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Schwarzer Hautkrebs: Wir müssen die Kinder schützen

Traurige Wahrheit: Die Krebs-Ursache liegt oft in der Kindheit

Schon viele Jahrzehnte lang ist „schön braun“ ein Synonym für gesund, vital und schön. Die heißen Sommer der letzten Jahre, wo ein Sonnentag auf den anderen folgte, sind bei Fans des Bräune-Trends deswegen besonders gut angekommen. Farbe bekommen haben die meisten von uns, vom kleinen Kind bis zum alten Menschen. Und manche Kinder wurden sogar tief gebräunt Ende des Sommers wieder in Kindergarten oder Schule abgeliefert.

Und jetzt kommt der Hammer, der Donnerschlag, der uns alle aufwecken muss: Wer sich – insbesondere in jungen Jahren – hemmungslos der Sonne aussetzt, der sät in seinen Hautzellen eine böse Saat, die erst in 20, 30 oder gar 40 Jahren schrecklich aufgehen wird: Er legt den Grundstein für den Schwarzen Hautkrebs. Diese schreckliche, todbringende Krankheit, deren Ursache schon in der Kindheit liegt, nämlich im Missbrauch der Sonnenbestrahlung. Und auch wenn sich die Einsicht, dass die direkte Bestrahlung extrem gefährlich ist, langsam durchzusetzen beginnt, ist diese Info noch längst nicht bei allen Menschen angekommen. Deshalb dieser Artikel.

Wer sein Kind stundenlang ungeschützt der Sonne aussetzt, der verkennt die Gefahr. Er zahlt die Zeche nicht, aber das Kind, das dann als Erwachsener vielleicht am Schwarzen Hautkrebs erkrankt – und mit hoher Wahrscheinlichkeit daran stirbt. Professor Claus Garbe, Hautkrebsexperte an der Eberhard Karls Universität Tübingen und Tagungspräsident des Deutschen Hautkrebskongresses, schlägt Alarm, indem er prognostiziert, dass es im Jahr 2030 in Deutschland so viele Fälle von Hautkrebs im Jahr geben würde wie bei allen anderen Krebsarten zusammen.

Aufgrund dieser starken Steigerung fordern viele Hautärzte den besonderen Schutz der Kinder, denn wer als Kind zu viel UV-Strahlung abbekommt, der hat ein großes Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken Und noch eine wichtige Erkenntnis wurde bekannt: Sonnencreme schützt zwar vor Sonnenbrand, nicht aber vor Zellmutationen bis hin zum Schwarzen Hautkrebs.

Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom) - Fakten, Risikofaktoren und Ursachen

Das maligne Melanom (im Sprachgebrauch Schwarzer Hautkrebs), ist von allen Hautkrebsarten die bösartigste. Männer bekommen den Krebs meistens am Rücken, Frauen an den Unterschenkeln. Bei Männern sind die Hautkrebsraten um zehn Prozent höher als bei Frauen. Die Krankheit bricht am häufigsten bei Menschen im Alter zwischen 45 und 60 Jahren aus, die als Kinder oder Jugendliche zu oft der Sonne ausgesetzt waren. Die Melanome selbst sind meist klein und sehr oft sind die Menschen lange Zeit beschwerdefrei. Genau da liegt aber die Gefahr: Das Melanom beginnt schon frühzeitig Metastasen in den Lymphknoten und anderen Organen (Lunge, Leber, Darm) zu bilden. Wenn das Melanom als Schwarzer Hautkrebs erkannt wird, dann haben sich schon sehr oft bereits Tochtergeschwülste gebildet. Deshalb ist es ganz wichtig und vielleicht lebensrettend, sich regelmäßigen Hautkrebsvorsorgen bei Ihrem Hautarzt zu unterziehen, wo eine Früherkennung stattfinden kann. 2018 lag in Deutschland das Risiko einen solchen Hautkrebs zu bekommen bei etwa 1:500, Tendenz stark steigend.

Der Hautkrebs geht von unseren pigmentbildenden Zellen der Haut oder der Schleimhaut aus. Hauptursachen sind eine zu starke UV-Belastung durch die Strahlung der Sonne und eine genetische Veranlagung. Besonders gefährlich ist es, wenn Sie sich immer wieder einen Sonnenbrand holen. Und kann nicht nur beim Sonnenbaden im Urlaub am Strand oder im heimischen Freibad ganz schnell passieren, sondern bei jedem potenziellen ungeschützten Aufenthalt im Freien. Ob beim Spielen im Garten oder beim Bummel in der Stadt: Vor Verbrennungen müssen Sie vor allem Ihre Kinder schützen.

Gefährdet sind auch Menschen, deren Haut Leberflecken aufweist. Da gilt die Faustregel: Je mehr Leberflecken, desto höher das Risiko für einen Hautkrebs. Bei diesen meist hellhäutigen und blond- oder rothaarigen Menschen sind die Hautkrebsraten besonders hoch.

Veränderungen der Haut warnen vor dem Krebs

Das maligne Melanom schleicht sich langsam an. Sehr oft haben Erkrankte auch zum Zeitpunkt der Diagnose weder Beschwerden noch eine Ahnung, dass sie einen Hautkrebs haben. Hin und wieder juckt es, manchmal kommt es zu kleinen Blutungen. Das ist dann die letzte Warnung, der Alarm, der Sie unbedingt zum Hautarzt schickt. Der macht dann sozusagen eine Rundschau über Ihre Körperoberfläche. Bei dieser Rundschau benutzt er eine sehr stark vergrößernde Lupe mit einer eingebauten Lampe. Damit kann er die Ursachen Ihrer Hautschäden erkennen und die nötigen Maßnahmen einleiten. Hat er einen Verdacht, dann wird der gefährdete Bereich entfernt und mikroskopisch untersucht. Erst dann steht endgültig fest: Hautkrebs – oder nicht.

Auf diese Veränderungen Ihrer Haut müssen Sie selbst achten:

  • Eines Ihrer Muttermale sieht ganz anders aus, als die anderen.
  • Ein Muttermal, das Sie schon lange kennen und an das Sie sich gewöhnt haben, verändert sich, es fängt an zu wachsen.
  • Das Muttermal verändert die Färbung, es wird immer dunkler. Oder im Muttermal selbst verändert.
  • Das Muttermal juckt ständig, es beginnt zu nässen oder gar zu bluten.

 

Alle diese Veränderungen können die Anzeichen eines Melanoms sein. Also müssen Sie den Hautarzt kontaktieren, der den Ursachen dann auf den Grund gehen wird. Steht dann fest: Ja, hier handelt es sich um einen Hautkrebs, dann kommen weitere Untersuchungen auf Sie zu: Bluttests, Röntgen, Ultraschalluntersuchungen, Kernspintomographie, Computertomographie. Vor allem wird getestet, ob sich in Ihren Lymphknoten oder anderen Organen Tumore gebildet haben – ob der Hautkrebs schon gestreut hat. Welche Therapie auch immer Ihnen dann empfohlen wird – sie muss so schnell wie möglich einsetzen; es darf keine Zeit mehr verloren gehen.

Kinder müssen unbedingt vor der Sonne geschützt werden

Warum aber müssen Kinder unbedingt vor den UV-Strahlen geschützt werden? Warum ist das Risiko für einen späteren Hautkrebs gerade bei Kindern so groß? Weil sich immer mehr die Erkenntnis durchsetzt: Die Haut von Kindern und Jugendlichen ist viel stärker durch die Sonne gefährdet als die von Erwachsenen. Seit 2012 gibt es in Deutschland ein Nutzungsverbot für Minderjährige in Solarien. Bei Zuwiderhandlung droht den Betreibern ein Bußgeld bis zu 50.000 EUR. Und schon seit 2009 ist es Minderjährigen nicht mehr gestattet, Solarien in Sonnenstudios oder öffentlich zugänglichen Räumen zu benutzen. Im Jahr 2009 hatte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die UV-Strahlung in Solarstudios in die höchste Kategorie krebserregender Faktoren eingestuft. Das bedeutet eine Bewertung wie für Asbest oder Tabak.

Kinder sind meist noch hellhäutig, eine schützende Pigmentierung muss sich erst entwickeln. Die Haut trainiert sozusagen in den ersten sieben bis acht Lebensjahren. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, die Kinder vor der Sonne zu schützen. Ihre Haut ist viel dünner als die von Erwachsenen, die ausreichende Produktion von schützenden Pigmenten ist noch nicht ausgebildet, die gefährlichen UV-Strahlen können ungehindert in die unteren Hautschichten eindringen und dort Mutationen hervorrufen. Die können dann später – oft erst viele Jahre später – zum gefährlichen Schwarzen Hautkrebs führen.

Um Ihren Kindern diese spätere Diagnose zu ersparen, sollten Sie diese Informationen beachten:

  • Die Eigenschutzzeit der Haut liegt bei Kindern oft nur bei wenigen Minuten. Danach müssen die Kleinen raus aus der Sonne.
  • Sonnencreme etwa eine halbe Stunde bevor das Kind in die Sonne geht, auftragen. Sonnenschutz für Kinder sollte auch alle halbe Stunde erneuert werden.
  • Wenn Ihr Kind oft in der Sonne ist, dann sollten Sie die Haut Ihres Kindes regelmäßig überprüfen. Ist das Kind schon älter – etwa ab dem 12. Lebensjahr – dann bringen Sie ihm bei, das selbst zu tun. Sagen Sie ihm, wie wichtig das für seine Gesundheit ist. Vorschlag: Untersuchen Sie den Körper Ihres Kindes alle vier Wochen beim Duschen oder Baden auf auffällige Hautveränderungen.
  • Um eine spätere Diagnose „Wir haben es mit Krebs zu tun“ zu vermeiden, sollten Sie bei Kindern bis zum zweiten Lebensjahr dafür sorgen, dass es überhaupt nicht in die Sonne kommt. Denn bei so kleinen Kindern ist die Pigmentierung – und damit der Eigenschutz der Haut – noch kaum ausgebildet.
  • Überzeugen Sie sich, ob im Kindergarten oder in der Kita der Schutz des Spielplatzes vor der Sonne gewährleistet ist. Oft ist ein Sonnensegel eine gute Hilfe.
  • Die richtige Kleidung ist gerade bei Kindern wichtiger als Sonnencreme. Denn die Creme verhindert zwar den Sonnenbrand, schützt aber nicht vor Hautkrebs.
  • Ganz besonders wichtig ist bei Kindern der Schutz des Kopfes. Ein Sonnenhut ist da viel besser als eine Baseballkappe. Denn der schützt auch den empfindlichen Nacken vor der Sonne.
  • Wenn Ihr Kind im Urlaub in der Sonne oder im Wasser herumtoben will, dann steigt die Gefahr für die Grundlage eines Krebses besonders. Es muss immer ein T-Shirt tragen, auch im Wasser. Doch auch das schützt auf Dauer nicht vor den krebserregenden UV-Strahlen. Deshalb: Höchstens etwa 20 Minuten direkte Sonnenbestrahlung, dann rein in den Schatten.

 

Früherkennung beim Hautkrebs

Sie haben die Diagnose „Hautkrebs“ bei der Früherkennung beim Arzt bekommen. Diese Diagnose ist sehr ernst, aber Sie müssen nicht verzweifeln. Ist der Hautkrebs noch dünn und flach und wächst nur an der Oberhaut, dann haben Sie eine fast 100 %ige Chance auf eine Heilung. Ist er jedoch schon bis in die zweite Hautschicht, die sogenannte Lederhaut, gewachsen (das kann durchaus Jahre dauern), kann er möglicherweise über einen Kontakt zu den Blut- und Lymphgefäßen in Organe eindringen und sich ausbreiten. Er greift dann bei den Patienten beispielsweise Lunge, Knochen, Leber oder Gehirn an. Je tiefer ein Krebs über die Jahre hinweg in die Haut eingewachsen ist, desto höher ist das Risiko, dass er Krebszellen gestreut hat.

Deshalb ist es so wichtig, bereits die Kinder vor einem Hautkrebs zu schützen.

 


Bildquelle: Pixabay

 

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