten. 
 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Fußnoten:   1  https://idw-online.de/de/news658765   2  https://publichealth.jhu.edu/2020/with-high-fiber-diets-more-protein-may-mean-more-bloating   3  https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/blaehungen-luft-im-bauch-ursachen-und-hilfen-739487-mehrseiter-4-selbsthilfe-therapie-bei-blaehungen.html    Bildquelle: eigene Darstellung, adobestock.com 
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                            <updated>2022-08-10T07:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Krätze: Hausmittel und Tipps zur Behandlung im Überblick</title>
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                                            Die Krätze (auch Scabies oder Skabies genannt) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die mit starkem Juckreiz und Ausschlag verbunden ist. Krätze kann jeden treffen, trotzdem leiden die betroffenen Menschen meist unter starken Schamgefühlen und ziehen es vor, nicht über ihr Leid...
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                   Hautkrankheit mit starkem Juckreiz und Ausschlag 
 Die Krätze (auch Scabies oder Skabies genannt) ist eine ansteckende Hautkrankheit, die mit starkem Juckreiz und Ausschlag verbunden ist. Krätze kann jeden treffen, trotzdem leiden die betroffenen Menschen meist unter starken Schamgefühlen und ziehen es vor, nicht über ihr Leiden zu sprechen – zu groß ist die Angst vor einer möglichen Ansteckung. Dabei ist  eine Behandlung der Krätze in der Regel möglich und nötig  – sowohl durch Medikamente, die den Betroffenen vom Arzt verordnet werden können, als  auch mit dem einen oder anderen Hausmittel . In diesem Ratgeber Ihrer Online-Apotheke erfahren Sie mehr über die die klassischen Symptome der Krätze, und ihre Behandlung mit Hausmitteln und Medikamenten. Zudem finden Sie im weiteren Verlauf des Textes noch Informationen rund um die hochansteckende Hautkrankheit. 
 
 
   Hautkrankheit mit starkem Juckreiz und Ausschlag    
   Wie lässt sich Krätze behandeln? Mögliche Medikamente und Hausmittel    
   Hintergrundwissen: Was ist Krätze?    
   Fazit    
 
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 Die klassischen Symptome einer Krätze 
 Die Diagnose der Krätze beruht in der Hauptsache  auf einer ausführlichen Anamnese und Abklärung der typischen Symptome . In manchen Fällen, aber keineswegs immer, kann Ihr Arzt bei der genauen Untersuchung der betroffenen Stellen auch die Krätzmilben selbst sowie ihre Eier und Kotballen nachweisen. Neben dem  starken Juckreiz  sind es vor allem  die geröteten, stecknadelkopfgroßen Knötchen , die bei einem Patienten auf Krätze verweisen und eine entsprechende Diagnose nahelegen. Die Symptome der Krätze sind übrigens Spätentwickler: Beim ersten Ausbruch der Krankheit treten sie erst zwei bis sechs Wochen nach der ursprünglichen Übertragung durch die Milben auf! Das liegt schlichtweg daran, dass unser Immunsystem eine gewisse Zeit benötigt, um eine Abwehrreaktion gegen die Krätzmilben zu entwickeln. In weiteren Phasen der Krätze treten die Symptome dann schneller auf – in der Regel bereits ein oder zwei Tage nach der Ansteckung bzw. nach dem Befall durch die Parasiten. 
   Wie lässt sich Krätze behandeln? Mögliche Medikamente und Hausmittel 
 Es versteht sich von selbst, dass Betroffene ihre  Krätze so schnell wie möglich wieder loswerden und erfolgreich behandelt wissen  möchten – nicht zuletzt deshalb, weil der Juckreiz Sie in ihrem täglichen Leben teils stark einschränkt und täglich zum Kratzen an den verschiedensten Hautstellen verführt. Am liebsten wollen die Patienten sich in Eigenregie behandeln, ohne großes Aufsehen oder einen Besuch beim Arzt. Doch in der Regel führt genau daran kein Weg vorbei: Nur ein Arzt ist imstande, die richtigen Medikamente für Kinder und Erwachsene auszuwählen, um Krätzmilben abzutöten.  Nützliche Hausmittel gibt es zwar, aber sie können nur die Symptome lindern , nicht die Ursachen beseitigen. Um den Milben endgültig den Garaus zu machen, sind für die Behandlung der Krätze folglich andere Methoden nötig. Doch keine Sorge: Grundsätzlich kann Krätze innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen gut behandelt werden. 
 Diese Hausmittel können die Symptome lindern 
 Es gibt  verschiedene Hausmittel , mit denen sich die durch Krätzmilben ausgelöste Krätze mildern lässt. Dabei geht es nicht um eine vollständige Therapie der Krankheit, sondern um  die Abschwächung der Symptome , um Körper und Geist ein wenig zu entlasten. In erster Linie geht es um eine  Linderung des quälenden und hartnäckigen Juckreizes , denn das ständige Kratzen verschlimmert das Leiden in den meisten Fällen nur. Hausmittel können dabei helfen, das Jucken abzumildern, allerdings tötet kein bekanntes Haushaltsmittel die Krätzmilbe vollständig ab. 
 Mit Teebaumöl Krätze behandeln 
 Teebaumöl ist ein bewährtes Hausmittel gegen Krätze. Die desinfizierende Wirkung unterstützt die Wundheilung der Haut. Tragen Sie es täglich auf die betroffenen Hautstellen auf: Binnen weniger Minuten sollten Sie bereits eine erste Linderung der Hautirritationen spüren. Für ein Bad ist Teebaumöl nicht gut geeignet, hier kann beispielsweise  Rosmarinöl  zum Einsatz kommen, das den Juckreiz meist spürbar abschwächt. Alternativ können Sie anstatt Teebaumöl auch  Lavendelöl, Neemöl oder Nelkenöl  als Hausmittel verwenden, die eine ähnliche Wirkung besitzen. Ätherische Öle, wie Teebaumöl, Lavendelöl und Rosmarinöl finden Sie in unserem Online-Shop zum günstigen Preis. 
 Umschläge mit Wasser oder Kamillentee 
 Der Juckreiz lässt sich oftmals auch durch die Anwendung von  Umschlägen mit Wasser oder Kamillentee  lindern. Umschläge mit Kamille wirken entzündungshemmend und sind damit doppelt wertvoll. Wasser ist zudem ein Haushaltsmittel, das nahezu immer und überall verfügbar ist. 
 
  Wichtig:  Wie bereits erwähnt können Hausmittel eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zur Behandlung von Krätze sein. Für eine gelungene Therapie von Skabies werden aber immer  spezielle Anti Scabies Mittel wie die aus unserer Online-Apotheke  benötigt. Sprechen Sie bei Verdacht auf Krätze daher umgehend Ihren Arzt an, damit er die richtige Diagnose stellen und Ihnen eine angemessene Therapie empfehlen kann. 
 
 Vorsicht: Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben 
 Während einer Krätzebehandlung ist die eh schon angegriffene und stark juckende Haut extrem gereizt. Sie sollten daher also sehr vorsichtig beim Umgang mit Hausmitteln wie ätherischen Ölen sein. Bitte beachten Sie, dass ätherische Öle nie unverdünnt verwendet werden dürfen. So kann z.B. Teebaumöl in einer 1:1 Mischung mit Olivenöl angerührt und leicht auf die betroffenen Stellen getupft werden. Wiederholen Sie den Vorgang maximal ein Mal am Tag. Auf die Anwendung von Essig oder anderen scharfen Essenzen sollte hingegen verzichtet werden, da es zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen kann. Schwangere sowie stillende Frauen sollten vor dem Einsatz ätherischer Öle zudem Rücksprache mit ihrem Arzt halten. 
 Krätze muss immer vom Arzt behandelt werden 
 Krätze ist keine Krankheit, die von allein verschwindet. In seltenen Fällen kann es sogar sein, dass ein stationärer Aufenthalt zur Behandlung notwendig ist, zum Beispiel in Fällen von Borkenkrätze. Wie bereits erwähnt können Hausmittel nur bei der Linderung der Symptome behilflich sein, der Krankheit selbst kann jedoch nur mit entsprechenden Medikamenten beigekommen werden. Wichtig dabei: nicht nur der Patient selbst, auch Familienmitglieder sollten behandelt werden, da eine Übertragung nicht ausgeschlossen werden kann. 
 Es braucht spezielle Medikamente gegen Milbenbefall 
 Für die Therapie der Krätze bieten wir Ihnen in unserer gut sortierten Online-Apotheke verschiedene   Anti Milben Mittel  , die Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt leicht zur Anwendung bringen können. Gegen Milben  hilft in vielen Fällen ein synthetisch hergestelltes Insektizid mit Namen Permethrin . Dieses wird in Form von Salben auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, wo es helfen soll, die Krätzmilben konsequent abzutöten. Kinder sollten die Creme bzw. Salbe nicht selbst verwenden, sondern von den Eltern oder anderen erwachsenen Personen behandelt werden. Bei der Behandlung von Krätze ist Sorgfalt die größte Pflicht. Im Idealfall hilft Ihnen eine andere Person dabei, das entsprechende Mittel anzuwenden. Dabei ist es wichtig, dass es am ganzen Körper aufgetragen wird, lediglich das Gesicht, die Kopfhaut sowie der Anal- und Genitalbereich werden ausgespart. Ideal ist es, die Behandlung am Abend durchzuführen, so dass das Mittel über Nacht einwirken kann.  Beim Auftragen des Mittels sollten Sie unbedingt Handschuhe tragen , um Hautkontakt und damit eine Ansteckung bzw. eine Übertragung der Parasiten zu vermeiden. Betroffene Patienten sollten nach der Behandlung außerdem ihre  Kleidung  und ihre  Bettwäsche wechseln . Zudem wird empfohlen auch die Wohnung gründlich zu reinigen, da sich die Krätzmilben z.B. auch auf Kissen und anderen Oberflächen festsetzen können. Wird eine Creme oder Salbe mit Permethrin appliziert, sollte diese nach ca. acht bis zwölf Stunden gründlich mit Wasser vom Körper abgewaschen werden. 
 Benzylbenzoat wird häufig zur Behandlung von Krätze eingesetzt 
  Ein weiteres Mittel , das ebenfalls häufig zur Behandlung von Krätze bzw. Scabies Anwendung findet,  ist Benzylbenzoat . Dabei handelt es sich um ein schwaches Nervengift, das weitgehend ungefährlich ist, solange es nur äußerlich auf die Haut aufgetragen wird. Benzylbenzoat gibt es in zwei unterschiedlichen Konzentrationen: Antiscabiosum 25% für erwachsene Patienten und Antiscabiosum 10%für den Einsatz bei Kindern. Das Mittel mit dem effektiven Wirkstoff wird nach einer gründlichen Dusche oder einem Vollbad auf die Haut aufgetragen. Alle betroffenen Hautstellen müssen gut mit dem Medikament bedeckt werden, allerdings sollte es nicht mit Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen, um eine Reizung dieser empfindlichen Stellen zu vermeiden. Damit das Medikament wie vorgesehen wirkt, sollte der Prozess täglich so lange wiederholt werden, bis das Mittel aufgebraucht ist. Auch hier gilt, dass sowohl Kleidung, als auch Bettwäsche und die Umgebung des Patienten gründlich gereinigt werden müssen. 
  Tipp:    Medikamente wie Antiscabiosum aus unserer Online-Apotheke   enthalten Benzylbenzoat und Wasser und werden über drei Tage hinweg täglich auf die betroffenen Hautstellen eingerieben. Das Mittel muss über mehrere Stunden hinweg einwirken, weshalb für die Dauer der Therapie auf das Waschen verzichtet werden sollte. Eine ansonsten normale Hygiene, frische Bettwäsche und Kleidung sind aber unbedingt zu empfehlen. 
 Tabletten gegen Krätze werden nur selten verschrieben 
 In schweren Fällen, wenn die Behandlung mit Salben nicht zum Erfolg geführt hat, wird die Einnahme von Tabletten verordnet. Der enthaltene Wirkstoff Ivermectin wird dabei entsprechend des Körpergewichts des Patienten sowie anhand des Schweregrads der Erkrankung dosiert. Wie auch bei den Salben reicht in den meisten Fällen eine einmalige Gabe des Mittels. In besonders schweren Fällen wird die Behandlung wiederholt. 
 Aufgrund möglicher Nebenwirkungen sollte ein Arzt konsultiert werden 
 Auch wenn Sie Krätze möglicherweise selbst erkennen, sollten Sie  eine Therapie niemals ohne einen Arzt durchführen . Gerade bei Kindern oder Schwangeren sind bei einer Behandlung von Krätze mit Medikamenten oft Nebenwirkungen möglich. Üblicherweise fällt die Wirkung von Mitteln wie Permethrin wunschgemäß aus, doch gerade in großen Mengen kann der Stoff auch Schaden verursachen – eben deshalb ist es sehr wichtig, dass die Anwendung nur nach ärztlicher Anweisung und keinesfalls nach eigenem Gutdünken erfolgt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Therapie in vielen Fällen bereits nach einer Einheit, also innerhalb weniger Tage, erfolgreich beschlossen ist. Allerdings können Symptome noch einige Wochen länger anhalten, weshalb eine  regelmäßige Kontrolle durch den Arzt auch nach erfolgtem Abklingen unverzichtbar  ist. 
 Regelmäßige und gründliche Hygiene ist wichtig 
 Es gibt weder Haushaltsmittel noch Medikamente, die Menschen effektiv vor Krätze schützen. Wenn Sie dem Ausbruch von Skabies trotzdem in gewisser Weise vorbeugen möchten, ist  eine regelmäßige und gründliche Körperpflege sinnvoll , die jeden Tag nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. In unserer Online-Apotheke bieten wir Ihnen von   Duschgelen und Badezusätzen   bis hin zu Creme für Gesicht und Körper diverse Pflegemittel für unterschiedliche Hauttypen, die Ihre Haut gesund und rein halten und potenziellen Parasiten damit den Nährboden entziehen. 
   Hintergrundwissen: Was ist Krätze? 
 Der Name ist Programm: Die Bezeichnung Krätze geht auf das lateinische Wort  scabere  (zu Deutsch  kratzen ) zurück, wovon sich auch die fachsprachlichen Termini Scabies bzw. Skabies ableiten. Damit ist bereits im Namen der von Krätzmilben hervorgerufene unangenehme Juckreiz thematisiert, der den Betroffenen täglich schwer zu schaffen macht und das normale Leben erheblich beeinträchtigen kann. 
 Winzige Milben sind schuld an der Krätze 
 Ausgelöst wird die Krätze durch winzig kleine Milben, die sogenannten  Krätzmilben  (Sarcoptes scabiei var). Die Weibchen der Krätzmilbe graben Gänge in die obere Hautschicht des Menschen und legen dort ihre Eier ab (und bei dieser Gelegenheit auch Kotballen).  Die Abwehrreaktion des menschlichen Körpers  auf die abgelegten Eier und insbesondere die bei dieser Gelegenheit häufig anfallenden Ausscheidungen sind die Symptome, die wir als Krätze bezeichnen,  allen voran der quälende Juckreiz . Tatsächlich lassen sich in vielen Fällen die von den Parasiten gegrabenen Gänge unter der Haut erkennen – nicht mit dem bloßen Auge, aber doch mit einem Vergrößerungsglas. 
 Vorsicht bei Hautkontakt: Krätze ist ansteckend 
 Das besonders Perfide an der Krätze ist die immense Ansteckungsgefahr:  Für die Übertragung zwischen Menschen genügt ein bloßer Hautkontakt . Beim Umgang mit erkrankten Personen ist deshalb große Vorsicht geboten, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das gilt vor allem dann, wenn bei der Behandlung der Krätze Unterstützung geleistet werden muss, wie es zum Beispiel bei Kindern oder in Altenheimen und Krankenhäusern der Fall ist. Gerade bei der Pflege von Patienten, die von Krätze beziehungsweise Scabies betroffen sind, müssen deshalb  entsprechende Schutzvorkehrungen  getroffen werden, die  zwingend den direkten Hautkontakt verhindern . Dadurch dass Krätze derart ansteckend ist, gehört dazu unbedingt auch das Tragen von   Schutzhandschuhen   und ein Wechseln der Kleidung nach erfolgter Behandlung bzw. dem Kontakt zu den Patienten. 
 
  Wichtig:  In der Regel sind Patienten bereits acht bis zwölf Stunden nach der Anwendung eines Anti-Milben-Mittels nicht mehr ansteckend. Ist es dank einer solch effektiven Wirkung gelungen, die Krätzmilben abzutöten, kann somit relativ schnell dem normalen Leben nachgegangen werden. 
 
 Unter diesen Umständen ist Krätze meldepflichtig 
 Obwohl Krätze sehr ansteckend ist, gibt es nach derzeitiger Gesetzgebung keine umfassende Meldepflicht. Betroffene Privathaushalte müssen Fälle von Krätze in der Regel nicht bei den zuständigen Stellen melden. Anders sieht es bei Einrichtungen aus, in denen viele Menschen – egal, ob Kinder oder Erwachsene – leben bzw. miteinander in Kontakt kommen und die Ansteckungsgefahr somit besonders hoch ist. Das betrifft beispielsweise Pflegeeinrichtungen, Obdachlosenunterkünfte, Justizvollzugsanstalten, Flüchtlingsheime, Schulen und Kindergärten. Sobald hier der leiseste Verdacht auf Krätze besteht, muss das Gesundheitsamt informiert werden. Das gilt für betreute Personen ebenso wie für die Pflege- und Aufsichtskräfte. Dem Gesetzgeber geht es dabei um die Vermeidung von größeren Wellen, nicht um Einzelfälle. 
  Wichtig:  Krätze ist nicht  zwingend meldepflichtig , meist nur in Einrichtungen, in denen mehrere Menschen aufeinandertreffen und eine Übertragung untereinander nur schwer vermeidbar ist. 
 Eine Übertragung zwischen Menschen und Tieren ist unwahrscheinlich 
 Die auslösenden Milben sind sehr auf ihren jeweiligen Wirt spezialisiert, sodass eine Krätzmilbe nur selten vom Menschen auf Hund oder Katze übergeht und umgekehrt –  somit gilt die Krätze normalerweise als nicht ansteckend zwischen Tieren und Menschen . Ist das doch einmal der Fall, spricht man nicht von einer echten Krätze, sondern vielmehr von einer Pseudo-Krätze. In den meisten Fällen sterben die Milben auf dem fremden Wirt schnell ab und das Immunsystem muss nicht oder in nur geringem Umfang tätig werden. Das bedeutet: Die typischen Symptome bleiben aus oder treten nur sehr schwach auf. 
   Fazit 
 Die Symptome von Krätze sind meist quälender Juckreiz und ein unangenehmer Ausschlag. Um dieses durch Krätzmilben ausgelöste Leiden schnellstmöglich loswerden, hilft in der Regel nur der Arzt –  Hausmittel wie Essig, Lavendelöl oder Teebaumöl können zwar dabei helfen, die Symptome zu lindern , doch keins davon tötet die Krätzmilbe tatsächlich ab. Ihr Arzt kann Ihnen zur Behandlung der Krätze ein Anti Milben Mittel verschreiben, wie zum Beispiel eine Salbe mit dem Wirkstoff Permethrin. Obwohl Krätze sehr ansteckend ist, lässt sich Krätze mit etwas Geduld und Sorgfalt normalerweise gut und effektiv behandeln, sodass Sie Ihr Leben nach wenigen Tagen ohne jede Beeinträchtigung in gewohnter Weise fortsetzen können. 
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 Bildquelle: ©suriya - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Ist eine Blasenentzündung ansteckend? </title>
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                 Ja, eine Blasentenzündung ist grundsätzlich ansteckend, allerdings ist die Gefahr durch eine direkte Infektion eher gering. Übertragen wird sie in vielen Fällen durch Geschlechtsverkehr. Am meisten betroffen sind hiervon Frauen. Aber auch eine  Schmiereninfektion  kann Ursache für die Übertragung der Erreger, etwa wenn sie auf dem Toilettensitz haften bleiben und beim Toilettengang in die Harnröhre einer anderen Person gelangen, sein. In den folgenden Abschnitten möchten wir daher zunächst auf die Frage eingehen,  über welche Wege sich Menschen mit einer Blasenentzündung  (auch Harnwegsinfektion oder Zystitis genannt)  anstecken können . Im weiteren Verlauf des Textes gehen wir zudem darauf ein, mit welchen unkomplizierten Maßnahmen eine Blasenentzündung verhindert werden kann und welche Behandlung im Fall einer Infektion notwendig ist. Abschließend folgt ein kleiner Exkurs, woran Sie eine Blasenentzündung erkennen und weshalb eine Behandlung notwendig ist. 
 
 
   Mögliche Auslöser und Übertragungswege einer Harnwegsinfektion    
   So wird eine Harnwegsinfektion effektiv behandelt    
   Exkurs: Die typischen Symptome einer Harnwegsinfektion    
   Fazit    
 
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   Mögliche Auslöser und Übertragungswege einer Harnwegsinfektion 
  Auslöser einer Blasenentzündung ist das Escherichia coli (abgekürzt e.coli) Bakterium , welches sich vor allem im Magen-Darm-Trakt befindet. Seltener ist eine Übertragung über andere Bakterien, wie etwa Gram-negative Stäbchen oder Kokken, Viren, Pilze oder Medikamente, sowie andere äußere Einflüsse möglich. Vor allem junge Mädchen und Frauen sind aufgrund einer anatomisch bedingt kürzeren Harnröhre häufiger von einer Blasenentzündung betroffen als Männer. Das Risiko einer Infektion steigt dabei vor allem in der Schwangerschaft sowie nach den Wechseljahren aufgrund hormoneller Veränderungen. Bei Männern schaffen hingegen viele Keime den Weg durch die längere Harnröhre zur Blase nicht und die notwendigen Voraussetzungen für eine Infektion sind somit nicht erfüllt. 
 Auch wenn es ungerecht scheint: Ungefähr die Hälfte aller Frauen hat in ihrem Leben wenigstens einmal mit einer Infektion der Harnwege zu kämpfen. Nicht selten wird die Harnwegsinfektion deshalb auch als Frauenkrankheit bezeichnet. Die Übertragung einer Blasenentzündung bzw. der auslösenden Bakterien kann auf verschiedenen Wegen geschehen, auf die wir im Folgenden näher eingehen wollen. 
 Kann eine Blasenentzündung beim Geschlechtsverkehr übertragen werden? 
 Wie bereits erwähnt, sind vor allem Frauen häufig von einer Blasenentzündung betroffen.  Ein Übertragungsweg ist dabei der Geschlechtsverkehr . Auslöser für eine Infektion sind dabei die eigenen Darmbakterien, die über das Geschlechtsteil des Mannes in die Harnröhre transportiert werden und von dort in die Blase gelangen. Vor allem sexuell aktive Frauen haben ein höheres Risiko an einer Blasenentzündung zu erkranken. Da Harnröhre, Vagina und Enddarm sehr nah beieinander liegen, können die Bakterien so schneller in die Harnröhre gelangen und die Entzündung auslösen. Theoretisch ist es möglich, dass eine Frau auch ihren Partner anstecken kann und umgekehrt, wobei letzteres eher selten vorkommt. Es ist daher ratsam im Fall einer Blasenentzündung auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. 
 Kann man sich auf einer öffentlichen Toilette anstecken? 
  Die indirekte Übertragung von Krankheitserregern  wie dem e.coli Bakterium  ist ein weiterer Übertragungsweg . Am häufigsten geschieht dies über verunreinigte Oberflächen, wie zum Beispiel in öffentlichen Toiletten. Weit häufiger als öffentliche WCs sind aber kaum beachtete Alltagssituationen Auslöser einer entzündeten Harnblase: Türklinken, Geldautomaten, Einkaufswagen, vielgenutzte Klingeln und Tasten bilden einen idealen Nährboden für Keime und Bakterien. Oft halten sich die Erreger auf derartigen Oberflächen tagelang und werden dann unwissentlich bei einer Benutzung auf und in den Körper übertragen. Denn die Hände, welche die Bakterien und Keime zuerst aufnehmen, werden auf der Toilette in der Regel in die Nähe des Intimbereichs geführt – und die Erreger können überspringen, über die Harnwege in die Blase gelangen und dort die unangenehmen Infektionen verursachen. Aus diesem Grund sollten Sie auf der Toilette immer zweimal die Hände waschen, und zwar vor und nach dem Toilettengang. Bei Stuhlgang ist außerdem das richtige Abwischen wichtig, um Infektionen vorzubeugen. Das bedeutet: Immer von vorne nach hinten wischen, nicht umgekehrt! 
 Weitere Ursachen und Risikofaktoren einer Blasenentzündung 
 Auch wenn Harnwegsinfektionen in der Regel verschiedene Auslöser zugrunde liegen, wird  das Risiko einer Harnwegsinfektion durch verschiedene urologische Krankheiten sowie Krankheiten wie Diabetes mellitus oder multiple Sklerose erhöht . Muss im Rahmen einer medizinischen Behandlung ein Blasenkatheter gesetzt werden, kann das ebenfalls das Entstehen von Harnwegsinfektionen begünstigen, wenn dieser über längere Zeit liegt. Liegt eine  Blasenfunktionsstörung oder eine Störung des Harnabflusses  vor, begünstigt dies ebenfalls die Entstehung einer Blasenentzündung. Nicht selten leiden die betroffenen Frauen und Männer nahezu regelmäßig unter Blasenentzündungen und wissen häufig schon vor dem Auftreten der ersten Anzeichen, dass ein Infekt vorliegt und in den nächsten Tagen eine Untersuchung mit gesicherter Diagnose beim Arzt oder eine eigenmächtige Behandlung anzuraten ist. Auch  der Gebrauch einiger Verhütungsmethoden  wie etwa ein Diaphragma oder Spermizide sowie mechanische Eingriffe, etwa  Blasenspiegelungen und Blasenspülungen  können zu einer Infektion der Harnblase führen. Daneben können aber auch  anatomische Veränderungen der Harnwege  zu den Ursachen bzw. Risikofaktoren einer Infektion der Harnblase gezählt werden. Auch dauerhafter Stress und Schlafmangel können zu den Ursachen für eine Blasenentzündung gezählt werden. Der Körper ist anfälliger für Infektionen, da das Immunsystem durch die Belastungen geschwächt ist. Die Blase ist somit anfälliger für Bakterien und es kann schneller zu einer Blasenentzündung kommen. Aber auch Unterkühlung, nasse Badekleidung, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr sowie übertriebene Intimhygiene sind als Risikofaktoren zu nennen. 
 In der Schwangerschaft und nach den Wechseljahren: Erhöhtes Risiko einer Blasenentzündung 
 Gerade während der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter einer Blasenentzündung. Das liegt an dem Schwangerschaftshormon Progesteron, das die Körpermuskulatur lockert und damit den Weg der Bakterien und Erreger erleichtert. Dieser Zustand hält auch nach der Geburt noch einige Zeit an, weshalb schwangere Frauen besonders achtsam sein sollten. Gerade während der Schwangerschaft kann eine unbehandelte Blasenentzündung zu Komplikationen führen. Außerdem ist die übliche Behandlung einer Zystitis mit Antibiotika während einer Schwangerschaft in vielen Fällen nicht für alle Patienten angemessen, was eine wirkungsvolle Therapie zusätzlich erschwert. Nehmen Sie eine bestehende Blasenentzündung während der Schwangerschaft daher bitte ernst und suchen Sie Ihren Arzt auf. Bei einer rechtzeitigen Therapie besteht normalerweise weder für die Mutter noch für das Kind ein wirkliches Risiko. 
 Auch  nach den Wechseljahren sind viele Frauen einem erhöhten Risiko einer Blasenentzündung ausgesetzt . Durch den Abfall des Östrogenspiegels, wird die Schleimhaut in der Harnröhre dünner und ermöglicht es Bakterien so leichter in die Blase zu gelangen. 
 Blasenentzündung bei Männern 
 Eine  Blasenentzündung bei Männern  kommt eher selten vor, da wie bereits erwähnt, die Harnröhre länger ist und die Bakterien es daher seltener bis in die Blase schaffen. Sollte eine Blasenentzündung auftreten, so kann dies vor allem anatomische Ursachen haben. Sind Jungen häufig von einer Blasenentzündung betroffen, ist dies oft auf Fehlbildungen im Urogenitaltrakt zurück zu führen. 
 
  Achtung!&amp;nbsp; Tritt eine Blasenentzündung nach einer Reise in tropische Gefilde auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Auslöser hierfür kann eine Bilharziose sein, welche durch den Pärchenegel ausgelöst werden wird. Dieser befällt bevorzugt die Harnwege und löst dort Entzündungen aus. 
 
 Wie lange ist eine Blasenentzündung ansteckend? 
 Grundsätzlich gilt als Faustregel, dass eine Blasenentzündung so lange übertragen werden kann, wie der betroffene Patient Symptome verspürt.  Eine genaue Inkubationszeit kann leider nicht ausgemacht werden , da die Krankheit in einem Zeitraum von wenigen Stunden bis hin zu mehreren Tagen ausbrechen kann. 
 So können Sie der Übertragung einer Harnwegsinfektion vorbeugen 
 Wer schon einmal von einer Infektion der Harnwege betroffen war, möchte auf diese Erkrankung vermutlich fortan verzichten. Und auch Menschen, die bislang nie unter Blasenentzündungen zu leiden hatten, wollen diese unschöne Erfahrung sicher nicht zwingend machen. Zum Glück können einige wirksame Maßnahmen durchaus einen gewissen Schutz vor einer Zystitis bieten und die unangenehmen Folgen noch vor den ersten Anzeichen eindämmen. 
  Wichtig:  Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung bzw. Entstehung einer Blasenentzündung gibt es nicht – auch die vorgestellten Hausmittel können nur eine Hilfe, aber keine Garantie sein. In vielen Fällen wird jedoch davon berichtet, dass die genannten Maßnahmen zu einem unkomplizierten Verlauf oder Ausbleiben der Krankheit beigetragen haben. 
 Viel trinken, um die Harnwege durchzuspülen 
 Es mag für viele Patienten nicht das Nächstliegende sein, aber tatsächlich sollten Sie  möglichst viel trinken , um einer Blasenentzündung vorzubeugen. Als Getränk erste Wahl ist dabei sicher Wasser, aber auch Cranberry-Saft und spezielle Nieren-Blasen-Tees sollen gut für Blase und Nieren sein. Durch das vermehrte Trinken werden dann die ausgespülten Schadstoffe schneller mit dem Urin ausgeschieden. 
 Hygienemaßnahmen aller Art sind ein guter Schutz vor einer Übertragung 
 Ausreichende Hygienemaßnahmen sind für Ihre Gesundheit äußerst wichtig, egal, ob Sie sich vor Harnwegsinfekten oder anderen Infektionen bzw. Erkrankungen schützen möchten. Insbesondere das bereits erwähnte  häufige Händewaschen  kann in manchen Fällen eine spätere medikamentöse Behandlung überflüssig machen. Beim Toilettengang sollten Frauen immer von der Scheide in Richtung After wischen, um den Bakterien den Weg zu erschweren. Vor allem nach dem Toilettengang ist gründliches Händewaschen das A &amp;amp; O. Wenn die Hände mit dem Intimbereich in Berührung gekommen sind können selbst winzige Restspritzer von Urin Erreger enthalten, die dann über die Hände zurück in den Körper gelangen oder auf andere Personen übertragen werden können. Beim Sex bieten nur Kondome eine gewisse Sicherheit, weil sie durch ihre Barrierefunktion die Übertragung von Erregern über Körperflüssigkeiten verhindern. Manchmal ist es auch nützlich, häufiger die Unterwäsche zu wechseln: Slips und Einlagen aus bestimmten Synthetik-Materialien können mitunter eine Blasenentzündung begünstigen, wenn sich die Feuchtigkeit darin staut und die Erreger einen willkommenen Nährboden darin finden.  Verzichten Sie zudem auf eine übermäßige Intimhygiene . Waschen Sie Ihren Intimbereich regelmäßig mit lauwarmem Wasser und verzichten Sie möglichst auf den Gebrauch von Seifen, Intimsprays und Desinfektionsmitteln, da diese die empfindliche Schleimhaut reizen und so durchlässiger für Erreger machen. 
 Nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette 
 Zugegeben, es ist nicht sonderlich romantisch, nach dem Sex aus dem Bett zu springen und ins Bad zu laufen. Doch durch die zeitnahe Abgabe von Urin wird die Harnröhre durchgespült und von etwaigen Erregern befreit. Die Bakterien werden auf diese Weise mit dem Urin ausgeschieden und schließlich ins Abwassersystem gespült, wo sie keinen Schaden mehr anrichten und auf andere Menschen übertreten können. 
   So wird eine Harnwegsinfektion effektiv behandelt 
 Hat sich bei Ihnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine   Blasenentzündung   entwickelt, müssen Sie diese nicht einfach hinnehmen. Obwohl ein Harnwegsinfekt in der Regel auch ohne gesonderte Behandlung von selbst wieder abklingt, sind die Symptome einer Zystitis vor allem beim Wasserlassen häufig so unangenehm, dass viele Betroffene nicht so lange warten möchten. Die gute Nachricht lautet, dass  eine Behandlung von Blasentzündungen zumindest bei einem unkomplizierten Verlauf heute sehr leicht und sehr gut möglich ist.  
 Blasenentzündung selbst behandeln 
 Bei einem unkomplizierten Verlauf einer Blasenentzündung können Sie eine Blasenentzündung auch in Selbsthilfe behandeln. Sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen bestehen,  sollten Sie täglich etwa 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen und die Blase vor allem häufig entleeren , um so die Bakterien auszuspülen. Besonders Nieren- und Blasentees sind für die Behandlung in Eigenregie hier sehr gut geeignet. Die enthaltenen Wirkstoffe wie etwa Bärentraubenblätter, Birke und Goldrute sind auch in Medikamenten zur Behandlung einer Blasenentzündung zu finden. Wann immer möglich, bedecken Sie Ihren Bauch mit einer  Wärmflasche , machen Sie warme Sitzbäder oder legen Sie  warme Umschläge im Blasenbereich  an. Hierdurch wird die Muskulatur der Blase entspannt und die Beschwerden werden gelindert. Auch   Mannose   kommt zur Vorbeugung und begleitenden Behandlung einer Blasenentzündung in Betracht. In unserer Online-Apotheke finden Sie zudem   eine Reihe an Produkten, die Sie bei einem unkomplizierten Verlauf einer Blasenentzündung zur Mitbehandlung anwenden können  . Bitte beachten Sie aber auch, dass Sie sich nach erfolgreicher Behandlung wieder anstecken oder eine Blasenentzündung zuziehen können, daher ist es nötig die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. 
  Wichtig:  Insbesondere Frauen sollten ihre Symptome wie Brennen beim Wasserlassen oder hohem Druck auf der Blase nicht ignorieren und bei starken Schmerzen am besten sofort einen Arzt aufsuchen. Wenn bereits Blut im Urin zu sehen ist, ist der Gang zum Arzt schnellstmöglich angeraten! 
 Bei einer ausgeprägten Harnwegsinfektion helfen häufig nur Antibiotika 
 Hat Ihre Harnwegsinfektion ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, ist eine Therapie mit  Antibiotika  nahezu unumgänglich. Spätestens dann sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, um die medikamentöse Behandlung mit ihm abzustimmen. Besser ist es jedoch, wenn Sie schon nach dem Auftreten der frühen Symptome den Weg zum Arzt suchen, um das Risiko eines schweren Verlaufs und unangenehmer Folgen so gering wie möglich zu halten. Antibiotika lassen die Schmerzen in der Regel schon kurz nach der Einnahme abklingen. Neben einer Behandlung mit Antibiotika können mitunter auch   fiebersenkende Mittel   bei schweren Symptomen einer Blasenentzündung helfen. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Arzt beraten! Nehmen Sie die verschriebenen Mittel auf jeden Fall so lange, wie der Arzt es verordnet hat. Setzen Sie die Medikamente zu früh ab, kann es unter Umständen zu einem Rückfall und einer erneuten Zystitis kommen. 
   
   Exkurs: Die typischen Symptome einer Harnwegsinfektion 
 Wenn Sie sich die Frage stellen, ob Sie mit Ihrer Blasenentzündung jemanden anstecken könnten, so ist es essenziell, zunächst einmal festzustellen, ob es sich bei Ihren Beschwerden tatsächlich um eine Blasenentzündung handelt. Dafür beachten Sie bitte die Symptome, die wir Ihnen im Folgenden nennen werden. 
 Nicht nur kann der regelmäßige Toilettengang das alltägliche Leben einschränken, auch  der Harndrang nimmt drastisch zu. Die Abgabe von Urin über die Harnröhre verursacht bei einer Blasenentzündung einen stechenden und brennenden Schmerz . Es werden trotz des hohen Harndrangs nur noch kleinste Mengen an Urin abgelassen. Oft ist der Urin dabei trüb und riecht unangenehm. Bei einem sehr stark ausgeprägten Harnwegsinfekt kann  unter Umständen sogar Blut im Urin  zu sehen sein. Daneben können zudem  Symptome wie Fieber und Rückenschmerzen  auf eine Infektion der Harnwege verweisen, unabhängig davon, ob die Schmerzen zeitlich mit dem Wasserlassen zusammenfallen. 
  Wichtig:  Bei Fieber, Blut im Urin und Schmerzen im Bereich der Nieren sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und nicht länger abwarten, ob die Infektion von selbst verschwindet. Ein ernster Harnwegsinfekt, der mit derart starken Beschwerden einhergeht, muss häufig schnell mit Antibiotika behandelt werden, um das Risiko eines Übergreifens auf die Nieren und andere Organe zu vermeiden. Sehr selten kann eine unbehandelte Blasenentzündung sogar eine Blutvergiftung auslösen. Bei Männern ist zudem eine Schädigung der Nebenhoden möglich. Auch eine Schrumpfblase, welche vor allem durch wiederkehrende und nicht ausreichend behandelte Blasenentzündungen entsteht, kann die Folge sein. Zögern Sie deshalb nicht, bei Beschwerden wie Fieber etc. frühzeitig Ihren Arzt zu konsultieren und der Ursache mithilfe einer professionellen Untersuchung auf den Grund zu gehen! 
 Eine Blasenentzündung kann sich zu einer Nierenbeckenentzündung auswachsen 
 Zwar liegt einer Nierenbeckenentzündung oft eine ähnliche Ursache zugrunde wie einer Blasenentzündung, die Symptome der betroffenen Patienten unterscheiden sich aber doch. Sind die Nieren entzündet, geht das in den meisten Fällen mit Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit einher. Wenn also derartige Symptome bei Ihnen auftreten, dann ist zuerst an die Niere zu denken, nicht an die Harnblase.  Oft wächst sich allerdings eine Blasenentzündung zu einer Nierenbeckenentzündung aus  – deshalb sollten Sie rechtzeitig auf Symptome reagieren, eine gesicherte Diagnose von Ihrem Arzt stellen lassen und Empfehlungen einholen, welche Medikamente die Beschwerden derartiger Infektionen lindern könnten. 
   Fazit 
 Blasenentzündungen sind unangenehm, keine Frage – und tatsächlich kann eine Zystitis unter den richtigen Umständen auch ansteckend sein. In vielen Fällen sind Geschlechtsverkehr oder eine Schmiereninfektion der Auslöser einer Entzündung der Harnblase. Hausmittel können helfen, einer Infektion vorzubeugen – bei schwerem Verlauf hilft allerdings nur eine Therapie mit Antibiotika, die Sie mit Ihrem Arzt absprechen sollten. In praktisch allen Fällen ist die Behandlung einer Zystitis gut möglich und es drohen keine bleibenden Schäden für Ihre Gesundheit. Trinken Sie zur Vorbeugung viel Wasser und zögern Sie den Toilettengang nicht hinaus. Bei anhaltenden Symptomen suchen Sie in jedem Fall Ihren Arzt auf, um weitreichende Folgen auszuschließen. 
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 Bildquelle: ©jomkwan7 - stock.adobe.com I Infografik: VectorMine - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Was ist Melatonin? Alles rund um das Schlafhormon einfach erklärt</title>
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                 Leiden auch Sie unter Schlafstörungen? Mit diesem Problem sind Sie nicht allein, denn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Ein- oder Durchschlafstörungen. Ob beruflich oder privat, Stress scheint ein unvermeidlicher Alltagsbegleiter zu sein und kostet uns Nerven und raubt uns den Schlaf. Rasch folgt der Griff zu Tabletten, die beim Schlafen helfen sollen. Medikamente, wie verschreibungspflichtige Schlafmittel, sind kurzfristig sicher gut, sie verändern jedoch das Schlafmuster, können mit der Zeit zur Abhängigkeit führen, und die Tabletten oder andere Arzneiformen sind trotz eingehaltener Dosierung nicht frei von Nebenwirkungen. Bei der Suche nach einer Alternative sind Sie vielleicht auch schon einmal über das  Schlafhormon Melatonin  gestolpert und haben sich gefragt, was es damit auf sich hat? 
 Dann nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, denn in dem nachfolgenden Artikel geben wir Ihnen Informationen darüber, was Melatonin mit der Verbesserung Ihrer Schlafqualität zu tun hat. 
 Hierbei geht es unter anderem um Folgendes: 
 
 
   Melatonin – das Hormon für einen gesunden Schlaf    
   Was genau ist Melatonin eigentlich?    
   Was macht Melatonin?    
   Alles über die körpereigene Melatoninproduktion   
   Melatoninmangel und -überschuss: Tipps für ein gesundes Level   
   Dosierung und Wirkzeit von Melatonin   
   Bezugsquellen für Melatonin und Formen der Einnahme   
   Mögliche Nebenwirkungen von Melatonin   
 
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  Bitte beachten Sie, dass die in diesem Artikel gegebenen Informationen keinen Arztbesuch ersetzen!  
   Melatonin – das Hormon für einen gesunden Schlaf 
 Aus dem Alter, wo wir uns nach der Sandmännchen-Sendung ins Bett gelegt haben und sofort einschlafen konnten, sind wir schon lange raus. Mit den Jahren verändert sich unser Schlafverhalten, das mit fortschreitendem Alter nicht selten mit Schlafstörungen einhergeht. Wer kennt das nicht? Das nächtliche Aufwachen, das Licht wird eingeschaltet, ein Blick zur Uhr, viel zu früh, tagsüber fühlen wir uns dann wie gerädert. Was bleibt, ist der Traum vom gesunden Schlafen, doch die gute Nachricht lautet, es gibt einen „Stoff, aus dem die Träume sind“ und wir alle tragen ihn in uns. 
 Ausreichend  erholsamer Schlaf ist eines unserer Grundbedürfnisse , kann Erkrankungen vorbeugen und ist somit für unsere Gesundheit unerlässlich. Wer häufig schlecht schläft, besitzt ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko, eine Herz- und Kreislauferkrankung zu entwickeln. Beim   Schlafen   finden in unserem Körper Reparaturprozesse statt. Unter anderem wachsen sogar die Muskeln, wenn wir zuvor eine eiweißreiche Ernährung zu uns genommen haben, und uns tagsüber sportlich betätigten. 
 Ein Hormon, das den Tag-und-Nacht-Rhythmus des Menschen steuert, ist Melatonin, dem zahlreiche positive Wirkungen, jedoch nur wenige Nebenwirkungen zugeschrieben werden. Für viele Patienten mit Schlafstörungen könnte  Melatonin  mit seiner schlafanstoßenden Wirkung die Lösung sein. Passende Produkte können Sie bei  Medibond  finden. 
   
   Was genau ist Melatonin eigentlich? 
 Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das als Zwischenprodukt des Stoffwechsels entsteht. Melatonin wird auch als „Schlafhormon“ oder  „Sandmännchen-Hormon“  bezeichnet. Es wird hauptsächlich in der erbsengroßen Zirbeldrüse, auch Epiphyse genannt, unseres Zwischenhirns ausgeschüttet. Geringe Mengen des Hormons Melatonin werden auch im Verdauungstrakt, auf der Haut und in der Netzhaut des Auges gebildet. 
 Für die Steuerung des Tag- und Nacht-Rhythmus ist allerdings vorrangig das Melatonin aus der Zirbeldrüse des Gehirns zuständig. Sie wandelt das bei Tageslicht gebildete, stimmungsaufhellende Serotonin im Dunkeln zum Schlafhormon Melatonin um. Somit ist Melatonin  das zentrale Hormon für die Steuerung des Wach-Schlaf- und Traumrhythmus . Es ist beteiligt an der Steuerung der „inneren Uhr“, auch zirkadianer Rhythmus genannt. In den Abendstunden steigt der Melatoningehalt an. Es kommt zu einer Erweiterung der peripheren Blutgefäße. Diese Erweiterung wirkt als Einschlafsignal, wir werden müde. Melatonin sendet den Organen das Signal, sich auf ihre Aufgaben und Funktionen einzustellen, die sie zum entsprechenden Zeitpunkt auszuüben haben. Und gibt uns somit Signale, wann es Zeit ist, abends ins Bett zu gehen und morgens wieder aufzustehen. 
 Die biologische Uhr bestimmt, was wir auf körperlicher und geistiger Ebene wann machen. Beispielsweise lässt sie nachts den Atem flacher werden und den Blutdruck sinken. Gleichzeitig erteilt sie den Startschuss für die nächtlichen Erholungs- und Reparaturprogramme. Deshalb sind wir nachts nur schlecht dazu zu bewegen, zu arbeiten. Das Hormon übernimmt somit eine  wichtige Rolle beim Schlaf-Wach-Rhythmus  und sorgt für das gesunde Ein- und Durchschlafen. 
 Nachts beginnt die Epiphyse beim gesunden Menschen mit vermehrter Melatonin-Ausschüttung, weil sich im Dunkeln der Lichteinfall in den Augen reduziert. Der Melatoningehalt erhöht sich langsam, dadurch werden wir schläfrig. Der  Melatoninspiegel steigt also mit Einbruch der Dämmerung  an, und er erreicht zwischen 02:00 Uhr und 04:00 Uhr nachts seinen Höchstwert. In den frühen Morgenstunden fällt der Melatoninspiegel wieder ab. Danach beginnt der Gegenspieler, das Stresshormon Cortisol, mit seiner Tätigkeit und führt uns ganz langsam zum Aufwachprozess. Etwa ab 09:00 Uhr morgens nimmt die Melatonin-Konzentration extrem ab. Die Epiphyse verringert ihre Melatoninausschüttung, weil Licht in die Augen fällt: Dadurch fühlen wir uns nicht mehr müde. 
 Während des Tages wird im Gehirn durch natürliches Sonnen- und Tageslicht das „Wachhormon“ Serotonin gebildet. Die Melatonin- und Serotoninherstellung steht in starker Abhängigkeit zueinander. Auch Serotonin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung unseres Schlaf-Wach-Rhythmus. Ca. 80-90 % sind im Verdauungstrakt zu finden. Es ist auch in den Blutplättchen und im zentralen Nervensystem vorhanden. Dieses  sogenannte Glückshormon hat einen großen Einfluss auf unsere Stimmung  und ist wichtig für den Antrieb. Es ist unter anderem auch verantwortlich für Impulsivität und für den Sexualtrieb. Zudem beeinflusst es auch das Herz- und Kreislaufsystem, den Magen-Darm-Trakt, das zentrale Nervensystem, das Zellwachstum und die Blutgerinnung. Es hemmt Schmerzen und wirkt antidepressiv. 
 Um Serotonin im Körper produzieren zu können, sollte bei der Ernährung beachtet werden, dass aus der zugeführten Nahrung bestimmte Aminosäuren gewonnen werden müssen. Vor allem die Aminosäure Tryptophan ist ein wichtiges Ausgangsprodukt für die Herstellung von Serotonin und somit auch für Melatonin. Tryptophan kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden, sodass es in das zentrale Nervensystem gelangen kann. Mit Hilfe v on Enzymen, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B3, Vitamin B6, Vitamin D und Magnesium  entsteht über diverse Zwischenstationen zuerst Serotonin und dann Melatonin. Es ist wichtig, auf eine abwechslungsreiche,  gesunde und vollwertige Ernährung  zu achten. Das bedeutet für uns, ausreichend Nahrungsmittel zu uns zu nehmen, die Tryptophan enthalten. Es ist unter anderem in Lebensmitteln wie enthalten in Haferflocken, Walnüssen, Kürbiskernen, Buchweizen, Hülsenfrüchten, Soja, Tofu und Kakao. Eine Extraportion Haferflocken ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen kann die Melatoninproduktion steigern. 
   Was macht Melatonin? 
   
 Melatonin besitzt eine  schlafanstoßende Wirkung und die Schlafneigung wird erhöht . Das Einschlafen wird gefördert, somit wird die Einschlafzeit verkürzt. Der biologische Schlafrhythmus wird so auf natürliche Weise stimuliert. 
 Melatonin hat nicht nur eine Auswirkung auf die innere Uhr des Menschen, es besitzt noch viele weitere Aufgaben. Neben dem Einsatz als Schlafmittel beeinflusst Melatonin den Stoffwechsel, es reguliert unterschiedliche biologische Funktionen, die mit dem Tag-Nacht-Rhythmus in Verbindung stehen. Melatonin  beeinflusst verschiedene Hormone  beim Menschen. Es hat eine hemmende Wirkung auf die Produktion von Magensäure. Es kann bei der Gewichtskontrolle helfen. Durch die Hemmung von Leptin, einem appetitzügelnden Hormon, steuert Melatonin den Appetit. Untersuchungen legen nahe, dass Melatonin auch bei einer Diät helfen könnte. Laut einer Studie der Universität von Granada [1] , könnte eine unnatürliche Gewichtszunahme durch die Gabe von Melatonin gebremst werden. 
 Durch Melatonin werden manche Körpervorgänge gedrosselt, andere wiederum werden aktiviert. Die Körpertemperatur wird durch Melatonin gesenkt, und gleichzeitig wird das Immunsystem stimuliert. Melatonin ist also unerlässlich für ein gut funktionierendes Immunsystem. Es übt außerdem eine  schützende Wirkung auf unser Immunsystem  aus, bewahrt uns vor viralen Erkrankungen und Stress. Durch Melatonin wird auch die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflusst und der Energieverbrauch gesenkt. Melatonin übt eine regulierende Wirkung auf die Nierenfunktion aus. Während wir schlafen, regt es die Herstellung des Wachstumshormons Somatropin an, welches nur während des Tiefschlafs ausgeschüttet wird. Somatropin ist für die Erneuerung unserer Zellen zuständig. Melatonin besitzt zudem eine  blutdrucksenkende Wirkung , indem es entspannend auf die glatte Muskulatur wirkt, die die arteriellen Blutgefäße umgibt. Es hat auch Einfluss auf den im Gehirn befindlichen Hippocampus, dieser ist für unser Gedächtnis, das Lernen und Erinnern zuständig. 
 Melatonin gilt als Anti-Aging-Hormon, da es eine&amp;nbsp; Verlangsamung des Alterungsprozesses &amp;nbsp;bewirken kann. Anti-Aging bedeutet übersetzt, die Alterung bremsen bzw. Altersverhinderung. Melatonin ist bis zu fünfzig Mal wirksamer als Vitamin C. Es besitzt eine antioxidative Wirkung. Anti-Aging-Mittel, die eine antioxidative Wirkung besitzen, sollen die Körperzellen vor Verschleiß schützen und die im Stoffwechsel entstehenden, aggressiven Sauerstoffradikale unschädlich machen. Studien haben ergeben, dass Melatonin oxidativen Stress reduzieren kann. [2]  Von diesem Phänomen spricht man, wenn im Körper zu viele freie Radikale vorhanden sind. Durch seine  antioxidative Wirkung  fängt Melatonin die freien Radikale im Körper und ist somit deren Gegenspieler. Freie Radikale gelten als Ursache für die vorzeitige Zellalterung und Zellschäden, sie schaden unserer Gesundheit, da sie zur Entstehung bestimmter Erkrankungen beitragen. Durch den Anti-Aging-Effekt werden Zellschäden reduziert oder verhindert, und Alterungsprozesse verzögert. In den USA ist Melatonin schon länger als beliebter Anti-Aging-Stoff im Handel. 
 Melatonin stellt einen Schutzstoff für das Gehirn und für die Nervenzellen dar. Es kann helfen, die Blutfettwerte zu verbessern und das „schlechte“ Cholesterin, das verantwortlich für verstopfte Arterien ist, zu senken. Es  schützt somit Herz und Gefäße  vor schädlichen Cholesterinablagerungen.&amp;nbsp; 
 
  Auch bei der Behandlung von Cluster-Kopfschmerzen ist die Wirkung gut, offene Studien beschreiben einen positiven Effekt von Melatonin.   
 
 Melatonin besitzt eine  entzündungshemmende Wirkung, die körpereigene Heilfunktion  von Erkrankungen wird gestärkt. In Studien mit Tieren zeigte es eine antibakterielle Wirkung. Es hat besonders positive Wirkungen auf den Darm, die Augen und das Gehirn. Eine entscheidende Rolle spielt Melatonin auch bei der Fortpflanzungsfunktion der Frauen. Es wirkt bei der Kontrolle des Zeitpunkts und der Freisetzung von weiblichen Hormonen, die zur Fortpflanzung notwendig sind. 
 Melatonin  beeinflusst auch die Stimmung  beim Menschen. Veränderungen im Melatonin-Haushalt sind besonders häufig im Winter wahrnehmbar. In den sonnenarmen Herbst- und Wintermonaten wird es auch am Tag manchmal nicht richtig hell. Somit liegt auch am Tag eine erhöhte Melatoninkonzentration vor. Die Symptome können Winterdepression, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schlafstörungen sein. Deshalb sind gerade auch im Winter Aufenthalte und Bewegung, am besten kombiniert mit Sport im Freien wichtig, um genügend Tageslicht aufzunehmen. Durch das Licht wird die Ausschüttung von Melatonin reduziert. 
 Melatonin kann Stress abbauen, indem es stressauslösende Substanzen, wie die in den Nebennieren produzierten Kortikosteroide, kontrolliert und vernichtet. Es kann laut klinischen Untersuchungen die Lebensqualität von Patienten mit einem Reizdarmsyndrom erhöhen. 
 Ein schmerzlindernder Effekt von Melatonin wurde allerdings bisher nur bei der Behandlung von Krankheiten mit chronischen Schmerzen nachgewiesen. Der Einsatz zur Vorbeugung bei Migräne ist umstritten, da es sowohl Studien gibt, die eine vorbeugende Wirkung bestätigen als auch Studien, die dagegen sprechen. 
  Das Reisen in andere Zeitzonen kann zu Erschöpfung und Schlaflosigkeit sowie zu einem gestörten Schlafrhythmus führen. Dieses Phänomen ist vielen Menschen als Jetlag bekannt.  Die Einnahme von Melatonin-Tabletten als Schlafmittel kann zum Beispiel das subjektive Gefühl bei Jetlag lindern. 
   Alles über die körpereigene Melatoninproduktion 
   
 Die größte Menge an Melatonin produziert die Epiphyse von  Säuglingen etwa drei Monate nach der Geburt . Danach reduziert sich die Produktion von Melatonin langsam. Bereits gegen Ende der Pubertät ist die Melatonin - Ausschüttung beim Menschen bis auf 80 Prozent der ursprünglich vorhandenen Menge gesunken und mit zunehmendem Alter sinkt sie weiter ab. In welchem Maße, das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dass man im fortgeschrittenen Alter meist weniger Schlaf braucht und oft nicht gut schläft, ist mitunter darauf zurückführen, dass beim alternden Menschen die Melatoninproduktion abnimmt. Dieses ist vielleicht eine Erklärung dafür, warum im Alter vermehrt Schlafstörungen auftreten. 
 Der Melatoninspiegel ändert sich mit der Tageszeit. Ein signifikanter Tageswert liegt unter 10 Pikogramm Melatonin pro Milliliter Blut. Nachts, bei Abwesenheit einer Lichtquelle, sind bei jungen,  gesunden Menschen Werte bis zu 100 Pikogramm  pro Milliliter Blut normal. Bei Jüngeren kann die körpereigene Menge am Hormon Melatonin während der Nachtzeit um das Zwölffache ansteigen, bei Älteren durch verminderte Melatoninausschüttung hingegen nur noch um das Dreifache. Frauen haben während der Schwangerschaft erhöhte Melatonin-Werte. 
   Melatoninmangel und -überschuss: Tipps für ein gesundes Level 
 Wie entsteht ein Melatoninmangel? 
 Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin nicht hoch genug ist. Die Folge können ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus und Schlafprobleme sein. 
 Arznei, Intensivtraining und Stress vermeiden 
 Medikamente wie Betablocker, ASS oder Kortison-Derivate, nicht-steroidale Antirheumatika und Benzodiazepinekönnen eine hemmende Wirkung auf die nächtliche Melatoninproduktion ausüben. Dieses gilt auch für den Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, schwarzem oder grünem Tee und Energydrinks. Auch übermäßiger Tabakkonsum und chronischer Alkoholismus üben hemmende Wirkungen auf die Melatoninbildung aus und schaden letztendlich der Gesundheit. 
 Intensiver Sport, also intensives (Fitness-)Training und beispielsweise sportliche Übungen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit in den Abendstunden sollten vermieden werden. Durch Sport werden Hormone ausgeschüttet, die den Körper innerlich munter halten und somit am Einschlafen hindern. 
 Hektik und chronischer Stress schwächen nicht nur das Immunsystem, es wird auch die Melatoninausschüttung reduziert. Das Stresshormon Cortisol wird sowohl bei psychischen als auch bei physischem Stress ausgeschüttet. 
 Dauerbeleuchtung nicht empfehlenswert 
 Ein weiterer Störfaktor ist Licht in den Nachtstunden. Schon kleine Lichtreize können das Einschlafen und das Durchschlafen negativ beeinflussen. Von daher ist es für eine  ausreichende Schlafqualität  wichtig, dass kein störendes Licht vorhanden ist. Es sollte für absolute Dunkelheit im Schlafzimmer gesorgt werden, indem während der Nacht alle Lichtquellen wie eingeschaltete Fernseher vermieden werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Licht-Rezeptoren die Blockade in der Zirbeldrüse komplett aufheben und genügend Melatonin ausschütten. 
 Selbst gedämpftes Licht und Standby-Beleuchtungen von Elektrogeräten können den Schlaf und somit die Melatoninproduktion negativ beeinflussen. Die Rezeptoren in der Netzhaut unserer Augen, reagieren besonders auf Blautöne im Licht. Dieses Licht hat eine besonders hohe Signalwirkung auf die Zirbeldrüse. Durch den Einfluss dieser Blautöne, ist die Zirbeldrüse im Glauben, es sei taghell und stoppt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Die Folgen sind  mangelndes Schlafbedürfnis und Einschlafstörungen . Es ist ratsam, zwei Stunden vor dem Schlafen gehen, Smartphones, Computer und Flachbildschirme zu meiden, da diese Geräte einen hohen Blaulichtanteil besitzen, die das Gehirn wieder munter machen und somit zu Schlafstörungen führen können. In Studien wurde der Anstieg des Melatoninspiegels um eine Stunde nach hinten verschoben. 
 Eine wissenschaftliche Studie hat einmal mehr bestätigt, dass Schlaf der wichtigste Faktor ist, was die  Vermeidung von Krankheiten  betrifft. Wissenschaftler stellten fest, dass Krebszellen scheinbar besonders schnell wachsen, wenn betroffene Patienten nicht in absoluter Dunkelheit schlafen. Schon kleine Lichtmengen reichen laut Studie aus, dass Krebszellen sich schneller teilen. [3]  
 Einen negativen Einfluss auf die Melatoninproduktion haben elektromagnetische Belastungen. Digitaluhr, CD-Player, Radio und Fernsehgerät, PC, Handy und schnurlose Festnetztelefone im Schlafzimmer können die nächtliche Produktion von Melatonin stark einschränken. Es wird angenommen, dass die elektromagnetische Strahlung hierdurch beim Menschen schädliche Nebenwirkungen verursacht. 
 Gestörter Bio-Rhythmus als Negativfaktor 
 Störungen im Melatoninhaushalt können auch auftreten, wenn der natürliche biologische Rhythmus unseres Körpers durcheinandergebracht wird. Dieses  Phänomen ist bei Fernreisen als Jetlag  bekannt. Durch Überquerung mehrerer Zeitzonen bei einer langen Reise, gerät auch der Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Gleichgewicht. Es treten Symptome wie ein gestörtes Essverhalten, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit, starke Müdigkeit am Tag und Schlafstörungen auf. Daneben können reduziertes Denkvermögen, Antriebsschwäche und Stimmungsschwankungen auftreten. 
 Auch bei Menschen, die Schichtarbeit ausüben, kann das innere Gleichgewicht auf den Kopf gestellt werden. Bei der Schichtarbeit stimmt der Schlaf-Wach-Rhythmus mit der inneren Uhr nicht mehr überein. Dies kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen und zeigt sich durch  Symptome wie Reizbarkeit, reduzierte Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen und Schlafentzug . Wer durch Schichtarbeit in der Nacht arbeiten muss und müde wird, kann die Melatoninproduktion durch entsprechend tageslichthelle Beleuchtung am Arbeitsplatz unterdrücken. 
 Zu wenig Melatonin kann auch bei verminderter Zirbeldrüsenaktivität (Verkalkung im Alter) produziert werden. Durch den Melatoninmangel leiden die Schlafdauer und die Qualität des Schlafes. Es kann zu Ein- und Durchschlafstörungen und verminderter Schlafqualität kommen. 
 Auch eine lange und strenge Diät kann einen negativen Einfluss auf die Schlafdauer haben. Man nimmt an, dass die Zellen der Zirbeldrüse Glucose benötigen, um Melatonin zu produzieren. Bei einer Diät jedoch ist die Glucosezufuhr reduziert, sodass nicht ausreichend Melatonin hergestellt wird. 
 Wie geht man mit einem Melatonin-Überschuss um? 
 Zu einem Melatonin-Überschuss kann es im Herbst und Winter kommen. Im Winter sind hier bei uns in Deutschland die Tage kürzer und die Nächte länger. Während dieser Jahreszeit nimmt die Helligkeit tagsüber ab. Besonders Frauen scheinen auf den Melatonin-Überschuss mit einer  saisonalen depressiven Verstimmung  sensibel zu reagieren. 
 Um einen Melatonin-Überschuss entgegenzuwirken gibt es sowohl im Handel als auch online, Artikel zur Lichttherapie zu kaufen. Sie sind auch gut geeignet, um einen Melatonin-Überschuss bei der Schichtarbeit entgegenzuwirken. Es sind spezielle Tageslichtlampen, die  Symptome der Tagesmüdigkeit und Jetlag lindern  können. Tageslichtlampen bieten zudem eine gute Möglichkeit, um die Herstellung von Vitamin D anzuregen. Bekannt ist Vitamin D auch als Sonnenschein-Vitamin. Unser Körper kann Vitamin D mit Hilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. 
 Neben der hochdosierten Einnahme von Medikamenten wie Tryptophan oder Antidepressiva oder Vitamin B3 und B6 können auch verschiedene Erkrankungen, wie Leberfunktionsstörungen, für einen erhöhten Melatoninspiegel verantwortlich sein. 
   Dosierung und Wirkzeit von Melatonin 
 Melatonin hilft, die Einschlafzeit zu verkürzen. Bei regelmäßiger Anwendung tritt die Wirkung bereits innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Melatonineinnahme ein. Wichtig für eine erfolgreiche Wirkung ist neben einer richtigen Dosierung von einem Milligramm, der Einnahmezeitpunkt. Der sinnvollste  Zeitpunkt ist etwa 30 Minuten vor dem Schlafengehen . Melatonin sollte zwischen 21:00 Uhr und 23:00 Uhr zu sich genommen werden. Achten Sie bitte darauf, dass der Einnahmezeitpunkt und der Zeitpunkt des Zubettgehens konstant beibehalten werden. Für den Fall, dass das Einnehmen von Melatonin vor dem Einschlafen einmal vergessen wurde, sollte es ganz ausgelassen werden. Bei Personen mit gravierenden Problemen beim Einschlafen ist es ratsam, die Tabletten ca. zwei Stunden vor dem Zubettgehen zu nehmen. 
 Wie lange bleibt Melatonin im Körper? 
 Melatonin wird nach seiner Einnahme schnell wieder abgebaut, da es mit 20-50 Minuten eine  relativ kurze Halbwertzeit  besitzt. Rezeptpflichtige Tabletten hingegen mit Melatonin in retardierter Form setzen Melatonin über mehrere Stunden hinweg verzögert frei. Somit kann die biologische Melatoninproduktion im Körper nachgeahmt werden. 
 Melatonin ist eine  körpereigene Substanz , die für die Regulation unserer inneren Uhr und für eine erholsame Nachtruhe sehr wichtig ist. Melatonin-haltige Mittel können helfen, in den eigenen inneren Rhythmus zurückzufinden, wenn dieser beispielsweise durch Jetlag gestört ist. Handelt es sich jedoch um Schlafstörungen, so bedarf es einer effektiven Behandlung mit verschreibungspflichtigen Tabletten durch den Arzt. 
 Wie erfolgt die Dosierung von Melatonin zur Jetlag-Prophylaxe? 
 Das Reisen in andere Zeitzonen kann den Melatoninhaushalt stören. Klinischen Untersuchungen zufolge zeigt die Einnahme von Melatonin-Tabletten eine gute Wirkung gegen die Symptome eines Jetlags. [4]  Melatonin besitzt die Eigenschaft, regulierend in die Verschiebungen des Schlafrhythmuses einzugreifen und  das innere Gleichgewicht wieder herzustellen . Durch die Melatonineinnahme wird das vor dem Flug bestandene Aktivitätsniveau schneller wieder erreicht. Wird Melatonin eine Zeit lang täglich vor der Reise eingenommen, kann es dem Körper dabei helfen, sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen und Schlafprobleme vorzubeugen. Das Hormon soll dafür sorgen, dass abends das  Einschlafen bei Jetlag-bedingten Schlafstörungen verbessert  wird. Die empfohlene Dosis beträgt, sofern es nicht anders mit dem behandelnden Arzt besprochen wurde, ab dem ersten Reisetag, circa ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen täglich 0,5 bis 5 Milligramm. Diese Dosierung sollte für 2-5 Tage nach Ankunft beibehalten werden. Da Melatonin Schläfrigkeit verursacht, sollte es nicht morgens oder tagsüber eingenommen werden. 
   Bezugsquellen für Melatonin und Formen der Einnahme 
 Melatonin vom Arzt für besseren Schlaf im Alter 
 Das Schlafhormon Melatonin kann als Medikament vom Arzt verordnet werden, um die Schlafqualität im Alter zu verbessern. Melatonin ist seit 2007 durch die Europäische Kommission als Arzneimittel zur kurzfristigen Behandlung von Schlafstörungen zugelassen. Vor ihrer Zulassung unterliegen die Tabletten  strengen Qualitätskriterien und sind in ihrer Wirksamkeit klinisch geprüft . 
 Es gibt es nur eine Indikation, für die der Facharzt Medikamente mit Melatonin auf Rezept verordnen darf. Diese Indikation betrifft Patienten über 55 Jahren mit Schlafstörungen (primärer Insomnie). Die Tabletten enthalten natürliches Melatonin in retardierter Form mit einer Dosis von 2 Milligramm pro Tablette. In Deutschland gelten diese Melatonin-Tabletten als Arzneimittel und unterliegen der Verschreibungspflicht des Arztes. 
 Das Medikament ist nur zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen zugelassen, die von einer schlechten Schlafqualität her rühren. Schlafstörungen, die durch bestimmte Medikamente oder durch eine Erkrankung hervorgerufen worden sind, können mit Melatonin nicht therapiert werden. 
 Um das Einschlafen zu erleichtern und um die Schlafqualität zu verbessern, sollte die Einnahme der Tabletten mit verzögerter Wirkstofffreisetzung nach der letzten Mahlzeit und kurz vor dem Zubettgehen erfolgen. Nur so kann die vom Patienten gewünschte Wirkung gewährleistet werden. Der Melatoninspiegel ist nach der Einnahme nur kurzfristig erhöht. Melatonin erzeugt Müdigkeit und soll gut beim Einschlafen helfen. Diese „Symptome“ sind also keine „Nebenwirkung“ von Melatonin, sondern eine erwünschte Wirkung. Wichtig ist, nach der Zuführung der Dosis darauf vorbereitet zu sein, einzuschlafen. 
 Melatonin rezeptfrei in Deutschland und im Ausland 
 Bei uns ist Melatonin inzwischen auch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen worden. Unternehmen dürfen es in Deutschland also unter strengen Auflagen verkaufen. Die Dosis von 1 Milligramm pro Tablette bzw. pro Kapsel darf jedoch nicht überschritten werden. 
 In dieser Form, sowie als homöopathisches Präparat, ist Melatonin damit in deutschen Apotheken und online über die Versandapotheke für jeden Kunden rezeptfrei erhältlich. 
 Bei Ihrer Volksversand Versandapotheke haben Sie eine Auswahl an verschiedenen Darreichungsformen von Präparaten, die Melatonin für eine schlaffördernde Wirkung enthalten. Gerne zeigen wir Ihnen passend zu den Formen auch Produktbeispiele von verschiedenen Marken, die in unserem Online-Shop erhältlich sind: •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Weichgummis: Produktbeispiel  Wick ZzzQuil  &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Trinkgranulat: Produktbeispiel  Orthomol nemuri night  &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Kapseln: Produktbeispiel  Melatoflexx 360  &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Tabletten: Produktbeispiel  Oyono &amp;nbsp; &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Spray: Produktbeispiel  Dr. Theiss Einschlaf-Spray  &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Trinkampullen: Produktbeispiel  Sleep.ink  &amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Pulver: Produktbeispiel  Aquilea Schlaf Instant Pulver &amp;nbsp;&amp;nbsp; •&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Schmelztabletten: Produkbtbeispiel  Dr. Theiss Einschlaf-Tabletten    Ob Tabletten oder Drink: In welcher Form Sie das Melatonin vor dem Einschlafen einnehmen möchten, hängt ganz von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Mehr noch: Einige Kunden schätzen Produkte, die Melatonin mit anderen Wirk- und Inhaltsstoffen kombinieren, welche ebenfalls zur Beruhigung und Entspannung beitragen können. Zu nennen wären hier beispielsweise Passionsblume, Baldrian, Lavendel usw.und einige weitere. 
 Laut EU-Verordnung dürfen solche melatoninhaltigen Produkte nur mit den Hinweisen   „Melatonin trägt zur Linderung des subjektiven Jetlag-Gefühls bei“ und „Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen“   beworben werden. 
 Tabletten oder Kapseln mit einer Dosierung von 1 bis 5 Milligramm Melatonin gelten als Funktionsarzneimittel und können nicht bei uns in Deutschland, sondern nur im Ausland frei erworben werden. Beispiel USA: Melatonin in Form von Tabletten wird dort als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) geführt. Damit sind sie problemlos im Drugstore oder sogar im Supermarkt erhältlich, es wird kein Rezept vom Arzt benötigt. 
 Auf natürlichem Weg, d.h. über die Ernährung, ist eine Versorgung mit Melatonin nur bedingt möglich. Es ist unter anderem in verschiedenen Obstsorten (besonders in Montmorency Kirschen) in Lachs oder Gemüse wie Bohnen oder Tomaten enthalten, jedoch längst nicht so konzentriert wie in Form von Tabletten. 
   Mögliche Nebenwirkungen von Melatonin 
 Auch wenn die kurzfristige Einnahme (unter drei Monaten) von Melatonin in der Regel gut vertragen wird, kann es vereinzelt doch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Zu diesen gehören Schwindel, Kopfschmerzen, Albträume aber auch sehr lebendige Träume, Störungen deszirkadianen Rhythmus (bei zu hoher Dosis), Schläfrigkeit (vor allem beim Einnehmen tagsüber oder zu hoher Dosis abends). Zu den Nebenwirkungen zählen auch Magenprobleme und erhöhte Reizbarkeit. 
 Dadurch, dass Melatonin die innere Uhr steuert,  spielt der Zeitpunkt der Melatonin-Gabe eine entscheidende Rolle . Wird das Hormon tagsüber statt abends vor dem Schlafengehen zugeführt, können Symptome wie Benommenheit und Müdigkeit auftreten. Diese Symptome können bis zur Untüchtigkeit beim Bedienen von Fahrzeugen und Maschinen führen. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten Patienten darauf achten, Melatonin-Präparate wie vom Arzt empfohlen einzunehmen. In der Regel liegt der geeignete Zeitpunkt hierfür kurz vor dem Schlafengehen. Beim Aufwachen in der Nacht sollten allerdings keine weiteren Melatonin-Tabletten zu sich genommen werden, sonst kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Müdigkeit am Morgen kommen. 
 Grundsätzlich ist es wichtig, dass Patienten die  Einnahme von Präparaten mit Melatonin mit ihrem Arzt  absprechen sollten, wenn sie gleichzeitig verschreibungspflichtige Medikamente verordnet bekommen. Durch die Kombination mit anderen Medikamenten wie Antidepressiva, die Anti-Baby-Pille und Blutverdünnern kann es zu Wechselwirkungen kommen, was letztendlich für die Gesundheit schädlich sein kann. 
 Es gibt auch einige Kontraindikationen. Patienten, die zum Beispiel an Autoimmunerkrankungen leiden, sprich, bei denen das Immunsystem außer Kontrolle geraten ist und körpereigene Zellen und Organe schädigt. Da Melatonin eine immunsystemstärkende Wirkung besitzt, könnte es hierbei zu einer Verstärkung der Autoimmunerkrankung kommen. Zu den Autoimmunerkrankungen zählen unter anderem Multiple Sklerose und Lupus. Hier wird von einer Melatonineinnahme abgeraten. 
 
 Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist Melatonin nicht empfohlen.  Bei Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen kann die zusätzliche Einnahme von Melatonin unerwünschte Nebenwirkungen haben. In diesem Fall gilt auch hier, dass vorab ein Arzt konsultiert werden sollte. 
 
 Da bisher nicht ausreichend bekannt ist, welche Wirkungen Melatonin während der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind haben, ist die Einnahme für Schwangere nicht angezeigt. Da Melatonin auch in die Muttermilch gelangt, sollten auch stillende Frauen während dieser Zeit auf melatoninhaltige Präparate verzichten. 
 Wie lange darf Melatonin eingenommen werden? 
 Es wird zwar angenommen, dass unter der kurzfristigen Anwendung von Melatonin keine negativen Auswirkungen auftreten. Die langfristige Einnahme von Melatonin ist in Deutschland umstritten, da noch nicht ausreichend erforscht ist, welche Auswirkungen eine dauerhafte Zufuhr an Melatonin auf den Körper hat. Es mangelt an Studien, die die Verträglichkeit hinreichend belegen. Auch Nebenwirkungen sind noch nicht ausreichend erforscht. Von daher sollte Melatonin höchstens für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten eingenommen werden. 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise   Fußnoten:  1&amp;nbsp; Melatonin improves mitochondrial function in inguinal white adipose tissue of diabetic Zucker fatty rats. A Jimenez, G. Fernández, M Mohammed, R. Reiter, and A Agil. Journal of Pineal Research. 2014. 2014. May 27. doi: 10.1111/jpi.12147   2&amp;nbsp; Reiter RJ, Tan DX, Mayo JC, Sainz RM, Leon J, Czarnocki Z. Melatonin as an antioxidant: biochemical mechanisms and pathophysiological implications in humans. Acta Biochim Pol. 2003;50(4):1129-46. PMID: 14740000.   3&amp;nbsp; Melatonin Inhibition of Cancer Growth in Vivo Involves Suppression of Tumor Fatty Acid Metabolism via Melatonin Receptor-mediated Signal Transduction Events David E. Blask, Leonard A. Sauer, Robert T. Dauchy, Eugene W. Holowachuk, Mary S. Ruhoff and Heather S. Kopff Cancer Res September 15 1999 (59) (18) 4693-4701   4&amp;nbsp; Herxheimer A, Petrie KJ. Melatonin for the prevention and treatment of jet lag. Cochrane Database Syst Rev. 2002;(2):CD001520. doi: 10.1002/14651858.CD001520. PMID: 12076414. gesundheitsinformation.de 
 Bildquellen: © Konstantin Yuganov, VectorMine - stock.adobe.com / eigene Darstellung 
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                            <updated>2021-12-17T08:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Winterdepression oder Winterblues? Wege aus dem saisonalen Stimmungstief </title>
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                 Gerade im Herbst oder Winter, wenn die Tage kürzer werden, sorgt die zunehmende Dunkelheit draußen immer öfter auch für eine gedrückte Stimmung in unseren Köpfen. Zwei Phänomene sind damit verbunden: der Winterblues und die Winterdepression. Diese saisonalen Tiefs der eigenen Stimmung kommen allerdings meist nicht nur mit schlechter Laune und trüben Gedanken daher. Die Folgen sind oft auch  Trägheit, Müdigkeit und der Rückzug aus dem sozialen Leben . In diesem Ratgeber wollen wir Ihnen die Unterschiede zwischen Winterblues und Winterdepression aufzeigen und Ratschläge an die Hand geben, die Ihnen helfen, sich selbst zu helfen. 
 
 
   Was sind die Ursachen für das Wintertief?    
   Winterdepression oder Winterblues, was ist der Unterschied?    
   Was kann man selbst gegen den Winterblues tun?    
   Wie wird eine Winterdepression behandelt?    
   Anlaufstellen bei Depression und Winterdepression    
 
 &amp;nbsp; 
 
    Was sind die Ursachen für das Wintertief? 
 Ihnen ist sicherlich bereits bekannt, dass depressive Verstimmungen im Herbst und Winter meist auf die schlechten Lichtverhältnisse zurückzuführen sind. Dies hat vor allem drei Gründe: 
 
 
  Mangel an Vitamin-D    
 Vitamin-D wird auch das Sonnenvitamin genannt. Es ist also logisch, dass mit sinkenden Sonnenstunden auch der Vitamin-D-Spiegel signifikant abnimmt. Dies bleibt nicht folgenlos. Es können sich sowohl körperliche, aber auch psychische Symptome eines Vitamin-D-Mangels ausbilden. Hierzu gehören beispielsweise:  Knochenschmerzen, Atemwegsinfekte, Haarausfall oder Stimmungsschwankungen und Konzentrationsschwierigkeiten . Ein Vitamin-D-Mangel kann somit auch einen Winterblues mitunter begünstigen. Sollten Sie im Winter unter einem Vitamin-D-Mangel leiden, bietet sich eine Nahrungsmittelergänzung mit Vitamin-D an.   Hochwertige Präparate finden Sie in Ihrer Online-Apotheke  . 
 
  Zu viel Melatonin 
   Melatonin   ist ein Hormon, welches dafür sorgt, dass der Körper auf Sparflamme läuft. Oder einfacher ausgedrückt:  Melatonin macht müde . Dies ist dann gut, wenn es Abend wird und wir in den Schlaf finden wollen. Sonnenlicht hemmt die Produktion dieses Hormons. Zum Glück, denn tagsüber müssen wir im Alltag natürlich alles geben können. Müdigkeit wäre da kontraproduktiv. Dies wird uns in der dunklen Jahreszeit dann unter Umständen zum Verhängnis. Auch hier gilt: Je weniger Sonnenstunden, desto mehr Melatonin wird auch am Tag ausgeschüttet, was dazu führt, dass wir tagsüber öfter müde sind. Die daraus resultierende Dauermüdigkeit verringert unsere Leistungsfähigkeit. Hier beginnt ein Teufelskreis. Weniger leistungsfähig setzen wir uns oftmals mehr unter Druck, um unseren Alltag bewältigen zu können. Diese Art Stress kann eine Winterdepression weiter begünstigen. 
 
 
  Zu wenig Serotonin   
 Im Umkehrschluss bedeutet ein hoher Spiegel an Melatonin oft eine  niedrigere Ausschüttung des Glückshormons Serotonin , denn für die Melatonin-Produktion wandelt der Körper Serotonin um. Dieses Wohlfühlhormon hilft dabei, viele verschiedene Körperfunktionen zu steuern. Hierzu gehören insbesondere das zentrale Belohnungssystem, unsere Emotionen, der Appetit, der Schlaf-Wach-Rhythmus und sogar unsere Körpertemperatur. Fehlt uns der Glücklichmacher Serotonin, leiden wir unter Stimmungsschwankungen und Antriebslosigkeit. 
 
 
   Winterdepression oder Winterblues, was ist der Unterschied? 
 Wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich bei den Begrifflichkeiten Winterblues und Winterdepression nicht etwa um zwei verschiedene Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache, sondern viel mehr um zwei verschiedene Indikationen 1 . 
 Der Winterblues: 
 
 Einmaliges Stimmungstief im Herbst/Winter, welches im Frühling wieder verschwindet. 
 Betroffene können sich mit einfachen Änderungen der alltäglichen Routine, der Ernährung oder durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gut selbst helfen. 
 Tageweise treten Besserungen in der Stimmung auf. 
 
 Die Winterdepression: 
 
 Jährlich zur selben Zeit wiederkehrendes Stimmungstief im Herbst/Winter, welches regelmäßig im Frühling wieder verschwindet. 
 Die Symptome halten über zwei Wochen am Stück an. 
 Die Winterdepression wird in Fachkreisen als saisonal abhängige Depression (Seasonal Affective Disorder (SAD)) bezeichnet 2 . 
 Die Symptome der Winterdepression sind häufig deutlich ausgeprägter als die des Winterblues. Zu den häufigsten Anzeichen der Krankheit gehören übermäßige Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und der Rückzug aus dem sozialen Umfeld. Zum Teil kann es sogar zu körperlichen Beschwerden kommen. 
 Anders als bei   herkömmlichen Depressionen  , die oft mit Appetitlosigkeit und Schlafstörungen einhergehen, haben Betroffene, die unter einer Winterdepression leiden, eher einen regelrechten Heißhunger auf Kohlenhydrate und ein gesteigertes Schlafbedürfnis. 
 In der Regel muss die Behandlung von der saisonal abhängigen Depression (SAD) unter fachärztlicher Betreuung stattfinden. Einfache Hausmittel oder Nahrungsergänzung sind lediglich als Hilfestellung zu betrachten. 
 
 &amp;nbsp; 
   
    Was kann man selbst gegen den Winterblues tun? 
 Auch wenn bereits der Winterblues das Gefühl von Machtlosigkeit vermitteln kann, so können Sie selbst einiges tun, um Ihr Wohlbefinden und den Kampf gegen die Trägheit selbst in die Hand zu nehmen. Nachfolgend finden Sie fünf effektive Hilfen, die Sie aus dem Wintertief führen können. 
 Tipp 1: Raus aus dem Schatten, rein ins Licht! 
 Es ist naheliegend, dass den Stimmungsschwankungen aufgrund von mangelndem Licht am besten mit Tageslicht beizukommen ist. Gehen Sie am besten viel Spazieren, beispielsweise während der Mittagspause. Auch wenn der Himmel voller Wolken ist, so ist die Lichtintensität um ein Vielfaches höher als drinnen. Künstliche Beleuchtung im schlimmsten Fall mittels Leuchtstoffröhren ist nicht hell genug, um den Lichtmangel auszugleichen. Außerdem können diese gleichzeitig die Augen müde machen. 
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 Tipp 2: Einmal tief durchatmen! 
 Verbringen Sie auch an Wintertagen Zeit draußen. Sie werden merken, wie gut Ihnen Spaziergänge, frische Luft und Sauerstoff tun. Dadurch kommt der Kreislauf in Schwung und die Müdigkeit kann verringert werden. 
 
   
 
   
 Tipp 3: In Bewegung bleiben! 
 Ja, Melatonin verführt uns im Herbst und Winter nur zu gerne zu langen und ausgiebigen Serien-Marathons vom Sofa oder aus dem Bett heraus. Diesem Drang sollten Sie aber besser nicht nachgeben. Für Sportmuffel nicht unbedingt eine gute Nachricht, jedoch erwiesen: sportliche Betätigung wie Joggen sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen 3 . Jene benötigen wir dringend in der dunklen Jahreszeit. 
 Tipp 4: Ein (Stimmungs)Hoch auf die Ernährung! 
   Gesunde Ernährung   ist immer wichtig. Eine besondere Bedeutung fällt ihr jedoch zu, wenn es im Herbst und Winter zu depressiven Verstimmungen kommt. Sie sollten darauf achten, hauptsächlich Lebensmittel zu sich zu nehmen, die den Verdauungstrakt nicht besonders belasten. Tierische Quellen wie Lachs oder Makrelen bieten ein Plus an dem Sonnenvitamin D. Pflanzliche Lebensmittel wie Walnüsse, Mandeln oder Spinat, aber auch dunkle Schokolade helfen den Serotoninspiegel im Körper anzuheben 4 . 
 Tipp 5: Nicht zu viel, aber ausreichend Schlaf! 
 Wir alle kennen es, nach einer durchwachten Nacht, egal ob aus beruflichen oder privaten Gründen, ist schlechte Laune oft vorprogrammiert. Dies liegt daran, dass wir normalerweise alle Eindrücke und Erlebnisse des letzten Tages im Schlaf verarbeiten. Geschieht dies nicht, oder wird der Prozess unterbrochen, kann es passieren, dass die Verbindung zu unserem Gefühls- und Angstzentrum (der Amygdala) im Gehirn gestört wird. Hierdurch reagieren wir im Wachzustand emotionaler auf bestimmte Reize und es kommt zu Stimmungsschwankungen. Anderseits sollten Sie aber auch nicht länger als nötig im Bett liegen bleiben, hierdurch können   Schlafstörungen   begünstigt werden 5  . 
 Tipp 6: Düfte für gute Laune! 
 Auch   ätherische Öle   können sich positiv auf die Stimmung auswirken: Mit einer großen Auswahl an Düften holen Sie sich mit der Kraft der Öle den Sommer zurück. Beispielsweise kann der Duft von Zitrone, Grapefruit oder Mandarine gute Laune versprühen und den Tatendrang steigern. Lavendel und Weihrauch dagegen können bei nervösen Unruhezuständen helfen und daraus resultierende Schlafprobleme abmildern. Welche Öle es im Einzelnen gibt und wie diese wirken und wie Sie sie richtig anwenden, lesen Sie in unserem großen Ratgeber zum Thema ätherische Öle. 
 Tipp 7: Mittel auf pflanzlicher Basis! 
 Bei innerer Unruhe, die den Schlaf oder das Wohlbefinden beeinträchtigt, können Mittel auf pflanzlicher Basis unterstützend wirken. Lavendelöl zum Beispiel findet seinen Einsatz bei leichten Formen von Stress, Schlafproblemen sowie Erschöpfung und kann sich positiv auf Angst und Unruhezustände auswirken. Auch die Passionsblume kann bei nervösen Unruhezuständen eingesetzt werden. Baldrian wird bei nervlicher Belastung angewendet, um das Befinden zu verbessern. In unserem Onlineshop finden Sie   Medikamente gegen die innere Unruhe  . 
 Als homöopathische Alternative gegen die nervöse Unruhe eignen sich auch Produkte wie   Neurexan   und Calmvalera. Sie können dabei helfen, die Anspannung zu beheben und Ruhe sowie Ausgeglichenheit einkehren zu lassen. Auch   Naturheilmittel gegen Schlafstörungen und Unruhe   stellen wir in unserem Shop für Sie bereit. 
 
  Bonustipp Ihrer Apotheke:  Viele Betroffene haben es während ihrer depressiven Phase mit kreisenden Gedanken zu tun. Lesen Sie hier, welche Strategien Sie gegen das lästige   Gedankenkarussell   anwenden können! 
 
   Wie wird eine Winterdepression behandelt? 
 Abhängig von dem Schweregrad der saisonalen Depression ist zur Behandlung eine fachmännische Therapie notwendig. 
 
   
 
   
 Lichttherapie 
 Die Lichttherapie hat sich als erfolgreiche Methode bei der Behandlung von Winterdepressionen bewährt. Bei dieser Form der Therapie wählt der behandelnde Arzt abhängig vom Schweregrad der Symptome eine unterschiedliche Behandlungsintensität. Mithilfe einer Tageslichtlampe, die ein helles weißes Kunstlicht ohne UV-Anteil ausstrahlt, wird der Betroffene therapiert. Das Besondere bei diesen Lampen ist ihre hohe Lichtintensität, bei der eine haushaltsübliche Lampe nicht mithalten kann. Wird die Lichttherapie in hoher Intensität (z. B. mit 10.000 Lux) eingesetzt, kann schon eine halbe Stunde pro Tag als Therapie genügen. Durch das imitierte Tageslicht der Kunstlichtlampe, wird dem Gehirn signalisiert, dass man sich draußen im Sonnenlicht befindet. Die Lichttherapie bewirkt, dass sich die Stimmung des Patienten bereits nach wenigen Tagen aufhellt, allerdings sollte die Therapie fortgeführt werden, um diesen Zustand zu verfestigen. 
 Medikamentöse Behandlung 
 Bei manchen Patienten ist zusätzlich zur Lichttherapie eine Behandlung mit Medikamenten nötig, die auch bei anderen Formen von Depressionen ihren Einsatz finden. Wenn pflanzliche Stimmungsaufheller nicht die gewünschte Wirkung zeigen, wird der behandelnde Arzt je nach Schweregrad auch rezeptpflichtige Antidepressiva verordnen. Dabei wird die Medikation auch auf die übrigen Bestandteile der verordneten Therapie abgestimmt: Ist beispielsweise eine Behandlung mit Licht vorgesehen, wird auf Präparate mit Johanniskraut verzichtet, da das Kraut eine lichtempfindliche Wirkung auf die Haut hat. Sollten Sie eine Therapie mit Johanniskraut für eine vorübergehende Winterdepression in Erwägung ziehen, lassen Sie sich vor der Einnahme von Ihrem Arzt beraten, ob eine Behandlung mit diesem Präparat für Sie in Frage kommt. 
 Psychotherapie 
 Neben Medikamenten und Licht kann bei depressiven Patienten zusätzlich eine Psychotherapie unterstützend wirken. Dazu gibt es verschiedene Therapieansätze, wie zum Beispiel die Verhaltenstherapie oder die kognitive Therapie, die auch bei längerfristigen Depressionen eingesetzt werden. 6  
 Aber auch der Gang zum Heilpraktiker kann sich positiv auf eine Winterdepression auswirken und wäre als Alternative zur Psychotherapie denkbar. 
 
  Info-Telefon der Deutschen Depressionshilfe:       0800 / 33 44 533    Die Beratung ist für Sie unverbindlich und kostenfrei! 
 
    Anlaufstellen bei Depression und Winterdepression 
 Dieser Ratgeber kann keine fachärztliche Behandlung oder professionelle Beratung in Bezug auf das Thema Winterdepression bzw. einer herkömmlichen Depression ersetzen. Sollten Sie bei sich selbst oder bei anderen Menschen Anzeichen einer Winterdepression bzw. Depression entdecken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Die   Deutsche Depressionshilfe   hat ein bundesweites Info-Telefon eingerichtet, welches helfen kann, Anlaufstellen im Versorgungssystem zu finden: 
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 &amp;nbsp; 
 
 
   
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise   Fußnoten:   1 https://www.cardiopraxis.de/haben-sie-den-winterblues-oder-eine-winterdepression/   2 https://link.springer.com/article/10.2165/00023210-199809030-00004   3 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30557194/   4 https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-d/   5 https://www.deutsche-depressionshilfe.de/news/details/studie-schlaf-und-laengere-bettzeit-koennen-depressive-symptome-verschlechtern   6 https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/erkrankungen/depressionen/psychotherapeutische-verfahren/     Bildquellen: stock.adobe.com - ©Maridav, ©B. BOISSONNET / BSIP, ©Andrii IURLOV 
   Bild zum Anteil der Männer und Frauen, die im Winter in ein Stimmungstief fallen: Prozentuale Angaben aus: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38402/umfrage/stimmung-im-winter/ (Abgerufen am 12.03.2024)  
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            <title type="text">Prävention von Koronarer Herzkrankheit </title>
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                 Das Herz. Von unserer Geburt an schlägt es ununterbrochen Tag und Nacht. Es ist der Motor des Lebens, pumpt das Blut in unseren Körper und versorgt ihn mit allen lebenswichtigen Stoffen. Auch das Herz selbst ist als etwa faustgroßer Muskel angewiesen auf eine ständige Energie- und Sauerstoffversorgung. Doch bei manchen Menschen kommt es zu einer Erkrankung der herzeigenen Blutgefäße. Die Durchblutung ist dann gestört, was oftmals gravierende Folgen hat. Erfahren Sie hier, was genau es mit der Koronaren Herzkrankheit (KHK) auf sich hat, ob Sie ein erhöhtes Risiko haben daran zu erkranken und wie Sie Ihrem Herz helfen stark, leistungsfähig und gesund zu bleiben. 
  Was genau ist eine Koronare Herzkrankheit (KHK)? 
 Die Koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der es zu einer Verengung oder zum Verschluss der herzeigenen Blutgefäße, den sogenannten Herzkranzgefäße, kommt. Diese entspringen an der Hauptschlagader und verzweigen sich kranzförmig um den Herzmuskel. Sie sind für uns so wichtig, da sie unser Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. 
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 Entstehung von KHK 
 Die Übeltäter heißen: Fettreiche Kost, Bluthochdruck, Rauchen und Bewegungsmangel. 
 Der Hauptgrund für eine Verengung der Herzkranzgefäße liegt in der Verfettung, Verkalkung und Verdickung der Gefäßwände. Für die Ablagerungen verantwortlich sind unter anderem ein gestörtes Verhältnis von gutem zu schlechtem Cholesterin, sowie erhöhte Blutfettwerte. Ungesunde und fetthaltige Nahrung stellt einen wesentlichen Risikofaktor dar. Rauchen und ein inaktiver Lebensstil sorgen zusätzlich für einen Elastizitätsverlust der Gefäßwände. Sie sind ebenfalls Ursachen für deren Verengung und dem damit einhergehenden Bluthochdruck. Neben den hauptsächlich lebensstilbedingten Ursachen können zum Beispiel Erkrankungen wie Diabetes, aber auch genetische Veranlagungen und sogar Stress, Risikofaktoren für eine KHK darstellen. 
  Symptome der KHK 
 Brustschmerz, Druck und ein Engegefühl hinter dem Brustbein sind typische Symptome der Koronaren Herzkrankheit (KHK). 
 Oft treten die oben genannten Symptome unter körperlicher Belastung oder Stress auf, manchmal jedoch auch in Ruhe. Zusammengefasst werden die Symptome als Angina Pectoris bezeichnet und sind oft begleitet von Angstgefühlen, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit. Der Grund für diese Symptome liegt in der verminderten Durchblutung des Herzmuskels und somit einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot im Herzen. Manchmal bleibt eine Durchblutungsstörung jedoch unbemerkt. Das ist vor allem bei Diabetikern, Frauen oder älteren Menschen der Fall. Diese unbemerkten Durchblutungsengpässe können zu akuten Ereignissen wie zum Beispiel einem Herzinfarkt führen. 
  Therapiemaßnahmen 
 Die wesentlichen Ziele in der Therapie der KHK sind, die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. 
 In fortgeschrittenen Fällen wird der KHK meist mit Medikamenten der Kampf angesagt. Bluthochdruckmedikamente und Cholesterinsenker werden vom Arzt häufig als Erstes verschrieben, um wieder einen ausreichenden Blutfluss zu ermöglichen. In manchen Fällen kommt man um eine Operation nicht herum. Mithilfe von Bypässen werden Durchblutungsengpässe künstlich umgangen. Stents sorgen dafür, dass verengte Gefäße wieder geweitet werden. Eine Anpassung des Lebensstils ist bei einem erhöhten Risiko, aber auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung für jeden Betroffenen unabdingbar, um langfristige Erfolge gegen die Krankheit zu erzielen! 
  Vorbeugende Maßnahmen gegen eine KHK 
 Zur Prävention der Koronaren Herzkrankheit (KHK) achten Sie auf die Reduktion von individuellen Risikofaktoren. Durch einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung, ausgewogener Ernährung und Abbau von Stress machen Sie Ihr Herz stark und beugen aktiv einer KHK vor. 
  Aktiv für Herz und Gefäße 
 Viel Bewegung im Alltag und regelmäßiger Sport sorgen für elastische Blutgefäße und ein starkes Herz. Positiver Nebeneffekt: Körperliche Aktivität hilft Fettpolster loszuwerden, denn auch Übergewicht stellt einen der vielen Risikofaktoren für eine KHK dar. Empfehlenswert sind vor allem Sportarten wie Walken, Schwimmen oder Fahrradfahren. Gerade diese ausdauernden Aktivitäten haben einen positiven Einfluss auf die Blutgefäße, machen sie widerstandsfähig und elastisch. Zudem erhöhen sie die gefäßeigenen Schutzmechanismen, die einer Gefäßverkalkung entgegenwirken. 
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 Mediterrane Kost 
 Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Genießen Sie Nahrungsmittel mit tierischen Fetten wie Fleisch, Wurst, Milchprodukte, aber auch Eier und Schokolade in Maßen, da diese die Hauptursache für verkalkte Gefäße und erhöhte Blutfettbeziehungsweise Cholesterinwerte sind. Auch Übergewicht hat bei einer gesunden und bewussten Ernährung keine Chance. Ideal ist die mediterrane Kost, in der regelmäßig Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch kommen, sowie gesunde Fette in Form von Oliven- oder Rapsöl und nur wenig tierisches Fett Verwendung finden. 
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 Stressreduktion und Entspannung 
 Sagen Sie andauerndem Stress den Kampf an, denn dieser ist Ursache für einen zu hohen Blutdruck und wirkt sich negativ auf die Gefäße aus. Versuchen Sie Stress im Alltag zu vermeiden. Das gelingt durch vorausschauende Planung und genügend ausgleichender Entspannung deutlich leichter. Ausdauersport in der Natur oder Yoga sind Beispiele für bewährte Entspannungsmethoden. 
 Die Koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung, deren Ursache man mit gesunden Verhaltensweisen zum Großteil entgegnen kann. Sie selbst haben Ihre Gesundheit in der Hand! Prof. Dr. Ingo Froböse hilft Ihnen mit seinen Top 7 Tipps gegen die Koronare Herzkrankheit, aktiv und effektiv gegen die Risikofaktoren vorzugehen. 
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                            <updated>2021-11-09T15:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">„Lorano oder Cetirizin?“ – oft gefragt, ausführlich beantwortet </title>
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                   Lorano oder Cetirizin: Unterschiede und Gemeinsamkeiten 
 Für Heuschnupfen-Geplagte ist es kein Geheimnis: In Apotheken sind verschiedene  rezeptfreie Tabletten gegen die allergischen Symptome  erhältlich. Darunter das bekannte Lorano ® , das je nach Produktvariante mit dem  Wirkstoff Loratadin bzw. Desloratadin  versehen ist, und viele generische  Medikamente mit dem Wirkstoff Cetirizin bzw. Levocetirizin . Wir erhalten sowohl von Neu-Allergikern, wie auch von langjährigen Heuschnupfen-Patienten Anfragen dazu, welche Wirkstoffe welchen Heuschnupfen-Tabletten-Marken eigentlich zugrunde lägen und worin genau die Unterschiede bei der Wirkweise bestünden. Niesend, schnäuzend und tränend bitten sie um Rat, welches Arzneimittel für sie das richtige ist. Hier unsere umfassende Antwort zum Nachlesen in aller Ruhe. 
 
 
   Lorano oder Cetirizin: Unterschiede und Gemeinsamkeiten    
   Was ist Heuschnupfen? Kleiner Exkurs in die Allergologie    
   Was ist gegen Allergien zu tun?    
   (Des-)Loratadin- und (Levo-)Cetirizin: Beide Tabletten im Vergleich    
   Fazit: „Lorano oder Cetrizin?“ – Es kommt darauf an!    
 
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 Lorano und Cetirizin für Eilige: Von Marken und Wirkstoffen 
 Oft wird das pharmazeutische Volksversand-Team gefragt: „Was ist besser: Lorano oder Cetirizin?“ Um der Antwort auf diese Frage näherzukommen, bedarf es jedoch erst einmal der Entwirrung der Begrifflichkeiten.   Lorano ®    ist eine geschützte Handelsmarke für verschiedene rezeptfrei erhältliche Medikamente gegen Allergie in Tablettenform. Derzeit sind zwei auf dem Markt:  Lorano ®   akut, das mittels Loratadin wirkt und  Lorano ®  Pro , das mittels  Desloratadin (Descarboethoxyloratadin, DCL) , einem aktiven Metaboliten des H1-Antihistaminikums Loratadin (dazu unten mehr) wirkt. Kurz: Lorano ®  ist schlicht ein Markenname für Arznei, deren Wirkung auf (Des-)Loratadin basiert. Natürlich gibt es auch andere Medikamente als Lorano ® , welche die Wirkstoffe Loratadin oder Desloratadin enthalten. Manche davon tragen den Wirkstoff sogar direkt im Markennamen, wie etwa  Desloratadin-ratiopharm  oder  Loratadin 10 Heumann . Cetirizin wiederum ist der Name eines anderen Wirkstoffs, der sich bei Allergiebeschwerden bewährt hat. Es handelt sich sogar um den beliebtesten Wirkstoff zum Einnehmen bei Allergieproblemen. Daher – und weil viele Produkte wie beispielsweise  Cetirizin HEXAL ®   ihn aufgrund seiner Bekanntheit direkt im Markennamen führen – wird das Wort „Cetirizin“ von Laien oft ausschließlich als Markenname begriffen und nicht in seiner Eigenschaft als Bezeichnung für den zugrundliegenden Wirkstoff verstanden. Es gibt jedoch auch Medikamente mit dem Wirkstoff Cetirizin, die das Wort nicht prominent im Markennamen führen, wie  Zyrtec  oder  Reactine  zum Beispiel. Auch vom Wirkstoff Cetirizin existiert eine Variante: Levocetirizin. Es handelt sich dabei um eine Molekülvariante, chemisch genauer: Um das aktive Enantiomer des Cetirizins. Die meisten Medikamente mit diesem Wirkstoff tragen den Wirkstoffnamen direkt im Produktnamen wie beispielswiese  Levocetirizin HEXAL ®   oder  Levocetirizin-ratiopharm . 
 Damit sei festgehalten, dass zahlreiche Hersteller (Des-)  Loratadin- und (Levo-)Cetirizin-Generika unter diversen Markennamen anbieten, welche Sie selbstverständlich auch in unserer Versandapotheke ohne Rezept erhalten  . Die meisten Generika führen die Freinamen der Wirkstoffe im Produktnamen und sind somit auch für Laien gut einzuordnen: (Des-)Loratadin und (Levo-)Cetirizin. Und um die geht es nun. 
   Was ist Heuschnupfen? Kleiner Exkurs in die Allergologie 
 Um verstehen zu können, was genau die Unterschiede in der Wirkweise zwischen Desloratadin, Loratadin und Levocetirizin und Cetirizin sind, kann es nicht schaden, den Fokus zunächst auf die Frage zu richten, wie Allergien entstehen, was sich dabei genau im Körper abspielt und wie Antihistaminika in das Geschehen eingreifen. Anschließend kommen wir ausführlich auf die genannten Wirkstoffe und ihre individuellen Besonderheiten zu sprechen. 
 Allergien sind verbreitet: Fast jeder Dritte in Deutschland entwickelt im Lebensverlauf eine Allergie. 15 von 100 Erwachsenen leiden zu irgendeiner Zeit unter Pollenallergie (Pollinose). Bei den Jüngeren sind es 11 von 100. Der   Heuschnupfen   ist auch die am häufigsten diagnostizierte Allergie und beschränkt sich nicht bloß auf Gräserpollen 1 . 
 Sofort-Alarm auf gelernte Fremdstoffe: Typ-I-Allergien 
 Die Gene haben es ihnen in die Wiege gelegt: „Heuschnupfer“ reagieren innerhalb kürzester Zeit heftig auf Kontakt mit „ihrem“ Allergen. Dasselbe gilt für andere sogenannte atopische Allergiker. 90 Prozent aller Allergie-Erkrankten leiden unter diesem Soforttyp, auch  Typ-I-Allergie  genannt 2 . Er ist damit bei Weitem der häufigste Allergie-Typ. Kaum draußen an der frischen Luft, schon zeigen sich die Kennzeichen eines Heuschnupfens (allergische Rhinitis): Unmittelbar nach Allergenkontakt  schwillt die Nase zu und beginnt fließend zu laufen , starker wiederholter Niesreiz unterbricht jedes Tun.  Häufig jucken, tränen und röten sich dazu die Augen . Dann handelt es sich um eine allergische Rhinokonjunktivitis, eine Kombination aus Heuschnupfen und allergischer Bindehautentzündung. Die typische Pollenallergie ist saisonal, doch ganzjährige (persistente) Formen nehmen zu. 
 Zum Soforttyp gehören unter anderem auch  allergischer Schnupfen  (allergische Rhinitis) durch Auslöser wie Tierhaare oder   Hausstaubmilben  ,  allergische Bindehautentzündungen  (allergische Konjunktivitis),  Nesselsucht  (Urticaria),   Insektengiftallergien  ,  allergisches Asthma  und  allergischer Schock  (Anaphylaxie) 3 . 
 Irgendwann einmal hat das Immunsystem nach einem Erstkontakt mit dem eigentlich harmlosen Allergen Antikörper gebildet und meist unbemerkt eine Sensibilisierung vollzogen. Diese Antikörper (bei Allergie-Typ-I sind es Immunglobuline E, kurz IgE) sitzen von nun an auf der Oberfläche von Mastzellen überall im Körper. Sie erkennen den vermeintlichen „Feind“ an Haut und Schleimhaut auf Anhieb wieder und binden sie. Dabei lösen sie sofort Alarm aus und veranlassen ihre Mastzellen, um verschiedene Botenstoffe für Entzündungsreaktionen freizusetzen. Dazu zählt vor allem Histamin: eines unserer Gewebshormone und Neurotransmitter. 
 Histamin ist ein Schlüssel für Sofortreaktionen 
  Histamin ist Teil unseres abwehrfähigen Immunsystems  gegen Bakterien und Parasiten und hat vielerlei bedeutende Funktionen zu erfüllen. Es vermittelt unterschiedliche Aktionen, sobald es wie ein Schlüssel an ganz spezielle „Schloss“-Proteine andockt: die Histamin-Rezeptoren. Auf diese Weise aktiviert, setzen Histamin-Rezeptoren daraufhin Folgereaktionen in Gang. Sie sind auf Zellen diverser Organsysteme verteilt und das in bisher vier bekannten Versionen (H1 bis H4). Die größte Rolle bei Soforttyp-Allergien wiederum spielen diejenigen H1-Rezeptoren, die in Blutgefäßen der Haut und Schleimhäute und in den Bronchien sitzen. Die quälenden Symptome sind Folge einer überschießenden Immunantwort, die wie ein Uhrwerk und in Kaskaden abläuft. 
 Die aktivierten H1-Rezeptoren sind hauptverantwortlich für: 
 
 Rötungen 
 Schwellungen (Ödeme) 
 Haut-Blasen und -Quaddeln (Urticaria) 
 Juckreiz (Pruritus) 
 Verengung der Bronchien: Atemnot 
 Durchfall 
 Brechreiz 
 
 &amp;nbsp; 
    Was ist gegen Allergien zu tun? 
 Dem Auslöser einer Allergie aus dem Weg zu gehen ist zwar die beste Gegenstrategie, die wir kennen, allerdings ist sie oftmals einfach nicht durchführbar.  Antiallergika können die Beschwerden durch Eingriffe an unterschiedlichen Stellen der Reaktionsketten unterdrücken  – wenn auch nicht ursächlich beheben. Unter mehreren davon stehen Antihistaminika, z.B. solche mit den Wirkstoffen Loratadin und Cetirizin, für einen der wichtigsten Wirkansätze. Zu weiteren Möglichkeiten finden Sie mehr in unserem Ratgeberbeitrag   „Heuschnupfen: Behandlung und Therapie der Allergie“  . Unser pharmazeutisches Beratungsteam berät Sie gern zur Vielfalt im rezeptfreien Angebot an Medikamenten gegen Allergie. Bessern sich die Beschwerden jedoch nach 2 Wochen nicht, suchen Sie bitte unbedingt einen Arzt auf. 
 Was können Antihistaminika? 
  Antihistaminika bremsen die Weitergabe der Alarm-Botschaft von Histamin  an seine Rezeptoren. Sie besetzen die Reaktionsvermittler und hindern sie daran, aktiv oder zumindest überaktiv zu werden. Alternative Bezeichnungen für diese Andock-Proteine lauten auch Histamin-Rezeptorblocker oder Histamin-Rezeptorantagonisten. Antihistaminika speziell gegen Allergien zielen auf die H1-Rezeptoren ab. Das direkt am Kontaktort ausgeschüttete Histamin kann so nicht mehr die typischen allergischen Reaktionen vermitteln: Akute quälende Beschwerden gehen zurück, neue treten erst gar nicht auf. 
 Generation 1 
 Die älteren und ersten Antihistaminika gegen Allergie (Clemastin, Dimetinden, Hydroxyzin und weitere) wirken zwar erfolgreich gegen die charakteristischen Symptome. Allerdings zirkulieren sie im gesamten System und hemmen nicht nur die anvisierten H1-Rezeptoren der betroffenen Körperregionen. Sie unterscheiden nicht perfekt zwischen Histamin-Andockstellen der weiteren drei Bauarten, die für andere bedeutende Aufgaben verantwortlich sind. Antihistaminika dieser ersten Generation können obendrein die Blut-Hirn-Schranke leicht überwinden. Daher behindern sie wichtige Funktionen von Histamin im Zentralnervensystem. Besonders der Schlaf-Wach-Rhythmus ist davon betroffen. 
 Die häufige Folge sind recht ausgeprägte unerwünschte Wirkungen auf das Gehirn, das Herz-Kreislaufsystem und den Magen-Darm-Trakt: Müdigkeit und Benommenheit (Sedierung), Gewichtszunahme (Appetit-Steigerung), Schwindel, Mundtrockenheit, Harnverhalt oder Durchfall, teils auch Herzrhythmusstörungen. Das Hauptproblem jedoch ist die Sedierung. Denn nach der Einnahme lassen bei sehr vielen Anwendern Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit stark nach, Schläfrigkeit macht sich breit. An komplexe Arbeiten, Bedienung von Maschinen oder gar Autofahren ist nicht zu denken. Um Vollzeitschutz über die Tage der schlimmsten Pollen-Wochen zu erreichen, müssen die älteren Mittel zudem mehrmals täglich verabreicht werden. Andererseits lieferten sie die Grundlage für hilfreiche Medikamente in anderen Einsatzgebieten: zur Beruhigung (Doxylamin, Diphenhydramin), gegen Angstzustände, Schwindel oder Erbrechen (Dimenhydrinat, Promethazin, Meclozin) beispielsweise. So werden Neben- bisweilen auch zu Hauptwirkungen. 
 Generation 2 
 Sowohl  Loratadin als auch Cetirizin zählen zur zweiten Generation Antihistaminika . Substanzen der älteren Generation dienten auch ihnen als Basis-Vorlage. Chemische Anpassungen machten sie zu  sehr nützlichen Antiallergika, die weit besser verträglich und länger wirksam sind . Beide helfen Typ-I-Allergikern bereits seit Beginn der 1990er Jahre, damals noch verordnungspflichtig. Mit der längeren Erfahrung zu Sicherheit und Verträglichkeit erhielten Cetirizin und Loratadin rund 10 Jahre später die Freigabe zur Selbstmedikation aus der Apotheke. Bei Levocetirizin und Desloratadin kann man von einer Weiterentwicklung der zweiten Generation sprechen. Beide Wirkstoffe sind noch nicht ganz so lange im Handel und wurden entsprechend erst 2019 bzw. 2020 aus der Rezeptpflicht entlassen. 
   (Des-)Loratadin- und (Levo-)Cetirizin: Beide Tabletten im Vergleich 
 Der damalige Fortschritt der zweiten Antihistaminika-Generation war: Diese Moleküle wirken zielgenauer und anhaltender. Sie gelangen nur in geringem Ausmaß ins Gehirn, sodass sie kaum bis keine dämpfende Wirkung entfalten. Auch andere zentralnervöse Folgeerscheinungen sind in den Hintergrund gerückt und seltener geworden, wenn auch von Anwender zu Anwender unterschiedlich ausgeprägt. 
 Beide sind sehr viel selektiver für die Ziel-Rezeptoren vom Typ H1. Dadurch reduzieren sich Wirkungen durch „Verwechslung“ mit anderen Rezeptor-Unterarten H2 und H3: Herz-Effekte und Beeinträchtigungen der Verdauung. Über die lange Erfahrungszeit wurden  praktisch keine Wechselwirkungen mit Arzneistoffen beobachtet . Nehmen Sie noch weitere Medikamente ein, müssen Sie also in diesem Zusammenhang nichts weiter berücksichtigen. Hinzu kommt, dass diese beiden neueren Antihistaminika offenbar weitere Entzündungs- und Abwehrvermittler günstig beeinflussen und Spätreaktionen hemmen. Positiv ist auch die  schnell einsetzende und länger anhaltende Wirkung . Erwachsene brauchen daher im Allgemeinen nur einmal täglich eine 10-Milligramm-Tablette einzunehmen. 
 Pluspunkte von Loratadin und Cetirizin im Vergleich zu Antihistaminika der Generation 1: 
 
 weniger bis keine Müdigkeit 
 Fahrtüchtigkeit kaum beeinträchtigt 
 sehr gut verträglich, auch für Kinder (richtig dosiert) 
 keine Wechselwirkungen 
 spätestens binnen 1,5 Stunden wirksam 
 nur 1 Tablette am Tag 
 Einnahme unabhängig von Mahlzeiten 
 
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 Auch wenn es erste Hinweise auf eine gewisse Überlegenheit zur den Muttersubstanzen gibt:  Die therapeutischen Vorteile von Desloratadin und Levocetirizin gegenüber Loratadin und Cetirizin werden derzeit als minimal eingestuft . Für gesicherte Erkenntnisse sind weitere Vergleichsstudien vonnöten. Daher legen wir nachfolgend den Fokus auf Loratadin und Cetirizin selbst. 
 
  Wichtig:  Viele Erst-Betroffene nehmen ihren Heuschnupfen zunächst auf die leichte Schulter. Nur beim Auftreten schlimmerer Symptome greifen sie zu Medikamenten aus der Apotheke, jede Saison wieder. Unser Rat: Nehmen Sie Antihistaminika zu Ihrer Pollenflugphase schon vorbeugend und vor allem täglich ein. 
 
 Anwendungsgebiete und Wirksamkeit: Cetirizin-haltige Präparate leicht im Vorteil 
 Ihre zugedachte Aufgabe erfüllen beide Wirkstoffe nahezu gleich effektiv, sie sind über rund 24 Stunden sehr gut wirksam. Bei der Wirkweise gegen Heuschnupfen-Beschwerden lassen sich praktisch keine Unterschiede feststellen. Dennoch sind die Arzneistoffe pharmakologisch nicht identisch. 
 Die  Wirkung von Cetirizin tritt bereits nach 30 bis 90 Minuten ein und hält im Vergleich länger an . Loratadin dagegen wird erst noch in der Leber zu einem wirksamen Stoff (dem Metaboliten Desloratadin) umgewandelt. Nach ein bis anderthalb Stunden zirkuliert er in Maximalkonzentration im Blut. Der Wirkeintritt von Cetirizin ist demnach etwas schneller als der von Loratadin. 
 Cetirizin verteilt sich besser im Gewebe. Es scheint insgesamt eine etwas ausgedehntere Wirksamkeit (Haut, Atemwege) und auch stärkere Wirkung zu zeigen als Loratadin 4 :  Cetirizin ist bei Heuschnupfen zusätzlich zur Linderung allergischer Symptome der Augen zugelassen, Loratadin nicht . Hautreaktionen wie chronische Nesselsucht unbekannter Ursache reduzieren Cetirizin und Loratadin gleichermaßen nachweislich gut, bei mitunter leichtem Vorsprung von Cetirizin. Wenn Sie also unter Urticaria oder Heuschnupfen mit allergischer Bindehautentzündung leiden, könnte Cetirizin für Sie die bessere Wahl sein, sofern Sie es gut vertragen. Denn auch die Nebenwirkungen sind hier etwas stärker ausgeprägt, dazu kommen wir gleich. 
 Außerdem wird Cetirizin mit Erfolg bei der Behandlung von allergischem Asthma eingesetzt, dann allerdings in höheren Dosierungen. 
 
  Achtung:  Cetirizin und Loratadin können einen Allergen-Hauttest (Pricktest, Scratchtest oder andere) verfälschen, indem sie die zu prüfende Reaktion verhindern oder abschwächen. Setzen Sie die Einnahme daher mindestens 2 bis 3 Tage vor einem geplanten Hauttest aus. 
 
 Dosierung und Anwendung 
 Erwachsene und über 12-jährige Jugendliche nehmen üblicherweise täglich eine Tablette mit 10 Milligramm Cetirizin oder Loratadin mit einer beliebigen Flüssigkeit ein. Dabei müssen Sie Mahlzeiten nicht berücksichtigen. Auch bei Levocetririzin und Desloratadin wird täglich eine Tablette bei Erwachsenen empfohlen, jedoch beinhaltet eine Tablette hier nur 5 Milligramm Wirkstoff für den gleichen Effekt.  Cetirizin ist auch als Tropfen erhältlich . Hier entspricht die Einmaldosis bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren einmal täglich 20 Tropfen. Leiden Sie unter Nierenschwäche oder Einschränkungen der Leberfunktion, sind bei Cetirizin und Levocetirizin je nach Schweregrad Dosisanpassungen notwendig. Mehr dazu erfahren Sie weiter unten. 
 Für Kinder sind unterschiedliche Dosierungen zu beachten. 
 Cetirizin und Levocetirizin: Kinder von 6 bis 12 Jahren nehmen ebenfalls 1 Filmtablette täglich. Bei Cetirizin wird empfohlen, die Tablette auf zwei Einzelgaben von je einer halben Tablette zu verteilen. Für jüngere Kinder sind die Tabletten nicht vorgesehen, hier eignen sich „kinderfreundlichere“ Säfte oder Tropfen-Präparate mit Cetirizin zum feineren Dosieren. Sollten Sie auf Tropfen zurückgreifen, so nehmen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren 2 Mal täglich 10 Tropfen und Kinder von 2 bis 6 Jahren 2 Mal täglich 5 Tropfen ein. 
 Loratadin und Desloratadin: Beim Loratadin ist bei Kindern von 2 bis 12 Jahren eine Körpergewicht-Schwelle von 30 Kilogramm entscheidend. Über 30 Kilogramm wiegende Kinder erhalten eine ganze Tablette am Tag, leichtere eine halbe Tablette (5 Milligramm) täglich. Flüssige Darreichungsformen gibt es von Loratadin nicht. Bei Desloratadin gilt für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren: 1 Tablette am Tag. Eine freiverkäufliche Lösung gibt es derzeit nicht. Gut zu wissen: Für diesen Wirkstoff liegen nur eingeschränkte Erfahrungen aus klinischen Studien zur Wirksamkeit bei Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren vor. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Desloratadin bei unter 12-Jährigen ist noch nicht erwiesen. 
 
  Wichtig:  Hartnäckige allergische Rhinitis, die sich nach zwei Wochen nicht bessert und alljährlich wiederkehrt, gehört in ärztliche Therapie. Denn ein Heuschnupfen kann sich ausdehnen: Allergischer Schnupfen chronifiziert oft, wird stärker und weitet sich auf zusätzliche Auslöser (Kreuzallergene) aus. Oder er wechselt in die tieferen Atemwegsetagen und entwickelt sich zu allergischem Asthma mit Atemnot-Anfällen. Auch ein lebensgefährlicher allergischer (anaphylaktischer) Schock kann drohen. Nur ein Arzt kann Ihnen helfen, gravierenden Verschlimmerungen vorzubeugen und die Immunreaktion zu normalisieren, rezeptfreie Selbstmedikation dagegen nicht. 
 
 Häufigste Nebenwirkungen im Vergleich: klarer Vorteil für Loratadin-haltige Präparate wie Lorano ®  
 Sowohl Cetirizin als auch Loratadin werden von den allermeisten Nutzern ausgezeichnet vertragen. Dennoch sind Nebenwirkungen möglich. 
 Unter Cetirizin 5  öfter beobachtete Nebenwirkungen sind: 
 
 Schläfrigkeit (unter 10 Prozent) 
 Kopfschmerzen (7 Prozent) 
 Mundtrockenheit (2 Prozent) 
 Müdigkeit (2 Prozent) 
 
 &amp;nbsp; 
 Schläfrigkeit macht sich unter Cetirizin meist nur leicht bis mäßig bemerkbar und beeinträchtigt im Alltag nicht. Sollten Sie etwas empfindlicher reagieren, dann nehmen Sie Ihre Tablette am besten zum Abend ein. Weitere Nebeneffekte wie Schnupfen, Halsschmerzen, Ausschlag oder Rötungen treten seltener auf. 
  Auch bei Loratadin ist Schläfrigkeit der häufigste Nebeneffekt , mit nur 1 Prozent jedoch im unteren Häufigkeitsbereich 6 . Loratadin gilt daher auch als nicht sedierend 7 . Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Appetitsteigerung und Schlaflosigkeit sind selten (unter 1 Prozent). 
 Einfluss auf Verkehrstüchtigkeit und Bedienungsfähigkeit von Maschinen 
 Obwohl sie nur geringfügig durch die Blut-Hirn-Schranke ins Hirngewebe gelangen, sind die typischen dämpfenden Wirkungen von Antihistaminika nicht völlig auszuschließen. Die in Studien beobachteten Häufigkeiten sind sehr uneinheitlich, doch wenn zentrale Effekte auftraten, dann eher unter Cetirizin. 
 
  Übrigens:  Alkohol kann die Durchlässigkeit der Hirnbarriere individuell noch erhöhen. Unter Alkohol-Blutspiegeln von 0,5 Promille konnte man zwar keine Effekte nachweisen. Von mehr als einem Glas Bier oder Wein zusammen mit der Cetirizin-Heuschnupfentablette ist dennoch abzuraten. 
 
 Klinische Studien untersuchten den Einfluss von Cetirizin auf die Fähigkeit Fahrzeuge oder Maschinen zu bedienen, allgemeine Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Zeichen einer Einschränkung waren dabei nicht festzustellen. Wenn Sie dennoch individuell mit Schläfrigkeit reagieren sollten, beobachten Sie bitte, ob Sie voll leistungs- und reaktionsfähig sind. Nehmen Sie die tägliche Tablette abends zum Schlafengehen und vermeiden Sie den Genuss von Alkohol. 
 Wer Loratadin oder Cetirizin nicht oder nur eingeschränkt anwenden darf 
 Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt, wenn Sie nicht sicher sind, ob und inwieweit die folgenden Bedingungen auf Sie oder Ihr Kind zutreffen. 
 Gegenanzeigen: kein Cetirizin bei schweren Nierenfunktionsstörungen 
 Cetirizin oder Levocetirizin dürfen Sie nicht anwenden bei schwerer Nierenschwäche. Auch von der Einnahme von Desloratadin ist in diesem Fall eher abzusehen. Für Loratadin sind keine Gegenanzeigen angegeben. Wobei wie immer hier gilt: Bei bekannten Überempfindlichkeiten gegen Inhaltsstoffe und deren Verwandte nicht einsetzen. Über mögliche Alternativen berät unser pharmazeutisches Beratungsteam oder Ihr Arzt Sie gern. 
 Der Hintergrund: Sind die Organe Leber oder Nieren nicht voll funktionstüchtig, können sich Substanzen im Organismus anreichern. Beide Wirkstoffe verhalten sich hierin recht unterschiedlich. Cetrizin wird hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden, die Substanz selbst von der Leber modifiziert. Daher müssen Menschen mit mäßiger Nierenschwäche oder gleichzeitiger Nieren- und Leberschwäche die Dosis reduzieren oder auf Loratadin wechseln. Loratadin verlangt nur bei schweren Leberfunktionsstörungen eine Dosisanpassung. Ihr Arzt wird Ihnen dabei helfen. 
 Zurückhaltung bei weiteren Erkrankungen 
 Patienten mit Prostatavergrößerung oder Rückenmarksverletzungen haben oft Schwierigkeiten mit der Harnentleerung. Cetirizin kann die Neigung zu Harnverhalt erhöhen, wie auch zu Krampfanfällen. Daher sollten Menschen mit Epilepsie Cetirizin ebenfalls nicht ohne ärztlichen Rat anwenden. 
 Ähnliches gilt für Loratadin bei schwerer Leberschwäche. 
 Was gilt für Schwangere und Stillende? 
 Weder die langjährigen Erfahrungen mit Cetirizin noch Loratadin ergaben Hinweise auf eine schädliche Wirkung. Beide Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Nebenwirkungen sind beim Säugling daher nicht ganz auszuschließen. Gehen Sie besser auf Nummer sicher und verzichten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf die Einnahme. 
   Fazit: „Lorano oder Cetrizin?“ – Es kommt darauf an! 
 Welches Antiallergikum nun zu Ihnen passt? Letztlich bestimmen die individuelle Verträglichkeit und anderweitige Anwendungsbeschränkungen darüber.  In der Wirkstärke und Breite der Einsatzgebiete sind die Unterschiede jedenfalls gering , auch wenn Cetirizin ein leichtes Plus verbucht. Loratadin kann dagegen mit weniger Nebenwirkungen und Einschränkungen punkten. Müssen Sie hellwach und geistig topfit bleiben, ist Lorano ®  oder eine andere Marke, die (Des-)Loratadin beinhaltet womöglich Ihr Medikament. Sie haben noch Fragen? Dann kontaktieren Sie unser pharmazeutisches Beratungsteam gern per Telefon oder E-Mail. 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise  Fußnoten:   1  https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/UmweltKommission/Stellungnahmen_Berichte/Downloads/allergien_deutsch.pdf?__blob=publicationFile  2  https://www.daab.de/allergien/wichtig-zu-wissen/was-ist-das/allergie-typen/  3  https://www.allergieinformationsdienst.de/immunsystem-allergie/entstehung-von-allergien.html  4  Spencer CM, Faulds D, Peters DH. Cetirizine. A reappraisal of its pharmacological properties and therapeutic use in selected allergic disorders. Drugs. 1993 Dec;46(6):1055-80. doi: 10.2165/00003495-199346060-00008. PMID: 7510611 (https://link.springer.com/article/10.2165%2F00003495-199346060-00008)  5  Fachinformation Zyrtec 10 mg Filmtabletten  6  Fachinformation Loratadin-ratiopharm 10 mg Tabletten  7  Haria M, Fitton A, Peters DH. Loratadine. A reappraisal of its pharmacological properties and therapeutic use in allergic disorders. Drugs. 1994 Oct;48(4):617-37. doi: 10.2165/00003495-199448040-00009. PMID: 7528133 (https://link.springer.com/article/10.2165/00003495-199448040-00009) 
 Bildquelle: abdobestock.com - Albertsen Foto 
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