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Teebaumöl: Wirkung und Anwendungsbereiche des natürlichen Antiseptikums

Teebaumöl als Alleskönner? Wobei Teebaumöl wirklich hilft

Das aus einer australischen Heilpflanze gewonnene Teebaumöl gilt als medizinisches Wundermittel und Alleskönner der Naturheilkunde. Was die Ureinwohner Australiens sich schon lange zu Nutze machen, ist auch in unseren Gefilden zum regelrechten Trend geworden. Teebaumöl soll antibakterielle, viruzide und fungizide Eigenschaften aufweisen und bei allerlei Beschwerden Wirkung zeigen – sei es bei Hautleiden, Pilzinfektionen oder Parasitenbefall. Was ist wirklich dran und bei welchen Beschwerden zeigt Teebaumöl eine Wirkung? Wir erklären in diesem Ratgeber, wobei Teebaumöl tatsächlich helfen kann und geben Tipps, wie Sie es am besten anwenden können.

 

Was ist Teebaumöl?

Teebaumöl wird aus Blättern und Rinde des australischen Teebaums, oder auch Melaleuca alternifolia, gewonnen. Mittels Wasserdampfdestillation wird das gelbliche Öl mit dem markanten Duft aus dem Pflanzenmaterial gewonnen. Das ätherische Öl setzt sich aus ca. 100 verschiedenen Inhalts- und Wirkstoffen zusammen. Die wohl wichtigsten Verbindungen sind das Terpinen-4-ol, α-Terpinen, Terpinolen, Terpineol, Pinen und 1,8-Cineol. Diese Pflanzenstoffe besitzen antimikrobielle, antiseptische sowie entzündungshemmende Eigenschaften und sind maßgeblich verantwortlich für die gesundheitsfördernde Wirkung des Teebaumöls.

Die Dos and Don‘ts der Anwendung von Teebaumöl

Bei der Anwendung von Teebaumöl müssen einige wichtige Dinge beachtet werden, um z.B. Hautreizungen oder allergischen Reaktionen vorzubeugen.

So empfiehlt es sich, nur reines Bio-Teebaumöl aus Australien zu verwenden. Dieses ist von hoher Qualität und enthält keine Fremdstoffe. Zudem zeichnet sich gutes Teebaumöl durch einen mindestens 35-prozentigen Terpinen-4-ol-Gehalt aus; der 1,8-Cineol-Gehalt dagegen darf einen Wert von 5% nicht überschreiten, da er in zu hoher Konzentration zellschädigend wirken kann. Das Teebaumöl sollten Sie unbedingt licht- und wärmegeschützt lagern, damit sich die Eigenschaften des Öls nicht verändern. Bei körperlicher Anwendung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass das Öl nicht zu alt ist – frisches Teebaumöl ist verträglicher.

Die Anwendung von Teebaumöl birgt Risiken. Als ätherisches Öl kann es in konzentrierter Form oder bei empfindlicher Haut zu Hautreizungen führen oder allergische Reaktionen hervorrufen, daher sollte das Öl am besten zu einer verdünnt werden. Vor der Anwendung sollte die Verträglichkeit des Hausmittels an einer kleinen Haustelle getestet werden. Tragen Sie dort einen Tropfen Öl auf und warten Sie mindestens eine halbe Stunde. Treten Irritationen, Rötungen oder andere Überreaktionen auf, wird von der Anwendung von Teebaumöl dringend abgeraten.

Tipp: Wegen seines hautreizenden Potenzials empfehlen Experten, das Teebaumöl nur verdünnt anzuwenden. Das heißt, das Öl sollte mit Alkohol oder einem sogenannten Trägeröl vermischt werden. Trägeröle sind andere reine Pflanzenöle, die eine gute Hautverträglichkeit gewährleisten. Die Konzentration sollte eine 1 %ige Lösung nicht übersteigen.

Als Trägeröl eignen sich bspw.:

  • Jojobaöl
  • Mandelöl
  • Olivenöl
  • Kokosöl
  • Hanföl

 

Hinweis: Zur inneren Anwendung ist das Öl des Teebaums nicht geeignet. Auch sehr empfindliche Körperstellen wie Augen und Schleimhäute sollten mit dem Öl nicht in Kontakt kommen. Bei Anwendung über einen längeren Zeitraum können die ätherischen Öle die Haut austrocknen.

Hautleiden mildern und abheilen

Teebaumöl wird vor allem für seine reinigenden und hautheilenden Eigenschaften geschätzt. Ob Pickel, Herpes oder Warzen: Das ätherische Öl des Teebaums kann hier zum helfenden Hausmittel werden.

Teebaumöl gegen Pickel und Akne

Hin und wieder neigt die Gesichtshaut zu Unreinheiten und Talgüberproduktion – zum Beispiel in der Pubertät, wenn der Körper mit Hormonumstellungen zu kämpfen hat. Oft kommt es dabei zu verstopften Talgdrüsen und sind diese mit dem Bakterium Propionibacterium acnes besiedelt, entstehen daraus entzündete Pickel, auch Papeln genannt. Das für die Betroffenen sehr unangenehme Hautleiden wird in seiner schlimmeren Form als Akne bezeichnet. Akne ist eine ernstzunehmende und häufig auftretende Hauterkrankung, die nicht nur das Gesicht, sondern auch Schultern, Brust oder Rücken betreffen kann. Da die Entzündung der Haut für viele nicht nur Schmerzen, sondern auch eine Beeinträchtigung ihres Erscheinungsbildes bedeutet, ist schnelle Abhilfe gefragt.

Das Öl des Teebaums nun ist im doppelten Sinne prädestiniert dafür, den Pickeln den Garaus zu machen. Denn durch seine entzündungshemmende Wirkung steuert es der bestehenden Hautentzündung entgegen und verhindert durch seine antiseptischen Eigenschaften zeitgleich die Entstehung neuer Problemstellen durch Bakterien.

Um gegen die entzündeten Pusteln vorzugehen, wird das Teebaumöl auf die vorhanden Problemstellen getupft und trocknet fettige Hautpartien aus, was den lästigen Pickeln ihre talghaltige Grundlage entzieht. Bei zu trockener Haut ist jedoch Vorsicht geboten, denn zu trockene Haut kann mit Jucken, Brennen oder Spannungsgefühlen reagieren. Demnach gilt auch bei Pickeln, das ätherische Öl nur verdünnt und in Maßen anzuwenden. Zur Beruhigung gereizter oder entzündeter Gesichtshaut können 3 Tropfen des puren Öls mit Heilerde und etwas Wasser vermischt und als porenreinigende Gesichtsmaske aufgetragen werden.

Teebaumöl eignet sich nicht nur zur Bekämpfung von Pickeln und Pusteln im Gesicht, einige Tropfen Öl als Badezusatz reinigen und desinfizieren die Hautoberfläche des ganzen Körpers, die Poren können sich öffnen und Aknepickel überall gut abheilen.

Tipp: Viele Gesichtspflege-Produkte greifen wegen seiner reinigenden und sanften Wirkkraft auf Inhaltsstoffe des Melaleuca alternifolia zurück. Sei es Teebaumölseife, Pickelstift oder ReinigungsschaumNaturkosmetikartikel zur milden Reinigung und sanften Pflege der Gesichtshaut finden Sie in unserem Online-Shop zum günstigen Preis.

Teebaumöl gegen Herpes

Eine unangenehme und hochansteckende Hauterkrankung stellt der Herpes dar. Er wird durch sogenannte Herpes-simplex-Viren verursacht und zeichnet sich durch Entstehung von kleinen Bläschen aus. Man unterscheidet zwischen Lippenherpes, bei dem sich juckende, brennende oder nässende Entzündungen an Mund und Lippen bilden, und Genitalherpes, bei dem diese Symptome an Geschlechtsteilen oder After auftreten. Das unerträgliche Jucken verleitet die Betroffenen zum Kratzen, was aber kontraproduktiv ist: Durch Kratzen verbreitet das Virus sich nur ungehindert auf andere Körperstellen oder gar andere Personen. Bei einer Herpeserkrankung ist daher geboten, schnell Maßnahmen zum Abheilen und Abtrocknen der Bläschen zu ergreifen. Während bei Genitalherpes ein Arztbesuch zwingend geboten ist, um schnellstmöglich zuverlässig wirkende Medikamente verordnet zu bekommen, reicht bei Lippenherpes meist eine eigenverantwortliche Behandlung aus.

Neben schulmedizinischen Wirkstoffen wie Aciclovir oder Hydrocortison kommen auch in der Natur hilfreiche Mittel gegen Herpes vor. Dass Teebaumöl antivirale Eigenschaften aufweist, die auch bei den Herpes-simplex-Viren anschlagen, ist durch Studien nachgewiesen. Jedoch entfaltet das Öl seine beste Wirkung, wenn es noch vor Ausbruch der Symptome angewendet wird. Tupft man das verdünnte ätherische Öl bei den ersten Anzeichen von Brennen und Jucken auf das sich bildende Bläschen, tötet das die Viren ab und verhindert weiteres Virenwachstum. Das Öl kann mehrmals täglich aufgetragen werden – am besten mit einem Wattestäbchen, sodass Sie nicht mit der infektiösen Hautstelle in Berührung kommen. Wer empfindliche oder trockene Lippen hat, sollte das Teebaumöl mit einem Trägeröl wie Jojoba- oder Mandelöl mischen, damit die Haut nicht austrocknet.

Als Wasch- und Badezusatz angewandt, desinfiziert Teebaumöl von Herpes betroffene Körperstellen und wirkt weiterer Ausbreitung entgegen.

Teebaumöl gegen Dellwarzen

Dellwarzen sind stecknadelkopfgroße Hautwucherungen, die oftmals in Gruppen an Händen, Armbeugen, Kniekehlen oder am Oberkörper auftreten. Charakteristisch für diese Warze ist ihre eingedellte Oberfläche. Dellwarzen treten häufig bei Kindern auf, aber auch Erwachsene können betroffen sein. Ausgelöst werden Dellwarzen durch ein Pockenvirus, das in geschädigte oder sehr trockene Hautstellen eindringt und sich dort in der oberen Hautschicht vermehrt. Diese Vermehrung führt zu einer Vergrößerung der Hautzellen, die Dellwarze entsteht. Dellwarzen sind hochansteckend; häufig erfolgt Ansteckung nicht nur durch direkten Hautkontakt mit einem Betroffenen, sondern die Warze verbreitet sich auch durch Schmierinfektion oder gemeinsam benutzte Gegenstände.

Vorsicht: Wenn Sie von einer Dellwarze befallen sind, kratzen oder drücken sie die Warze nicht auf, dies vergrößert die Ansteckungsgefahr! Ein Hautarzt kann die Warze fachgerecht entfernen.

Wenn die Dellwarze frisch ist, und diese erst einmal in Eigenregie behandeln werden soll, ist Teebaumöl ein beliebtes Mittel der Wahl. Durch die antimikrobiellen Eigenschaften der enthaltenen Terpene wird die Warze mit dem Öl bekämpft und abgetötet. Es muss ein- bis dreimal täglich mit einem Wattestäbchen auf die Dellwarze appliziert werden. Problematisch dabei ist, dass Warzen in der Regel etwas Zeit benötigen, um zu verschwinden – daher kann es gut einige Wochen dauern, bis ein Erfolg in Aussicht ist. Das ätherische Teebaumöl muss indessen regelmäßig aufgetupft werden, und das erhöht das Risiko, eine Unverträglichkeit zu entwickeln – Hautirritationen oder Kontaktekzeme drohen.

Es bietet sich folglich an, das Öl zu verdünnen, indem es mit Trägeröl gemischt wird. Eine mögliche Rezeptur wäre, 5 Tropfen Teebaumöl mit 5 Tropfen antiviralem Lavendelöl und 50 ml Schwarzkümmelöl zu vermengen und dieses Gemisch direkt auf die Dellwarze aufzutragen.

Teebaumöl gegen Feigwarzen

Auch bei Feigwarzen handelt es sich um durch Viren ausgelöste Hautveränderungen. Die Feigwarze wird auch als Genitalwarze bezeichnet, denn sie tritt zumeist im Genital- oder Analbereich auf und überträgt sich häufig durch Geschlechtsverkehr. Die Knötchen können mehrere Zentimeter groß werden und haben meist eine weiße oder rötliche Färbung. Obwohl Feigwarzen gutartige Wucherungen sind, können sie sich unbehandelt zu regelrechten Geschwüren auswachsen, daher ist eine Behandlung unbedingt erforderlich – auch, um die Geschlechtskrankheit nicht weiter zu verbreiten. Normalerweise verursachen Feigwarzen keine Beschwerden, es kann aber zu wie Symptomen Brennen, Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen, was das Sexualleben empfindlich beeinträchtigen kann.

Hinweis: Bei einer Geschlechtskrankheit sollte umgehend ein Facharzt zu Rate gezogen werden, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Eine schulmedikamentöse Behandlung bzw. fachgerechte Entfernung der Genitalwarzen ist unbedingt empfohlen, um eine erfolgreiche Therapie zu gewährleisten.

Wer zusätzlich auf alternative Naturprodukte zurückgreifen möchte, kann zusätzlich ein- bis zweimal täglich das antiviral wirkende Teebaumöl auf die Feigwarzen auftragen. Hier empfiehlt sich eine sanfte Rezeptur aus 5 Tropfen Teebaumöl, etwas Sanddornöl und 50 ml Schwarzkümmelöl.

Ein Sitzdampfbad soll ebenfalls helfen, dass die Feigwarzen schneller abheilen. Dafür werden 3 Tropfen des Teebaumöles auf je einen Liter heißes Wasser gegeben und in eine Sitzwanne gefüllt. Über das Dampfbad setzt man sich ca. 15 Minuten.

Pilzinfektionen entgegenwirken: Mit Teebaumöl gegen Fuß- und Nagelpilz

Viele Menschen machen im Laufe ihres Lebens Erfahrung mit Haut- und Nagelpilzen, denn Pilze sind sehr ansteckend und können sich hartnäckig halten. Eine Infektion mit Fußpilz zeichnet sich durch gerötete, geschuppte und unangenehm juckende Hautstellen, die meist zwischen den Zehen liegen, aus. Es kann auch zu kleinen Hauteinrissen kommen, was Schmerzen mit sich bringt. Ob ein Nagel von einem Pilz befallen ist, erkennt man an der Nagelstruktur: ein infizierter Nagel ist matt, brüchig, gelblich verfärbt und weist deutliche Schädigungsspuren auf. Eine Nagepilzinfektion kann lange andauern und fordert dem Betroffenen viel Geduld ab, denn ein gesunder Nagel muss erst nachwachsen.

Um die Gesundheit der Füße und Nägel wiederherzustellen und ein weiteres Ausbreiten eines Fuß- oder Nagelpilzes zu verhindern, muss schnell gehandelt werden. Bei Fußpilz reicht zumeist eine äußerliche Behandlung der betroffenen Hautstellen aus. Auch bei Nagelpilzbefall kann der Nagel von außen kuriert werden, dennoch sollte hier ein Arzt konsultiert werden, der die richtige Behandlung einschätzen und im Bedarfsfall eine innere Therapie durch Tabletten anordnen kann.

Da Teebaumöl eine fungizide Wirkung attestiert wird, ist es in einigen Anti-Fußpilz- bzw. Nagelpilz-Präparaten als natürlicher Bestandteil zu finden. Bei purem Teebaumöl jedoch ist die Wirksamkeit noch nicht ausreichend erforscht, deshalb gewährleisten nur geprüfte Medikamente aus der Apotheke einen sicheren Gesundheitseffekt. Dennoch kann das ätherische Öl zur Unterstützung der Fuß- und Nagelpilztherapie herangezogen werden. Die Symptome des Pilzes, wie Jucken und Schuppungen, können durch Auftragen des Öles auf die pilzbefallenen Hautstellen gelindert und abgeschwächt werden. Dazu vermischen Sie einen Milliliter Teebaumöl mit 100 ml Wasser und tränken eine Mullbinde mit dem Gemisch. Diese kann anschließend als Kompresse auf die Haut gelegt oder um den infizierten Nagel gewickelt werden. Um den lästigen Pilzinfektionen vorzubeugen, kann vor einem Sauna- oder Schwimmbadbesuch ein Fußbad mit einigen Tropfen desinfizierendem Teebaumöl angewandt werden. Die Behandlung mit Teebaumöl dient in beiden Fällen lediglich als unterstützendes Mittel zu einer Therapie. Sollten Sie von Fuß- oder Nagelpilz betroffen sein, finden Sie entsprechende Produkte zur Behandlung dieser Leiden in unserer Online-Apotheke.

Anwendung von Teebaumöl gegen Hämorrhoiden

Ein Hämorrhoidalleiden ist eine verbreitete meist ungefährliche Krankheit, doch ist sie vielen peinlich und daher sehr unangenehm. Hämorrhoiden sind vergrößerte, mit Blut gefüllte Schleimhautbläschen, die sich im Rektum ausbilden. Sie können beim Toilettengang durch Brennen, Jucken oder gar Bluten auffallen. Hämorrhoiden bilden sich meist bei Erwachsenen; im Alter steigt das Risiko, an ihnen zu erkranken und auch in der Schwangerschaft besteht erhöhte Hämorrhoidengefahr. Durch Salben oder Zäpfchen ist das Leiden leicht zu behandeln.

Um die Symptome abzuschwächen, kann Teebaumöl zur Unterstützung herangezogen werden. Es gibt auch hier keine gesicherten Studien, die die Wirkkraft des Öls auf Hämorrhoiden beweisen, doch existieren viele positive Berichte über eine erfolgreiche Anwendung gegen die Symptome. Die desinfizierende Wirkung des Hausmittels verhindert das Verbreiten von Bakterien und eliminiert bestehende Keime, was sehr hilfreich ist, wenn durch Schmerzen und Brennen das Sauberhalten des Analbereichs schwerfällt. Die vergrößerten Blutbläschen können sich bei Anwendung mit dem Öl zurückbilden, Entzündungen heilen sanft ab.

Um die optimale Wirksamkeit zu erzielen, sollte das Öl stark verdünnt auf das empfindliche Rektum aufgetragen werden. So werden Sitzbäder mit etwas Teebaumöl und Kamillenextrakt empfohlen, in welche man sich ein- bis zweimal täglich für 10 Minuten hineinsetzen sollte. Zum hygienischen Abwischen nach dem Toilettengang kann ein Tropfen des desinfizierenden Öls auf ein mit Wasser getränktes Tuch gegeben werden. Um das Teebaumöl länger einwirken zu lassen kann eine in Öl und Wasser getränkte Kompresse auf die Hämorrhoiden gelegt werden.

Parasiten und Insekten den Garaus machen

Der Alleskönner Teebaumöl kann auch im Kampf gegen lästige Insekten und Parasiten zum Einsatz kommen. Von blutsaugenden bis zu allergieauslösenden Plagegeistern – das Öl zeigt Wirkkraft gegen allerlei Getier und gegen Hautbeschwerden, die von diesen verursacht werden.

Teebaumöl gegen Läuse

Kopfläuse sind ein Übel, dem wohl jeder schon einmal begegnet sein dürfte. Die kleinen Plagegeister verbreiten sich vor allem unter Kindern sehr schnell. Ist ein Familienmitglied von Läusen betroffen, droht jedem in unmittelbarer Umgebung, ebenfalls zum Wirt für die blutsaugenden Parasiten zu werden. Daher ist bei einem Kopflausbefall Eile geboten, die lästigen Tierchen loszuwerden. Doch um die Parasiten von der Kopfhaut zu verbannen, muss nicht immer direkt ein Läusemittel her. Die Natur kennt sanftere Alternativen, wie zum Beispiel das Teebaumöl. Allerdings ist zu beachten, dass bei Naturprodukten wie dem Teebaumöl keine Wirksamkeit garantiert werden kann.

Um ein Mittel gegen Kopfläuse herzustellen, mischen Sie zwei Tropfen Teebaumöl mit einigen Tropfen besonders hautschonendem Trägeröl (zum Beispiel Kokos-, Jojoba- oder Olivenöl). Diese Mischung massieren Sie anschließend gründlich in die Kopfhaut ein und lassen es eine halbe bis ganze Stunde einwirken, bevor Sie es mit warmem Wasser wieder auswaschen. Um die Kopfhaut noch schonender zu behandeln, können Sie das Teebaumöl auch in mildes Haarshampoo mischen. In eine Portion Shampoo sollten zwei bis drei Tropfen Teebaumöl zugegeben werden.

Den markanten Duft des ätherischen Öls können Läuse nicht ausstehen, daher werden sie durch die Anwendung mit Teebaumöl entweder erstickt oder verlassen die Kopfhaut. Allerdings müssen zusätzlich zu der Behandlung mit Teebaumöl auch die Eier, die sogenannten Nissen zuverlässig entfernt werden, um das Schlüpfen weiterer Parasiten zu verhindern. Daher sollten Sie sich in der Apotheke einen Nissenkamm besorgen, mit dem Sie nach der Haarwaschung das Haar gründlich durchkämmen.

Die Anwendung mit dem Teebaumöl muss mehrmals wiederholt werden. Um sicherzugehen, dass alle Läuse beseitigt werden, sollte die Haarwaschung mit Teebaumöl vier Mal in zwei Wochen stattfinden.

Teebaumöl gegen Flöhe

Auch Flöhe sind kleine blutsaugende Parasiten, die sich gerne in menschliche Behausungen einschleichen. Flöhe suchen sich sowohl Haustiere als auch Menschen als bevorzugte Wirte aus. Wenn man von einem solchen Plagegeist heimgesucht wird, treten Flohbisse in Form von geröteten Quaddeln und Hautschwellungen auf. Diese verursachen heftigen Juckreiz und oftmals liegen mehrere Bissstellen eng beieinander. Wenn fellige Haustiere sich häufig und an verschiedenen Stellen kratzen, spricht das für einen Flohbefall des Tieres.

Sollten Sie von einem Floh gebissen worden sein, kann Teebaumöl Linderung gegen die juckenden, geröteten Schwellungen der Bissstellen verschaffen. Tupfen Sie dafür mit Wasser verdünntes Teebaumöl auf die Quaddeln. Das Teebaumöl sorgt für Abklingen der Schwellung durch seine entzündungshemmende Wirkung und wird den Juckreiz lindern.

Hinweis: Ihr flohbefallenes Haustier sollten Sie dagegen auf keinen Fall mit Teebaumöl behandeln, da die Verträglichkeit beim Tier nicht gewährleistet werden kann; für manche Tierarten wirkt das Öl sogar gesundheitsschädlich. Sollte Ihr pelziger Liebling daher an Flöhen leiden, greifen Sie lieber zu einem bewährten Mittel aus der Apotheke. Verschiedene Produkte zur Behandlung gegen Flöhe für Ihr Tier finden Sie in unserem Online-Shop.

Um den Wohnbereich von den lästigen Parasiten zu befreien, kann Teebaumöl nützlich sein. Um die Insekten, die den Geruch des Öls nicht ausstehen können, zu vertreiben, füllen Sie eine Sprühflasche mit Wasser und versetzen dies mit 30 ml Teebaumöl. Dieses Gemisch sprühen Sie auf alle Polstermöbel, wie Bett, Sofa oder Sessel, denn dort verstecken die Flöhe sich besonders gern. Diese Anwendung ist allerdings recht aufwendig, da alle Ecken und Ritzen erreicht werden müssen, und der Erfolg ist nicht garantiert, zudem kann Teebaumöl auf Textilien Flecken hinterlassen. Die verlässlichste Methode, Flöhe aus der Wohnung zu vertreiben, bleibt daher der Kammerjäger.

Teebaumöl gegen Milben

Milben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere, die in jedem Haushalt unvermeidlich vorkommen, jedoch unsichtbar bleiben. Häufig löst der Kot der kleinen Tierchen Allergien aus, weshalb sie nicht unbeachtet bleiben sollten. Das wohl wirksamste Mittel gegen Milben ist das regelmäßige gründliche Staubsaugen und Putzen der Wohnräume, denn sie ernähren sich von Staub.

Doch auch bei Hausstaubmilben können Sie mit einem Teebaum-Wasser-Gemisch gute Erfolge erzielen. Denn Teebaumöl ist in der Lage, durch seine desinfizierende Wirkung Milben deutlich zu reduzieren und vorzubeugen. Es gilt die gleiche Rezeptur wie bei den Flöhen, doch um Milben loszuwerden, sollten nicht nur Polstermöbel, sondern auch Teppiche, Vorhänge und Matratzen ordentlich mit der Sprühflasche behandelt werden. Wischen Sie die Böden nebelfeucht mit einigen Spritzern Teebaumöl im Wischwasser. Hausstauballergiker sollten diesen Vorgang mindestens einmal in der Woche wiederholen.

Teebaumöl gegen Mücken

Wie schön könnten laue Sommerabende sein, wären da nicht die lästigen Mücken. Hat sie einmal zugestochen, bilden sich juckende und geschwollene Rötungen rund um die Einstichstelle. Das liegt an dem Speichel, den das Insekt während des Stiches in die Haut spritzt, um das Menschenblut besser saugen zu können, denn er enthält Proteine, die Abwehrzellen im Körper aktivieren und die lästigen Entzündungen rund um den Einstich verursachen.

Um den Juckreiz zu mindern, ist das Öl des Teebaums hilfreich. Um einen Mückenstich zu desinfizieren, die Schwellung zu reduzieren und den Heilungsprozess der Haut zu fördern, können Sie Teebaumöl mit einem hautfreundlichen Trägeröl mischen und mit einem Wattepad mehrfach auf die betroffene Stelle auftragen. Die Terpineole im Teebaumöl entfalten ihre antiseptische Wirkkraft.

Aus Teebaumöl kann auch zur Vorbeugung weiterer Mückenattacken ein Abwehrspray hergestellt werden. Dafür 15 Tropfen des ätherischen Öles mit 100ml Wasser und einem Teelöffel Salz in einer Sprühflasche mischen und das so hergestellte Spray auf Haut oder Kleidung sprühen. Wie so viele andere Insekten hasst auch die Mücke den Geruch von Teebaumöl. Zur weiteren Abschreckung der Blutsauger ist daher auch sinnvoll, in Wohnräumen ein Schälchen mit purem Teebaumöl aufzustellen.

Teebaumöl gegen Krätze

Die unangenehme Hautkrankheit Krätze (auch Skabies) wird durch die Krätzmilbe verursacht. Diese überträgt sich von einem Menschen auf den anderen, oftmals erfolgt die Ansteckung aber auch durch befallene Textilien (Kleidung, Bettwäsche etc.). Die Krätzmilbe versteckt sich gerne in Körperfalten und gräbt unter der Haut Gänge, um dort ihre Eier abzulegen. Von der Krätze Betroffene leiden an nächtlichem Juckreiz der Haut, Ausschlägen und Papeln, denn der Milbenkot unter der Haut ruft häufig allergische Reaktionen hervor. Aufgekratzte Hautstellen können sich zudem infizieren und Entzündungen entstehen.

Hinweis: Die Krätze ist eine hochansteckende Hautkrankheit, bei der in öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten oder Altenheimen eine Meldepflicht besteht. Bei Verdacht auf Krätze muss deshalb umgehend ein Arzt konsultiert werden. Eine Selbstbehandlung reicht nicht aus, die Krätze muss mit erprobten Medikamenten behandelt werden!

Doch begleitend zur medikamentösen Therapie können zu Hause Maßnahmen ergriffen werden, die den Heilungsprozess unterstützen. Neben grundlegenden Hygienemaßnahmen wie dem Waschen aller Textilien im Haushalt, um Milben zu beseitigen, kann Teebaumöl zur Linderung der Symptome eingesetzt werden.

Das Einreiben der Haut mit 5-prozentigem Teebaumöl soll Krätzmilben abtöten – doch gesicherte Beweise gibt es dafür nicht. Zudem kann das Auftragen des puren Öls zu Brennen auf offenen Hautstellen führen. Daher wird empfohlen, das Teebaumöl in einem Verhältnis 1:1 mit Olivenöl zu mischen. Dann kann das ätherische Öl den Juckreiz mindern, die aufgekratzten Hautstellen desinfizieren und der Entstehung von Entzündungen durch seine antiseptische Wirkung vorbeugen. Auch Hautcremes mit Teebaum als Inhaltsstoff sollen die Regenerierung der Haut fördern. Ein Vollbad mit einem Schuss Öl im Badewasser sorgt dafür, dass alle Körperstellen mit dem heilenden Naturprodukt in Kontakt kommen können.

Hautschuppungen natürlich behandeln

Sei es am Kopf oder am Körper: wenn die Haut sich schuppt, ist ihre Schutzbarriere gestört und es juckt und zwickt uns. Teebaumöl kann auch hier helfen, dem lästigen Jucken vorzubeugen und die Haut zu beruhigen.

Teebaumöl gegen Schuppen

Entwickelt Ihre Kopfhaut Schuppen, kann das zwei Ursachen haben. Fettige Schuppen entstehen, wenn die Kopfhaut zu viel Talg produziert. Trockene Schuppen dagegen werden begünstigt, wenn die Kopfhaut zu wenig Feuchtigkeit gespeichert hat.

Teebaumöl wird nachgesagt, dass es beruhigend auf die Kopfhaut wirkt und das Hautbild dauerhaft verbessern kann. Zwar gibt es keine stichfesten Beweise, doch die Wirksamkeit des Teebaums auf Schuppenbildung ist vielfach beschrieben worden. Das Öl des Melaleuca alternifolia packt das Schuppenproblem bei der (Haar-)Wurzel: es soll die Durchblutung der Kopfhaut anregen, Haarwurzeln stimulieren und verstopfte Poren der Kopfhaut von Talg reinigen, sodass die Kopfhautflora ins Gleichgewicht kommt und der Schuppenbildung vorgebeugt wird.

Nicht von ungefähr gibt es in der Apotheke spezielle Teebaumöl-Shampoos, die die Schuppen verschwinden lassen. Solch ein Antischuppen-Shampoo kann auch leicht selbst hergestellt werden, indem 5 Tropfen pures Teebaumöl in ein mildes Shampoo gegeben werden. Gegen trockene, juckende Kopfhaut soll eine Haarkur aus 50 ml Jojobaöl, 15 Tropfen Kokosöl sowie 10 Tropfen Teebaumöl helfen. Oft wird das Einmassieren von mit Kokosöl verdünntem Teebaumöl in die Kopfhaut als revitalisierend und feuchtigkeitsspendend gelobt. Die Mischung sollte nach dem Einmassieren 10 Minuten einwirken, bevor sie mit einem sanften Shampoo ausgespült wird.

Teebaumöl gegen Schuppenflechte

Die Schuppenflechte, oder auch Psoriasis, ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die durch eine Überreaktion des Immunsystems verursacht wird. Schuppenflechte entsteht durch unkontrolliertes Wachstum der Zellen der obersten Hautschicht; die betroffenen Epidermisstellen erneuern sich alle drei bis vier Tage – bei gesunder Haut dauert diese Erneuerung einen Monat. Besonders betroffen von einer Schuppenflechte sind meist Ellenbogen, Kniegelenke oder Hände. Die Krankheit ist nicht ansteckend, doch bekommen kann sie jeder. Da Schuppenflechte nicht heilbar ist, gilt es, die in Schüben ausbrechenden Symptome, wie stark gerötete, juckende Hautstellen, Entzündungen sowie Bildung weiß-silbriger Schuppen, zu lindern.

In Abstimmung mit einem Arzt muss bei Schuppenflechten eine arzneiliche Therapie, zumeist in Form von Salben oder Lotionen, erfolgen. Teebaumöl kann therapiebegleitend zur Pflege der Hautstellen eingesetzt werden, viele Betroffene schwören auf die Wirksamkeit des Naturproduktes. Um besonders schuppige, raue Hautareale einzuweichen und den lokalen Juckreiz zu beruhigen, kann das Öl – mit pflanzlichem Trägeröl verdünnt – direkt auf kleine Stellen aufgetragen werden. Ein Vollbad mit zugegebenem Teebaumöl tut auch im Falle der Schuppenflechte gut, desinfiziert den ganzen Körper und mindert durch die antiseptische Wirkkraft mögliche Entzündungen. Wenn es nicht gleich ein Ganzkörperbad sein soll, hilft ein feuchter Umschlag auf betroffenen Hautstellen, das Öl nachhaltiger einwirken zu lassen. Dafür wird ein Tuch mit warmem Wasser und etwas Teebaumöl getränkt, ausgewrungen und aufgelegt. Entsteht eine Schuppenflechte auf der Kopfhaut, gelten die gleichen Maßnahmen, die auch bei Schuppen getroffen werden können.

Fazit: Teebaumöl als Ergänzung der Hausapotheke

Teebaumöl beweist eine medizinische Vielfältigkeit wie kaum ein anderes Naturprodukt. Es kann für vielerlei Beschwerden und Leiden eingesetzt werden und schreckt auch Insekten ab. Allerdings ist ein Naturheilmittel kein Ersatz für eine geschulte ärztliche Untersuchung und auch Teebaumöl ist kein geprüftes Medikament. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte demnach bei hartnäckigen oder ansteckenden Erkrankungen einen Arztbesuch der Selbstmedikation vorziehen. Doch als therapiebegleitendes Hausmittel ist Teebaumöl sehr beliebt und entfaltet seine mannigfache Wirkkraft. Deswegen sollte das natürliche Antiseptikum in keiner Hausapotheke fehlen.

 


Bildquelle: ronstik

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