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Prävention von koronarer Herzkrankheit

Das Herz. Von unserer Geburt an schlägt es ununterbrochen Tag und Nacht. Es ist der Motor des Lebens, pumpt das Blut in unseren Körper und versorgt ihn mit allen lebenswichtigen Stoffen. Auch das Herz selbst ist als etwa faustgroßer Muskel angewiesen auf eine ständige Energie- und Sauerstoffversorgung. Doch bei manchen Menschen kommt es zu einer Erkrankung der herzeigenen Blutgefäße. Die Durchblutung ist dann gestört, was oftmals gravierende Folgen hat. Erfahren Sie hier, was genau es mit der koronaren Herzkrankheit (KHK) auf sich hat, ob Sie ein erhöhtes Risiko haben daran zu erkranken und wie Sie Ihrem Herz helfen stark, leistungsfähig und gesund zu bleiben.


Was genau ist eine koronare Herzkrankheit (KHK)?

Die koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der es zu einer Verengung oder zum Verschluss der herzeigenen Blutgefäße, den sogenannten Herzkranzgefäße, kommt. Diese entspringen an der Hauptschlagader und verzweigen sich kranzförmig um den Herzmuskel. Sie sind für uns so wichtig, da sie unser Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

 

Entstehung von KHK

Die Übeltäter heißen: Fettreiche Kost, Bluthochdruck, Rauchen und Bewegungsmangel.

Der Hauptgrund für eine Verengung der Herzkranzgefäße liegt in der Verfettung, Verkalkung und Verdickung der Gefäßwände. Für die Ablagerungen verantwortlich sind unter anderem ein gestörtes Verhältnis von gutem zu schlechtem Cholesterin, sowie erhöhte Blutfettwerte. Ungesunde und fetthaltige Nahrung stellt einen wesentlichen Risikofaktor dar. Rauchen und ein inaktiver Lebensstil sorgen zusätzlich für einen Elastizitätsverlust der Gefäßwände. Sie sind ebenfalls Ursachen für deren Verengung und dem damit einhergehenden Bluthochdruck. Neben den hauptsächlich lebensstilbedingten Ursachen können zum Beispiel Erkrankungen wie Diabetes, aber auch genetische Veranlagungen und sogar Stress, Risikofaktoren für eine KHK darstellen.


Symptome der KHK

Brustschmerz, Druck und ein Engegefühl hinter dem Brustbein sind typische Symptome der koronaren Herzkrankheit (KHK).

Oft treten die oben genannten Symptome unter körperlicher Belastung oder Stress auf, manchmal jedoch auch in Ruhe. Zusammengefasst werden die Symptome als Angina Pectoris bezeichnet und sind oft begleitet von Angstgefühlen, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit. Der Grund für diese Symptome liegt in der verminderten Durchblutung des Herzmuskels und somit einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot im Herzen. Manchmal bleibt eine Durchblutungsstörung jedoch unbemerkt. Das ist vor allem bei Diabetikern, Frauen oder älteren Menschen der Fall. Diese unbemerkten Durchblutungsengpässe können zu akuten Ereignissen wie zum Beispiel einem Herzinfarkt führen.


Therapiemaßnahmen

Die wesentlichen Ziele in der Therapie der KHK sind, die Beschwerden zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.

In fortgeschrittenen Fällen wird der KHK meist mit Medikamenten der Kampf angesagt. Bluthochdruckmedikamente und Cholesterinsenker werden vom Arzt häufig als Erstes verschrieben, um wieder einen ausreichenden Blutfluss zu ermöglichen. In manchen Fällen kommt man um eine Operation nicht herum. Mithilfe von Bypässen werden Durchblutungsengpässe künstlich umgangen. Stents sorgen dafür, dass verengte Gefäße wieder geweitet werden. Eine Anpassung des Lebensstils ist bei einem erhöhten Risiko, aber auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung für jeden Betroffenen unabdingbar, um langfristige Erfolge gegen die Krankheit zu erzielen!


Vorbeugende Maßnahmen gegen eine KHK

Durch einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung, ausgewogener Ernährung und Reduktion von Stress machen Sie Ihr Herz stark und beugen aktiv einer KHK vor.


Aktiv für Herz und Gefäße

Viel Bewegung im Alltag und regelmäßiger Sport sorgen für elastische Blutgefäße und ein starkes Herz. Positiver Nebeneffekt: Körperliche Aktivität hilft Fettpolster loszuwerden, denn auch Übergewicht stellt einen der vielen Risikofaktoren für eine KHK dar. Empfehlenswert sind vor allem Sportarten wie Walken, Schwimmen oder Fahrradfahren. Gerade diese ausdauernden Aktivitäten haben einen positiven Einfluss auf die Blutgefäße, machen sie widerstandsfähig und elastisch. Zudem erhöhen sie die gefäßeigenen Schutzmechanismen, die einer Gefäßverkalkung entgegenwirken.

 

Mediterrane Kost

Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Genießen Sie Nahrungsmittel mit tierischen Fetten wie Fleisch, Wurst, Milchprodukte, aber auch Eier und Schokolade in Maßen, da diese die Hauptursache für verkalkte Gefäße und erhöhte Blutfettbeziehungsweise Cholesterinwerte sind. Auch Übergewicht hat bei einer gesunden und bewussten Ernährung keine Chance. Ideal ist die mediterrane Kost, in der regelmäßig Fisch und Meeresfrüchte auf den Tisch kommen, sowie gesunde Fette in Form von Oliven- oder Rapsöl und nur wenig tierisches Fett Verwendung finden.

 

Stressreduktion und Entspannung

Sagen Sie andauerndem Stress den Kampf an, denn dieser ist Ursache für einen zu hohen Blutdruck und wirkt sich negativ auf die Gefäße aus. Versuchen Sie Stress im Alltag zu vermeiden. Das gelingt durch vorausschauende Planung und genügend ausgleichender Entspannung deutlich leichter. Ausdauersport in der Natur oder Yoga sind Beispiele für bewährte Entspannungsmethoden.

Die koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung, deren Ursache man mit gesunden Verhaltensweisen zum Großteil entgegnen kann. Sie selbst haben Ihre Gesundheit in der Hand! Prof. Dr. Ingo Froböse hilft Ihnen mit seinen Top 7 Tipps gegen koronare Herzkrankheit, aktiv und effektiv gegen die Risikofaktoren vorzugehen.

 

 

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