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Phänomen Frühjahrsmüdigkeit: Was steckt hinter der wetterbedingten Mattigkeit?

Wenn der Frühling müde macht

Sonnenschein, Vogelgezwitscher und laue Lüftchen –der Frühling naht. Und doch ist das die Jahreszeit, in der es bei manchen Menschen zu Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder gereizter Stimmung kommen kann. Wenn Sie im Frühjahr unter Müdigkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen leiden, sich ohne ersichtlichen Grund schlapp und schläfrig fühlen oder plötzlich Probleme mit dem Kreislauf bekommen, können das Symptome für die Frühjahrsmüdigkeit sein. Was man unter diesem Begriff versteht, welche Ursachen es gibt und was Sie gegen die unerwünschten Körperreaktionen tun können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wer ist von einer Frühjahrsmüdigkeit betroffen?

In Deutschland wird ein geschätztes Viertel der Bevölkerung vom Phänomen Frühjahrsmüdigkeit heimgesucht, dabei sind Frauen prozentual etwas häufiger betroffen als Männer. Auch ältere oder besonders wetterfühlige Personen erliegen den Symptomen öfter. Und wie bei so Vielem gilt auch hier: körperlich fittere Menschen können mit der Wetterumstellung besser umgehen. Menschen, die in den dunklen Wintermonaten nicht auf ausreichend Sport achten und sich nicht dem Licht aussetzen, sind daher ebenfalls prädestiniert für ein Leiden an Frühjahrsmüdigkeit.

Wann tritt die Frühjahrsmüdigkeit auf?

Die Frühjahrsmüdigkeit befällt uns in der Regel – wie der Name schon verrät – in den Frühlingsmonaten zwischen März und Mai. In unseren Breitengraden, in denen die Jahreszeiten deutlich ausgeprägt sind, verändert sich das Wetter in kurzer Zeit sehr stark. Die Wetterumstellung im Frühling bringt schwankende Wärme- und Lichtverhältnisse mit sich; der Mensch ist Temperaturen ausgesetzt, die stark divergieren. Mal scheint die Sonne, dann kommt wieder ein Kälteeinbruch – der Organismus hat somit kaum Zeit, sich an das aktuelle Klima anzupassen. Und genau das wird als eine der hauptsächlichen Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit betrachtet.

Was passiert bei Frühjahrsmüdigkeit?

Der menschliche Organismus hat evolutionsbedingt gelernt, seinen Stoffwechsel- und Hormonhaushalt nach äußeren Einflüssen zu regulieren. Solche Einflüsse sind z. B. Temperaturen und Lichteinfall. Im Winter, wenn es kalt und dunkel ist, produzieren wir vermehrt das sogenannte Schlafhormon Melatonin, das den Wach-Schlaf-Rhythmus steuert und das dann gebildet wird, wenn der Lichteinfall auf die Netzhaut des Auges gering ist. Ein hoher Melatoningehalt im Blut macht uns müde. Wenn die Temperatur steigt und die Sonne immer öfter und länger scheint, muss sich der Körper auch diesen Bedingungen neu anpassen, indem er die Melatoninproduktion herunter-, und dafür die Serotoninausschüttung hochfährt. Das „Glückshormon“ Serotonin ist praktisch der Gegenpol zum Melatonin. Es wird produziert, wenn sich die Lichtintensität erhöht und die Temperaturen ansteigen. Es sorgt für die Aktivierung von Leib und Geist und hellt die Stimmung auf.

Im Frühling, wenn sich das Wetter nicht zwischen warm und kalt entscheiden kann, kommen beide hormonellen Komponenten ins Ungleichgewicht. Der Körper muss sich an die Umstellung gewöhnen und sich „umprogrammieren“. Diese Mobilisierung fordert ihm einiges ab und ist eine der Ursachen für unsere Müdigkeit. Durch die sich erhöhenden Temperaturen weiten sich zudem die Blutgefäße, der Blutdruck fällt ab – Schwindel kann die Folge sein.

Oft ist auch die Rede von der Schuld leerer Mineralstoff- und Vitaminspeicher, die uns müde und träge machen. Sicherlich ist das als erschwerender Faktor für das Phänomen zu betrachten, denn wenn es dem Körper an Vitamin B-, C- oder D-Reserven fehlt, kommt der Stoffwechsel nicht gut in Gang.

Die Frühjahrsmüdigkeit tritt meist auf, wenn uns der Frühling schon ein paar helle, sonnige Tage beschert hat und unser Organismus angefangen hat, sich umzustellen. Sie kann ca. zwei bis vier Wochen anhalten, bis die innere Uhr des Menschen sich neu justiert hat. Wie lange die Müdigkeit besteht, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel Zeit der Körper für die ablaufenden Prozesse benötigt.

Tipps für ein waches Frühlingserleben

Um die Frühjahrsmüdigkeit zu vertreiben, braucht es nicht viel mehr als ein paar einfache Hausmittel. Im Folgenden geben wir nützliche Hinweise und Tipps, wie Sie den Frühling wacher und aktiver gestalten können.

Sport an der frischen Luft

Das allerbeste Mittel, um gegen die Frühjahrsmüdigkeit vorzugehen, ist die körperliche Aktivität an der frischen Luft. Wenn Sie sich dem Sonnenlicht aussetzen, hat das gleich mehrere positive Effekte:

  • Sie gewöhnen sich an die steigenden Temperaturen und helfen damit dem Körper, sich schneller auf die Hormonanpassung einzustellen.
  • Durch die Helligkeit kann Ihre Netzhaut mehr Licht aufnehmen, dadurch sinkt die Ausschüttung des ermüdenden Melatonins. Es wird mehr Serotonin produziert und Sie werden sich vitaler und fitter fühlen.
  • Ihr Organismus wandelt die UV-Strahlen der Sonne in mehreren Etappen in Vitamin D3 um. Das „Lichthormon“ - auch Sonnenvitamin genannt - wirkt sich positiv auf die Stabilität des Immunsystems, die Gesundheit der Knochen und das Herz-Kreislauf-System aus. Um einem Vitamin-D-Mangel im Winter vorzubeugen, können Sie auf Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D zurück greifen. In unserem Online Shop finden Sie eine große Auswahl an Vitamin-D-Produkten, welche Sie bequem nach Hause bestellen können.

 

Nach dem trägen Winter, in dem die sportliche Betätigung nicht selten zu kurz kommt, verlangt der Körper geradezu nach Bewegung. Nutzen Sie jede Gelegenheit zu Sport im Freien, damit die frische Luft und der Sonnenschein ihr Übriges tun können, dass die Frühjahrsmüdigkeit gar nicht erst Besitz von Ihnen ergreift. Von einer morgendlichen Jogging-Runde bis hin zum gemütlichen Spaziergang am Nachmittag – jeder Sport, auch der leichte, kann schon helfen. Möglichkeiten, sich draußen etwas auszupowern, gibt es viele. Mögliche Sportarten wären zum Beispiel:

  • Radfahren
  • Wandern
  • Joggen
  • Gymnastikübungen im Park
  • Fußball
  • Fußball
  • Tennis
  • Beachvolleyball
  • Inlineskating
  • Geocaching

 

Die Leibesertüchtigung bringt nicht nur Abwechslung und Spaß in den Alltag, sie sorgt auch für eine bessere Durchblutung. Kreislauf und Herz kommen richtig in Schwung und Körper und Gehirn werden mit mehr Sauerstoff versorgt. Durch regelmäßigen Sport stabilisiert sich der Blutdruck und den Schwindelanfällen wird so vorgebeugt.

Die sportliche Betätigung sollte am besten jeden Tag stattfinden, drei bis viermal in der Woche kann aber auch ausreichen.

Mit Sauna und Duschen die Müdigkeit verbannen

Zuzüglich zum Sport gelten auch das Wechselduschen oder Saunieren als geeignete Mittel zur Bekämpfung der lästigen Frühjahrsmüdigkeit. Kalt-warme Wechselbäder regen Kreislauf und Durchblutung ebenfalls an und helfen Ihren Körperprozessen bei der hormonellen Anpassung. Wer regelmäßig und über das ganze Jahr Wechselduschen anwendet, trainiert langfristig seine Gefäße und macht das Durchblutungssystem weniger anfällig für Temperaturschwankungen. Wenn Sie den Tag mit einer Kalt-Warm-Dusche beginnen, vertreibt das schnell Müdigkeit und Schwindel.

In der Sauna gilt das gleiche Prinzip: durch Hitze wird das Nervensystem stimuliert, bei Abkühlung nach dem Saunieren ziehen sich die geweiteten Blutgefäße wieder eng zusammen. Dieses wirksame Gefäßtraining strafft das Bindegewebe, fördert die Durchblutung und bringt den schlappen Organismus auf Trab!

Informationen zu geeigneter Ernährung

Auch mit der richtigen Ernährung rücken Sie der Frühjahrsmüdigkeit zu Leibe. Passen Sie Ihre Trink- und Essgewohnheiten der Jahreszeit an, indem Sie darauf achten, Ihren Körper bei all den Umstellungsprozessen mithilfe von gesunder und frischer Kost zu unterstützen. Die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit, wie Schläfrigkeit und Schlappheit, werden durch zu einseitige oder ungesunde Ernährung verstärkt.

Durch regelmäßige Mahlzeiten halten Sie den Blutzuckerspiegel konstant, der Einfluss darauf hat, wie vital wir uns fühlen. Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse verbessern unsere Gesundheit und Fitness.

Wenn Sie unter Frühjahrsmüdigkeit leiden, verzichten Sie auf den übermäßigen Konsum von Zucker, Getreidewaren oder rotem Fleisch, da diese oftmals als Ursachen für Trägheit gesehen werden.

Mittels Vitaminen den Stoffwechsel anregen

Gute, gesunde Ernährung bringt den Stoffwechsel in Schwung und fördert die Aktivität. Eine wesentliche Rolle dabei spielen Vitamine. Leiden Sie unter Frühjahrsmüdigkeit, so gehört alles, was frisch und vitaminreich ist, auf die Einkaufsliste, denn ohne Vitamin B oder D fühlen Sie sich schlapp und schläfrig.

Das bereits erwähnte Vitamin D wird zwar zum Großteil durch Sonneneinstrahlung vom Organismus selbst hergestellt, aber bei dem wechselhaften Wetter im Frühjahr kann es nicht schaden, die Aufnahme durch geeignete Lebensmittel zu unterstützen. Denn zu kleinen Teilen kann Vitamin D auch über die Nahrung aufgenommen werden. Ebenso wichtig für unsere Stoffwechseltätigkeit und damit unsere körperliche Vitalität sind die B-Vitamine. Diese können Menschen sich lediglich über die Ernährung zuführen.

Vitamin B und D kommen vor allem in folgenden Lebensmitteln vor:

  • Hühner-, Puten- oder Rindfleisch
  • Leber
  • Meeresfrüchte (Austern, Hering, Lachs, Makrele, Miesmuscheln)
  • Salat (vor allem Feld- und Endiviensalat)
  • Kohl (Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl)
  • Spinat
  • Bananen
  • Avocado
  • Linsen
  • Milchprodukte (Buttermilch, Joghurt)
  • Käse (in Sorten wie Camembert, Emmentaler oder Gouda)
  • rohe Pilze (Champignon, Pfifferlinge, Steinpilz)

 

Wichtig zu wissen: Beim Kochen, Braten oder Dämpfen gehen den Nahrungsmitteln Großteile ihrer Vitamine verloren, da diese hitzeempfindlich sind. Gehen Sie darum davon aus, dass unter Umständen nur geringe Mengen der Vitamine in ihrem Stoffwechselsystem ankommen. Verzehren Sie folglich am besten regelmäßig frische und gesunde Speisen.

Die wichtigen D3-Vitamine und das Vitamin B12 kommen primär in tierischen Produkten vor. Veganern wird deshalb meist als sicherste Methode der Aufnahme empfohlen, sich an ein Nahrungsergänzungsmittel mit bioverfügbaren B12- und D3-Vitaminen zu halten. Eine große Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten finden Sie in unserer Online-Apotheke!

Einfaches Hausmittel: Trinken!

Achten Sie ferner darauf, über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, das heißt mindestens 1,5 bis 2 Liter. Wer genügend trinkt, beugt Müdigkeit und Konzentrationsschwächen vor. Geeignet sind vor allem Wasser oder ungesüßter Tee.

Verzichten Sie dagegen auf Alkohol oder zu viel Koffein! Energydrinks und Kaffee fungieren zwar in geringeren Dosen als beliebtes Aufputschmittel gegen Müdigkeit, jedoch hält die Wirkung oft nicht lange an. Wer versucht, sich den ganzen Tag mittels Koffein wach zu halten, verstärkt den Müdigkeitszustand, denn eine zu große Menge davon kann zu Schlafstörungen führen. Jedoch in geringen Maßen genossen, zum Beispiel mit einer Tasse Kaffee am Morgen, wird Ihre Aufmerksamkeit schonend gefördert.

Was Sie sonst noch tun können

Um sich gegen die Frühjahrsmüdigkeit zu wehren, hilft auch die richtige Einstellung – tun Sie Dinge, die Ihnen Freude bringen, suchen Sie den Kontakt zu Freunden, lesen Sie ein gutes Buch oder setzen Sie sich neue Ziele. Auch das treibt die Psyche aus der winterlichen Schwermut und unterstützt Sie dabei, der Erschöpfung zu entgehen.

Geben Sie dem Müdigkeitsdrang untertags nicht nach, denn durch jeden Schlaf stellen wir erneut Melatonin her. Eine Ausnahme scheint der sogenannte Powernap zu sein; dieser darf indes nicht länger als 30 Minuten dauern. Dafür bringt er schnell frische Energie und regt die Produktivität und Konzentration an.

Setzen Sie sich nach dem Sonnenuntergang weniger Kunstlicht aus – bleiben Sie dem Smartphone- oder Computerbildschirm also lieber fern. Unsere innere Uhr wird dadurch zusätzlich durcheinandergebracht, was sie in den Frühjahrsmonaten ohnehin schon ist.

Nutzen Sie Pausen und Freizeit aktiv aus. Planen Sie kurze Unternehmungen ein, um sich zu motivieren, das Haus zu verlassen.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Wenn die mutmaßliche Frühjahrsmüdigkeit länger als vier Wochen andauert oder nicht im Frühjahr auftritt, kann es sein, dass Müdigkeit und die anderen Symptome eine ganz andere Ursache haben. Fühlen Sie sich über einen längeren Zeitraum schlapp, unmotiviert oder erschöpft, kommen dafür auch andere Erkrankungen in Frage. In diesem Falle sollten Sie einen Arzt für mehr Informationen konsultieren. In schlimmeren Fällen kann eine der folgenden Krankheiten dahinter stecken:

  • eine Depression oder depressive Verstimmung,
  • eine Schilddrüsenunterfunktion,
  • ein Burnout-Syndrom
  • oder das chronische Erschöpfungssyndrom.

 

Vor allem eine Depression kann sich anfänglich ganz ähnlich wie die Frühjahrsmüdigkeit äußern. Unterschiede zeigen sich jedoch im Andauern der Symptome, zuzüglich möglichen Schlafstörungen oder Selbstzweifeln und der Intensivierung von Stimmungstiefs und Niedergeschlagenheit. Im Zweifelsfall ist es daher immer geboten, sich durch Absprache mit einem Arzt rück zu versichern.

Wir hoffen, mit unseren Informationen und Tipps zu einem gesunden und fröhlichen Frühlingerleben Ihrerseits beizutragen!

 


Bildquelle: ©Anton Maltsev - stock.adobe.com

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