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Eingewachsene Nägel: Was kann ich tun?

Eingewachsene Nägel gehören für viele Menschen zu einer Erfahrung, die mit starken Schmerzen und Beschwerden verbunden sein kann. Eine schnelle Behandlung ist notwendig, um eine Operation nach Möglichkeit zu vermeiden. Doch keine Sorge: Eingewachsene Nägel sind ein weit verbreitetes Phänomen, für das sich niemand zu schämen braucht und das für die meisten Ärzte eine harmlose Routineangelegenheit darstellt. In diesem Beitrag finden Sie alle wichtigen Informationen und nützliche Tipps, wie Sie Ihre eingewachsenen Nägel möglichst schnell loswerden und zukünftig möglicherweise sogar ganz vermeiden können!

 

Was genau sind eingewachsene Nägel?

Eingewachsene Nägel, vor allem eingewachsene Zehennägel, sind häufige medizinische Probleme und machen rund ein Drittel aller gesundheitlichen Beschwerden bei Füßen aus. Die Bezeichnung eingewachsener Zehennagel verrät dabei eigentlich schon alles: Der Nagel wächst an Zeh oder Finger nicht in der vorgesehenen Bahn, sondern dringt in die ihn begrenzende und einbettende Haut, in den Nagelfalz, ein. Das führt in den meisten Fällen zu einer Entzündung, die mit starken Schmerzen verbunden ist und eine schnelle Behandlung erforderlich macht. Ihr Arzt verwendet für einen eingewachsenen Finger- beziehungsweise Zehennagel auch den medizinischen Fachausdruck Unguis incarnatus. Die üblichen Symptome für eingewachsene Finger- und Zehennägel stehen auch samt und sonders mit einer solchen Entzündung in Verbindung.

Interessant: Junge Menschen leiden besonders häufig unter einem eingewachsenen Zehennagel. Oft kehren die Beschwerden wieder – und in der Regel ist es dann immer derselbe Zeh, bei dem ein eingewachsener Nagel auftritt.

Das sind die üblichen Symptome für eingewachsene Zehennägel

Ist das Bett des Nagels entzündet, weisen die betroffenen Hände oder Füße entsprechende Symptome auf: Um den eingewachsenen Nagel herum rötet sich die Haut, sie schwillt an und schmerzt. Da der Finger- oder Zehennagel nicht aufhört zu wachsen und tiefer in die schon angespannte und entzündete Haut vordringt, kommt es zu einer schmerzhaften Reaktion. Das kann so weit gehen, dass Betroffene in ihrem Alltag und ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt sind. Untätigkeit ist dabei allerdings keine Lösung und kann die Symptome sogar noch verschlechtern: Trotz der Entzündung kommt es dann zur Bildung von neuem Gewebe, das den Nagel einfach überwächst.

Stichwort Granulationsgewebe: Das Gewebe, das den Nagel überwuchert, wird in der Fachsprache auch Granulationsgewebe genannt, weil es so aussieht, als bestünde seine Oberfläche aus vielen kleinen Körnchen (lateinisch granulum = Körnchen). Im Volksmund ist es auch als sogenanntes „wildes Fleisch“ bekannt. Dieses Gewebe muss in jedem Fall von einem Fachmann entfernt werden.

Ein eingewachsener Zehennagel ist ein ideales Umfeld für Bakterien, die sich über die Wunde ausbreiten. Die entzündete Stelle selbst nässt oftmals, sondert Eiter ab oder blutet sogar. Damit einher geht häufig auch ein unangenehmer Geruch. Alle diese Symptome sind unangenehm und sollten auf keinen Fall ignoriert werden. Eingewachsene Nägel heilen sich leider nicht von selbst, sondern müssen richtig behandelt werden. Eine Operation des eingewachsenen Zehennagels ist dabei das letztmögliche Mittel, vor dem viele Betroffene verständlicherweise zurückschrecken. Aber keine Angst: Werden die Symptome rechtzeitig erkannt, kann eine Operation in einer Vielzahl der Fälle vermieden werden!

Was sind die Ursachen für eingewachsene Nägel?

In der Regel lässt sich ein eingewachsener Nagel auf konkrete Ursachen zurückführen. In manchen Fällen haben Betroffene auch selbst Anteil daran, dass ein Zehennagel in das weiche Gewebe im Fuß einwachsen kann. Lernen Sie die Ursachen kennen und stellen Sie fest, wo Sie ansetzen können, um dem leidigen Thema eingewachsener Nagel zukünftig präventiv zu begegnen!

  • Fußpflege: Eingewachsene Zehennägel sind häufig auf eine falsche Fußpflege bzw. ein falsches Kürzen der Nägel zurückzuführen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Nägel regelmäßig kurz und gerade schneiden! Kürzen Sie aber nie bis unter den Nagelwall.
  • Enge Schuhe: Zu enge Schuhe können Druck auf die Füße ausüben und das Wachstum des Zehennagels begrenzen. Enge Schuhe tun Ihrem Zehennagel nicht gut!
  • Erbliche Veranlagung: In manchen Fällen begünstigt die erblich bedingte Wachstumsform der Zehennägel ein Einwachsen in die Haut – zum Beispiel bei sogenannten Rollnägeln, also bei Nägeln, die besonders stark gewölbt sind und beinahe an Röhren erinnern oder bei schmalen Nagelbetten.
  • Übergewicht: Eine unterschätzte Ursache für eingewachsene Zehennägel ist Übergewicht. Durch den großen Druck, der auf den Füßen lastet, kann das Wachstum des Nagels beeinträchtigt werden.
  • Erkrankungen: Bestimmte Krankheiten können einen eingewachsenen Nagel fördern. Dazu zählen Diabetes und grundsätzlich alle Erkrankungen, zu deren Symptomen Wassereinlagerungen in den Füßen gehören.
  • Medikamente: Auch die regelmäßige Einnahme von bestimmten Medikamenten kann zu einem eingewachsenen Nagel führen. In erster Linie sind hier Krebsmedikamente zu nennen.

 

Wichtig: Auch wenn Sie möglicherweise selbst für das Einwachsen eines Nagels verantwortlich sind, sollten Sie sich nicht dafür schämen und eine Behandlung hinauszögern. Je eher Sie mit dem Problem zum Arzt gehen oder Sie den Nagel in Eigenregie zu Hause behandeln, desto besser und schneller kann Ihr Zeh wieder abheilen.

Eingewachsene Zehennägel und Nagelpilz

Ein eingewachsener Nagel kann unter Umständen auch zu einem Nagelpilz führen. Grundsätzlich bietet eine offene Wunde immer einen guten Nährboden für weitere Erkrankungen. Nagelpilz befällt gerade bereits vorgeschädigte Zehennägel gern. Weil Nagelpilz langfristig die Gesundheit schädigen kann, ist es unverzichtbar, ihn möglichst schnell und effektiv zu behandeln. Greifen Sie daher bei einem Pilzbefall auf ein geeignetes Mittel gegen Nagelpilz zurück. Symptome eingewachsener Zehennägel sollten Sie immer ernst nehmen und so rasch wie möglich darauf reagieren!

Wie lassen sich eingewachsene Fußnägel am besten behandeln?

Für die richtige Behandlung von eingewachsenen Zehennägeln gibt es Hausmittel und Tipps, die bei rechtzeitiger und sachgemäßer Anwendung oft wirksam helfen und eine Operation vermeiden können. Wichtig ist eine rechtzeitige Diagnose, die leicht zu stellen ist, sodass nicht zwingend ein medizinisch geschulter Blick benötigt wird. Entscheidend für die Behandlung ist die Stärke der Beschwerden. Gerade in einem frühen Stadium lässt sich ein eingewachsener Nagel gut in Eigenregie behandeln. Wir empfehlen Ihnen für eine erste Behandlung Ihres eingewachsenen Nagels folgendes Vorgehen:

Fußbad

Ein ausgiebiges Fußbad mit warmem Wasser und Seife kann die Haut aufweichen und den Zeh für die Behandlung mit entsprechenden Salben und Tinkturen vorbereiten. Für das Fußbad empfehlen Experten eine Dauer von 10 bis 20 Minuten. Nach dem Bad lässt sich die Haut zurückschieben und der Nagel beschneiden bzw. behandeln. Die betroffene Stelle muss anschließend gründlich abgetrocknet werden.

Salbe

Eine antiseptische Salbe kann bei leichten Beschwerden Abhilfe schaffen. Entsprechende Artikel finden Sie selbstverständlich auch im Sortiment unserer Online-Apotheke. Die Behandlung mit einer solchen Salbe bietet sich besonders in Ergänzung zu einem Fußbad an. Wichtig ist, dass Salben und Gele nicht allzu dick aufgetragen werden sollten, damit das Gewebe nicht aufweicht.

Wann ist ein eingewachsener Nagel ein Fall für den Arzt?

Nicht immer lässt sich ein eingewachsener Zehennagel mit einem Hausmittel oder einer Salbe kurieren. Bei starken Schmerzen und einer deutlich ausgeprägten Entzündung empfiehlt sich ein rechtzeitiger Besuch beim Arzt, damit dieser die möglichen Ursachen für die Symptome erkennen und eine angemessene Behandlung empfehlen kann. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie bei starken Schmerzen so früh wie möglich ärztlichen Rat und fachkundige Informationen einholen!

Podologie statt Arztpraxis: Als Zwischenschritt vor dem Besuch beim Arzt kann auch eine Praxis für medizinische Fußpflege (fachsprachlich Podologie) dienen. Dort kennt man sich mit eingewachsenen Nägeln bestens aus, kann Ihnen wertvolle Tipps geben und bei Bedarf auch mit einer professionellen Behandlung helfen, indem zum Beispiel eine Nagelspange angelegt wird.

Operation bei eingewachsenen Nägeln

Vor einer operativen Entfernung eines eingewachsenen Zehennagels muss niemand Angst haben. Es ist oft die einzige Möglichkeit, um einen eingewachsenen Zehennagel zu behandeln. Für Ärzte ist das ein Routineeingriff, der praktisch immer schnell und unkompliziert vonstattengeht. Es gibt zwei Varianten einer Operation: Entweder wird das entzündete Gewebe durch einen kleineren Eingriff bei örtlicher Betäubung entfernt oder es kommt zu einer umfassenden chirurgischen Operation, in deren Verlauf der komplette Nagel entfernt wird.

Lasermethode bei eingewachsenen Nägeln

Als minimalinvasive Alternative zur Operation haben Betroffene die Möglichkeit, den eingewachsenen Nagel mit der Lasermethode behandeln zu lassen. Dabei wird die Nagelmatrix (die Nagelwurzelzellen) mithilfe eines Laserstrahls seitlich gezielt verödet, sodass der Nagel an der Stelle nicht mehr nachwächst und nicht erneut Probleme verursacht. Entsprechend verschont der feine Laser das umliegende Gewebe sowie die Haut, wodurch die Heilung fast schmerzfrei vonstattengeht.

Kann ich mit einem eingewachsenen Nagel Sport treiben?

In den meisten Fällen macht die Entzündung eine sportliche Betätigung unmöglich, da die damit verbundenen Schmerzen für viele Betroffene nicht auszuhalten sind. Auch aus ärztlicher Perspektive ist Sport bei einem eingewachsenen Nagel nicht empfehlenswert – wer möchte, kann aber trotzdem aktiv werden, sofern er dabei ein paar wichtige Informationen berücksichtigt. So sollte der entzündete Nagel mit einem Verband vor möglichen Keimen geschützt werden, außerdem sollten die Sportschuhe nicht zu eng sein und keinen Druck auf den betroffenen Nagel ausüben. Zur Not kann die entsprechende Stelle mit Watte abgepolstert werden. Werden diese Tipps nicht richtig befolgt, kann sich die Entzündung verschlimmern.

Interessant: Sportler sind besonders gefährdet, weshalb ein eingewachsener Nagel für aktive Menschen keine Seltenheit ist. Die ständigen Erschütterungen und Reibungen begünstigen das Entstehen kleiner Verletzungen. Oftmals ist eine entstandene Wunde so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum wahrgenommen wird – zu einem Einwachsen des Zehennagels oder gar Nagelpilz kann es aber trotzdem kommen. Deshalb ist es wichtig, vor und nach dem Sport die Füße richtig zu pflegen, beispielsweise mit einer hochwertigen Creme oder Salbe aus unserer Online-Apotheke!

Wie kann man eingewachsenen Nägeln vorbeugen?

Auch wenn es immer wieder vorkommt, dass Zehennägel einwachsen: Unvermeidlich ist dieses Malheur keineswegs. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist eine angemessene Fußpflege, bei der es wiederum vor allem auf das richtige und regelmäßige Schneiden des Nagels ankommt. Ein sinnvoller Artikel ist hierfür eine Nagelzange oder eine gute Nagelschere, mit der die Zehennägel nicht nur kurz, sondern auch gerade geschnitten werden können. Im Unterschied zu den Nägeln an den Händen ist es wichtig, dass es keine runden Ränder gibt – diese begünstigen nämlich ein Einwachsen des Zehennagels. Waschen Sie Ihre Füße außerdem gründlich und trocknen Sie sie sorgfältig ab, um Infektionen und Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Tipp: Schneiden Sie Ihre Zehennägel fachgerecht! Nicht jede Schere ist dafür geeignet, einen Zehennagel zu schneiden. Schaffen Sie sich geeignete Artikel zum Schneiden an und halten Sie diese in einem möglichst sauberen und keimfreien Zustand!

Wichtig ist auch, dass Ihre Füße nicht nur festen Halt, sondern auch Bewegungsfreiheit und viel Luft zum Atmen haben. Enge Schuhe begünstigen Schweißfüße und fördern ein Einwachsen des Zehennagels. Auch ein Fuß braucht ausreichend Platz! Im Zweifel sind etwas zu große Schuhe, die bei Bedarf ausgepolstert werden, sinnvoller als Schuhe, die ständig an Fuß und Zehen reiben und bereits beim bloßen Laufen eine Wunde aufscheuern, die sich erst später durch Schmerzen bemerkbar macht.

Wichtig: Auf den Zeh kommt es an! Viele moderne Schuhe werden so produziert, dass sie nach vorne hin enger werden. Das sieht zwar hübsch aus, schadet aber nicht nur dem Fuß, sondern vor allem auch den Zehen. Zu den wichtigsten Tipps bei der Wahl der Schuhe gehört deshalb folgender Rat: Jeder Zeh muss genügend Platz haben, damit kein eingewachsener Zehennagel das empfindliche Gewebe schädigen und unnötige Schmerzen verursachen kann.

 


Bildquelle: Copyright (C) Andrey Popov

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