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Neurodermitis auf der Kopfhaut: Informationen und Tipps zur Behandlung

Was ist Neurodermitis auf der Kopfhaut?

Neurodermitis auf der Kopfhaut ist eine besonders unangenehme Ausprägung des atopischen Ekzems. Die Pflege der Haare stellt für die entzündete und trockene Kopfhaut eine zusätzliche Belastung dar, noch dazu sind die zu behandelnden Stellen am Kopf oftmals nur schwer zu erreichen. Um Betroffenen einen unbeschwerten Umgang mit ihrer Neurodermitis zu ermöglichen und ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung aufzuzeigen, bieten wir Ihnen in diesem Ratgeber unserer Online-Apotheke wissenswerte Informationen von den Ursachen über die typischen Symptome bis hin zur Behandlung von Neurodermitis.

 

Symptome und Ursachen im Überblick

Die hervorstechenden Symptome von Neurodermitis sind starker Juckreiz, trockene Haut, Schuppen und ein ständiges Gefühl von Spannung. Das trifft im Wesentlichen auch auf den konkreten Fall einer Kopfhaut Neurodermitis zu. Hier sind die Beschwerden allerdings besonders unangenehm: Da die meisten Menschen viele Haare auf dem Kopf haben, wird eine Behandlung der entsprechenden Stellen zusätzlich erschwert. Auch können sich die Symptome bereits durch normales Kämmen verschlimmern. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Körperpflege bzw. die Pflegeprodukte an die empfindliche Haut anzupassen und mit einer gezielten Behandlung eine deutliche Linderung der Beschwerden anzustreben.

Ein natürlicher Schutzhelm: Auf dem Kopf ist die Haut anders

Der Kopf ist ein exponierter und wichtiger Teil des menschlichen Körpers, vielleicht sogar der wichtigste. Hier werden die Körperfunktionen organisiert und koordiniert, hier laufen gewissermaßen alle Fäden zusammen. Das scheint wohl auch der Körper zu wissen, weshalb er zum Schutz des Kopfes besondere Maßnahmen ergriffen hat: An keiner Stelle ist die Haut so dick wie hier, sie gehört nämlich zu der sogenannten Kopfschwarte, also dem Gewebeverbund, der das Schädeldach bedeckt. Darüber hinaus besitzt die Haut am Kopf nicht nur besonders viele Talg- und Schweißdrüsen, sondern auch noch rund 100.000 Haarfollikel. Sie bildet also eine Art natürlichen Schutzhelm.

Heißes Wasser, trockene Luft und Farbstoffe belasten die Kopfhaut

Die Pflege der Kopfhaut sollte je nach Hauttyp anders ausfallen, weshalb sie nicht nur für Menschen, die unter Neurodermitis leiden, oftmals eine Herausforderung darstellt. Vieles von dem, was heute zu einer normalen Haarpflege gehört, ist für die sensible Kopfhaut eine große Belastung. Dazu gehören das Waschen der Haare mit zu heißem Wasser, die Benutzung von Föhn und Lockenstab oder die immer beliebter werdenden Färbungen und Tönungen. Tatsächlich zählen alle diese genannten Dinge auch zu den möglichen Ursachen einer entzündeten und stark belasteten Kopfhaut. Patienten, die unter einem atopischen Ekzem leiden, sollten auf diese und ähnliche Beauty-Maßnahmen unbedingt verzichten und beim Duschen die Wassertemperatur nicht über die übliche Körpertemperatur von 37 Grad Celsius einstellen.

Hinweise auf Neurodermitis auf der Kopfhaut

Nicht jeder Juckreiz spricht gleich für Neurodermitis. Wenn juckende Stellen nach dem Kratzen aber zu nässen beginnen und sich Wundschorf bildet, dann weist das auf ein atopisches Ekzem hin. Auch eine zunehmende Verdickung der Haut im Verbund mit der Bildung auffallend großer Schuppen kann ein Indiz für Neurodermitis sein. Werden diese besonders dicken Schuppen durch Kratzen entfernt, entstehen sie sofort wieder neu. Über all diesen Erscheinungen schwebt außerdem ein durchdringendes, meist stark belastendes Gefühl der Trockenheit, das auch zu einer Spannung der Kopfhaut führt. Wenn Sie außerdem ohnehin schon wissen, dass Sie Neurodermitis haben, liegt der Verdacht nahe, dass sich das atopische Ekzem auch auf der Kopfhaut ausgebreitet hat.

Babys und Frauen sind besonders häufig betroffen

Kopfhaut Neurodermitis kann bereits bei Babys auftreten; allerdings sollte bei den kleinen Patienten zunächst einmal geprüft werden, ob es sich vielleicht doch nur um Milchschorf handelt. Häufiges Schreien und Kratzen kann bei einem Baby auf eine Neurodermitis hinweisen und sollte unbedingt eine Untersuchung durch einen Facharzt zur Folge haben. Des Weiteren sind Frauen häufig betroffen, weil sie ihren Haaren häufig eine intensivere Pflege gönnen, als Männer das für gewöhnlich tun. Generell erhöhen häufiges Haarewaschen sowie vor allem Färben und Tönen das Risiko, ein atopisches Ekzem auf der Kopfhaut zu entwickeln.

Die richtige Behandlung von Kopfhaut Neurodermitis

Um eine Kopfhaut Neurodermitis richtig zu behandeln, sollte eine zweigleisige Strategie gefahren werden. Zum einen geht es natürlich darum, alles zu vermeiden, was die Entwicklung der Krankheit befeuern und die Symptome verschlimmern kann. Zum anderen ist es wichtig, der Kopfhaut durch geeignete Pflegemittel Entspannung und Linderung zu verschaffen. Diese beiden Maßnahmen müssen Hand in Hand gehen und sollten nicht isoliert voneinander umgesetzt werden.

Wichtig: Bei Neurodermitis auf der Kopfhaut ist es wichtig, sowohl die Auslöser zu vermeiden als auch die Symptome zu bekämpfen und die Entspannung der Kopfhaut zu fördern.

Die Wahl des richtigen Shampoos

Viele Menschen denken nicht besonders lange darüber nach, welches Shampoo sie zur Pflege ihrer Haare verwenden, oder wählen ihre Haarpflegeprodukte eher nach dem Duft als nach den Inhaltsstoffen aus. Neurodermitiker sollten hier allerdings ein wenig genauer hinsehen, denn ein unpassendes Shampoo kann ihre Symptome möglicherweise leicht verschlimmern oder überhaupt erst als Auslöser fungieren. Das passiert zum Beispiel, wenn sich Rückstände von Chemikalien nach dem Haarewaschen in den Haaren halten. Bestimmte Shampoos können dann Jucken oder Brennen auslösen bzw. derartige Beschwerden verstärken. Ein gründliches Ausspülen der Haare ist also nach jedem Shampoonieren Pflicht – und am besten nehmen Sie dazu auch ein verträgliches Shampoo aus unserer Online-Apotheke, das speziell für den Einsatz bei trockener Kopfhaut empfohlen wird. Sprechen Sie bei Bedarf auch mit Ihrem Friseur über die Auswahl geeigneter Pflegeprodukte und stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Ihre Haarpflegemittel nicht zu häufig wechseln, sondern auf Kontinuität setzen. So kann sich Ihr Körper bzw. Ihre Kopfhaut besser darauf einstellen.

Interessant: Damit ein Pflege-Shampoo seine vollständige Wirkung entfalten kann, sollten Sie eine Einwirkzeit von rund 2 Minuten einplanen und es erst danach gut auswaschen.

Keine unnötigen oder schädlichen Zusatzstoffe

Insbesondere Patienten mit Neurodermitis sollten bei der Wahl ihres Shampoos und anderer Pflegemittel darauf achten, dass keine unnötigen oder gar schädlichen Zusatzstoffe enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel Silikon sowie diverse Duft- und Konservierungsstoffe. Zur Orientierung können Sie sich folgenden Grundsatz merken: Alles, was Ihre Haut reizt, ist fehl am Platze. Verzichten müssen Sie deshalb noch lange nicht: Für eine gesunde und nachhaltige Hautpflege gibt es heute mehr als genug Alternativen zu den herkömmlichen, oft stark mit Chemikalien belasteten Produkten. Eine möglichst sanfte Reinigung tut Ihrer Haut gut und beugt unerwünschten Entzündungen, Trockenheit und Juckreiz auf schonende Weise vor.

Feuchtigkeit hilft gegen Juckreiz und trockene Haut

Trockene Haut und stetiger Juckreiz hängen eng zusammen und haben vor allem eine Ursache: fehlende Feuchtigkeit. Durch Cremes, Salben und Shampoos lässt sich diesem Mangel abhelfen. Dabei ist es wichtig, dass Sie geeignete Produkte auswählen, die nicht einfach nur der Pflege dienen, sondern konkret das Problem der ungenügenden Feuchtigkeit angehen. Helfen könnten hier zum Beispiel Gele, Salben und Shampoos mit dem Wirkstoff Urea (Harnstoff) oder Panthenol. Allerdings ergibt sich bei Kopfhaut Neurodermitis in der Regel ein Problem: Eine Creme oder eine Salbe kommt hier nicht infrage, da in den meisten Fällen die Haare das Auftragen erschweren. In diesem Fall ist ein Shampoo oder eine Pflegespülung die optimale Wahl.

Hinweis: Ein möglichst weicher Wasserstrahl schont den Kopfhautbereich und schützt die sensible Körperzone vor unnötiger Belastung. Wenn Sie die Möglichkeit haben, die Wasserstärke an der Brause manuell einzustellen, sollten Sie diesen Umstand berücksichtigen und sich eher unter einem sanften Duschstrahl waschen als unter einem harten Massagestrahl.

Lieber Duschen als Baden – aber nur einmal am Tag

Wasser ist zwar das A und O bei der Körperhygiene, kann die Haut im Fall einer Neurodermitis Erkrankung (vor allem im Kopfhautbereich) jedoch auch zusätzlich reizen. Vermeiden Sie deshalb übermäßigen Wasserkontakt und verzichten Sie möglichst auf ein gemütliches Bad, da dabei besonders viel Wasser ins Haar und an die Haut gelangt. Verwenden Sie möglichst ph-neutrale Waschlotionen oder Ölbäder und verzichten Sie auf zu häufiges Duschen und Haarewaschen.

Wichtige Tipps zum schonenden Haartrocknen

Nach dem Duschen sollten Sie bei Neurodermitis auf ein ausführliches Trockenrubbeln Ihrer Haare verzichten. Auch die beliebten Beauty-Accessoires wie Föhn, Lockenstab und Glätteisen sollten im Alltag nur selten genutzt werden und lieber besonderen Anlässen vorbehalten bleiben. Am besten trocknet Ihr Haar an der Luft, alternativ können Sie ein Handtuch stramm um Ihren Kopf wickeln und Ihr Haar vortrocknen lassen. Falls es schnell gehen soll, können Sie den Föhn auch einmal auf der niedrigsten Stufe einsetzen, was zum Wohle der empfindlichen Haut aber eher die Ausnahme als die Regel sein sollte.

Gut zu wissen: Das Föhnen der Haare bedeutet Stress für die Kopfhaut, weshalb bei Neurodermitis, empfindlicher und trockener Haut möglichst darauf verzichtet werden sollte.

Bei der Ernährung mögliche Auslöser vermeiden

Auch das Essen spielt bei Neurodermitis bekanntlich eine wichtige Rolle. So ist es durchaus möglich, dass der tägliche Speiseplan mancher Neurodermitiker ungewollt eine Reihe von Triggern beinhaltet, die ihre Beschwerden verstärken können. Um eine Beschwerdefreiheit zu erzielen, ist es natürlich wichtig, derartige Trigger zu vermeiden. Einige wichtige grundsätzliche Empfehlungen haben wir daher im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Wichtig: Zwar gibt es viele wichtige Tipps für eine gesunde Ernährung bei Neurodermitis, letzten Endes reagiert aber jeder Betroffene individuell, weshalb bestimmte Unverträglichkeiten im Einzelfall abgeklärt werden sollten. Sind Sie unsicher, welche Ernährung für Sie am besten ist, und möchten Sie wissen, auf welche Lebensmittel Sie besonders empfindlich reagieren, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt oder einen erfahrenen Therapeuten.

Allgemeine Tipps für eine ausgewogene Ernährung

Zu einer gesunden Ernährung bei Neurodermitis gehört beispielsweise, möglichst wenig Koffein, Alkohol und Zucker zu konsumieren. Intensive Gewürze können die Durchblutung steigern und den Juckreiz dadurch verschlimmern. Nahrungsmittel auf Basis von Weißmehl sollten ebenfalls nur selten genossen werden, da Weißmehl Entzündungen fördern kann. Um bestimmte Unverträglichkeiten festzustellen, kann eine Auslassdiät helfen, bei der Sie nach und nach immer wieder auf ein bestimmtes Nahrungsmittel verzichten und die jeweiligen Reaktionen Ihrer Haut schriftlich festhalten. Da sich diese Unverträglichkeiten aber im Laufe eines Lebens ändern können, sind die gewonnenen Erkenntnisse immer nur vorläufig. Abgesehen von der bewussten Meidung spezifischer Auslöser sollten Sie vor allem auch bei Neurodermitis möglichst viel Abwechslung in Ihre tägliche Ernährung bringen.

Hinweis: Frauen, die häufiger unter einer Neurodermitis Erkrankung leiden, sollten bei der Auswahl ihres Speiseplans vor allem auf ein reiches Vorkommen von Eisen achten. Häufig ist Eisenmangel bei Frauen als Ursache an einem Neurodermitis Ausbruch beteiligt. Um die Versorgung mit Eisen oder einem anderen Mikronährstoff sicherzustellen, können auch Nahrungsergänzungsmittel aus unserer Online-Apotheke sinnvoll sein.

Fazit

Wenn die Kopfhaut ständig juckt, sich gespannt anfühlt und zu Trockenheit neigt, kann es sich um ein atopisches Ekzem handeln. Zur Behandlung von Neurodermitis hat sich unter anderem eine spezielle Haar- bzw. Hautpflege bewährt: Verwenden Sie möglichst milde Produkte zur Pflege, zum Beispiel ein Shampoo mit Urea (Harnstoff), und ergänzen Sie diese durch eine gesunde Lebensweise sowie durch eine ausgewogene Ernährung, die sich insgesamt positiv auf Ihr Immunsystem und Ihren Körper auswirkt.


Bildquelle: ©Егор Кулинич - stock.adobe.com

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