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Neurodermitis am Arm erkennen und behandeln

Viele Erwachsene und Kinder leiden an Neurodermitis

Neurodermitis (oder auch atopisches Ekzem, atopische Dermatitis) ist eine weit verbreitete Hauterkrankung unter Erwachsenen und Kindern, die sich vor allem durch chronische Entzündungen und starken Juckreiz bemerkbar macht. Häufig treten die Symptome neben dem Gesicht und den Händen auch an Arm und Oberarm auf. Das fühlt sich für die betroffenen Patienten nicht nur unangenehm an, es beeinträchtigt meist auch das Selbstwertgefühl, wenn die Haut derart in Mitleidenschaft gezogen wird. In diesem Ratgeber unserer Online-Apotheke erfahren Sie, an welchen Symptomen Sie ein durch Neurodermitis bedingtes Ekzem am Arm zuverlässig erkennen können, und erhalten praktische Tipps zu einer effektiven, schonenden Behandlung.

 

Woran ist Neurodermitis am Arm zu erkennen?

Die Arme sind eine exponierte Körperstelle: Sie werden täglich gebraucht und entsprechend beansprucht. Im Sommer sind sie außerdem weitgehend ungeschützt der Hitze und Insekten ausgesetzt. Blaue Flecken, Pickel, Stiche, Juckreiz – für viele Menschen gehören diese kleinen Unannehmlichkeiten längst zur Normalität und werden nicht weiter beachtet. Mitunter fallen deshalb die Symptome einer allergischen Dermatitis erst spät auf und bei der Behandlung wird wertvolle Zeit verloren. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Anzeichen für atopisches Ekzem möglichst genau kennen und rasch eine gezielte Behandlung einleiten, um Symptome wie Juckreiz und Ausschlag einzudämmen.

Die klassischen Symptome einer Neurodermitis

Die verlässliche Diagnose atopischer Ekzeme wird durch den Umstand erschwert, dass Neurodermitis kein einheitliches Erscheinungsbild aufweist. Die Symptome sind vielgestaltig und hängen auch vom Alter der betroffenen Patienten ab. Babys bekommen eine Neurodermitis am Arm vor allem in Form einer juckenden Rötung an der Außenseite (der sogenannten Streckseite) und in den Beugefalten. Bei älteren Kindern und Jugendlichen sind vorwiegend die Handgelenks- und Ellenbogenfalten sowie die Armbeugen von atopischen Ekzemen betroffen. Erwachsene wiederum bekommen Neurodermitis eher an Ellenbogen, Armbeuge, den Schultern und den Außenseiten des Armes. Alle Altersgruppen klagen aber in der Regel über einen starken Juckreiz, der sich zu einer echten Belastung im Alltag auswachsen kann.

Der starke Juckreiz sorgt für schlaflose Nächte

Der mit der Neurodermitis ebenso wie mit vielen Allergien einhergehende Juckreiz nimmt bei den meisten Patienten gegen Abend oft spürbar zu und kann schnell für schlaflose Nächte sorgen. Der Mangel an Regeneration und Entspannung macht sich dann auch im Alltag bemerkbar, zum Beispiel durch eine deutlich gesteigerte Angespanntheit und Gereiztheit. Bei Kindern kann das zu einem Einbruch der schulischen Leistung führen, während Erwachsene sich im Job nicht mehr so gut konzentrieren können. Im ungünstigsten Fall wird eine ganze Kette von unangenehmen Ereignissen in Gang gesetzt. Geben die Patienten dem Juckreiz nach, kann das Kratzen der nässenden Ekzeme außerdem zu einem Einfallstor für Keime und Erreger werden, sodass sich unter Umständen auch eine schwerere Erkrankung entwickeln kann. Bei starken Symptomen raten wir Ihnen deshalb unbedingt, Kontakt zu einem Arzt aufzunehmen und die Behandlung professionell begleiten zu lassen!

Neurodermitis verläuft als schubweise Achterbahnfahrt

Der Verlauf von Neurodermitis ist auch deshalb vielfach so anstrengend, weil er sich in vielen unterschiedlichen Schüben ereignet. Hier ist es wichtig, dass Sie sich während einer Ruhephase nicht in falscher Sicherheit wiegen und die angebrachten vorbeugenden Maßnahmen für den möglichen nächsten Schub versäumen. Stattdessen sollten Patienten gerade in diesen ruhigen Perioden gezielt auf eine richtige Hautpflege von Gesicht und Körper setzen und vor allem alle möglichen Auslöser eines nächsten Schubs vermeiden.

Welche Ursachen hat Neurodermitis am Arm?

Die Liste der möglichen Ursachen für eine Neurodermitis ist lang, denn viele Faktoren spielen beim Ausbruch dieser allergischen Erkrankung eine Rolle. Dazu gehören alle Einflüsse, die Ihre Haut austrocknen. Es klingt paradox, aber gerade häufiges Waschen kann trockene Haut hervorrufen! Auch das Klima kann sich auf die Hautgesundheit auswirken: Ist Ihre Haut extremer Kälte, Schwüle oder Trockenheit ausgesetzt, kann das Neurodermitis begünstigen. Dasselbe gilt für den direkten Kontakt der Haut mit irritierenden Stoffen, zum Beispiel aggressiven Reinigungsmitteln, Konservierungsstoffen oder scheuernder Kleidung aus Wolle.

Allergene können Neurodermitis auslösen und verstärken

Für das Auftreten atopischer Ekzeme können auch diverse Allergene verantwortlich sein. Im Alltag sind solche Auslöser zum Beispiel in der Wohnung verstreute Tierhaare, überall umherfliegende Pollen oder der Kot von Hausstaubmilben. Tatsächlich sind Neurodermitis Patienten noch häufig von weiteren Allergien wie Heuschnupfen betroffen. Allergische Veranlagungen sind häufig erblich bedingt – so gelten nach aktuellem Wissensstand auch erbliche Anlagen als wichtigste Faktoren bei der Entstehung von Neurodermitis, ganz gleich, ob diese sich vorwiegend im Gesicht, an den Händen oder Armen ausbreitet. Die immer stärker in Umlauf befindlichen Umweltgifte stellen in unserer modernen industriellen Welt ebenfalls einen entscheidenden Einfluss- und Risikofaktor dar.

Hinweis: Auch wenn Allergien und Heuschnupfen häufig mit Neurodermitis verbunden sind, gibt es doch auch atopische Ekzeme, die nicht mit nachweisbaren allergischen Erkrankungen im Zusammenhang stehen. Im Zweifel schafft nur eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt verbindliche Klarheit – vor einer Eigendiagnose sollten Sie im Interesse Ihrer selbst und Ihrer Kinder möglichst absehen.

Auch Stress und Anspannung begünstigen Neurodermitis

Es sind jedoch keineswegs nur äußere Einflüsse, die eine Neurodermitis auslösen. Auch eine hohe psychische Belastung, zum Beispiel Stress im privaten oder beruflichen Alltag, kann allergische Reaktionen der Haut begünstigen. Vor einigen Jahren hielt man psychische Faktoren sogar für die Hauptverursacher einer Neurodermitis. Inzwischen wird das Krankheitsbild etwas differenzierter betrachtet und Stress zum Teil auch als eine Folge der Erkrankung eingestuft – schließlich kann die seelische Belastung bisweilen ganz erheblich sein. In jedem Fall ist Neurodermitis von der menschlichen Psyche nicht zu trennen, denn es gilt: Stress für den Geist bedeutet Stress für den Körper – und umgekehrt.

Wie wird Neurodermitis am Arm behandelt?

Die grundsätzliche Tatsache, dass ein atopisches Ekzem nicht heilbar ist, ändert nichts an der Möglichkeit einer effektiven Behandlung. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Linderung der Symptome ist eine sanfte, auf den Hauttyp abgestimmte Pflege. Waschen allein genügt dabei nicht, im Gegenteil: Wie bereits erwähnt, kann trockene Haut gerade durch zu häufiges Waschen der Arme hervorgerufen werden. Wichtig ist deshalb eine geeignete Pflege wie zum Beispiel mit einer fettenden und Feuchtigkeit spendenden Creme aus unserer Online-Apotheke.

Tipp: Im vielfältigen Sortiment unserer Online-Apotheke finden Sie zahlreiche Pflegeprodukte, die speziell für die anspruchsvolle und sensible Haut bei Neurodermitis geeignet sind. Entdecken Sie unser Angebot!

Die Therapie von Neurodermitis umfasst vier Stufen

Stufe 1

Eine schonende, reizarme Pflege ist auch die erste Stufe einer Therapie, die empfohlen wird, wenn sich die Neurodermitis im Anfangsstadium nur durch trockene Haut äußert. Mit Cremes, Lotionen und anderen Produkten aus unserer Online-Apotheke können Sie neuerlichen Schüben der Erkrankung vorbeugen. Außerdem sollten Sie alle potenziellen Trigger so gut wie möglich meiden. Dazu gehören sowohl innere Trigger wie Stress als auch äußere Einflüsse wie trockene Luft, kratzende Kleidung und aggressive Duftstoffe.

Stufe 2

Stufe 2 ist erreicht, wenn sich leichte Ekzeme auf dem Unter- oder Oberarm zeigen. Eine einfache Basispflege reicht in diesem Fall nicht mehr aus, stattdessen können eine schwache Dosis Kortison sowie antiseptische und juckreizstillende Mittel zum Einsatz kommen, um eine weitere Ausprägung und Entzündung der leichten Wundstellen möglichst zu vermeiden.

Stufe 3

Stufe 3 geht von der Bildung mäßig schwerer Ekzeme aus. In diesem Fall kommen – immer in Absprache mit Ihrem Arzt – stärkere Kortison-Präparate zum Einsatz. Auch in dieser Stufe beschränkt sich die Behandlung der Neurodermitis noch auf äußerlich applizierbare Mittel, die Sie bequem in unserer Online-Apotheke bestellen können.

Stufe 4

Stufe 4 ist die höchste Stufe und ist von einer sehr intensiven Ekzem-Bildung geprägt, die sich hartnäckig halten und nur schwer behandeln lassen. Einfache Tipps zur Pflege helfen hier in der Regel nicht mehr, stattdessen kommen bei vielen Patienten Tabletten mit dem Wirkstoff Ciclosporin zum Einsatz.

Was ist bei Babys und Kindern zu beachten?

Babys und Kinder leiden naturgemäß besonders unter Neurodermitis. Der quälende Juckreiz, der mit der ständigen Versuchung des Kratzens einhergeht, behindert die jüngsten Familienmitglieder erheblich in ihrem Alltag. Oft verstehen Kinder auch gar nicht, dass sie diesem Juckreiz nicht nachgeben dürfen, und verschlimmern das atopische Ekzem durch das Kratzen zusätzlich. Der Kontakt der wunden Stelle mit den Fingern, die meist Bakterienträger ersten Ranges sind, kann zu schwerwiegenden Infektionen führen. Um das Risiko einer Verschlimmerung so gering wie möglich zu halten, sollten Eltern deshalb rechtzeitig Hilfestellung leisten.

Keine Seltenheit: Neurodermitis am Arm bei kleinen Kindern

Neurodermitis am Arm tritt bei Erwachsenen weit seltener auf als bei Kindern. Ohnehin ist Neurodermitis eine Krankheit, die zu 85 Prozent Kinder in den ersten fünf Lebensjahren betrifft. Deshalb ist hier das besondere Augenmerk der Eltern gefragt. Weil Kinder es kaum lassen können, mit ihren Händen die unangenehm juckenden und möglicherweise nässenden Stellen am Oberarm zu berühren, besteht auch immer das Risiko, dass die Keime und Erreger vom Arm in das Gesicht gelangen. Eltern sollten deshalb die Arme behandeln, bevor das Gesicht und weitere Zonen von der Neurodermitis betroffen sind.

Hinweis: Für Eltern und betroffene Kinder gibt es viele spezielle Kurse, die von Ärzten und geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Darin erhalten die großen und kleinen Teilnehmer zahlreiche wertvolle Tipps zum richtigen Umgang mit Neurodermitis. Wenn Ihr Kind an Neurodermitis zu leiden hat, kann ein solcher Kursbesuch also eine sehr gute Idee sein. Informieren Sie sich am besten gleich bei Ihrem Kinderarzt, im Internet oder bei Ihrer Krankenkasse!

Im Winter, in der kalten Jahreszeit, sind vor allem fetthaltige Produkte gefragt, wohingegen im Sommer, in der warmen Jahreszeit, weniger Fett, dafür aber mehr Feuchtigkeit in den Cremes, Gels oder Salben enthalten sein sollte. Um zu verhindern, dass die Kinder trotz Salbe und Co. an der betreffenden Stelle herumdrücken, können Sie nach dem Auftragen des Pflegemittels zeitweise einen großflächigen Verband anlegen, sofern es nicht zu heiß draußen ist. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass Ihr Kind möglich wenig schwitzt, denn starke Schweißbildung kann Neurodermitis ebenfalls fördern. Entscheiden Sie sich deshalb für eine möglichst luftdurchlässige, atmungsaktive Kleidung und verzichten Sie nachts vor allem im Sommer auf eine zusätzliche Bettdecke.

Fazit

Neurodermitis am Arm ist eine Belastung für Kinder und Erwachsene. Die Krankheit ist nicht heilbar, aber eine wirksame Behandlung zur Linderung der Symptome ist möglich. Viele Betroffene können so ein weitgehend normales Leben ohne Einschränkungen führen. Bei hartnäckigen Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der Sie bei der Behandlung Ihrer Erkrankung bzw. Allergie unterstützen und Ihnen wertvolle Tipps geben kann. Viele Betroffene leben dank der richtigen Therapie über viele Jahre ohne Zeichen der Krankheit – oft genügt dafür schon eine einfache tägliche Basispflege des Armes.

 


Bildquelle: ©H_Ko - stock.adobe.com

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