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Juckender Hautausschlag: Alles, was Sie wissen müssen

Ursachen finden für juckende Hautveränderungen

Unsere Haut ist das größte Organ des Körpers – und sie reagiert meist sofort und sehr empfindlich, wenn es zu Störungen kommt. Etwa mit einem Hautausschlag, der meistens unerträglich juckt.

Ein juckender Hautausschlag hat meist folgende Ursache: Allergien, Aufregungen, die falsche Ernährung, eine Viruserkrankung, Abwehrreaktionen des Immunsystems, äußere Einflüsse wie Verätzungen. Auch hormonelle Probleme (z.B. Pubertät) können die Ursache für einen solchen Juckreiz sein. Wenn im Inneren Ihres Körpers ein Abwehrkampf gegen Krankheiten stattfindet, dann reagiert die Haut mit sichtbaren entzündlichen Veränderungen, einem Ausschlag. Es kommen auch darmassoziierte Vorgänge infrage, wenn bei Ihnen ein Darmproblem beginnt. Ein juckender Hautausschlag hat auch viel mit Ihrer Lebensführung zu tun. Ebenso mit den Umweltgiften, mit denen wir täglich fertig werden müssen: Luftverschmutzung, schlechte Wasserqualitäten, chemisch und industriell bearbeitete Nahrungsmittel.

Wenn Sie von dieser Erkrankung befallen sind, dann helfen Ihnen Dermatologen oder auch eine Behandlung mit bewährten Hausmitteln aus der Erfahrungs- und Naturmedizin. Doch wie entsteht nun ein solcher Ausschlag, was sind die Symptome und wie können Sie ihn verhindern und bekämpfen? Auf diese Fragen gebe ich Ihnen Antworten, die Ihnen helfen, die Ursachen Ihres Hautausschlags zu bekämpfen.

Hautausschlag mit Quaddeln, Bläschen oder Stippchen

Kommen wir gleich zur ersten der Fragen, auf die wir Antworten finden müssen: Wie sieht denn so ein Hautausschlag aus? Diese Symptome können auftreten: An den befallenen Hautstellen bilden sich charakteristische rote bis bräunliche oder auch weiße Flecken, Stippchen die entweder flach oder erhaben sind. Es bilden sich auch nässende Bläschen, Knötchen oder Quaddeln auf der befallenen Haut. Oft sind diese Flecken dann mit einer eitrigen Flüssigkeit gefüllt. Bei einer Nesselsucht, auch als Urtikaria bekannt, sind diese Quaddeln z.B. kleine, helle bis rosige und weiche Schwellungen. Alle diese Anzeichen deuten darauf hin, dass Ihre Haut unter einer Erkrankung leidet. Bevor Sie zu Hausmitteln greifen, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen, der Ihren Hautausschlag abklärt.

Juckreiz kann am ganzen Körper auftreten

Ein Hautausschlag kann sich fast auf der gesamten Hautoberfläche zeigen. Der Juckreiz breitet sich in der Regel unterschiedlich stark aus: Flecken- oder landkartenförmig oder auch netzartig. Bevorzugt tritt er an Händen, Fingern, Füßen und Zehen auf. Aber auch auf Ihrem Gesicht, am Rumpf, Rücken und Brustkorb, am Gesäß und der Genitalregion kann es zu einem juckenden Hautausschlag kommen. Aus ersten Rötungen können sich in relativ kurzer Zeit Schuppen, Krusten, Wunden und Risse in Ihrer Haut entwickeln. Da muss auf jeden Fall ein Arzt mit der richtigen Behandlung ran, der Besuch des Dermatologen ist nicht zu vermeiden – denn es könnte sein, dass sich hier erste Symptome einer ernsthaften Erkrankung zeigen.

Juckender Hautausschlag kann andere Krankheiten nach sich ziehen

Hautausschläge sind hässlich und die meisten sind mit einem starken Juckreiz verbunden. Lassen Sie ja die Finger von einem solchen Hautreiz. Denn wenn Sie daran heftig kratzen, dann können Keime in die Haut eindringen, und der Arzt muss nicht nur den Hautausschlag, sondern auch eine Entzündung bekämpfen. Sehr oft kommen zum Hautausschlag zusätzliche Krankheiten hinzu. Da muss dann der Dermatologe die Frage klären, ob ein weiterer Arzt hinzugezogen werden muss. Solche zusätzlichen Krankheitserscheinungen sind zum Beispiel: Übelkeit, Fieber, Atembeschwerden, Husten, Schwellungen und anschwellende Lymphknoten. Wenn Kinder plötzlich gerötete Flecken plus Fieber bekommen, dann kann der Arzt das als Hinweis für klassische Kinderkrankheiten wie Windpocken oder Masern deuten.

Worauf ein Hautausschlag hinweisen kann

Wenn Kleinkinder unter extrem trockener Haut und immer wieder auftretenden entzündeten und stark juckenden Hautpartien leiden, dann könnten dies Symptome einer Neurodermitis, einer Nesselsucht oder einer Schuppenflechte sein. Rote, verdickte und juckende Flecken an Rücken, Brust und den Innenseiten von Armen und Beinen können für den Dermatologen aber auch Hinweise auf eine eventuelle Medikamentennebenwirkung als Ursache für den Hautausschlag sein. Hier nun ein Überblick über häufige Ursachen von Ausschlag:

  • Infektionen, ausgelöst durch Viren und Bakterien
  • Typische Kinderkrankheiten wie Röteln, Masern, Ringelröteln oder Windpocken
  • Gürtelrose: eine Infektion mit Herpes-zoster-Viren, die vor allem am Ohr, im Gesicht und im Rücken-Brustbereich zum Vorschein kommt
  • Lippen- bzw. Fieberbläschen, verursacht durch Herpes-simplex-Viren
  • Pfeiffersches Drüsenfieber kann zu juckenden Rötungen oder Quaddeln führen
  • Chronische Hepatitis kann Ausschläge an den Handflächen und Fußsohlen oder einen heftig juckenden Ausschlag am Körper hervorrufen
  • Dengue Fieber – nach einer Urlaubsreise in tropische Länder
  • Neurodermitis: Das ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die vor allem Kinder trifft, später aber oft verschwindet. Wenn nicht, dann tritt sie immer wieder in Schüben auf, die aber behandelbar sind
  • Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel oder Schmuck
  • Pilzinfektionen
  • Psychischer Stress kann Hautprobleme begünstigen
  • Hautausschläge treten oft auch als sogenannte „Flechten" auf. Wie zum Beispiel an Handgelenken, den Unterschenkeln. Sogar Nägel können von ihnen befallen sein. Ein Beispiel für eine Flechte ist die "Knötchenflechte". Bei ihr entwickeln sich großflächig juckende, rötliche Knötchen, die auch gestreift sein können. Ein weiteres Beispiel ist die Schuppenflechte. Dabei kommt der Juckreiz von roten entzündeten Platten mit weiß-silbrigen Schuppen. Diese beiden Hautkrankheiten bedürfen unbedingt der ärztlichen Behandlung.
  • Sehr weit verbreitet ist die Akne. Ihre Symptome sind leicht zu erkennen: Pickel, Knötchen und mit Eiter gefüllte Pusteln im Gesicht, an den Oberarmen und im Rücken- und Brustbereich.

 

Generell muss gelten: Wenn Fragen bei einem juckenden Hautausschlag auftauchen, er nicht wieder von selbst verschwindet und starker Juckreiz sowie Schmerzen auftreten, dann sollten Sie nicht selber Arzt spielen, sondern die Symptome von einem Dermatologen abklären lassen.

Warnung: Diese Medikamente können Ursache für einen Hautausschlag sein

Sie gehören zu der großen Zahl von Menschen, die ständig Medikamente einnehmen müssen? Die können auf Dauer die Ursachen von einem juckenden Hautausschlag sein. Hier nun medizinische Produkte die zu einem Hautausschlag führen können:

  • Produkte, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten. Das sind nicht-steroidale Antirheumatika, Gerinnungshemmer und Schmerzmittel
  • Bestimmte Antibiotika wie Penicilline, Sulfonamide, Tetrazykline oder Cephalosporine
  • Goldsalze, die häufig bei einer Rheumatherapie eingesetzt werden
  • Kortisonpräparate können Hautreaktionen herbeiführen
  • Diuretika, die gegen Wasseransammlungen im Körper eingenommen werden
  • Weitere Medikamente, die problematisch sind: Antiepileptika, Gichtmittel, bestimmte Krebsmedikamente.

 

Wichtig: Setzen Sie vom Arzt verschriebene Medikamente nicht eigenmächtig ab, wenn Sie diese Nebenwirkung verspüren. Reden Sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Dieser wird Ihnen helfen, Alternativen zu finden, um den juckenden Hautausschlag zu stoppen.

Den Dermatologen ist ein weiteres Phänomen bekannt: Bestimmte pflanzliche Arzneimittel wie Mönchspfeffer, Johanniskrautpräparate, Kümmel- und Korianderöl können in Zusammenhang mit zu starker Sonnenbestrahlung zu sonnenbrandähnlichen Hautirritationen führen.

So können Sie Hautausschlag vermeiden

Im Gespräch mit Ihrem Arzt wird vor allem geklärt: Was hat den Hautausschlag verursacht, was sind die Symptome und wie soll eine Behandlung aussehen. Die verschriebenen Medikamente müssen Sie genau nach den Vorschriften von Ihrem Arzt einnehmen. Das ist besonders bei Neurodermitis, Urtikaria und Schuppenflechte wichtig. Natürlich gibt es auch Naturmittel und Hautpflegeprodukte, die je nach Krankheitsbild (weiteren) Irritationen vorbeugen. Worauf Sie bei Ihrer Haut achten müssen:

  • Die Haut darf nicht zu trocken werden, die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen sollte zwischen 55 und 65 Prozent betragen
  • Stechende Sonne und klirrende Kälte sind gleichermaßen schlecht
  • Verwenden Sie möglichst duftstofffreie Seifen für Ihre Körperpflege und Produkte speziell für eine trockene Haut
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch viel Bewegung an frischer Luft, eine vitaminreiche und fettarme Ernährung
  • Wenn Sie mit aggressiven Substanzen hantieren müssen, dann sollten Sie immer Handschuhe und schützende Kleidung tragen

 


Bildquelle: Fotolia - Andrejs Pidjass @ nejron.livejournal.com

 

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