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Reisekrankheit: Die besten Tipps gegen Übelkeit und andere Symptome auf Reisen

Was ist eine Reisekrankheit? Bedeutung, Ursachen und Auftreten

Der Begriff Reisekrankheit, häufig auch Reiseübelkeit genannt, steht für eine Reaktion des Körpers, die durch eine ungewohnte oder passive Bewegung hervorgerufen wird. Symptome der Reisekrankheit treten häufig im Auto, auf dem Schiff, im Flugzeug, im Zug, in Karussells und Achterbahnen auf, können aber auch durch Flug- und Fahrsimulatoren, 3D-Filme sowie Konsolen- und Computerspiele ausgelöst werden. Je nach Ausprägung und Art wird dabei zwischen der Flugkrankheit, der Land- bzw. Seekrankheit, der Luftkrankheit und der Raumkrankheit unterschieden.

Medizinisch wird eine Reisekrankheit auch Kinetose genannt, was übersetzt "Bewegungsschwindel" heißt. Dieser Bewegungsschwindel kann durch eine ungewohnte Bewegung, zum Beispiel eine Beschleunigung durch ein Verkehrsmittel wie ein Auto, ein Flugzeug, ein Schiff oder einen Zug hervorgerufen werden, da unser Innenohr, das als Gleichgewichtsorgan fungiert, irritiert wird und unser Gehirn nicht an diese Art der Bewegung gewohnt ist. Menschen, die sich am Heck oder am Bug eines Schiffes befinden, sind in der Regel häufiger und stärker von einer Reisekrankheit betroffen als Menschen, die sich in der Schiffsmitte aufhalten. Beachten Sie dies auch bei der Auswahl Ihrer Kabine. Weiterhin kann eine Reisekrankheit durch kurvenreiches und beschleunigungsreiches Autofahren, durch Turbolenzen beim Fliegen oder durch starken Wellengang bei einem Schiff hervorgerufen werden, denn auch hierbei wirken verschiedene Reize auf unser Innenohr und somit auf unser Gleichgewichtsorgan.

Symptome einer Reisekrankheit

Die Symptome einer Reisekrankheit sind sehr unterschiedlich und werden zumeist durch Stresshormone ausgelöst. Sie können von leichter Übelkeit über Erbrechen bis hin zu Müdigkeit, Appetitlosigkeit und in schweren Fällen sogar zu Kreislaufversagen führen. Oftmals kündigt sich die Reiseübelkeit durch allgemeines Unwohlsein, Frösteln, Schwitzen und ein flaues Gefühl im Magen an. Viele Betroffene fühlen zudem starke Müdigkeit, haben eine verlangsamte Reaktion und sind sehr blass.

Interessante Informationen:

Insgesamt leiden zwischen 5 und 10 Prozent der Menschen an einer Reisekrankheit, darunter auch viele Kinder. 15 Prozent reagieren leicht und 75 Prozent reagieren kaum bis gar nicht auf eine der Reisekrankheiten. Frauen leiden tendenziell öfter unter der Reisekrankheit als Männer, am häufigsten tritt sie bei ängstlichen Menschen auf.

Aber auch Patienten, die unter Migräne leiden, sind oft von einer Form der Reisekrankheit betroffen.

Je nach Stärke der Reiseübelkeit bzw. -krankheit dauern die Symptome zwischen wenigen Stunden und zwei bis drei Tagen an und verschwinden in den meisten Fällen von alleine, ohne dass eine spezielle Behandlung vom Arzt oder die Gabe von Reisetabletten bzw. anderen Medikamenten nötig wäre. Voraussetzung für das Nachlassen der Symptome ist, dass die ungewohnte Bewegung stoppt oder das Gehirn sich bereits angepasst hat. In sehr schweren Fällen kann die Reiseübelkeit Symptome einer schweren Seekrankheit aufweisen, bei der starke Depressionen und der Wunsch zu sterben auftreten können. Patienten mit Seekrankheit müssen im Notfall daran gehindert werden, über Bord zu springen. In unbehandelten Ausnahmefällen kann eine Reisekrankheit durch Herz-Kreislauf-Beschwerden zum Tod führen.

In diesem Artikel sollen allerdings nur die harmlosen Varianten, Beschwerden und Symptome der Reisekrankheit bzw. Reiseübelkeit thematisiert werden, gegen die Sie sich durch geschickte Prävention, die Einnahme von Reisetabletten und anderer Medikamente schützen können. Mit den besten Tipps steht der nächsten Fahrt in Auto, Boot, Flugzeug, Zug & Co. nichts mehr im Wege!

Die häufigsten Symptome der Reiseübelkeit im Überblick:

  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Brechreiz
  • Sodbrennen
  • Müdigkeit, Schläfrigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • kalter Schweiß
  • zwanghaftes Schlucken
  • Hyperventilieren
  • starkes Herzklopfen
  • Kreislaufkollaps
  • Rötungen oder Blässe im Gesicht

 

Vorbeugung von Reiseübelkeit: Das hilft gegen Beschwerden

Wenn Sie wissen, dass Reisen für Sie und Ihren Magen eine Herausforderung darstellt, können Sie dem Auftreten von Reiseübelkeit mit den folgenden Tipps vorbeugen.

Die richtige Platzwahl im Fahrzeug

Ihnen wird beim Autofahren mit anderen immer übel? Dann sind Sie nicht allein, denn meist leidet der Fahrer seltener an einer Reisekrankheit als der Beifahrer. Um Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden, fahren Sie am besten selbst, anstatt sich chauffieren zu lassen, oder bevorzugen Sie im Auto den Platz neben dem Fahrer. Im Bus sollten Sie einen Platz vor der Vorderachse des Busses wählen, während sich im Zug und Flugzeug ein Platz am Gang empfiehlt. Beim Fliegen sollten Sie außerdem möglichst auf Höhe der Tragflächen sitzen. Auf einem Schiff sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nicht im Innenraum eines Schiffes befinden, sondern sich an Deck aufhalten. Unabhängig davon, womit Sie reisen, sollten Sie grundsätzlich immer in Fahrtrichtung Platz nehmen.

Horizont fixieren: Blick nach vorn

Richten Sie die Augen beim Bus-, Zug-, Schiff- und Autofahren immer nach vorn und fixieren Sie gegebenenfalls einen bestimmten Punkt im Fahrzeug oder am Horizont. Alternativ können Sie die Straße bzw. die Strecke vor Ihnen aufmerksam beobachten. Betrachten Sie keinesfalls vorbeiziehende Landschaften, Städte und Menschen durch das Fenster und verzichten Sie während der Fahrt darauf, sich mit dem Handy zu beschäftigen, ein Spiel zu spielen oder ein Buch zu lesen – auch wenn dies insbesondere auf einer langen Fahrt oftmals sehr schwerfällt.

Da Sie in einem Flugzeug leider nicht die Bewegungen durch Blick nach vorn verfolgen können, sollten Sie sich von Ihrem Gangplatz aus auf das Bordgeschehen konzentrieren, anstatt aus dem Seitenfenster zu blicken.

Frische Luft ins Auto lassen und Pausen einlegen

Sorgen Sie dauerhaft für frische Luft im Auto und gönnen Sie sich während der Autofahrt immer wieder Pausen, in denen Sie sich ein wenig die Beine vertreten und sich im Freien aufhalten können.

Richtig essen und trinken vor langen Reisen

Vor Reiseantritt sollten Sie möglichst keinen Kaffee und kein Nikotin konsumieren, außerdem sollten Sie vorher nicht zu viel und zu fettig essen. 24 Stunden vor Reisebeginn sollten Sie zudem keinen Alkohol mehr trinken.

Ingwer: Natürlicher Wirkstoff für unterwegs

Ingwer wirkt als natürliches Medikament gegen Reiseübelkeit und andere Formen von Übelkeit, da es eine antiemetische Wirkung besitzt. Wenn Sie wissen, dass Sie unter der Reisekrankheit leiden, und eine Reise bevorsteht, können Sie Ingwer schon am Vortag zur Vorbeugung einnehmen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen rohem Bio-Ingwer, den Sie in feinen Scheiben von der Knolle abschneiden und kauen können, Pulver und Reisetabletten, die Sie sich von Ihrem Arzt empfehlen lassen oder direkt in der Apotheke bestellen können.

Ingwer als natürliches Mittel gegen Reiseübelkeit

Hinweis: Für Menschen mit Gallensteinen und Magengeschwüren ist Ingwer nicht geeignet. Fragen Sie in diesem Fall am besten Ihren Arzt, welches Mittel für Sie geeignet ist.

Histaminarme Ernährung für Ihre Gesundheit unterwegs

Ärzte und Allergologen haben herausgefunden, dass sich zur Vorbeugung gegen Kinetose histaminarmes Essen empfiehlt. Zudem kann die Zufuhr von Vitamin C helfen, den Histaminspiegel zu senken, wodurch Übelkeit und Erbrechen ebenfalls vorgebeugt wird.

In Ruhe verreisen: Stimmen Sie sich ein!

Treten Sie Ihre Reise stets ausgeruht und stressfrei an. Achten Sie auf ausreichend Schlaf, planen Sie genug Zeit für die Vorbereitung ein und brechen Sie ohne Hektik auf – das hilft nicht nur gegen unnötigen Stress, sondern kann die Symptome der Reisekrankheit unter Umständen deutlich vermindern.

Tipps für Reisen von Eltern und Kind:

Gleiches gilt natürlich auch, wenn Sie mit Ihrem Kind verreisen. Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind in Fahrtrichtung sitzt, den Blick auf den Horizont richtet und die Fahrtpausen an der frischen Luft verbringt. Auch sollte Ihr Kind die Reise genauso wie Sie ausgeruht antreten und sowohl vorher als auch unterwegs genug essen und trinken.

Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung der Symptome

Um Übelkeit, Erbrechen und anderen Beschwerden während der Reise vorzubeugen oder akute Symptome zu behandeln, können Sie auch auf spezielle Medikamente gegen Reiseübelkeit zurückgreifen. Zur Vorbeugung ist es wichtig, dass Sie diese rechtzeitig einnehmen und nicht erst warten, bis Ihnen oder Ihrem Kind schlecht wird.

Medikamente richtig auswählen

Es gibt verschiedene Medikamente, die bei einer Reisekrankheit helfen können wie z.B. das Antihistaminikum Dimenhydrinat, welches Sie freiverkäuflich in der Apotheke erhalten. Sie finden den Wirkstoff unter anderem enthalten in Dragees, Kaugummis, Retardkapseln, Tabletten oder Sirup. Diese können Sie bei normalen Auto- und Flugreisen verwenden. Kaugummis und Dragees mit diesem Inhaltsstoff wirken zumeist schon nach 30 Minuten und die Wirkung hält zwischen drei bis vier Stunden an. Ein weiterer Vorteil der Kaugummis besteht darin, dass der Wirkstoff, über die Mundschleimhaut aufgenommen, weniger starke Ermüdungserscheinungen hervorruft, da eine geringere Wirkkonzentration im Körper aufgenommen wird. Bei einer Flugreise unterstützt das Kauen des Kaugummis zusätzlich den Druckausgleich im Ohr, weswegen manche Menschen diese Art der Einnahme für die Behandlung von Symptomen der Luftkrankheit herkömmlichen Tabletten vorziehen.

Für Babys und kleine Kinder gibt es Zäpfchen mit dem gleichen Inhaltsstoff – Zäpfchen sind insbesondere dann geeignet, wenn dem Betroffenen bereits sehr schlecht ist und er nichts schlucken möchte. Bei stärkeren Fällen von Reisekrankheit kommen verschreibungspflichtige Medikamente wie Scopolamin Pflaster oder Neuroleptika zum Einsatz. Diese lassen Sie sich am besten vor Reiseantritt von einem Arzt verschreiben. Wie bereits oben beschrieben, helfen aber auch pflanzliche Mittel wie Ingwer gegen die Reisekrankheit – neben der rohen Knolle ist Ingwer als natürliches Arzneimittel in Pulver- und Tablettenform erhältlich.

Placebos gegen Kinetose

Bei manchen Menschen hilft schon die Behandlung mit Placebos gegen Reisekrankheit. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kinetose aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Ängsten wie zum Beispiel Flugangst hervorgerufen wird.

Was tun im Notfall: Tipps bei akuter Reisekrankheit

Hat es Sie zum Beispiel auf der Reise in den Urlaub trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erwischt, können Sie gegen Erbrechen, Übelkeit, Schwindel und Unwohlsein auf eins der genannten Medikamente wie Reisetabletten, Dragees oder Kaugummis zurückgreifen oder ein wenig Ingwer kauen. Verzichten Sie in den nächsten Minuten bzw. Stunden auf Kaffee, Alkohol und Nikotin, da dies die unangenehmen Symptome noch verstärken könnte. Eine Pause hilft, den gestressten Körper zu beruhigen. Begeben Sie sich an die frische Luft und nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge. Wechseln Sie vor der Weiterfahrt gegebenenfalls den Sitzplatz, damit Sie im Auto und Bus weiter vorne und in Fahrtrichtung bzw. im Zug und im Flugzeug am Gang sitzen. Richten Sie Ihre Augen anschließend auf einen bestimmten Punkt und lassen Sie sich nicht von vorbeiziehenden Landschaften oder Ähnlichem ablenken. Halten Sie sich auf einem Boot auf, gehen Sie möglichst an Deck und fixieren Sie den Horizont.

Oder schließen Sie die Augen und hören Sie über Kopfhörer entspannende Musik. Vielleicht schlummern Sie dabei sogar ein und bekommen von der Reise an sich nicht mehr viel mit.

Leidet Ihr Kind unter Reiseübelkeit, nehmen Sie die Symptome ernst und handeln Sie schnell. Am besten legen Sie sofort eine Pause ein und sorgen für ausreichend Frischluft. Sollte dies keine Linderung bringen, können Sie Ihrem Kind eine für Kinder geeignete Dosis Reisetabletten bzw. Kaugummi, Dragees oder Zäpfchen geben, die gegen Erbrechen, Übelkeit und Unwohlsein hilft. Beachten Sie hierzu die Informationen im Beipackzettel und fragen Sie vor der Reise Ihren Arzt nach seinen besten Tipps.

Extratipp gegen Reiseübelkeit: Denken Sie immer daran, dass dies nur eine vorübergehende Phase ist. Keine Reisekrankheit ist von Dauer, Ihr Gehirn bzw. Ihr Gleichgewichtsorgan und Ihr gesamter Körper werden sich an die ungewohnte Bewegung gewöhnen und Sie für Ihr tapferes Durchhalten belohnen. Falls Sie in den Urlaub fahren, versuchen Sie deshalb, sich auf die bevorstehenden Tage allein, mit Ihrem Partner oder Ihrem Kind zu freuen und sich bestmöglich zu entspannen.

 


Bildquelle: Pixabay

 

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