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Immer kalte Füße? Jetzt Ursachen finden und Abhilfe schaffen

Die besten Tipps für warme Füße in der kalten Jahreszeit

Es ist kalt, es ist nass, es ist einfach „bäh“. Und jedes Jahr dasselbe Problem: Sie haben in der Winterzeit immer kalte Füße. Es ist, als würden Sie auf Eiszapfen laufen. Das ist unangenehm und keineswegs harmlos. Denn immer kalte Füße sind sehr oft Symptome für Krankheiten, vor allem dann, wenn Sie auch im Sommer daran leiden. Hinter dem Phänomen der immer kalten Füße kann zum Beispiel ein Mangel an Vitamin D, an Magnesium oder an Kalium stecken. Meistens aber sorgen chronische Schäden an den Blutgefäßen, hervorgerufen durch Arteriosklerose, für eine zu geringe Blutzirkulation. Davon sind besonders Raucher und Diabetiker betroffen. Wegen der mangelnden Durchblutung kann keine Wärme in Ihre Füße transportiert werden. Sie beginnen auszukühlen und Sie frieren an den Zehen – und schon kommen die Krankheiten. Das ist ein Problem, an dem Millionen Menschen leiden. Und genau das muss nicht sein. In diesem Artikel finden Sie Tipps, wie Sie die Ursachen Ihrer immer kalten Füße bekämpfen können.

Diese Ursachen sorgen für immer kalte Füße

Wenden wir uns in diesem Artikel zuerst einmal den Ursachen zu, die kalte Füße hervorrufen. Der menschliche Körper braucht für das Funktionieren seiner Organe (Herz, Lunge, Leber Nieren) und des Gehirns eine gleichbleibende Temperatur von rund 37 Grad. Wenn es aber kalt wird, ist diese Wärmeversorgung gefährdet. Was macht unser Körper dann? Er drosselt die Wärmeversorgung von Händen und Füßen, die Gliedmaßen kühlen aus, Sie bekommen kalte Füße.

Jetzt kommt eine interessante Erkenntnis: Über immer kalte Füße klagen etwa dreimal so viele Frauen wie Männer. Wie kommt das? Die Ursachen sind folgende:

  • Die Wärme im Körper wird in den Muskelzellen von den Mitochondrien (die Sie sich wie kleine Kraftwerke vorstellen können) erzeugt. Etwa ein Viertel der erzeugten Energie wird für körperliche Aktivitäten verwendet, der Rest dient der Wärmeversorgung.
  • Der weibliche Organismus hat einen wesentlich geringeren Anteil an Muskeln am Gesamtkörpergewicht als der männliche – 23 % gegenüber 40 %. Deshalb erzeugen Frauen weniger Wärme als Männer.
  • Ein weiterer Grund: Frauen haben bei gleicher Körpergröße weniger Körpermasse als Männer, diese kühlt also schneller aus.
  • Wenn Sie unter immer kalten Füßen leiden, dann können die Zehen bis auf acht Grad abkühlen. Das führt zu einem weiteren Problem: Um den restlichen Körper warm zu halten, verengen sich die Blutgefäße der Gliedmaßen, der Blutdruck fällt ab. Dann kommt kaum noch wärmendes Blut in die Füße, sie werden noch kälter.
  • Weitere Ursachen für immer kalte Füße sind Herzerkrankungen, niedriger Blutdruck, Schilddrüsenprobleme, starkes Übergewicht oder Fettleibigkeit. Auch diese Symptome führen zu einer schlechten Blutversorgung.

 

Auch die Nerven können kalte Füße herbeiführen. Durch die sogenannte periphere Polyneuropathie kann es zu Störungen in der Temperaturwahrnehmung und der Durchblutungsregulierung kommen. Von dieser Krankheit sind vor allem die Nerven in den Armen und Beinen betroffen. Die Weiterleitung von Reizen zum oder vom Gehirn funktioniert dann nicht mehr.

Häufiger aber ist das Restless-Legs-Syndrom (RLS). Die Symptome: Es führt zu einem Kribbeln und Ziehen und zu einem unangenehmen Kälteempfinden in den Beinen. Besonders unangenehm: Diese Krankheit tritt sehr häufig nach dem Zubettgehen auf, Sie können dann nicht mehr einschlafen. Von ihr ist etwa jeder zehnte Erwachsene betroffen, zwei Drittel davon sind Frauen. Wenn Sie diese unangenehmen Symptome häufig haben und die üblichen Hausmittel gegen kalte Füße nicht mehr helfen, dann ist eine Visite beim Arzt fällig.

Gute Tipps für immer warme Füße

Was können Sie denn nun selbst tun, um Ihre Füße schön warm zu kriegen? Dazu gibt es in der Natur- und Erfahrungsmedizin viele gute Ratschläge, wie Sie die Kälte von Ihren Beinen fern halten oder Sie vertreiben. Eine der häufigsten Ursachen für kalte Füße sind die Schuhe.

  • Wenn Sie keine „Eisbeine“ wollen, dann müssen Sie festes, nässedichtes Schuhwerk tragen. Es muss bequem sein und Ihr Fuß muss Platz haben. Denn durch eng anliegende Schuhe hat Ihre Haut Kontakt zu den Schuhen, dann dringt die Kälte ein. Achten Sie also beim Kauf darauf, dass zwischen Fuß und Schuh ein kleiner Zwischenraum ist, sozusagen ein Luftpolster.
  • Die Schuhe nicht zu fest schnüren, sonst beeinträchtigen Sie die Blutzirkulation. Das führt immer zu kalten Füßen.
  • Die Strümpfe oder Socken sollten faltenfrei am Fuß anliegen.
  • Tragen Sie Baumwoll- oder Wollsocken, die Sie täglich wechseln. Vermeiden Sie synthetisches Material. Denn dann schwitzt der Fuß, es wird feucht im Schuh und die Kälte kann angreifen.
  • Am besten ist es, wenn Sie Socken aus Schafwolle tragen. Denn die saugt den Schweiß auf, ihre groben Maschen bilden ein wärmendes Luftpolster, und sie sind fetthaltig – ein zusätzlicher Schutz gegen die Kälte und eine gute Pflege für die Haut.
  • Auch in Ihren Wohnräumen ist es oft fußkalt. Dagegen helfen Hausschuhe aus Filz – der Volksmund nennt sie „Filzlatschen“.

 

Aber auch wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, dann kann es trotzdem zu kalten Füßen kommen. Dann können Sie die Ursachen für Ihre immer kalten Füße mit diesen bewährten Hausmitteln bekämpfen:

  • Kaufen Sie sich in der Apotheke einen „Igelball“. Auf dem rollen Sie jeden Abend Ihre Füße etwa zehn Minuten hin und her. Das fördert die Durchblutung und reguliert den Blutdruck.
  • Um den Blutfluss anzuregen können Sie im Sommer jeden Morgen zehn Minuten lang im Gras „Tautreten“. Wenn es geschneit hat können Sie sogar Schnee treten. Nur so lange, wie Sie es aushalten. Danach gut trocken reiben. Dann haben Sie ein herrlich warmes Gefühl an den Füßen – und es verjagt Krankheiten.
  • Wenn Sie nachts wegen Ihrer Füße aufwachen, dann klemmen Sie Ihre Eisbeine abwechselnd in die Kniekehle des anderen Beines. Ihre Körperwärme wird sie wieder aufwärmen.
  • Bei ständig kalten Füßen hilft es auch, wenn Sie Ihre Beine von unten nach oben duschen. Beginnen Sie mit etwa 30 Grad, steigern Sie die Temperatur innerhalb von 20 Minuten so hoch bis Sie es nicht mehr aushalten und es Ihnen zu heiß wird. Dann gut abtrocknen, Schafwollsocken anziehen und schnell ins Bett gehen. Sie werden herrlich schlafen.
  • Bei eiskalten Füßen hilft es, wenn Sie Schuhe und Strümpfe ausziehen und jeweils einen Finger in die Zwischenräume der Zehen stecken. Die Finger in alle Richtungen kräftig bewegen – das fördert den Blutfluss, die Gefäße werden erweitert.
  • Noch ein Rezept aus Omas Gesundheitsfibel: Schneiden Sie zwei Knoblauchzehen in ganz kleine Stücke. Die mischen Sie unter Schweineschmalz, etwa 24 Stunden ziehen lassen. Damit reiben Sie sich abends die Füße ein und stülpen alte Socken darüber. Das geht auch mit Rizinusöl.
  • Verengte Gefäße und schlechte Durchblutung sind meistens die Ursache für Ihre eisigen Füße. Lassen Sie sich deshalb einmal in der Woche eine Fußreflexzonenmassage machen.
  • Dieses Rezept darf in keinem Ratgeber fehlen: Mischen Sie 125 g Walnussblätter, 50 g Lorbeerblätter, 50 g Thymian und 50 g Efeublätter und bringen Sie diese Mischung mit drei Liter Wasser zum Kochen. Dann abkühlen lassen, zwei EL Salz und einen EL Natron in den Sud geben. Darin eine Viertelstunde die Füße baden.
  • Noch ein Tipp: Trotz der Festtage und der kalten Monate sollte Ihre Ernährung möglichst fettarm sein. Denn eine Ernährung mit viel tierischem Fett führt zu einem hohen Blutfettgehalt, und der verringert den Blutfluss. Zur Ernährung im Winter gehört unbedingt viel Gemüse und Obst.

 

Wenn Sie deswegen zum Arzt gehen, wird der Ihnen sagen: „Wenn Sie immer kalte Füße haben, dann ist das ein Warnsignal Ihres Körpers, das Sie beachten sollten.“ Denn kalte Füße deuten darauf hin, dass Ihr Kreislauf und Ihre Durchblutung nicht mehr funktionieren und dass Ihre Venen und Arterien in den unteren Gliedmaßen ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen. Kalte Füße führen sehr häufig zu Krankheiten, vor allem im Mund-, Nasen- und Rachenraum. Der Grund: Kalte Füße senken über Signale der Nervenbahnen die Temperatur in den Schleimhäuten. Das verringert deren Durchblutung und Durchfeuchtung, sie werden trocken und können eindringende Keime nicht mehr gut abwehren. Die Folge: Sie husten, Sie niesen und schon haben Sie eine saftige Grippe.

Sport hilft, wenn die Füße nicht warm werden

Natürlich verhindert auch der Sport, dass Sie unter Kälte in den Gliedmaßen leiden müssen. Und Sport können Sie auch bei Minustemperaturen im Freien treiben: Skifahren, Skilanglauf, Rodeln Joggen – das ist alles gut für die Durchblutung und verhindert auch, dass Sie an den Füßen frieren. Der Grund: Beim Sport werden die Mitochondrien zu einer höheren Leistung aufgerufen, sie produzieren mehr Energie, das wärmt auch Ihre Füße. Außerdem werden dadurch die Muskeln an den Füßen und Waden betätigt. Das wiederum regt die Blutzufuhr an, die Venenpumpe wird aktiviert, Ihr Blut kann in den unteren Gliedmaßen besser fließen. Außerdem: Sport fördert immer den Kontakt zu anderen Menschen, das ist auch gut für Ihre Gesundheit und Ihr Gemüt.

Fazit: Immer kalte Füße gefährden die Gesundheit, sie führen zu Krankheiten. Die Tipps in diesem Artikel können Ihnen helfen, gesund zu bleiben. Deshalb sollten Sie sich an die alte Volksweisheit halten: „Den Kopf halt kühl, die Füße warm – so machst Du jeden Doktor arm.“

 


Bildquelle: Pixabay

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