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    <updated>2026-06-07T01:40:29+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Refluthin oder Pantoprazol - welches Mittel bei Sodbrennen?</title>
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                                            Refluthin und Pantoprazol sind beliebte Arzneimittel die gegen Sodbrennen eingesetzt werden. Doch welches Präparat eignet sich am besten für Sie? In diesem Ratgeber erfahren Sie interessante Fakten rund um die Medikamente gegen das saure Aufstoßen.
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                 Sodbrennen beschreibt das  Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre , wo sie die Schleimhaut reizt und schmerzhaftes Aufstoßen und Brennen im Hals verursacht. Während diese Problematik bei vielen Personen nur nach dem Essen fettiger Speisen oder bei starkem Stress auftritt, leiden andere im Rahmen der Refluxkrankheit dauerhaft darunter. Nicht selten sind Medikamente notwendig, um die Beschwerden zu lindern. Zu den  freiverkäuflichen Arzneimitteln , die bei Sodbrennen Abhilfe schaffen, gehören unter anderem   Pantoprazol   und   Refluthin  . Doch welches Medikament hilft besser? Ob Sie in Ihrem Fall eher auf Refluthin oder Pantoprazol zurückgreifen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel. 
 
   Was ist Sodbrennen?   
   Sodbrennen behandeln: Hausmittel, Refluthin, Pantoprazol   
 
   Refluthin: Wirkungsweise und Einsatzbereich   
   Pantoprazol: Wirkungsweise und Einsatzbereich   
   Was ist besser – Refluthin oder Pantoprazol?   
 
   Ursachen von Sodbrennen   
   Folgen von Sodbrennen   
   Sodbrennen vorbeugen   
 
   Was ist Sodbrennen? 
 Sodbrennen wird von Betroffenen als ein brennender, zur Kehle aufsteigender Schmerz wahrgenommen und entsteht, wenn die stark ätzende&amp;nbsp; Magensäure am Speiseröhrenschließmuskel vorbei in die Speiseröhre gelangt  und dort die empfindlichen  Schleimhäute reizt . 
 Typische Symptome von Sodbrennen sind  saures Aufstoßen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein und Druck im Oberbauch . Wenn der saure Magensaft nachts die Speiseröhre hochsteigt, reizt er die Stimmbänder und die Rachenschleimhaut. Daher leiden viele Betroffene morgens unter  Husten und Heiserkeit . Gelangt die Magensäure bis in den Mundraum, greift sie zudem den  Zahnschmelz  an und verursacht einen  unangenehmen Geschmack im Mund . 
   
   Sodbrennen behandeln: Hausmittel, Refluthin, Pantoprazol 
 Gelegentliches Sodbrennen tritt bei vielen Menschen auf und ist meist auf spezifische Auslöser im Rahmen von ungesunden „Entgleisungen“ bei der Ernährung zurückzuführen. Ärzte sprechen von  chronischem Sodbrennen  oder einer  Refluxkrankheit  (Gastroösophagealer Reflux – GERD), wenn die Symptome  mehrmals die Woche  über einen Zeitraum von  mindestens zwei Wochen  auftreten. 
 Wenn Hausmittel wie magenfreundlicher  Fenchel-, Kümmel-  oder  Kamillentee  sowie  säurebindende Snacks  wie Zwieback, Bananen, Haferflocken oder naturbelassene Mandeln keine Abhilfe bringen, sind freiverkäufliche Medikamente das Mittel der Wahl. Diese setzen die Produktion der Magensäure gezielt herab oder neutralisieren den Überschuss an Magensäure. Zu den am meisten eingesetzten   rezeptfreien Mitteln gegen Sodbrennen   gehören  Refluthin und Pantoprazol . 
 Wenn selbst Arzneimittel keine Besserung mehr bringen, ist in selten ein chirurgischer Eingriff notwendig. Bei der  Anti-Reflux-Operation  fixiert der Chirurg den oberen Teil des Magens um das Ende der Speiseröhre, was den Schließmuskel stärken und das Hochsteigen der Magensäure verhindern soll. 
   Refluthin: Wirkungsweise und Einsatzbereich 
  Refluthin  (hergestellt von Dr. Willmar Schwabe) ist der Name eines  Arzneimittels , das Wirkstoffe der sogenannten  Antazida  beinhaltet. Hierbei handelt es sich um eine Wirkstoffgruppe, zu denen unter anderem Aluminium- und Magnesiumhydroxid sowie Mischungen aus Calcium- und Magnesiumcarbonat oder Aluminium-Magnesium-Silicathydrat zählen. Wirkstoffe wie Magaldrat und Hydrotalcid gehören zur 2. Generation der Antazida. Diese basischen Wirkstoffe  neutralisieren die Salzsäure im Magensaft  und binden die Gallensäure, die bei starkem Sodbrennen aus dem Dünndarm in den Magen oder sogar in die Speiseröhre fließt. Antazida haben aus diesem Grund den Beinahmen  Säurepuffer . Refluthin unterstützt die Bildung eines  Schutzfilms , der eine Magenreizung verhindert. Bei der Wirkung verändert sich die Produktion der Salzsäure nicht, sodass die Verdauung weiterhin funktioniert. 
 Durch die  Neutralisierung der Magensäure  vermindert Refluthin auch die Umwandlung von Pepsinogen in Pepsin, das für die Spaltung von Proteinen in der Nahrung verantwortlich ist. In der inaktiven Vorstufe Pepsinogen verursacht das Verdauungsenzym keine säurebedingten Beschwerden wie Sodbrennen. 
 Die aktiven Wirkstoffe von Refluthin werden bereits beim Kauen der Tablette freigesetzt und der lindernde Effekt tritt in der Regel bereits  innerhalb von 30 Minuten bis zu einer Stunde  ein. Deshalb eignen sich Antazida besonders  gut für den Akutfall . Die Wirksamkeit ist höher, wenn die vorangegangene Mahlzeit bereits eine Stunde zurückliegt und der Magen den Großteil der Nahrung schon in den Darm weitergeleitet hat. Bis zu vier  Kautabletten  dürfen Personen ab 12 Jahren als tägliche Einzeldosis zu sich nehmen. Ist aber Ihr Sodbrennen auch nach 30 Tagen nicht abgeklungen, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen, bevor Sie weitere Refluthin-Tabletten einnehmen. 
 Refluthin ist in Form von Kautabletten wahlweise mit  Minzgeschmack  oder  Fruchtgeschmack  erhältlich. Die Packungsgröße beträgt 16 oder wahlweise 48 Sück. Das Medikament enthält eine  Kombination von drei Wirkstoffen: Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat und Feigenkaktusextrakt.  Diese erfüllen folgende Funktionen: 
 
  Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat:  Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat erhöhen den pH-Wert im Zwölffingerdarm und Magen, wodurch sich Magensäure und Gallensäure neutralisieren. 
  Feigenkaktusextrakt:  Dabei handelt es sich um kein Antazidum, sondern um ein pflanzliches Extrakt, das eine verdauungsfördernde Wirkung zeigt. Die hochkonzentrierten Schleimstoffe aus dem Inneren des Feigenkaktus legen sich wie ein schützender Film auf die Schleimhaut und beruhigen sie. 
 
 &amp;nbsp; 
 Antazida wie Refluthin bekämpfen nicht die Ursache von Sodbrennen, sondern nur die Symptome für ein paar Stunden.  Refluthin  ist in der Regel  gut verträglich  – sogar in der  Schwangerschaft , sofern Sie die Einnahme mit Ihrem Arzt zuvor abgesprochen haben. Ab und an kommt es zu  Nebenwirkungen wie Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel . Betroffene, die an einer Niereninsuffizienz leiden, sollten von der Selbstmedikation mit einem Antazidum absehen. Außerdem setzt Refluthin die Aufnahme und Wirksamkeit einiger Medikamente herab. Dazu gehören unter anderem Antibiotika und Eisenpräparate. Nehmen Sie diese Medikamente also nicht gleichzeitig ein. 
   Pantoprazol: Wirkungsweise und Einsatzbereich 
  Pantoprazol  ist der Name eines Wirkstoffs aus der Gruppe der sogenannten  Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) . Als solcher hemmt er die Protonenpumpen, die dafür verantwortlich sind, in der Magenschleimhaut Magensäure auszuschütten. Dazu muss das Pantoprazol zunächst in den Blutkreislauf kommen. Die Verabreichung erfolgt deshalb in Form von  magensaftresistenten Tabletten . Diese setzen den  Wirkstoff erst im Darm  frei, von wo aus er in die Blutbahn und darüber in den Magen gelangt. Weitere Wirkstoffe dieser Klasse sind Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol, Dexlansoprazol sowie Rabeprazol. 
 Die Wirkungsweise von Pantoprazol macht es erforderlich, das Medikament  unzerteilt  und  etwa eine Stunde vor einer Mahlzeit , am besten dem Frühstück, einzunehmen. Aufgrund des längeren Wirkungsmechanismus tritt die Linderung der Beschwerden nicht unmittelbar ein. Schon nach einem Tag können sich die Symptome aber bessern, wobei der volle Behandlungseffekt sich meist erst nach etwa  zwei bis drei Tagen  entfaltet. Voraussetzung ist, dass die Tablette täglich zur gleichen Zeit eingenommen wird. Bitte beachten Sie, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Pantoprazol nicht einnehmen sollten. Auch  für Schwangere und Stillende ist dieser Wirkstoff nicht geeignet . 
 Gelegentlich leiden Patienten bei der Einnahme von Pantoprazol unter  Nebenwirkungen wie Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall . Schwindel und Kopfschmerzen sind ebenfalls mögliche Begleiterscheinungen. Die Langzeiteinnahme eines  Protonenpumpenhemmers  wie Pantoprazol kann  Magnesium- und Vitamin-B12-Mangel  sowie einen  Anstieg der Leberenzymwerte  zur Folge haben. Pantoprazol eignet sich daher vor allem in der Selbstmedikation  nur für die Kurzzeittherapie . Zeigt sich nach 2-wöchiger Anwendung keine Besserung, stellen Sie sich bitte Ihrem Arzt vor. Nehmen Sie Pantoprazol nicht auf eigene Faust länger als 4 Wochen ein. 
 Pantoprazol wird unter genau diesem Namen als  Magenschutz  bei Sodbrennen in Packungsgrößen von  7 bis maximal 14 Tabletten  von allen großen Pharma-Herstellern angeboten. Hier können Sie also bei der Bestellung auf die Ihnen vertrauten Marken zurückgreifen. Pantoprazol kann – verordnet vom Arzt – auch zum Einsatz kommen bei stärkeren Formen der Refluxkrankheit, bei chronischer Gastritis, bei der Entzündung der Speiseröhre oder bei Magen- und Darmgeschwüren. 
   Was ist besser – Refluthin oder Pantoprazol? 
 Ob Sie bei Sodbrennen Refluthin oder Pantoprazol einnehmen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie zuvor erläutert, verfolgen beide Wirkstoffe einen anderen Ansatz in ihrer Wirkungsweise. Während Refluthin lediglich überschüssige Säure aus Magen- und Gallensaft neutralisiert, hemmt Pantoprazol die Produktion der Magensäure. Daraus ergeben sich  unterschiedliche Wirkungsgeschwindigkeiten und Wirkungsdauern . Der Effekt von Refluthin kann als sofortige Linderung beschrieben werden, die jedoch nach einigen Stunden bereits wieder abgeklungen sein kann.  Pantoprazol  benötigt im Gegensatz dazu  bis zu 3 Tage , bis sich die Wirkung voll entfaltet. Der Säureblocker hemmt die Säureproduktion im Magen für circa 36 Stunden, sodass eine Tablette am Tag ausreicht. „Es kommt zu einem lang anhaltenden Anstieg des pH-Werts im Magen – und somit zu einer lang anhaltenden Reduktion von Sodbrennen und saurem Aufstoßen.“¹ 
 Die individuelle Situation ist also entscheidend: Wenn Sie hin und wieder in die  besondere Lage  geraten, dass eine  sofortige Linderung  akut auftretender Sodbrennen-Beschwerden angezeigt ist, so setzen Sie auf  Refluthin . Die Kautabletten sind unmittelbar bei Bedarf ohne Wasser einzunehmen und eignen sich damit auch für unterwegs. Die nächsten feucht-fröhliche Party-Nacht oder dem anstehenden Kaffeeklatsch mit Sahnetorte können Sie gelassen entgegensehen. 
 Bei  hartnäckigeren Beschwerden  als gelegentlichem sauren Aufstoßen dürfte  Pantoprazol  das bessere Mittel der Wahl sein, denn die Wirkung hält bei sachgemäßer Einnahme mehrere Tage an. 
 Zudem spielt es bei der Entscheidung für oder gegen Refluthin oder Pantoprazol wie oben ausgeführt eine Rolle,  wie alt Sie sind  und ob eine  Schwangerschaft  vorliegt. Lesen Sie unbedingt alles zu den jeweiligen Neben- und Wechselwirkungen, bevor sich für das eine oder andere Medikament entscheiden. Es kann beispielsweise sein, dass Sie eine Erkrankung (mit oder ohne Medikamenteneinnahme) oder Allergie haben, die eines der Mittel für Sie ausschließt. Bei Unsicherheiten können Sie mit Ihrem Arzt sprechen oder unsere freundliche  pharmazeutische Hotline  kostenlos unter  0800 - 4 55 65 52  anrufen. 
  Wichtig:  Sowohl Refluthin als auch Pantoprazol eignen sich aber  nicht für die dauerhafte Einnahme . Die Ursache für die säurebedingten Beschwerden bekämpfen weder Refluthin noch Pantoprazol. Treten die Beschwerden länger als zwei Wochen auf, sollten Sie daher nicht zögern, sich ärztlich untersuchen zu lassen. 
   
   Ursachen von Sodbrennen 
 Dass die Magensäure aufsteigt, kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann eine  Übersäuerung des Magens  dahinterstecken. Durch zu  üppiges, schnelles, fettes oder säurehaltiges Essen bzw. Getränke  kommt es zu einer Überproduktion von Magensäure. Über die Säuretaschen, die sich bei jedem Menschen auf dem Nahrungsbrei am Übergang von Magen zur Speiseröhre bilden, tritt der überschüssige salzsäurehaltige Magensaft bei jeder kleinen Öffnung des Schließmuskels nach oben in die Speiseröhre aus. Zum anderen ist es möglich, dass der  Schließmuskel  selbst aus hormonellen, genetischen und krankheitsbedingten Gründen zu  schwach  ist, um den Rückfluss des Mageninhalts zu verhindern. Auch ein  ungesunder Lifestyle  kann sich hier ungünstig auswirken, denn  Nikotin  beispielsweise reduziert die Muskelspannung.  Übergewicht  begünstigt Sodbrennen auch, da das Bauchfett Druck auf den Magen ausübt. Daneben können einige Medikamente, zum Beispiel  Ibuprofen , Sodrebennen auslösen. Nicht zuletzt kann  Stress  den Schließmuskel negativ beeinflussen. Gut zu wissen: Auch bei  Schwangeren  sind Sodbrennen-Beschwerden nicht unüblich, da bei ihnen sämtliche Muskeln weicher werden, um Platz für das heranwachsende Kind zu schaffen. Auch drücken die Bewegungen des Kindes. 
   Folgen von Sodbrennen 
 Unbehandelt kann chronisches Sodbrennen eine  Speiseröhrenentzündung  verursachen. Der Entzündungsprozess führt zu Verengungen der Speiseröhre, die den Transport des Speisebreis in den Magen behindern, was mit  Schluckbeschwerden  einhergehen kann. 
 Bei 3-12%² der Betroffenen kann sogar das  Barrett-Syndrom  auftreten. Dabei handelt es sich um eine Veränderung der Zellen im unteren Drittel der Speiseröhre als Folge jahrelangen Kontakts mit Magensäure. Das Barrett-Syndrom ist eine Vorstufe eines bösartigen Speiseröhrentumors. 
   Sodbrennen vorbeugen 
 Die häufigste Ursache von Sodbrennen ist ein  ungesunder Lebensstil . Ist das bei Ihnen der Fall, müssen Sie nur herausfinden, welches Verhalten die säurebedingten Beschwerden auslöst. Im Folgenden finden Sie einige  Tipps , die Ihnen dabei helfen sollen, Ihre Symptomatik zu lindern: 
 
 Verzichten Sie auf Nikotin und Alkohol. 
 Vermeiden Sie fettige, scharfe oder säurehaltige Lebensmittel wie frittierte Speisen, Kaffee und Schokolade. 
 Halten Sie ein gesundes Gewicht und bewegen Sie sich regelmäßig. 
 Lernen Sie Entspannungstechniken wie Mediation und Atemübungen, um Stress zu lindern. 
 Essen Sie mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr. 
 Verzehren Sie nicht zu viel auf einmal und setzen Sie lieber auf bis zu 5 kleinere Mahlzeiten am Tag. 
 Lagern Sie Ihren Oberkörper zum Schlafen hoch, damit die Magensäure nicht so leicht aufsteigen kann. 
 
 
 ¹: Sodbrennen - Therapieoptionen für die Selbstmedikation. Zuletzt aufgerufen am: 19.11.2024. URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2023/03/01/sodbrennen-therapieoptionen-fuer-die-selbstmedikation 
 ² : Barrett-Ösophagus. Zuletzt abgerufen am: 19.11.2024. URL: https://deximed.de/home/klinische-themen/magen-darm-trakt/patienteninformationen/speiseroehre/barrett-oesophagus 
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                            <updated>2024-11-19T14:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Was hilft gegen Bauchschmerzen?</title>
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                  Es grummelt, es zwickt, es beißt und manchmal überfällt uns ein äußerst schmerzhafter Krampf: Wir haben  Bauchschmerzen . Es gibt keinen Menschen, der nicht schon einmal unter diesen Symptomen gelitten hat. Bauchschmerzen haben sowohl Babys als auch alte Menschen. Die  Ursachen  dafür sind  mannigfaltig , die Möglichkeiten der Behandlung auch. Die reichen von  simplen Hausmitteln  der  Erfahrungs- und Naturmedizin  bis hin zu  Medikamenten , welche die Beschwerden lindern.  
 
    Sofort-Tipps bei Bauchschmerzen    
    Bauchschmerzen bei Kindern - was ist zu tun?    
    Ursachen und Auslöser für Bauchbeschwerden    
 
  Meist sind Bauchschmerzen harmloser Natur und nur vorübergehend. Treten sie beispielsweise als Begleiterscheinung der Monatsblutung auf oder bei Verdauungsstörungen, etwa nach einem zu üppigem Festmahl, lassen sie sich oft gut mit altbewährten Hausmitteln in den Griff bekommen. Diese  Tipps  können Sie beliebig kombinieren – probieren Sie einfach aus, was Ihnen gut tut.  
   Sofort-Tipps bei Bauchschmerzen 
  Im Folgenden haben wir einige  Sofort-Tipps  für Sie aufgelistet, damit Sie  schnelle Linderung  erfahren. Um mögliche Krankheiten oder Entzündungen auszuschließen, sollten Sie bei anhaltenden Bauchschmerzen oder sehr starken Bauchkrämpfen allerdings immer einen Arzt konsultieren.  
     
  Tee trinken  
  Eine schöne, heiße Tasse Tee mit Fenchel, Salbei, Kamille oder Pfefferminze kann wahre Wunder bewirken, wenn es darum geht, Bauchschmerzen einzudämmen.  Fenchel  beispielsweise ist ein Gemüse, das leicht verdaulich und  magenschonend  ist. Seine ätherischen Öle helfen der Verdauung. Als Tee wird es vor allem gegen    Blähungen    eingesetzt.  Kamille  wirkt  krampflösend  und  antibakteriell .  Salbei- und Pfefferminztee  hilft bei Bauchschmerzen sowie Blähungen. In Ihrer Apotheke oder Drogerie erhalten Sie übrigens speziellen  Arzneitee  für den Magen-Darm-Trakt, der verschiedene der hier genannten Heilkräuter wirksam kombiniert und oft noch das Gewürz  Kümmel  zusetzt, das sich ebenfalls positiv auf den Verdauungstrakt auswirken kann. Auch  Kardamom  hilft mit seinen ätherischen Ölen die Beschwerden zu lindern. Geben Sie eine Prise der zerstoßenen Kardamom-Kapsel in Ihren Tee.  
  Für Wärme sorgen  
  Der Tee wärmt von innen, eine angenehm  kuschelige Decke  oder eine  Wärmflasche  spendet Wärme von außen. Auch ein  Körnerkissen , ein  Wärmepflaster  oder ein  warmes Bad  sorgen für Entspannung und Entkrampfung. Erlaubt ist, was gut tut – achten Sie nur darauf, dass Ihr wärmendes Hilfsmittel nicht zu heiß ist, um Verbrennungen zu vermeiden. Am besten bleibt die Temperatur unter 40 Grad hat.  
   Zusammengefasst heißt das:  Wärme (als Wärmflasche oder Tee) ist immer hilfreich, wenn der Magen schmerzt. Kamille löst Krämpfe, hemmt das Wachstum von Bakterien und wirkt antibakteriell. Salbei entkrampft den Bauch und lindert Schmerzen. Die ätherischen Öle im Pfefferminztee helfen Ihrem schmerzenden Unterleib.  
  Stress vermeiden  
  Unser Leben ist  hektisch  geworden: Der Weg zur Arbeit – ein einziger Stau und ewiger Ärger mit unvernünftigen Verkehrsteilnehmern. Stress im Job, Termine, die eingehalten werden müssen, Kollegen, die mobben, Krach in der Beziehung, bei den Kindern läuft alles schief und die Eltern mischen sich immer noch in alles ein – das sind oft Ursachen für Bauchschmerzen. Der Magen rebelliert, der Darm arbeitet nicht regelmäßig – das ist auf Dauer nicht gesund. Dieser  Stress bringt Unordnung in Ihr Verdauungssystem  und ist oft die Ursache von Bauchschmerzen.  
  Wenn Ihnen Stress Bauchschmerzen macht, dann hilft Ihnen natürlich ganz schnell eine Verringerung der Stress auslösenden Probleme. Aber was hat Stress mit Ihrem Bauch zu tun? Das ist einfach erklärt:  Stresshormone  bringen den Kreislauf auf Hochtouren und sorgen für  Spannung in den Muskeln . Da sich viele Menschen aber körperlich kaum noch betätigen, können sie die Anspannung nicht mehr abbauen.  
   Daher gilt:  Bei Bauchschmerzen sollten Sie versuchen sich zu entspannen. Legen Sie sich gemütlich ins  Bett  oder auf die  Couch ,  wärmen  Sie Ihren Bauch und  trinken Sie einen Tee . Mit verschiedenen Achtsamkeits- und Entspannungsübungen verringern Sie den Stress und fördern die Entkrampfung Ihres Magen-Darm-Traktes. Auch ein  Buch  oder  entspannte Klänge  können helfen, dass Sie entspannen.  
     
  Auf die Ernährung achten  
  Bei Bauchbeschwerden sollten Sie stets auf  schonende Kost  achten.  Verzichten  Sie auf zu  fettige, süße und salzige Speisen . Auch Alkohol ist ein Tabu, wenn Sie gerade mit Bauchschmerzen zu kämpfen haben. Denn dieser ist schlecht für den Magen, da er die  Magenschleimhaut  angreift, was zu einer  Gastritis  führen kann. Besonders  folgende Obst- und Gemüsesorten  können wir Ihnen ans Herz legen:  
 
   Kartoffeln : Kartoffeln sind ein stark basisches Lebensmittel und binden die Säuren im Verdauungstrakt. Fettarm zubereitet, als Pell- oder Salzkartoffeln oder als Kartoffelbrei, sind sie besonders zu empfehlen.  
   Äpfel : Äpfel enthalten viele  Ballaststoffe  und  Enzyme . Diese fördern die Verdauung und stoppen das Bauchgrimmen. Einer der besten Tipps von der Oma: Den Apfel reiben, den Brei an der Luft braun oxidieren lassen und dann löffelweise essen. Das Pektin der Äpfel sorgt für eine gesunde Darmflora und wirkt schmerzlindernd. Vorsicht aber bei einer möglichen Unverträglichkeit: Äpfel sind sehr säurehaltig und können bei einer Fruktoseintoleranz selbst Auslöser von Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen sein.  
   Tomaten : Tomaten sind beste Helfer, wenn es im Ober- oder Unterbauch schmerzt. Ihr Farbstoff Lycopin wirkt  antioxidativ , das Gemüse ist leicht verdaulich und sehr bekömmlich.  
   Zucchini : Gut gegen Bauchschmerzen sind auch Zucchini. Sie sind sehr magenfreundlich und reich an Kalium und Magnesium.  
 
  Medikamente gegen Bauchschmerzen einnehmen  
  Viele pflanzliche Mittel und leichte Medikamente aus unserer Apotheke verschaffen Linderung. Diese beinhalten häufig eine Kombination aus verschiedenen  Kräutern , die eine sehr positive Wirkung auf den Magen haben und neben Bauchschmerzen auch bei Übelkeit, Sodbrennen, Reizdarmsymptomen und Regelschmerzen helfen.  
 
    Buscopan (bei Bauchschmerzen)    
    Iberogast (bei Übelkeit)    
    Pantoprazol (bei Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung)    
    Kijimea (bei Reizdarm)    
    Dolormin für Frauen (bei Regelschmerzen)    
 
   Bauchschmerzen bei Kindern - was ist zu tun? 
  Ihr Kind klagt über Bauchschmerzen. Das kommt häufiger vor, als man zunächst annehmen mag. Die Bandbreite der Gründe reicht von  Verstopfung  oder  Durchfall  bis hin zu einer    Magen-Darm-Infektion    oder zur bedrohlichen  Blinddarmentzündung . Auch  Blasenentzündungen  oder andere Infektionen können die Ursache sein. Dazu kommen noch:  
 
  eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die Sie mit dem Arzt abklären müssen  
  Blähungen (häufig bei Kleinkindern oder Babys, oft 3-Monats-Koliken)  
  eine Lebensmittelvergiftung (auch da hilft nur der Arzt)  
  Nieren- oder Gallensteine (kommen auch bei Kindern vor, wenn auch selten)  
  eine Blinddarmentzündung  
  ein Leistenbruch  
  ein Darmverschluss (sehr gefährlich)  
 
  Bitte denken Sie daran, dass bei Durchfall sehr viel Flüssigkeit ausgeschieden wird! Daher soll immer darauf geachtet werden, dass das Kind den  Flüssigkeitsverlust  durch viel Trinken von Wasser oder ungesüßten Tee  ausgleicht .  
  Wenn Sie die Gründe für die Bauchbeschwerden bei Ihrem Kind nicht schnell selbst erkennen können, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser kann der Ursache für die Bauchschmerzen bei Ihrem Kind auf den Grund gehen und gibt Ihnen dann auch Tipps, wie Sie die Gesundheit Ihres Kindes verbessern können und die Bauchschmerzen lindern.  
  Bewährte Hausmittel, wenn Ihr Kind über Bauchschmerzen klagt  
  Wenn Ihr Kind Schmerzen im Bauch hat, dann ist das kein Grund, in Panik auszubrechen:  Nur etwa zehn Prozent der Bauchprobleme bei Kindern bedürfen einer Behandlung.  Meistens sind es ganz simple Ursachen, wenn Ihr Kind über Bauchschmerzen klagt. Zu  fettiges Essen , zu  viele Süßigkeiten  oder der Verzehr von verschiedenen Speisen durcheinander kann dazu führen, dass der Bauch weh tut.  
  Es kann aber auch schon beim Kind  Stress  die Ursache sein: Ärger in der Schule, Angst vor einer Prüfung, eine Kinderfreundschaft ist zerbrochen, in der Familie gibt es Spannungen. Wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt, ängstlich, krank und blass wirkt und Sie dann obendrein auch noch einen „harten“ Bauch feststellen, dann ist eine ärztliche Behandlung angesagt.  
  Hier nun einige der  besten Hausmittel , die Ihrem Kind bei solchen Beschwerden helfen:  
 
   Fenchel-Kümmel-Anis-Tee:  Werden die Schmerzen durch eine Blähung verursacht, dann bereiten Sie für das Kind diesen Tee zu. Mischen Sie Anis, Kümmel und Fenchel zu gleichen Teilen. Geben Sie einen EL der Teemischung in eine Tasse und übergießen sie mit kochendem Wasser. Acht bis zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen.  
   Sauerkraut:  Ist eine Verstopfung der Grund, dann muss Ihr Kind viel trinken und sich stark bewegen. Sie können auch leichte Abführmittel einsetzen. Als Hausmittel hat sich Sauerkraut sehr bewährt: Fünf Gabeln rohes Sauerkraut können die Verstopfung lösen.  
  Geben Sie bei dem Kind eine  leichte Bauchmassage  mit  kreisenden Bewegungen  und nur geringem Druck. Dann legen Sie Ihrem Kind für eine halbe Stunde eine nicht zu heiße Wärmflasche auf den Bauch.  
  Diese  Gymnastikübung  hilft auch: Das Kind legt sich auf den Rücken und muss drei bis fünf Minuten die Beine wie beim Radfahren bewegen.  
 
   Die häufigsten Ursachen für Bauchschmerzen 
  Wenn Ihr Magen Probleme macht, wenn der Bauch Ihnen Ärger bereitet, wenn der Darm mit   Verstopfung   oder   Durchfall   anzeigt, dass mit Ihrer Gesundheit etwas nicht in Ordnung ist – dann fragen Sie sich gewiss, wie es zu den Bauchschmerzen kommt und wie sehr sie Ihrer Gesundheit schaden können.  
  Die meisten  Auslöser  entdecken wir schnell. Oft sind sie harmlos oder auf eine etwas „aus dem Ruder gelaufene“ Lebensführung zurückzuführen:  
 
  haben  zu schnell, zu fett und zu viel gegessen . Das gefällt weder Ihrem Magen noch Ihrer Leber, von der Galle ganz zu schweigen. Sie protestieren gegen diese Art der Ernährung mit Schmerzen. Auch unregelmäßige Mahlzeiten können Ihren Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht geraten lassen.  
  leiner Verdauungsschnaps nach dem Essen? Um das schwere Essen aufzulockern und es besser verdauen zu können, haben Sie  Alkohol  getrunken. Doch zu viel tut dem Bauch nicht gut.  
  haben  Ärger im Job  oder in der Beziehung oder Sie werden von Ängsten geplagt? Das hat Ihnen auf den Magen geschlagen – prompt haben Sie Bauchschmerzen bekommen.  
  Bei sehr vielen Frauen führt die  Menstruation  häufig zu krampfartigen Schmerzen im unteren Bauchraum.  
  War Ihr  Essen  nicht in Ordnung, vielleicht sogar  verdorben , mit Keimen behaftet oder hat Ihnen nicht gutgetan, kann dies zu starken Bauchschmerzen führen.  
  Sie leiden unter  Nahrungsmittelunverträglichkeiten  wie Laktose-, Fruktose- oder Histaminintoleranz. Gerade eine  Laktoseintoleranz  ist in unseren Kreisen keine Seltenheit. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht auf Milchprodukte verzichten. Die Einnahme von   Laktase-Tabletten   vor milchzuckerhaltigen Speisen vermeidet lästige Bauchschmerzen.  
  Wenn zu den Bauchschmerzen noch  Fieber, Erbrechen oder Durchfall  dazu kommen, dann hat Sie ein grassierender Virus erwischt, volkstümlich als  „Magen-Darm-Grippe“  bezeichnet.  
 
 Bauchschmerzen: Die Auslöser im Ober- und im Unterbauch 
  Bauchweh ist nicht gleich Bauchweh, denn es können natürlich auch ernstzunehmende Krankheiten in den Schmerzen im Bauch stecken. Generell unterscheidet die Medizin bei Bauchbeschwerden zwei Typen. Die Probleme im  Oberbauch  und die Probleme im  Unterbauch .  
  Beschwerden im Oberbauch  
  Treten die Bauchschmerzen vor allem  im oberen Bereich des Bauchs  auf, können die Probleme von einem der im Bauchbereich liegenden Organe ausgehen. Die häufigsten Schmerzauslöser sind:  
 
   Reizmagen : Beim Reizmagen treten krampfartige   Verdauungsbeschwerden   auf, egal ob Sie gegessen haben oder nicht. Zu diesen Beschwerden kommen sehr oft Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit dazu.  
   Gastritis : Die Anzeichen für eine schmerzende Gastritis (Magenschleimhautentzündung) sind Übelkeit, Erbrechen, Mundgeruch,   Sodbrennen  , Völlegefühl und Schmerzen im Oberbauch.  
   Magengeschwür : Wenn sich bei Ihnen ein Magengeschwür entwickelt hat, dann haben Sie sehr starke Schmerzen mittig oder links im Oberbauch, meist sofort nach dem Essen.  
   Herzinfarkt : Schmerzen im Oberbauch können auch Warnsignale für einen bevorstehenden Herzinfarkt sein. Dann haben Sie neben den Brustschmerzen auch starke Bauchschmerzen. Häufig ist diese Symptomatik bei Männern zu finden.  
   Tumoren wie Leber- oder Magenkrebs  verursachen ein Druck- oder Schmerzgefühl im Oberbauch. Dazu kommen Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Abgeschlagenheit und starker Gewichtsverlust.  
 
  Beschwerden im Unterbauch  
  Die meisten  Bauchbeschwerden unterhalb des Nabels  gehen vom  Darm  aus. Aber auch bei Erkrankungen im  Harntrakt  oder bei gynäkologischen Beschwerden können sie eintreten:  
 
   Blinddarmentzündung : Die Blinddarmentzündung beginnt meist mit sehr starken Bauchschmerzen im Nabelbereich, die in den rechten Unterbauch ziehen. Dazu kommen Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.  
   Harnwegsinfektion : Wenn Ihr Unterbauch schmerzt, kann das ein Anzeichen für eine Infektion Ihrer Harnwege sein. Sie können diese mithilfe einer Wärmflasche lindern. Sie sollten jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen.  
   Divertikulitis : Wenn es bei Ihnen zu einer Divertikulitis (eine entzündete Ausstülpung der Darmwand) kommt, dann durchziehen dumpfe Schmerzwellen Ihren linken Unterbauch. Dazu kommen Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.  
   Gynäkologische Ursachen : Neben der bereits genannten Menstruationsblutung können bei Frauen Bauchschmerzen im Unterbauch auch durch eine Eileiterentzündung, Endometriose oder eine Eileiterschwangerschaft ausgelöst werden.  
 
  Neben den genannten Erkrankungen können Bauchschmerzen auch im gesamten Bauchbereich auftreten. Ursache hierfür können sein:  
 
   Stress   
   Bauchfellentzündung   
   Darmverschluss   
   Magen-Darm-Infektion   
 
  Die hier genannten Erkrankungen bilden nur einen Teil dessen ab, was bei uns Bauchschmerzen auslösen kann. Sind Sie unsicher, ob Sie sich lediglich eine Magenverstimmung zugezogen haben oder eventuell eine ernsthafte Erkrankung hinter anhaltenden Bauchschmerzen steckt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Treten weitere Symptome wie  starkes Erbrechen, Erbrechen von Blut, Blut im Stuhl, hohes Fieber oder Blut im Urin  auf, sollten Sie umgehend den  Notarzt  rufen.  
  Bauchschmerzen in der Schwangerschaft  
  Gerade zu Beginn der  Schwangerschaft  klagen viele Frauen über häufig auftretende Bauchschmerzen. Dies liegt vor allem daran, dass sich die Gebärmutter und umliegendes Gewebe dehnen, um so ausreichend Platz für den Fötus zu schaffen. Ist der Fötus größer, können auch Kindsbewegungen Schmerzen im Bauch verursachen. Nicht selten leiden schwangere Frauen an  Verstopfung , welche ebenfalls mit Schmerzen im Bauch einhergeht.  
  Bauchschmerzen sind demnach als diffuses Krankheitsbild zu bezeichnen. Hören Sie am besten auf Ihren Bauch und konsultieren Sie im Zweifelsfall und vor allem bei länger anhaltenden Beschwerden immer einen Arzt.  
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                            <updated>2024-01-03T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Analthrombose behandeln: Großer Schmerz mit kleiner Ursache </title>
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                 Ein Schmerz am After wie aus dem Nichts und ein plötzlich entstandener Knoten – Sie könnten an einer Analthrombose leiden. Nicht immer ist es leicht, sie von Hämorrhoiden zu unterscheiden. Die Analthrombose erkennen Sie an dem schmerzhaften, prallen, bläulichen Knoten am After, der spontan auftritt. Das Gute – meist verschwindet die Erkrankung von alleine wieder, aber in der Zwischenzeit zeigen wir Ihnen, wie Sie daheim eine Analthrombose behandeln. 
 Lesen Sie in unserem Beitrag, wie Sie zunächst eine Analthrombose erkennen, welche Behandlung Ihre Schmerzen lindert und wie sie vorbeugen können. 
 
 
   Was ist eine Analthrombose?    
   Wie entsteht eine Analthrombose?    
   Was sind die Symptome von Analthrombosen?    
   Wie behandelt man Analthrombosen? Was hilft?    
   Wie schnell bilden sich Analthrombosen zurück?    
   Wann werden Analthrombosen operiert?    
   Hämorrhoiden und Analthrombosen: Was ist der Unterschied?    
   Wie kann ich eine Analthrombose vorbeugen?    
 
 &amp;nbsp; 
 
    Was ist eine Analthrombose? 
 Typisch für die Analthrombose ist ein  schmerzhafter Knoten am After, der plötzlich auftritt  und eine bläuliche Farbe hat. Manchmal ist die Analthrombose leicht mit   Hämorrhoiden   zu verwechseln oder wird fälschlicherweise „äußere Hämorrhoide“ genannt. Die Analthrombose hat allerdings eine ganz andere Ursache als die Hämorrhoide. Fachleute sprechen bei der Analthrombose auch von einer Analvenenthrombose oder Perianalthrombose, bei der es sich um ein venöses Blutgerinnsel handelt. 
 Auch wenn die Analthrombose als „Thrombose“ bezeichnet wird, ist sie  keine gefährliche Erkrankung  so wie die Thrombose in den Beinvenen. Es kann nicht zu einer Embolie kommen, bei der der Pfropfen in ein anderes Gefäß eingeschwemmt wird. Deswegen muss bei einer Analthrombose oft gar nicht groß behandelt werden. Als beste Therapie gilt zumeist „abwarten“, denn  in aller Regel verschwindet die Analthrombose von alleine . 
  Ursache  der Analthrombose ist ein sich  spontan bildendes Blutgerinnsel  in den feinen Venen rund um den After, ganz selten im Analkanal. Das Blutgerinnsel verstopft dann ein solches Blutgefäß und es bildet sich eine schmerzhafte Schwellung aus – ein oder mehrere bläulich verfärbte Knoten. Wie groß die Knoten sind, ist ganz unterschiedlich: Manchmal sind sie klein wie Stecknadelköpfe, bei anderen Patienten werden sie groß wie Pflaumen. Zum Glück sind die Knoten meist harmlos. 
 
  Apotheker-Tipp   Daran erkennen Sie, dass Sie an einer Analvenenthrombose leiden: 
 
 plötzlich aufgetretener Schmerz am After 
 Schmerzen besonders während und nach dem Stuhlgang 
 ein tastbarer bläulicher, praller, druckempfindlicher Knoten am After oder im unteren Teil des Enddarms 
 Juckreiz im Afterbereich 
 
 
   Wie entsteht eine Analthrombose? 
 Steigt der Druck im Bauchraum, kommt der Blutfluss in den feinen Venen rund um den After und im Analkanal zum Stillstand. Dann gerinnt das Blut in dem Venengeflecht und die Analthrombose bildet sich.  Auslöser  für die Erkrankung ist deswegen alles,  was den Druck im Bauchraum erhöht  und den Blutfluss in den Venen des Afters verringert. Die Ursachen von Analthrombosen sind jedoch nicht abschließend geklärt und nicht immer wird ein Auslöser für das Entstehen gefunden. 
 Zu den bekannten Risikofaktoren zählen: 
 
  Durchfall oder Verstopfung  Die erhöhte Spannung des Schließmuskels durch das Pressen kann sich negativ auswirken. 
  Starker Druck auf den Bauchraum  Dieser kann beim schweren Heben, Husten oder Kraftsport entstehen. 
  Langes Sitzen   Dadurch wird von außen erhöhter Druck auf das Gesäß ausgeübt. 
  Sitzen auf kalten Flächen  
  Analverkehr   Entstehen Verletzungen im Bereich des Afters durch Analsex oder proktologische Untersuchungen und Operationen können diese Analthrombosen hervorrufen. 
  Schwangerschaft und Geburt  
  Alkoholkonsum   Dieser erweitert die Blutgefäße. 
  Blutgerinnungsstörungen  
 
 &amp;nbsp; 
 Analthrombosen in der Schwangerschaft und nach der Geburt 
 Eine Schwangerschaft führt zu vielen Veränderungen im Körper der werdenden Mutter. Einige davon erhöhen das Risiko für eine Analvenenthrombose, zum Beispiel das häufigere Auftreten von Verstopfungen, ein erhöhter Druck im Bauchraum durch das größer werdende Baby und Fruchtwasser, das dehnbarere Bindegewebe und eine erhöhte Thromboseneigung. Der Vorgang einer vaginalen Geburt erhöht obendrein den Druck auf die Analvenen. Daher leiden Frauen im Wochenbett nicht selten an Analthrombosen oder Schwellungen im Analbereich. 
   Was sind die Symptome von Analthrombosen? 
 Betroffene, die an eine Analthrombose leiden, berichten von folgenden Symptomen: 
 
 Juckreiz 
 Brennen und Stechen 
 akut auftretender Schmerz 
 Spannungsgefühl 
 Druckempfindlichkeit 
 Schwellung: bläulicher bis rötlicher Knoten 
 Blutungen 
 
 &amp;nbsp; 
 Weil die Oberfläche einer Analthrombose von gespannter Haut umgeben ist, kann der Arzt sie leicht von einer Hämorrhoide unterscheiden, die von Darmschleimhaut umgeben ist. Die Größe der Analthrombosen beginnt bei der Größe eines Stecknadelkopfes und reicht bis Pflaumengröße. Manchmal gruppieren sich mehrere Knoten. 
 Ärzte diagnostizieren eine Analthrombose anhand ihres Äußeren. Meist ist es gar nicht nötig, eine Tastuntersuchung des Enddarms durchzuführen, denn diese empfinden Patienten ohnehin als schmerzhaft. 
 Schmerzen im Bereich des Afters treten auch bei anderen Erkrankungen auf, beispielsweise bei einer Analfissur oder einem perianalen Abszess. Außerdem ähneln neben Hämorrhoiden auch Marisken und Analkarzinome einer Analvenenthrombose. Daher ist es ratsam bei starken Schmerzen oder gar Blutungen einen Arzt aufzusuchen, der eine Diagnose stellt. 
   Wie behandelt man Analthrombosen? Was hilft? 
 Analthrombosen können Sie in der Regel mithilfe von Schmerzmitteln und Salben aus der Apotheke ganz einfach zuhause behandeln. Hier gilt es meistens nur Geduld mitzubringen und die Beschwerden „auszusitzen“, sofern keine Komplikationen wie Blutungen auftreten. 
 
  Apotheker-Tipp  Sind Ihre Beschwerden unangenehm oder belastend oder haben Sie sogar Blut auf dem Toilettenpapier entdeckt? In diesen Fällen raten wir Ihnen einen Arzt aufzusuchen. Geeigneter Ansprechpartner ist Ihr Hausarzt oder Proktologe, ein Facharzt für Erkrankungen des Enddarms. 
 
 Schmerztherapie 
 Schmerzmittel wie   Ibuprofen   und   Diclofenac   helfen gegen die quälenden Schmerzen. Beide Präparate sind in der Apotheke erhältlich, ohne dass ein Rezept vorgelegt werden muss. Generell gilt bei Schmerzmitteln, dass die  Einnahmedauer  nur wenige Tage betragen sollte: So kurz wie möglich und so wenig wie nötig. Tritt bis dahin keine Besserung ein, ist der Gang zum Arzt auf jeden Fall ratsam, der Ihnen auch stärkere Schmerzmittel verschreiben kann. 
  Hinweis Ihrer Apotheker für Schwangere und Stillende:  Schmerzmittel in der Schwangerschaft sollten nur nach Rücksprache mit dem betreuenden Arzt eingenommen werden! Auch während der Stillzeit empfehlen, wir den Rat des Arztes einzuholen. 
 Behandlung mit Salben 
 Direkt am Ort des Geschehens helfen betäubende Cremes und Salben wie  Haenal akut Creme  oder  Posterisan akut Rektalsalbe . Auch diese sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Manchmal verschreibt der Arzt Salben mit Kortison oder Heparin zur Linderung der Beschwerden. 
 Sitzbäder 
 Als erleichternd empfinden manche Patienten Kühlung gegen den Juckreiz oder Sitzbäder mit rezeptfreien Kamillenextrakten, wie  Kamillosan Konzentrat . Ebenfalls ist es ratsam, anstrengenden Sport zu vermeiden, tagsüber Pausen einzuschieben und sich hinzulegen. 
 Richtige Ernährung 
 Generell sollten Sie für eine gute Verdauung auf die richtige Ernährung setzen. Gerade während Sie unter Analvenenthrombosen leiden, sorgen Sie dafür, dass Ihr Stuhl weich ist. Dadurch wird der Afterbereich nicht zusätzlich gereizt. Hilfreich sind dabei zum Beispiel  Flohsamen  und ballaststoffreiche Ernährung im Allgemeinen. Ebenso empfehlen wir Ihnen, ausreichend zu trinken, da eine gute Flüssigkeitszufuhr für einen weicheren Stuhl sorgen kann. 
 Abführmittel 
 Wenn es Ihnen mit der Ernährung nicht gelingt, helfen milde Abführmittel wie  Macrogol  den Stuhl weich zu machen Es ist in der Apotheke als Trinklösung in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Für eine gute Verdauung ist es außerdem empfehlenswert, ausreichend zu trinken. Wird der After nach dem Toilettengang abgeduscht, vermeidet man zudem eine mechanische Reizung. 
   Wie schnell bilden sich Analthrombosen zurück? 
 Bei den meisten Betroffenen verheilt die Analthrombose innerhalb  weniger Tage bis zwei Wochen von alleine.  
 Manchmal öffnet sich die Thrombose umgebende Haut von alleine oder durch die Reibung des Toilettenpapiers und die Analthrombose entleert sich. Dies verschafft sofortige Erleichterung und mildert die Schmerzen. Die Blutung dauert meist nur wenige Tage, wobei eine Slipeinlage oder  Posterisan akut Analvorlagen  gut geeignet sind, das aus der Analthrombose austretende Blut aufzufangen. Halten Sie die Wunde sauber, insbesondere nach der Stuhlentleerung. 
   Wann werden Analthrombosen operiert? 
 Da Analthrombosen in der Regel von selbst abheilen, wird der behandelnde Arzt eine Operation nur dann erwägen, wenn die Schmerzen anders nicht in den Griff zu bekommen sind oder die Analthrombose sehr groß ist. 
 Proktologen, Ärzte für Erkrankungen des Enddarms, raten dann zu einer von zwei Operationsmethoden: 
 
 Aufschneiden der Analthrombose unter örtlicher Betäubung und ausräumen (entfernen) des geronnenen Blutes oder 
 chirurgische Entfernung der ganzen Analthrombose unter örtlicher Betäubung. 
 
 &amp;nbsp; 
   Hämorrhoiden und Analthrombosen: Was ist der Unterschied? 
 Nicht immer ist klar, ob die Ursache für die Beschwerden am Po eine Analthrombose ist oder, ob sie durch Hämorrhoiden ausgelöst wurden. Anhand einiger Merkmale lassen sich Analthrombosen und Hämorrhoiden unterscheiden: 
 
 Die Schmerzen einer Analthrombose treten plötzlich auf, die Beschwerden von Hämorrhoiden entwickeln sich über einige Zeit. 
 Analthrombosen verursachen von Anfang an starke Schmerzen. Hämorrhoiden sind erst im fortgeschrittenen Stadium schmerzhaft. 
 Analthrombosen bluten nicht. Bei Hämorrhoidenleiden treten öfter Blutungen auf. 
 Analthrombosen öffnen sich manchmal von alleine oder durch Reibung von Toilettenpapier und entleeren sich dann. Bei Hämorrhoiden kommt das nicht vor. 
 
 &amp;nbsp; 
 
 
  &amp;nbsp;  Analthrombose  Hämorrhoiden  
  Auftreten 
 plötzlich 
 über längere Zeit 
 
  Symptome/Schmerzen 
 stark 
 erst im fortgeschrittenen Stadium 
 
  weitere Symptome 
 können sich öffenen, bluten aber nicht 
 öffnen sich nicht, bluten aber 
 
 
 
   Wie kann ich eine Analthrombose vorbeugen? 
 Ursachen für eine Analthrombose sind meist das Pressen bei häufiger Verstopfung, langes Sitzen oder Heben schwerer Lasten bzw. Krafttraining. Schon  kleine Tipps können helfen, dass eine Analthrombose gar nicht erst auftritt:   
 Ist der Stuhl zu hart, führt das beim Stuhlgang zu starkem Pressen. Stuhl ist idealweiser weich und geformt. Für eine gute Verdauung ist es hilfreich, dass Sie sich so viel wie möglich bewegen, ausreichend trinken und Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffe essen. Wenn all das nichts nützt, regen Indische Flohsamen oder geschroteter Leinsamen den Darm an. Auch hier gilt: Ausreichend trinken! 
 Beim Krafttraining oder dem Heben von schweren Gegenständen mindert eine ausgleichende Atemtechnik den Druck im Bauchraum. Sind Sie länger unterwegs, egal ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug: Machen Sie regelmäßig Pausen, stehen auf und bewegen sich. Ein weiterer Tipp ist, übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden, denn der weitet die Gefäße. 
   
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Bildquellen: adobestock.com - Pixel-Shot 
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                            <updated>2023-01-09T07:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Was tun bei Hämorrhoiden? Symptome und Behandlung</title>
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                 Treten Juckreiz, Nässen oder Brennen am After auf, fühlt sich das nicht nur unangenehm an, sondern ist vielen Betroffenen auch peinlich. Manchmal kommt es obendrein zu Blutungen beim oder nach dem Stuhlgang. Diese Symptome deuten auf ein Hämorrhoidalleiden hin. Ursache dafür sind meist vergrößerte Hämorrhoiden. 
 Bei uns finden Sie alle wichtigen Informationen über Hämorrhoiden: Wie sie entstehen, was Sie selbst dagegen tun können, welche Mittel bei leichten Symptomen Linderung verschaffen und wann Sie doch lieber ärztlichen Rat einholen sollten. 
 
 
   Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie?    
   Welche Symptome hat man bei Hämorrhoiden?    
   Schwangerschaft und Geburt: Was tun bei Hämorrhoiden?    
   Wie werden Hämorrhoiden behandelt?    
   Wann muss man zum Arzt bei Hämorrhoiden?    
   Hämorrhoiden: Wie beuge ich vor?    
 
 &amp;nbsp; 
 
   Was sind Hämorrhoiden und wie entstehen sie? 
 Hämorrhoiden hat Jeder. Sie sind ein Gefäßpolster, das den Enddarm kurz vor dem After ringförmig umgibt. Seine Aufgabe ist es, zusammen mit dem Schließmuskel den Darm zu verschließen. Das ist wichtig, damit nicht unbeabsichtigt Stuhl aus dem Darm austritt. 
 Treten Beschwerden an den Hämorrhoiden auf, sind sie zumeist vergrößert und der Betroffene hat ein  Hämorrhoidalleiden . Umgangssprachlich ist dann von Hämorrhoiden die Rede. Hämorrhoiden sind immerhin bei mehr als der Hälfte der über 30-jährigen vergrößert. Ursachen sind neben einer  familiären Veranlagung  verschiedene Risikofaktoren. Nicht selten, gerade bei Älteren, hat das Bindegewebe an Festigkeit verloren und das Gefäßpolster leiert aus. 
 Starkes Pressen beim Stuhlgang, z.B. bei  Verstopfung , weitet zudem die Hämorrhoidalgefäße. Denn durch das Pressen werden die Gefäße stärker gefüllt als normalerweise und sie dehnen sich. Wird wegen der Verstopfung dauerhaft ein Abführmittel angewendet, beeinträchtigt das obendrein auf lange Sicht die Funktion des Darmverschlusssystems. Besteht  Übergewicht , wirkt sich das ebenfalls negativ auf das Gefäßpolster aus, denn das hohe Körpergewicht drückt auf den Enddarm. Die Folge: ein beeinträchtigter Blutfluss und eine Erweiterung der Hämorrhoidalgefäße. Das Gleiche passiert während einer  Schwangerschaft , wenn das ungeborene Baby auf den Darm drückt. 
   Welche Symptome hat man bei Hämorrhoiden? 
 Wenn Sie  Juckreiz, Nässen oder Brennen  in Ihrem Gesäßbereich bemerken, kann das auf ein Hämorrhoidalleiden hinweisen. Oft treten außerdem  schmerzlose Blutungen  während oder kurz nach dem Stuhlgang auf. Ausgelöst werden sie durch festen Stuhl, der das geschwollene Gefäßpolster verletzt. Haben Sie Blut auf dem Toilettenpapier oder am Stuhl festgestellt, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Außerdem ist für Hämorrhoiden typisch, dass sie aus dem After hervortreten. Mediziner sprechen in solch einem Fall von einem  Hämorrhoidal-Prolaps . Sie selbst fühlen die hervorgetretenen Hämorrhoiden als weiche Knoten. 
 Mit der Zeit verschlechtern sich bei vielen Betroffenen die Hämorrhoiden, wenn sie unbehandelt bleiben und die Symptome nehmen zu. Sie empfinden beispielsweise ein  Fremdkörper- oder Druckgefühl  im Analbereich, wenn sich die Hämorrhoiden in Richtung Darmausgang geschoben haben oder gar durch den After ausgetreten sind. Andere Betroffene haben das Gefühl, dass ihr Darm trotz Stuhlgang  nicht vollständig entleert  ist. 
 Wenn beim Stuhlgang Druck auf das Gefäßpolster ausgeübt wird oder der Schließmuskel die Hämorrhoiden einklemmt, treten mitunter  Schmerzen  auf. Als sehr belastend empfinden es die Erkrankten, wenn unbeabsichtigt Stuhl, Schleim oder Flüssigkeit austritt, weil die Abdichtung des Darms nicht mehr richtig funktioniert. 
   
 Welche Schweregrade gibt es bei Hämorrhoiden? 
 Wie weit fortgeschritten die Hämorrhoiden sind, erkennen Sie nicht an den Beschwerden. Ärzte diagnostizieren den Schweregrad der Hämorrhoiden daran, wie stark das Gefäßpolster vergrößert und wie weit es aus dem After herausgetreten ist. Sie unterscheiden vier Schweregrade, von leicht bis sehr stark ausgeprägt. Diese Einteilung hilft zu entscheiden, welche Behandlung geeignet ist. 
 
  Grad 1 : Von außen sind die Hämorrhoiden nicht sichtbar. Sie sind nur leicht vergrößert und machen oft gar keine Beschwerden. Bei einigen Patienten kommt es aber auch in diesem Stadium schon zu Blutungen und Hautreizungen. 
  Grad 2 : Die Hämorrhoiden sind stärker vergrößert. Beim Stuhlgang und Pressen treten sie aus dem After aus, ziehen sich aber von selbst wieder zurück. Manche Betroffenen haben das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung. 
  Grad 3:  Beim Stuhlgang oder auch bei körperlichen Aktivitäten gleitet das Gefäßpolster aus dem After und zieht sich nicht mehr von alleine zurück. Es muss mit dem Finger zurückgeschoben werden. 
  Grad 4 : Die Hämorrhoiden sind in diesem Stadium dauerhaft aus dem After hervorgetreten und lassen sich nicht mehr zurückdrücken. Die Patienten leiden unter einem dauernden Druck- oder Fremdkörpergefühl und haben häufig Schmerzen. Der Darmverschluss ist nicht mehr dicht und Flüssigkeit und Schleim gehen ab. 
 
 &amp;nbsp; 
   Schwangerschaft und Geburt: Was tun bei Hämorrhoiden? 
  Zuerst die gute Nachricht:  Hämorrhoiden bilden sich nach der Schwangerschaft und Geburt meist von alleine wieder zurück. Eine Operation ist normalerweise nicht nötig. Aber warum bilden sich Hämorrhoiden in Schwangerschaft aus? Frauen haben grundsätzlich ein sehr dehnbares Bindegewebe. Das ist wichtig, denn es erleichtert den Geburtsvorgang. Zudem werden die Haut und das Bindegewebe während der Schwangerschaft nochmals dehnbarer. Frauen, die schon mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, bilden oft eine  Bindegewebsschwäche  aus. 
 Ist das Bindegewebe elastisch, werden unter anderem auch die Hämorrhoiden dehnbarer. Begünstigt wird die Entstehung eines Hämorrhoidalleidens darüber hinaus durch den gesteigerten Blutfluss während der Schwangerschaft. Weil das Ungeborene auf den Bauchraum drückt, fließt außerdem das Blut schlechter ab und staut sich im Gefäßpolster 
 Wenn der Fetus auf den Darm drückt, bekommen viele Schwangere obendrein Probleme mit der Verdauung. Auch das höhere Körpergewicht und ein träger Darm begünstigen  Verstopfungen . Die Presswehen einer vaginalen Geburt verstärken bei vielen jungen Müttern das Hämorrhoidalleiden und sie leiden dann im Wochenbett unter akuten Symptomen. 
 
  Apotheker-Tipp:  Stuhl ist idealweiser weich und geformt. Ist der Stuhl zu hart, begünstigt das die Entstehung der Hämorrhoiden. Für eine gute Verdauung ist es hilfreich, dass Sie sich so viel wie möglich bewegen, ausreichend trinken und Nahrungsmittel mit vielen Ballaststoffe essen. Wenn all das nichts nützt, regen indische Flohsamen oder geschrotete Leinsamen den Darm an. Auch hier gilt: ausreichend trinken! 
 
 Schwangerschaft und Geburt: Wann zum Arzt bei Hämorrhoiden? 
 Blutungen – egal wie schwach oder stark – sind immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen. Wenn es juckt, brennt, nässt oder schmerzt hilft der Arzt bei der Auswahl des geeigneten Mittels. In der Apotheke sind Salben, Cremes oder Analtampons erhältlich. 
 Bei den meisten Frauen bilden sich die Hämorrhoiden zwei bis drei Monate nach der Geburt wieder zurück. Wenn die Beschwerden weiter anhalten, berät der Arzt, welche Behandlung die richtige ist. 
   Wie werden Hämorrhoiden behandelt? 
 Welche Behandlung die passende ist, hängt von dem Ausmaß der Beschwerden ab und davon, wie stark die Hämorrhoiden vergrößert sind. Anfangs helfen mitunter Salben, Zäpfchen oder Sitzbäder. Diese sind in der Apotheke erhältlich, ohne dass ein Rezept vom Arzt vorgelegt werden muss. Sie lindern kurzfristig die Beschwerden, allerdings beseitigen sie nicht die Ursache der Hämorrhoiden. Sind die Hämorrhoiden stärker vergrößert, kommen andere Behandlungen in Frage oder möglicherweise ist sogar eine Operation sinnvoll. Die erste Anlaufstelle ist hier der Hausarzt oder der Proktologe, ein Arzt für Erkrankungen des Enddarms. 
 Salben und Zäpfchen 
 Sind Ihre Beschwerden leicht bis mittelschwer helfen Salben oder Zäpfchen (Suppositorien). Sie verschaffen Linderung, allerdings bessern sie nicht die Hämorrhoiden selbst. Deswegen sollten Sie die Behandlung ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 Wochen durchführen. 
 Eine gute Wirkung gegen schmerzende Hämorrhoiden erzielen  Wundsalben , beispielsweise mit Panthenol oder Zink. Pflanzliche Salben und Zäpfchen mit  Hamamelis , zum Beispiel   Hametum Salbe   oder   Zäpfchen  , hemmen die Entzündung, weshalb sie die Hautreizung und den Juckreiz lindern. Ebenfalls entzündungshemmend wirkt Bismutgallat als Salbe oder Zäpfchen. 
 
  Apotheker-Tipp:  Tagsüber eignen sich Salben besonders gut. Beispielsweise beim Gang auf die Toilette oder nach dem Duschen können Sie Salben einfach mit einem Applikator anwenden. Abends lassen sich Zäpfchen oder Analtampons im Liegen einführen und wirken über Nacht direkt im Analkanal. Analtampons können Sie auch leicht selbst herstellen, indem Sie auf eine Kompresse Salbe auftragen und anschließend einlegen. 
 
 Eine andere Möglichkeit bei Juckreiz und Schmerzen sind Salben mit  betäubenden Wirkstoffen  wie Lidocain, zum Beispiel Posterisan akut oder   Quinisocain  , Haenal akut Creme. In unserem Online-Shop erhalten Sie auch Salben mit einer Kombination aus Lidocain und Bismutgallat. Salben mit betäubenden Wirkstoffen sollten Sie nicht länger als 3 Tage anwenden. 
 Manchmal verschreibt der Arzt Salben mit Kortison, wie zum Beispiel Prednisolon oder Hydrocortison, die entzündungshemmend wirken. Da sie bei längerer Anwendung mitunter unerwünschte Wirkungen haben, ist die Anwendungsdauer zeitlich begrenzt. 
 Eingriffe bei Hämorrhoiden 
 Bei  geringer ausgeprägten Hämorrhoiden  Grad 1 und 2 behandeln Ärzte normalerweise mit kleineren ambulanten Eingriffen. Dabei werden die Hämorrhoiden entweder verödet oder abgebunden (Gummibandligatur). So wird versucht, eine Operation zu vermeiden oder zu mindestens für einige Jahre aufzuschieben. 
 Weil beide Verfahren meist schmerzfrei sind und ohne Narkose durchgeführt werden, muss man meist gar nicht ins Krankenhaus. Der Arzt kann sie ambulant in seiner Praxis durchführen. 
 
 Die  Verödung  ist eine Möglichkeit der Behandlung bei Hämorrhoiden Grad 1 oder 2. Ärzte bezeichnen das Verfahren auch als Sklerosierungstherapie. Dabei spritzt der behandelnde Arzt einen Wirkstoff in das Gefäßpolster. Weil die Durchblutung durch den Wirkstoff verringert wird, stirbt das Gewebe ab und wird kleiner. 
 Mehr und mehr wird das Verfahren der  Gummibandligatur  von Ärzten angewendet. Dabei werden die Hämorrhoiden mit Gummibändern abgebunden. Nach ein paar Tagen stößt der Körper das Gewebe ab und die Hämorrhoiden fallen einfach ab. Diese Methode ist bei Hämorrhoiden Grad 2 und manchmal noch bei Grad 3 möglich. 
 
 &amp;nbsp; 
 Nachteil dieser beiden Methoden ist, dass sich die Hämorrhoiden manchmal erneut ausbilden. Zu einer  Operation  der Hämorrhoiden raten Ärzte dann, wenn die Symptome für den Betroffenen sehr belastend sind und eine Behandlung der Beschwerden nicht mehr ausreicht. Nur bei etwa einem von zehn Patienten, die zu einem Arzt gehen, ist eine Operation notwendig. 
 Mit einer OP versuchen Ärzte bei dem betroffenen Patienten wieder einen normalen Analkanal herzustellen. Wohingegen in der Regel nicht, wie früher, das vergrößerte Gefäßpolster vollständig entfernt wird. Denn dies birgt die Gefahr einer Stuhlinkontinenz. Heutzutage werden moderne  minimal-invasive Verfahren  der Hämorrhoidektomie – also der operativen Entfernung stark vergrößerter Hämorrhoiden – bevorzugt. Ärzte wenden dabei verschiedene Methoden an: 
 
 OP nach Longo Diese OP-Methode ist ein modernes Verfahren, das dann zum Einsatz kommt, wenn sich die aus dem After hervorgetretenen Hämorrhoiden noch gut zurückschieben lassen.   Oberhalb des Bereichs der Hämorrhoiden entfernt der Arzt mit einem speziellen Gerät, dem Stapler, einen Streifen der Anal-Schleimhaut. Wenn die nun entstandenen Wundränder mit dem Stapler aneinander geklammert werden, werden die hervorgetretenen Hämorrhoiden zurück in den Analkanal gezogen und gelangen so wieder an ihren ursprünglichen Platz. Deswegen wird die OP-Methode auch als „anales Lifting“ bezeichnet.   Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Hämorrhoiden weitgehend erhalten bleiben und damit weiterhin ihre Funktion ausüben. Unbeabsichtigtes Ausscheiden von Schleim und Luft sind daher in der Regel keine Folgen der Operation. Ebenso treten bei dieser Operationsmethode seltener und weniger lange Schmerzen auf, so dass die Operierten schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden und ihrem Alltag nachgehen können.   Dennoch können wie bei jeder Operation auch Komplikationen auftreten. Dazu zählen unter anderem Stuhlentleerungsstörungen und Inkontinenz. Manchmal treten schwerwiegende Komplikationen auf oder es bilden sich erneut Hämorrhoiden.    
 HAL-Methode  HAL steht für  H ämorrhoiden  A rterien  L igatur. Dabei wird die Blutzufuhr zu den Hämorrhoidalknoten verringert, indem der Arzt eine Naht setzt und die versorgenden Arterien abschnürt. Dabei werden die Arterien mittels eines speziellen Ultraschallgerätes aufgefunden. Die Hämorrhoiden verkümmern nach einigen Wochen. Das Verfahren ist nur dann geeignet, wenn sich die hervorgetretenen Hämorrhoiden noch zurückdrücken lassen.  Vorteil der HAL-Methode ist, dass die Patienten keine Narkose benötigen und meist schon am nächsten Tag wieder arbeitsfähig sind. Das Verfahren verursacht in der Regel wenig Schmerzen. Allerdings bilden sich häufig erneut vergrößerte Hämorrhoiden aus. Eine Wiederholung der Behandlung ist jedoch möglich.   
 RAR  RAR ist die Abkürzung für den englischen Begriff  R ecto- A nal- R epair. Auf Deutsch wird das Verfahren als Rekto-Anale-Pexie oder als Dopplersonographisch gezielte Mukopexie bezeichnet.  Bei diesem Verfahren wird die Schleimhaut innerhalb des Darms mit einer Naht gestrafft und die hervorgetretenen Hämorrhoiden nach innen gezogen. Für die Operation erhält der Patient eine Rückenmarks- oder Vollnarkose. Die RAR gilt als besonders schonend und als komplikationsärmer als die OP nach Longo, bei der geklammert wird. Die meisten Operierten kehren nach 2 bis 4 Tagen zu ihren Alltagsaktivitäten zurück. 
 
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 Nur bei  höhergradigen Hämorrhoiden  (Grad 4) empfiehlt der Arzt eine Operation. Die Eingriffe werden im Krankenhaus unter Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Nach der Operation kann es nötig sein, dass Sie einige Tage im Krankenhaus verbringen müssen. In den ersten Tagen nach der Operation haben einige Patienten Schmerzen und Probleme beim Sitzen und werden dann mit Schmerzmitteln behandelt. 
 Die  Stapler-Methode  ist ein neues chirurgisches Verfahren bei höhergradigen Hämorrhoiden. Der Arzt verwendet dabei eine Art Klammergerät, mit dem die vergrößerten Hämorrhoiden entfernt und die Wunde geklammert wird. Die Operationszeit ist bei dieser Methode kürzer und der Patient muss nicht so lange im Krankenhaus bleiben, wie bei den herkömmlichen OP-Methoden. Zudem treten weniger oft Schmerzen auf. 
 Seltener werden herkömmliche Techniken zur Entfernung der Hämorrhoiden angewendet. Sie sind meist mit einer langen Phase der Heilung verbunden und oft schmerzhaft. Außerdem muss manchmal mit einem plastischen Eingriff die normale Anatomie des Analkanals wiederhergestellt werden. 
 Hausmittel 
 Sind Ihre Beschwerden durch die Hämorrhoiden noch gering, verschaffen Ihnen zum Glück oft Hausmittel Linderung. 
 Weil die Verdauung und das  Verhalten auf der Toilette  eine wichtige Rolle bei Hämorrhoiden spielen, können Sie hier ansetzen, um Beschwerden zu lindern. Denn das Pressen beim Toilettengang belastet die Hämorrhoiden und bereitet Schmerzen. Wir haben  3 Tipps  für Sie, wie Sie das Pressen auf der Toilette vermeiden: 
 
 Gehen Sie ohne Zeitdruck auf die Toilette. 
 Gehen Sie bei Stuhldrang auf die Toilette und schieben Sie den Gang nicht auf. 
 Beugen Sie Verstopfung vor. 
 
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 Die Anwendung von Analdehnern kann zudem Beschwerden lindern, denn sie lockern die Muskulatur und sorgen für eine gute Durchblutung. 
 
  Unser Tipp für eine gute Verdauung:  Für eine gute Verdauung ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Sind Sie ansonsten gesund, sollten Sie etwa 2 Liter am Tag trinken. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel regen außerdem Ihren Darm an und sorgen zusammen mit der Flüssigkeit für eine ausreichende Füllung des Darms. 
 
 Als ballaststoffreiche Lebensmittel sind Obst, Gemüse und Vollkornprodukte empfehlenswert. Am besten gewöhnen Sie Ihren Darm langsam an die Ballaststoffe – denn gerade, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen, braucht es dafür einige Zeit. Probieren Sie außerdem aus, welche ballaststoffreichen Nahrungsmittel Sie gut vertragen. Nicht jeder verträgt eine ballaststoffreiche Ernährung gleich gut. Ausreichend Bewegung sorgt außerdem dafür, dass der Darm nicht träge wird. Denn nur ein Darm der sich ausreichend bewegt, befördert den Stuhl nach draußen. 
 Verwenden Sie nach Möglichkeit keine Abführmittel – auch keine pflanzlichen. Oft helfen Hausmittel, die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Dörrpflaumen,   Floh- oder Leinsamen   im morgendlichen Müsli regen zum Beispiel die Verdauung an. Und vergessen Sie nicht, ausreichend dazu zu trinken. Manchen hilft es, ein Glas stilles, lauwarmes Wasser gleich nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen zu trinken, um den Darm in Schwung zu bringen. 
 Einige Patienten mit Hämorrhoiden empfinden  Sitzbäder  als sehr wohltuend, denn sie verbessern die Durchblutung und lindern Entzündungen. Für ein Sitzbad wird kaltes oder warmes Wasser in eine Sitzbadeschüssel oder in die Dusch- oder Badewanne gefüllt. Dusch- oder Badewannen werden nur zum Teil befüllt. Das Wasser sollte Ihren Unterleib und den oberen Bereich Ihrer Oberschenkel bedecken. 
 Ganz nach Ihren Vorlieben, wird das Sitzbad 10 oder 15 Minuten in klarem Wasser durchgeführt oder Sie setzten Heilkräuter wie Kamille, Arnika, Hamamelis oder Eichenrinde zu. Diese Zusätze sind rezeptfrei in unserem Online-Shop erhältlich. Unser Tipp: Gönnen Sie sich nach dem Sitzbad Ruhe – so beugen Sie Kreislaufproblemen vor. 
 Nicht selten ist der Bereich des Gesäßes gereizt, weil nach dem Toilettengang feuchte Stuhlreste am After zurückbleiben. Deshalb empfiehlt es sich, den Bereich  gut  mit Wasser oder angefeuchtetem Toilettenpapier  zu reinigen . Anschließend wird die Haut sorgfältig getrocknet. Auf feuchtes Toilettenpapier oder Waschlotionen reagiert die Haut nicht selten empfindlich, wenn reizende Stoffe enthalten sind. 
   Wann muss man zum Arzt bei Hämorrhoiden? 
 Haben Sie den Verdacht, Hämorrhoiden zu haben? Sind Ihre Beschwerden unangenehm, belastend oder haben Sie sogar Blut auf dem Toilettenpapier entdeckt? In diesen Fällen raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen. 
 Vielleicht sind Ihnen Ihre Hämorrhoiden peinlich und Sie möchten nicht gerne über Ihre Beschwerden sprechen? In dem Fall können Sie ganz beruhigt sein – weil Hämorrhoiden weit verbreitet sind, gehören sie zum Praxisalltag der Ärzte. Sie müssen sich deshalb nicht schämen und können offen über Ihre Beschwerden sprechen. 
 Und es lohnt sich, frühzeitig zum Arzt zu gehen. Denn anfangs genügen oft einfache Maßnahmen zur Behandlung und ein weiteres Anschwellen der Hämorrhoiden kann verhindert werden. Wird die Behandlung zu lange hinausgezögert, verschlimmern sich die Beschwerden. Denn das vergrößerte Gefäßpolster bildet sich nicht von alleine zurück. 
 Ansprechpartner für Ihre Beschwerden sind der Hausarzt oder ein Facharzt für Proktologie. Ein Proktologe ist spezialisiert auf Erkrankungen im Bereich des Enddarms. 
 Beim Arztbesuch wird festgestellt, ob Sie tatsächlich unter vergrößerten Hämorrhoiden leiden, wie weit diese fortgeschritten sind oder ob eventuell eine andere Erkrankung die Ursache für Ihre Beschwerden ist. Denn ähnliche Symptome wie Hämorrhoiden verursachen Analfissuren, Analekzeme, Analvenenthrombosen oder auch Analfisteln. Mit dem Arzt können Sie außerdem besprechen, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen. 
 Beim Arztbesuch: Wie läuft die Untersuchung ab? 
 Bei Ihrem ersten Besuch wird der Arzt Sie nach Ihren Beschwerden und nach Ihrem Stuhlgang fragen. Vielleicht wird er mit Ihnen auch darüber sprechen, wie Sie sich ernähren und wieviel Sie sich körperlich bewegen. Im Anschluss wird er Sie untersuchen. 
 Da die Untersuchung normalerweise schmerzfrei ist, brauchen Sie keine Angst zu haben. Sie dauert nur wenige Minuten und findet auf einem speziellen Behandlungsstuhl statt. Mit seinem Finger untersucht der Arzt den betroffenen Bereich. Außerdem schaut der Arzt, ob die Hämorrhoiden bereits aus dem After hervorgetreten sind. Bei einem Verdacht auf vergrößerte Hämorrhoiden wird er eine Spiegelung des Enddarms durchführen. Mit Abführmittel, Zäpfchen oder einem Einlauf wird vorab der Enddarm entleert. Manchmal ist ergänzend eine Darmspiegelung notwendig. 
   Hämorrhoiden: Wie beuge ich vor? 
 Verantwortlich für die Hämorrhoiden sind zumeist häufige Verstopfung, Bewegungsmangel und falsche Ernährung – damit verbunden auch Übergewicht. Also gilt es hier anzusetzen und das eigene Verhalten zu ändern. 
 Was essen bei Hämorrhoiden? 
 Ist Ihre Ernährung reich an  Ballaststoffen , wirkt sich das positiv auf die Verdauung aus. Pflanzliche Lebensmittel sind gute Lieferanten für Ballaststoffe, tierische Nahrungsmittel dagegen weniger. Wenn Sie bisher wenig Ballaststoffe zu sich genommen haben, gewöhnen Sie sich am besten langsam an die Faserstoffe. Wählen Sie solche  Obst- und Gemüsesorten , die Sie vertragen. 
  Vermeiden  Sie Lebensmittel, die stark blähen. Gerade ein nur wenig an Ballaststoffe gewöhnter Darm tut sich schwer damit Hülsenfrüchte, Kohlsorten und Zwiebeln zu verdauen. Bei Brot, Reis und Nudeln sind  Vollkornprodukte  eine gute Wahl. Denn die meisten Ballaststoffe stecken in den Randschichten der Getreidekörner. Bei Weißmehlprodukten sind diese Schichten entfernt worden. 
  Trinken  Sie außerdem über den Tag verteilt etwa 2 Liter zuckerfreie Getränke – beispielsweise Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertees. 
 
  Apotheker-Tipp:  Eine ausreichende Trinkmenge ist nötig, um die Ballaststoffe im Darm aufquellen zu lassen. Dadurch füllt sich der Darm und die Verdauung wird angeregt.  Um das Trinken nicht zu vergessen ist, stellen Sie sich beispielsweise an den Arbeitsplatz und in die Küche jeweils eine große Kanne mit Wasser oder Tee. So werden Sie immer wieder daran erinnert, etwas zu trinken und sie können nachvollziehen, wieviel Sie am Tag getrunken haben. 
 
 Hämorrhoiden: Bewegung tut gut 
 Im Vergleich zu unseren Ur-Ur-Ahnen haben wir einen sehr bewegungsarmen Lebensstil – gerade, wenn wir einer sitzenden Tätigkeit nachgehen. Für einen gut funktionieren Darm ist ausreichend Bewegung aber wichtig, denn das bringt den Darm in Schwung. Positiv wirkt sich Bewegung zudem auf das Körpergewicht aus. 
 Ob Spazierengehen, Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Gymnastik – gut geeignet sind Sportarten, die den Beckenboden nicht belasten. Ein Training des Beckenbodens ist zudem empfehlenswert. 
 Versuchen Sie, sich täglich zu bewegen und tagsüber öfter mal aufzustehen. Bewegung lässt sich ganz leicht in den Alltag einbauen. Wie wäre es mit einem flotten Spaziergang nach Feierabend? Oder statt des Liftes mal die Treppe zu benutzen? Sie können auch einfach mal zwischendurch aufstehen und zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen! Sportarten wie Tennis, Joggen, Aerobic oder Krafttraining belasten den Beckenboden und sind deswegen bei vergrößerten Hämorrhoiden nicht zu empfehlen. Das Gleiche gilt für das Heben und Tragen schwerer Gegenstände. Denn durch die Belastung des Beckenbodens verstärken sich nämlich oftmals die Beschwerden. 
  Unser Tipp:  Was Sie selbst bei Hämorrhoiden tun können 
 
  Ausreichend trinken:  Etwa 2 Liter ungesüßte Getränke pro Tag. 
 Versuchen Sie, ein  gesundes Körpergewicht  zu erreichen und dieses zu halten. So entlasten Sie Ihre Hämorrhoiden. 
  Verstopfung vermeiden:  Mit einer ballaststoffreichen Ernährung und genügend Bewegung unterstützen Sie Ihre Verdauung. 
 Nehmen Sie sich  Zeit für den Gang auf die Toilette  und gehen Sie auf Toilette, wenn Sie Stuhldrang verspüren. 
  Hygiene am Po:  Mit Wasser angefeuchtetes Toilettenpapier hilft den empfindlichen Bereich zu reinigen, ohne ihn zusätzlich zu reizen. 
  Suchen Sie Rat:  Belasten Sie Ihre Beschwerden, helfen Arzt oder Apotheker weiter. 
 
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  Jetzt weiterlesen:  
 
  Hausmittel gegen Verstopfung: Tipps gegen eine träge Verdauung  
  Was gegen Durchfall hilft: Die besten Tipps, um Durchfall mit Hausmitteln zu bekämpfen  
  Verdauungsbeschwerden – wenn Magen und Darm das Leben schwer machen   
 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Bildquellen: adobe.stock.de - Dragana Gordic, bilderzwerg 
 Quellen: gesund.bund.de. Hämorrhoiden. Stand 07.01.2022. gesundheitsinformation.de. Vergrößerte Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden). Stand 03.11.2021.   
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                            <updated>2022-11-30T06:15:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Blähungen: Von den Ursachen zur gezielten Behandlung</title>
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                 Blähungen unterschiedlicher Ursachen sind für viele Menschen ein unerwünschter Begleiter in verschiedenen Lebensphasen: Vom Baby bis zum Senior sind alle Altersgruppen betroffen. Meist wird nicht über das als peinlich empfundene Phänomen gesprochen, sondern darauf gewartet, dass die Beschwerden im Darm von selbst wieder abklingen. Bei gewöhnlichen Auslösern wie Stress oder schwerverdaulichem Essen ist das in der Regel auch der Fall, doch  mitunter verbergen sich hinter den Blähungen andere Ursachen und gegebenenfalls ernste Krankheiten  – vor allem wenn sich Symptome wie starke Bauchschmerzen oder Übelkeit hinzugesellen. Dann sind weitere Schritte nötig, um die Beschwerden im Körper wieder in den Griff zu bekommen. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Ursachen von Blähungen sowie die optimale Behandlung wissen sollten. 
 Im weiteren Verlauf unseres Ratgebers erfahren Sie mehr über: 
 
 
   Was sind Blähungen?    
   Welche Ursachen haben Blähungen?    
   Exkurs: Bei Babys sind Blähungen keine Seltenheit    
   Was kann man gegen Blähungen tun?   
   Wann sind Blähungen ein Fall für den Arzt?    
 
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   Was sind Blähungen? 
 Bevor wir näher auf die Ursachen von Blähungen eingehen, möchten wir Ihnen kurz erklären, was sich hinter den Beschwerden eigentlich verbirgt. Blähungen, auch Flatulenz genannt, sind an sich nichts Außergewöhnliches. Praktisch jeder Mensch, vom Kind bis zum Erwachsenen, hat zuweilen  etwas Luft im Darm, die dann auf natürlichem Weg als Darmwind über den After abgegeben wird . Diese Luft entsteht zwangsläufig während der Verdauung von Essen; sie wird von Bakterien gebildet und ist ein Mix aus CO2, Methan, Ammoniak, Stickstoff, Wasserstoff und weiteren Komponenten. Der solcher Art aufgetriebene Bauch bzw. Darm, der im Volksmund meist einfach Blähbauch genannt wird, wird in der Medizin auch als Meteorismus bezeichnet. 
 
   
  Genau genommen:  Die Begriffe Blähungen und Flatulenz werden meist synonym gebraucht. Während aber Blähungen einen Überschuss an Luft im Darm bezeichnen, bezieht sich Flatulenz nur auf die konkrete Form der Abgabe dieser Luft als Darmwinde. Neben dem Ablassen von Winden gibt es noch andere Möglichkeiten, die überschüssige Luft zu abzugeben: durch Aufstoßen, einfaches Ausatmen oder durch die Bakterien selbst. Auch ein unangenehmer Geruch der abgehenden Winde muss nicht zwangsläufig auf ein Problem hinweisen, sondern ist in den meisten Fällen dem Verdauungsprozess geschuldet, bei dem Darmgase entstehen, die zum Beispiel Schwefel und andere geruchsintensive Gärungsprodukte enthalten. 
   Welche Ursachen haben Blähungen? 
 Obwohl Blähungen in gewissem Ausmaß ganz natürlich sind, gibt es eine Anzahl besonderer Auslöser bzw. Ursachen, die das Auftreten von Blähungen begünstigen können. Viele davon lassen sich vermeiden oder zumindest einschränken. Im Folgenden finden Sie eine beispielhafte Übersicht mit typischen Ursachen: 
 
  blähendes Essen,  wie z.B. Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Kohl und unreifes Obst 
  schwer verdauliche Kombinationen bestimmter Lebensmittel , wie beispielsweise frisches Obst mit Milchprodukten und Getreide 
  kohlesäurehaltige Getränke , z.B. Mineralwasser, Cola, Limonaden 
  Kaffee und Alkohol  
  ballaststoffreiche Ernährung , zum Beispiel bei einer Umstellung auf Vollkornprodukte 
  fettige und süße Speisen  
 eine langwierige  Verstopfung  
 eine  Verengung im Darm , etwa durch Narben, eine Geschwulst oder Entzündungen 
  Nahrungsmittelallergien  (vor allem Kinder mit Neurodermitis reagieren beispielsweise oft auf Weizen, Milch oder Hühnerei) 
  Nahrungsmittelunverträglichkeiten , wie etwa Milchzucker- bzw. Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit, Fructoseintoleranz, Histaminintoleranz 
  Verschlucken von Luft  (Aerophagie) durch eine zu hastige Zufuhr von Essen oder Trinken aus der Flasche 
  zu wenig Bewegung  im Alltag begünstigt Darmträgheit und Blähungen 
  Psychische Belastungen , wie Stress und Angstgefühle 
  Schwangerschaft , durch das Hormon Progesteron, das vermehrt in der Schwangerschaft produziert wird, entspannt sich das Muskelgewebe der Organe und die Verdauung wird träge 
  Reizdarmsyndrom  
  Nebenwirkungen  nach der Einnahme von Medikamenten 
 
 &amp;nbsp; 
 Erkrankungen mit Blähungen als Symptom 
 
 chronische Darmentzündung (Morbus Crohn) 
 Darmkrebs 
 Leberzirrhose 
 Magenschleimhautentzündung 
 Darmverschluss 
 Herzschwäche 
 Bauchspeicheldrüsenerkrankung 
 
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 Psychische Beschwerden als Ursache für Blähungen 
 Der enge Zusammenhang von körperlichen Beschwerden mit der Psyche wird noch immer von vielen Menschen unterschätzt. Dabei hat eine aktuelle Studie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ergeben, dass gerade ein  hoher Leistungsdruck und seelischer Stress im Alltag das Reizdarmsyndrom und damit auch Blähungen begünstigen können . Darüber hinaus spielt auch das Geschlecht eine Rolle: Frauen sind weit häufiger betroffen als Männer. 1  
 Nahrungsunverträglichkeiten als Ursache für Blähungen 
 Zu den häufigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die im Zusammenhang mit Blähungen stehen, gehören: 
 
  Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit):  Bei dieser Unverträglichkeit zersetzen statt Laktase-Enzyme, die zu wenig vorhanden sind, Darmbakterien den Milchzucker, wodurch es zu einer vermehrten Bildung von Gasen kommt. Zusätzlich kann es zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Krämpfen kommen. 
  Fructoseintoleranz:  Diese Nahrungsmittelunverträglichkeit kennzeichnet sich dadurch aus, dass der Dünndarm Fruchtzucker nur in kleinen Mengen aufnehmen und verwerten kann. Der Rest gelangt in den Dickdarm und wird von Darmbakterien zersetzt, wodurch Gase entstehen, die Blähungen verursachen. 
  Zöliakie (Glutenunverträglichkeit):  Der in verschiedenen Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß Gluten führt zu Entzündungen im Dünndarm und kann Blähungen als Symptom aufweisen. 
  Nahrungsmittelallergien:  Allergische Reaktionen bei der Aufnahme von bestimmten Nahrungsmitteln können neben weiteren Beschwerden Blähungen verursachen. 
 
 Ernährung als Ursache für Blähungen 
 Einige Lebensmittel, die fast täglich auf der Speisekarte stehen, sind dafür bekannt, Blähungen zu verursachen. Dazu zählen vor allem Kohlsorten, Hülsenfrüchte und Zuckerersatzmittel. Auch größere Mengen von Proteinen und Kohlenhydraten, sowie fettige, üppige oder süße Speisen können eine höhere Aktivität von Darmbakterien auslösen, die zu Blähungen führt. 
 Auch kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee sowie Alkohol begünstigen Blähungen. Häufig entweicht die Luft über Aufstoßen durch den Mund. Nicht selten gehen daher Blähungen und Aufstoßen miteinander einher. 
 Aber nicht nur ungesunde Speisen fördern Darmwinde: Auch Ballaststoffe liegen schwer im Magen. Obwohl Ballaststoffen ein positiver Einfluss auf die Gesundheit nachgesagt wird, Obwohl Ballaststoffen ein positiver Einfluss auf die Gesundheit nachgesagt wird, könnte der ein oder andere Probleme mit der Umstellung auf ballaststoffreiche Kost haben und mit Völlegefühl oder Blähungen reagieren. 
 Blähungen durch ballaststoffreiche Ernährung 
 Blähungen werden zumeist mit einem unangenehmen Geruch in Verbindung gebracht und per se als negativ abgetan, müssen aber nicht immer ein schlechtes Zeichen sein. Tatsächlich wurde bei einer aktuellen Untersuchung an der  Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health  erst im Januar 2020 bestätigt,  dass eine ballaststoffreiche Ernährung im Verbund mit pflanzlichen Proteinquellen zu vermehrten Blähungen führen kann . In diesem Fall könnten die Blähungen ein Zeichen für die gesteigerte Bildung nützlicher Darmbakterien sein und sind deshalb kein Grund zur Beunruhigung. 2  
 Grundsätzlich gilt eine ballaststoffreiche Ernährung als gesund und empfehlenswert. Experten raten ausdrücklich dazu, etwa 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Eine solche Ernährung soll der gängigen Meinung auch vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten vorbeugen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. 3  
 Auf keinen Fall sollten deshalb kurzfristig auftretende Blähungen zum Anlass genommen werden, die vermehrt aufgenommenen Ballaststoffe wieder zu reduzieren. Stattdessen empfiehlt sich eine vorsichtige Umstellung der Ernährung, um den Darm nicht durch einen allzu plötzlichen Wechsel zu überfordern. Die gute Nachricht lautet: Durch Ballaststoffe ausgelöste Blähungen riechen meist weniger stark. Hat sich Ihre Verdauung erst einmal an diese neue Art der Ernährung gewöhnt, nehmen auch die Blähungen in der Regel wieder ab. 
 Weit verbreitet: Blähungen während der Schwangerschaft 
 Schwangere Frauen sind besonders häufig von Blähungen betroffen. Das liegt vor allem an dem Hormon Progesteron, auch Gelbkörperhormon oder Corpus-Iuteum-Hormon genannt, das während der Schwangerschaft verstärkt im Körper gebildet wird.  Progesteron wirkt an sich entspannend auf den Darm , allerdings wird dadurch auch die Verdauung verlangsamt und die Bildung von Gasen im Dickdarm gefördert, was bei vielen Schwangeren einen Blähbauch verursachen kann. Die Blähungen treten meist bereits in der Frühschwangerschaft auf und nehmen im Laufe der Schwangerschaft oft noch weiter zu, da durch den wachsenden Körper des ungeborenen Kindes im Bauch immer weniger Raum für die entstehenden Gase bleibt. 
  Übrigens:  Durch die Hormonumstellung und verlangsamte Verdauung leiden viele Schwangere vielfach auch unter Verstopfungen. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet und je größer das Baby wird, belasten die werdende Mutter dann häufig Schwangerschaftsbeschwerden wie ein unangenehmes Völlegefühl und Sodbrennen.  Tipps zu Hausmitteln bei   Verstopfung   und   Sodbrennen  , die auch für Schwangere geeignet sind, finden Sie ebenfalls in unserem Ratgeber. 
    Exkurs: Bei Babys sind Blähungen keine Seltenheit 
 Nach der Geburt leiden viele Neugeborene unter Blähungen; diese werden durch die Umstellung und Anpassung des Darms an den neuen Lebensraum und die Ernährung nach der Geburt verursacht. Außerdem kann es beim Stillen der Kinder dazu kommen, dass  beim Trinken der Muttermilch viel Luft verschluckt wird, was ebenfalls zu Blähungen führen kann . In der Regel treten derart harmlose Blähungen bei Babys bereits kurz nach der Mahlzeit auf und sind in den meisten Fällen kein Grund zur Beunruhigung. 
 
  Gut zu wissen:  Wenn die Babys andauernd schreien und sich weder durch Stillen bzw. das Geben der Flasche, durch Windelwechseln noch durch beruhigende Worte oder eine sanfte Bauchmassage mit der Hand beruhigen lassen, kann dies ein Anzeichen für die sogenannten Baby- oder  Drei-Monats-Koliken  sein. Halten die Beschwerden an, sollten die Eltern unbedingt mit ihrem Kinderarzt und/oder ihrer Hebamme darüber sprechen, um etwaige ernstere Ursachen und Krankheiten ausschließen zu lassen. 
 
 Wenn das Baby die aufgestaute Luft nicht schnell genug abbauen kann und auch kein Bäuerchen oder ein Darmwind möglich sind, dann kann die gestaute Luft zu einer Verschiebung des Zwerchfells führen und krampfartige Schmerzen auslösen. Da die Atmung bei Babys vor allem über das Zwerchfell funktioniert, beeinträchtigt ein Blähbauch die Bauchatmung eines Säuglings erheblich. Wenn Ihr Baby viel schreit, kann also ein Blähbauch die Ursache sein. Achten Sie auf einen verhärteten Bauch, auf eine gekrümmte Körperhaltung und angezogene Beine. Auch Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen sind Anzeichen für Blähungen, ebenso natürlich auffällig laute und häufige Darmwinde. 
 Viele Eltern dürfte beruhigen, dass ein Baby, das unter Blähungen leidet und dabei schreit, nicht unbedingt Schmerzen hat. Die Forschung geht heute davon aus, dass das Baby einfach mit der Situation überfordert ist und Schwierigkeiten hat, sich angesichts der ungewohnten Prozesse im Bauch selbst zu beruhigen. 
  Apotheker-Tipp für Eltern mit kleinen Babys:   Gut geeignet für die Behandlung von Blähungen bei Babys sind Arzneimittel mit dem Wirkstoff Simeticon . Diese finden Sie in unserer Online-Apotheke beispielsweise rezeptfrei in Form entschäumender Medikamente wie Lefax Pump-Liquid oder Velgastin Blähungen Tropfen für die ganze Familie. Details zum Wirkstoff finden Sie weiter unten im Ratgeber. 
   Was kann man gegen Blähungen tun? 
 Im überwiegenden Teil der Fälle lassen sich Blähungen auf eine ungünstige Ernährung zurückführen. Oft genügen deshalb ein paar einfache Anpassungen auf dem Speiseplan, um das häufige Auftreten der Blähungen zu reduzieren. Außerdem gibt es auch diverse Hausmittel, mit denen Sie Blähungen wirksam begegnen können. Hilft all das nicht, können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt zur Behandlung auch auf bewährte Arzneimittel aus unserer Online-Apotheke zurückgreifen. 
 Eine angepasste Ernährung gegen Blähungen 
 Gerade Blähungen, die durch einen besonders intensiven und unangenehmen Geruch auffallen, haben häufig mit einer unausgewogenen bzw. einseitigen Ernährung zu tun. Es ist weithin bekannt, dass bestimmte Lebensmittel eine bestimmte Wirkung auf den Körper bzw. den Darm haben.  Manche Lebensmittel verursachen beispielsweise ein starkes Völlegefühl, andere gelten als Auslöser von Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall . Mit diesem Wissen lassen sich meist schon durch kleine Umstellungen der Ernährung große Erfolge erzielen. 
 Leiden Sie vermehrt unter Blähungen, gilt für Sie insbesondere: 
 
 Meiden Sie blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, Zwiebeln und Knoblauch. 
 Verzichten Sie möglichst auf kohlensäurehaltige Getränke wie Sprudelwasser und Softdrinks. 
 Reduzieren oder meiden Sie Diät- und Lightprodukte mit Zuckerersatzstoffen wie Fruktose-Zusatz oder Sorbit. 
 Essen und trinken Sie langsam, denn durch eine hastige Nahrungsaufnahme kann viel Luft in den Darm gelangen. 
 Setzen Sie bevorzugt auf mehrere kleine Mahlzeiten anstelle von wenigen großen Portionen am Tag. 
 Verwenden Sie beim Kochen Gewürze, die Ihre Verdauung anregen, zum Beispiel Majoran, Fenchel, Koriander, Kümmel oder Anis. 
 Essen Sie möglichst salzarm, da auch Salz Blähungen fördern kann. 
 
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 Mittel aus der Apotheke gegen Blähungen 
 Während viele Strategien gegen Blähungen (zum Beispiel eine Umstellung der Ernährung) eher auf einen mittel- bis langfristigen Erfolg ausgelegt sind, gibt es auch  Arzneimittel bzw. Wirkstoffe, die schnell und im akuten Fall gegen Blähungen helfen können . Im Folgenden stellen wir Ihnen beispielhaft zwei davon vor: 
 Simeticon 
 Ein bewährter Wirkstoff zur Behandlung von Blähungen ist Simeticon. Simeticon verhindert die Ansammlung von Gasen im Darm und sorgt gleichzeitig für eine natürliche und rechtzeitige Abfuhr der Gase über Abatmen, Aufstoßen und milde Darmwinde.  Produkte mit Simeticon finden Sie beispielsweise als leicht einzunehmende Kapseln, Suspension oder Kautabletten rezeptfrei in unserer Online-Apotheke.  Medikamente mit Simeticon gibt es auch in Verbindung mit Verdauungsenzymen, die den Organismus bei der Verdauung unterstützen können. Besonders praktisch:  Produkte mit dem Wirkstoff Simeticon sind für alle Altersgruppen und damit für die ganze Familie geeignet , sodass es sich anderem auch für die Behandlung von Säuglingskoliken einsetzen lässt. Bitte beachten Sie dennoch die Packungsbeilage und Herstellerangaben, ab welchem Alter das jeweilige Medikament verabreicht werden darf. 
 Carmenthin 
 Carmenthin enthält eine bewährte Wirkstoffkombination, die auf zwei natürliche Inhaltsstoffe gegen Blähungen setzt:  Kümmelöl und Pfefferminzöl . Kümmelöl beruhigt und entbläht den Darm, während Pfefferminzöl für seine schmerzlindernden Eigenschaften bekannt ist. Carmenthin finden Sie in unserer Online-Apotheke in Form von rezeptfreien, magensaftresistenten Kapseln. Nach der Einnahme setzt die Wirkung nicht im Magen, sondern erst im Darm ein und ist damit auch für eine langfristige Anwendung gut geeignet. 
 Hausmittel gegen Blähungen 
 Darüber hinaus haben sich zahlreiche Hausmittel im Kampf gegen einen unerwünschten Blähbauch bewährt. Probieren Sie einige der nachstehenden Tipps aus und beobachten Sie, ob Ihre Blähungen gelindert werden! 
 
  Profitieren Sie von der Kräuterapotheke:  Fenchel, Kamille, Pfefferminze, Kümmel, Wermut, Salbei, Melisse, Ingwer und Anis können den Darm in Form von Tee oder als Gewürz beruhigen und Blähungen lindern. Auch Kombinationen der einzelnen Kräuter sind möglich und schmecken gut. Für einen positiven Effekt können Sie mehrere Tassen am Tag trinken. 
  Regen Sie Ihre Verdauung durch eine Bauchmassage an:  In flacher Rückenlage können Sie Ihren Bauch ganz einfach mit der Hand massieren – führen Sie dazu im Uhrzeigersinn sanft kreisende Bewegungen aus. 
 Sorgen Sie für ausreichend Bewegung im Alltag und treiben Sie regelmäßig Sport: Bewegungsmangel macht den Darm träge und fördert die Flatulenz zusätzlich; mit Sport und Aktivität regen Sie Ihre Verdauung sanft dagegen an. 
  Wohltuende Wärme für den Bauch:  Wärmen Sie Ihren Bauch mit einer Wärmflasche, einem Körnerkissen, einem selbst gemachten Kartoffelwickel oder mit einer feucht-heißen Bauchauflage mit Kamille. Wichtig ist, dass Sie den Umschlag oder die Auflage sofort entfernen, sobald Sie die Wärme als unangenehm empfinden. 
 
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  Hinweis:  Manchmal sind Blähungen auch schlichtweg ein Zeichen für einen anstehenden Stuhlgang und lassen sich leicht durch einen Toilettenbesuch beheben. 
   Wann sind Blähungen ein Fall für den Arzt? 
 Blähungen sind in den meisten Fällen völlig normal und harmlos. Nur selten sind die Blähungen Symptome von ernstzunehmenden Krankheiten. So gibt es verschiedene Erkrankungen im Darm, bei denen Blähungen als Begleiterscheinung auftreten können, und auch bestimmte  Nahrungsunverträglichkeiten – zum Beispiel gegenüber Gluten, Laktose oder Fructose – können Blähungen auslösen . Treten die Blähungen im Verbund mit Erbrechen, starken Bauchschmerzen, häufigem Durchfall bzw. verändertem Stuhlgang auf, ist in jedem Fall ein Besuch beim Arzt ratsam. Möglicherweise leiden Sie unter einem Reizdarmsyndrom oder einer anderen Krankheit, die behandelt werden sollte. Manche Medikamente, die langfristig gegen die Ursachen von Blähungen helfen können, sind teilweise auch nur auf Rezept von einem Arzt erhältlich. Beeinträchtigen Blähungen Ihre Lebensqualität stark und möchten Sie die Ursachen dafür abklären lassen, sollten Sie sich in jedem Fall vertrauensvoll an Ihren Arzt wenden, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten. 
 
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 Jetzt weiterlesen: 
 
    Heilfasten: Informationen und Tipps zur Reinigung von Körper und Geist    
     Darmflora aufbauen: Wichtige Informationen und Tipps     
    Verdauungsbeschwerden – wenn Magen und Darm das Leben schwer machen    
 
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  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise    Fußnoten:   1  https://idw-online.de/de/news658765   2  https://publichealth.jhu.edu/2020/with-high-fiber-diets-more-protein-may-mean-more-bloating   3  https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/blaehungen-luft-im-bauch-ursachen-und-hilfen-739487-mehrseiter-4-selbsthilfe-therapie-bei-blaehungen.html    Bildquelle: eigene Darstellung, adobestock.com 
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                            <updated>2022-08-10T07:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Darmflora aufbauen: Wichtige Informationen und Tipps</title>
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                 Eine gesunde Darmflora ist essenziell für unser Wohlbefinden 
 Die Darmflora, auch Mikrobiota oder Mikrobiom genannt, ist für eine funktionierende Verdauung und ein intaktes Immunsystem unverzichtbar. Sie kann mehrere Billionen gesunde Bakterien enthalten, die sich um die richtige Verwertung einzelner Nahrungsbestandteile und die Blockade von Krankheitserregern kümmern.  Ohne eine gesunde Darmflora drohen dem menschlichen Körper Infekte, Allergien, Hautausschläge, Verdauungsbeschwerden und psychische Probleme . Die Pflege und Förderung der Darmflora ist deshalb lebenswichtig. 
 
 
   Welche Ursachen bewirken eine Störung der Darmflora?    
   Welche Folgen kann eine gestörte Darmflora haben?    
   Wie lässt sich eine gestörte Darmflora wieder aufbauen?    
   Fazit   
 
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   Welche Ursachen bewirken eine Störung der Darmflora? 
 So wichtig die Darmflora auch für den menschlichen Organismus ist, so empfindlich ist sie gleichermaßen gegenüber möglichen Störfaktoren. Es braucht gar nicht viel, um eine gesunde Darmflora aus dem Gleichgewicht zu bringen, und die häufigsten Ursachen für eine Störung im Mikrobiom finden sich in unserem Alltag: Stress und eine ungesunde Ernährung sind für viele Menschen eine leidige und kaum noch wahrgenommene Selbstverständlichkeit. Aber auch Medikamente (zum Beispiel Antibiotika, Hormonpräparate, einige Cholesterin- oder Blutdrucksenker, blutzuckersenkende Mittel oder Kortisonpräparate) können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und ungewollt schädigen, während die Einnahme den Betroffenen gleichzeitig bei der Bekämpfung einer Krankheit unterstützt.  Der Darm ist für unsere Gesundheit von zentraler Bedeutung, sein Wohlergehen ist praktisch gleichbedeutend mit dem Wohlergehen unseres gesamten Körpers.  
 Symptome einer gestörten Darmflora 
 Eine gestörte Darmflora kann sich durch vielfältige Symptome bemerkbar machen. Zuallererst wirkt sich eine gestörte Darmflora auf die Nahrungsaufnahme und Nahrungsverwertung aus, denn nur ein gesunder Darm kann Nahrung vollständig aufnehmen und sinnvoll verwerten. 
 Typische Symptome bei einem gestörten Mikrobiom: 
 
 Verdauungsprobleme (etwa Blähungen, Durchfall und Verstopfung) 
 chronische Müdigkeit 
 allergische Reaktionen 
 Asthma und Heuschnupfen 
 Rheuma 
 Hautkrankheiten (zum Beispiel Akne oder Neurodermitis) 
 geschwächtes Immunsystem, Anfälligkeit für häufige Infekte 
 Pilzerkrankungen (beispielsweise Hefepilze wie Candida albicans) 
 
 &amp;nbsp; 
   Welche Folgen kann eine gestörte Darmflora haben? 
 Heute gilt es in der Medizin als gesichert, dass praktisch jede chronische Erkrankung mit einer gestörten Darmflora in Zusammenhang steht. Allerdings ist noch nicht für alle Krankheiten mit letzter Sicherheit geklärt, ob sie nun die Folge einer gestörten Darmflora oder ob die Krankheiten selbst die Ursache für ein aus dem Gleichgewicht geratenes Mikrobiom sind. 
 Mögliche Folgen einer gestörten Darmflora: 
 
 erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten 
 Allergien, insbesondere auch Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln 
 verschiedene Hautkrankheiten 
 chronische Müdigkeit 
 Reizdarm-Syndrom und allgemeine Beschwerden des Darms 
 rheumatische Erkrankungen wie Arthrose oder Gicht 
 psychische Erkrankungen wie Depressionen 
 möglicherweise Morbus Crohn und Colitis ulcerosa 
 
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  Gut zu wissen:  So ernst diese Folgen im Einzelfall mitunter auch sein mögen, sie sind in den seltensten Fällen irreversibel: Eine gestörte Darmflora lässt sich mit entsprechenden Maßnahmen auch wieder aufbauen. Man spricht in diesem Fall von einer Darmsanierung, die im Idealfall von einem erfahrenen Therapeuten oder Arzt angeleitet werden sollte. 
    Wie lässt sich eine gestörte Darmflora wieder aufbauen? 
 Eine gestörte Darmflora sollte keineswegs sich selbst überlassen werden. Unser Körper kann dieses Problem nicht immer aus eigener Kraft bewältigen, er braucht dazu unsere Hilfe bzw. die Unterstützung von einem erfahrenen Arzt oder Therapeuten. Eine entscheidende Rolle  bei einer gezielten Darmsanierung  kommt dabei den sogenannten  Probiotika und Präbiotika  zu. Denn aus diesen Mikroorganismen besteht im Wesentlichen unsere Darmflora. Ihr Vorhandensein hängt vor allem von unserer Ernährung ab. 
 Probiotika gelten als gute Bakterien 
 Probiotika sind Mikroorganismen, die sich besonders förderlich auf unsere Gesundheit auswirken. In erster Linie handelt es sich dabei um Bakterien oder gutartige Pilze. Damit die Probiotika ihre positive Wirkung in vollem Umfang entfalten können, müssen sie den Darm erreichen; das bedeutet, sie müssen ausreichend widerstandsfähig gegenüber Magen- und Gallensäuren sowie den Verdauungsenzymen sein. Außerdem müssen sie imstande sein, gewissermaßen an die Darmwand  anzudocken  – nur dann profitiert die Darmflora von ihrem ausgleichenden Einfluss. Oft lassen sich einfache Verdauungsbeschwerden ohne schwerwiegenden Hintergrund – zum Beispiel leichter Durchfall oder gelegentliche Blähungen – durch die bloße Einnahme von Probiotika beheben. 
 
  Hinweis:  Manchmal kann es bei der Einnahme von Probiotika anfänglich zu einer Art Erstverschlimmerung kommen. Der Darm vieler Menschen ist angesichts ihrer modernen Ernährung und Lebensweise nicht mehr an die Zufuhr von probiotischen Lebensmitteln und zahlreichen Ballaststoffen gewöhnt, sodass erst eine allmähliche Gewöhnung eintreten muss. 
 
 Die wichtigsten probiotischen Mikroorganismenkulturen sind Bifidobakterien und Laktobazillen. Sie stellen auch die mit Abstand größte Gruppe der Darmbakterien dar. 
 Laktobazillen 
  Laktobazillen gehören zu den Milchsäurebakterien , die die Gesundheit des Darms erhalten und somit auch einen wertvollen Beitrag für ein gesundes Immunsystem leisten. Zudem können sie Kohlenhydrate im Darm abbauen und in Milchsäure umwandeln. Durch die Ansiedlung ausreichender Milchsäurebakterien im Darm, können Krankheitserreger wie Keime oder Bakterien nicht überleben. Anders als die Bifidobakterien, siedeln sich die Laktobazillen eher im Dünndarm an. Neben dem Darm kommen Laktobazillen auch in der Vaginalflora vor. Milchsäurebakterien werden schon bei der Geburt auf den Säugling übertragen. Sie gehören demnach zu den ersten Bakterien, mit denen ein Mensch im Lauf seines Lebens in Kontakt kommt. 
 Bifidobakterien 
  Bifidobakterien  sind zwar anders als Laktobazillen keine Milchsäurebakterien, sie sind aber ebenfalls an der Umwandlung von zuckerhaltigen Lebensmitteln zu Milchsäure beteiligt. Die Ansäuerung des Darms hat zur Folge, dass schädliche Krankheitserreger sich nicht ansiedeln können. Somit sind sie wichtig für die Stärkung des Immunsystems und regulieren den pH-Wert im Dickdarm. Auch sie kommen sowohl im Darm als auch in der Vaginalflora vor und nehmen beim Menschen in zunehmendem Alter immer mehr ab. 
 Bifidobakterien und Laktobazillen sind aber auch in Lebensmitteln wie Käse, Joghurt, Buttermilch, Kimchi, Sauerkraut, Sauerteig und fermentiertem Gemüse bzw. fermentierten Sojaprodukten enthalten. Bereichern Sie Ihren Speiseplan also wann immer möglich mit diesen Lebensmitteln, wenn Ihre Darmflora gestört ist und Sie Ihr Mikrobiom auf sanfte Weise wieder aufbauen wollen! 
   
 Präbiotika fungieren als Nahrungsgrundlage für unsere Darmbakterien 
 Präbiotika werden für ein gesundes Gleichgewicht der Darmflora ebenso benötigt wie Probiotika. Anders als die Probiotika handelt es sich hierbei nicht um lebende Organismen, sondern um unverdauliche Ballaststoffe wie Oligofruktose oder Inulin, welche in Obst, Gemüse und Getreide zu finden sind. Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm und dienen dort den wichtigen Milchsäure– und Bifidobakterien als Nahrung. Nährstoffe können von der Darmwand besser aufgenommen werden und schädliche Erreger können sich in der Darmschleimhaut nicht mehr ansiedeln. Somit tragen Pro – und Präbiotika zu einem wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit bei. 
 Präbiotika können dem Körper im Prinzip ganz einfach über eine präbiotische Ernährung zugeführt werden. Lebensmittel, die viele Präbiotika enthalten, sind zum Beispiel Bananen, Spargel, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln oder Artischocken. Oft können Patienten Probleme mit ihrer Darmflora also durch einen entsprechend bestückten Speiseplan effektiv abblocken. 
  Hinweis:   Inulin findet sich aber beispielsweise auch in kalorienreduzierten Lebensmitteln sowie Lebensmitteln mit weniger Fett. Aber Vorsicht: sollten Sie unter einer Fructoseintoleranz leiden, können die Fructoseverbindungen im Inulin unangenehme Nebenwirkungen auslösen. Menschen mit Reizdarm können zudem mit Blähungen oder gar Durchfall reagieren. 
 Den Darmaufbau mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen 
 Zwar können Probiotika und Präbiotika auf natürlichem Wege über eine gezielt ausgewählte Nahrung aufgenommen werden, aber in vielen Fällen ist es sinnvollhochwertige Nahrungsergänzungsmittel mit Laktobazillen und Bifidobakterien zuzuführen. Einige Präparate enthalten sowohl Präbiotika, als auch probiotische Bakterienkulturen. Sie werden  Synbiotika  genannt und kommen zum Beispiel beim   Darmaufbau   nach einer Antibiotikatherapie zum Einsatz. Diese enthalten eine Vielzahl hochaktiver Darmbakterien und dienen auch als optimale Lösung bei möglichen Unverträglichkeiten. Diese und weitere Nahrungsergänzungsmittel, wie etwa   L-Glutamin  , finden Sie selbstverständlich auch in unserer Online-Apotheke. Bewährte und rezeptfreie Produkte zur Erhaltung einer gesunden Darmflora führen wir zudem in Form von Pulver (zum Beispiel Omni Biotic), als Kapseln (beispielsweise Biosan Complex oder Omniflora) und als Suspension (etwa Symbioflor). 
 Darmaufbau nach Antibiotika Therapie 
 Bakterielle Erkrankungen bedürfen oft einer medikamentösen Therapie mit Antibiotika. Bei der Behandlung werden nicht nur die schädlichen Bakterien abgetötet, sondern es reduziert sich auch die Anzahl der gutartigen Darmbakterien. Die Folgen können sich von Bauchschmerzen über Völlegefühl oder Blähungen bis hin zu einem Antibiotika–assoziiertem Durchfall erstrecken. In vielen Fällen kann es daher empfehlenswert sein,  bereits am ersten Tag der Antibiotika Einnahme, die Darmflora mit Probiotika, Präbiotika oder Synbiotika zu unterstützen . Wenn Sie unsicher sind, welches Mittel zum Darmaufbau nach einer Antibiotika Therapie für Sie in Frage kommt, lassen Sie sich gerne von unserem pharmazeutischen Team beraten. 
 Eine gesunde Ernährung ist gut für eine gesunde Darmflora 
 Da der Darm vor allem für die Verdauung und die Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung zuständig ist, spielt die Ernährung bei der Darmgesundheit eine entscheidende Rolle. Die Auswahl Ihrer Lebensmittel wirkt sich unmittelbar auf das Gleichgewicht Ihrer Darmflora aus. 
 Einen Überblick, welche Ernährung gut für Ihren Darm ist und worauf Sie besser verzichten sollten, finden Sie nachstehend: 
 
 wenig Alkohol und Nikotin: beides reizt den Darm, wirkt abführend und belastet die Darmflora 
 wenig schwarzer Tee: kann Verstopfung begünstigen 
 möglichst auf naturbelassene Lebensmittel setzen: Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel belasten die Darmflora 
 möglichst viele ballaststoffreiche Lebensmittel (zum Beispiel Vollkorn), zur Stärkung der Darmbakterien und für eine bessere Ausscheidung von Schadstoffen 
 achten Sie auf genügend Flüssigkeit – trinken Sie mindestens 2 Liter täglich 
 möglichst wenig Zucker, Fette und Proteine: ein Zuviel an Zucker wird in Fett umgewandelt. Doch auch bei den Fetten ist weniger oft mehr. Greifen Sie daher vorrangig auf pflanzliche Quellen zurück, wie etwa Oliven, Avocados und Nüsse. Aber auch Kaltwasserfische sind ein guter Lieferant für gesunde Fette. Sie enthalten z.B. wertvolle   Omega-3-Fettsäuren  . Und auch beim Fleisch gilt: Setzen Sie eher auf helles Fleisch wie Huhn, Pute oder Kaninchen. Neben den wichtigen Aminosäuren enthält Fleisch aber auch viele gesättigte Fettsäuren, deren Zufuhr sich in Grenzen halten sollte. 
 
 &amp;nbsp; 
 Allerdings ist es für die Gesundheit nicht nur entscheidend, was Sie essen, sondern auch, wie Sie essen: 
 
 genügend Zeit lassen: Eile ist bei der Ernährung grundsätzlich kontraproduktiv 
 nicht schlingen, gut kauen: für die Nahrungsaufnahme ist ein gründliches Zerkleinern des Essens wichtig – die Verdauung beginnt bereits im Mund 
 zum Essen hinsetzen: im Stehen aufgenommene Nahrung wird vom Körper häufig nicht richtig registriert und entsprechend nicht ausreichend verwertet 
 Zwischenmahlzeiten abwägen: ständige Snacks und Süßigkeiten können den Darm belasten, für manche Patienten sind mehrere kleinere Mahlzeiten allerdings besser für den Darm als drei große 
 Süßigkeiten lieber als Dessert: die negativen Auswirkungen des Naschens werden abgemildert, wenn es im Anschluss an die Hauptmahlzeiten geschieht und nicht zwischendurch 
 regelmäßig und viel trinken: immer wieder Wasser und ungesüßten Tee trinken; nicht warten, bis der Durst kommt 
 ein hochwertiges, das heißt ballaststoff-, vitamin- und eiweißreiches Frühstück einnehmen (am Vormittag ist der Darm am leistungsfähigsten) 
 
 &amp;nbsp; 
 Die Darmflora profitiert von einem gesunden, aktiven Lebensstil 
 Was viele Menschen mit Darmbeschwerden nicht wissen:  Auch der Lebensstil beeinflusst die Darmflora . Viele Dinge, die Sie möglicherweise überhaupt nicht mit Ihrem Darm in Verbindung bringen, stehen mit dessen Wohlbefinden in direktem oder indirektem Zusammenhang. 
 Sie sollten zum Wohl Ihres Darmes: 
 
 viel und ausreichend schlafen 
 sich regelmäßig bewegen und Sport treiben 
 Stress vermeiden, Pausen einplanen und regelmäßig entspannen 
 
 Hausmittel für den Aufbau der Darmflora 
 Die bereits angesprochenen Prä- und Probiotika finden sich in allerhand Haus- und Lebensmitteln, wie etwa Milchprodukten, fermentiertem Gemüse, Leinsamen, Flohsamen, aber auch Gemüsen wie etwa Spargel, Artischocken und Knoblauch. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie etwa Heilerde oder unverdauliche Stärke können zum Einsatz kommen, um die Darmflora wieder aufzubauen. 
 Heilerde 
 Neben den genannten Nahrungsergänzungsmitteln aus unserer Online-Apotheke und einer auf die Belange Ihres Darms ausgerichteten Ernährung bzw. Lebensweise können Sie Ihrer Darmflora auch mit Hausmitteln wertvolle Unterstützung angedeihen lassen.   Ein bewährtes Mittel zur Darmsanierung ist Heilerde  , die mit ihrem natürlichen Bindungsvermögen den Stoffwechsel entlastet und zur Entschlackung des Körpers und damit auch zur Darmsanierung beitragen kann. Durch   die Einnahme von Heilerde   und Stoffwechselprodukte, aus dem Körper ausgeschieden. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Therapeuten gerne auf eine Behandlung mit Heilerde an, wenn Sie sich dafür interessieren! 
 Unverdauliche Stärke 
 Ein einfacher, aber wenig bekannter Tipp für ein gesundes Mikrobiom ist außerdem die Einnahme von unverdaulicher Stärke (auch als  resistente Stärke  bekannt). Eine solche Stärke enthält weniger Kalorien als herkömmliche Stärke. Sie fördert die Darmflora, indem sie Magen sowie Dünndarm passiert, wo sie von den Milchsäurebakterien aufgespalten wird. Die dadurch entstandenen Fett- und Buttersäuren sind wichtige Energielieferanten für die Darmschleimhaut und unterstützt somit eine gesunde Darmflora. Ein weiterer positiver Effekt der resistenten Stärke: Sie besitzt positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. 
 Unverdauliche Stärke lässt sich ganz simpel in der eigenen Küche herstellen: Die Kartoffeln, die Nudeln und der Reis, der auf so vielen Tellern landet, bringen diese nämlich von Haus aus mit – man muss sie nur einen Tag abkühlen lassen. Wenn gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis abkühlen, wird zumindest ein Teil der in ihnen enthaltenen Stärke unverdaulich. Dieses Prinzip gilt im Wesentlichen für alle stärkehaltigen Lebensmittel, also auch für Getreide und Hülsenfrüchte. Die unverdauliche Stärke geht ohne weitere Verwertung durch den Dünndarm und wird so zu einer Art Ballaststoff. 
 Da Ballaststoffe außerdem ein hohes Quellvolumen und einen hohen Sättigungsgrad haben, verspüren viele Menschen durch die Einnahme oft weniger Hunger und können auf diese Weise neben der Pflege ihrer Darmflora möglicherweise auch etwaiges Übergewicht abbauen. 
 Die Darmflora aufbauen mit homöopathischen Mitteln 
 Eine schonende Methode zur Wiederherstellung des Darmgleichgewichts ist die Anwendung mit homöopathischen Mitteln. Wirkstoffe wie Okoubaka oder Nux Vomica können den Aufbau der Darmflora unterstützen. Sie finden in unserem Online-Shop verschiedene Darreichungsformen wie Globuli, Tabletten oder Dilutionen. Unser kompetentes pharmazeutisches Beraterteam hilft Ihnen gerne bei der Auswahl des richtigen Produktes. 
   Fazit 
 Eine gesunde Darmflora ist bedeutend für eine normale Verdauung, ein gutes Immunsystem und das gesamte körperliche Wohlbefinden. Durch einen bewussten, aktiven Lebensstil und eine gesunde Ernährung können Sie Ihre Darmflora schützen und stärken. Entscheidend ist dabei vor allem eine ausreichende Zuführung von Probiotika und Präbiotika. Mögliche Defizite lassen sich auf einfache Weise über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen, die zum Beispiel Bifidobakterien und Laktobazillen in konzentrierter Form enthalten. 
 
  Quellenangaben &amp;amp; Einzelnachweise  Fußnote(n):  1  https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09637486.2016.1263605   Bildquelle: stock.adobe.com - ©metamorworks, ©Alex 
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                            <updated>2021-07-01T06:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Hausmittel gegen Sodbrennen: Die besten Tipps im Überblick </title>
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                                            Sodbrennen gilt heutzutage als Volksleiden und kann für die Betroffenen äußerst unangenehm und einschränkend sein. Von Sodbrennen spricht man, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt und die empfindliche Schleimhaut schädigt – dieser Vorgang wird auch als Reflux bezeichnet....
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                   Der saure Magen als unangenehmes Volksleiden 
 Sodbrennen gilt heutzutage als Volksleiden und kann für die Betroffenen äußerst unangenehm und einschränkend sein. Von Sodbrennen spricht man, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt und die empfindliche Schleimhaut schädigt – dieser Vorgang wird auch als  Reflux  bezeichnet. Typische Symptome sind vor allem ein recht schmerzhaftes Brennen, das die Betroffenen im Alltag quält und oft stark belastet, sowie allgemeine Schluckbeschwerden, Aufstoßen und mitunter sogar Atemprobleme. Damit Sie Sodbrennen auf natürlichem Wege begegnen können, finden Sie in diesem Ratgeber Ihrer Online-Apotheke zahlreiche Tipps zur Behandlung von Sodbrennen mit einfachen Hausmitteln. Viel Spaß beim Lesen! 
 
 
   Der saure Magen als unangenehmes Volksleiden    
   Das beste Hausmittel ist eine angepasste Ernährung    
   Zwieback ist ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen    
   Haferschleim kann bei Sodbrennen helfen    
   Senf wirkt dem Säurereflux entgegen    
   Ein Klassiker mit Haken: Natron    
   Ungesüßten Tee und stilles Wasser trinken    
   Stress vermeiden, Entspannung fördern    
   Druck auf Bauchraum und Darm vermeiden    
   Kaugummi kauen kann gegen Sodbrennen helfen    
   Diese Hausmittel sind nur wirkungslose Mythen    
   Medikamente gegen Sodbrennen    
   Fazit    
 
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   Das beste Hausmittel ist eine angepasste Ernährung 
 Auch bei Tipps zum Thema Sodbrennen kommen wir nicht um das oft behandelte Thema einer gesunden bzw. angepassten Ernährung herum. Durch eine  ausgewogene, abwechslungsreiche und gesunde Ernährung  können Sie im Vorfeld vielen Krankheiten und Beschwerden vorbeugen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich möglichst früh Gedanken über Ihren Speiseplan machen. Denn: Eine ungünstige Ernährung und zu viel Essen steht auf der Liste der möglichen Ursachen für Sodbrennen unangefochten an der Spitze. Wir haben Ihnen an anderer Stelle bereits   einen Überblick über diese Zusammenhänge gegeben  , jetzt sind Lösungen und praktische Tipps gegen den Stress im Magen gefragt. Zwar können auch viele Medikamente, wie zum Beispiel Kautabletten bei Sodbrennen helfen, doch Sie selbst können durch eine vernünftige Lebensweise einen großen Beitrag dazu leisten, eine medikamentöse Behandlung zu vermeiden oder einzuschränken. 
 Kleine Portionen, wenig Naschereien und nur selten Genussmittel 
 Wenn Sie unter Sodbrennen leiden, bedeutet das in der Regel keinen Komplettverzicht auf das geliebte Essen oder die Lieblingsgetränke. Lediglich eine kleine Einschränkung bzw. Umstellung ist geboten: Um Sodbrennen vorzubeugen, sollten Sie Ihre Ernährung beispielsweise auf  mehrere und dafür kleinere Portionen über den ganzen Tag  verteilen. Weitgehend verzichten sollten Sie möglichst auf Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Zigaretten. Diese können Sodbrennen verursachen oder bestehende Schmerzen verschlimmern. Auch fettes und zu reichliches Essen gilt als häufiger Auslöser von Sodbrennen und tut Ihrer Gesundheit und vor allem Ihrem Darm auch sonst nicht gut. Auch wenn es noch so gut schmeckt, denken Sie daran: Wer frühzeitig die richtigen Lebensmittel wählt, muss später oftmals weniger Medikamente einnehmen! 
 Große Abendmahlzeiten können zu Sodbrennen führen 
 Je später der Abend, desto schneller kann eine Mahlzeit zu Sodbrennen führen, denn spätes Essen bedeutet meist puren Stress für Magen und Darm. Wenn Sie erst sehr spät am Abend und nur wenige Stunden (oder Minuten) vor dem Zubettgehen essen, fährt Ihr Körper noch einmal alle Prozesse hoch und muss Schwerstarbeit leisten, obwohl er sich eigentlich bereits auf die Nachtruhe vorbereiten sollte. Dabei ist das Risiko für einen Reflux besonders hoch! Experten raten deshalb dazu, weitgehend auf späte Abendmahlzeiten zu verzichten oder das Essen zumindest so zu planen, dass bis zum Schlafengehen noch mindestens zwei bis drei Stunden verstreichen. 
 
  Hinweis:  Spätes Essen am Abend belastet Magen und Darm mitunter schwer und kann weitere Beschwerden nach sich ziehen. Halten Sie sich nach Möglichkeit an die Binsenweisheit &quot;Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann&quot; und beobachten Sie, ob Ihnen diese neue Routine gegen unangenehme Symptome wie Brennen in der Speiseröhre oder saures Aufstoßen hilft. 
 
 Wenig Kohlenhydrate und Fette 
 Eine gesunde Ernährung bedeutet nicht, strikt und dauerhaft auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Stattdessen sollten Sie darauf achten,  möglichst wenige raffinierte Kohlenhydrate und ungünstige Fette  zu sich zu nehmen. Dabei gilt, dass Sie vor allem Extreme meiden: Ersetzen Sie stark gewürzte Speisen, Fettiges und Frittiertes durch mit Kräutern verfeinerte Gerichte, schonend Gebratenes, Gedämpftes oder Gegrilltes und mageres Fleisch. 
   Zwieback ist ein bewährtes Hausmittel gegen Sodbrennen 
 Der Zwieback gilt als klassisches Lebensmittel im Krankheitsfall, das bei Schmerzen oder Unwohlsein in Magen und Darm empfohlen wird. Und tatsächlich erfüllt er auch bei Sodbrennen seinen Zweck: Zwieback enthält viel Stärke und kann einen Überschuss an Magensäure gut binden. So wird das Risiko, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt, gemindert. Neben dem altbewährten Zwieback hilft in der Regel auch einfaches Weißbrot, um eine ähnliche Wirkung zu erzielen. Darüber hinaus wirken noch weitere, in diesem Zusammenhang eher unbekanntere Lebensmittel wie natürliche Säurebinder: So kann zum Beispiel das Essen von Kartoffeln oder Bananen dabei helfen, überschüssige Magensäure zu binden und somit unerwünschte Symptome zu verhindern oder zumindest zu lindern. 
  Neutralisierende Kartoffeln:  Auch der Saft aus rohen Kartoffeln ist ein altes Hausmittel gegen Sodbrennen. Damit Ihr Magen von diesem natürlichen Mittel profitieren kann, schälen Sie vier Knollen in einwandfreiem Zustand (keine grünen Stellen oder Keimlinge) und entsaften diese. Anschließend sollten Sie den Saft sofort trinken, da er schnell verdirbt. 
 Nüsse und Mandeln können überschüssige Magensäure binden 
 Nüsse und Mandeln gelten zwar zu Recht als äußerst fettreiche Lebensmittel, in kleinen Mengen können sie jedoch trotz ihres hohen Fettgehalts bei Sodbrennen helfen. Durch gründliches Kauen entsteht ein Brei, der die Magensäure binden kann. Gut geeignet für diesen Zweck sind  Mandeln, Hasel- oder Cashewnüsse . Dringend abzuraten ist allerdings von den als Snack beliebten Erdnüssen, da diese die Produktion der Magensäure oftmals noch stärker anregen. Auch auf typische Party-Produkte wie gesalzene Nüsse und Mandeln sollten Sie bei einer Neigung zu Sodbrennen lieber verzichten. 
   Haferschleim kann bei Sodbrennen helfen 
 Haferschleim, das vor allem unter Food Bloggern und in den sozialen Medien mit dem englischen Begriff Porridge benannt wird und regelrechte Berühmtheit erlangt hat, wird oftmals bei Beschwerden mit dem Darm als wichtiges Hausmittel empfohlen. Allerdings entfaltet er auch bei Sodbrennen eine positive Wirkung: Er bindet die Magensäure im Magen und hilft damit auch gegen den unangenehmen Reflux. Da Porridge je nach Zubereitungsart außerdem wenig Säure enthält und eine eher schleimige Konsistenz besitzt, fühlt es sich nach dem Essen ein wenig so an, als würde er sich wie eine schützende Schicht auf Speiseröhre und Magen legen. 
   Senf wirkt dem Säurereflux entgegen 
 Wenn Sie gerne Senf essen, ist das eine Gewohnheit, die Sie auch bei Sodbrennen beibehalten dürfen, denn auch Senf gilt als wirksames Hausmittel. Tatsächlich wird zu einem Löffel Senf nach der Mahlzeit geraten, denn die enthaltenen Senföle wirken Sodbrennen entgegen. Lediglich den Genuss von scharfem Senf sollten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe reduzieren, da scharfe Lebensmittel Magen und Darm unnötig reizen. 
   Ein Klassiker mit Haken: Natron 
 Das  klassische Hausmittel gegen Sodbrennen ist Natron . Praktisch jeder Mensch hat schon einmal davon gehört, dass Natron, also das Natriumhydrogencarbonat, gegen Sodbrennen helfen und Säure binden kann. Natron soll bereits in kleinen Mengen die Magensäure neutralisieren und damit den Beschwerden entgegenwirken. Es genügt dazu, eine Messerspitze ins Kochwasser bzw. Dressing etc. zu geben oder eine kleine Dosis, etwa einen Kaffee- oder Teelöffel, in einem großen Glas mit stillem Wasser aufzulösen. Diese Natronlösung sollte man dann langsam und in vielen kleinen Schlucken trinken; eine zu rasche Aufnahme würde Magen und Darm unter Umständen überfordern. 
  Interessant zu wissen:  Haben Sie gewusst, dass Natron im wahrsten Sinne des Wortes ein Hausmittel ist? Es findet sich in nahezu jeder Küche, und zwar in Form von Backpulver. 
 Durchfall und Magenschmerzen als Nebenwirkungen 
 
  Wichtiger Hinweis:  Auch in unserer Online-Apotheke finden Sie   verschiedene Medikamente gegen Sodbrennen   mit Natriumhydrogencarbonat. Da diese Dosis aber von Experten sorgfältig austariert wurde, sind die Medikamente für Sie absolut sicher und Sie können die Einnahme solcher Tabletten in Absprache mit Ihrem Arzt beruhigt fortführen. 
 
 Der Haken an Natron: Der menschliche Körper kann nur eine begrenzte Menge Natron verarbeiten. Wird Natron zu oft als Heilmittel gegen Sodbrennen verabreicht, dann kann es zu einer  Überdosierung  kommen. Das bedeutet: Der pH-Wert des Körpers wird durcheinandergebracht, Magen und Darm geraten in Stress und werden unnötig belastet. Als Folge können sich Beschwerden wie Magenschmerzen und Durchfall einstellen. Außerdem bildet sich durch die Auflösung des Natrons im Wasser das Gas Kohlendioxid, das zu häufigem Aufstoßen führen kann. Durch das Aufstoßen kann aber wieder Magensäure in die Speiseröhre gelangen – diesen Teufelskreis gilt es zu vermeiden. 
   Ungesüßten Tee und stilles Wasser trinken 
 Im Kampf gegen Sodbrennen hat sich auch Wasser als einfaches Hausmittel bewährt: Bereits durch einfaches Trinken lässt sich zumindest ein Teil der fehlgeleiteten Magensäure aus der Speiseröhre in den Magen zurückbefördern. Der verbleibende Rest der Magensäure wird außerdem verdünnt und kann so weniger Schaden anrichten. Als Getränk zu diesem Zweck geeignet ist  ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee . Das Wasser sollte dabei lauwarm temperiert und unbedingt still sein – Kohlensäure schadet in diesem Fall in der Regel nur, weil die Kohlensäure im Magen für Aufruhr sorgen und Sodbrennen auslösen kann. 
 Kräutertee als klassisches Hausmittel gegen Sodbrennen 
 Beim Tee sollten Sie eine  möglichst säurearme Sorte  wählen – zum Beispiel den altbewährten Kamillentee, der bei Bauchschmerzen und Übelkeit schon viele Jahrzehnte zum Einsatz kommt. Allgemein hat sich Kräutertee als Hausmittel bei Sodbrennen bewährt, lediglich Pfefferminztee wird von vielen Betroffenen nicht sehr gut vertragen und ist deshalb nicht die beste Wahl. Stattdessen können Tees aus Fenchel, Anis oder Kümmel bzw. eine Kombination aus allen drei Kräutern helfen, die Symptome von Sodbrennen zu lindern. 
  Wichtig:  Kaffee und schwarzer Tee sind bei Sodbrennen nicht zu empfehlen! Das darin enthaltene Koffein kann den Muskel zwischen Magen und Speiseröhre schwächen und so die gewünschte Rückführung der Magensäure vereiteln bzw. im Gegenzug einen unerwünschten Reflux befördern. 
   Stress vermeiden, Entspannung fördern 
 Neben der Ernährung gehört Stress zu den häufigsten Ursachen von Sodbrennen. Stress können wir im modernen Alltag kaum vermeiden, doch mit ein paar Tipps lassen sich die Auswirkungen bzw. unsere Reaktion darauf positiv beeinflussen. Vor allem der menschliche Darm ist eine empfindliche Region, die eng mit unserer Psyche verknüpft ist (Stichwort &quot;Darm-Hirn-Achse&quot; oder &quot;Bauchhirn&quot;). Wann immer es geht, sollten Sie   auf regelmäßige Erholungspausen achten  . In diesem Zusammenhang auch wichtig, dass Sie Ihre Speiseröhre nicht mit hastig eingeschobenen und hinuntergeschlungenen Mahlzeiten überfordern. Eine frühzeitige Pause und eine in Ruhe eingenommene Mahlzeit sind ebenso ein valides Hausmittel gegen Sodbrennen wie eine bewusste Ernährung! 
 Die richtige Schlafposition spielt eine Rolle 
 Mitunter steht unser Körper unter Druck, wenn wir es gar nicht bemerken: Viele Menschen haben gerade in der Nacht Probleme mit Sodbrennen. Manchmal stellt sich das Leiden wortwörtlich im Schlaf ein: Durch eine flache Schlafposition, etwa in Bauch- oder Rückenlage, kann Magensäure besonders leicht in die Speiseröhre gelangen. Ein einfacher Tipp gegen Sodbrennen kann darum sein,  die Schlafposition zu verändern und anzupassen . Das fällt nicht allen Menschen leicht und kann mitunter das Einschlafen erschweren, doch für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sollte es Ihnen einen Versuch wert sein – probieren Sie es aus! 
  Hinweis:  Es genügt im Allgemeinen, wenn Sie Ihren Oberkörper leicht hochlagern, um einen Reflux zu verhindern oder wenigstens zu erschweren. Legen Sie sich also einfach ein bequemes Kissen unter und genießen Sie die erhöhte Schlafposition! 
   Druck auf Bauchraum und Darm vermeiden 
 Eine der wenig beachteten Ursachen für Sodbrennen ist zu enge Kleidung. Der dadurch erzeugte Druck auf Bauchraum und Darm kann einen Reflux auslösen oder zumindest begünstigen. Es ist deshalb zumindest im Hinblick auf Sodbrennen keine wirklich gute Idee, ständig extrem figurbetonte Kleidung zu tragen und den Gürtel wortwörtlich enger zu schnallen. Falls Sie unter Übergewicht leiden, sollten Sie lieber auf natürliche Methoden zur Gewichtsabnahme setzen und Ihren Körper durch sanftes Abnehmen entlasten. Auch wenn Frauen während ihrer Schwangerschaft Symptome von Sodbrennen zeigen, ist das häufig – aber keinesfalls immer – einer zu engen Bekleidung geschuldet. 
   Kaugummi kauen kann gegen Sodbrennen helfen 
 Es klingt nach einer schlechten Schülerausrede, wenn der Lehrer das Kauen von Kaugummi im Unterricht moniert – doch tatsächlich kann Ihnen ein Kaugummi gegen Sodbrennen helfen. Durch das Kauen wird die Produktion von Speichel befördert. Der leicht basische menschliche Speichel kann zumindest kleine Mengen von Magensäure in der Speiseröhre neutralisieren. Die Säure wird außerdem verdünnt und beim Schlucken wieder in kleinen Schritten in den Magen aufgenommen. Alternativ können auch Bonbons diesen Zweck erfüllen. 
  Achtung:  Viele Kaugummi- und Bonbonsorten haben einen hohen Zuckergehalt und greifen die Zähne bzw. den Zahnschmelz an. Deshalb sollten Sie das Zähneputzen nicht vergessen, wenn Sie ein Kaugummi gegen Sodbrennen gekaut oder ein Bonbon gegessen haben. Am besten achten Sie auch darauf, möglichst zuckerfreie Bonbons und Kaugummis zu konsumieren. 
   Diese Hausmittel sind nur wirkungslose Mythen 
 Im Folgenden stellen wir Ihnen  einige Mythen  vor, die  rund um das Thema Sodbrennen  kursieren, und verraten ihnen, warum diese nicht gegen überschüssige Magensäure wirken. 
 Ein Gläschen Alkohol gegen Sodbrennen? 
 Schnaps gegen Sodbrennen – das klingt nach einer verlockenden Empfehlung, die von vielen Menschen nur zu gern in die Tat umgesetzt wird. Wenn Sie gerne einen Schnaps trinken möchten, dürfen Sie das natürlich tun (auch wenn Sie Alkohol im Rahmen einer gesunden Ernährung nur in Maßen genießen sollten), gegen Ihr Sodbrennen wird Ihnen das aber nicht helfen. Der Grund: Entgegen der landläufigen Meinung, dass Schnaps die Verdauung anregt, belastet er Magen und Darm und  regt vielmehr die Säureproduktion an . 
 Die Milch macht&#039;s – oder leider auch nicht 
 Auch der Werbung sollten Sie in diesem Fall keinen Glauben schenken. Experten wissen es besser und müssen auch das Glas Milch als Hilfe gegen Sodbrennen ins Reich der Mythen verweisen. Milch hilft Ihnen bei Sodbrennen genauso wenig wie der bereits als Mythos entlarvte Verdauungsschnaps. Egal, wie viel Milch Sie trinken, wird dies Ihre Beschwerden nur in Ausnahmefällen lindern können. Milch kann zwar kurzfristig durchaus einen wohltuenden Effekt zeigen,  allerdings wirkt das Milchfett anregend auf die Produktion weiterer Säuren . Milch ist deshalb kein geeignetes Hausmittel gegen Sodbrennen. 
 Auch Ginger Ale und Ginger Beer helfen nicht bei Sodbrennen 
 Ginger Ale und Ginger Beer, also mit Ingwer versetzte Softdrinks bzw. Bier, werden gerne bei Durchfall oder Erbrechen als Hausmittel empfohlen. In diesen Fällen kann das auch durchaus sinnvoll sein, bei Sodbrennen hilft Ihnen dieser Rat allerdings nicht weiter: Ginger Ale und Ginger Beer können ähnlich wie Kaffee und schwarzer Tee den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre schwächen, womit Sie gerade einen  Reflux begünstigen  würden. 
   Medikamente gegen Sodbrennen 
 Als Volksleiden, von dem etwa 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen ist, hat Sodbrennen bereits einen großen Bedarf an Medikamenten geschaffen. In unserer Online-Apotheke bieten wir Ihnen unter anderem   Tabletten, die Ihren Magen beruhigen und die vorgestellten Hausmittel auf möglichst schonende Weise ergänzen  . Viele wirksame Tabletten gegen Sodbrennen sind rezeptfrei und zum unkomplizierten und schnellen Versand bei uns erhältlich. Welche Arzneimittel sich bei Sodbrennen bewährt haben, erfahren Sie in den nachstehenden Absätzen. 
 Antazida 
  Antazida sind alkalische, das heißt basische Salze , die überschüssige Magensäure binden und neutralisieren können. Leichte, akute Symptome von Sodbrennen und Reflux lassen sich mit diesen Säurebindern effektiv bekämpfen. Hierzu zählen unter anderem Wirkstoffe wie  Magaldrat  oder  Hydrotalcid . Achten Sie bei der Einnahme von Antazida unbedingt auf notwendige Einnahmeabstände zu anderen Arzneimitteln. Informationen hierzu entnehmen Sie dem Beipackzettel oder wenden Sie sich an Ihren Arzt. Gerne klärt Sie auch unser pharmazeutisches Beratungsteam über mögliche Wechselwirkungen auf oder Sie nutzen den   Wechselwirkungscheck in unserem Online-Shop  . 
 H2-Blocker (H2-Antihistaminika) 
  H2-Blocker schränken die Wirkung des Botenstoffes Histamin ein  und senken auf diese Weise die Menge der Magensäure und damit den möglichen Reflux in die Speiseröhre. Nicht alle Antihistaminika sind rezeptfrei erhältlich. Während Sie Tabletten mit Ranitidin in der Regel rezeptfrei bestellen können, ist die Einnahme von Tabletten mit Cimetidin nur auf Rezept möglich. 
 Protonenpumpenhemmer (PPI) 
 Das meistverbreite Mittel gegen Sodbrennen sind die sogenannten  Protonenpumpenhemmer (PPI) . Ihre Einnahme hemmt die sogenannte H+ / K+-ATPase, eine Protonenpumpe in den Belegzellen des Magens, die an der Entstehung von Magensäure beteiligt ist. Wird diese nun irreversibel gehemmt, wird die Ausschüttung der Magensäure reduziert. Einige Protonenpumpenhemmer sind auch in  frei verkäuflicher Variante vorhanden, z.B. Omeprazol und Pantoprazol . 
  Wichtig:  Tabletten können gegen Sodbrennen helfen und eine gute Hilfe im Alltag darstellen. Trotzdem sollten Sie davon absehen, regelmäßig Tabletten einzunehmen. Klingen die Symptome langfristig nicht ab oder gesellen sich weitere Beschwerden in Magen und Darm hinzu, sollten Sie einen Arzt um Hilfe bitten. Die Symptome von Sodbrennen können häufig auch auf andere Krankheiten hindeuten, die aber nur ein Arzt zweifelsfrei diagnostizieren kann. Da im schlimmsten Fall sogar ein Herzinfarkt mit Sodbrennen verwechselt werden kann, ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen und eine gezielte Behandlung einzuleiten. 
   Fazit 
 Sodbrennen ist unangenehm, aber nicht immer gleich ein Fall für den Arzt. Mit den vorgestellten Hausmitteln lassen sich die Symptome oftmals lindern und auch Tabletten aus unserer Online-Apotheke können kurzfristig Abhilfe schaffen. Bringen die Hausmittel langfristig keinen Erfolg, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen und sich untersuchen lassen. Möglicherweise gibt es dann andere Ursachen für Ihre Beschwerden, die am besten mit medizinischer Hilfe eingedämmt werden können. 
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 Bildquelle: ©Chinnachote - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Sodbrennen: Die Ursachen und wie Sie sie vermeiden</title>
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                 Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Phänomen, seine Ursachen sind vielfältig und nicht immer auf den ersten Blick klar zu erkennen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Auslöser von Sodbrennen Sie kennen sollten und wie Sie damit umgehen. 
 
   Sodbrennen: Wenn der Magen Feuer fängt   
   Welche Ursachen hat Sodbrennen?   
   Sodbrennen: die Symptome   
   Häufiges Sodbrennen und mögliche Folgeerkrankungen   
   Natürliche Hausmittel gegen das Sodbrennen   
   Diese Lebensmittel helfen gegen Sodbrennen und beruhigen den Magen   
   Fazit   
 
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   Sodbrennen: Wenn der Magen Feuer fängt 
 Ein wirklich schöner Abend: Zusammensitzen mit Freunden, gut und üppig essen, dazu gepflegte Weine und zum Abschluss eine herrliche Süßspeise und ein Verdauungsschnäpschen, vielleicht auch noch ein Espresso. Sie gehen nach Hause und zu Bett. Und dann beginnt nach etwa zwei bis drei Stunden für Millionen Menschen das Grauen: Sie werden wach, es würgt Sie, die Speiseröhre brennt wie Feuer, Sie haben das Gefühl, in Ihrer Brust wütet ein Flammenwerfer, und der Magen ist eine einzige brennende Feuerhölle – Sie haben schweres  Sodbrennen . Die Magensäure ist nach oben in die Speiseröhre gestiegen und reizt die empfindlichen Schleimhäute. Die dem Sodbrennen vorausgegangenen schönen Stunden sind verflogen, die Nachtruhe ist hinüber. Und Sie schwören sich: nie wieder so ein Abendessen. 
   Welche Ursachen hat Sodbrennen? 
 Ich kann Sie beruhigen: Haben Sie diesen Reflux (Rückfluss der Magensäure nach oben) nur gelegentlich und im Zusammenhang mit schwerem Essen, Alkohol, Kaffee und Zucker, dann können Sie die Ursachen in der Regel selbst bekämpfen und dem Sodbrennen vorbeugen. 
 Die Ursache Nr. 1 für Sodbrennen: Falsche Ernährung 
 An erster Stelle bei den Ursachen für Ihre schmerzende Speiseröhre steht die falsche Ernährung und der Genuss von säureproduzierenden Lebensmitteln. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn Sie die richtigen Lebensmittel zu sich nehmen, dann wird die Gefahr für chronisches Sodbrennen geringer. Dazu gibt es von mir weiter unten im Ratgeber Tipps und Ratschläge, um den sogenannten „sauren Magen“ zu vermeiden. 
 Die falsche Ernährung kann jedoch zu Übergewicht führen (übrigens eine weitere Ursache von Sodbrennen) und Sodbrennen fördern. Darunter sind durchaus auch Lebensmittel, die ansonsten als gesund gelten. Das sind solche, die zusätzlich Säuren liefern, wie zum Beispiel: 
 
 Zitrusfrüchte und deren Säfte. Orangensaft zum Frühstück bedeutet somit Stress für den Magen und führt zu Sodbrennen. 
 Lassen Sie die Finger von Pommes und allem, was in Fett ausgebraten oder frittiert wurde.&amp;nbsp;Auch fettreicher Käse und andere Milchprodukte können Sodbrennen fördern. 
 Gepökeltes, geräuchertes und fettreiches Fleisch oder Wurst sowie fettreicher Fisch können die Symptome für Sodbrennen ebenfalls auslösen. 
 Gefährlich ist generell der übermäßige Genuss von Alkohol, und da insbesondere von hochprozentigen Schnäpsen. 
 Kaffee ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil des Lebens. Ist ja auch in Ordnung – wenn Sie es nicht übertreiben. Mehr als vier bis fünf Tassen am Tag fördern die Säurebildung. 
 Zu viele scharfe Kräuter wie Chili, Ingwer, Paprika, Pfeffer und Salz können Sodbrennen begünstigen. 
 Kohlensäure kann den Magen reizen und Ursache für unangenehme Symptome wie Sodbrennen sein. Trinken Sie bei Sodbrennen lieber stilles Wasser oder ungesüßten Kräutertee. 
 Fast jeder nascht gerne und vor allem Schokolade hat es vielen Menschen angetan. Gerade Schokolade kann jedoch ein Auslöser von Sodbrennen sein.&amp;nbsp; 
 
   Generell lässt sich sagen: Je fettreicher und zuckerhaltiger Ihre Ernährung ist, desto höher ist die Gefahr, dass Sie einen übersäuerten Magen bekommen. 
 Krankheiten als Ursache für Sodbrennen 
 Wenn Sie aber immer wieder Anfälle von Sodbrennen haben, dann kann das auf eine  Refluxkrankheit  hinweisen. Das bedeutet: Der untere Speiseröhren-Schließmuskel ist nicht mehr voll funktionsfähig, die Magensäure kann nach oben in die Speiseröhre steigen. Dieses Problem wird durch falsche Lebens-, Ess- und Trinkgewohnheiten noch verstärkt. Dann muss der Arzt Ihren Magen untersuchen, um die Übeltäter zu finden, denen Sie das Sodbrennen zu verdanken haben. Er wird mit Ihnen dann die richtige Behandlung besprechen. Denn Sodbrennen kann auf Krankheiten hinweisen, mit denen nicht zu spaßen ist.&amp;nbsp;Dazu zählen beispielsweise ein Zwerchfellbruch, eine Speiseröhrenentzündung, Magenschleimhautentzündungen, Magenkrebs und Magengeschwüre oder auch eine Magenmuskelschwäche. Daneben können Nahrungsmittelunverträglichkeiten, neuromuskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus und bestimmte Autoimmunerkrankungen als Ursache für Sodbrennen infrage kommen. 
 Bei manchen Menschen steckt auch ein sogenannter stiller Reflux hinter dem Sodbrennen, der wegen unspezifischer Symptome lange Zeit als Ursache unerkannt bleibt. 
 Wenn Stress auf den Magen schlägt und Reflux verursacht 
 Aber auch zu viel  Stress  im Job oder im Privatleben kann zu Sodbrennen führen. Die Probleme schlagen Ihnen sprichwörtlich auf den Magen, er wird sauer und reagiert gereizt. Das liegt in der Regel daran, dass der Körper bei Stress in Alarmbereitschaft versetzt wird und vermehrt die Hormone Cortisol und Adrenalin freisetzt, die auf das vegetative Nervensystem einwirken. Das vegetative Nervensystem steuert unter anderem auch die Funktion des Magen-Darm-Trakts, sodass bei Stress mehr Magensäure produziert wird. Außerdem wird die Tätigkeit von Gehirn und Herz bei Stress tendenziell eher gesteigert, wohingegen die Aktivität des Magen-Darm-Bereichs herabgesetzt wird. Wird all das berücksichtigt, wird verständlich, warum sogar Stress Sodbrennen auslösen kann. 
 Besondere Phase als Ursache für Sodbrennen: Schwangerschaft 
 Müdigkeit, Hungerattacken und Übelkeit gehören zu den bedauerlichen Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft. Das gilt leider auch für das Sodbrennen. Gelegentlich ist Sodbrennen sogar eines der ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft. Der Normalfall aber ist, dass die werdende Mutter erst gegen Ende der Schwangerschaft an Sodbrennen leidet und zwar vor allem im letzten Trimester der&amp;nbsp; Schwangerschaft , wenn die Gebärmutter zunehmend auf den Magen drückt. 
 In den letzten drei Monaten vor der Geburt klagt sogar ein Großteil der werdenden Mütter über saures Aufstoßen oder Sodbrennen. Die Symptome sind dann: Ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein, der durch die Speiseröhre aufwärts zum Rachenraum steigt, ein sehr unangenehmer Geschmack im Mund und saures oder sogar bitteres Aufstoßen. 
 Die Ursachen für das Schwangerschaftsaufstoßen sind: Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt, dass der Verschlussmuskel des Magens nachgiebiger wird. Gleichzeitig übt die größer werdende Gebärmutter einen Druck auf den Magen aus. Dadurch kann der Speisebrei im Magen während des Verdauungsprozesses durch den schwach gewordenen Magenverschlussmuskel nach oben in die Speiseröhre geschoben werden. Dort reizt dann die mitgeführte Magensäure die Schleimhäute der Speiseröhre – es kommt zum Sodbrennen. 
 Medikamente als Ursache von Sodbrennen 
 Neben den genannten Ursachen kann Sodbrennen auch mit der Einnahme von Medikamenten einhergehen, da einige von ihnen&amp;nbsp;die Magensäureproduktion anregen oder die Spannung bestimmter Muskelgruppen im Körper (bei Sodbrennen betrifft dies den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre) beeinflussen. Wenn Sie zu Sodbrennen neigen, sollten Sie also auch Ihre Medikamente unter die Lupe nehmen und in Abstimmung mit Ihrem Arzt gegebenenfalls&amp;nbsp;ein Ersatzpräparat wählen. 
   Sodbrennen: die Symptome 
 Beim Sodbrennen steigt stark säurehaltiger Mageninhalt in die Speiseröhre auf und verätzt die empfindlichen Schleimhäute. Das verursacht die brennenden Schmerzen. 
  Die klassischen Symptome bei Sodbrennen sind:  
 
 Heftiges Aufstoßen, der Speisebrei und die überschießende Magensäure werden nach oben gedrückt. 
 Sie verspüren einen brennenden Schmerz hinter dem Brustbein, der in den Brustbereich ausstrahlt. 
 Im gesamten Oberbauch verspüren Sie ein zunehmendes Druckgefühl. 
 Der Reflux, und die damit verbundene aufsteigende Magensäure, macht sich morgens auch durch Heiserkeit, Räuspern oder starken Husten bemerkbar, weil durch die Magensäure die Stimmbänder und die Rachenschleimhaut angegriffen werden. 
 Sehr oft steigt die Magensäure vom Magen bis in den Rachenraum hoch, dringt sogar in den Mund vor. Das führt nicht nur zu einem sehr unangenehmen Geschmack im Mund, sondern dadurch wird auf Dauer auch der Zahnschmelz angegriffen. 
 
 Sodbrennen bei Kindern: Welche Ursachen sind möglich? 
 Auch Kinder können unter Sodbrennen leiden. Meist liegt bei ihnen keine ernste Krankheit zugrunde, sondern es handelt sich um die körperliche Reaktion auf einen ungünstigen Lebensstil bzw. eine unpassende Ernährung oder die Einnahme von Medikamenten. So können zum Beispiel Fast Food und Frittiertes wie Pommes frites, stark säurehaltige Getränke, Minze und scharfe Speisen bereits bei Kindern zu Sodbrennen führen. Erste Hinweise auf Sodbrennen, die Eltern ernst nehmen sollten, sind beispielsweise ständiger Husten, Schluckauf oder Heiserkeit, häufiger Mundgeruch, vermehrtes Verschlucken, ausbleibende Gewichtszunahme, Weinen, starke Unruhe oder Unwohlsein während und nach dem Essen.&amp;nbsp; 
   Häufiges Sodbrennen und mögliche Folgeerkrankungen 
 Wenn Sie bereits unter häufigem Aufstoßen und der durch Sodbrennen verursachten Refluxkrankheit leiden, dann kann sich daraus eine Speiseröhrenentzündung entwickeln: Die Schleimhaut der Speiseröhre entzündet sich durch den ständigen Kontakt mit der aus dem Magen aufsteigenden Säure. Wenn Sie diese Beschwerden missachten und keine Behandlung durch einen Arzt einleiten, dann kann sich daraus ein blutendes Schleimhautgeschwür (Ulcus) entwickeln. Es entstehen Narben in der Speiseröhre, der Speisebrei kann nicht mehr ungehindert in den Magen befördert werden – Sie bekommen chronische Schluckbeschwerden. 
 Noch gefährlicher ist eine krankhafte Veränderung der Zellen im unteren Drittel der Speiseröhre. Das ist der Barren-Ösophagus – eine Krebsvorstufe. Daraus kann sich ein bösartiger Speiseröhrenkrebs entwickeln. Das kann passieren, wenn die empfindliche Speiseröhre jahrelang der aggressiven Magensäure beim Sodbrennen ausgesetzt ist. Sie sollten also diese Beschwerden sehr ernst nehmen, sich rechtzeitig behandeln lassen und gegebenenfalls die notwendigen Medikamente einnehmen. 
   Natürliche Hausmittel gegen das Sodbrennen 
 Zu den  Tipps und Ratschlägen gegen Sodbrennen  gehören unbedingt auch  natürliche Hausmittel  aus der Erfahrungs- und Naturmedizin. Hier ein paar Tipps und Ratschläge, wie Sie selbst gegen das Sodbrennen vorgehen können: 
 
 Nehmen Sie nach einem schweren Essen einen Löffel Senf zu sich. Die darin enthaltenen Senföle verhindern einen Reflux. Deshalb sollten Sie beim Genuss von fetten Würsten oder Schweinefleisch nicht am Senf sparen. 
 Essen Sie bei häufigem Sodbrennen immer wieder stärkehaltige Lebensmittel wie Zwieback, Kartoffeln, Bananen oder trockenes Weißbrot. Die binden einen Überschuss an Magensäure. 
 Mit zu den besten Tipps gegen Sodbrennen gehört auch der Genuss von Kartoffelsaft. Auch mit Milch oder Nüssen lassen sich die Ursachen von Sodbrennen bekämpfen. 
 Unsere Großmütter griffen bei Sodbrennen gerne zum Backpulver. Denn darin ist Natron enthalten und dieses reagiert chemisch mit der Salzsäure des Magens. Es entsteht Wasser und CO 2. Das allerdings erhöht den Druck im Bauchraum. 
 Klingt paradox, hilft aber: Verrühren Sie in einem kleinen Glas Wasser einen TL Apfelessig, welches Sie beim Essen schlückchenweise trinken.   Apfelessig   wirkt basisch, neutralisiert Säure und hat auch weitere Heilwirkungen. 
 Von vielen Tipps hat sich dieser besonders gut gegen Sodbrennen bewährt: Zwei TL   Heilerde   in einem Glas warmen Wasser auflösen und langsam trinken. Je nachdem, wie stark Ihr Sodbrennen ist, 1 bis 3x täglich anwenden. Gibt es als Pulver oder in Kapseln. Die Heilerde bindet die Säure im Magen. 
 Karottensaft hat eine ähnliche Wirkung gegen die Ursachen Ihrer Beschwerden wie der Apfelessig. 
 Sehr bewährt haben sich Kräutertees (den Apotheker fragen). Gegen Ihren Reflux helfen auch Kräutermischungen. Die gibt es mit oder ohne Alkohol.   Schwedenbitter   ohne Alkohol lindert Ihre Beschwerden und verhindert das lästige Aufstoßen. 
 Zu den Tipps gegen Aufstoßen und Sodbrennen gehören unbedingt heilende Tees. Kamille, Ingwer (nur in geringer Dosierung) oder Kurkuma-Tee. Das Rezept: Einen TL getrocknete Kurkurswurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, eine Viertelstunde lang zugedeckt ziehen lassen, abseihen, zweimal am Tag eine Tasse trinken. 
 
   Diese Lebensmittel helfen gegen Sodbrennen und beruhigen den Magen 
 Wenn Sie unter Sodbrennen leiden, dann müssen Sie vordringlich Ihren Magen beruhigen. Das können Sie auch mit der  richtigen Ernährung  und dem Einsatz der richtigen Lebensmittel. Das genügt unter Umständen schon, um das Sodbrennen zu verhindern – ohne dass Sie den Arzt bemühen und Medikamente einnehmen. Es gibt viele Lebensmittel gegen Sodbrennen, hier will ich Ihnen einige der wichtigsten nennen: 
 
 Wenn sich bei Ihnen immer wieder die Symptome von Sodbrennen zeigen, dann sollten Sie es mit einer Umstellung Ihrer Ernährung auf Vollkornprodukte versuchen: Brot, Nudeln und Reis. 
 Sie wollen den Magen entlasten und viel Obst essen. Das ist löblich und hilfreich. Achten Sie aber darauf, dass Sie säurearmes Obst mit wenig Fruchtzucker essen. Zum Beispiel: Bananen, Weintrauben, Erdbeeren, Äpfel. 
 Kartoffeln sind sehr hilfreich bei der Bekämpfung der Ursachen von Sodbrennen. Aber nur dann, wenn sie gekocht oder gedämpft wurden. Pell- oder Salzkartoffeln helfen dem Magen im Kampf gegen das Sodbrennen. 
 Salate mit Bitterstoffen und Gemüse wie Karotten, Gurken, Brokkoli, Spinat und alle Kohlsorten gehören zur richtigen Ernährung gegen Sodbrennen. 
 Sie sollten in Ihrer Küche so oft wie möglich Oliven-, Raps- oder Leinöl verwenden. 
 Alle Milch- oder Käseprodukte bitte nur in der Magerstufe essen. 
 Fisch und Fleisch sind erlaubt – wenn sie fettarm sind. 
 
  Mit diesen Nahrungsmitteln bewahren Sie Ihren Magen vor Stress und sich selbst vor Übergewicht. Denn auch das gehört zu den Ursachen von Sodbrennen. 
 Diese Gewürze machen kein Sodbrennen 
 Sie essen gerne gut und scharf? Das ist an sich kein großes Problem – wenn Sie die scharfen Gewürze gut dosieren und nicht im Übermaß einsetzen. Seien Sie also vorsichtig beim Umgang mit Chili, Ingwer, Paprika, Pfeffer und Salz – wenn Sie Sodbrennen vermeiden wollen. Völlig unbedenklich sind diese Gewürze: 
 
 gemahlener Ingwer und getrocknete Zwiebeln, Basilikum, Dill, Koriander und Estragon 
 Thymian, Rosmarin, Petersilie und Knoblauch 
 Zimt und Kurkuma 
 
   Achten Sie darauf, womit Sie würzen. Dann wissen Sie nach einiger Zeit, welche Gewürze bei Ihnen Sodbrennen hervorrufen. Die können Sie dann in Zukunft vermeiden. Dazu führen Sie am besten ein Tagebuch, in dem Sie festhalten, welche Speisen und Gewürze bei Ihnen Sodbrennen ausgelöst haben. 
   Fazit 
 Die Ursachen für Sodbrennen können vielfältig sein. Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst, denn Sodbrennen kann auf mehr als nur einen etwas verstimmten Magen hinweisen. Plagt Sie dieses Problem häufiger, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um weitere Ursachen auszuschließen. 
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 Bildquelle: ©gballgiggs - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Gesunde Bitterstoffe: In diesen Lebensmitteln sind sie drin</title>
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                 Es gibt einen alten Spruch:   „Gute Medizin muss bitter schmecken.“   Gut, das können wir zur Not bei einer Arznei noch akzeptieren. Aber in unseren Lebensmitteln? Süß, salzig, scharf – das ja. Aber bitter? Danke, nein. Die wenigsten Menschen mögen Lebensmittel, die bitter schmecken. 
 Dieses Denken ist falsch und ungesund. Denn Lebensmittel, die  Bitterstoffe  enthalten, sind für unsere Gesundheit, für unsere Verdauung und für den Stoffwechsel ganz wichtig. Wer gesund leben will, der muss vermehrt Bitterstoffe konsumieren, sie sollten fester Bestandteil der Ernährung werden. Denn außer ihrer Bedeutung für eine gesunde Ernährung haben sie noch einen großen Vorteil: Bitterstoffe können beim Abnehmen unterstützen, da sie den Heißhunger auf Süßes vermindern können. Bitterstoffe können Sie in vielen Lebensmitteln finden und essen, Sie können sie aber auch in flüssiger Form als Tee trinken. 
 Was sind Bitterstoffe? 
 Bitterstoffe – das hört sich doch unangenehm an. Darum erklären wir in diesem Artikel zuerst einmal: Was sind Bitterstoffe? Es sind sekundäre Pflanzenstoffe aus dem Bereich der Saponine. Gibt man diese in Wasser und schüttelt sie, dann entsteht ein seifenartiger, bitter schmeckender Schaum. Pflanzen entwickelten die Bitterstoffe, um sich davor zu schützen, gefressen zu werden.&amp;nbsp; 
 Besonders wichtig sind Bitterstoffe für einen gesunden Verdauungstrakt. Daher die alte Volksweisheit: „Bitter im Mund macht den Magen gesund.“ Die in unserer Ernährung vorhandenen Bitterstoffe regulieren den Säuregehalt im Magen, sie können&amp;nbsp;  Magensäureblocker   unterstützen. Früher war zum Beispiel der  Wermuttee  als Mittel gegen Magenbeschwerden bekannt und wurde deshalb vor dem Essen getrunken. Bittere Gemüse, Salate und Kräuter haben eine große Bandbreite an gesunder Wirkung auf unsere Verdauung, bei Magen- und Darm-Störungen und bei einem geschwächten Verdauungssystem. Sie unterstützen die Immunabwehr. 
 Abnehmen mit Bitterstoffen? 
 Lebensmittel mit Bitterstoffen haben einen bitteren Geschmack. Je größer der Gehalt, desto stärker. Das begrenzt den Hunger und bremst die Esslust. Bitterfreie oder gar süße Gerichte hingegen machen Lust auf mehr. Dazu kommt, dass Gerichte mit ausreichend Bitterstoffen fast immer sehr viel weniger Kalorien oder Fett enthalten – das macht schlank. Sie sorgen bei der Verdauung dafür, dass Nahrungsfett zur Fettverbrennung gelangt und nicht in den Fettspeichern des Körpers landet. Da Speisen mit Bitterstoffen fast völlig aus unserer Ernährung verschwunden sind, sollten Sie nach Rezepten kochen, bei denen das Essen viele Bitterstoffe enthält: Salate, Gemüse, Wurzeln und Kräuter. 
 Übersäuerung schadet der Gesundheit, bitter hilft 
 Unendlich viele Menschen klagen: &quot;Ich habe einen sauren Magen.&quot; Dem können Sie abhelfen, wenn Sie Gemüse und Obst essen, welches die Magensäure neutralisiert, und wenn die Rezepte, nach denen Sie kochen, Nahrungsmittel enthalten, die bitter sind. Gegen die zunehmende Übersäuerung kann eine bitterstoffreiche Ernährung unterstützend helfen. Denn dann wird der gesamte Verdauungsapparat angeregt. Die Magen-Darm-Bewegungen werden gesteigert, die Magenentleerung wird beschleunigt. Bitterstoffe stimulieren die Ausschüttung von Gallen- und Pankreassaft, verbessern so die Verdauung von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten und wirken leicht abführend. Durch ihre  verdauungsfördernde Wirkung  vermindern Bitterstoffe gleichzeitig Blähungen und hemmen Gärungs- und Fäulnisprozesse im Darm. Und wenn Ihr Verdauungsapparat gesund ist und funktioniert, dann ist es auch um Ihre Gesundheit gut bestellt. 
 Auch wenn es paradox klingt: Bitterstoffe machen basisch und kämpfen so gegen die Übersäuerung unseres Körpers. Und die ist Hauptursache für zwei Volkskrankheiten: Gicht und Rheuma. Ein Säureüberschuss im Körpergewebe, das ist Übersäuerung (Azidose). Die ist für viele Zivilisationskrankheiten wie Gicht, Rheuma, Immunschwäche, Haarausfall, Müdigkeit, Neurodermitis, mangelnde Durchblutung und Allergien verantwortlich. Mit ausreichender Bitterstoffversorgung wird dieser Überschuss abgebaut. Gesund sind die bitteren Pflanzenstoffe auch, weil sie das Ausscheiden von Wasseransammlungen, Giftstoffen, Verschleimungen und Schlacken verbessern können. 
 Lebensmittel mit Bitterstoffen 
 Jetzt wollen Sie natürlich wissen: „Wo sind Bitterstoffe drin? Worauf muss ich bei der Ernährung achten, um genügend Bitterstoffe zu essen?“ Die Liste ist lang und steckt voller Überraschungen. Denn um den Bedarf an Bitterstoffen zu decken, müssen Sie nicht zu exotischen Produkten greifen: Die Natur hat uns ausreichend mit heimischem bitterstoffhaltigem Gemüse, Obst, Salat und Kräutern eingedeckt. 
 Das sind wichtige Kräuter 
  1. Die Schafgarbe  
 Die können Sie sich auf Wiesen, an Ackerrändern und Berghängen mit starker Sonneneinstrahlung holen. Sie enthält neben Bitterstoffen auch Flavonoide, ätherische Öle und Kalium. Sie ist blutstillend und wundheilend, hilft bei Blähungen, bei Blasen- und Nierenproblemen. Anwendung: Übergießen Sie zwei TL Schafgarbenkraut mit kochendem Wasser, ziehen lassen (10 Min.), warm trinken. 
  2. Der Löwenzahn  
 Ein Allerweltskraut, das überall wächst. Wegen seiner bitteren Inhaltsstoffe wirkt er verdauungsfördernd, harntreibend und entschlackend. Gut bei Gicht und rheumatischen Problemen. Löwenzahntee kann Magenschmerzen lindern. Dazu gibt es viele Rezepte im Internet. 
  3. Hopfen  
 Ohne Hopfen kein Bier. Das bittere Kraut beruhigt und ist schlaffördernd, hilft bei Nieren- und Blasenleiden. Außerdem ist es antibakteriell. Sie können Hopfen als Tee aufbrühen oder zwei bis drei Dolden ins Bier geben. 
  4. Beifuß  
 Den finden Sie an Wegrändern oder Schutthalden, er ist vor allem hilfreich bei der Fettverdauung (Beilage beim Gänsebraten). Hilft auch bei Mundgeruch, Durchfall, Gallen- und Leberproblemen. Für ihn gibt es Rezepte als Tee, als Gewürz und als Wurzelsud. 
  5. Baldrian  
 In Zusammenarbeit mit ätherischen Ölen wirken hier die Bitterstoffe auf unser Gehirn: Es werden Stress, Ängste und Nervosität abgebaut.   Baldrian   beruhigt, macht aber nicht schläfrig, an seinen Geschmack muss man sich erst gewöhnen. Da er wegen seiner beruhigenden Wirkung auch Prüfungsängste mindert, kann er vor Prüfungen eingesetzt werden. 
  6. Die Wegwarte  
 Ein Tee aus der Wegwarte hilft bei Gallen- und Nierenleiden und hat eine abführende Wirkung. Man kann mit dem Tee auch Wickel gegen Hautunreinheiten tränken. 
  7. Kräuter mit ähnlichen Wirkungen  
 Es gibt noch viele heimische Kräuter, die Sie selbst sammeln oder sich in der Apotheke holen können. Dazu gehören: Kerbel, Majoran, Liebstöckel, Sauerampfer, Lorbeer, Estragon und Rosmarin. Die Rezepte mit diesen Kräutern machen einen guten Geschmack, sind gesund und haben meist nicht viele Kalorien. 
 Salate und Gemüse mit Bitterstoffen 
 Natürlich gehören auch diese beiden bitterstoffhaltigen Nahrungsmittel zu einem Artikel über die Wirkung dieser gesunden Inhaltsstoffe. Hier einige der wichtigsten, mit denen Sie den Bitterstoffhaushalt regulieren können. 
  1. Chicorée  
 Der hat einen sehr frischen und bitteren Geschmack. Er ist kalorienarm, enthält außer den Bitterstoffen auch Kalium und Magnesium und liefert im Winter viele Vitamine. Seine Bitterstoffe regulieren das Darmklima, unterstützen die Fettverdauung und können helfen, Cholesterin und hohen Blutdruck senken. Die größte Konzentration davon ist im Mittelkeil am Wurzelende. 
  2. Endivien  
 Endivien schmecken bitter/herb wegen des Bitterstoffs Intybin. Der Salat hat einen sehr hohen Gehalt an Flavonoiden, die eine antioxidative Wirkung haben.&amp;nbsp; 
  3. Rosenkohl und Brokkoli  
 Beide enthalten den bitteren Wirkstoff Sinigrin. Der schmeckt konzentriert sehr bitter. Außerdem haben beide sehr viel Vitamin B und C, Kalium und eine Menge an wertvollen Ballaststoffen. 
  4. Die Artischocke   
 Eine wunderbare Speise, vor allem zu fettem Fleisch und Innereien. Denn da kann der bittere Inhaltsstoff Cynarin seine ganze Kraft zeigen. Er beugt Gallensteinen vor, regt den Gallenabfluss aus der Leber an und kann den Cholesterinspiegel senken. Außerdem enthält die Artischocke Inulin, das ist ein Ballaststoff, der für Ihre Darmgesundheit sehr wichtig ist und ein Sättigungsgefühl vermitteln kann. Das unterstützt das Abnehmen. 
  5. Rucola  
 Die Römer haben ihn über die Alpen zu uns gebracht, er hat einen scharf-pfefferigen Geschmack. Seine Bitterstoffe und Senföle wirken antibakteriell und können unsere Abwehrkräfte unterstützend stärken. 
 Weitere Beispiele für Lebensmittel mit Bitterstoffen sind Mangold, Grapefruit, Pfefferminze und Radicchio. 
 Sie selbst können feststellen, was Ihnen eine bitterstoffreiche Ernährung garantiert. Bedenken Sie beim Einkauf: Ob Gemüse, Salat oder Kräuter – wenn sie bitter schmecken, dadurch Ihrem Essen einen besonderen Geschmack geben, sind Sie auf der richtigen und gesunden Seite. 
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 Bildquelle: Pixabay 
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            <title type="text">Verdauungsbeschwerden – wenn Magen und Darm das Leben schwer machen </title>
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                 Sagen Sie Verdauungsbeschwerden den Kampf an 
 Ob Völlegefühl, Blähungen oder Verstopfung, Sodbrennen, Durchfall oder Magenschmerzen: Mit  Verdauungsbeschwerden  hat fast jeder von uns schon einmal zu kämpfen gehabt. In der Regel ist die Verdauung nur kurzzeitig gestört. Wenn die Verdauungsprobleme jedoch nicht wieder verschwinden wollen und das Grummeln in Magen und Darm zum zentralen Thema im Alltag wird, ist es höchste Zeit, aktiv zu werden und den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wir haben für Sie einen Überblick über Symptome und Gründe für Verdauungsbeschwerden zusammengestellt und natürlich die besten Tipps und Hausmittel auf Lager, mit denen Sie die Beschwerden lindern können. 
 Symptome: Verdauungsbeschwerden machen sich vielfältig bemerkbar 
 Unter dem Begriff Verdauungsbeschwerden werden verschiedene Probleme zusammengefasst, die im Magen-Darm-Trakt auftreten. Es ist natürlich sehr unterschiedlich, wie heftig die Beschwerden ausgeprägt sind. Zudem treten oft mehrere Symptome gleichzeitig auf. Am häufigsten haben Betroffene mit den folgenden Krankheitsbildern zu kämpfen: 
 
  Durchfall  – auch Diarrhoe – bezeichnet sehr weichen oder flüssigen Stuhlgang, häufig begleitet von krampfartigen Bauchschmerzen und Blähungen. 
  Verstopfung  – die sogenannte Obstipation – ist eine erschwerte, verzögerte und zu seltene Darmentleerung (weniger als dreimal pro Woche). Sie ist oft begleitet von hartem Stuhl, Schmerzen und einem allgemeinen Unwohlsein. 
  Völlegefühl  bezeichnet ein unangenehmes Drücken im Magen, eventuell verbunden mit einem aufgeblähten Bauch. Es ist häufig die Folge einer zu üppigen oder fettigen Mahlzeit. Völlegefühl wird aber auch durch eine vermehrte Gasansammlung, hervorgerufen durch unzureichende Verdauungstätigkeit, ausgelöst. 
   Blähungen   (auch Flatulenzen) entstehen, wenn im Darm zu viele Gase vorhanden sind. Wenn diese „Winde“ sich ihren Weg aus dem Körper bahnen, geht das in der Regel mit unangenehmen Gerüchen und peinlichen Geräuschen einher 
  Schmerzen  in Magen- oder Darmbereich treten in unterschiedlichen Formen und Intensitäten auf – vom dumpfen Druck im gesamten Bauch über ein Stechen im Magen bis hin zu krampfartigen Bauchschmerzen. Treten diese Symptome regelmäßig auf und sind andere Ursachen ausgeschlossen, könnte ein Reizmagen bzw. Reizdarm vorliegen. 
   Sodbrennen   – das Symptom von Refluxkrankheiten – bezeichnet das heftige Brennen und saure Aufstoßen, wenn Galle in die Speiseröhre fließt und sie so reizt. 
  Übelkeit/Erbrechen  – auch Nausea – sorgt dafür, dass der Mageninhalt über den oberen Magen-Darm-Trakt aus dem Körper befördert wird. 
 
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 Ursachen für Verdauungsbeschwerden 
 Bei Ihnen steht eine Prüfung an und der Durchfall ist schon vorprogrammiert? Sie haben zu viel oder zu fettig gegessen und der Bauch drückt und zwickt noch Stunden nach der Mahlzeit? Die Ursachen für Verdauungsbeschwerden sind vielfältig und so unterschiedlich wie die Betroffenen. Dem einen schlägt Stress auf den Magen, dem anderen verdirbt Kummer den Appetit. Menschen mit sensiblem Magen oder Darm müssen sehr auf ihre Ernährung achten, denn auf zu deftiges oder scharf gewürztes Essen reagieren sie mit Symptomen wie Völlegefühl, Blähungen oder   Durchfall .  
 Für Verdauungsbeschwerden sind nicht unbedingt organische Erkrankungen wie das   Reizdarmsyndrom  , Gastritis oder Morbus Crohn verantwortlich. Auch Medikamentenunverträglichkeiten und -nebenwirkungen können die Verdauung durcheinander bringen. Vielfach sind aber auch einfach unsere modernen Lebensumstände und unsere Essgewohnheiten Schuld , wenn der Verdauungsapparat aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn Sie keine der oben genannten Krankheiten als Diagnose bekommen haben und auch keine Arzneimittel verwenden, die sich ungünstig auf den Verdauungstrakt auswirken können, sollten Sie zuerst einmal prüfen, ob in Ihrem Leben einer oder mehrere der folgenden Faktoren zum Tragen kommen, die Verdauungsprobleme verursachen können: 
 
 Psychischer Druck, Nervosität oder&amp;nbsp;  innere Unruhe   
 Hektisches Essen oder unregelmäßige Mahlzeiten 
 Unzureichendes Kauen 
 Fettige Lebensmittel, zu üppige oder deftige Mahlzeiten 
 Zu geringer Ballaststoffanteil 
 Zu viele Lebensmittel, die Säure-Base-Haushalt im Körper stören (Zucker, Getränke mit Kohlensäure, Kaffee, schwarzer Tee, Milchprodukte) 
 Zu wenig Flüssigkeit (empfohlen wird, zwischen zwei und drei Liter Wasser pro Tag zu trinken) 
 Schlafmangel 
 Übermäßiger Alkoholkonsum 
 Mangelnde Bewegung 
 Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft 
 
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 Wenn Sie sich und Ihre Gewohnheiten in dieser Aufzählung nicht wiederfinden und/oder die Verdauungsprobleme so stark sind, dass Sie sich in Ihrem Alltag erheblich beeinträchtigt fühlen, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Möglicherweise steckt doch eine Krankheit dahinter – oder Sie leiden an einer   Nahrungsmittelunverträglichkeit.   
 Verdauungsbeschwerden durch Unverträglichkeiten 
 Immer wieder sind es bestimmte Lebensmittel, die Verdauungsprobleme hervorrufen – und damit sind nicht Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Kohl, Bohnen oder andere Hülsenfrüchte gemeint, die grundsätzlich für ihre blähende Wirkung bekannt sind. Oft reagieren Menschen sensibel auf Nahrungsmittel: Neben den Milchprodukten gerät vor allem Gluten – das Klebereiweiß aus Getreide, vor allem in Weizen – in den Fokus, wenn es darum geht, den Ursachen für Verdauungsbeschwerden auf den Grund zu gehen. Durch Verzicht auf diese Lebensmittel können Sie sehr schnell und einfach selbst testen, ob Ihnen beispielsweise Milch, Joghurt und Quark oder aber Weizen bekommen, oder ob Sie am besten darauf verzichten sollten 
 Eine Milchzuckerunverträglichkeit (  Laktoseintoleranz  ) oder Glutenintoleranz sind genauso wie eine Fruktose- oder Histaminintoleranz allerdings Erkrankungen, bei denen die Selbstdiagnose unbedingt von einem Fachmann bestätigt werden sollte. Falls Sie also den Verdacht haben, dass Ihre Verdauungsbeschwerden durch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hervorgerufen werden, fragen Sie unbedingt Ihren Arzt. Der kann Sie im Zweifel an einen Gastroenterologen – also einen Arzt, der auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes spezialisiert ist – verweisen. Dieser kann durch spezielle Tests für Klarheit sorgen. 
 Was gegen Verdauungsbeschwerden hilft, erfahren Sie hier! 
 So lästig Probleme mit der Verdauung auch sind: Eine Menge können Sie selbst tun, um Schwierigkeiten vorzubeugen oder Beschwerden zu lindern. Hier die besten Tipps: 
 Achten Sie auf Ihr Verhalten im Alltag 
 Klar, es ist leichter gesagt, als getan, aber: Versuchen Sie, Stress zu vermeiden. Gönnen Sie sich ganz bewusst Auszeiten. Die Welt geht nicht unter, wenn die Abstellkammer heute nicht aufgeräumt wird – die Stunde auf dem Sofa mit hochgelegten Beinen, einer Tasse Tee und einem guten Buch wird Ihnen aber umso besser tun! 
  Essen Sie bewusst  und mit Genuss. Schnell einen Burger zwischen Tür und Angel heruntergeschlungen, während Sie gleichzeitig Nachrichten auf dem Handy beantworten, wird Ihr Bauch Ihnen nicht danken. Solche Mahlzeiten sind im wahrsten Sinne des Wortes schwer verdaulich und oft der Grund für Verdauungsbeschwerden. 
 Und noch ein Tipp: Überwinden Sie den inneren Schweinehund und treiben Sie  ausreichend Sport ! Bewegung hilft der Verdauung, in Schwung zu kommen. Joggen, Schwimmen, Walking oder auch nur Spazierengehen aktiviert die Bauchregion und damit den Darm. Durch die Bewegung wird das Gegessene durchmischt und kann so auch am besten verdaut werden. 
 Achten Sie auf Ihre Ernährung 
 Wenn Sie immer wieder unter   Sodbrennen  , Schmerzen im Bauch oder   Übelkeit   leiden, ist Ihre Ernährung die zentrale Stellschraube, um Verdauungsbeschwerden zu verhindern oder ihnen vorzubeugen: Vermeiden Sie frittierte, zu deftige und zu süße Lebensmittel – Haxen mit Bratkartoffeln und zum Nachtisch ein Stück Sahnetorte setzen selbst unempfindlichen Mägen sehr zu. Und auch, wenn es schwer fällt:  Finger weg von Fast-Food!  Burger, Fritten, Backfisch oder Chips sind zwar schnell verfügbar, enthalten allerdings auch viele Transfette und sind voll von leeren Kalorien. Sie liegen schwer im Magen und verursachen häufig Sodbrennen, Blähungen und Völlegefühl. 
 Auch die Art der Zubereitung kann helfen, die Magen-Darm-Region nicht unnötig zu reizen: Schonende Garmethoden wie das Dampfgaren bewahren die Vitamine im Gemüse und machen das Essen leichter bekömmlich. Würzen Sie außerdem nicht zu stark: Zu salzige oder zu scharfe Speisen belasten, besser verdaulich und trotzdem schmackhaft wird Essen mit Kräutern gewürzt. 
 Verzichten Sie auf kohlensäure- und zuckerhaltige Softdrinks und zu viel Alkohol. Auch zu viel Kaffee, schwarzer Tee oder andere   Wachmacher   stören wegen des Koffein-/Teein-Gehalts den  Säure-Base-Haushalt  und sind für einen empfindlichen Magen nicht leicht zu verpacken. Trinken Sie stattdessen ausreichend viel klares Wasser oder ungesüßten Kräutertee wie Fenchel, Anis, Kümmel oder Kamille. 
 Meiden Sie den übermäßigen Verzehr von Speisen, die dafür bekannt sind, Blähungen zu verursachen: Kohl, Zwiebeln und  Hülsenfrüchte  sind grundsätzlich zwar gesund, für den Verdauungstrakt allerdings schwere Kost. 
 Versuchen Sie, mit Ihrer Nahrung genügend  Ballaststoffe  aufzunehmen. Gerade Menschen, die mit Verstopfung zu kämpfen haben, können ihren Beschwerden so entgegenwirken. Neben den Ballaststoffen z.B. aus Müsli und Co. lässt sich der Anteil an Ballaststoffen ganz einfach erhöhen: Leinsamen oder   Flohsamenschalen   – mit genügend Wasser zu sich genommen - lockern den Darminhalt ganz natürlich auf und erleichtern so den Stuhlgang. 
 Möchten Sie Ihrem Darm etwas Gutes tun, können  Nahrungsergänzungsmittel  wie   L-Glutamin   mit  Biotin &amp;nbsp;die sensible Darmschleimhaut unterstützen. 
 Essen Sie  kleine Portionen  und nehmen Sie sich Zeit: Anstatt die Verdauung mit großen Mahlzeiten zu belasten, nehmen Sie lieber mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu sich – und zwar ganz ohne Hast. 
  Noch ein Tipp:  Essen Sie nicht zu heiß und nicht zu kalt – beides reizt den Magen und verstärkt Verdauungsbeschwerden. 
 Hilfe bei Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft 
 Während einer Schwangerschaft fährt nicht nur der Hormonhaushalt Achterbahn, oft bringen die schwangerschaftsbedingten Umstellungen im Körper auch belastende Verdauungsbeschwerden mit sich. Als Klassiker sei da die morgendliche Übelkeit genannt, Schwangere haben aber auch überdurchschnittlich häufig mit Problemen wie Völlegefühl, Blähungen oder Verstopfung zu kämpfen. Das Dilemma, vor dem die betroffenen Frauen stehen: Die Symptome sind zwar „umstandsbedingt“ normal – einige der typischen Medikamente, die Abhilfe schaffen könnten, sind allerdings Tabu. 
 Zum Glück gibt es einige Hausmittel, die die Beschwerden erleichtern können: Ingwer – beispielsweise als Tee getrunken – beruhigt den Magen und wirkt Übelkeit entgegen. Gegen Verstopfungen dürfen auch Schwangere Ballaststoffe in Form von Leinsamen und Flohsamenschalen zu sich nehmen. Auch Trockenobst verbessert auf natürliche Weise die Verdauung. Darüber hinaus gibt es eine Reihe sanfter,  homöopathischer Mittel , die sich positiv auf die Magen-Darm-Region auswirken und so eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sind. Fragen Sie dazu einfach nach Informationen in der Apotheke nach! 
 Die besten Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden 
 Natürlich bekommen Sie in der Apotheke allerlei Medikamente, die bei Störungen im   Magen-Darm  -Trakt helfen. Vom Durchfall- bis hin zum Abführmittel sind viele Produkte erhältlich. Doch wenn der Bauch rebelliert, muss oft sofort eine Lösung her. Deswegen haben wir zum Abschluss für Sie noch ein paar ganz konkrete Tipps, wie Sie an Nebenwirkungen arme, natürliche Hausmittel nutzen können, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen. Sie werden staunen: Viele Hilfsmittel stammen aus dem erweiterten  Bereich der Heilpflanzen  und sind bestimmt auch bei Ihnen schon vorrätig ... 
 
  Trockenobst  wie Dörrpflaumen oder Feigen regen die Darmtätigkeit an und wirken verdauungsfördernd. 
 Verschiedene  Gewürze  wie Fenchel, Anis, Kümmel, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kurkuma, Nelken oder Zimt regen die Verdauung ganz natürlich an. 
  Kräuter-Tees  sind der Klassiker unter den Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden:
 
 Ingwertee: Ingwer in Stückchen geschnitten und mit heißem Wasser aufgebrüht wirkt Übelkeit und Erbrechen entgegen 
 Pfefferminztee lässt sich aus frischer oder getrockneter Minze zubereiten. Das enthaltene Menthol wirkt krampflösend und kurbelt die Verdauung an. 
 Fenchel-Anis-Kümmel-Tee beruhigt den Magen-Darm-Trakt und wirkt Blähungen entgegen. 
 
 
  Ballaststoffe , z.B. aus Flohsamenschalen, Weizenkleie oder Leinsamen lockern den Darminhalt auf und erleichtern den Stuhlgang. 
  Verdauungsfördernde Getränke  wie Kefir, Kombucha oder Brottrunk können sich durch die enthaltenen &quot;guten Bakterien&quot;, den probiotischen Milchsäurekulturen, positiv auf die Verdauung auswirken. 
 Ein Glas  warmes Wasser  auf nüchternen Magen am Morgen bringt die Verdauungsorgane richtig in Schwung. 
  Milchzucker  – also Laktose – ist als Pulver erhältlich und regt die Darmtätigkeit an. Schon bei Säuglingen wird es als Hausmittel gegen Verstopfung verabreicht. 
  Sauerkraut  oder Sauerkrautsaft beinhaltet viele nützliche Mikroorganismen – insbesondere Milchsäurebakterien – die helfen können, die Darmflora zu verbessern. Aber Vorsicht: Regen Sie den Darm durch den Genuss von Sauerkraut zu stark an, kann es wie ein Abführmittel wirken und Durchfall verursachen. 
 Mittel mit Natriumhydrogencarbonat sind mild alkalisch und wirken bei akutem Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen. Hier können Sie ganz normales Küchen-Natron verwenden. 
 
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 Übrigens: Speziell für unsere Leser, die häufig mit Durchfall zu tun haben, haben wir einen eigenen Ratgeber über einfache   Hausmittel gegen Durchfal l  zusammengestellt. Wen dagegen oft Verstopfungen plagen, findet   hier   zahlreiche Tipps gegen eine träge Verdauung, die ganz ohne Medikamente auskommen. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Bauch eine gute Besserung! 
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 Bildquelle: © kuzmichstudio - stock.adobe.com 
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            <title type="text">Hausmittel gegen Verstopfung: Tipps gegen eine träge Verdauung</title>
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                   Was tun bei Verstopfung? Alles über schnelle Hilfsmittel und langfristig wirkende Vermeidungsstrategien 
 Fast jeder Mensch leidet hin und wieder unter Verstopfung – sei es im Urlaub durch eine ungewohnte Ernährung, einen veränderten Tagesrhythmus auf Reisen oder anhaltenden Stress. In Deutschland sind etwa 30-60 % der Bevölkerung von einer gelegentlichen Verstopfung betroffen, wobei den Großteil der Betroffenen Frauen und ältere Menschen bilden. Meist handelt es sich dabei um eine harmlose Irritation des Darms, die keine besonderen Maßnahmen erfordert. Doch was ist, wenn man regelmäßig mit Verstopfung zu kämpfen hat? Ab wann spricht man von einer chronischen Verstopfung? Und was können Sie selbst tun, um Ihren Darm wieder auf Trab zu bringen und Ihre Verdauung anzuregen? Wir zeigen die bekanntesten Ursachen für eine träge Verdauung auf und verraten Ihnen, welche Hausmittel gegen Verstopfung helfen. 
 
   Was tun bei Verstopfung? Alles über schnelle Hilfsmittel und langfristig wirkende Vermeidungsstrategien    
   Was ist eine Verstopfung? Typische Merkmale und Symptome    
   Ursachen für Verstopfung: Vielfältige Gründe für eine träge Verdauung    
   Was hilft gegen Verstopfung? Hausmittel gegen Verstopfung im Überblick    
   Medikamente gegen Verstopfung    
 
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   Was ist eine Verstopfung? Typische Merkmale und Symptome 
 Im Normalfall tritt ein Stuhlgang dreimal pro Tag bis hin zu dreimal wöchentlich ein. Wenn ein Mensch weniger als dreimal wöchentlich Stuhlgang hat, spricht man von Verstopfung – in der Medizin auch als  Obstipation  bezeichnet. Bleibt der Stuhlgang lediglich vorübergehend aus oder ist reduziert, wird der Begriff  Konstipation  gebraucht, während das komplette Ausbleiben des Stuhlgangs als  Koprostase  betitelt wird. 
 Von einer chronischen Verstopfung spricht man, wenn ein Mensch über einen Zeitraum von ca. drei Monaten unter hartem oder seltenem Stuhlgang leidet. Dazu gehört auch das Gefühl der unvollständigen Entleerung. Viele Menschen leiten dann eine Selbstmedikation ein, um die Symptome der Verstopfung durch Abführmittel zu lindern. Dies ist allerdings häufig sehr gefährlich: Bei vielen Arzneimitteln ist das Risiko einer Abhängigkeit hoch und es kann schnell ein Gewöhnungseffekt eintreten. Als Folge müssen die Abführmittel in einer höheren Dosis eingenommen werden, weil das Gefühl vorherrscht, ohne die Abführmittel nicht mehr zur Toilette gehen zu können. Da die Symptome durch derartige Medikamente häufig nur verschleiert werden, bleiben die eigentlichen Ursachen der Verstopfung meist unerkannt, wodurch wiederum eine Verschlimmerung der Symptome und die Entstehung weiterer Krankheiten begünstigt wird. Zur Unterstützung der Darmtätigkeit kann man allerdings auch auf harmlosere Produkte zurückgreifen, die zum Beispiel den Wirkstoff Macrogol oder Lactulose enthalten. Diese sind weniger aggressiv und legen den Darm langfristig nicht lahm, sondern wirken auf physikalische Weise. 
 
  Merke:  Werden die Symptome durch starke Übelkeit, drastische Gewichtsabnahme, Erbrechen, Blut im Stuhl oder kolikartige Schmerzen begleitet, sollten Sie dringend einen Arzt konsultieren! 
 
   Ursachen für Verstopfung: Vielfältige Gründe für eine träge Verdauung 
 Als Ursachen für Verstopfung kommen viele Aspekte infrage. Handelt es sich um eine vorübergehende Obstipation, sind – wie oben bereits angedeutet – meist veränderte Verhaltensweisen oder ungewohnte Nahrungsmittel die Auslöser der Verstopfung, die sich somit gut durch Hausmittel lindern lässt. Bei chronischer Verstopfung liegen oftmals krankhafte Veränderungen im Darm vor, welche teils auf eine ungesunde Ernährung, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, mangelnde Bewegung sowie unterschiedliche Störungen im Stoffwechsel oder Elektrolythaushalt zurückzuführen sind. Wurde eine Operation am Bauch vorgenommen, kann es ebenfalls vorübergehend oder dauerhaft zu Verstopfung kommen. 
 Darüber hinaus können eine Beckenbodenfehlfunktion, Veränderungen der Muskeln und des Bindegewebes die Ursache von Verstopfung sein. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Morphinpräparate) kann einen trägen Darm begünstigen, sodass als Nebenwirkungen Symptome im Magen-Darm-Bereich auftreten. 
 Insbesondere in den letzten Jahren hat zudem die Diagnose  Reizdarmsyndrom  zugenommen. Bei einem Reizdarm, der in der Regel durch Ausschluss anderer Krankheiten im Darm diagnostiziert wird, wechseln sich häufig starker Durchfall und Verstopfung ab, meist begleitet von Bauchschmerzen, Krämpfen und Blähungen. Es kann aber auch eins der beiden Symptome dauerhaft dominieren. Vielfach wird angenommen, dass ein Reizdarm ausschließlich psychische Ursachen hat und eine Psychotherapie nötig ist. Diese Annahme ist jedoch längst überholt: Heute werden unter anderem Infekte sowie Störungen im Darmnervensystem für die Entstehung des Reizdarmsyndroms verantwortlich gemacht. 
   Was hilft gegen Verstopfung? Hausmittel gegen Verstopfung im Überblick 
 Um eine harmlose Form von Verstopfung zu behandeln, müssen Sie nicht unbedingt auf Medikamente zurückgreifen. Oftmals genügt es schon, einen Tag lang anders zu essen, mehr Wasser zu trinken und sich öfter zu bewegen. Was im Einzelnen hilft und welche Hausmittel sich gegen Verstopfung bewährt haben, verraten wir Ihnen im Folgenden. 
 Regelmäßigkeit und Haltung beim Toilettengang 
 Bei Verstopfung hat es sich als hilfreich erwiesen, seinen Darm an regelmäßige Toilettenzeiten zu gewöhnen. Ebenso wie sich der Körper an regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten gewöhnen kann, ist es auch möglich, einen Gewöhnungseffekt beim Stuhlgang zu erzielen. Versuchen Sie immer öfter, den Stuhlgang jeden Tag zu einer festen Uhrzeit zu verrichten – idealerweise in Ruhe und ohne Zeitdruck, zum Beispiel morgens nach dem Frühstück oder abends nach dem Abendessen. Nach Möglichkeit sollten Sie den Stuhlgang aber auch nicht aufschieben; wenn Sie dringend zur Toilette müssen, sollten Sie dem Drang unbedingt nachgeben. 
 Ein zunächst ungewöhnlich klingender Tipp bezieht sich auf die Toilettenhaltung. Wie Giulia Enders in ihrem Bestseller „Darm mit Charme“ berichtet, nehmen die meisten Deutschen wegen der hierzulande gängigen Kloschüsseln beim Toilettengang eine eher ungünstige Haltung ein, durch welche die Darmentleerung zusätzlich erschwert wird. Meist nimmt der Stuhlgang so deutlich mehr Minuten in Anspruch, als es in der „korrekten“ Hockhaltung im 35°-Winkel der Fall wäre. In der Regel hilft es schon, die Füße auf einen kleinen Hocker zu stellen, um die Darmentleerung zu beschleunigen. 
 Körperliche Bewegung und Sport als Hausmittel gegen Verstopfung 
 Regelmäßige Bewegung und Sport wirken sich nicht nur insgesamt positiv auf unsere Gesundheit aus, sondern sind auch hilfreich für eine gute Verdauung. Ausdauersportarten wie Joggen und Schwimmen regen ebenso wie Gymnastik und Wandern den gesamten Stoffwechsel, die Durchblutung und damit auch die Darmaktivität an. Außerdem kann ein regelmäßiger Spaziergang an der frischen Luft wahre Wunder wirken, insbesondere nach dem Essen. Zwar sind grundsätzlich alle Sportarten gut für die Gesundheit, Radfahren und anderer im Sitzen ausgeübter Sport kann bei Verstopfung jedoch eher unangenehm sein. 
 Massagen und Wickel gegen eine träge Verdauung 
 Ein gutes Hausmittel gegen Verstopfung sind Bauchmassagen, die Sie täglich zur Vorbeugung oder bei akuter Verstopfung durchführen können. Wichtig ist, dass Sie die Massagebewegungen im Uhrzeigersinn ausführen, um sich dem natürlichen Verlauf des Darms anzupassen. Atmen Sie dabei tief und ruhig in den Bauch hinein und versuchen Sie, nicht noch stärker zu verkrampfen. 
 Zudem können Sie Ihren Darm wahlweise mit warmen, kalten oder feuchten Wickeln stimulieren, wobei insbesondere kalten Wickeln eine entkrampfende Wirkung nachgesagt wird. 
 Ernährungstipps bei Verstopfung: Richtig essen und trinken für einen gesunden Darm 
 Grundsätzlich sollten Sie immer auf eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten – nicht nur bei Obstipation oder anderen Verdauungsproblemen. Trinken Sie mindestens 1,5 Liter pro Tag, idealerweise stilles Wasser ohne Kohlensäure oder ungesüßten Tee. Wasser unterstützt die Verdauung auf natürliche Weise, indem es den Darm befeuchtet und den Stuhlgang erleichtert. 
 Um die Verdauung in Schwung zu bringen, kann es darüber hinaus helfen, morgens nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken – wahlweise mit etwas Honig oder Apfelessig versetzt. Ein einfacheres Hausmittel gibt es nicht, denn hier muss nichts vorbereitet und/oder beachtet werden. Ähnlich soll der Saft aus gedörrten Pflaumen und Sauerkraft wirken, den Sie auch vor dem täglichen Mittagessen trinken können. 
 Neben einer ausreichenden Trinkmenge gelten Ballaststoffe als bekanntestes Hausmittel gegen Verstopfung. Ob in Vollkornprodukten, Obst oder Gemüse, Flohsamenschalen oder Leinsamen: Ballaststoffe gelten als wahres Wundermittel bei Verstopfung. Der Grund ist einfach: Ballaststoffe sind komplexe Gemische, die den Transport durch den Darm beschleunigen. Sie enthalten wertvolle Schleimstoffe, regen den Darm an und pflegen ihn, quellen im Darm auf, binden Wasser bzw. Flüssigkeit und machen den Stuhl weicher. 
 
  Wichtig:  Erhöhen Sie den Ballaststoffgehalt in Ihrem Essen nur langsam und trinken Sie viel Wasser, da ansonsten noch stärkere Verstopfungen und unangenehme Blähungen auftreten können. 
 
 Die wichtigsten ballaststoffreichen Lebensmittel: 
 
 Vollkornprodukte 
 Leinsamen 
 Flohsamen 
 Äpfel, Birnen, (Trocken-) Pflaumen, Trockenfeigen, Kiwi und Weintrauben 
 Sauerkraut 
 Schalen von Tomaten, Kartoffeln, Paprika etc. 
 
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 Bei Verstopfung meiden sollten Sie hingegen Bananen, Schokolade, Käse, Fast Food sowie sehr süße, sehr fettige und stark verarbeitete Produkte, da diesen eine eher stopfende Wirkung zugeschrieben wird. Tabu sind zudem große Mengen Alkohol. 
 Wer mag, kann morgens und abends oder vor dem Essen auch 1 EL hochwertiges Öl pur zu sich nehmen. Olivenöl, Leinöl oder Rizinusöl soll die Verdauung unterstützen, indem es die Schleimhäute im Darm gewissermaßen ölt und befeuchtet. Wenn Ihnen der Geschmack nicht zusagt, können Sie es auch in Ihr Wassserglas geben und trinken. 
 Doch nicht nur das,  was  Sie essen, ist wichtig für eine gute Verdauung, sondern auch die Art,  wie  Sie essen. Versuchen Sie, regelmäßige Essenszeiten einzuhalten, essen Sie stets langsam und kauen Sie häufig, um die Nahrung gut einzuspeicheln und die Verdauung vorzubereiten. Lassen Sie sich nicht ablenken, schalten Sie den Fernseher aus und lesen Sie auch nicht während der Mahlzeiten. Wenn Sie in Ruhe und nicht einfach nebenbei essen, kann sich dies sehr positiv auf die Verdauung und Ihr Wohlbefinden insgesamt auswirken. 
 Wenig Stress, viel Entspannung: Prävention von Verstopfung 
 Stress schlägt sich sowohl auf das Gemüt als auch auf die Verdauung nieder. Während die einen Menschen bei Stress eher zu Durchfall neigen, leiden die anderen unter Verstopfung. Nehmen Sie sich regelmäßig Auszeiten, legen Sie auch an einem stressigen Tag immer wieder Pausen ein und achten Sie auf eine gute Work-Life-Balance. Um zur Ruhe zu kommen, sind auch verschiedene Atem- und Entspannungsübungen sowie Yoga, autogenes Training und Meditation ein bewährtes Hausmittel. Was auch immer Ihnen hilft, um sich zu entspannen: Tun Sie es – sich selbst und Ihrer Verdauung zuliebe! 
 Tipps bei Verstopfung durch Beckenbodenfehlfunktion und Reizdarm 
 Bei einer Beckenbodenfehlfunktion wird eine ballaststoffarme Diät empfohlen und ein salinisch (d.h. salzartig) wirksames Abführmittel eingenommen. Auf lange Sicht hin wird dem Patienten empfohlen, sich Zeit für den Stuhlgang zu nehmen und eventuell ergänzend Glycerinzäpfchen einzuführen. 
 Bei Vorliegen eines Reizdarmsyndroms hilft meist eine ballaststoffreiche Ernährung sowie die Gabe eines salinisch wirkenden Abführmittels in Kombination mit einem krampflösenden Mittel. 
 Was hilft gegen Verstopfung bei einem Baby? 
 Auch bei einem Baby, das unter Verstopfung leidet, kann eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn helfen. Außerdem können pürierte Äpfel und Birnen gefüttert werden und der Babybrei mit einem Teelöffel Keimöl angereichert werden. Bitten Sie im Zweifel jedoch lieber Ihren Kinderarzt um Hilfe und informieren Sie sich über geeignete Methoden, um die Verstopfung zu lindern, anstatt auf eigene Faust etwas auszuprobieren. 
   Medikamente gegen Verstopfung 
 Wenn die Hausmittel gegen Verstopfung nicht helfen, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen oder sich in unserer Online-Apotheke über geeignete Medikamente informieren. Es gibt zum Beispiel einige osmotisch (salinisch) wirkende Abführmittel, die das Wasser im Darm zurückhalten und zu einer Stuhlerweichung führen. Mobilitäts- und sekretionsbeeinflussende Substanzen sind pflanzliche Laxantien, das heißt, pflanzliche Arzneimittel zur Beschleunigung des Stuhlganges. Diese verstärken die Darmkontraktion, was eine beschleunigte Darmpassage und eine Verringerung der Wasseraufnahme zur Folge hat. Als natürliche Abführmittel gelten übrigens auch Faulbaum, Senna und Aloe vera, die Sie beispielsweise als Dragees, Säfte und Tees erhalten. 
 Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren unserer Hausmittel und eine gute Besserung! 
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 Bildquelle: Pixabay 
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            <title type="text">Was gegen Durchfall hilft: Die besten Tipps, um Durchfall mit Hausmitteln zu ...</title>
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                 Durchfall: Symptome, Ursachen und Informationen über den kranken Darm 
 Wohl jeder kennt die missliche Lage: Das letzte Essen liegt schwer im Magen, der Darm zwickt, heftige Bauchschmerzen quälen den Körper und die nächste Toilette muss umgehend aufgesucht werden. Fast jeder Mensch leidet hin und wieder unter Durchfall. Dabei ist Durchfall jedoch keine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich ein Symptom von anderen Krankheiten. Sobald ein Stuhlgang häufiger als drei Mal am Tag stattfindet, spricht man von Durchfall bzw. medizinisch korrekt von Diarrhö. 
 
   Weitere Ursachen und Vorkommen von Durchfall: Warum der Darm rebelliert    
   Was tun bei Durchfall? Hausmittel und Tipps zur Behandlung    
   Wann sollten Sie bei Durchfall zum Arzt gehen?    
   Durchfall vorbeugen? So klappt’s   
 
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 Der Unterschied: Akuter und chronischer Durchfall 
 Akuter Durchfall: Symptome und Ursachen 
 Grundsätzlich wird zwischen akutem Durchfall und chronischem Durchfall unterschieden. Der akute Durchfall ist zumeist eine Schutzreaktion vom Körper, der dadurch Gifte und Krankheitserreger wie Bakterien so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Je nachdem, welche Ursachen dem Durchfall zugrunde liegen, kann dieser schleimig, blutig oder eitrig sein. Oftmals treten bei akutem Durchfall weitere Symptome als Begleiterscheinungen auf, wie beispielsweise Fieber, Bauchschmerzen und Übelkeit. Akut bedeutet allerdings nicht, dass der Durchfall bereits nach wenigen Stunden wieder abklingt – vielmehr können auch die Beschwerden bei akutem Durchfall bis zu zwei Wochen lang anhalten. 
 Die Ursachen für akuten Durchfall können außer einer Infektion und dem verbreiteten Magen-Darm-Infekt auch ein gereizter Darm, eine Operation, eine Lebensmittelvergiftung durch verdorbenes Essen, eine ungesunde Ernährung bzw. Fehlernährung, eine Funktionsstörung etwa von Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse sein sowie hormonelle Störungen. Sie sehen: Die Auslöser von Durchfall sind vielfältig, wobei die häufigsten Ursachen für akuten Durchfall in der Regel Lebensmittelvergiftungen sind, die zum Beispiel durch den Verzehr von ungenießbarem Geflügel, Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Eierspeisen oder Eis hervorgerufen werden. 
 Chronischer Durchfall: Symptome und Ursachen 
 Hält der Durchfall länger als zwei Wochen an, so spricht man von einem chronischen Durchfall. Chronischer Durchfall beginnt zumeist schleichend, der Organismus zeigt nur wenige Symptome. Sie können aber auch von einer chronischen Durchfallerkrankung betroffen sein, wenn Sie sehr zeitnah nach einer vorangegangenen Durchfallerkrankung erneut unter Durchfall leiden. Bei einem chronischen Durchfall liegt zumeist schon eine Grunderkrankung als Ursache vor, wie zum Beispiel eine Dünndarmerkrankung. Dies sollten Sie unbedingt von einem Arzt abklären lassen, um schwerere Krankheiten auszuschließen und geeignete Möglichkeiten zur Behandlung zu besprechen. 
    Weitere Ursachen und Vorkommen von Durchfall: Warum der Darm rebelliert 
 Wer viel verreist, wird es bestätigen können: Durchfallerkrankungen treten ebenso häufig während einer Urlaubsreise auf. Auf Reisen ist der Durchfall bei etwa 80 Prozent der Erkrankten auf Bakterien zurückzuführen, bei vielen Leuten hat der Körper außerdem Schwierigkeiten, das meist ungewohnte Essen, unbekannte Lebensmittel und starke Gewürze zu verdauen, wieder andere Menschen stresst das Reisen so sehr, dass als ein Warnsignal des Körpers Durchfall auftritt, häufig begleitet durch andere Symptome wie Nervosität, Kopfschmerzen oder Unruhezustände. 
 Aber auch als Begleiterscheinung einiger Medikamente, bei einem Medikamentenmissbrauch, wie zum Beispiel von Abführmitteln, Eisenpräparaten oder Antibiotika, sowie bei einer Medikamentenvergiftung ist Durchfall eins der typischen Symptome. 
 Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Ursachen, wie zum Beispiel Angst, allgemeiner Stress oder Nahrungsmittelallergien, die den Darm in Aufruhr bringen und Durchfall verursachen können. 
 Relativ verbreitet ist auch das sogenannte Reizdarmsyndrom: Menschen, die darunter leiden, haben häufig mit Durchfall, aber auch mit Blähungen sowie Verstopfungen zu kämpfen. Der Darm ist in diesem Fall besonders empfindlich, ohne dass eine organische Ursache vorliegt. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich für viele Patienten heraus, welche Lebensmittel bei ihnen für Durchfall oder starke Blähungen verantwortlich sind. Oft spielen beim Durchfall fette Speisen mit Sahne, Mayo und geschmolzenem Käse eine Rolle. Auch Frittiertes und abführend wirkendes Steinobst sowie auch Alkohol wirken sich bei Reizdarm-Geplagten oft ungünstig auf die Festigkeit des Stuhls aus. Gemüsesorten wie Kohl, Zwiebeln und Hülsenfrüchte haben dagegen blähende Eigenschaften. 
 Reduzieren Sie den Konsum von Lebensmitteln, die Ihrem Bauch nicht gut tun und essen bzw. trinken Sie insbesondere unterwegs – d.h. wenn ungünstigen Falls kein stilles Örtchen in der Nähe sein könnte – nichts, was in der Darmregion zu Unwohlsein führen könnte. 
 Um die Ursachen von Durchfall herauszufinden, sollten Sie im Zweifel lieber einen Arzt aussuchen, der die Symptome abklärt und eine sinnvolle Behandlung einleitet. Eventuell verordnet bzw. empfiehlt Ihr Arzt Ihnen zusätzlich geeignete Medikamente, die gegen die Beschwerden wirken und helfen, die Symptome zu lindern. 
 
  Wichtig: Wenn Kleinkinder, Säuglinge und ältere Menschen unter starkem Durchfall leiden, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen, da es bei ihnen durch den Verlust von Flüssigkeit und dem damit einhergehenden Verlust von Salz und Elektrolyten schneller zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung kommen kann. 
 Dies gilt es unbedingt zu vermeiden! 
 
    Was tun bei Durchfall? Hausmittel und Tipps zur Behandlung 
 Die klassische Empfehlung, bei einem rebellierenden Magen oder Darm zu Cola und Salzstangen zu greifen, ist längt überholt. Wir verraten Ihnen, welche Hausmittel gegen Durchfall und andere Symptome helfen und wie Sie die Gesundheit von Magen und Darm schnell wiederherstellen können. 
 Die besten Hausmittel gegen Durchfall 
 Es gibt verschiedene Hausmittel, mit denen Sie leichten Durchfall in den ersten Tagen bekämpfen und die Beschwerden lindern können, ohne Medikamente einnehmen zu müssen. 
 Grundsätzlich gilt es, leicht zu essen, auf eine blähende sowie fettreiche Ernährung zu verzichten und Lebensmittel mit viel Zucker zu meiden. Leicht verdauliches Weißbrot, Zwieback oder Salzstangen werden von den meisten Menschen, die unter Durchfall leiden, gut vertragen. Salzstangen enthalten, wie der Name bereits vermuten lässt, viel Salz, was gerade bei Durchfall wichtig ist und dem Körper helfen kann, den Elektrolythaushalt wiederherzustellen. Neben Zwieback, Salzstangen und Weißbrot kann zusätzlich eine leichte Brühe, die schluckweise mit dem Teelöffel eingeflößt wird, sehr gut tun und den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Wenn Sie keinen Appetit verspüren, müssen Sie sich allerdings vorerst nicht zum Essen zwingen. Das Fasten kann dem Körper in diesem Fall helfen, sich zu regenerieren, damit sich Magen und Darm beruhigen können. 
   
 Wichtig ist es jedoch, dem Organismus genug Flüssigkeit zuzuführen und ausreichend zu trinken. Auch wenn sich bei Ihnen kein Durstgefühl einstellt, sollten Sie über den Tag verteilt viel Wasser (bevorzugt Mineralwasser ohne Kohlensäure) oder ungesüßten Tee trinken. Bekömmliche Tees wie Fenchel, Kümmel und Kamille können helfen, Bauchschmerzen, Krämpfe, Übelkeit und andere Beschwerden zu lindern. Trinken Sie stets langsam und nur schluckweise, um Magen und Darm nicht zu überlasten! Abgekochtes Wasser mit etwas Traubenzucker und einem Teelöffel Salz soll ebenfalls helfen, dem Durchfall entgegenzuwirken. 
 Je nach Stärke der Symptome kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine sogenannte Rehydrationslösung zu trinken. Diese Elektrolyt-Glucose-Mischung ist in Pulverform frei verkäuflich in jeder gut sortierten Apotheke erhältlich. Sie wirken dem Verlust von Flüssigkeit entgegen und können das Wohlbefinden der Betroffenen oftmals enorm steigern. 
 
  Tipp:  
 Achten Sie vor allem auch darauf, dass Kinder, Säuglinge und ältere Menschen darauf genug Flüssigkeit zu sich nehmen – bieten Sie ihnen nötigenfalls kleinste Mengen mit einem Teelöffel an! 
 
 Auf Sport und zu viel Aktivität sollten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe erst einmal verzichten, solange die Symptome anhalten und Sie sich schlapp fühlen. Ihr Körper hat schon genug damit zu tun, etwaige Bakterien zu bekämpfen und Magen bzw. Darm zu regenerieren. Bleiben Sie am besten im Bett, gönnen Sie sich Ruhe und helfen Sie Ihrem Körper, sich selbst zu helfen. 
  Hinweis:  Sofern es sich vermeiden lässt und Ihr Arzt nichts Gegenteiliges empfiehlt, sollten Sie zur Behandlung von Durchfall nicht vorschnell auf Medikamente zurückgreifen. Die Einnahme von Präparaten wie zum Beispiel Imodium akut mit dem Wirkstoff Loperamidhydrochlorid kann zwar etwa bei Reisedurchfall sinnvoll sein und weiterem durchfallartigen Stuhl vorbeugen, es bekämpft jedoch nicht die Ursachen der Beschwerden. Wurde der Durchfall beispielsweise durch Bakterien oder Viren ausgelöst, werden diese nicht wie vorgesehen als Schutzreaktion vom Körper ausgeschieden, sondern im Darm behalten. 
 Egal, welches Durchfallmedikament Sie in Ihre Reiseapotheke aufnehmen: Machen Sie sich unbedingt im Vorfeld mit der Packungsbeilage vertraut und verabreichen Sie es nicht Kindern oder gar Hunden ohne mit einem Kinderarzt bzw. Tierarzt Rücksprache gehalten zu haben. 
   Wann sollten Sie bei Durchfall zum Arzt gehen? 
 Hält der Durchfall mehrere Tage oder länger an, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen oder einen anderen Experten konsultieren, um die Symptome und Ursachen sowie eine mögliche Behandlung abklären zu lassen. Sind Bakterien die Ursache des Durchfalls, so kann gegebenenfalls eine Behandlung mit Antibiotika helfen. Da Kinder und ältere Menschen schneller unter einem Verlust von Wasser bzw. Flüssigkeit und damit einem Elektrolytverlust leiden, wodurch der Organismus sehr schnell austrocknen und in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten kann, ist – wie bereits empfohlen – ein Arztbesuch insbesondere bei dieser Risikogruppe anzuraten. 
   Durchfall vorbeugen? So klappt’s 
 Das beste Hausmittel zur Vorbeugung von Durchfall ist sicherlich eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, viel Bewegung im Alltag und eine positive Lebenseinstellung. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, täglich aktiv zu sein, sich in Gesellschaft zu begeben und gesund zu essen, um Ihrer Darmflora etwas Gutes zu tun und Ihre (Darm-) Gesundheit langfristig zu erhalten. Weiterführende Informationen und praktische Tipps zum Thema „Gesunde Darmflora“ erhalten Sie bei ausgewiesenen Experten. 
 Wir wünschen Ihnen alles Gute! 
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 Bildquelle: Fotolia © New Africa - stock.adobe.coma // pixabay 
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