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Reiseapotheke für den Hund – das muss mit in den Urlaub

Praktisches Wissen rund um eine gute Hundegesundheit im Urlaub

Urlaub, verreisen, entspannen – wer träumt nicht davon? Ihre geliebte „Fellnase“ darf auf Ihrer Reise natürlich nicht fehlen. Das ist kein Problem, wenn Sie für Ihren tierischen Reisebegleiter die richtige Reiseapotheke dabei haben. Deshalb liefern wir Ihnen heute nützliche Informationen rund um Medikamente und Gesundheitsartikel, ohne die Hundebesitzer nicht wegfahren sollten. Denn wenn der Hund im Urlaub krank wird oder sich verletzt, der nächste Tierarzt weit weg ist oder Ihre Sprache nicht spricht, dann hilft nur noch eine richtig bestückte Reiseapotheke für Hunde. Lesen Sie im Folgenden mehr darüber, welche Gesundheitsprobleme insbesondere auf Reisen auftreten können und wie Sie Ihrem Liebling im Fall der Fälle schnell die richtige Hilfe zukommen lassen können.

Hinweis: Viele Tierärzte bieten Erste-Hilfe-Kurse an, in denen Sie wertvolle Tipps darüber erhalten, was im Ernstfall zuerst zu tun ist. Besprechen Sie sich vor der Reise mit Hund am besten mit Ihrem Tierarzt und bringen Sie in Erfahrung, ob so eine Maßnahme je nach Destination und/oder Gesundheitszustand des Hundes sinnvoll ist. Sofern es ins Ausland geht: Klären Sie bei Ihrem Besuch in der Praxis auch direkt, ob nach den gültigen Einreisebestimmungen des Landes eine Impfung Ihres Vierbeiners nötig ist. Denn es ist ein Unterschied, ob Sie mit dem Tier auf einen Campingplatz in Deutschland fahren oder ob er ins Ausland mitfliegen soll. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, eine ganz spezielle Reiseapotheke für den Hund mit auf jede Reise zu nehmen.

Zeigen Sie Ihrem Hund die neue Umgebung

Wenn Sie mit Ihrem Hund am Reiseziel angekommen sind, dann befindet er sich erst einmal auf unbekanntem Terrain. Nehmen Sie sich die Zeit, um die nähere Umgebung zu erkunden: Wo gibt es Probleme, wo wird es gefährlich? Sind Kinderspielplätze in der Nähe, wo liegen Abfälle und zersplitterte Flaschen herum, wo kann er sich Verletzungen an den Pfoten oder im Maul zuziehen? Ebenso wichtig ist es, für Ihren Hund einen Platz zu finden, wo er sich lösen kann, wo er seine Geschäfte erledigen kann. Hunde reagieren auf Ortsveränderungen teilweise empfindlich, sodass es zu tagelang anhaltenden Verstopfungen kommen kann, weil sie die Nahrung nicht richtig annehmen. Oder er frisst irgendwo Abfall – Durchfall ist die Folge. Auf diese und andere Probleme müssen Sie vorbereitet sein, um Stress für Sie und Ihren Liebling zu umgehen.

Die Hilfsmittel für die Hunde-Reiseapotheke

In vielen Fällen verletzt sich ein Hund im Urlaub. Durch ungewohntes Gelände, durch Dornen, durch scharfkantiges Gestein – schnell ist es passiert: Ihr Hund hat sich die Pfote vertreten oder eine Wunde zugezogen. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihren Liebling eigenständig zu verarzten, denn ein Tierarzt ist meistens nicht in der Nähe, wenn der Unfall passiert.

Medikamente und Hilfsmittel in der Reiseapotheke für den Hund:

  • Ein starkes Desinfektionsmittel für Wunden. Eine nicht gut desinfizierte Wunde kann sich durch eine Infektion zu einem Eiterherd entwickeln, gegen die der Hund mit seinem Immunsystem nicht ankommt. Gut geeignet ist eine organisch gebundene wässerige Jodlösung (Apotheke), die Sie verdünnen (ein EL auf eine Tasse Wasser) müssen. Oder Sie greifen gleich auf eine Jodsalbe zurück, die direkt zum Einsatz kommen kann.
  • Genauso wichtig ist eine Wund- und Heilsalbe. Achten Sie auf die Haltbarkeit nach Anbruch der Tube und ersetzen Sie vorsichtshalber letzte Salbenreste durch eine neue Packung.
  • Sie brauchen auch das richtige Verbandszeug für Ihren Hund. Also darf im medizinischen Reiseset Folgendes nicht fehlen: sterile Kompressen, Mullverbände in verschiedenen Größen, Klebeband, elastische Fixierbinden und eine Verbandsschere.
  • Hunde versuchen immer, die Verbände abzureißen, um die Wunden zu lecken. Das können Sie verhindern durch spezielle Pfotenschutzschuhe oder Schutzsocken. Um das Lecken der Wunde zu vermeiden, kann dem Hund auch ein sogenannter Hundetrichter oder ein Schutzkragen angelegt werden.
  • Ein Thema ist beim Urlaub mit Hund besonders wichtig: Was tun, wenn der Hund von einer Zecke befallen wird? Dann brauchen Sie auf jeden Fall Einweghandschuhe, eine Pinzette oder eine Zeckenzange bzw. -haken sowie für die Behandlung danach ein Desinfektionsmittel. Bleiben Reste der Zecke in der Hundehaut zurück, dann müssen Sie den örtlichen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie am besten schon vorher auf einen ausreichenden Zeckenschutz!
  • Sehr oft reagieren Hunde auf die veränderte Umgebung, die Hitze und auf die veränderte Ernährung mit Magen-Darm-Problemen wie Durchfall. Diesen sollten Sie so schnell wie möglich stoppen und dafür zum Beispiel Kohletabletten in den Koffer packen. Um mögliche Flüssigkeits- und somit Mineralienverluste auszugleichen, nehmen Sie zusätzlich geeignete Elektrolytpulver mit. Diese können Sie dem Hund, in Wasser gelöst, mithilfe einer Einwegspritze verabreichen. Dauert der Durchfall länger oder kommt gar Erbrechen hinzu, müssen Sie eingreifen und Ihren Vierbeiner zum nächsten Tierarzt bringen.
  • Hunde sind sehr empfindlich gegenüber Insektenstichen, oft reagieren sie allergisch. Bei einer allergischen Reaktion gehört Ihr Liebling schnell zum nächsten Tierarzt. Um für die Erste Hilfe versorgt zu sein, sprechen Sie schon vor dem Urlaub Ihren Haustierarzt auf mögliche Notfallmedikamente für solche Allergieanfälle an.
  • Um sich allgemein besser gegen lästige Plagegeister schützen zu können, raten Tierärzte zur Mitnahme eines Spezialhundehalsbandes, das vor Flöhen, Zecken, Stech- und Sandmücken schützt.
  • Fieber ist ein Indiz dafür, dass es Ihrem Hund nicht gut geht – ein geeignetes Fieberthermometer ist somit unerlässlich.
  • Vergessen Sie nicht, die Reiseapotheke nötigenfalls um vom Arzt verschriebene Medikamente zu ergänzen, die Ihr Hund ohnehin regelmäßig einnehmen muss! Achten Sie bei Tierarzneimitteln auch unterwegs auf die richtige Lagerung und sorgen Sie für eine nötige Kühlung von Tropfen, Tabletten und Salben in warmen Urlaubsregionen!

Tipp:

Gut geeignet sind auch Spot-On Lösungen, die einen umfassenden Schutz bieten können. Tragen Sie die Lösung am besten noch zu Hause auf, um einen direkten Wasserkontakt durchs Schwimmen oder Regen zu vermeiden.

 

Extra-Tipp:

Das Erste, was Sie als verantwortungsvoller Hundehalter tun sollten: Erkundigen Sie sich nach der nächstgelegenen Praxis von einem Tierarzt für Notfälle, in denen Sie nicht selbst helfen können.

Hitze im Urlaub – so halten Sie Ihren Hund kühl

Wenn Sie an die deutschen Küsten oder in die Berge fahren oder zum Wandern in den Harz, dann ist das Problem Hitze nicht sehr groß. Außer an einigen „Hundstagen“. Aber wenn Sie gern Urlaubsziele ansteuern, an denen Tag für Tag die Sonne scheint und Temperaturen über 30 Grad der Normalfall sind, müssen Sie besonders auf das Wohlergehen Ihres Hundes achten. Denn er kann weder schwitzen noch sich mitteilen. Ganz falsch wäre es, den Hund, wenn er japsend und hechelnd im Schatten liegt, mit kaltem Wasser zu übergießen. Wenn Sie nicht in eine Hundekühlweste investieren wollen, dann nehmen Sie zur Linderung während einer Hitzewelle saubere und saugfähige Tücher mit, tränken Sie diese und umwickeln Sie die Pfoten und den Bauch. Über die Pfoten kann er seine Körpertemperatur am leichtesten absenken. Der Kreislauf eines Hundes ist sehr empfindlich, wenn seine Körpertemperatur auf über 38 Grad steigt, wird es kritisch, wenn sie auf über 40 Grad steigt, ist er in Lebensgefahr.

Im Urlaub sind Augen und Ohren Problemzonen beim Hund

Im Urlaub bekommt ein Hund oft Probleme mit den Ohren und den Augen. Gerade bei Hunderassen mit Schlappohren kann sich beim Toben am Strand schnell Sand in den Ohren festsetzen, der zu Entzündungen des Gehörgangs führen kann. Spezielle Ohrreiniger verschaffen Ihrem Vierbeiner Abhilfe. Auch vor den Augen machen Sand und Meerwasser nicht Halt: Spülen Sie in diesem Falle die Augen Ihres Hundes mit einer geeigneten Augenspüllösung gut aus, um Entzündungen vorzubeugen. Bei Wanderungen in Gebieten mit ursprünglicher Flora setzen sich oft ausgetrocknete Kletten in den Ohrgängen, aber auch im Bereich der Schnauze fest. Um die zu entfernen, brauchen Sie eine spezielle Pinzette. Für Kletten im Fell sollten Sie einen doppelseitigen Hundekamm im Gepäck haben oder sogar eine kleine Zange, mit der besonders große Pflanzenteile vor dem Auskämmen zerkleinert werden können.

Wichtig:

Sorgen Sie für eine Wohlfühlatmosphäre in der Fremde. Machen Sie Ihrem Hund die Umstellung auf die neue Situation während der Ferienreise leicht und beugen Sie auf diese Weise unnötigem Stress vor.

Hier eine Checkliste für Ihr Reisegepäck, wenn der Hund mitkommt:

  • die Reiseapotheke, wie oben beschrieben
  • das Lieblingskissen oder die Kuscheldecke sowie ggf. ein Abdecklaken für Polstermöbel im Ferienhaus.
  • sein gewohnter Fress- und Trinknapf
  • Futter aus dem Fertigfuttersegment, das immer gern angenommen wird, und die auch daheim begehrtesten Leckerlis.
  • Eine Hundemarke mit Tierhalterinformationen, die Sie am Halsband befestigen können. Tipp: Registrieren Sie Ihren Liebling vorher bei einem Haustierregister.
  • Pflegeartikel wie Bürste, Kotbeutel, Hundesonnenschutzfluid und -shampoo
  • Sein geliebtes Spielzeug, damit es nie langweilig wird.
  • Hoch absorbierende Handtücher, damit Sie den Hund nach einem Bad im Meer schnell abtrocknen können.
  • Eine Leine, denn gerade in südlichen Ferienzielen kann es vorkommen, dass sehr viele freilaufende Katzen Ihren Weg kreuzen. Zudem herrscht in vielen Urlaubsgebieten oder am Strand Leinenpflicht.
  • Planen Sie eine Bootstour auf einem See oder dem Meer, nehmen Sie unbedingt eine Schwimmweste für Ihre Fellnase mit.
  • Dokumente wie Impfpass bzw. der Heimtierausweis und Versicherungspolicen (Haftplicht und ggf. Krankenversicherung)
  • Unerlässlich kann auch ein Maulkorb sein. Es gibt Urlaubsländer wie z.B. Portugal oder Spanien, in denen Hunde in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen müssen. Das gilt vor allem für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Schiffsausflüge sowie als gefährlich eingestufte Hunderassen. Gewöhnen Sie Ihr Tier schon zu Hause an das Tragen von einem Maulkorb.

 

Weitere nützliche Tipps rund um einen gelungenen Hundeurlaub

  • Am Tag der Reise nicht mehr füttern, sondern nur ausreichend trinken lassen. Gewährleisten Sie auch unterwegs eine ausreichende Trinkversorgung.
  • Reisetabletten für den Hund? Auch wenn Ihr Liebling ein Fan von Autofahren ist: Auf einer längeren Autofahrt könnte er Angst bekommen oder Übelkeit verspüren. Greifen Sie zu schonenden Mitteln wie Bachblüten.
  • Wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren, ca. alle drei Stunden, anhalten, kurz spazieren gehen, sodass er schnuppern und sein Geschäft verrichten kann. Wichtig: Lassen Sie den Hund bei warmen Temperaturen niemals allein im Auto zurück!
  • Sicherheit geht vor – transportieren Sie Ihren Vierbeiner in einer geeigneten Hundebox oder sichern Sie ihn mit einem speziellen Anschnallgurt.
  • Achten Sie auf die Ernährung des Hundes und geben Sie ihm am Urlaubsort keine Speisereste. In südlichen Ländern darf er auch kein rohes Fleisch fressen.
  • Wenn Ihr Hund im Meer gebadet hat, dann müssen Sie ihn danach mit Süßwasser abduschen und ihm frisches Trinkwasser geben.
  • Bei Hitze nur am frühen Morgen oder am Abend spazieren gehen. Tagsüber braucht er einen Schattenplatz. Achten Sie im Besonderen auch auf die Asphalt-Temperaturen, hier kann es schnell zu Verbrennungen der Pfoten kommen.

 

Reisen mit dem Flugzeug sollten Sie nur dann in Erwägung ziehen, wenn es unbedingt sein muss. Insbesondere für größere Hunde, die oft in einer Box im Frachtraum transportiert werden müssen, bedeutet diese Art des Reisens eine außergewöhnliche Stresssituation. Beachten Sie auch, dass jede Airline andere Beförderungsbedingungen für vierbeinige Passagiere vorschreibt. Auch wenn Sie Ihren Liebling gerne im Urlaub dabei haben – wägen Sie vor der Urlaubsplanung ab, ob das Tier auch einen Nutzen von dieser Reise hat und der Reisestress sich in Grenzen hält, denn die Gesundheit Ihres tierischen Freundes steht immer an erster Stelle!

Mit der richtigen Pflege und den nötigen Produkten können Sie den Urlaub mit Ihrem Hund unbeschwert genießen. Wir wünschen Ihnen gute Fahrt!

 


Bildquelle: ©Jenny Sturm - stock.adobe.com

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