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Braun werden ohne die Gesundheit zu gefährden

Braune Haut: Gleichmäßig und ungefährlich

Nicht nur wenn wir im Urlaub sind, wollen wir schnell braun werden: Tiefdunkelbraun oder schön goldbraun. Auf jeden Fall aber braun, und zwar so schnell wie möglich. Das geht nur, wenn Sie sich der Sonne aussetzen. Die aber – diese Erkenntnis hat sich zum Glück inzwischen bei den meisten Menschen durchgesetzt – ist nicht ungefährlich. Wie also können Sie eine ideale und gesunde Bräune rasch bekommen, ohne die Gesundheit zu gefährden? Denn die Sonne kann gefährlich werden: Durch UVA- und UVB-Strahlen, durch die Austrocknung der Haut, durch die Zerstörung der Kollagenschicht unter der Haut, durch einen schweren Sonnenbrand und durch eine Sonnenallergie. Das alles muss nicht sein: Sie können schnell braun werden, auch ohne Ihre Gesundheit zu gefährden. Lesen Sie dazu meine Ratschläge.

Den wichtigsten Rat vorab: Es ist essentiell wichtig, dass Sie das Projekt „Braun werden“ niemals ohne Sonnenschutz angehen. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass die Haut bei Verwendung von Sonnenschutzmitteln nicht bräunt. Deswegen: Cremen, sprühen oder ölen Sie sich immer ein, wenn Sie sich in die Sonne legen möchten, um sich zu bräunen – nur auf diese Weise können Sie gefährlichen Folgeschäden wie Hautkrebs vorbeugen. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Werfen Sie alte Sonnenschutzmittel einfach weg

Wenn Sie sich sonnen möchten, dann kommt unweigerlich die Frage: „Ist noch genügend Sonnencreme da?“ Und ganz bestimmt finden sich noch ein paar Tuben oder Spraydosen mit Sonnenschutzmitteln vom vergangenen Urlaub. Tun Sie Ihrer Haut den Gefallen und schmeißen Sie diese Cremes, Lotionen, Gels und Öle einfach weg. Sie sind alt, sie haben an Wirkungskraft verloren, sie taugen einfach nichts mehr. Sie waren vermutlich der Hitze ausgesetzt, danach haben solche Mittel in der Regel kaum noch eine Wirkung, sie können die Haut nicht mehr schützen. Oft haben sie auch einen unangenehmen Geruch angenommen – sie sind „ranzig“ geworden. Schon beim Öffnen können Sie bemerken, das sich Geruch, Konsistenz und Farbe verändert haben. Ein Ratschlag, der helfen kann: Legen Sie Ihren Sonnenschutz nach Gebrauch in den sechs Grad kalten Kühlschrank. Das verlängert die Lebensdauer der Sonnenschutzmittel – und schützt Sie auf dem Weg zu einer gesunden Bräune.

Sonnenschutz schon vor dem Sonnenbad

Erster Urlaubstag und gleich richtig in der prallen Sonne aalen. Eine Stunde, zwei Stunden im Liegestuhl Sonne tanken – schließlich gibt es viel aufzuholen. Ein wunderbarer Urlaubsbeginn, denn so werden Sie schnell braun. Denken Sie so? Dann seien Sie gewarnt, denn dies ist der sicherste Weg zu einem Sonnenbrand. Der richtige und gesunde Sonnenschutz beginnt schon vor dem „Schmoren“ in der Sonne. Nicht erst dann, wenn die Haut schon total aufgeheizt ist und sich bereits zu röten beginnt. Denn dann kommt das Eincremen mit Sonnenschutzmitteln – auch wenn sie einen hohen Lichtschutzfaktor haben – zu spät. Die meisten Sonnencremes erzielen ihre Wirkung durch chemische UV-Filter (z.B. Butyl-Methoxydibenzolmenthane) – aber erst dann, wenn sie etwa eine halbe Stunde Zeit hatten, in die Haut einzudringen und einen Schutzfilm zu bilden.

Mein Ratschlag: Wenn Sie einen Tag richtig intensiv am Strand und im Wasser verbringen wollen, um schnell braun zu werden, dann tragen Sie den Sonnenschutz möglichst früh auf. Es gibt zwar auch Mittel, die sofort und ohne Wartezeit schützen, dies ist aber nicht die Regel. Solche Produkte verwenden mineralische UV-Filter wie Zink oder Titanoxid und weisen auf der Verpackung auf diese besondere Eigenschaft hin.

Übrigens: Selbst wenn Sie ein wasserfestes Sonnenschutzmittel gekauft haben, müssen Sie nach dem Baden Bauch, Brust, Rücken, Oberschenkel und Füße nachcremen. Das Gesicht natürlich auch. Machen Sie es sich zur Regel: Nach höchstens zwei bis drei Stunden wird neu eingecremt, ob Sie im Wasser waren oder nicht. So werden Sie braun ohne Ihre Gesundheit zu gefährden.

Hoher LSF verhindert Bräune nicht

Wer sich stundenlang der prallen Sonne aussetzt, der kommt auf keinen Fall ohne Sonnenschutz aus. Das gilt insbesondere in den Bergen (ab 900 Meter Höhe) oder am Strand. Hier ist ein Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 bis zu 50 empfehlenswert. Wird der nicht eingesetzt, kann Ihre Haut nicht wiederherstellbare Schäden davontragen. Immer wieder hört man: „Bei einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor werde ich doch gar nicht braun.“ Das stimmt nicht, durch die Anwendung von Sonnenschutz mit dem richtigen LSF werden Sie schonend braun – ohne Ihre Haut zu schädigen.

Noch ein Irrtum: „Ich liege doch im Schatten, da kann ja nichts passieren.“ Auch an einem schattigen Platz müssen Sie sich eincremen. Das gilt auch, wenn die Sonne durch Wolken verdeckt ist, denn die UV-Strahlung durchbricht sowohl Wolken wie auch das Blattwerk von Bäumen. Die wirkt dann zwar nicht ganz so stark, aber sie kommt durch.

Braun werden ohne Sonne mit den richtigen Lebensmitteln

Mit der Ernährung können Sie braun werden, ohne Ihre Gesundheit zu gefährden. Zwar nicht schnell, aber nachhaltig. Das geht mit den richtigen Lebensmitteln oder durch bräunende Nahrungsergänzungsmittel.

Bei diesem natürlichen Bräunungsprozess spielen die Carotinoide eine wichtige Rolle. Das sind fettlösliche Farbpigmente, die wir in Gemüse mit einem hohen Anteil an Beta-Carotin finden. Zum Beispiel in Möhren. Beta-Carotin ist eine Vorstufe des Vitamins A, unser Organismus braucht es zum Aufbau von neuen Hautzellen. Vor allem aber schützt es die Haut vor den schädlichen Einflüssen der UV-Strahlung. Der natürliche Farbstoff in den Möhren sorgt für eine goldbraune Färbung der Haut. Das können Sie bei Babys beobachten, die viel mit Möhrenbrei gefüttert werden. Bei einem Erwachsenen liegt der Tagesbedarf bei zwei bis vier Milligramm Beta-Carotin. Um eine schöne goldbraune Haut zu bekommen brauchen Sie etwa 30 Milligramm pro Woche. Der Farbstoff Carotinoid ist vor allem in Möhren, Tomaten, Süßkartoffeln oder rotem Paprika enthalten. Die schnell bräunende Wirkung des Carotinoids wird auch in vielen Selbstbräunern eingesetzt. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie drei bis vier Wochen vor dem Urlaub den Anteil dieser Lebensmittel an Ihrer Nahrung erhöhen.

So stark gefährdet das schnelle Bräunen Ihre Gesundheit

Die gesunde Bräunung Ihrer Haut ist ein Schutzschild gegen die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne. Dieses schädliche Sonnenlicht dringt in die Haut ein, dort wird es absorbiert. Die kurzwelligen UVB- und die langwelligen UVA-Strahlen verursachen durch falsches Bräunen schwere Hautschäden. Eine starke Bräunung der Haut vermehrt die Pigmente in der Haut, diese haben eine schützende Wirkung. Ist dieser Bräunungsvorgang aber zu schnell und zu intensiv, dann wird die Haut geschädigt und zerstört. Die kurzfristige Schädigung der Haut ist ein kräftiger Sonnenbrand mit starker Rötung, mit Blasenbildung und leichtem Fieber. Die Haut schält sich dann, die neu gebildete Haut ist extrem empfindlich gegen eine erneute Bestrahlung mit Sonnenlicht. Die chronischen Folgen durch zu hohe UV-Strahlung gefährden Ihre Gesundheit stark und auch das Aussehen kann leiden:

  • Wenn die Zellerneuerung und Reparatur der geschädigten Hautzellen nicht vollständig oder fehlerhaft ist, dann kommt es zu mutierten Zellen. Das ist die Grundlage für einen Hautkrebs. Da gibt es den schwarzen (hochgefährlich) und den weißen Hautkrebs (nicht so gefährlich). Zudem schwächen die UV-Strahlen das Immunsystem, das begünstigt die Entstehung von Tumoren.
  • Zu heftiges, ungeschütztes und schnelles Bräunen führt zu einer frühzeitigen Alterung Ihrer Haut. Kollagen wird abgebaut, Ihre Haut wird lederig, dünner, schlaff, Falten vermehren sich und werden verstärkt. Sie bekommen die sogenannten Altersflecken, teilweise wird die Haut scheckig. Blutgefäße erweitern sich, es kommt zu roten Flecken, vor allem im Gesicht.

 

Das alles lässt sich vermeiden, wenn Sie sich an die Ratschläge zur schonenden Bräune halten. Deswegen: Lassen Sie es langsam angehen und werden Sie so auf gesunde Weise braun.

 


Bildquelle: Fotolia © glisic_albina - stock.adobe.com

 

Tags: Sonnenschutz
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