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Neurodermitis Behandlung: Die besten Tipps zur Therapie

Warum ist eine gezielte Behandlung bei Neurodermitis so wichtig?

Atopische Dermatitis tritt sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auf und gehört zu den häufigsten allergischen Erkrankungen. Mit der richtigen Diagnose von Neurodermitis bzw. atopischer Dermatitis oder einem atopischen Ekzem ist es allerdings nicht getan: Eine wirksame Therapie sollte frühestmöglich eingeleitet werden, um den betroffenen Patienten Erleichterung und einen lebenswerten Alltag zu ermöglichen. Denn auch wenn sich keine Symptome zeigen, ist das atopische Ekzem präsent und muss gezielt behandelt werden. Dieser Ratgeber unserer Online-Apotheke verrät Ihnen, wie Sie mit Ihrer Neurodermitis am besten umgehen und welche Behandlungsmethoden sich bislang bewährt haben.

 

Die richtige Behandlung beginnt mit der Diagnose

Eine Therapie kann nur dann die volle Wirkung entfalten, wenn zuvor eine verlässliche Diagnose gestellt wurde. Gerade bei Neurodermitis kann es in der Praxis aufgrund ähnlicher Symptome durchaus zu Verwechslungen mit anderen Allergien kommen. Um derartige Missverständnisse auszuschließen, sollten Sie bei dem Verdacht auf atopische Dermatitis keinesfalls in Eigenregie therapeutische Maßnahmen einleiten, sondern Ihren Arzt aufsuchen. Auch dieser Ratgeber unserer Online-Apotheke kann einen fachärztlichen Rat nicht ersetzen!

Wichtiger Hinweis: Bei Verdacht auf Neurodermitis sollten Sie sich keinesfalls in Eigenregie behandeln, sondern Kontakt zu einem Facharzt aufnehmen. Er kann Sie eingehend untersuchen, eine gesicherte Diagnose stellen, Ihnen wichtige Tipps zur Behandlung geben und gegebenenfalls Medikamente wie spezielle Cremes empfehlen.

Wichtige Kriterien für die Diagnose

Als gute Vorbereitung für das Gespräch und die Untersuchung bei einem Arzt können Betroffenen die folgenden Fragen dienen:

  • Leiden Sie schon über einen längeren Zeitraum unter anhaltender Hauttrockenheit? Gut zu wissen: Als längerer Zeitraum gilt im konkreten Fall eine Dauer von rund zwölf Monaten.
  • Tritt bei Ihnen außerdem verstärkt ein Juckreiz auf? Vor allem an stark belasteten Beugestellen sowie am Nacken und rund um die Augenbrauen gehört der Juckreiz zu den häufigen Symptomen der Neurodermitis.
  • Leiden Sie unter Asthma, Bindehautentzündung oder Heuschnupfen? Asthma und Heuschnupfen sind allergische Krankheiten, die oft im Verbund mit Neurodermitis auftreten.
  • Fallen Ihnen gut sichtbare und wiederkehrende oder bleibende Hautveränderungen auf?

 

Hinweis: Ein Gespräch allein kann auch bei bester Vorbereitung keinen definitiven Aufschluss über die Art Ihrer Erkrankung geben. Ihr Arzt wird deshalb verschiedene Tests durchführen und Ihnen vermutlich auch Blut entnehmen. Das ist notwendig, um weitere Allergien und Krankheiten auszuschließen und sich ein genaues Bild von Ihrem Beschwerdebild zu machen.

Die Therapie von Neurodermitis ist vielschichtig

Je nach Ausprägung und Beschwerden reicht eine einfache Lösung für die erfolgreiche Behandlung atopischer Ekzeme nicht aus. Oftmals ist es eher ein Zusammenspiel von verschiedenen Maßnahmen, die ihre Wirkung gegen hartnäckige Hautkrankheiten wie Neurodermitis langfristig am besten entfalten. Dazu gehören die richtige Hautpflege, das Vermeiden diverser Allergene, die allergische Reaktionen auslösen und der Krankheit einen Schub verleihen können, sowie nach ärztlichem Rat ausgewählte Medikamente.

Wichtig: Auch wenn Neurodermitis nach dem gegenwärtigen Stand der medizinischen Forschung als nicht heilbar gilt, lässt sich mit einer vielschichtigen Behandlung meist eine enorme Besserung der Beschwerden und teils sogar eine Symptomfreiheit erzielen.

Der Juckreiz ist mehr als nur ein lästiges Übel

Neurodermitis bzw. das atopische Ekzem geht in der Regel immer mit einem Juckreiz einher. Dabei handelt es sich um weit mehr als nur eine lästige Nebenwirkung: Wenn Sie dem Juckreiz nachgeben und die betreffende Stelle kratzen, kann das den Krankheitsverlauf noch verschlimmern. Gerade für Kinder stellt der mit Neurodermitis einhergehende Juckreiz eine große Herausforderung dar, weil sie in der Regel nicht über die nötige Selbstbeherrschung verfügen – wobei auch die meisten Erwachsenen oft kaum dagegen ankommen. Nicht zuletzt aus diesem Grund stellt die Linderung des Juckreizes sowohl bei erwachsenen Betroffenen als auch bei Kindern eine der wichtigsten ersten Maßnahmen bei atopischer Dermatitis dar.

Hautpflege als wichtige Basistherapie

Um Neurodermitis so gut wie möglich in Schach zu halten, wird vor allem eine gründliche Pflege der Haut empfohlen. Das bedeutet insbesondere eine regelmäßige, jedoch schonende Reinigung, bei Bedarf auch mehrmals täglich, und die Anwendung entsprechender Pflegemittel wie Salben und Cremes, die Ihrer Haut die dringend benötigte Fettigkeit und Feuchtigkeit schenken. Bei der Auswahl der richtigen Pflege spielt der Hautzustand eine entscheidende Rolle. Ihr Arzt gibt Ihnen sicherlich gerne Tipps und empfiehlt Ihnen passende Pflegemittel.

Tipp: Geeignete Hautpflegemittel bei Neurodermitis, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Polidocanol, finden Sie selbstverständlich auch im vielfältigen Sortiment unserer Online-Apotheke zum schnellen Versand.

Trockene und schuppige Haut braucht fetthaltige Pflege

Bei Neurodermitis, die mit trockener und schuppiger Haut einhergeht, wird eine Behandlung mit fetthaltigen Cremes und Salben empfohlen. Besonders wirksam ist verschiedenen Studien zufolge eine Creme mit Harnstoff, mit anderem Namen auch Urea genannt. Urea ist häufiger Grundstoff für viele Pflegemittel und soll die Haut geschmeidig weich pflegen.

Auch nässende Haut benötigt zusätzliche Feuchtigkeit

Auch wenn es ein wenig paradox und wenig naheliegend klingt, sollten Sie die Ekzeme bei nässenden Hautveränderungen mit feuchten Umschlägen umwickeln. Der Grund: Während die Umschläge langsam trocknen, verdunstet die Feuchtigkeit der Ekzeme gleich mit.

Nässende Verkrustungen verlangen Fett und Feuchtigkeit

Wenn die nässende Haut mit Verkrustungen einhergeht, sollten Sie zuerst eine fetthaltige Creme oder Salbe applizieren und dann feuchte Umschläge auflegen, die Sie wiederum mit einem trockenen Verband umwickeln. Damit lindern Sie den Juckreiz und weichen die Kruste auf.

Hinweis: Die gern verwendete Vaseline oder pflegende Öle sind für eine Hautpflege in diesem Fall nicht geeignet. Langfristig führen sie zu einer verstärkten Austrocknung der Haut und können die Neurodermitis auf diese Weise noch verschlimmern.

Bei Allergien die Auslöser meiden

Neurodermitis ist vielfach mit allergischen Reaktionen verbunden. Um diesen vorzubeugen, geht es vor allem darum, den entsprechenden Auslösern so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Damit das möglich ist, müssen die Allergene natürlich zuerst einmal eindeutig identifiziert werden. Das geht in der Regel am besten in enger Absprache und Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt, beispielsweise durch einen Kontakt- oder Bluttest. Dieser kann Ihnen unter Umständen einen Allergiepass ausstellen, mit dem Sie Ihre Einkäufe und Medikamentierungen abgleichen können und auch für Notfallsituationen bestens gerüstet sind.

Allgemeine Trigger können Neurodermitis auslösen

Neben den individuellen Auslösern für Allergien gibt es auch Trigger, die ganz allgemein dafür bekannt sind, einen akuten Schub atopischer Dermatitis auszulösen. Dazu gehören vor allem Stress, der das gesamte Immunsystem schwächen kann, trockene Luft und Kleidung aus Wolle, welche die Haut zusätzlich reizen und zu Rötungen führen können.

Angepasste Ernährung als vorbeugende Maßnahme

Bei allergischen Erkrankungen und Neurodermitis spielt die richtige Ernährung oftmals eine große Rolle. Da kleine Patienten in der Regel noch keinen Einfluss auf ihre Speisenauswahl haben, ist es besonders wichtig, dass Eltern bei ihren Kindern auf einen geeigneten Speiseplan achten. Selbstverständlich sollten aber auch Erwachsene stets auf eine bekömmliche, bei Neurodermitis empfohlene Ernährung Wert legen. Oftmals können Ärzte und Ernährungsberater bei der Erarbeitung einer passenden Ernährungsplanung helfen und praktische Tipps für das allgemeine Wohlbefinden aufzeigen. Geht es auch um das gezielte Vermeiden von Triggern, sollten entsprechende allergische Reaktionen vorab gründlich ausgetestet werden.

Wichtig: Um vermeidbaren Mangelzuständen vorzubeugen, sollten Sie ohne ärztliche Tests nicht einfach auf Verdacht bestimmte Lebensmittel aus Ihrem Speiseplan streichen. Oftmals bringt man Reaktionen mit ganz anderen Lebensmitteln und Speisen in Verbindung als mit die eigentlichen Auslösern. Eine langfristige Beobachtung unter einer professioneller Begleitung und/oder Allergietests sind daher in der Regel die bessere Vorgehensweise.

Die richtige Kleidung gegen Milben

Gerade bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben stellt Staub einen der wichtigsten Faktoren dar, den es so weit wie möglich aus Ihrem Umfeld zu verbannen gilt. Zwar ist das keinesfalls zur Gänze möglich, doch wenn Sie beispielsweise für Allergiker geeignete Bettwäsche aufziehen, Heim-Textilien regelmäßig waschen und einen Staubsauger mit Pollenfilter nutzen, können Sie den Kontakt mit Hausstaub meist beträchtlich reduzieren.

Pollenallergikern hilft ein vorübergehender Ortswechsel

Kommt die Zeit der Pollen, sind viele Pollenallergiker gut beraten, in die Berge oder an die Küste zu fahren, denn dort finden sie eine weitgehend pollenarme Umgebung vor. Ist das nicht möglich, sollte das Fenster am Tag geschlossen bleiben und am Abend oder in der Nacht geöffnet werden, um dem Pollenflug weitestgehend zu entgehen.

Medikamente zur Behandlung von Neurodermitis

Eine grundsätzliche Hautpflege als Therapie kann insbesondere während der Ruhephasen der Krankheit hilfreich sein und schwache Symptome lindern. Mitunter ist allerdings die Einnahme von Medikamenten sinnvoll und kann gegen weitergehende Beschwerden helfen. Dabei kann Ihr Arzt auf eine große Bandbreite an Medikamenten zurückgreifen, von denen einige äußerlich, andere innerlich angewendet werden. Je nach Schwere der Ekzeme handelt es sich dabei um das sogenannte Kortison und diverse keimhemmende und juckreizstillende Arzneimittel, die in der Regel äußerlich appliziert werden. Gegen den Juckreiz helfen auch die oft verschriebenen Antihistaminika.

Besonders schwere Ekzeme belasten das Immunsystem

Wichtig: Steinkohleteerhaltige Mittel werden heute kaum noch bei Neurodermitis und anderen Erkrankungen eingesetzt, weil sie im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Insbesondere Kinder sollten nicht mit derartigen Mitteln behandelt werden, weil die Nebenwirkungen bei den kleinen Patienten besonders kritisch ausfallen können.

Fallen die Ekzeme besonders schwer aus, bleibt oftmals keine andere Möglichkeit, als auf das Immunsystem einzuwirken, beispielsweise durch Tabletten mit dem Wirkstoff Ciclosporin. Die für eine Hemmung des Immunsystems genutzten Medikamente werden fachsprachlich Immunsuppressiva genannt. Sowohl Kortison als auch Immunsuppressiva können bei langfristiger Einnahme Nebenwirkungen hervorbringen, weshalb eine ärztliche Begleitung äußerst wichtig ist. Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich feststellen, ist es wichtig, umgehend ärztlichen Rat einzuholen.

Große Hoffnungen liegen auf der Antikörper-Therapie

Für besonders schwer erkrankte Patienten stellt die neuartige Antikörper-Therapie eine große Hoffnung dar. Im Gegensatz zu Kortison oder Immunsuppressiva stellen sich bei der Antikörper-Therapie nach bisherigem Kenntnisstand kaum bekannte Nebenwirkungen ein. Derzeit ist diese Therapie zwar noch nicht für Kinder freigegeben, doch entsprechende Studien sind im Gange – es handelt sich wahrscheinlich nur noch um eine Frage der Zeit.

Fazit

Neurodermitis ist nicht heilbar und erfordert im Extremfall eine lebenslange Therapie – auch dann, wenn sich die Symptome gerade nicht zeigen. Hochwertige Pflegeprodukte, beispielsweise mit dem Wirkstoff Urea, haben sich in der Praxis vielfach bewährt. Die Auslöser einer Allergie sollten bei Neurodermitis weitgehend vermieden werden, zudem ist die Einnahme von Medikamenten nach Rücksprache mit dem Arzt ebenfalls möglich. Bei Kindern kann die Erkrankung mit Erreichen des Grundschulalters abflauen, bei Erwachsenen können die Symptome auch nach Jahren wieder auftreten.

 


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