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Grauer Star: Die Symptome beachten rettet Ihr Augenlicht

Linsentrübung: Wenn die Sehkraft langsam nachlässt

Die Welt wird trüber, die Konturen verschwinden, über das, was Sie sehen oder lesen wollen legt sich eine Art grauer Schleier, der mit der Zeit immer undurchsichtiger wird. Das sind die Symptome für eine millionenfach verbreitete Augenkrankheit: Bei Ihnen entwickelt sich ein Grauer Star. Zum Beginn dieser Volkskrankheit nehmen die Betroffenen diese Symptome selbst kaum wahr: „Mein Gott, ich werde eben alt, da lässt die Sehkraft nach,“ tun die meisten diese Verschlechterung Ihres Sehvermögens leichtfertig ab. Das ist eine gefährliche Fehleinschätzung, die letzten Endes bis zur Erblindung führen kann.

Wenn Sie nur noch den Vordergrund klar und deutlich sehen können, wenn der Hintergrund verschwimmt oder gar erlischt, wenn Farben trübe werden – dann sind das auffällige Symptome für den Beginn der Erkrankung Grauer Star. Betroffene Menschen schätzen ihr schwindendes Sehvermögen sehr oft falsch ein oder sie leugnen es gar. Deshalb sollten die Angehörigen die Symptome für die Krankheit erkennen und darauf achten. Die Erkrankten werden bei gewohnten Aktivitäten plötzlich unsicher (Autofahren, Lesen, Bewegungen in der Dämmerung). Das bemerken Sie, wenn Sie auf den Gesichtsausdruck der betroffenen Menschen achten: Der wird dann sehr angestrengt. Denn wenn das Augenlicht schwindet, dann wird es gefährlich, nicht nur im Straßenverkehr. Und das ist nicht gut.

Das sind die Symptome für einen Grauen Star

Eigentlich ist es nicht schwer die Symptome für einen beginnenden Grauen Star, auch Katarakt genannt, zu bemerken. Die Gefahr aber ist: Die Krankheit schreitet ohne Behandlung nur sehr langsam und schleichend voran. Die meisten Menschen schieben die Linsentrübung auf das zunehmende Alter.

Der Nebel vor Ihren Augen verdichtet sich immer mehr. Wenn Sie sich ein buntes Bild oder blühende Blumen anschauen, dann verblassen die Farben, die Konturen und die Hell-Dunkel-Kontraste immer mehr. Mit einem Wort: Ihre Welt wird immer trüber und farbloser – Sie sehen nicht mehr gut. Das bedeutet nicht nur einen Verlust an Lebensqualität, das ist auch sehr gefährlich.

Wenn es so weit kommt, dann brauchen Sie unbedingt die richtige Behandlung, denn dann geht es ernsthaft um Ihre Gesundheit. Denn das schwindende Sehvermögen führt zu einem Verlust der räumlichen Wahrnehmung und der Orientierungsfähigkeit. Diese Symptome nimmt der Patient selbst sehr oft nicht wahr oder er führt sie auf das altersbedingte Nachlassen der Sehkraft zurück. Und noch etwas: Der Kontakt zur Umwelt nimmt ab, Sie vereinsamen.

Dass es sich bei der nachlassenden Sehkraft um einen Katarakt handeln könnte, lässt sich durch die folgenden Symptome eingrenzen:

  • Ein Symptom dafür, das sich bei Ihnen ein Katarakt entwickelt ist eine zunehmende Müdigkeit der Augen, zum Beispiel beim Lesen.
  • Spätestens nach etwa einer halben Stunde wird Fernsehen für Sie zur Qual: Schon nach dieser kurzen Zeit verschwimmt das Bild, das betroffene Auge beginnt zu tränen.
  • Die optische Wahrnehmung wird schwächer. Beim Lesen verschwimmen die Buchstaben, Sie können kaum noch das "i" vom "l" unterscheiden. Es fällt Ihnen schwer Doppelbuchstaben wie "nn" oder "mm" in einem Wort zu erkennen und zu unterscheiden.
  • Wenn Ihre Linse durch einen Katarakt angegriffen wurde, kommt es zu Unsicherheiten im Straßenverkehr. Sie erkennen oft Straßen- oder Hinweisschilder nicht mehr, oder deuten Hinweisschilder falsch.
  • Ihr räumliches Sehen wird stark eingeschränkt. Patienten, deren Linse durch einen Grauen Star geschwächt ist, greifen oft daneben oder sie greifen zu kurz.
  • Die Hell-Dunkel-Anpassung wird mit der Zeit immer schwächer. Betroffene Patienten haben Schwierigkeiten in der Nacht beim Autofahren schnell vom Fern- auf Abblendlicht umzuschalten. Spätestens dann sollten Sie ernsthaft über eine Operation nachdenken. Zumal dieser Eingriff problemlos ist.
  • Wenn Sie an Diabetes leiden und diese Symptome bemerken, dann sollten Sie unbedingt den Kontakt zum Augenarzt aufnehmen.
  • Sie brauchen immer länger um sich in einer Umgebung zurechtzufinden in der sie sich nicht auskennen. Deshalb meiden betroffene Personen oft eine unbekannte Umgebung.
  • Ein weitere Folge des Grauen Stars: Im häuslichen Umfeld halten Menschen mit Linsentrübung strikt penible Ordnung, damit sie auch bei schwindender Sehkraft alles wiederfinden können.

 

Alle diese Symptome können unterschiedlich stark sein – und sie müssen nicht alle gemeinsam auftreten. Wenn Sie sich aber häufen, dann müssen Sie sich wegen einer Behandlung an Ihren Augenarzt wenden. Der wird Ihnen dann wahrscheinlich zu einer Operation des Grauen Stars raten. Falls Sie sich nicht zu einem Eingriff entschließen, dann kann die betroffene Linse unrettbar verloren sein, die Erblindung droht.

Grauer Star und Kinder: Da ist eine Behandlung unbedingt nötig

Der Graue Star ist aber nicht nur eine altersbedingte Krankheit: Auch bei Kindern kann der Graue Star auftreten und Auge und Linse bedrohen. Die Linsentrübung kann bereits bei der Geburt bestehen oder sich im Laufe der ersten Lebensjahre entwickeln. Erstes Anzeichen ist oft, dass die Kinder anfangen zu schielen. Die Ärzte sprechen dann von einem kindlichen oder angeborenen Katarakt Ohne schnelle Behandlung und eine Operation kann der Graue Star beim Kind die Entwicklung des Sehsystems stark beeinträchtigen. Kommt es zu keiner Behandlung, kann daraus eine Schwachsichtigkeit entstehen, die sich nach der Pubertät nicht mehr beseitigen lässt. Deshalb: Sofort zum Arzt, wenn Sie bei Ihrem Kind Symptome für einen Grauen Star entdecken. Haben Sie keine Angst vor einer vielleicht nötigen Operation.

Die Operation beim Grauen Star ist ungefährlich

Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die sonst klare Linse immer mehr ein, dadurch wird das Sehvermögen immer schwächer. Vor allem bei älteren Menschen ist es eine stetig fortschreitende Erkrankung. Aber nicht nur das Alter kann die Krankheit auslösen. Das kann durch Stoffwechselerkrankungen geschehen, durch Fehlbildungen oder auch durch Verletzungen. Wenn Patienten unter Diabetes leiden, dann kann das die Augen angreifen und zum Grauen Star führen.

Oft ist eine Operation die letzte Möglichkeit, um Ihre Sehkraft wieder her zu stellen. Dabei wird die trüb gewordene Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Der Eingriff wird durch den Arzt meistens ambulant durchgeführt. Probleme gibt es nur selten. Allerdings sollten Sie schwere körperliche Arbeiten bei denen Staub und Schmutz anfällt besser vermeiden.

Wenn Sie – oder Ihre Angehörigen – feststellen, dass Ihre Augen immer schwächer werden, dann ist der Gang zum Augenarzt unerlässlich. Der wird dann unter Umständen dem Patienten eine Operation am Auge empfehlen. Davor sollten Sie keine Angst haben, denn die Beseitigung des Grauen Star durch eine Operation ist millionenfach erprobt und in fast allen Fällen erfolgreich. Der Eingriff selbst gefährdet Ihre Gesundheit nicht, der Patient spürt bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung und die Rückkehr des Sehvermögens.

Diese Krankheiten können zum Grauen Star führen

  1. Diabetes
    Der Zuckergehalt im Augenwasser und im Blut ist erhöht. Überflüssiger Zuckergehalt im Augenwasser lagert sich in der Linse ein – diese quillt auf. Dadurch verschieben sich die Linsenfasern, die Linse wird trüb. Bei Schwangeren, die an der Zuckerkrankheit leiden, kann sich schon beim ungeborenen Kind ein Grauer Star entwickeln.
  2. Stoffwechselerkrankungen
    Wenn Ihr Stoffwechsel gestört ist, dann kann es zum Grauen Star kommen, denn nicht nur ein Diabetes kann die Linse zerstören.
  3. Augenverletzungen
    Wenn der Augapfel durch einen Faustschlag oder durch einen Tennisball beschädigt wird, wenn ein Fremdkörper tief ins Auge eindringt, dann kann es zum sogenannten Cataracta traumatica kommen.
  4. Angeborene Augenfehlbildungen
    Ein genetischer Defekt oder Infektionskrankheiten in der Schwangerschaft wie Röteln, Toxoplasmose oder Herpes können zum Grauen Star führen.
  5. Zu hohe UV-Strahlung
    Wer zu oft und zu lange schutzlos der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt ist, der kann ebenfalls erkranken. Deshalb sollten Sie – und vor allem Ihre Kinder – bei längerem Aufenthalt in der Sonne immer eine Sonnenbrille tragen.
  6. Medikamente
    Die Einnahme bestimmter Medikamente, wie etwa Kortison, kann die Bildung einer Linsentrübung begünstigen.
  7. Alterskatarakt
    Mit zunehmendem Alter kann der Graue Star auch ohne ersichtlichen Grund auftreten - der so genannte Altersstar.



Bildquelle: africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy)

 

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