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Hundeflöhe: Informationen, Tipps und Behandlung bei Flohbefall

Hunde bringen nicht nur eine Menge Leben und Freude ins Haus, sondern mitunter auch Flöhe. Diese wenig geschätzten Gäste will kaum ein Halter in seiner Wohnung haben; sie zu bekämpfen ist in jedem Fall geboten. Zwar geht ein Hundefloh nur in Ausnahmefällen auf den Menschen über, doch für Hund oder Katze ist ein Flohbefall äußerst belastend. Flöhe sind nicht so häufig Überträger von Krankheiten, wie oftmals angenommen wird, doch auch der Mensch kann unter den lästigen Parasiten leiden. Was Hundeflöhe genau sind, woran Sie einen Flohbefall feststellen, wie Sie den Hundefloh wirksam bekämpfen und einem Befall zukünftig vorbeugen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist ein Hundefloh überhaupt?

Flöhe sind nicht gleich Flöhe, auch wenn sich die kleinen Parasiten sehr stark ähneln. Die Flöhe nisten sich im Fell der Hunde ein und saugen ihr Blut aus der Haut, das ihnen als Nahrung dient. Zwar sind Flöhe bei Hunden leider keine Seltenheit, doch in den meisten Fällen handelt es sich dabei gar nicht um Hundeflöhe, sondern um Katzenflöhe. Äußerlich unterscheiden sich beide Parasiten jedoch kaum – und auch am Umgang mit den Tieren ändert sich nichts. Übrigens suchen auch Menschenflöhe den Hund gerne und häufig heim! Ein großer Nachteil der Hundeflöhe ist ihre ausgesprochene Vermehrungsfreude. Man könnte sogar so weit gehen und sagen, die Flöhe leben nur, um sich fortzupflanzen. Ein einziger Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag legen – es lässt sich leicht ausrechnen, dass schon wenige Tiere genügen, um einen Hund binnen kürzester Zeit vollständig zu besetzen. Im Laufe ihres bis zu 4 Monate währenden Lebens legt ein Flohweibchen bis zu 2.000 Eier, die wegen ihrer geringen Größe von nur einem halben Millimeter sowie der weißlichen Farbe vom menschlichen Auge kaum zu erkennen sind. Da es zwischen 3 Wochen bis 6 Monate dauert, ehe ein neuer Floh aus seinem Ei schlüpft, haben Sie ein ausreichendes Zeitfenster, um die Vermehrung der Flöhe zu vereiteln. Hygiene-Maßnahmen sind deshalb von großer Bedeutung und können eine weitreichende Wirkung erzielen. Wenn Sie die Larven rechtzeitig beseitigen, können sich die Hundeflöhe nicht weiter ausbreiten. Ist ein Floh hingegen erst einmal geschlüpft, wird er so schnell wie möglich daran gehen, sich zu vermehren – und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Können Hundeflöhe auch auf Menschen übertragen werden?

Menschen müssen sich unter normalen Umständen keine allzu großen Sorgen machen: Zwar kann es in Ausnahmefällen vorkommen, dass Flöhe Krankheiten übertragen, doch stellt dies eher eine Seltenheit dar. Normalerweise fühlen sich Hundeflöhe beim Menschen nicht sehr wohl, es ist ihnen dort schlichtweg zu kalt, denn sie lieben das warme Fell der Hunde. Für kurze Zeit können sich Flöhe aber in einer für sie ungeeigneten Umgebung einnisten – und dann hat auch der Mensch unter Juckreiz und Hautentzündungen zu leiden. Hundeflöhe können außerdem Bandwürmer übertragen, die nicht nur für Hund und Katze eine Gefahr darstellen, sondern auch den Menschen bedrohen. Zwar ist nicht jeder Floh von einem Bandwurm befallen, aber das Risiko ist latent immer vorhanden. Daher ist es umso wichtiger, schnellstmöglich eine gezielte Behandlung gegen Hundeflöhe einzuleiten und etwaige Eier zu beseitigen.

So erkennen Sie, ob Ihr Hund Flöhe hat

Nicht jeder Juckreiz bei Hund oder Katze hat seine Ursache in einem Flohbefall. Trotzdem ist ausdauerndes Kratzen eins der bekanntesten und wichtigsten Symptome für Flöhe. Besonders anfällig ist die sensible Zone hinter den Ohren der Tiere. Hört der Hund nicht damit auf, sich dort zu kratzen, sollten Sie der Sache auf den Grund gehen. Als eine simple Prüfungsmethode hat sich das gründliche Auskämmen des Felles bewährt. Legen Sie dabei ein weißes Tuch unter Ihren Hund und schauen Sie genau hin, welche Art Schmutz sich beim Auskämmen sammelt. Treten dabei kleine, schwarze Krümel zutage, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Flohkot und Sie sollten entsprechende Maßnahmen einleiten. Um ganz sicherzugehen, sollten Sie die Krümel mit einem feuchten Küchentuch aufwischen. Nimmt der Schmutz dabei eine rötliche Farbe an, ist es zweifellos Flohkot und nicht etwa Gartenerde oder etwas anderes. Das weiße Tuch hilft Ihnen dabei, den Flohkot zu identifizieren – die dunklen Krümel heben sich vor dem hellen Hintergrund besonders gut ab und sind so leicht als Hinterlassenschaften der Flöhe zu erkennen. Weitere deutliche Symptome für Flohbefall bei Hunden ist ausgehendes Fell. Verliert Ihr Vierbeiner so viel Fell, dass kahle Stellen zu sehen sind, ist das ein Indiz für Flöhe. Auch wenn Ihr Tier sich ständig beißt und auf seinem Fell herumkaut, weist das auf Hundeflöhe hin. Sind Haut und Pfoten gerötet, und wälzt und schiebt sich Ihr Hund immer wieder über den Teppich, dann sind das ebenfalls Symptome, die auf das Vorhandensein von Flöhen hinweisen können. Am besten riskieren Sie einen genauen Blick – Flöhe lassen sich nämlich durchaus mit bloßem Auge erkennen, wenn Sie ganz genau hinsehen: Es handelt sich um rötlich-braune Tiere, die bis zu 4 Millimeter lang werden.

Die beste Behandlung gegen Hundeflöhe

Zur Bekämpfung von Flöhen gibt es verschiedene wertvolle Tipps und Mittel. Nicht jeder Hundebesitzer möchte gleich zu einem Spot On Präparat greifen oder andere synthetische Mittel einsetzen. Das ist auch gar nicht immer nötig! Denn auch mit so manchem einfachen Hausmittel lassen sich Flöhe wirksam bekämpfen. In vielen Fällen reicht schon eine schlichte Bürste, mit der Sie das Fell Ihres vierbeinigen Lieblings in der Badewanne stehend gründlich auskämmen. Noch besser wäre jedoch ein spezieller Flohkamm, der eigens auf den Zweck ausgelegt ist, Flöhe zu bekämpfen. Nach dem ersten Ausbürsten sollten Sie Ihren Hund ausgiebig baden – das ist die einfachste Methode, um Flöhe zu bekämpfen. Warmes Wasser ist ein natürlicher Feind der Flöhe, allerdings können die Parasiten auch in dieser Umgebung mehrere Stunden überleben – erst nach 24 Stunden können Sie sicher sein, dass alle Flöhe ertrunken sind. Deshalb sollten Sie die Hundeflöhe direkt den Abfluss hinunterspülen. Bestenfalls ist Ihr Hund nach dieser Behandlung flohfrei. Beachten Sie jedoch, dass Sie notwendige Hygiene Maßnahmen auch für die Umgebung und den Schlafplatz des Hundes durchführen.

Tipp: Als Hausmittel zum Baden hat sich auch die Zugabe von Lavendel- oder Zedernholzöl bewährt – diese Ingredienzien bekämpfen Hundeflöhe auf natürliche Weise. Nach dem Bad im Wasser kommt wieder der Flohkamm zum Zug. Legen Sie ein Tuch unter Ihren Hund, kämmen Sie Strähne für Strähne sorgfältig aus und achten Sie darauf, keine Stelle zu übersehen. Das Tuch, mit dem Sie Flohkot und Flöhe auffangen, sollten Sie anschließend umgehend entsorgen.

Spezielles Shampoo gegen Hundeflöhe

Ein Bad im Wasser kann zwar in vielen Fällen ausreichend sein, doch können Sie zusätzlich auch ein mildes Shampoo einsetzen, um die Wirkung zu verstärken. Hier sollten Sie auf ein spezielles Hundeshampoo oder Flohshampoo zurückgreifen, das auf die Bedürfnisse von Hund (oder auch Katze) abgestimmt ist. In unserer Online-Apotheke finden Sie geeignetes Hundeshampoo, das bei Flohbefall empfehlenswert ist.

Wichtig: Sie sollten bei aller Fürsorge für Ihren Hund auch sich selbst nicht vergessen – es ist nötig, dass Sie nicht nur Ihren Vierbeiner, sondern auch sich selbst nach dem Kampf gegen die Flöhe gründlich waschen! Sonst kann es leicht passieren, dass sich die Parasiten bei Ihnen einnisten.

Zitronensaft als Wundermittel?

Zitronensaft wird eine effektive Wirkung gegen Flöhe nachgesagt. Zerschneiden Sie eine Zitrone und kochen Sie die Scheiben in einem halben Liter Wasser auf. Lassen Sie das Ganze abkühlen und geben Sie im Anschluss etwa 100 Milliliter Essig hinzu. Füllen Sie die Mixtur in eine Sprühflasche und benetzen Sie das Fell Ihres Hundes damit. Geben Sie dem Hausmittel eine gute Stunde Zeit, um einzuwirken, und spülen Sie dann das Fell gründlich mit Wasser aus.

Auf Eier und Larven achten und richtig entfernen

Unbedingt berücksichtigen sollten Sie den Umstand, dass ein Großteil der Eier zwangsläufig auf Ihrem Boden landen wird, auch wenn Sie diese mit bloßem Auge nicht erkennen. Damit die Larven nicht in Ihrem Teppich und in den Ritzen zwischen Ihren Couchkissen schlüpfen, sollten Sie den Staubsauger hervorholen und alle Stellen gründlich absaugen. Der Staubsaugerbeutel sollte im Anschluss sofort mit dem Restmüll entsorgt werden. Der Staubsauger wird ohnehin zu einem wichtigen Hausmittel im Kampf gegen Hundeflöhe: Die gesamte Umgebung von Hund und Katze sollte penibel gereinigt werden, am besten mehrmals. Decken und Teppiche, die Ihr Hund gerne als Lagerstatt nutzt, sollten Sie waschen – und zwar bei mindestens 60 Grad, sonst können die Flöhe den Waschvorgang überleben. Auch die Sitze Ihres Autos sollten Sie absaugen – denken Sie immer daran, dass Sie die Larven der Hundeflöhe mit bloßem Auge nicht erkennen können!

Wie lange dauert die Behandlung normalerweise?

Bei der Bekämpfung der Hundeflöhe brauchen Sie ein wenig Geduld: Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis Sie die Plagegeister endgültig bekämpft haben und der letzte Floh verendet ist. Doch Vorsicht: Tauchen die Hundeflöhe immer wieder auf und wollen die Symptome einfach nicht verschwinden, sollten Sie sich umgehend auf die Suche nach der Quelle machen und diese nachhaltig eliminieren, sonst findet Ihr Hund keine Ruhe.

Wann sind Hundeflöhe ein Fall für den Tierarzt?

Zwar können Sie Hundeflöhe in den meisten Fällen gut in Eigenregie bekämpfen und müssen mit Ihrem Tier nicht zwingend den Tierarzt aufsuchen. Allerdings kann ein rechtzeitiger Arztbesuch sinnvoll sein, um dem Befall möglichst schnell ein Ende zu bereiten. Wenn Sie Ihre Gegenmaßnahmen mit einem kompetenten Facharzt abstimmen, kann dies die erfolgreiche Bekämpfung beschleunigen und mögliche Irrwege und Misserfolge verhindern. Der Tierarzt kann den Hund außerdem untersuchen, um festzustellen, ob bereits Krankheiten übertragen wurden, Ihnen wertvolle Tipps geben und wirksame Präparate gegen Flöhe empfehlen.

So können Sie Hundeflöhen wirksam vorbeugen

Eine hundertprozentige Absicherung gegen Hundeflöhe gibt es zwar nicht, aber einige sinnvolle Tipps können Ihnen dabei helfen, das Auftreten der Symptome bei Ihrem Hund zu vermeiden. Es gibt inzwischen auf dem Markt zahlreiche Artikel, die es Hundehaltern erleichtern sollen, ihre Vierbeiner gegen die kleinen Parasiten zu schützen, von denen Sie viele Produkte auch bequem in unserer Online-Apotheke bestellen können. Sehr gut vorbeugen lässt sich ein Flohbefall bei Hunden durch die regelmäßige Verabreichung eines Spot On Präparates. Damit kann verhindert werden, dass es überhaupt zu einem Befall mit Parasiten kommt. Spot On Tropfen werden dem Hund auf den Nacken getröpfelt. Von da aus verbreitet sich der Stoff und entzieht jedem einzelnen Floh die Lebensgrundlage. Übrigens gibt es Spot On Tropfen keineswegs nur in der chemischen, sondern auch in einer pflanzlichen Variante – ein Plus für die Umwelt und die Gesundheit von Mensch und Tier!

Ein hilfreiches Mittel gegen Hundeflöhe kann auch ein Flohhalsband sein, das insbesondere dann zu empfehlen ist, wenn Ihr Hund häufig mit anderen Hunden zusammenkommt. Ein solches Halsband ist mit einem speziellen Wirkstoff versehen, der kontinuierlich abgegeben wird und Flöhen auf diese Weise langfristig vorbeugt. Auch wenn das Halsband die ganze Zeit um den Hals getragen wird, behindert es den Hund weder beim Spielen noch beim Herumtollen. Daneben ist auch Hygiene ein wichtiges Stichwort im Kampf gegen den Hundefloh. Alle gesammelten Tipps helfen nicht so sehr wie eine regelmäßige und gründliche Reinigung der Umgebung. Wenn Sie Ihr Tier wirklich effektiv schützen und einem Flohbefall vorbeugen möchten, sollten Sie alles, was mit Ihrem Hund in Kontakt kommt, regelmäßig reinigen. Das gilt für Decken, Hundekörbchen, Fressnapf und Spielzeug. Die Mühe lohnt sich – denn einen Floh zu bekämpfen, kann sehr langwierig und mühsam sein. Da ist es doch am besten, wenn es erst gar nicht so weit kommt!

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und weiterhin viel Spaß mit Ihrem treuen Vierbeiner!


Bildquelle: copyright by Christian Buch - all rights reserved

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