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Zahngesundheit: Pflegen statt bohren

„Er hat gar nicht gebohrt“ – den Spruch kennen ältere Leser vielleicht noch aus der Werbung. Leider entspricht er nicht der Realität unserer häuslichen Zahnpflege. Denn immer noch wird in Deutschland öfter der Bohrer angesetzt, als die Zahnbürste richtig benutzt. Die Zähne sind bei Erwachsenen sehr oft in einem schlechten Zustand und bedauerlicherweise auch schon bei Kindern. Natürlich putzen wir unsere Zähne, natürlich kennen wir das Thema der Zahngesundheit, natürlich haben wir schon gehört, wie wichtig die richtige Zahnpflege, Fluorid und die Zahnvorsorge sind – aber wenn Sie Ihren Zahnarzt fragen, so hat der garantiert eine andere Erfahrung gemacht: Unsere Zahnpflege liegt leider im Argen.

Ganz abgesehen von den oftmals höllischen Zahnschmerzen, die uns kranke Zähne oder der bohrende Zahnarzt bereiten – durch schlechte Zahnpflege vernachlässigte Zahngesundheit kann sehr teuer werden. Finden Sie in diesem Ratgeber alle Informationen rund um das Thema Zahnpflege.

Zu einem gesunden Gebiss gehört Fluorid

Fluor ist ein Gas, das durch die Verbindung mit anderen Elementen zu Fluorid wird. In der Zahnpflege spielen die Fluoride Aminfluorid, Zinnfluorid und Natriummonofluorphosphat eine wichtige Rolle. Schon seit 1874 wird die Anwendung von Fluorid zur Verhütung von Karies empfohlen. Forscher entdeckten seine gesunde Wirkung auf den Zahnschmelz. Die kennt auch der Zahnarzt und wird Ihnen gerne eine Zahnpasta mit dem für Sie richtigen Fluoridgehalt empfehlen.

Die pflegende Wirkung von Fluorid auf unsere Zähne

Säuren und Bakterien greifen unentwegt unsere Zähne, vor allem den schützenden Zahnschmelz, an. Wenn dieser aber beschädigt ist, dann können Kariesbakterien und andere Keime im Mundraum in die Zähne eindringen, diese beschädigen und die schädigende Plaque bilden. Da kommt nun Fluorid zu Hilfe:

  • Wenn durch Säuren der Zahnschmelz demineralisiert ist, dann helfen die Fluoride bei der Remineralisierung.
  • Fluoride aus der Zahnpasta bilden einen Schutzfilm aus Kalziumfluorid; die Mineralien im Zahnschmelz können nicht zerstört werden.
  • Fluoride attackieren Bakterien und stören deren Stoffwechsel. Dadurch wird die zahngefährdende Säurebildung gehemmt.
  • Schon Kinder sollten ein Reservoir an Fluorid in ihren Zähnen anlegen. Wenn im Kieferknochen die Zahnbildung beginnt, kann über das Blut Fluorid aus der Nahrung oder aus Tabletten in den Zahnschmelz eingebaut werden. Dadurch entsteht eine stabile Mikrostruktur im Zahn, die Mineralien werden schwerer herauslösbar, der Zahn insgesamt widerstandsfähiger. Lassen Sie sich dazu von einem (Kinder-)Zahnarzt beraten.
  • Ob Alt oder Jung: Mit dem Arzt sollten Sie generell die Pflege Ihrer Zähne besprechen. Vor allem die vorgeschlagene Dosierung und Anwendung von Fluorid ist wichtig. Allgemein gilt: Die empfohlene Tageszufuhr an Fluorid beträgt 0,05 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht.

 

Zusätzliches Fluorid für die Zähne

In einigen Ländern ist das Trinkwasser mit zu viel Fluorid angereichert. Dies hat oft zur Folge, dass die Menschen in diesen Gebieten eine zu hohe Menge an Fluorid aufnehmen. Überdosierungen können zu schweren Schädigungen der Knochen und Zähne führen. Bei uns ist das nicht der Fall: Wir können unsere Fluoridzufuhr daher individuell dosieren.

Hier einige Tipps zu diesem Thema:

  • Sie können überall fluoriertes Speisesalz kaufen.
  • In vielen Mineralwässern ist Fluorid enthalten (die entsprechenden Mineralienkonzentrationen sind angegeben).
  • Für Kinder gibt es Fluorid-Tabletten und (gilt auch für Erwachsene) jede Menge damit angereicherte Mittel aus der Mundhygiene wie Zahnpasta, Mundwässer und Gels. Da ein wichtiger
    Tipp: Nach Gebrauch den Mund nicht ausspülen, sondern nur ausspucken. Sonst werden die Fluoride weggeschwemmt, bevor sie in die Zahnsubstanz eindringen können.
  • Das zahnschützende Fluorid kann auch auf direkt Ihre Zähne vom Zahnarzt aufgetragen werden. Dann kann es tief in den Zahn eindringen und ihn für längere Zeit vor Karies schützen.

 

Karies und Parodontose zerstören Ihre Zahngesundheit: So können Sie das verhindern

Das sind die beiden Hauptübeltäter, wenn es um die Gesundheit Ihrer Zähne geht. Sie sind fast immer die Ursache für Zahnschmerzen, für angegriffene Zahnwurzeln, für Löcher in den Zähnen und für den Totalverlust von Zähnen.

Beginnen wir mit dem Thema Karies. Das sind die Löcher, die über kurz oder lang zur Zerstörung der Zähne führen. Karies entsteht in den meisten Fällen durch mangelnde Mundhygiene und durch den Genuss von zu viel Süßigkeiten und gesüßten Getränken (Limonade, Cola usw.). Sehr häufig findet der Zahnarzt sie schon bei Kleinkindern. Deshalb: Geben Sie Ihrem Kleinkind Mineralwasser oder ungesüßten Früchtetee und lassen Sie es nicht den ganzen Tag an einer Flasche mit einem Süßgetränk nuckeln. Gewöhnen Sie es so früh wie möglich an das richtige Zähneputzen. Es muss für das Kind zu einem täglichen Ritual werden. Hinweis: Erst ab etwa dem sechsten Lebensjahr kann ein Kind bei der Pflege der Zähne die korrekten Bewegungen machen, vorher müssen Sie ihm helfen. Das Kauen fester Nahrung dient der Selbstreinigung der Zähne. Deshalb ist es falsch, das Kleinkind sehr lange mit Brei zu ernähren. Der fördert die Bildung von Zahnbelag, das ist dann eine der Ursachen für Karies.

Nun zum Übeltäter Nummer zwei, der Parodontose. Unsere Mundhöhle ist ein Tummelplatz für hunderte von Bakterienarten. Sie gehören zu einer gesunden Mundflora und helfen bei der Vorverdauung durch Speichel. Wenn Sie aber die Mundhygiene vernachlässigen werden die weniger harmlosen Keime zu einer Gefahr für Ihre Zahngesundheit. Denn dann gewinnen die krankmachenden Keime die Oberhand: Entzündungen im Zahnfleisch und den Zähnen breiten sich aus. Denn diese Keime produzieren Gifte, reizen so das Zahnfleisch und führen zu heftigen Reaktionen des Immunsystems. Es kommt zu einer Entzündung des Zahnfleischs (der Gingivitis). Die greift die Verankerungen der Zähne an und wird zur Parodontose: Das Zahnfleisch geht zurück, das Gewebe, das den Zahn im Kieferknochen verankert wird zerstört – der Zahnausfall beginnt. Besonders gefährlich: Die Entzündung kann in den Blutkreislauf übergehen und somit weitere Beschwerden wie Arterienverkalkung und somit Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen. Bei Diabetikern kann die Einstellung des Blutzuckers problematisch werden, da aufgrund des Entzündungsprozesses, die Wirkung von Insulin gesenkt werden kann.

Gesunde Nahrung schützt Ihre Zähne

Unsere Nahrung wird im Mund vom Gebiss zerkleinert und für die Reise in den Magen vorbereitet. Kann denn nun die Nahrung wichtig für unsere Zahnpflege sein? Sie ist genauso wichtig wie die richtige Zahnpflege. Deshalb einige Tipps, die für Ihre Ernährung und vor allem für die Zähne gesund sind und Sie vor dem Bohrer des Zahnarztes bewahren:

  • Sie knabbern gerne und brauchen auch Ihre kleinen Mahlzeiten zwischendurch? Dann vergessen Sie Chips, Schokolade und die kleinen süßen Versuchungen und greifen zu Gemüsestreifen (Tomaten, Gurken, Kohlrabi) oder ungesalzenen Nüssen.
  • Kalzium ist wichtig, um Ihre Zähne gesund und kräftig zu erhalten. Trinken Sie deshalb täglich ein Glas Milch und essen Sie Käse, am besten Hartkäse.
  • Nicht immer können wir nach dem Mittagessen die Zähne pflegen. Greifen Sie dann zu einem zuckerfreien Zahnpflegekaugummi.
  • Schluss mit säure- und zuckerhaltigen Limonaden und Fruchtsäften. Die helfen mit, den Zahnschmelz zu zerstören.
  • Das gilt auch für einen leckeren Nachtisch, der aus gezuckertem Obst besteht (Rote Grütze, karamellisierte Zwetschgen usw.).
  • Unser Speichel spült lästige Speisereste weg und neutralisiert Säuren, welche die Zähne angreifen. Deshalb: Rohkost und Vollkornprodukte regen den Speichelfluss an.

 

Sie wollen keinen Zahnersatz? Dann gewöhnen Sie sich an, nach dem Zähneputzen auch die Zunge zu putzen. Denn auf der tummeln sich jede Menge Keime, die den Zähnen schaden.

Zahnvorsorge beim Zahnarzt

Sie selbst können den häuslichen Kampf gegen Karies und Parodontose aufnehmen, auf die Hilfe des Zahnarztes und auf die Zahnvorsorge können Sie jedoch nicht verzichten. Gehen Sie mindestens einmal im Jahr zu Ihrem Zahnarzt und lassen Sie Ihr Gebiss gründlich durchchecken. Diese Zahnvorsorge zahlt sich mit Sicherheit aus. Das kann Sie vor Karies und dem Bohrer bewahren. Das gilt natürlich auch für Ihre Kinder und ist eine starke Hilfe, die Zahngesundheit zu verbessern. Viele Zahnärzte empfehlen die Anwendung einer elektrischen Zahnbürste mit der Begründung, ihre Putzleistung sei besser als die einer üblichen Zahnbürste. Er kann Sie auch beraten, ob Sie eine Bürste mit harten oder mit weichen Borsten brauchen. Außerdem wird er Ihnen empfehlen, die Zwischenräume der Zähne mindestens einmal am Tag mit Zahnseide gründlich von Essensresten zu reinigen.

Kranke Zähne machen unseren Körper krank

Zwischen den Zähnen und unserem gesamten Organismus besteht eine Wechselwirkung. Das haben Forscher in den letzten Jahrzehnten herausgefunden. Jeder Zahn ist über die Blutgefäße und die Nerven mit Körperorganen verbunden. Da können die Bakteriengifte aus entzündeten Zahnwurzeln über die Zahnwurzelspitze in den Körper vordringen. Dort können sie chronische Erkrankungen auslösen. Der gesamte Organismus wird geschwächt, das Immunsystem gestresst, es kann zu einer akuten Herzerkrankung führen. Sogar das Risiko einer Frühgeburt besteht bei Schwangeren, wenn Sie an einer Parodontitis leiden. Deshalb ist die Zahngesundheit so wichtig.

Es gibt nur eine Möglichkeit, gesunde Zähne bis ins hohe Alter zu erhalten: Pflegen, putzen und auf die richtige Ernährung achten.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Zahngesundheit und suchen nach den besten Pflegeprodukten für daheim? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und nutzen Sie unseren kompetenten und freundlichen Service!

 


Bildquelle: Pixabay

 

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