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Mundgeruch: Informationen zu Ursachen, Behandlung und optimaler Mundhygiene

Viele Menschen leiden unter Mundgeruch

Mundgeruch ist ein weit verbreitetes, wenn auch ausgesprochen unangenehmes Problem, das die Betroffenen selbst nicht immer bemerken. Im Durchschnitt leiden der Literatur zufolge etwa 23 bis 43 Prozent der Menschen und somit jeder fünfte Patient unter vorübergehendem oder chronischem Mundgeruch1. Weil das Umfeld sich oft scheut, es anzusprechen, wenn der Gegenüber unangenehm aus dem Mund riecht, bleibt das Leiden in vielen Fällen lange unbehandelt. Dabei kann Mundgeruch auch ein Hinweis auf ernste Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes sein, weshalb es die Ursachen immer abzuklären gilt. In jedem Fall sollten Sie sich mit schlechtem Atem nicht einfach abfinden – in diesem Ratgeber verraten wir Ihnen daher neben vielen anderen wichtigen Informationen, was Sie gegen Mundgeruch unterschiedlichster Ursache tun können.

Interessanter Fakt: In einer interdisziplinären Mundgeruch-Sprechstunde von 1999 bis 2003 gaben 407 Patienten (204 Frauen, 203 Männer, zwischen 27 und 55 Jahren) an, unter Mundgeruch zu leiden2.

 

Wie entsteht Mundgeruch?

Mundgeruch wird auch Foetor ex ore oder Halitosis genannt (vom lateinischen Wort halitus für Atem, Hauch abgeleitet), und man versteht darunter gemeinhin einen schlechten Atem. Mundgeruch kann je nach Ernährung und Lebensstil zeitweilig jeden betreffen. Alkohol und Nikotin können ebenso zu einer Verschlechterung des Atems führen wie der Genuss von Zwiebeln, Knoblauch oder exotisch gewürzten und sehr fettigen Speisen. Gerade auf Nahrungsmittel reagieren Menschen allerdings sehr unterschiedlich; was bei dem einen zu einem deutlich wahrnehmbaren Mundgeruch führt, macht sich beim anderen vielleicht kaum bemerkbar. Darüber hinaus kann auch eine Vernachlässigung der Zahnpflege zu einer schlechten Atemluft führen. Bleibt der unangenehme Mundgeruch länger bestehen, kann dieser auch auf eine Erkrankung, wie etwa Diabetes, entzündliche Erkrankungen der Speiseröhre oder Gastritis hindeuten.

Gut zu wissen: Nicht jeder nimmt die Atemluft des Gegenübers gleich wahr; so gibt es zum Beispiel Menschen, die aufgrund eines Gendefekts gar nicht merken, wenn jemand stark nach Knoblauch oder anderen Substanzen riecht.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Mundgeruch

Die Begriffe Foetor ex ore und Halitosis werden meist synonym gebraucht, bezeichnen aber eigentlich zwei unterschiedliche Arten von Mundgeruch. Foetor ex ore bezieht sich auf eine schlechte Ausatemluft, die nur mit geöffnetem Mund wahrnehmbar ist, also zum Beispiel beim Sprechen oder Ausatmen durch den Mund. Foetor ex ore ist die meistverbreitete Form von Mundgeruch.

Halitosis bezeichnet hingegen einen unangenehmen Geruch in der Mundhöhle bzw. im gesamten Mundraum, der immer wahrnehmbar ist, auch bei geschlossenem Mund und beim Ausatmen durch die Nase. Halitosis ist die weitaus seltenere Form des Mundgeruchs; nur etwa 10 Prozent aller Fälle von Mundgeruch passen auf diese Definition. Halitosis entsteht nicht ausschließlich in der Mund-Höhle, sondern auch im Nasen-Rachen-Raum.

Bakterien leben im Mund und auf der Zunge

Im Mund und auf der Zunge leben über 800 Bakterien und Mikroorganismen – und das mit gutem Grund, denn sie erfüllen dort wichtige Aufgaben. Dazu gehört auch das Zersetzen der anfallenden Essensreste oder von Zellanteilen des Speichels und der Mundschleimhaut. Die warme, feuchte Umgebung der Mundhöhle bietet für die Kleinstbewohner ideale Lebensbedingungen. Besonders auf der Oberfläche der Zunge setzen sich mit Vorliebe sogenannte Fäulnisbakterien ab. Zwar sind diese Fäulnisprozesse unverzichtbar und wichtig, allerdings können dabei deutlich wahrnehmbare, faulige Gerüche entstehen. Wie intensiv diese Gerüche ausfallen, hängt meist von der Art der zersetzten Speisen ab: Fett- und eiweißhaltige Nahrungsmittel sind besonders geruchsintensiv.

Welche konkreten Ursachen können Mundgeruch auslösen?

Wie bereits erläutert, können die Ernährung und der Verzehr bestimmter Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln sowie die Lebensweise einen zeitlich begrenzten Mundgeruch verursachen. Beim sogenannten echten Mundgeruch wird eine Unterscheidung zwischen intraoralen und extraoralen Ursachen vorgenommen. Während intraorale Ursachen (eine mangelnde Mundhygiene, Infektionen im Mundraum und Zahnfleischerkrankungen) etwa 80 % der Mundgeruch-Fälle ausmachen, sind die extraoralen Ursachen (etwa Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Leber-, Nieren- oder Diabetes mellitus Erkrankungen) deutlich geringer3.

Diese und weitere Ursachen möchten wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen.

Ernährung und andere Faktoren als Auslöser für Mundgeruch

Neben den bereits erwähnten Lebensmitteln spielen auch andere Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Mundgeruch. Diese sind:

  • eine einseitige Ernährung
  • eine zu geringe Trinkmenge
  • ein längerer Verzicht auf Essen bzw. Fasten

 

Fasten ist ein für den Körper guter Ansatz, um diesen von Giftstoffen zu befreien und zu entschlacken. Jedoch kann es auch hierbei zu Nebenwirkungen, wie etwa Mundgeruch, kommen, da der Magen durch die geringe Nahrungsaufnahme übersäuert. Neben der Ernährung können zudem Schnarchen sowie Stress zu Mundgeruch führen. Menschen, die Schnarchen, bemerken vor allem nach dem Aufwachen oft einen trockenen Mund, welcher schnell zu Mundgeruch führen kann. Aber auch andauernde Stress-Situationen können Mundgeruch auslösen, denn Stress schlägt uns im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen. Vom Magen ausgelöster Mundgeruch kann z.B. durch eine Gastritis entstehen.

Probleme im Mundraumals Ursache für Mundgeruch

Sehr häufig entsteht Mundgeruch durch Probleme im Mundraum, an Zähnen und Zahnfleisch, denen beispielsweise eine mangelhafte Mundhygiene zugrunde liegen kann. Die Folgen können mitunter gravierend sein. Auslöser für Mundgeruch können in diesem Fall sein:

  • Entzündete Zähne und Zahnfleisch können zu Erkrankungen wie Parodontitis oder Gingivitis führen, die sich unter anderem in Zahnfleischbluten und Mundgeruch äußern.
  • Karies kann ebenfalls zur Entstehung von Mundgeruch führen. Verfärbte und auffällig schmerzempfindliche Zähne sind ein Indikator für Karies, der sowohl den Zahnschmelz als auch den Zahn dauerhaft schädigen kann und schnellstmöglich einer professionellen Behandlung unterzogen werden sollte.
  • Entzündungen des Mund-Rachen-Raums
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Mundtrockenheit, z. B. Aufgrund von Schnarchen oder mangelnder Flüssigkeitszufuhr sowie
  • Mundfäule (zum Beispiel ausgelöst durch Herpes, betrifft vor allem Säuglinge und Kleinkinder)

 

Erkrankungen, die Mundgeruch auslösen können

Neben den bereits genannten Faktoren wie mangelnder Mundhygiene, einer einseitigen Ernährung oder äußeren Einflüssen, stellen auch Krankheiten eine Ursache für die Entstehung von Mundgeruch dar. Hierunter fallen z.B.:

  • die Veränderung des Stoffwechsels (ausgelöst durch Fasten oder Erkrankungen wie Diabetes)
  • Tumore im Mund- und Rachenraum
  • Beschwerden im Magen: Sodbrennen, eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre oder eine Gastritis
  • Mandelentzündung und Erkältungen
  • Entzündungen der Atemwege
  • Diphterie
  • Pfeiffer'sches Drüsenfieber
  • Leber- oder Nierenerkrankungen

 

Die Art des Mundgeruchs lässt auf mögliche Erkrankung schließen

Obwohl die Ursache von Mundgeruch in den meisten Fällen im Mund- oder Rachen-Raum zu finden ist, sind in etwa 10 bis 20 Prozent aller Fälle andere Faktoren der Auslöser. Dabei können einigermaßen feine Nasen anhand des jeweiligen Geruchs bereits erste Rückschlüsse auf die mögliche Erkrankung ziehen, denn Mundgeruch riecht je nach Ursache ganz anders.

Wichtig: Falls die Art des Mundgeruchs den Verdacht auf eine der genannten Krankheiten nahelegt, sollten Sie für eine rasche Untersuchung und Behandlung Ihren Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache zeitnah abklären zu lassen.

  • Ein Geruch nach Urin oder Ammoniak verweist auf ein Nierenleiden.
  • Ein leicht fauliger Geruch ist ein Hinweis auf entzündetes Zahnfleisch oder Karies.
  • Ein stark fauliger Geruch lässt auf eine Mandelentzündung schließen.
  • Ein säuerlicher Geruch deutet auf ein Problem mit dem Magen hin.
  • Ein Geruch, der an Nagellackentferner erinnert, ist oft eins der Symptome von Diabetes mellitus.
  • Ein fäkaler Mundgeruch weist auf Probleme mit den Zähnen, dem Magen oder dem Darm hin.

 

Medikamente als mögliche Ursache für Mundgeruch

Werden zur Behandlung anderer Erkrankungen bestimmte Medikamente eingenommen, können die enthaltenen Wirkstoffe den Mund austrocknen oder die Besiedelung der Mundschleimhaut mit Pilzen fördern. In beiden Fällen kann Mundgeruch eine unerwünschte Nebenwirkung sein. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Medikamente Mundgeruch verursachen, sprechen Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt gezielt darauf an – er kann Ihnen sicherlich erklären, ob Sie etwas gegen die unerwünschte Begleiterscheinung tun können, oder Ihnen alternative Medikamente empfehlen.

Ein trockener Mund ist anfällig für Mundgeruch

Im Mundraum bzw. in der Mundhöhle finden also auch lange nach unseren Mahlzeiten Prozesse statt, von denen wir normalerweise gar nichts mitbekommen. Neben den Schwefelverbindungen, die bei der Zersetzung der Nahrung entstehen und für einen unangenehmen Geruch sorgen können, gibt es noch andere Ursachen, zum Beispiel eine offene Entzündung, wunde Stellen oder Blut. Das alles ist ebenfalls ein idealer Nährboden für Krankheitserreger, die sich im Mundraum ausbreiten und für üble Gerüche sorgen können. Normalerweise besitzt der menschliche Körper dafür eine geeignete Schutzfunktion: Der Speichel spült diese schadhaften Keime, Pilze und sonstigen Erreger aus der Mundhöhle und hält den Mundraum feucht. Die Speichelflüssigkeit beinhaltet auch wichtige Abwehrstoffe, die Verletzungen im Mundraum schneller abheilen lassen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Ein trockener Mund kann sich dieser Viren und Bakterien nicht erwehren und ist deutlich anfälliger für Mundgeruch und verschiedene Erkrankungen.

Besonders trocken ist der Mund bei jedem Menschen am Morgen, weil in der Nacht während der Schlafphase die Speichelproduktion heruntergefahren wird. Durch Schnarchen kann dieses Phänomen noch weiter verstärkt werden – Schnarcher haben häufig einen sehr trockenen Mund und sind demzufolge auch anfälliger für Mundgeruch. Ältere Menschen, die oft zu wenig trinken, leiden ebenfalls vermehrt unter einem trockenen Mund und Mundgeruch. Auch Hunger oder der bewusste längere Verzicht auf Essen, zum Beispiel während der Fastenzeit oder bei einer Diät, hat vielfach einen trockenen Mund und Mundgeruch zur Folge. In diesem Fall ist der faulige Geschmack im Mund von den Betroffenen häufig selbst wahrnehmbar. Das liegt daran, dass sich der Körper in einer solchen Situation selbst mit körpereigenen Fetten und Eiweißen versorgt. Im Rahmen dieses Prozesses entsteht das Abbauprodukt Azeton (das sogenannte Hungerazeton), das über Atem und Haut ausgeschieden wird und mit dem Geruchs- und dem Geschmackssinn erfassbar ist.

Wie können Betroffene Mundgeruch selbst feststellen?

Das Heimtückische am Mundgeruch ist die schwierige Eigendiagnose: Die meisten Betroffenen merken nicht einmal, dass sie unter Mundgeruch leiden. Zwar lässt sich Mundgeruch in der Regel durch einfaches Riechen feststellen, doch gilt das nur für das persönliche Umfeld, nicht für die Betroffenen selbst. Freunde, Verwandte und Kollegen scheuen sich dann häufig davor, dieses Thema anzusprechen, um den Gegenüber nicht zu verletzen. Es gibt aber ein paar einfache Methoden, um ohne klinische Tests und ohne die Hilfe anderer festzustellen, ob Ihre Atemluft unangenehm riecht und Sie unter Mundgeruch leiden. Probieren Sie es aus!

Möglichkeiten, um Mundgeruch festzustellen:

  • Unterarm-Test: Reinigen Sie Ihren Unterarm sorgfältig mit klarem Wasser, aber ohne Seife. Fahren Sie mit der Zunge fest über die unbehaarte Haut an der Innenseite Ihres Unterarms und warten Sie dann ein bis zwei Minuten, bis die Speichelreste getrocknet sind. Riechen Sie dann gründlich an der betreffenden Stelle. Wenn Sie einen schlechten Geruch bemerken, leiden Sie sehr wahrscheinlich unter Mundgeruch. Anstelle des Unterarms lässt sich dieser Test auch am Handgelenk durchführen.
  • Plastiktüten-Test: Atmen Sie in eine Plastiktüte und verschließen Sie diese gründlich (Tipp: Es genügt auch, die Tüte fest zuzuhalten). Gehen Sie in einen frisch gelüfteten Raum, warten Sie dort einige Augenblicke, öffnen Sie die Tüte und riechen Sie hinein. Wenn es unangenehm riecht, haben Sie vermutlich Mundgeruch.
  • Speichel-Test: Spucken Sie ein paar große Tropfen Speichel in ein Glas und verschließen Sie es mit einem Deckel. Warten Sie etwa fünf Minuten, öffnen Sie dann das Glas und atmen Sie über die Nase ein. Wenn Sie einen üblen Geruch wahrnehmen, liegt es ebenfalls nahe, dass Sie Mundgeruch haben.
  • Zahnseide-Test: Nach der Reinigung Ihrer Zähne mit Zahnseide, lassen Sie den Speichel ein paar Sekunden lang auf der Zahnseide trocknen und riechen Sie anschließend daran. Bei einem unangenehmen Geruch weist das auf Mundgeruch hin.
  • Wattestäbchen-Test: Reiben Sie mit einem Wattestäbchen über den hinteren Rücken Ihrer Zunge und riechen Sie daran. Riecht der Belag übel, haben Sie sehr wahrscheinlich Mundgeruch.

 

Weitere Indizien, die auf Mundgeruch hinweisen können, sind eine brennende oder weiß belegte Zunge, ein häufiges Trockengefühl im Mund, Schleimbildung im Hals sowie ein säuerlicher oder bitterer Geschmack im Mund. Auch falls Sie plötzlich übermäßig häufig erfrischende Bonbons oder Kaugummis angeboten bekommen, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Sie Mundgeruch haben. Für Mutige gilt: Jenseits dieser Testmethoden besteht natürlich immer die Möglichkeit, sich ein Herz zu fassen und eine Vertrauensperson aus dem unmittelbaren Umfeld zu fragen, ob vielleicht ein Mundgeruch bei Ihnen wahrnehmbar ist.

Was hilft gegen Mundgeruch?

Mundgeruch, der kurzfristig durch den Verzehr eines bestimmten Lebensmittels entsteht, verschwindet meist von selbst relativ schnell wieder – meist spätestens nach dem nächsten gründlichen Zähneputzen und Reinigen der gesamten Mundhöhle mit Mundspülung. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich der Mundgeruch hartnäckig hält, und dann ist – wie bereits erwähnt – die Suche nach den konkreten Ursachen von großer Bedeutung.

Allgemeine Tipps zu einer wirkungsvollen Mundhygiene und Zahnpflege

Eine umfassende Mundhygiene und Zahnpflege ist ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen sowie zur Vorbeugung von Mundgeruch. Dabei geht es nicht nur um das einfache Zähneputzen – um Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch so gesund wie möglich zu erhalten, sollten Sie möglichst alle der folgenden Tipps in die Tat umsetzen.

  • Zungenbelag entfernen: Mit einem speziellen Zungenschaber oder einem Löffel kann morgens nach dem Aufstehen den Zungenbelag von der Zunge entfernt werden. Handelt es sich um besonders hartnäckig haftenden Zungenbelag, sollten Sie Ihren Zahnarzt darauf ansprechen, da dies auf Erkrankungen im Magen und Darm verweisen oder möglicherweise eine Anpassung Ihrer Ernährung erfordern kann.
  • Faustregel zum Zähneputzen: Die Zähne sollten Sie jeden Tag mindestens zwei Mal mit hochwertiger Zahnpasta putzen. Beim Zähneputzen wird in der Regel eine Dauer von mindestens 2 Minuten empfohlen.
  • Zahnseide und Interdentalbürsten: Neben der Zahnbürste sollten unbedingt regelmäßig Zahnseide und Interdentalbürsten zum Einsatz kommen, um die sonst nicht erreichbaren Zahnzwischenräume gründlich zu säubern. Nur mit Zahnseide bzw. den kleinen Bürstchen können Speisereste aus sonst unzugänglichen Stellen im Mundraum entfernt und die Zahnzwischenräume von Bakterien befreit werden.
  • Mundspülungen: Nach der Verwendung von Zungenschaber, Zahnseide und Interdentalbürstchen sowie nach dem Zähneputzen sollten Sie gelegentlich eine Mundspülung anwenden – allerdings nicht zu oft, da sonst auch die guten Bakterien der Mundflora in Mitleidenschaft gezogen werden können. Je nach Mittel empfehlen Experten die Anwendung von Mundspülung maximal einmal pro Woche.
  • Elektrische Zahnbürste: Mit einer elektrischen Zahnbürste lässt sich Zahnbelag meist besser entfernen als mit herkömmlichen Zahnbürsten, weshalb immer mehr Zahnärzte ihren Patienten das Putzen mit einer elektrischen Zahnbürste empfehlen.
  • Regelmäßige Untersuchung beim Zahnarzt: Die Zähne sollten regelmäßig – wenigstens einmal im Jahr – von einem Zahnarzt überprüft werden. Bei einer gründlichen Untersuchung kann der Zahnarzt überprüfen, ob zum Beispiel Karies, Parodontose, Plaque oder andere Krankheiten bzw. Besonderheiten vorliegen und gegebenenfalls eine gezielte Behandlung empfehlen.
  • Professionelle Zahnreinigung: Einmal pro Jahr sollten Sie eine professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt in Anspruch nehmen. Dabei erfolgt eine äußerst gründliche Reinigung der Zähne, der Zahnzwischenräume und der gesamten Mundhöhle. Außerdem werden die Zähne poliert und mit schützenden Produkten gepflegt. Nach der Behandlung riecht Ihre Atemluft wieder besonders frisch und Ihre Zähne fühlen sich angenehm glatt und gesund an.

 

Aufs Rauchen verzichten und Ernährung anpassen

Das Rauchen sorgt an sich schon für einen unangenehmen Atem, verstärkt etwaigen Mundgeruch aber noch durch eine Reduktion des für die Mundhygiene wichtigen Speichelflusses. Das bedeutet, dass Bakterien sich weitgehend ungestört ausbreiten können und nicht mehr vernünftig abtransportiert werden. Neben vielen anderen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit trägt das Rauchen also auch zur Entstehung von Mundgeruch bei. Wer dem vorbeugen möchte, sollte möglichst den Genuss von Nikotin verzichten.

Des Weiteren sollten Sie Ihren Speiseplan auf den Prüfstand stellen und nach den folgenden Tipps umgestalten:

  • Trinken Sie möglichst wenig Alkohol, denn wie das Rauchen trocknet auch der Genuss von Alkohol die Mundschleimhaut aus und vermindert den Speichelfluss. Alkohol wirkt sich somit negativ auf den Atem aus.
  • Prüfen Sie Ihren Speiseplan auf geruchsbildende Lebensmittel. Oft rührt der Mundgeruch vom häufigen Konsum bestimmter Nahrungsmittel her. Infrage kommen neben Zwiebeln und Knoblauch auch diverse aromatische Käse- und Fischsorten (vor allem Thunfisch) sowie einige Kohlsorten. Außerdem kann der regelmäßige Konsum von Erdnüssen als Snack den Atem stark verschlechtern.
  • Verzichten Sie so weit möglich auf Zucker. Zucker ist der wichtigste Nährstoff für Bakterien, die Karies verursachen können und auch sonst für eine unangenehme Geruchsbildung verantwortlich sind.
  • Verzichten Sie auch auf extreme Diätkuren. Strenges Fasten und bestimmte Diätarten können Mundgeruch hervorrufen und verstärken.
  • Trinken Sie allgemein viel – am besten reines Wasser, um den Mund regelmäßig gründlich auszuspülen und feuchtzuhalten.

 

Diese Mittel aus der Apotheke können gegen Mundgeruch helfen

Ist die Ursache für den Mundgeruch eine mangelnde Mundhygiene, können Sie auf eine Reihe von Mitteln zurückgreifen, die Sie in unserer Online-Apotheke zum günstigen Preis finden. Dazu gehören beispielsweise folgende Mittel und praktisches Zubehör:

  • Chlorophyll: Das Blattgrün der Pflanzen ist ein natürlicher Wirkstoff, mit dem sich Mundgeruch sehr wirksam bekämpfen lässt. Chlorophyll besitzt geruchsneutralisierende Eigenschaften und hemmt die Fäulnisbakterien. In unserer Online-Apotheke bekommen Sie Chlorophyll zum Beispiel als Tabletten von Stozzon .
  • Zungenreiniger: Gerade im hinteren Bereich der Zunge siedeln sich viele Bakterien und Nahrungsreste an. Während der vordere Bereich durch den Gaumen beim Sprechen und Schlucken gereinigt wird, bleibt der hintere Bereich meist ungestört. Abhilfe schafft hier ein Zungenreiniger, der den Belag vom hinteren Bereich entfernt.
  • Salbei: Salbei gilt als uraltes Hausmittel, verleiht einen frischen Atem und wirkt antibakteriell gegen Entzündungen. Neben dem bewährten Hausmittel Salbeitee finden Sie Salbei in unserer Online-Apotheke auch in Form von Tropfen von Salviathymol sowie in Zungenreinigungsgel und Zahncreme.
  • Mundspülungen : Mit speziellen Mundspülungen aus unserer Online-Apotheke (zum Beispiel von Meridol oder Chlorhexamed) können Sie Mundgeruch und dessen Auslöser wirksam bekämpfen. Allerdings sollten Sie Mundspülungen nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg einsetzen, um nicht langfristig einen gegenteiligen Effekt zu erzielen.
  • Xylit-Kaugummi: Xylitol ersetzt zwar nicht die regelmäßige Zahnpflege, kann aber eine wichtige Ergänzung sein. Xylitol fördert eine gesunde Mundflora und mindert gleichzeitig die schlechten Bakterien im Mundraum. Eine einfache Möglichkeit der Xylitol-Einnahme ist das Kauen eines Xylit-Kaugummis, zum Beispiel von Miradent.
  • Heilerde:Heilerde bindet nicht nur den Mundgeruch, sie fungiert darüber hinaus als Detox-Mittel und hilft, Giftstoffe aus dem Körper abzubauen. Sie verhindert zudem eine Übersäuerung des Magens, wie es z.B. beim Fasten häufig vorkommt.
  • Apfelessig:Auch Apfelessig kann aufgrund seiner wirksamen Inhaltsstoffe bei Mundgeruch zum Einsatz kommen. Bakterien die für schlechte Gerüche in Mund und Rachen sorgen, werden eingedämmt und abgetötet. Der enthaltene Essig regt zudem die Speicheldrüsen an und beugt somit einem trockenen Mund vor.

 

Hausmittel gegen Mundgeruch

  • Pflanzenöl: den Mund mit ein bis zwei Teelöffel hochwertigem Sonnenblumen- oder Sesamöl durchspülen, ausspucken und danach die Zähne gründlich putzen. Achtung: Das Öl nicht verschlucken, da sich hierin Giftstoffe aus dem Mundraum sammeln.
  • Zitrone: Vor allem während der Fastenzeit hat sich das Lutschen einer Zitronenscheibe sehr bewährt. Die Zitronensäure hemmt das Bakterienwachstum, fördert den Speichelfluss und Sie frischen Ihren Atem damit natürlich wieder auf.
  • Backpulver:Mit Backpulver entfernen Sie schädliche Beläge auf der Zunge und bringen den pH-Wert im Mundraum wieder ins Gleichgewicht. Einfach einen halben Teelöffel Backpulver in einem Glas Wasser auflösen und 2 Mal täglich den Mundraum damit spülen.
  • Kräuter und Gewürze:Petersilie, Kamille, Gewürznelke oder Minze: all diese Küchenkräuter und Gewürze haben eines gemein: nach dem Verzehr geruchsintensiver Speisen zerkaut, binden sie die Geruchsstoffe und sorgen so für frischen Atem.

Wann sollten Sie bei Mundgeruch einen Zahnarzt aufsuchen?

Mundgeruch wird schnell als harmloses Alltagsproblem abgetan, an einen Besuch beim Zahnarzt oder Hausarzt denkt niemand so schnell. Dabei kann Mundgeruch eine enorme psychische Belastung bedeuten und die Betroffenen aus Scham im schlimmsten Fall sogar in die soziale Isolation treiben. Wie bereits erläutert, besteht außerdem die Möglichkeit, dass eine ernste Erkrankung, zum Beispiel eine bakterielle Infektion, Magen-Darm-Beschwerden oder gar Diabetes den Mundgeruch verursachen. In diesem Fall tritt der Mundgeruch über einen längeren Zeitraum auf und lässt sich auch durch gründliche Zahnhygiene nicht eindämmen. Liegt der Verdacht auf eine Erkrankung nahe oder leiden Sie durch den Mundgeruch unter psychischem Stress, sollten Sie sich unbedingt an Ihren Arzt wenden. Außerdem gilt: Wenn sich zu dem Mundgeruch noch weitere Symptome gesellen, ist ebenfalls ein Besuch beim Arzt geboten.

Wichtig: Mundgeruch ist den Betroffenen häufig peinlich, für den Arzt allerdings nichts Ungewöhnliches – trauen Sie sich also ruhig, sich Ihrem Arzt anzuvertrauen! Ärzte haben tagtäglich mit solchen Beschwerden zu tun und können oft schon mit einer einfachen Gasanalyse des Atems feststellen, wo die Ursache des Problems liegt. Manche Ärzte bieten außerdem eine gesonderte Sprechstunde für Patienten mit Mundgeruch an.

Mundgeruch bei Kindern

Mundgeruch kommt auch bei Kindern vor, ist aber in den meisten Fällen völlig harmlos. Die Ursache liegt hier meist in der Vernachlässigung der bei Kindern nicht sehr beliebten Mundhygiene. Besonders häufig tritt Mundgeruch bei Babys und Kindern nach dem Schlafen auf, weil der Mund in dieser Zeit wie bei Erwachsenen wenig Speichel produziert und der Mundraum austrocknet. Der fehlende Speichelfluss verhindert eine Selbstreinigung des Mundes. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn die Zähne nicht ordentlich geputzt wurden und die im Mundraum verbundenen Speisereste den Bazillen und Mikroben als Nahrung dienen. Karies kann die Situation noch verschlimmern. Hält der Mundgeruch an, ist ein Besuch beim Kinderarzt oder Zahnarzt ratsam, um eine ernste Erkrankung als Ursache auszuschließen.

Eltern von betroffenen Kindern sollten darüber hinaus besonders auf die folgenden Regeln achten, die im Normalfall auch für Erwachsene gelten:

  • unbedingt regelmäßig die Zähne putzen (bei Kindern mindestens dreimal täglich!), am besten nach jeder Mahlzeit
  • Zahnbürsten in festen Abständen auswechseln
  • den Bürstenkopf dem Alter entsprechend auswählen
  • keine zuckerhaltigen Limonaden oder pure Fruchtsäfte trinken
  • viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken, gegebenenfalls Saftschorlen im Verhältnis 1:3
  • möglichst wenig Süßigkeiten essen

 

Fazit

Mundgeruch ist in den meisten Fällen zwar unangenehm, aber harmlos. Oft genügt es, die Zähne gründlich zu putzen oder ein Kaugummi zu kauen bzw. ein Bonbon zu lutschen, um den Atem wieder aufzufrischen. Tritt der Mundgeruch jedoch anhaltend auf, kann eine ernste Ursache wie eine Diabetes Erkrankung dahinterstecken. Deshalb sollten Sie bei andauerndem Mundgeruch zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Um Mundgeruch vorzubeugen, ist eine gründliche Zahnhygiene unverzichtbar – dazu gehört neben dem mehrmaligen täglichen Zähneputzen auch der Einsatz von Zahnseide, Interdentalbürstchen und Mundspülung. Unter Umständen kann es auch schon helfen, bestimmte Lebensmittel zu meiden. Tritt Mundgeruch nach der Einnahme von Medikamenten auf, sollten Sie ebenfalls mit Ihrem Arzt über geeignete Alternativen sprechen.

 


Quellen:
1https://www.zwp-online.info/fachgebiete/prophylaxe/therapie/halitosis-ein-update-fuer-den-generalisten
2https://www.zm-online.de/archiv/2005/18/zahnmedizin/interdisziplinaere-mundgeruch-sprechstunde/
3 https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-43-2019/einfach-atem-beraubend
Bildquelle: sinenkiy.com.ua

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